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Gute Resultate beim 16. VL Mauritiuspokal

Am zweiten Samstag im August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr traditionelles Schießen um den Mauritiuspokal mit Vorderlader Perkussionswaffen. Bei sommerlich warmen aber angenehmen äußeren Bedingungen kämpften 40 Starter aus 11 Vereinen um Preisgelder, Pokale und Sachpreise. Damit lag die Beteiligung leicht unter der des letzten Jahres. Zur 16. Auflage dieses Events stellten die Lichtenrader Pistolenschützen mit 8 Startern wie im vergangenen Jahr das größte Aufgebot. Erstmals konnte man auch Schützen der Teupitzer SG in der Flämingstadt begrüßen. In diesem Jahr fielen die Ergebnisse an der Spitze des Klassements in beiden Disziplinen höher aus als 2021. Auch die Leistungsdichte der topplatzierten Schützen der jeweiligen Konkurrenzen war sehr hoch. Das sorgte für Spannung bis zum Schluss und sehr knappen Entscheidungen. Wie gewohnt wurden die 15 Schuss Wettbewerbe Perkussionsgewehr und Perkussionspistole in offenen Wertungsklassen ausgetragen. Mit Thomas Konegen, der mit dem Gewehr für den PSV Olympia Berlin startete und für den SV Lichtenrade mit der Pistole antrat, gab es nur einen Schützen, der in beiden Disziplinen aktiv war.

Leider musste der Veranstalter beim Gewehrschießen erneut einen Rückgang der Teilnehmerzahlen hinnehmen. So hatte sich das Feld im 5. Jahr infolge auf jetzt nur noch 14 Starter reduziert. In sehr guter Form präsentierten sich die Frankfurter Schützen, die wie in der Vergangenheit sowohl im Einzel als auch in der Teamwertung überzeugten. Ralf Thiem hatte es wieder geschafft, sich gegen seine Mannschaftskollegen durchzusetzen. Mit tollen 143 Ringen hatte er sein Vorjahresresultat um 2 Ringe steigern können. Thiem, der bei allen 16 Veranstaltungen dabei war, stellte mit seinem 4. Sieg infolge, den Rekord von Tordis Arlett Nitsch ein, die zwischen 2009 und 2012 diese Leistung vollbrachte. Auf Platz 2 erreichte Henri Nitschke mit 140 Ringen seine bislang beste Platzierung in Jüterbog. Weil er 8 Treffer in der Zehn erzielte, lag er vor seinem ringgleich liegenden Vereinskollegen Klaus-Dieter Schilling, der 5 mal die Zehn traf. Über Sachpreise konnten sich die Schützen von Platz 4 bis 8 freuen. Der Sonnewalder Rico Schulze lag mit 137 Ringen und einer mehr geschossenen Zehn vor dem ringgleichen Vorderlader Referenten des BSB Lutz Rechtenbach. Auf den Plätzen folgten Thomas Konegen 135, Stefan Behnke 133 aus Frankfurt/Oder und Heinz Krüger 129 vom gastgebenden Verein. Die weiteren Jüterboger: Frank Leis erzielte mit 128 als Zehnter sein bestes Resultat seit 6 Jahren bei diesem Pokalschießen. Gildepräsident Wolfgang Gast landete mit 117 Ringen auf Rang 11 knapp vor dem 1. Vorsitzenden Gerald Kaplick 114. Klaus Jannasch büßte mit 98 Ringen mehr als 20 Ringe zum Vorjahr ein und erreichte Platz 14.

Den Mannschaftstitel sicherte sich die 1. Mannschaft aus Frankfurt/Oder. Mit 420 Ringen lagen Rechtenbach, Thiem und Nitschke 19 Ringe vor Frankfurt/Oder II mit Behnke, Schilling und Henneberger. Die Gastgeber mit Krüger, Gast und Leis holten sich mit 374 den Bronzepokal.

Beim Schießen mit der Pistole gab es eine höhere Beteiligung als 2021. Wegen der hohen Standkapazität von 10 Bahnen brachte man in nur 3 Durchgängen alle Schützen durch. Hier schaffte es Konegen, sich erstmals den Titel zu erkämpfen. Im vergangenen Jahr noch auf Platz 3, legte er 4 Ringe zu und gewann mit 134 Ringen vor Barbara Konrad von der SG Königs Wusterhausen/Wildau. Diese, hatte sich bei ihrer erst 2. Teilnahme um ganze 31 Ringe verbessert. Wie Konegen, kam auch sie auf 134 musste sich aber bei 2 weniger erzielten Neuner mit Silber knapp geschlagen geben. Der Titelverteidiger Frank Stübler vom PSV Olympia schaffte mit 133 wieder den Sprung aufs Podest. Peter Busse vom SV Lichtenrade kam diesmal mit 131 Ringen auf Rang 4, nachdem er sich gegen Sabine Hellwig von der NBSG mit nur einer mehr geschossenen Neun durchsetzen konnte. Damian Cal 129 aus Polen, der hier schon vor 2 Jahren erfolgreich war, belegte Platz 6 vor dem ringgleichen Norbert Luka von der NBSG und Carsten Spilker 126. Spilker, vom niedersächsischen SSV Bad Münder, hatte die weiteste Anreise nach Jüterbog.

Nach 2019 hatten sich die Lichtenrader mit ihrer ersten Mannschaft wieder die Mannschaftstrophäe erkämpfen können. Sie lagen mit 391 Ringen deutlich vor der NBSG 376, dem PSV Olympia 361, der Teupitzer SG 327, Lichtenrade II 324 und Königs Wusterhausen/Wildau 305.

Frank Dombrowski

Top Leistungen beim 17. Bürger-Meister-Pokal

Drei Wochen vor der zentralen Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming – Potsdam /Stadt in der Landeshauptstadt, fand der letzte vom KSB veranstaltete Wettkampf des Jahres bei der Jüterboger Gilde statt. Die 17. Auflage des traditionellen Bürger-Meister-Pokals lockte viele Ordonnanzgewehrschützen und Großkaliber Kurzwaffenschützen in die Flämingstadt. So konnte der Veranstalter mit 115 Starts von Schützen aus 14 Vereinen eine leichte Steigerung zum Vorjahr verzeichnen. Während der 25 m Kurzwaffenstand überraschend voll belegt war, gab es auf dem 100 m Stand noch freie Kapazitäten. In der Vergangenheit war dies eher umgekehrt. Die Gastgeber stellten mit 34 Starts erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch Schöneiche (14), Mühlheim – Dietesheim, Birkenwerder (je 12), Flatow (10) und Ludwigsfelde (9) waren mehrfach vertreten. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es wieder um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. Schon vor einem Jahr gab es viele Schützen und Mannschaften, die ihre Titel erfolgreich verteidigen konnten. So auch diesmal. In 6 der 7 Einzelwettbewerbe, die wie gewohnt in offenen Wertungsklassen ausgeschrieben waren, siegten die Sieger von 2021. Auch alle 7 großen Wanderpokale wurden von den letztjährigen Mannschaftssiegern erfolgreich verteidigt. Hier gab es erneut Spitzenleistungen beim Revolver- und Pistolenschießen durch Mühlheim-Dietesheim. Aber auch die Gastgeber konnten im klassischen 20+20 Wettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr überzeugen.

Einen Monat vor den Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehr Schießen lief es für die Jüterboger richtig gut. Hier konnten alle Teilnehmer wählen, ob sie mit offener oder geschlossener Visierung antreten. Nach den Vereins-, Kreis- und Landesmeisterschaften zeigte Sebastian Kienast wieder eine überragende Leistung. Mit DM tauglichen 356 Ringen erreichte er zum 4. Mal infolge ein Resultat über der 350er Marke. Dabei kam er gar nicht so gut in den Wettkampf hinein. Eine Sechs in der ersten Serie des Liegendanschlags brachte ihm nur 88 Ringe ein. Doch die anschließende 96 und 172 Ringe im Stehendanschlag sorgten für ein ausreichend großes Polster vor seinen Teamkollegen. Hier konnte sich Frank Dombrowski dank seiner guten Stehendleistung von 164 Ringen den 2. Platz sichern. Mit 345 Ringen lag er noch 8 Ringe vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel. Undankbarer Vierter wurde Christoph Hermann. Er schwächelte zu Beginn des Liegendschießens, konnte aber noch gute 325 Ringe erzielen. Ringgleich lag er mit der besseren letzten Serie vor dem Uebigauer Heiko Schmidt. Mit einer leichten Steigerung zur LM lag der Ordonnanzgewehr Referent des BSB, Jörg Flemming, mit 321 Ringen auf Rang 6. Weiterhin erzielten für Jüterbog: 7. Sven Bakus 312, 8. Benedikt Crncic 310 und 9. Markus Krawez 303. Durch starke 1038 Ringe siegte Jüterbog I vor Jüterbog II mit 956 Ringen. Bei der DM in Hannover wird die Jüterboger Gilde mit 17 Starts wieder am stärksten vertreten sein. Fünf Mannschaften aus der Flämingstadt haben sich hierfür qualifiziert.

Seine Klasse im Auflageschießen, bestätigte Michael Schröter von der SG Frankfurt/Oder erneut. Nach dem er bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils mit offener und geschlossener Visierung erfolgreich war, konnte ihm auch diesmal niemand Paroli bieten. Im 20er Starterfeld des 30 Schuss Wettbewerbes mit Kimme und Korn, erreichte er wie im letzten Jahr tolle 286 Ringe und setzte sich souverän gegen Frank Dombrowski 279 und Markus Krawez 277 durch. Auch Andreas Matthes 275 aus Birkenwerder und Winfried Tscheuschner 274 aus Schöneiche, der an diesem Tag in 5 Wettbewerben antrat, lagen mit ihren Resultaten noch über dem Neuner Schnitt. Der Mannschaftspokal blieb in Jüterbog. Mit 32 Ringen Vorsprung setzte man sich gegen Birkenwerder durch. Dritter wurde Albesbrunn Groß Ziescht.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze. Hier gewann Schröter mit 281 vor Dombrowski 278 und Krawez 271. Die Jüterboger setzten im Mannschaftskampf ihre Siegesserie fort. Seit Einführung des Wettbewerbs 2012 sind sie ungeschlagen.

Das Kurzwaffenteam von der hessischen Schützengemeinschaft Mühlheim-Dietesheim nutzte den BMP als Vorbereitungswettkampf für die kommenden Deutschen Meisterschaften in München. In allen 4 ausgeschriebenen Disziplinen waren sie nicht zu bezwingen. Neben 3 Titelverteidigungen im Einzel konnte man sich auch wieder alle 4 Wanderpokale für ein weiteres Jahr sichern. Die gezeigte mannschaftliche Geschlossenheit der Teammitglieder war schon beeindruckend. So steigerten sie ihre Teamleistungen in 3 von 4 Wettbewerben zum letzten Jahr. Peggy Wölk konnte sich erstmals in die Siegerlisten des BMP eintragen. Im mit 28 Teilnehmern größten Starterfeld dieses Pokalwettkampfes setzte sie sich im Wettbewerb 9 mm Pistole mit 373 knapp gegen ihre Mannschaftskameraden Thomas Baier und Thomas Westerwald (beide 371) durch. Sie hatte sich um 20 Ringe zum letzten Jahr steigern können. Nur ein Ring fehlte Winfried Tscheuschner zum 3. Platz. Die Teamwertung gewannen die Hessen mit 99 Ringen Vorsprung auf Ludwigsfelde. Überragender Schütze des BMP war aber wieder Thomas Westerwald mit 3 erfolgreichen Titelverteidigungen. Zunächst gewann er die Pistolenkonkurrenz .45 ACP mit 379 Ringen vor Wölk 373 und Baier 370. Die Mannschaft lag hier 163 Ringe vor Schöneiche. Beim Schießen mit dem Revolver zeigte er dann seine ganze Klasse. Im Wettbewerb .357 Magnum erreichte er nach Serien von 98, 94, 99, 99 mit 390 Ringen das höchste je geschossene Resultat beim BMP in diesem Wettbewerb. Nach Steigerung um 4 Ringe zum Vorjahr, knackte er den 13 Jahre alten Standrekord des Wittenbergers Andreas Lahn um 3 Ringe. Gute 378 Ringe reichten Peggy Wölk zu Platz 2 vor dem Zossener Karl-Heinz Berger 368 und Thomas Baier 363. Auch hier siegte man in der Mannschaftswertung vor Schöneiche. Mit dem .44er Magnum Revolver gewann Westerwald dank starker 381 Ringe vor Baier 376 und Berger 372. Wölk musste sich hier mit 369 knapp geschlagen geben. Hier deklassierte das Hessen-Trio die Mannschaft der Gastgeber um mehr als 300 Ringe.

Frank Dombrowski

Gastgeber dominieren Kreismeisterschaften Ordonnanzgewehr

Bei der Jüterboger Gilde wurden die diesjährigen Kreistitelkämpfe Ordonnanzgewehr 100 m und Großkaliber Pistole Präzision 25 m veranstaltet. Für den KSB war es die zweite Großveranstaltung in diesem Jahr nach dem Bürger-Meister-Pokal im August. Mit 64 Gewehr- und 13 Pistolenschützen aus 7 Vereinen des Kreisschützenbundes lag die Beteiligung unter der des Vorjahres. Die Verantwortlichen hatten sich für die Ausrichtung dieser Meisterschaften entschieden, da besonders in Teltow Fläming viele Ordonnanzschützen lange Zeit auf Wettkämpfe warten mussten. Die Gastgeber waren mit 33 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen wurde natürlich auch aufgelegt mit offener und geschlossener Visierung geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. In 10 der 16 Einzelkonkurrenzen holten sie die Titel. Hier gewann Frank Dombrowski als erfolgreichster Teilnehmer dieser KM bei seinen 5 Starts 4 Titel.

Nur wenige Wochen nach den Deutschen Meisterschaften wollte Sebastian Kienast noch einmal zeigen, dass die Silbermedaillen von Hannover kein Zufall waren. Bei sehr angenehmen äußeren Bedingungen störte nur die tief stehende Sonne, die fast alle Schützen blendete und ein beobachten der Schüsse durch das Spektiv deutlich erschwerte. Kienast, der diesmal im Wettbewerb mit Diopter Visierung in der Herren I Klasse (ab 21 Jahre) antrat, zeigte erneut eine überragende Leistung. Nach gewohnt gutem Liegendanschlag (182) folgte ein unglaubliches Stehendschießen. Mit u. a.  6 Treffern in der Zehn und 9 in der Neun erreichte er 180 Ringe. Das gelang ihm bisher nur einmal. Bei den Vereinsmeisterschaften vor 7 Jahren als er seine pers. Bestleistung von 365 Ringen aufstellte. Diesmal kamen 362 Ringe zusammen, sein zweitbestes je erzieltes Ergebnis. Mit dieser Leistung lag er 9 Ringe über der des aktuellen Deutschen Meisters. Dombrowski, der sich im Vergleich zur DM deutlich steigern konnte, siegte mit 336 in der Herren II Klasse (ab 41 Jahre) vor seinem Vereinskollegen Manfred Langner 304 und Mark Koschnick aus Ludwigsfelde 296. Mit offener Visierung setzte sich Dombrowski mit 331 vor der Rangsdorferin Daniela Britze 286 und Jürgen Alf 246 aus der Landeshauptstadt durch. Alexander Baumer vom PSV Zossen entschied die Herren I mit 289 für sich.

Die größten Teilnehmerfelder gab es beim 30 Schuss Auflageschießen. Über Kimme und Korn siegte Kienast 262 in seiner Klasse auch hier. Dombrowski 276 setzte sich gegen seinen Teamkameraden Markus Krawez 274 und den Zossener Torsten Kühne 253 durch. In der Senioren I Klasse gab es einen Dreifacherfolg für die Flämingstädter. Thomas Malluschke 270 wurde Kreismeister vor Hendrik Papenroth 261 und Ralf Schulze 260. Für Ludwigsfelde gewann Wolfgang Heinze den Titel in der Senioren III Klasse. Mit 270 Ringen erzielte er exakt den Neuner Schnitt und verdrängte den Jüterboger Klaus Jannasch 267 und den Potsdamer Jürgen Rückert 256 auf die Plätze. Eine hohe Leistungsdichte und knappe Entscheidungen gab es bei den Senioren mit offener Visierung. So behielt Ralf Schulze in der Senioren I (ab 51 Jahre) mit 255 die Oberhand vor den Rangsdorfern Raik Pankrath 254, Raik Britze 254 und Daniela Britze 253. In der Senioren III (ab 66 Jahre) gab es ein ähnliches Bild. Hans Joachim Heinze vom gastgebenden Verein lag mit 264 Ringen knapp vor Jürgen Rückert 263 und dem ringgleichen Klaus Jannasch. Die Damenkonkurrenz entschied Barbara Schilling, die als Hauptkampfrichterin bei dieser KM tätig war, mit guten 267 Ringen vor Yvonne Heise 188 für sich. Das höchste Resultat in diesem Wettbewerb erzielte Stephan Schwarz aus Ludwigsfelde mit 274 in der Herren II vor Krawez 269 und Dombrowski 268. Den einzigen Titelgewinn für Rangsdorf holte sich Garo Issa 254 in der Herren I Klasse.

Im beidhändigen Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision hatte Dombrowski im größten Starterfeld mit 271 Ringen deutlichen Vorsprung auf Sebastian Lindner 250 aus Potsdam und Nicolas Salchow 243 vom PSV Zossen. Der Ludwigsfelder Norton Höppner siegte mit 244 in der Herren III. Karl-Heinz Berger 274 vom PSV Zossen gewann Gold bei den Herren IV (ab 61 Jahre). Ende Oktober finden an gleicher Stelle die Titelkämpfe im Kleinkaliber 100 m Auflageschießen mit Diopter und Zielfernrohr, Selbstladegewehr aufgelegt und Großkaliber Gewehr aufgelegt mit Zielfernrohr statt.

Frank Dombrowski

Hitzeschlacht beim hochklassig besetzten Vorderlader Mauritius-Pokalschießen

Nur eine Woche nach dem Bürgermeister Pokal veranstaltete die Jüterboger Gilde das beliebte Mauritius Pokalschießen mit Vorderlader Perkussionswaffen. Die Gilde setzte alles daran den traditionellen Wettkampf der schon einmal vor 2 Jahren durch extreme Hitze gefährdet war, durchzuführen. Als Sportleiter Frank Dombrowski die Ausschreibung an die Vereine und Schützen verschickte, wusste man nicht, wie die Reaktion in Corona Zeiten ausfallen würde. Nur zögerlich trafen die Meldungen ein. Fast alle Schützen wollten möglichst spät an den Start gehen. Auf Grund der Abstandsregel konnte jedoch nur jede zweite Schießbahn besetzt werden. So war es nicht immer möglich, den Startwunschzeiten gerecht zu werden. Dennoch freute man sich bei der 14. Auflage dieses Events wieder über ein erlesenes Starterfeld. Neben den starken Frankfurter Gewehrschützen und zahlreichen Berliner Pistolenschützen konnte man mit Volker Valentin, Damian Cal und Wilfried Kretschmer 3 ehemalige Weltmeister begrüßen. Der niedersächsische SV Langenforth entsandte auch wieder eine Pistolenmannschaft in den Fläming. Der Bedarf an Wettkämpfen ist groß. Für fast alle Teilnehmer war es der erste Wettkampf in diesem Jahr. Sie waren dankbar, wieder einmal Wettkampferfahrung zu sammeln. Ein später Starttermin sollte sich an diesem Tag aber nicht als günstig erweisen. Die Temperaturen auf den Ständen waren nur anfangs erträglich. Vor allem die Gewehrschützen die am Nachmittag bei 34 Grad in voller Montur antraten, setzte die Hitze zu. Da es an diesem Tag außergewöhnlich windstill war, stellte man Ventilatoren auf, um für ein wenig Luftausgleich zu sorgen. Mit 45 Startern (19 Gewehr, 26 Pistole) aus 14 Vereinen erreichte man genau die Teilnehmerzahl des letzten Jahres. Gab es in 2019 noch 5 Doppelstarts, kämpfte diesmal nur Wilfried Kretschmer in beiden Disziplinen. Auch in diesem Jahr ging es um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Berliner Schützen des SV Lichtenrade, stellten mit 7 Teilnehmern das größte Starterfeld noch vor den Gastgebern und dem PSV Olympia (je 6).

Im Wettbewerb Perkussionsgewehr 50 m waren die Frankfurter Schützen (Platz 1 bis 4) nicht zu schlagen. Trotz später Startzeit zeigten sie mannschaftliche Geschlossenheit auf hohem Niveau. Für eine erfolgreiche Titelverteidigung sorgte Ralf Thiem. In seinem 15 Schuss Programm traf er 9 Mal die Zehn und verwies mit starken 142 Ringen seinen Mannschaftskollegen Lutz Rechtenbach 140 auf den 2. Platz. Bei seiner 5. Teilnahme schaffte Henri Nitschke erstmals den Sprung aufs Podest. Mit 136 lag er einen Ring vor Frank Henneberger. Wilfried Kretschmer, der diesen Pokal bereits 2014, 2015 und 2018 gewann, erreichte diesmal nicht ganz das Niveau der letzten Jahre. Mit 134 Ringen und Platz 5 durfte er sich aber noch über einen Sachpreis freuen. Die beste Leistung der Gastgeber zeigte wie im vergangenen Jahr Werner Panek. Der Senior erreichte mit 130 Ringen sein drittstärkstes Ergebnis bei diesem Pokal. Zum ersten Mal dabei, schoss sich Stefan Behnke von der SG Vevais 93 mit 129 auf den 7. Platz. Der erfolgreichste Schwarzpulverschütze der Jüterboger, Heinz Krüger, ärgerte sich über zwei Sechser. So landete der fast 80-Jährige, der neben Wolfgang Gast alle Mauritiuswettkämpfe bestritt, mit 126 auf Platz 8. Weiter für Jüterbog erzielten: 10. Klaus Jannasch 118, 12. Wolfgang Gast 116, 15. Frank Leis 103, 16. Gerald Kaplick 99. Mit deutlichem Vorsprung vor der ersten Jüterboger Mannschaft (347) sicherten sich die Frankfurter (418) zum 8. Mal die Teamtrophäe. Dritter wurde die zweite Jüterboger (345) Vertretung vor dem PSV Olympia Berlin (293).

Hochklassig besetzt war auch das Starterfeld bei den Pistolenschützen. Hier glänzte der Pole Damian Cal gleich im ersten Durchgang mit 142 Ringen. Der Weltmeister von 2012 sollte bis zum Schluss die Führung behalten und sich erstmals den Titel holen. Er stellte den von Wilfried Kretschmer und Volker Valentin gehaltenen Standrekord ein. Eine Acht mehr und eine Zehn weniger als Cal, reichten Maik Mießner vom SV Langenforth mit 140 Ringen zum Silberpokal vor seinem Teamkollegen und viermaligem Sieger W. Kretschmer 136. Hart umkämpft waren die Plätze 4-8 für die der Veranstalter Sachpreise vergab.  Andreas Holz aus Finsterwalde verpasste mit 135 das Podest nur knapp. Ringgleich folgten Frank Stübler vom PSV Olympia und Volker Valentin aus Cottbus. Vom SV Lichtenrade erreichten Frank Dessin 133 und Peter Busse 132 die Plätze 7 und 8. Den Mannschaftspokal nahmen die Langenforther Schützen mit nach Hause. Sie setzten sich mit 399 Ringen vor den Titelverteidigern SV Lichtenrade I 388 und dem PSV Olympia 356 durch. Es folgten Lichtenrade II, NBSG und die Schweriner See Schützen.

Fast alle Starter blieben trotz der extremen Hitze bis zur würdevollen Siegerehrung. Dankeschön dafür. Gildevorsitzender Wolfgang Gast und Hauptkampfrichter Heinz Krüger nahmen die Ehrung vor.

Frank Dombrowski

Hochklassige Resultate beim Vorderlader Mauritiuspokal

Traditionell im August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr Mauritius-Pokalschießen mit Vorderlader Waffen. Die Vorbereitungen zu diesem Event liefen entspannter, als im vergangenen Jahr. Damals musste man wegen der langen Hitzeperiode um eine Durchführung bangen. Die Wettkampfbedingungen waren an diesem Tag ideal.  Bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und etwas frischem Wind ließ es sich gut schießen. Mit 45 Starts, die von Schützen aus 14 Vereinen bestritten wurden, konnte der Veranstalter zufrieden sein. Erstmals beteiligten sich Schützen aus Brück, Bernau, Fürstenwalde und Straußberg. Einige Spitzenschützen, die in den vergangenen Jahren mit dabei waren, fehlten. So waren die Ex-Weltmeister Damian Cal und Wilfried Kretschmer bei den zeitgleich stattfindenden Europameisterschaften in Budapest vertreten. Bei der 13. Ausgabe dieser Veranstaltung gingen 21 Schwarzpulverschützen mit dem Vorderlader Gewehr und 24 mit der Perkussionspistole in jeweils offenen Klassen an den Start. Fünf Schützen hatten Doppelstarts zu bewältigen. Die Organisatoren freuten sich, mit Volker Valentin wieder einen ehemaligen Weltmeister am Start zu haben. Gekämpft wurde auch in diesem Jahr um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Gastgeber stellten mit 9 Schützen das größte Aufgebot, vor den Schützen des polnischen K.S. Strzelec und SV Lichtenrade (je 6). Auch in diesem Jahr konnten sich die Resultate sehen lassen. Vor allem die Gastgeber waren mit dem Gewehr stark und zeigten mannschaftliche Geschlossenheit.

Für die stärkste Leistung des Tages, sorgte der Frankfurter Gewehrschütze Ralf Thiem. Mit überragenden 144 Ringen, seinem höchsten jemals in Jüterbog geschossenen Resultat, setzte er sich gegen seinen Teamkollegen und Sieger von 2007 und 2017 Lutz Rechtenbach 142 durch. Nach 5 Podestplätzen in den vergangenen 12 Jahren, hatte es für Thiem nun erstmalig zum Sieg gereicht. Den Bronzepokal errang Zbigniew Kurpiel 136 aus Zielona Gora. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 136 Ringen verfehlte Werner Panek nur knapp das Podest. Der Pole hatte 2 Zehner mehr erzielt, als der Flämingstädter. Auch Klaus Jannasch zeigte eine gute Leistung. Seine 133 Ringe reichten zum 5. Platz. Der stärkste Jüterboger Perkussionsschütze der letzten Jahre, Heinz Krüger, konnte sich mit Platz 7 noch einen Sachpreis erkämpfen. Auch er kam auf 133 Ringe. Sehr zufrieden zeigte sich Diana Hanske nach dem Schießen. Nach 7 Jahren Pause, hatte sie ihr Ergebnis von 2012 auf 126 Ringe und Platz 9 steigern können. Frank Leis 124 und Wolfgang Gast 122 zeigten mit Platz 10 und 12 ebenfalls gute Leistungen. Außerdem belegten Gerald Kaplick 112 Ringe Platz 14 und Rainer Kubau 81 Ringe Platz 18.

Im Mannschaftskampf setzten sich diesmal die Frankfurter durch. Mit 419 Ringen hatte man 29 Ringe Vorsprung auf die erste Mannschaft der Gastgeber. Für die Jüterboger war es die beste Mannschaftsplatzierung seit 2008 bei diesem Pokalschießen. Bronze erkämpfte das zweite Jüterboger Team mit 370 Ringen.

Beim Schießen mit der Perkussionspistole gab es einen klaren Sieg für den Cottbuser Volker Valentin. Der mit mehr als 20 Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreichste Brandenburger Schwarzpulverschütze siegte mit 140 Ringen und gewann seinen 4. Titel in Jüterbog vor Michael Triebel 133. Der Fürstenwalder beteiligte sich erstmals beim Mauritius Pokalschießen. Zbigniew Kurpiel 131 sicherte sich auch hier den Bronzepokal vor dem Finsterwalder Andreas Holz 131. Carsten Spilker 126, der schon im letzten Jahr dabei war, hatte die weiteste Anreise. Für den niedersächsischen SSV Bad Münder startend, belegte er Platz 5.

Die Entscheidung im Mannschaftskampf hätte knapper nicht ausfallen können. Die Titelverteidiger vom SV Lichtenrade gewannen erneut die Trophäe. Mit 352 Ringen reichte ihnen 1 Ring Vorsprung auf den K.S. Strzelec. Die zweite Mannschaft der Berliner gewann mit 302 Bronze vor den Schweriner See Schützen 182.

Höhepunkt war dann zum Abschluss die würdevolle Siegerehrung, bei der fast alle gestarteten Teilnehmer anwesend waren. Sportleiter Frank Dombrowski, der 1. Vorsitzende Wolfgang Gast und Kampfrichter Heinz Krüger nahmen die Ehrung vor.

Frank Dombrowski

Ordonnanzschützen mit starker Leistung beim Bürger-Meister-Pokal

Nachdem der traditionelle Pokalwettkampf im letzten Jahr ein Opfer der anhaltenden Hitze wurde und ausfallen musste, gaben in diesem Jahr zur Überraschung des Kreissportleiters Mark Koschnick, so viele Schützen eine Startmeldung ab, wie nie zuvor. Der Kreisschützenbund Teltow-Fläming /Potsdam Stadt hatte als Veranstalter dieses Events mehr als 150 Meldungen von Schützen aus 15 Vereinen erhalten. Die Jüterboger Schießanlage kam mit 148 realisierten Starts an die Grenze der Standkapazität. Die Bestmarke aus dem Jahr 2016 wurde um 24 Einzelstarts übertroffen, was allein 3 Durchgänge zusätzlich bedeutete. Die Gastgeber stellten mit 37 Startern ihr bislang größtes Aufgebot, vor Schöneiche 31 und Rangsdorf 18. Die Wettbewerbe wurden wie gewohnt in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben wurden Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder vergeben. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen zeigten vor allem die Ordonnanzgewehr Schützen starke Leistungen. Für viele Schützen, die das 20+20 Programm bestreiten mussten, war es ein gelungener Vorbereitungswettkampf auf die kommenden Deutschen Meisterschaften in Hannover. Hier freute man sich besonders auf das Mannschaftsduell der Gastgeber mit den Schützen aus Oschatz. Die Sachsen hatten sich die letzten beiden Male in die Siegerlisten eintragen können. Hier gab es mit 21 Starts eine Rekordbeteiligung in dieser Disziplin. Gleich 12 Teilnehmer lagen mit ihren Leistungen über dem DM Limit mit offener Visierung.

Schon in DM Form, zeigte Sebastian Kienast die beste Leistung an diesem Tag. Er kämpfte, wie die meisten Schützen mit dem Schweden Mauser mit Diopter Visierung. Mit einer für ihn selbst überraschend starken 96 er Serie im Liegendanschlag, startete er optimal. Zwar folgte mit 85 eine eher durchschnittliche Serie, doch seine Stärken, sollte er im abschließenden Stehendschießen zeigen. Fantastische 176 Ringe mit 4 Zehnern und 9 Neunern brachten ihn auf 357 Ringe. Das war eines seiner Besten Resultate in den letzten Jahren. Obwohl schon mit deutlichem Abstand auf Rang 2 liegend, zeigte sich Teamkollege Jörg Flemming mit starken 338 Ringen sehr zufrieden. Auf Platz 3 lag Ulrich Findeisen aus Oschatz 336 vor seinem Mannschaftskameraden und Deutschen Meister des letzten Jahres Andreas Radeck 335. Auf Rang 5 lag der Schöneicher Manfred Reichel 332, der in der kommenden Saison das Jüterboger Team verstärken wird. Christoph Hermann folgte mit 329. Frank Dombrowski kam nach nur durchschnittlichem Stehendschießen mit 323 auf Platz 9 vor Ingo Louvet. Der Kreisstädter hatte mit 188 Ringen die stärkste Liegendleistung im gesamten Starterfeld erzielt. Mit 320 wurde er Zehnter. Sven Bakus 306 und Helmut Fahlenberg 274 landeten auf Platz 13 und 18. Mit dem höchsten Mannschaftsresultat seit Jahren, erkämpften sich die Gastgeber den Wanderpokal zurück. Mit 1018 lag man vor Oschatz 994 und dem 2. Jüterboger Team 955.

Beim Auflageschießen war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin nicht zu schlagen. Mit Dioptervisierung konnte er den bis zum letzten Durchgang führenden Frank Dombrowski 284 noch um einen Ring übertreffen. Dritter wurde Ingo Louvet mit 278 Ringen. Auch Markus Krawez zeigte mit Platz 5 eine starke Leistung, lag mit 273 noch über dem neuner Schnitt. Weiter erzielten für Jüterbog: 7. Klaus Jannasch 267, 8. Barbara Schilling 261, 13. Georg Hanske 252, 15. Ralf Schulze 248, 16. Hendrik Papenroth 244, 18. Diana Hanske 234, 20. Rainer Kubau 226, 23. Bettina Kühne 204, 24. Hans-Joachim Rehbein 152. Den Mannschaftstitel verteidigte Jüterbog I vor Jüterbog II und Golßen.

Mit offener Visierung siegte Schröter im größten Starterfeld des BMP mit 282 Ringen vor Helmut Fahlenberg 274 und Lutz Tannhäuser 271 aus Oschatz. Ringgleich kam Louvet auf den undankbaren 4. Platz. Weiter erzielten für Jüterbog: 5. Frank Dombrowski 269, 11. Frank Leis 263, 14. Fred Hochleutner 255, 17. Klaus Jannasch 251, 21. Ralf Schulze 245, 26. Jens Fuhrmann 237, 28. Jürgen Stein 224, 34. Yvonne Heise 79. Auch hier war die gastgebende Gilde im Teamwettbewerb nicht zu bezwingen. Mit 6 Ringen vor Oschatz verteidigte man die Mannschaftstrophäe. Rang 3 erkämpfte Luckenwalde vor Zossen, Schöneiche und Rangsdorf.

In den Großkaliber Kurzwaffendisziplinen waren die Schützen des SC Schöneiche sehr stark vertreten. Sie holten sich die Titel in den Mannschaftswettbewerben .357 Magnum Revolver, .44 Magnum Revolver und .45 ACP. Lediglich mit der 9 mm Pistole waren die Ludwigsfelder Schützen treffsicherer.

Im Wettbewerb .44 Magnum siegte Thomas Heise für die Jüterboger Gilde mit 323 Ringen. Patrick Meyer 230 und Siegfried Meyer 209 erreichten die Plätze 7 und 8.

Der Vorjahresdritte Dirk Kalwa aus Ludwigsfelde gewann die 9 mm Pistolenkonkurrenz mit 371 Ringen. Hier erreichten Andreas Wachtel 259 Platz 24 und Patrick Meyer 251 Platz 27.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung gab es durch den Zossener Senioren Karl-Heinz Berger mit dem .357 er Revolver. Er steigerte sich um 5 auf 376 Ringe. Für Jüterbog erkämpften: 14. Klaus Jannasch 299, 15. Markus Krawez 289, 17. Frank Leis 284, 19. Jürgen Stein 239, 21. Alf Menzel 42

Winfried Tscheuschner 369 (Schöneiche) entschied die Pistolendisziplin .45 ACP mit hauchdünnem Vorsprung von einem Ring vor Berger für sich.

Frank Dombrowski

Jüterboger Großkaliber Gewehrschützen mit Erfolgen bei LM

Nach den Landestitelkämpfen im klassischen Ordonnanzgewehr Schießen im Mai, fanden nun auf der Jüterboger Anlage die letzten Meisterschaften des Landesverbandes in diesem Jahr statt.  Auf dem Programm standen die 30 Schuss – Wettbewerbe in den übrigen 100 Meter Großkaliber Gewehrdisziplinen, darunter auch das Ordonnanzgewehr Auflageschießen sowie der 25 Meter Großkaliber Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision. Bei angenehmen äußeren Bedingungen kämpften an den 2 Wettkampftagen 119 Schützen aus 34 Vereinen des Landes in 7 Wettbewerben um Medaillen und Urkunden. Die Schützen zeigten sich auch in diesem Jahr wieder sehr zielsicher. So wurden 6 neue Landesrekorde erzielt. Von der gastgebenden Gilde hatten sich 6 aktive Schützen über die Kreismeisterschaften qualifizieren können. Sportleiter Frank Dombrowski konnte nach Abschluss der Wettbewerbe eine positive Bilanz ziehen. Die Flämingstädter holten 2x Gold und 2x Silber.

Am ersten Tag gab es die Entscheidungen im liegenden Anschlag mit Diopter und Zielfernrohr sowie die Auflagedisziplinen, die hauptsächlich mit Matchgewehren geschossen wurden. Nach zwei Silbermedaillen im letzten Jahr, konnte Frank Dombrowski erneut Edelmetall erkämpfen. Im freihändigen Anschlag mit Dioptervisierung siegte er in der offen geführten Herrenklasse mit 299 Ringen und neuem Landesrekord. Lediglich während der letzten Serie rutschte ihm ein Schuss in die Neun ab. Titelverteidiger Sebastian Kelle aus Finsterwalde musste sich nach 296 Ringen diesmal mit dem Silberrang zufriedengeben. Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse holte mit 292 Bronze. Beim Schießen mit Zielfernrohr gab es eine sehr hohe Leistungsdichte an der Spitze. Dennoch standen die gleichen Schützen auf dem Treppchen. Hier gewann Kelle mit maximaler Ringzahl von 300. Dieser Sieg brachte ihm natürlich einen Eintrag in die Rekordliste des Landes. Dombrowski, der nur einen Ring weniger erzielte, setzte sich gegen den ringgleichen Titelverteidiger Bergenroth wegen der besser ausgeschossenen letzten Serie durch. Der Petkuser Helmut Fahlenberg, der in diesem Jahr für den SV Dahme im sitzenden Auflagewettbewerb mit Zielfernrohr an den Start ging, erkämpfte in der Senioren III Klasse mit 287 Ringen Bronze hinter Klaus Hanf 289 aus Grüneberg und dem Hönower Hubert Schöler 294.

Am 2. Tag gingen 41 Schützen mit dem Ordonnanzgewehr an den Start. Hier wurden die Wettbewerbe häufig mit schwedischen M96 Gewehren mit offener und geschlossener Visierung verwendet. Klaus Jannasch, der sich schon 2018 Silber mit Dioptervisierung erkämpfte, konnte sich auch diesmal über einen 2. Platz freuen. Jetzt gelang ihm der Erfolg in der Senioren I Klasse jedoch mit offener Visierung (Kimme und Korn). Mit 275 Ringen musste er sich nur dem Hennigsdorfer Michael Schröter 281, der mit insgesamt 3 Titeln an diesem Wochenende erfolgreichster Starter war, geschlagen geben. Den 3. Platz erkämpfte Jürgen-Dieter Rückert 272 aus der Landeshauptstadt. Ralf Schulze 220 und Jürgen Stein 213 belegten die Plätze 17 und 18. Im Wettbewerb der Senioren III Klasse erreichte Hans-Joachim Heinze den undankbaren 4. Platz. Bei seinen 263 Ringe fehlten 5 Ringe bis zum Podestplatz. Der Hennigsdorfer Reinhard Nendza gewann mit 275 Ringen. Im Teamwettbewerb gelang es den Jüterbogern, die seit Jahren in der Besetzung Jannasch, Schulze und Heinze am Start sind, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Mit 758 Ringen steigerten sie ihre Vorjahresleistung um 7 Ringe.

Im Pistolenwettbewerb hatte sich Dombrowski, der im letzten Jahr gewann, wieder einiges erhofft. Nach 2 Serien sah auch alles nach einer erfolgreichen Titelverteidigung aus, doch zwei Fünfer in der letzten Serie ließen ihn bis auf Rang 4 abrutschen. Mit 257 Ringen fehlte nur 1 Ring auf Bronze. Der Prenzlauer Henry Boldt schoss mit 265 Landesrekord und verwies den Potsdamer Frank Ditzel 262 und Reiner Schiewe 258 von der SG Prenden-Lanke auf die Plätze.

Frank Dombrowski

Marco Hintzen ist Schützenkönig in Welsickendorf

Ende Dezember veranstaltete der Schützenverein Welsickendorf das traditionelle Weihnachts- und Neujahrsschießen. Zur 26. Veranstaltung dieser Art hatte man wieder befreundete und benachbarte Vereine und Gilden aus der Region eingeladen. Der Einladung folgten u. a. Schützen aus Brandenburg, Hohenseefeld, Linda, Bardenitz, Fröhden, Schönewalde und Jüterbog. Es wurden auch in diesem Jahr mehrere Wettbewerbe mit Druckluftwaffen durchgeführt. Neben dem Pokalschießen und dem Weihnachtbaumkugelschießen wurde mit dem Luftgewehr und der Luftpistole das Welsickendorfer Königshaus ermittelt.

In 3 Wettbewerben über je 10 Schuss musste die höchstmögliche Ringzahl erzielt werden. Hier setzte sich Marco Hintzen mit großem Vorsprung durch. Es war bereits sein 12. Königstitel. Erstmalig erhielt der König die Königskette. Auf Platz 2 landete Markus Ziehe. Der Brezenkönig des letzten Jahres darf sich nun für 1 Jahr Wurstkönig nennen. Dritter und damit Brezenkönig wurde der Vorjahreszweite Karsten Bebert. Insgesamt beteiligten sich 20 Welsickendorfer an diesem Schießen.

Eine leichte Steigerung der Teilnehmerzahl erlebte man beim Pokalschießen der Vereine. Hier kämpften 57 Einzelschützen aus 9 Vereinen in offener Wertungsklasse um den Mannschaftswanderpokal. Hinter den Gastgebern stellten die Schützen aus der Flämingstadt mit 12 Startern ihr bislang größtes Aufgebot. Schließlich hatte man sich als Vorjahressieger vorgenommen, den Mannschaftstitel zu verteidigen. Doch daraus wurde nichts. Die Gastgeber waren mit 4 Schützen unter den Top 5 in diesem Jahr den anderen Schützen deutlich überlegen. Marco Hintzen siegte mit starken 241 und einer starken 10m Luftgewehrleistung vor Markus Ziehe 226. Jüterbogs Frank Dombrowski, der in den vergangenen 2 Jahren erfolgreich war, musste sich diesmal mit Platz 3 zufrieden geben. Mit 221 Ringen lag er trotz bestem Pistolenergebnis doch deutlich unter seinen Vorjahresleistungen. Den Mannschaftspokal holten sich die Gastgeber zurück. Mit 685 Ringen lag man überlegen vor Jüterbog 637 und den „ewigen Dritten“ aus Bardenitz/Pechüle 613. Bereits zum 6. Mal infolge erreichten sie diese Platzierung. Weiter zurück lagen Hohenseefeld 566, Linda 564, Zack Brandenburg 482, Schönewalde 407, Fröhden 404 und Dahme 399.

Ein weiterer Höhepunkt war das Schießen auf Weihnachtsbaumkugeln. In einem Abstand von ca. 2,5m musste man mit dem CO²-Revolver die Kugeln treffen und zum Platzen bringen. Erst dann durfte man eine Losnummer ziehen. Wer die niedrigste Summe aus 3 Losen zog gewann. Das war in diesem Jahr der Vereinsvorsitzende Werner Hintzen. Mit 48 Punkten gewann er vor den punktgleichen Schützen Sabine Radtke und Mike Melüh (je 59). Jeder der 28 Teilnehmer wurde mit einem Sachpreis bedacht. Thea Geske gewann das Jugendschießen.

Frank Dombrowski

Ordonnanzschützen beim Nachtpokal in Kölsa

Zum 20. Mal lud der SV Kölsa zum traditionellen Nachtpokalschießen mit Ordonnanzgewehren ein. Bei der Jubiläumsveranstaltung kamen mit 30 Schützen aus 6 Vereinen wieder so viele in den Elbe Elster Kreis wie in 2014. Schützen aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog ließen bei guter Stimmung das großkalibrige Wettkampfjahr ausklingen. Bei ungewöhnlich milden Temperaturen lagen die Resultate leicht über dem Niveau der Vorjahre. Obwohl sich sehr viele Teilnehmer schon nach wenigen Schüssen mit Laufflimmern abgeben mussten, waren die meisten mit ihren Ergebnissen zufrieden. Auf dem Programm standen wieder 20 Wertungsschüsse, die in 30 Minuten auf 100m Entfernung aufgestellte, beleuchtete Scheiben abgefeuert werden mussten. Trotz Ausfall einer der 4 elektrischen Seilzuganlagen konnte der Wettkampf reibungslos durchgeführt werden.

Nach 3 Titelgewinnen infolge ging Frank Dombrowski mit sehr hohen Erwartungen an den Start. Im letzten Durchgang an der Reihe, wusste er genau was die Konkurrenz vorgelegt hatte. Der Drittplatzierte des letzten Jahres Peter Löwe vom gastgebenden Verein hatte mit sehr starken 184 Ringen schon deutlich in Führung gelegen. Das war schon mehr, als der Jüterboger je in Kölsa erzielte. Doch nach einer guten 92er Startserie sah alles nach einem engen Zweikampf aus. Als der Jüterboger Sportleiter dann im 2. Abschnitt schnell 3 Zehner erzielte, musste er mit den nachfolgenden Schüssen „nur noch“ in der Neun bleiben um zu gewinnen. Doch der letzte Schuss, den er mehrmals an- und abgesetzt hatte, landete in der Acht. So kamen auch 184 Ringe zusammen. Der Kölsaer gewann den Titel, weil er die letzte Zehnerserie mit 93 zu 92 besser ausgeschossen hatte.

Mit schon 7 Ringen Rückstand erreichte Steffen Henkelmann aus Kölsa den 3. Platz vor den Dahmer Schützen Hardy Pohl 177 und Roger Ziegler 176. Stark präsentierte sich Jörg Flemming. Der Teamschütze der 1. Jüterboger Mannschaft hatte mit 9 Treffern im Zentrum die höchste Anzahl Zehner aller Teilnehmer erzielt. Doch eine Fünf während der 2. Serie ließ ihn bis auf Platz 6 abrutschen. Mit 176 Ringen lag er vor dem ringgleichen Kreisstädter Ingo Louvet, der sich um 5 Ringe zu 2014 steigern konnte. Auch Christoph Hermann zeigte sich in guter Form. Starke 172 Ringe brachten ihm Platz 8 vor dem für Dahme startenden Petkuser Helmut Fahlenberg 171. Für Bodo Schneider lief es diesmal nicht so wie gewohnt. Mit 160 Ringen erreichte er exakt den Achter Schnitt. Doch sicher hatte er sich mehr als Platz 18 erhofft. Klaus Jannasch kam in diesem Jahr auf den 20. Platz. Gleich 16 Ringe hatte der Jüterboger Senior eingebüßt. Mit 4 Treffern in der Sechs sackte er auf 159 Ringe ab. Teamkollege Ralf Schulze verbesserte sich um einen Ring auf 158. Auf Platz 22 liegend lag er vor dem Petkuser Sven Bakus 154. Für Luckenwalde erreichte Hans-Joachim Mölter mit 153 Ringen Platz 24. Der 79 Jährige Hans-Joachim Rehbein, der seit Jahren mit am Start ist, erzielte für die 2. Jüterboger Mannschaft 95 Ringe und landete auf Platz 29.

Die Gastgeber konnten ihren Mannschaftstitel erfolgreich verteidigen. Mit 530 Ringen kamen sie zwar nicht an die Leistung vom letzten Mal heran, dennoch reichte es, sich gegen Dahme 524 und Jüterbog I 520 zu behaupten. Die Luckenwalder wurden mit 489 Vierter wie auch die ringgleiche 2. Mannschaft des SV Kölsa. Die 2. Mannschaft der Flämingstädter kam hinter Rangsdorf 483 und Uebigau 430 mit 421 auf Platz 8. In angenehmer Atmosphäre nahm der Vereinsvorsitzende des SV Kölsa, Jörg Schirmer, die Siegerehrung vor und bedankte sich bei den Schützen für die erneute Teilnahme.

Frank Dombrowski

Knappe Entscheidungen beim Bürger-Meister-Pokal

Der Kreisschützenbund Teltow Fläming / Potsdam Stadt veranstaltete die 10. Auflage des traditionellen Jüterboger Bürger-Meister-Pokalschießens. Der 25- und 100 Meter Schießstand der Gastgeber war bei guten Witterungsbedingungen wieder gut ausgelastet. So wurden mit 92 absolvierten Starts von Schützen aus 13 Vereinen annähernd so viele erreicht wie 2014. Neben vielen teilnehmenden Vereinen und Gilden aus der Region begrüßte man auch Schützen aus Güstrow, Schöneiche und dem sächsischen Oschatz. Der gastgebende Verein stellte mit 23 Einzelstarts das größte Aufgebot vor den schon im letzten Jahr sehr erfolgreichen Schützen aus Schöneiche (18). In 4 Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben wurden Pokale, Urkunden und Preisgelder vergeben. Zwei Einzel- und 6 Mannschaftstitel wurden erfolgreich verteidigt. Hohe Resultate und sehr knappe Entscheidungen gab es sowohl beim klassischen Ordonnanzschießen als auch beim Auflageschießen mit Diopter und offener Visierung.

Kurz vor den Deutschen Ordonnanzmeisterschaften in Hannover gingen im 20+20 Wettbewerb 14 Schützen in gewohnt offener Wertungsklasse an den Start. Hier setzte sich Lutz Tannhäuser aus Oschatz mit guten 343 Ringen knapp gegen Manfred Reichel 342 vom SC Schöneiche durch. Bester Jüterboger war Sebastian Kienast auf Platz 3. Mit 341 Ringen hatte er noch 13 Ringe Vorsprung auf seinen Mannschaftskollegen Frank Dombrowski. Dieser hatte nach einer 95er Anfangsserie einen optimalen Start erwischt. Doch gleich der erste Schuss der 2. Serie landete in der Drei. Durch eine Unachtsamkeit hatte sich das Visier nach oben verstellt. Sein Teamkollege Jörg Flemming kam mit 321 auf Rang 5. Senior Helmut Fahlenberg glänzte mit persönlicher Bestleistung von 314 Ringen auf Rang Sieben vor Ingo Louvet 311 und dem vor allem im Stehendanschlag sehr zielsicheren Christoph Hermann, der mit 309 auch eine neue persönliche Bestmarke erreichte. Titelverteidiger Martin Brückmann musste sich diesmal nur mit Platz 10 zufrieden geben. Für Hohenseefeld startend erreichten Ringo Jagalski 273 und Matthias Wäsche 261 die Plätze 12 und 13. Den Mannschaftspokal gewannen zum wiederholten Male die Jüterboger mit 980 vor Oschatz 966.

Hoch spannend verlief auch das Auflageschießen mit Diopter. Hier setzte sich Dombrowski mit 274 Ringen denkbar knapp gegen den Kölsaer Peter Löwe 273 und Klaus Jannasch 272 vom gastgebenden Verein durch. Louvet kam mit 270 auf den undankbaren 4. Platz. Weiter erzielten für Jüterbog: 7. Barbara Schilling 233, 8. Hans-Peter Neumann 232, 9. Ralf Schulze 230, 11. Eberhard Kaschel 198, 12. Hans-Joachim Rehbein 197. Mit 26 Teilnehmern war das Schießen mit offener Visierung (Kimme und Korn) am stärksten besetzt. Eine nochmalige Steigerung um 2 auf 284 Ringe zum Vorjahr brachte dem Schöneicher Winfried Tscheuschner die Titelverteidigung. Schon beachtliche 8 Ringe Rückstand hatte der für Dahme startende Helmut Fahlenberg. Dombrowski belegte mit 275 Platz 3. Weiter erreichten: 6. Ingo Louvet 267, 9. Bodo Schneider 261, 10. Ralf Schulze 261, 14. Hans-Joachim Mölter 256, 16. Klaus Jannasch 253, 18. Hans-Joachim Heinze 252, 25. Barbara Schilling 235. Schöneiche sicherte sich erneut den großen Wanderpokal in dieser Disziplin mit 820 vor Dahme 803, Kölsa 786, Jüterbog 772 und Ludwigsfelde 734.

In den Pistolen- und Revolverwettbewerben dominierten die Schöneicher Schützen. Sie setzten sich in sämtlichen Mannschaftsentscheidungen durch. Beim Schießen mit der 9mm Pistole siegte Tscheuschner 371 vor dem Güstrower Ralf-Peter Laube 368. Seinen 3. Einzeltitel an diesem Tag holte sich Tscheuschner mit dem .357er Magnum Revolver. Mit 374 lag er 6 Ringe vor dem Zossener Karl-Heinz Berger und Sylvia Straßburg 363 aus Schöneiche. Für Jüterbog erreichten: 7. Jannasch 316, 9. Neumann 262. Laube gewann die Wettbewerbe in den größeren Kalibern. Mit dem .44er Magnum Revolver siegte er knapp vor Straßburg. Acht Ringe Vorsprung hatte er mit der 45er Pistole vor Ralf Salzmann 361 aus Schöneiche und Tscheuschner 344.

Frank Dombrowski