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Luftgewehrschützen beim Abschlusswettkampf der 2. Bundesliga

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendeten die Jüterboger Luftgewehrschützen die diesjährige Saison in der 2. Bundesliga Ost. Zum Saisonfinale trafen sich alle 8 Teams am Landesstützpunkt in Frankfurt/Oder um jeweils die letzten beiden Wettkämpfe zu bestreiten. Für die Flämingstädter ging es in erster Linie darum, sich von dem Relegationsplatz fernzuhalten. Nach 3 Wettkampftagen lag man auf Platz 6 punktgleich mit dem auf dem Relegationsplatz liegenden PSV Olympia Berlin. Ausgerechnet gegen die Berliner musste man im ersten Wettkampf antreten.

Hier konnte sich die an Position 1 gesetzte Madeleine Asmussen gegen Jasmin Zipfel mit starken 391 zu 384 durchsetzen. Asmussen, die dem Team nur für den ersten Wettkampf zur Verfügung stand, holte so einen wichtigen Einzelpunkt. Der erfahrene Sebastian Kienast musste sich im Duell an Position 2 Frank Ruthsatz knapp mit 386 zu 390 geschlagen geben. In ausgezeichneter Wettkampfform zeigte sich Maria Antonia Kanzler. Die Juniorin schoss im Schnitt 2 Zehner mehr pro Serie, als Gegnerin Varvara Antonova. Mit 393 zu 385 holte sie den 2. Punkt für das Jüterboger Team. Im Match zwischen Joline Ziegert und Jennifer Graske sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus. Doch nach etwa der Hälfte des Wettkampfprogramms konnte Ziegert etwas zulegen und sich mit 378 zu 372 behaupten. Durch den dritten Einzelsieg waren wichtige 2 Mannschaftspunkte eingefahren. In der letzten Partie erreichte Alexander Schröder gute 380 Ringe. Sein Gegner Benjamin Gramsch kam in einem sehr engen Duell auf 377. Vor allem während der 3. Serie hatte sich Schröder leicht absetzen können. Für ihn war es der 4. Einzelsieg in dieser Saison. Nach dem 4:1 Sieg konnte man erstmal durchatmen, der große Druck war weg, denn die punktgleichen Dresdner hatten sich gegen Gölzau eine 0 zu 5 Packung abgeholt.

Für die beste Leistung in dieser Bundesliga Saison sorgte der für die Giebichensteiner SGi Halle startende Tscheche Frantisek Smetana. Im Topduell mit Isabel Vaorin von der SG Berlin & Charlottenburg brachte Smetana alle 40 Schüsse in die Zehn und siegte eindrucksvoll mit 400 zu 383.

Im letzten Wettkampf in dieser Saison musste man gegen Gölzau II antreten. Die Tabellenzweiten zeigten sich in dieser Saison sehr stark, was auch die Flämingstädter zu spüren bekamen. Nun an 1 gesetzt, mühte sich Sebastian Kienast gegen Lina Lipinski. Mit 380 hatte er seine niedrigste Saisonleistung erzielt. Gegen die 391 von Lipinski war nichts zu machen. Für den Jüterboger war es eine unglückliche Saison. Obwohl ordentliche Resultate bis zu 389 Ringe erzielt wurden, verlor er alle 7 Einzelbegegnungen. Maria Antonia Kanzler steigerte sich sogar noch auf 394 Ringe und erzielte im Duell mit Linda Bauer 384 das beste Einzelergebnis der Jüterboger in dieser Saison. Die erste und dritte Serie beendete sie mit jeweils 100 Ringen. Joline Ziegert ließ in ihrem Zweikampf mit Florian Wenzel zu Beginn einige Ringe liegen und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Mit 381 zu 387 ging der Punkt nach Gölzau. Eine knappe 375 zu 377 Niederlage zwischen Alexander Schröder und Christian Eckner brachte die Entscheidung zugunsten der Schützen aus Sachsen-Anhalt. Bei seinem ersten Einsatz in der Saison hatte Lars Meyhak keine Probleme mit Jonas Bongartz. Ein ungefährdeter 385 zu 364 Sieg bescherte den Jüterbogern noch einen Einzelpunkt.

Mit dem Erreichen von Platz 5 konnte man zufrieden sein. Drei Siege standen 4 Niederlagen gegenüber. Den Sieg erkämpften, wie schon in der letzten Saison, die Schützen aus Halle. Stärkster Schütze der Liga wurde Smetana mit einem Schnitt von 397, 43 Ringen aus 7 Wettkämpfen.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

LübbenDeutschenbora0:5
HalleBerlin & Charlottenburg4:1
JüterbogPSV Olympia Berlin4:1
DresdenGölzau II0:5
DeutschenboraHalle1:4
Berlin & CharlottenburgLübben5:0
Gölzau IIJüterbog3:2
PSV Olympia BerlinDresden3:2

Abschlusstabelle:

PlatzVereinEinzelpunkteMannschaftspunkte
1Giebichensteiner SGI.-Halle27 : 0812 : 02
2SV Gölzau II23 : 1110 : 04
3SGi-Berlin & Charlottenburg19 : 1610 : 04
4Schützengilde Deutschenbora19 : 1608 : 06
5Schützengilde zu Jüterbog e.V.18 : 1606 : 08
6PSV Olympia Berlin15 : 1906 : 08
7PSSG zu Dresden16 : 1904 : 10
8SchGi zu Lübben00 : 3200 : 14

Frank Dombrowski

Jüterboger Schützen beim 24 Stunden Schießen

Zu einem Wettkampf der besonderen Art lud der PSV Olympia Berlin Druckluftschützen in die Walther Arena nach Alt-Glienicke ein. Zum wiederholten Mal fand dort ein Schießen statt, das am Samstag um 12 Uhr begann und Sonntag 12 Uhr endete. Auf Grund der begrenzten Standkapazität ließ der Veranstalter 9 Gewehr- und 13 Pistolenteams zu. Hier war es sinnvoll eine schnelle Anmeldung abzugeben, denn die Startplätze waren begehrt. Jeweils 2 Starter bildeten ein Team, das sich für die Wertung einen speziellen Namen einfallen lassen musste. Kurz vor Start reduzierte sich das Feld, da 2 Pistolenteams nicht anreisten. Nicht nur einheimische Schützen wollten dabei sein, auch Teilnehmer aus Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten gemeldet. Da die Bundesliga vom DSB bereits abgesagt wurde, konnten einige der stärksten Jüterboger Luftgewehrschützen diesen Marathon Event nutzen, um viel Wettkampfpraxis zu bekommen. Jedes Paar musste 16 Wettkämpfe im 90 Minuten Abstand bewältigen. Immer abwechselnd, über den ganzen Tag verteilt ging jeder Teilnehmer 8 Mal an den Start, um möglichst viele Ringe für sein Team zu erkämpfen. Während die Gewehrschützen im Modus der Zehntelwertung schossen, wurden bei den Pistolenschützen nur ganze Ringe gezählt. Dieser Wettkampf wurde auch dazu genutzt, sich zeitgleich am Walther Meython Cup zu beteiligen, einem weltweiten Preisschießen, das über fast 3 Monate geht.

Im Team „Die blinden Gänger“ traten Sebastian Kienast und Fabian Henze an. Kienast kam nach einer eher unterdurchschnittlichen 94er Startserie überraschend gut in den Wettkampf hinein, steigerte sich nach 99, 98 und 99 auf tolle 390 Ringe (ohne Zehntel). Auch in den nächsten Stunden behielt er sein Niveau bei und schoss auch im 2. und 3. WK dieses Resultat. Da lag er sogar kurzeitig an der Spitze der Einzelwertung. Fabian Henze erreichte zu Beginn 370, 369 und 364 und zeigte in etwa seinen derzeitigen Leistungsstand. Auf einem guten Weg ins Vorderfeld waren auch Madeleine Asmussen (389, 389, 382) und Maria Antonia Kanzler (384, 386, 383) vom Team „Guns in Red“.

Die Verantwortlichen hatten den Wettkampf sehr gut organisiert. Auf die Einhaltung der Corona Regeln achtete man schon bei der Ausschreibung, in dem man unnötige Ansammlungen von Betreuern, Trainern und Fans vermied. Für die Schützen, die ohnehin schon durch die körperliche Belastung der Wettkämpfe gefordert waren, kam hinzu, dass sie nur im Schützenstand die Maske ablegen durften. Für einen Luftaustausch während des Schießens wurde gesorgt, in dem die Türen zur Schießhalle weit geöffnet wurden. Alle Wettkämpfe wurden mit Musik begleitet. Moderator Michael Wischnewsky führte in seiner gewohnt lockeren Art durch die 24 Stunden. Immer wieder nahm er das Mikro in die Hand und verkündete Zwischenstände, berichtete von Schnapszahlen oder erste Treffer in der 10,9 die erzielt worden sind. So bekamen fast alle Schützen zwischenzeitlich kleine Aufmerksamkeiten wie etwa Safepacks für Diaboloschachteln oder Visierschirme die von Sponsoren bereitgestellt wurden. Für die Nacht hatte der Veranstalter kostenlose Hühnersuppe und Getränke bereitgestellt. Viele nutzten aber den Pizza Service. Als in der Nacht die Lichtanlage auf Nachtmodus gestellt wurde, war es für alle eine extreme Umstellung, hatte aber auch etwas Interessantes an sich. So hatte wohl kaum jemand schon einmal geschossen. Auch die Musik wurde der Nacht angepasst. In den Wettkampfpausen versuchten einige Schützen direkt auf Schlafmatten in der Halle Ruhe zu finden, andere stellten sich Wecker und blieben im Auto.

Kienast, der zwischenzeitlich nur wenige Ringe zu den vorangegangen 40 Schuss Programmen einbüßte, musste erst in den letzten beiden Wettkämpfen der außergewöhnlichen Belastung Tribut zollen. Mit 382 Ringen zum Schluss, erzielte er während der 8 Wettkämpfe einen 386,5er Schnitt. Die letzten 10 Schüsse des letzten Wettkampfes wurden als Finale geschossen. Hier erreichte er mit 102,0 (98) die drittbeste Leistung im Feld. In der Gesamtwertung reichte es für ihn zum 5. Platz. Mit 3241,1 Ringen hatte er die beste Jüterboger Leistung erzielt. Hier fehlten nach 320 Wertungsschüssen nur 14 Ringe auf den 3. Platz. Nach dem Wettkampf bemerkte er: „Ich hätte lieber schlechter angefangen und besser aufgehört“. Asmussen, die zuletzt gute 387 Ringe erreichte, hatte schon in ihrem 4. WK mit 391 das beste Einzelresultat im Flämingstädter Team erzielt. Nach Zehntelwertung platzierte sie sich mit 3234,7 Ringen auf Rang 6. Kanzler sicherte sich mit ihren 383 Ringen zum Schluss den 10. Platz. Sie kam auf 3202,9 Ringe. Henze, hatte sein Ziel erreicht, nur nicht letzter zu werden. Mit 359 rutschte er bei seinem letzten WK zwar knapp unter den Neuner Schnitt, konnte aber mit 3052,5 den 15. Platz erkämpfen.

Den Sieg errang Maxi Reuter 3270,6 von der SG Deutschenbora vor Frank Ruthsatz 3257,5 vom gastgebenden Verein und Janett Reuter 3255,1 aus Deutschenbora. In der Teamwertung errangen die „Guns in Red“ mit 6437,6 den 3. Platz. Was für ein toller Erfolg.  Es siegte das „Team Reuter“ mit 6525,7 und großem Vorsprung vor den NBSG Schützen „Die 9,9er“ mit Annica Höftmann und Jost Schülke 6457,7. „Die blinden Gänger“ landeten mit 6293,7 auf Rang 7.

Einen unvergesslichen Wettkampftag erlebte Thomas Oberheide von der niedersächsischen SSG Deister. Da sein Teamkollege kurz vor dem Wettkampf wegen Krankheit absagen musste, entschloss er sich dazu, auch die Wettkämpfe seines Teamkollegen zu schießen. So ging der arme Kerl 16 Mal infolge an den Start. Mit Platz 12 und 13 im Einzel und Platz 6 in der Gesamtwertung hat er sich achtbar geschlagen. Bei den Pistolenschützen setzte sich der Potsdamer Wolfgang Geppert mit 13 Ringen Vorsprung vor seinem Teamkollegen Christian Kenklies durch. „Die Potsdamer Rookies“ siegten auch in der Teamwertung mit mehr als 100 Ringen Vorsprung vor dem Prenzlauer Team „Das Wunder“ mit Andreas Schmidt und Christian Jauert.

Ein erlebnisreicher Wettkampf, der sicher für die meisten noch lange in Erinnerung bleiben wird, ging am ersten Wochenende im Oktober mit der würdevollen Siegerehrung zu Ende.

Frank Dombrowski

Starke Einzelleistungen bei KM, gemischtes Königshaus ermittelt

Nur eine Woche nach dem Vergleichswettkampf mit der Luckenwalder Gilde wurden zum 19. Mal infolge im Schützenhaus der Jüterboger Gilde die Kreismeisterschaften in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Mit 131 Einzelstarts von Schützen aus 6 Mitgliedsvereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt, konnte die Teilnehmerzahl des vergangenen Jahres wiederum leicht gesteigert werden. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr Auflage, Luftpistole und Luftpistole Auflage gab es diesmal 13 neue Kreisrekorde. In 35 Einzel- und 8 Mannschaftskonkurrenzen wurde um Medaillen, Urkunden und Pokale gekämpft. Die Gastgeber hatten mit 39 realisierten Starts erneut das größte Aufgebot gestellt, vor Potsdam 35, Luckenwalde 21, und dem PSV Zossen/Blankenfelde 16. Die überragende Bilanz der Gastgeber in den letzten Jahren, konnte diesmal nicht gesteigert werden. Dennoch wurden mit 15 Einzel- und Mannschaftserfolgen, die meisten Titel errungen. Hier lag man im Titelranking wieder vor den Schützen aus der Landeshauptstadt 13, dem PSV Zossen/Blankenfelde 7, Luckenwalde 3, Ludwigsfelde 2 und Petkus mit einem Titel. Die erfolgreichsten Starter waren der Jüterboger Harald Richter mit 4 Titeln, und Beate Busack aus Potsdam mit 3 Erfolgen. Kampfrichter Steffen John wertete mit Hilfe der vor 2 Jahren angeschafften Ringlesemaschine jede Scheibe bzw. Scheibenstreifen aus und ermittelte den für das Königsschießen erforderlichen Teiler. Kreissportleiter Mark Koschnick konnte auf die vom Gastgeber gestellten, erfahrenen Kampfrichter Barbara Schilling und Heinz Krüger zurückgreifen.

Wie in jedem Jahr, nahmen alle Schützen durch ihre Teilnahme automatisch am Kreiskönigsschießen teil. In 2020 gibt es ein gemischtes Königshaus. Hier erzielten Schützen aus 3 Vereinen in den jeweiligen Kategorien die beste Zehn. Neuer Kreisschützenkönig wurde Jonas Stein. Der 29-Jährige Jüterboger Gewehrschütze, der beim letztjährigen Königsschießen auf dem 2. Rang zu finden war, verdrängte kurz vor dem Ende der Titelkämpfe, den lange Zeit führenden Sebastian Kienast 11,4 T durch einen 6,5 Teiler. Stein, der erstmalig diesen Titel errang, löste seinen Vereinskollegen Frank Kanzler vom Thron ab. Auf Rang 3 landete der Ehrenvorsitzende des KSB, Detlef Bode, mit einem 13 T. Ihren mittlerweile 5. Königstitel erkämpfte sich Jördis Schmidt 37,7 T. Die Pistolenschützin aus der Landeshauptstadt hatte nach 2012, 2015, 2016 und 2018 wieder die beste Zehn abgegeben. Sie tritt die Nachfolge der Kreisstädterin Anne Sophie Wippich an. Geschlagen geben, mussten sich die Jüterboger Gewehrschützinnen Nadine Henkel 59,9 T und Birgit Ziegert 88,3 T. Bei den Auflageschützen gab es ein Novum. Hier erreichten 2 Schützen mit ihrer besten Zehn den gleichen Teiler. Sowohl Jürgen Schuhrke vom PSV Zossen als auch Hans-Joachim Rehbein vom gastgebenden Verein kamen auf einen 10,1 T. Da es jedoch nur einen König geben konnte, musste der zweitbeste Schuss die Entscheidung bringen. Hier hatte der Zossener mit 32,7 T zu 120,9 T einen deutlichen Vorsprung. Schuhrke sicherte sich erstmals die Königstrophäe. Auf den gemeinsamen dritten Rang kamen Martina Butzek vom PSV und der Jüterboger Werner Panek mit je einem 13,9 T. Alle Könige haben sich hiermit zum Landeskönigsschießen in Werder/Havel qualifiziert. Wie schon im vergangenen Jahr, waren beim Jugendkönigsschießen ausschließlich Jüterboger auf den vorderen Plätzen zu finden. Nach Thea Geske ist nun Benedikt Crncic neuer Kreisjugendkönig. Er erzielte mit seinem Luftgewehr einen 22,2 T vor Lisa Jakob 68,9 T und Johann-Richard Hahn 73,7 T.

Die Jüterboger waren im freihändigen Luftgewehranschlag wieder überlegen. 7 von 10 möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Außerdem stellten sie 4 neue Kreisrekorde auf. Die wohl stärkste Leistung dieser Titelkämpfe erzielte Sebastian Kienast. Der 34-Jährige, der seit 1997 Mitglied der Jüterboger Gilde ist, schoss sein zweitbestes jemals mit dem Luftgewehr erzieltes Resultat. Nach Serien von 98, 99, 98 und 98 standen plötzlich 393 Ringe im Protokoll. Seinen bisherigen Kreisrekord in der Herren I Klasse steigerte er um 8 Ringe.  Auf den Plätzen 2 und 3 lagen seine Mannschaftskollegen Lars Meyhak  und Fabian Henze. Weitere Rekordmarken erzielten Nadine Henkel 345 in der Damen II Klasse, Sven Lebahn 361 in der Herren II Klasse und Birgit Ziegert 363 in der Damen III Klasse.  B-Junior Benedikt Crncic setzte sich mit 375 Ringen klar gegen seinen Vereinskollegen Johann-Richard Hahn durch. In ihrem ersten größeren Wettkampf, gewann Lisa Jakob mit 353 die Jugendklasse. Die Herren IV Konkurrenz entschied der Petkuser Jörg Flemming 334 für sich. Er verwies die Jüterboger Norbert Huckewitz (Titelverteidiger) und Heinz Krüger auf die Plätze. In den Schülerklassen gab es durch Tessa Nowoisky  140 und Marlon Koschke 107 Titel für die Luckenwalder Gilde.

Beim Luftgewehr-Auflageschießen gab es 4 neue Kreisbestleistungen. Hier bestimmten die Schützen aus der Landeshauptstadt und Zossen/Blankenfelde das Geschehen. Das höchste Resultat erzielte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren III Klasse. Mit 311,3 setzte er sich gegen Helmut Fahlenberg (Petkus) und Hartmut Krügener vom PSV durch. Weitere Kreisrekorde für Potsdam gab es durch Uwe Zander 309,3 bei den Senioren I, Eckhard Müller 310,8 bei den Senioren IV. Einen weiteren Titel holte sich Heinz-Jürgen Lippert 306,5 bei den Senioren IV. Für den PSV setzte Astrid Sodeikat mit 305,2 bei den Seniorinnen I eine neue Höchstmarke. Weiter für den PSV erfolgreich waren: Martina Butzek 309,4 Seniorinnen III und Dr. Veronika Fuchs 293,1 Seniorinnen IV. Aber auch die Gastgeber konnten Einzelerfolge für sich verbuchen. So siegte Hendrik Papenroth 289 in der Herren II Klasse und Harald Richter 302,5 in der Senioren II Klasse. Mannschaftserfolge gab es hier durch Jüterbog im Senioren I Feld. Die Schützen aus Zossen/Blankenfelde waren in der Senioren III Klasse erfolgreich.

Die Potsdamer dominierten das Schießen mit der Luftpistole. Sie holten 7 der 8 möglichen Titel. Beate Busack (Potsdam) verteidigte ihren Vorjahreserfolg und erreichte 332 Ringe in der Damen IV Klasse. Peggy Wölk schoss in der Damen II Klasse mit 345 neuen Rekord. Weitere Potsdamer Erfolge gab es durch Jördis Schmidt 366 Damen I, Stefan Birr mit Kreisrekord 368 Herren III, Robert Böhm 364 Herren I und Erhard Kloth 332 Herren IV. Im mit 9 Startern größten Teilnehmerfeld dieser Disziplin gab es dann doch noch einen Jüterboger Sieg. Frank Dombrowski verteidigte seinen Titel mit 354 vor den Potsdamern Michael Stillfried und Sebastian Lindner.

Fünf Vereine konnten sich in die Siegerliste beim Pistolen Auflageschießen eintragen. Hier gab es zahlreiche Schützen, die ihren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholten. Die wertvollste Leistung vollbrachte Beate Busack bei den Seniorinnen III. Die DM-Vierte des vergangenen Jahres steigerte ihre bisherige Kreisbestleistung um 7,5 auf ausgezeichnete 310,2 Ringe. Harald Richter schoss im Senioren II Feld persönliche Bestleistung von 303,2 und verbesserte seine Kreisrekordleistung aus 2019 um satte 8,6 Ringe. Weitere Einzelerfolge hatten: für Ludwigsfelde Berit Schubert Damen II mit Rekord 303,2,  für Jüterbog Sabine Radtke Seniorinnen I mit 295,8 und Frank Dombrowski Herren II 300,2, für den PSV Detlef Behlendorf Senioren I 303,7, Karl-Heinz Targiel Senioren III 302,2 und Winfried Quitzdorf Senioren IV 294,5. Der Luckenwalder Hans-Joachim Mölter gewann die Senioren V Klasse mit 286,3. Mannschaftliche Erfolge gab es durch Ludwigsfelde, Jüterbog und Potsdam.

Am 22. August findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier für alle Könige, Sieger und Platzierte statt.

Frank Dombrowski

Bundesligaschützen mit tollem Abschluss

Die Jüterboger Luftgewehrschützen beendeten die Saison in der 2. Bundesliga Ost mit dem hervorragenden 3. Platz. Nach dem man am vorletzten Wettkampftag in Berlin gegen Deutschenbora die erste Niederlage der Saison einstecken musste, hatte man sich kaum mehr als eine Mittelfeldplatzierung zum Saisonende vorstellen können. Denn am letzten Tag in Frankfurt/Oder, warteten mit Halle und dem PSV Olympia Berlin die stärksten Mannschaften der Liga auf die Flämingstädter. Hier gab es Hoffnungen, sich aufgrund der bisher gezeigten Leistungen dieser Teams, vielleicht doch den einen oder anderen Einzelpunkt zu holen. Trainer Frank Kanzler konnte auf die gewohnte Mannschaftsstärke setzen. Lediglich Stammschütze Sebastian Kienast war verhindert.

In der ersten Partie ging es gegen die Schützen aus der Hauptstadt. Hier traf im Topduell Madelaine Asmussen auf Frank Ruthsatz, dem drittstärksten Schützen der Liga. In einem hochklassigen Match konnte sich der Berliner knapp mit 392 zu 390 durchsetzen. Keine Chance hatte Joline Ziegert in ihrer Partie gegen die erfahrene Anne Kowalski. Die 16-Jährige hatte schon nach der Hälfte des Programmes einen 9 Ringe Rückstand. Zum Schluss hin konnte Kowalski sogar noch zulegen, schoss mit 2×99 Ringen aus und siegte klar mit 394 zu 380. Auch im 3. Duell war ein Klassenunterschied zugunsten des PSV sichtbar. Hier musste Maria Antonia Kanzler gegen Jay Ravani antreten. Der 20-Jährige Inder, ließ nichts anbrennen. Auch er schoss mit starken 2×99 Ringen aus und gewann deutlich 390 zu 377. Im 4. Match sollte es doch spannender werden. Lars Meyhak hatte es mit Jennifer Graske zu tun. Die Berlinerin kam besser in die Partie, konnte sich schon nach den ersten 10 Schüssen einen 5 Ringe Vorsprung erarbeiten. Meyhak holte im weiteren Verlauf auf. Am Ende reichte es für den Wusterhausener jedoch nicht mehr. Knapp siegte Graske mit 378 zu 377 und holte den 4. Punkt für ihr Team. In der laut Setzliste 5. Begegnung sollte es dann doch den erhofften Einzelpunkt geben. Hierbei profitierte Alexander Schröder von einem Fehler seiner Gegnerin. Gleich in der 1. Serie löste sich bei Stefanie Brandes ein Schuss zu früh. Eine Zwei war die Folge. Schröder steigerte sich von Serie zu Serie und siegte mit 374 zu 368.

Danach wartete mit der Giebichensteiner Gilde aus Halle, die in der 1. Begegnung Gölzau II mit 4 zu 1 besiegten, der bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagene Spitzenreiter auf die Flämingstädter. Auf den ersten 4 Positionen änderte sich nichts, nur Thomas Schulze wurde vom Trainer neu in die Mannschaft berufen. Der topgesetzte Tscheche Vaclav Haman, der seit vielen Jahren in der 2. Bundesliga aktiv ist, sicherte den Hallensern den 1. Punkt durch einen 391 zu 380 Erfolg über Madeleine Asmussen. Der Jüterboger Nr.1 passierte zu Beginn ein Missgeschick, die Schachtel mit den Diabolos fiel herunter. Als dann auch noch einer der ersten Schüsse rechts tief in die Drei abrutschte, war die Serie und damit das Match praktisch schon gelaufen. Ein knappes Duell lieferten sich Joline Ziegert und Janett Reuter. Reuter, war von der Papierform her favorisiert, denn sie konnte alle bisherigen 6 Matches über der 390er Marke beenden. Ziegert steigerte sich zu ihrem ersten Wettkampf deutlich und lag zu jeder Zeit vorn, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung. Mit dem höchsten Jüterboger Resultat des Tages bezwang sie Reuter mit 391 zu 387 und bescherte ihrem Team den 1. Punkt. Absolut chancenlos war Lars Meyhak (376) gegen Nina-Marie Thiede. Die Hallenserin stellte mit 393 ihre Saisonbestleistung ein, schoss in der 2. Serie eine perfekte 100 und holte den nächsten Einzelpunkt. Als Thomas Schulze im Match gegen Laura Both nach 30 Schüssen mit einem Ring vorn lag, machte sich Optimismus im Team breit. Nach einem tollen Endspurt und 99 Ringen in der Abschlussserie gewann Schulze 383 zu 379 und führte den Ausgleich herbei. Sollte hier tatsächlich der große Favorit noch straucheln? Als nur noch Maria Antonia Kanzler an der Feuerlinie stand, hatte ihr Gegner Kai Jaugsch den Wettkampf bereits beendet. Auch dieses Duell verlief lange Zeit sehr ausgeglichen. Beide schossen in den ersten beiden Serien jeweils 95 Ringe. Dann konnte sich Kanzler im 3. Abschnitt dank einer 99 einen 4 Ringe Vorsprung erarbeiten. Jaugsch schoss schneller und ging mit 383 vom Stand. Die Juniorin behielt die Nerven schoss mit 97 aus und erreichte 386 Ringe. Ihr fünfter Einzelerfolg in dieser Saison brachte dem Jüterboger Team einen nicht für möglich gehaltenen Sieg und dem Gegner doch eine empfindliche Niederlage. Was für ein gelungener Abschluss der diesjährigen Saison.

Fünf Siegen standen nur 2 Niederlagen gegenüber. Nach dem man im letzten Jahr noch auf Platz 5 landete, erkämpfte man sich nun den 3. Platz. Sieger Halle und der zweitplatzierte PSV Olympia nehmen Ende Januar in Hannover am Aufstiegswettkampf zur 1. Bundesliga teil. Aus der 2. Liga scheidet der brandenburgische SV Bötzow ohne Punktgewinn aus. Die Nordberliner Schützengemeinschaft geht in die Relegation.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

Deutschenbora Bötzow 04:01
NBSG Berlin & Charlottenburg 02:03
Halle Gölzau 04:01
PSV Olympia Jüterbog 04:01
Bötzow NBSG 02:03
Berli & Charlottenburg Deutschenbora 02:03
Gölzau Berlin 01:04
Jüterbog Halle 03:02

 

Endstand:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 29 : 06 12 : 02
2 PSV Olympia Berlin 24 : 11 12 : 02
3 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 20 : 15 10 : 04
4 Schützengilde Deutschenbora 18 : 17 08 : 06
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 16 : 19 06 : 08
6 SV Gölzau II 15 : 20 06 : 08
7 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 11 : 24 02 : 12
8 SV Bötzow 07 : 28 00 : 14

Schützen am Neujahrstag treffsicher

Pünktlich um 10 Uhr begann am ersten Tag des neuen Jahres der Wettkampfbetrieb der Jüterboger Schützengilde. Im Schützenhaus fand das traditionelle Sarg-Ausscheidungsschießen statt. Mit 15 Teilnehmern lag die Beteiligung etwas niedriger als im Vorjahr. Mit Luftgewehr und Luftpistole wurde freihändig und aufgelegt ohne Schießkleidung und Hilfsmittel geschossen. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder Schützen aus den 3 Kompanien und der Bogensportabteilung. Nach den Glückwünschen für das neue Jahr, ging es auch schon los. Schließlich wollte man ja wieder alle 4 Disziplinen in der geplanten Zeit schaffen. Wie gewohnt, schied der Schütze mit dem niedrigsten Wert auf der Scheibe aus. Insgesamt wurden 351 Schüsse abgegeben. Das waren fast 70 weniger als 2019. Grund dafür, war die etwas geringere Beteiligung beim Schießen mit der Pistole. Dafür stieg diesmal wieder die Anzahl der Fehlschüsse. Mit 38 „Fahrkarten“ verdoppelte sich die Anzahl der „Nuller“ zum vergangenen Jahr und stieg auf Rekordwert. Da man gut in der Zeit lag, konnte man auch wieder das Stechschießen der Schützen zulassen, die keine Treffer auf der Scheibe hatten. Das führte während der knapp zweistündigen Veranstaltung zu 30 Stechen zwischen mindestens 2 Schützen.

Wie gewohnt, begann man mit dem freihändigen Luftgewehrschießen. Hier wurden erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse abgegeben. Nach 10 im letzten Jahr, stieg die Zahl auf nun 34. Gleich zu Beginn überstand Jürgen Stein 4 Stechschüsse gegen den ehemaligen Präsidenten der Gilde, Bernd Rüdiger, um in die 2. Runde einzuziehen. Dann schieden in den folgenden 5 Runden nacheinander Hans-Joachim Rehbein, J. Stein, Kerstin Papenroth, Bettina Kühne und Alf Menzel ohne Ringwert aus. Mit je einer Zwei verabschiedeten sich Petra Schulze, Harald Richter und Ralf Schulze in den Runden 7, 8 und 9. Als nur noch 4 Schützen an der Feuerlinie standen schied Frank Leis mit einer Vier aus. Senior Heinz Krüger erkämpfte sich den 3. Platz, schied mit einer Fünf gegen Sportleiter Frank Dombrowski (9) und den 2. Vorsitzenden Hendrik Papenroth (7) aus. Im abschließenden Finale setzte sich Dombrowski (6) gegen Papenroth (2) durch, verteidigte seinen Titel und gewann in dieser Disziplin zum 9. Mal in den letzten 10 Jahren.

Die meisten Schüsse (139) wurden beim aufgelegten Gewehrschießen abgefeuert. Hier gab es erwartungsgemäß das größte Starterfeld. Nach nur einem Schuss, musste J. Stein mit einer Eins schon wieder einpacken. Ihm folgten B. Rüdiger (0), Ralf Dahlenburg (1), B. Kühne (3), K. Papenroth (0). In der 6. Runde reichte Alf Menzel eine Acht nicht, um weiterzukommen. Das Leistungsniveau stieg an. Es gab in der Folge viele Stechen. Jetzt mussten F. Leis, Ralf Schulze und H.-J- Rehbein die Linie verlassen. In Runde 10 schoss Petra Schulze, die bislang nur Neuner und Zehner erzielte, ihre erste Acht. Das war schon zu wenig, um sich für die letzten 4 Runden zu qualifizieren. In der 11. Runde hatte sich Dombrowski mit einer Zehn sicher in die nächste Runde geschossen. Hier mussten H. Krüger, H. Richter, H. Papenroth und Barbara Schilling mit je einer Neun ins Stechen. Erst nach 4 Stechschüssen hatte sich Schilling gegen den Vorjahresfinalisten Krüger mit 10 zu 9 durchsetzen können. Mit einer Neun und überstandenen 12 Runden erreichte Papenroth den 4. Platz.  Nach der Vorschlussrunde konnte Dombrowski, der hier nur die Acht traf, nur noch zuschauen. Im spannenden Finale zwischen Harald Richter und Barbara Schilling sollte erst nach 4 Schüssen die Entscheidung fallen. Hier behielt der Auflagespezialist die Oberhand, siegte mit 10 zu 8 und sicherte sich seinen 3. Titel nacheinander.

Den freihändigen Pistolenanschlag bewältigten 9 Schützen. Hier war für Ralf Dahlenburg schon nach einer „Fahrkarte“ Feierabend. Der nächste, der die Segel streichen musste, war H. Richter, der zuvor nach 4 Stechschüssen B. Schilling unterlag. Anschließend mussten H. Krüger (0), B. Rüdiger (7) und H. Papenroth (4) aufgeben. In der Runde der letzten 4 besiegte J. Stein nach einem Stechschuss B. Schilling mit 10 zu 9 und sicherte sich den 3. Platz. Dann jedoch, war eine Fünf gegen Dombrowski (10) und F. Leis (9) zu wenig. Beim Finalschießen landete der Schuss von Dombrowski im gleichen Loch seines vorangegangenen Schusses. Mit 10 zu 8 siegte er über Leis, und war erstmals seit 2017 wieder in dieser Disziplin erfolgreich.

Beim Auflageschießen mit der Pistole konnte Dombrowski seinen Titel nicht verteidigen. Er musste sich nach einer Acht gegen H. Richter und H. Krüger (beide mit 10) mit dem 3. Platz zufriedengeben. Zuvor war für B. Rüdiger nach einer 7 schon wieder Schluss. Auch H. Papenroth, Vorjahresfinalistin B. Schilling und J. Stein schieden recht früh aus. Für F. Leis, der 2019 Dritter wurde, reichte es nur zum undankbaren 4. Platz. Das Finalschießen verlief sehr spannend. Erst mit dem 3. Schuss siegte Richter mit 10 zu 8 über Krüger.

Schon in 3 Wochen findet an gleicher Stelle der nächste Wettkampf statt. Dann kommt es zum Druckluft-Vergleichsschießen in den Auflagewettbewerben gegen die Luckenwalder Gilde. Am letzten Januarwochenende veranstaltet der Kreisschützenbund Teltow Fläming – Potsdam Stadt seine Kreistitelkämpfe in den Druckluft Wettbewerben und das Königsschießen.

Frank Dombrowski

Luftgewehrschützen in der 2. Bundesliga weiter erfolgreich

Auch nach dem 2. Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga Ost bleiben die Jüterboger Schützen ungeschlagen. Beim PSV Olympia Berlin trafen sich alle 8 Teams für jeweils 2 Wettkämpfe. In der Walther Arena standen auf den 20 Ständen jeweils 4 Mannschaften zeitgleich an der Feuerlinie. Die Wettkämpfe wurden wieder mit Musik begleitet und aktuelle Zwischenstände durch Standchef Michael Wischnewsky vom gastgebenden Verein angesagt. Die großen Monitore über jedem Schützen machten es den Betreuern und Zuschauern einfach, jeden Schuss, der auf die elektronischen Anlagen abgefeuert wurde, zu verfolgen. Erstmalig wurden 2 riesige Monitore an den Stirnseiten angebracht, so dass jeder Schütze verfolgen konnte, wie es in seinem jeweiligen Match und in den anderen Partien der Teammitglieder steht. Das Leistungsniveau in der 2. Bundesliga Ost konnte zum 1. WK der Saison gesteigert werden. So gab es 17 Einzelleistungen mit 390 und mehr Ringen. Für die Jüterboger sah es im Vorfeld gar nicht so günstig aus, musste man doch auf die erfahrenen Stammschützen Sebastian Kienast und Lars Meyhak krankheitsbedingt verzichten.

Erster Gegner der Jüterboger, waren die Schützen der Gilde Berlin & Charlottenburg. Hier traf Madeleine Asmussen aus Wanderup in Schleswig Holstein im Topduell auf Michaela Grötzner.  Schon nach der Hälfte der Schüsse lag Asmussen, die seit 10 Jahren das frühere Regionalliga- und jetzige Bundesligateam verstärkt, mit 9 Ringen in Führung. Diese gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab und siegte souverän mit 384 zu 375. Im 2. Duell zwischen Joline Ziegert und Isabel Vaorin sah es nach 2 Serien völlig ausgeglichen aus. Doch die 16-Jährige wurde zum Schluss hin immer stärker, schloss sogar mit einer perfekten 100er Serie ab. Mit starken 391 zu 386 holte Ziegert ihren ersten Einzelpunkt für das Jüterboger Team. An Position 3 gesetzt, musste sich Alexander Schröder mit Alice Bilgen auseinandersetzen. Lange sah es nach einem knappen Sieg und weiteren Punkt für Jüterbog aus. Hier hatte sich Schröder nach der sehr guten 3. Serie (98) bereits einen 4 Ringe Vorsprung erarbeitet. Doch zum Schluss war der Druck zu groß. Er gab in den letzten 4 Schüssen 7 Ringe ab und verlor mit einer Acht zum Schluss mit 372 zu 373. Hier hätte eine Neun bereits zum Stechen genügt. Maria Antonia Kanzler bescherte dem Team den wichtigen 3. Einzelpunkt und damit den Mannschaftserfolg. In ihrem Match gegen Vanessa Bilgen steigerte sie sich von Serie zu Serie, schoss mit 99 Ringen aus und gewann deutlich mit 389 zu 378. Keine Chance auf einen Sieg hatte Ersatzschütze Fabian Henze. Er verlor sein Match gegen Christoph Klemm mit 363 zu 378.

Nach dreistündiger Pause ging es dann gegen die bislang sieglosen Schützen der Nordberliner Schützengemeinschaft (NBSG). Hoch motiviert vom Erfolg im ersten Wettkampf konnte Asmussen ihre Leistung deutlich steigern. Gegen Jost Schülke begann sie mit 99 Ringen fast perfekt, nahm ihrem Gegner schon 6 Ringe ab. Schülke machte nur während der 2. Serie etwas gut und konnte dann nicht mehr mithalten. Asmussen legte einen tollen Endspurt hin, beendete ihren Wettkampf mit einer 100er Serie. Am Ende hatte sie 8 Ringe mehr erzielt, als Schülke. Mit 393 Ringen erzielte sie ihre bislang beste Bundesligaleistung. Keine Mühe hatte Joline Ziegert in ihrem 2. Match. Gegen Tania Hinkel wurde der Leistungsunterschied schon nach wenigen Schüssen klar. Mit 387 zu 366 nahm Ziegert ihrer Gegnerin im Schnitt 5 Ringe pro Serie ab. Im Match an Position 3 machte es Alexander Schröder wieder spannend. Auch gegen Nicole Ehmki hatte er sich nach 30 Schüssen einen 4 Ringe Vorsprung herausgearbeitet. Auf 380er Kurs liegend, klappte zum Schluss erneut nicht mehr viel. Parallelen zu seinem ersten Wettkampf wurden deutlich. Zwischen den Schüssen 36 und 39 gab er 7 Ringe ab. Mit einer Zehn beendete er frustriert seinen Wettkampf und konnte nur noch warten, was Ehmki, die noch 6 Schüsse vor sich hatte, macht. Die Berlinerin konnte während der letzten 10 Schüsse noch 3 Ringe gutmachen. Am Ende sollte es diesmal für Schröder zum Sieg reichen. Denkbar knapp gewann er 375 zu 374 und sicherte den Jüterbogern den 3. Einzelpunkt. Einen deutlichen Klassenunterschied gab es im Match zwischen Maria Antonia Kanzler und Heike von Bredow. Kanzler schoss wieder stark, erzielte 387 Ringe und gewann mit 42 Ringen Vorsprung. Nach längerer Pause in der Bundesliga, konnte Trainer Frank Kanzler wieder auf Thomas Schulze zurückgreifen. Doch Schulze konnte mit Annica Höftmann nicht mithalten. Die Schützin aus Berlin siegte mit 382 zu 372 und brachte ihrem Team den Einzelpunkt.

Nach diesen beiden Mannschaftserfolgen liegen die Jüterboger hinter den Giebichensteiner Schützen aus Halle, die in 15 Einzelpartien erst einen Einzelpunkt abgeben mussten, aussichtsreich auf dem 2. Platz.

Am 3. Wettkampftag wird es dann Anfang Dezember wieder einen Doppel-Wettkampf geben. Bei der Nordberliner Schützengemeinschaft kommt es dann zum Brandenburger Duell zwischen Jüterbog und den bislang sieglosen Bötzowern. Im zweiten Duell treffen die Flämingstädter auf Deutschenbora.

Frank Dombrowski

Ergebnisse:

Gölzau II                                   –              Bötzow                                               4:1

Halle                                          –             Deutschenbora                                 4:1

Nordberliner SG                      –             PSV Olympia                                     0:5

Berlin & Charlottenburg        –              Jüterbog                                             2:3

Deutschenbora                        –             Gölzau II                                             2:3

Bötzow                                       –            Halle                                                   0:5

Jüterbog                                    –             Nordberliner SG                                4:1

PSV Olympia                            –             Berlin & Charlottenburg                   3:2

Tabelle:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 14 : 01 06 : 00
2 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 10 : 05 06 : 00
3 SV Gölzau II 09 : 06 04 : 02
4 PSV Olympia Berlin 08 : 07 04 : 02
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 07 : 08 02 : 04
6 Schützengilde Deutschenbora 06 : 09 02 : 04
7 SV Bötzow 03 : 12 00 : 06
8 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 03 : 12 00 : 06

Schützen beim Glaspokal

Kurz vor den Druckluft Landesmeisterschaften lud der SV Brück zum Schießen um den Glaspokal ein. In den freihändigen und in den Auflagedisziplinen gingen 55 Gewehr- und 66 Pistolenschützen aus 14 Vereinen des Landes an den Start. Damit lag die Beteiligung nur geringfügig unter der des Vorjahres. Von den Gilden aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog beteiligten sich 9 Schützen am Geschehen. Auch die 21. Auflage dieser traditionellen Veranstaltung wurde mit lauter Musik begleitet.

Für die Luckenwalder Schützengilde holte Pistolenschütze Kevin Boche einen überraschenden 1. Platz im Junioren A Wettbewerb. Nach einer deutlichen Steigerung zum letzten Jahr auf 353 Ringe siegte er vor den Bötzowern Marco Rosenau 349 und Kai Ganzel 324. Boches Teamkollege Anton Schulze kam mit 290 auf Rang 4. Im Schützenklassenwettbewerb kam Frank Dombrowski bis auf 2 Ringe an seine Leistung von 2015 heran. Mit 358 Ringen reichte es noch zum 7. Platz. Bei sehr hoher Leistungsdichte auf den ersten Plätzen gewann Markus Wickidal mit 370 knapp vor Marko Döring 369 (beide vom gastgebenden Verein).

Beim Luftgewehrschießen waren die Schützen aus Bötzow und Medewitz am erfolgreichsten. Lediglich im in offener Damenklasse durchgeführten Wettbewerb gab es einen Pokalerfolg für die Flämingstadt. Mandy Kanzler setzte sich mit 363 Ringen gegen Jana Schmidt 357 aus Medewitz und Antje Stempniak 350 aus Bötzow durch. Kanzlers Vereinskameradin Birgit Ziegert erkämpfte sich mit 340 Ringen Platz 4. Im gemischten Altersklassen- und Seniorenwettbewerb wurde Jörg Flemming undankbarer Vierter. Mit 324 Ringen lag er unmittelbar vor dem ältesten aktiven Jüterboger Schützen, Siegfried Zimmer. Dieser hatte seine Vorjahresleistung um satte 44 Ringe auf 316 steigern können. Bötzows Michael Rosenau verteidigte seinen Titel mit 380 Ringen vor Mannschaftskollege Olaf Herrmann 366 und Udo Wolf 336 aus Medewitz. Der Kreisstädter Elias Graf kam in der gemischten Juniorenklasse mit 315 Ringen auf den 5. Platz. Mit dem höchsten Resultat in dieser Disziplin siegte Franziska Lukasch aus Medewitz mit 386.

Als einziger Schütze aus der Region beteiligte sich der Petkuser Helmut Fahlenberg beim LG-Auflageschießen. Hier gab es erwartungsgemäß die größten Starterfelder. In der offenen Seniorenklasse (ab 56 Jahren) erreichte er 281 Ringe und landete auf Rang 13. Karl-Heinz Krüger aus Glienicke siegte mit 297 vor den ringgleichen Otfried Bagusch (Medewitz) und Rainer Burmeister (Glienicke). Hier entschied die jeweils besser ausgeschossene letzte Serie. Das Topresultat erzielte der Bötzower Torsten Steiche, der mit 300 Ringen in der Altersklasse das Maximum traf. Den Glaspokal 2016 sicherten sich die Medewitzer Schützen mit den meisten Topplatzierungen.

Frank Dombrowski

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Kreismeisterschaften der Schützen-Gemischtes Königshaus

Im Jüterboger Schützenhaus fanden zum 15. Mal infolge die Kreismeisterschaften in den Druckluftwettbewerben statt. Zu dieser zweitägigen Veranstaltung, die auch als Qualifikationswettkampf zur Landesmeisterschaft dient, kamen mit 64 Gewehr- und 62 Pistolenschützen deutlich mehr in die Flämingstadt als im vergangenen Jahr. Mit 6 teilnehmenden Vereinen, die im KSB organisiert sind, lag man auf dem gleichen Niveau wie 2015. In den ausgeschriebenen 4 Disziplinen wurden 2 neue Kreisrekorde aufgestellt. Die Schützen aus der Landeshauptstadt traten 40 Mal an die Feuerlinie und waren mit 17 Einzel- und Mannschaftstiteln die erfolgreichste Gilde. Aber auch die Bilanz der gastgebenden Jüterboger konnte sich sehen lassen. Hier holten Schützen bei 33 Starts 11 Titel. Weitere Titelträger waren der PSV Zossen/Blankenfelde (8) sowie Luckenwalde und Petkus mit je einem Kreistitel. Zu den erfolgreichsten Teilnehmern dieser KM zählten Beate Busack (Potsdam), Karl-Heinz Targiel (PSV Zossen) und Sabine Radtke (Jüterbog) mit je 3 Einzel- und Mannschaftserfolgen.

Auf der Jüterboger Anlage, die mit 13 Seilzuganlagen ausgestattet ist, fand das traditionelle Königsschießen statt. Nachdem im vergangenen Jahr das komplette Königshaus aus Potsdam kam, gab es in diesem Jahr ein gemischtes Königshaus aus Potsdam und Jüterbog. Neuer Kreisschützenkönig wurde Alexander Kade. Der Potsdamer hatte mit der Luftpistole einen guten 5,6 Teiler erzielt. Kade verwies seinen Teamkollegen Roger Reckling 10,9 T und Jens Feistner 11,3 T vom PSV auf die Plätze. Für Kade war es der erste Königstitel. Er tritt die Nachfolge seines Vereinskollegen Michael Becker an. Auch die Schützenkönigin kommt erneut aus Potsdam. Wie im vergangen Jahr sicherte sich Jördis Schmidt im letzten Durchgang dieser KM den Titel mit einem 12,3 T vor der lange Zeit führenden Mandy Kanzler 29,7 T und Sabine Radtke 36,6 T. Zum zweiten Mal wurde im Kreis der Auflagekönig ermittelt. Hier erzielte Sabine Radtke die beste Zehn. Mit der Luftpistole erzielte sie mit einem 2,5 T den besten Schuss dieser KM und lag ganz knapp vor dem Zossener Winfried Quitzdorf 2,9 T und Jürgen Kunze 4,3 T aus Potsdam. Einen spannenden Verlauf gab es beim Kreiskönigsschießen der Jugend. Hier setzte sich die für Jüterbog startende Schülerin aus Lübben Svenja Graßmann mit einem 45,1 T hauchdünn gegen Anton Schulze 45,6 T aus Luckenwalde und Maria Kanzler 46 T aus Jüterbog durch.

Im freihändigen Luftgewehranschlag dominierten die Gastgeber, die Mannschaftserfolge in Schüler, Damen, Schützen- und Seniorenklasse für sich verbuchen konnten. Zu den stärksten Leistungen zählten die 387 Ringe von Sebastian Kienast, der sich gegen seinen Mannschaftskollegen Jonas Stein 381 durchsetzen konnte. Gabi Bulla entschied mit 384 die Damenkonkurrenz vor ihrer Teamkollegin Mandy Kanzler 376 für sich. Birgit Ziegert glänzte mit 355 und neuer Kreisbestmarke in der Damenaltersklasse. Maria Kanzler überzeugte mit starken 189 bei den Schülerinnen. Julian Anders gewann mit 183 die Schülerklasse. Weitere Titelträger waren Elias Graf (Luckenwalde) in der Jugendklasse, Jürgen Alf (Potsdam) in der Altersklasse und Jörg Flemming (Petkus) bei den Senioren. Die Potsdamer und Zossener Schützen waren die stärksten beim LG Auflageschießen. Im größten Starterfeld bei den A-Senioren gewann K.-H. Targiel mit 297 Ringen. Martina Butzek 292 vom PSV siegte bei den A-Seniorinnen. Mit nur einem Ring Vorsprung setzte sich der PSV im Teamwettbewerb gegen Potsdam durch. Weitere Gewinner waren: Joachim Lau 294 (Potsdam) bei den B-Senioren, Dr. Veronika Fuchs 288 (PSV) B-Seniorinnen, Gerhard Supper 297 (Potsdam) C-Senioren sowie S. Radtke 283 Damen-Altersklasse und Matthias Strauch 290 (Potsdam) in der Altersklasse.

Wie zu erwarten war, räumten die Potsdamer beim Luftpistolenschießen kräftig ab. So siegten Wolfgang Geppert 370 in Schützenklasse, Jördis Schmidt 358 in Damenklasse, Lucas Lieberenz 352 in Jugendklasse, Stefan Birr 365 in Altersklasse, Erhard Kloth 351 in Seniorenklasse und Beate Busack 342 in der Seniorinnenklasse. Lediglich S. Radtke durchbrach die Potsdamer Überlegenheit durch den Titelgewinn in der Damenaltersklasse 359. Beim Auflageschießen markierte der Zossener Detlef Behlendorf in der Altersklasse mit 294 Ringen einen neuen Kreisrekord. K.-H. Targiel setzte sich im A-Seniorenfeld mit 293 gegen KSB-Schatzmeister Erhard Kloth 289 (Potsdam) durch. Weitere Gewinner waren S. Radtke 286 in der Damenaltersklasse, Beate Busack 289 A-Seniorinnen und Winfried Quitzdorf 292 B-Senioren.

Frank Dombrowski

Zielsicherheit beim Sargschießen gefragt

Um 10.00 Uhr fiel am Neujahrestag der erste Schuss beim traditionellen Sargschießen der Jüterboger Gilde. Wie im vergangenen Jahr kamen 17 Teilnehmer ins Schützenhaus, um den Start der neuen Saison einzuleiten. Neben Sportschützen, Traditionsschützen waren auch Bogenschützen mit von der Partie. Auf Grund der hohen Beteiligung entschloss man sich, auch in diesem Jahr nur 3 der 4 Druckluftwettbewerbe auszutragen. Bei dem Ausscheidungsschießen schied immer derjenige mit dem niedrigsten Schusswert aus. Bei Ringgleichheit musste ein Stechen entscheiden. Kurioser Weise wurden einschließlich Stechschüsse wie im Vorjahr 442 Schüsse abgegeben. Und auch die Anzahl der „Fahrkarten“ (Treffer außerhalb des Scheibenspiegels) blieb mit 27 gleich.

Beim freihändigen Luftgewehrschießen gab es mit 19 Fahrkarten erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse. Die ersten 12 Runden überstanden Hendrik Papenroth, Harald Richter, Frank Dombrowski, Jonas Stein, und Frank Leis, der zuvor Barbara Schilling im Stechschuss besiegte. Dann verabschiedeten sich Richter und Papenroth mit einer 0 und einer 3. In der Vorschlussrunde erwischte es Leis, der sich mit seiner ersten Nullnummer aus dem Titelkampf schoss. Im Finale standen mit Dombrowski und Stein wieder die Vorjahresfinalisten zum Stechen bereit. Nach der Niederlage 2015 revanchierte sich der Sportleiter der Gilde und setzte sich mit 9:6 durch. Für Dombrowski war es der 5. Titelgewinn in den letzten 6 Jahren in dieser Disziplin.

Deutlich höhere Ringzahlen wurden beim Luftgewehr-Auflageschießen erzielt. Hier zeigten sich die „Spezialisten“ sehr zielsicher. Nach 12 Runden kämpften noch Ralf Schulze, Kristian Friedrich, Heinz Krüger, Dombrowski, Richter und Stein um den Titel. In den folgenden Runden schieden Stein mit einer 7, Friedrich mit einer 9 und Krüger nach 4 Stechschüssen mit einer 8 gegen Dombrowski aus. Als Dombrowski in der vorletzten Runde eine 8 erzielte, blieben für das Finale nur noch Richter und Schulze übrig. Richter, der schon im letzten Jahr im Finale stand, setzte sich verdient mit 10:9 durch. 14 seiner 16 Schüsse trafen das Zentrum.

Das Pistolenschießen verlief deutlich schneller. Hier hatte man sich im Vorfeld darauf geeinigt, dass Schützen mit einer Null sofort ausschieden und nicht ins Stechen kommen konnten. So war für Krüger und Xuefang Leis schon nach dem 1. Schuss Feierabend. Unter die Top 5 hatten es Schilling, Stein, Dombrowski, Richter und Peter Rinderle geschafft. Dann schossen Stein eine 4 sowie Richter eine 7 und konnten die Koffer packen. Nach zuvor guter Schussfolge musste Schilling mit einer 3 ihr Schießen beenden. Im anschließenden Finalduell setzte sich Dombrowski gegen Rinderle mit 8:7 durch und verteidigte seinen Titel.

Frank Dombrowski

Novum beim Vergleichsschießen

Das 20. Vergleichsschießen zwischen der Luckenwalder und der Jüterboger Schützengilde endete mit einer Überraschung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses traditionellen Wettkampfes gab es einen Ringgleichstand und somit keinen Sieger. Im Schützenhaus der Jüterboger kämpften eine Woche vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen 14 Schützen vom gastgebenden Verein und 10 Kreisstädter in den Druckluft Auflagedisziplinen mit Gewehr und Pistole. Das waren deutlich mehr Schützen als noch vor einem Jahr. Alle Teilnehmer mussten die gewohnten 30 Schuss Programme absolvieren. Da die Gilden mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke in den jeweiligen Disziplinen antraten, einigte man sich im Vorfeld für die Wertung auf die niedrigste Starterzahl eines Vereins. So kämpften die jeweils besten 8 Gewehr- und 7 Pistolenschützen für ihre Vereine. Außerhalb der Wertung schossen diejenigen Schützen, welche mit ihren Leistungen unterhalb der der Teamschützen lagen.

Die Wertung mit dem Luftgewehr konnten die Flämingstädter für sich entscheiden. Mit 2262 Ringen lagen sie deutlich vor den Luckenwaldern 2205 und revanchierten sich so eindrucksvoll für die letztjährige Niederlage. Für die beste Leistung des Tages sorgte Sabine Radtke. Die Pistolenspezialistin kam mit dem Luftgewehr auf starke 297 Ringe. Mit der einzigen 100er Serie an diesem Tag, schoss sie sich zu einer neuen persönlicher Bestleistung. Auch Werner Panek glänzte mit 294 Ringen und lag noch 5 Ringe vor seinem Teamkollegen Heinz Krüger. Dieser hatte sich zu 2015 um 10 Ringe steigern können. Mannschaftliche Geschlossenheit zeigten auch die Schützen im Team. Norbert Huckewitz 282, Kristian Friedrich 278, Petra Schulze 275, Hendrik Papenroth 274 und Fred Hochleutner 272 erreichten Ergebnisse über dem Neuner Schnitt. Auf der Seite der Gäste markierte Egon Valentin zum bereits 6. Mal infolge die beste Leistung. Mit 287 Ringen erzielte er einen Ring mehr als Horst Bajerke. Drittstärkster war Hans-Joachim Mölter 284, der zum letzten Jahr nur 1 Ring einbüßte. Hier erreichten Erich Wehlan 278, Hans-Joachim Tischler 277, Uwe Krause 276, Jens Jürgen 267 und Bodo Schneider 250. Außer Wertung schossen Ralf Schulze 272, Bernd Rüdiger 268 und Hans-Joachim Rehbein 223.

Beim Pistolenschießen behielten die Luckenwalder wieder die Oberhand. Obwohl die höchsten Resultate von den Gastgebern erzielt wurden, zeigten die Gäste mit 1931: 1874 ihre Klasse. Auf nahezu ähnlichem Niveau schossen Uwe Krause 286, Dirk Schommert 284, Egon Valentin und Sebastian Giggenbach je 283. Etwas weniger als beim letzten Mal, erreichten Mölter 269 und Schneider 268. Jens Jürgen kam auf 258. Die höchste Ringzahl mit der Pistole erreichte erneut Wettkampfleiter Frank Dombrowski. Mit 289 lag er 1 Ring vor Sabine Radtke. Nach langer Wettkampfpause stieg Gunter Grüneberg wieder ins Geschehen ein. Wie Werner Panek erreichte er 275 Ringe. Weiter erzielten Jürgen Stein 266, Barbara Schilling 253 und Bernd Rüdiger 228. Für die Gäste schossen außer Wertung: Horst Bajerke 252, Hans-Joachim Tischler 251 und Erich Wehlan 231.

Nach insgesamt 900 abgegebenen Wertungsschüssen erreichten beide Mannschaften jeweils 4136 Ringe. Damit hatte wohl niemand im Vereinshaus der Jüterboger gerechnet. Für die Kreismeisterschaften scheinen beide Teams gut gerüstet zu sein. Die gezeigten Resultate können sich auf Kreisebene sehen lassen.

Frank Dombrowski