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Gute Leistungen und knappe Entscheidungen bei Meisterschaften der Jüterboger Gilde

Nach 2019 veranstaltete die Jüterboger Gilde erstmals wieder ihre Meisterschaften in den Freiluftwettbewerben. Trotz idealer äußerer Bedingungen kamen nur 40 Schützen zur Schießanlage Damm um auf Entfernungen zwischen 25 und 300 m um Meistertitel zu kämpfen. Bei nur 90 absolvierten Einzelstarts, hatte Kampfrichter Frank Dombrowski fast 60 Ergebnisse weniger auszuwerten als noch vor 3 Jahren. Dennoch gab es in vielen Disziplinen zum Teil sehr gute Leistungen mit sehr enger Leistungsdichte an der Spitze. Für die Top 3 Schützen in jeder Disziplin, die in offenen Klassen ausgetragen wurden, sind Pokale vergeben worden. Eine neue Bestmarke gab es bei der Anzahl der Titelträger. So gab es in den 16 Wettbewerben 12 verschiedene Sieger. Mit 3 Titeln war Frank Leis erfolgreichster Teilnehmer. Er stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis und war unter anderem mit der Perkussionspistole, dem Großkaliber Gewehr mit Zielfernrohr auf 100 m und mit dem Revolver erfolgreich. Sabine Radtke und Sebastian Kienast erzielten jeweils 2 Titel.

Zu den stärksten Leistungen zählte das Auflageresultat von Sabine Radtke. Im erstmals durchgeführten Wettbewerb mit der KK Pistole über 30 Schuss auf 25 m Entfernung erreichte sie starke 293 Ringe und gewann deutlich vor Alf Menzel und Frank Leis. Auch im freihändigen Anschlag war sie nicht zu bezwingen. Bei erzielten 259 Ringen hatte sie 3 Ringe Vorsprung vor Diana Hanske. Alf Menzel sicherte sich hier den Bronzepokal. Hart umkämpft waren sämtliche Großkaliber Gewehrentscheidungen und alle Ordonnanzwettbewerbe. Im klassischen Ordonnanzgewehr 20+20 Schießen steigerte sich Sebastian Kienast mit Diopter Visierung nochmals zu den Kreismeisterschaften. Er gewann dank starker 175 Ringe im stehenden Anschlag mit 356 Ringen vor Frank Dombrowski 338. Der Gildevorsitzende, Gerald Kaplick, konnte sich im 13 Schuss Auflagewettbewerb mit offener Visierung durchsetzen. Hier wurden bei 3 Streichschüssen die besten 10 Schüsse gewertet. Mit 93 Ringen hatte er 4 Ringe Vorsprung vor den ringgleichen Frank Leis und Torsten Kubisch. Beim Schießen mit geschlossener Visierung, hier kamen ausnahmslos Schweden Mauser mit Diopter zum Einsatz, siegte Markus Krawez mit 90 Ringen ganz knapp vor Thomas Malluschke und Diana Hanske (beide 89). Im selten geschossenen Wettbewerb Ordonnanzgewehr Auflage auf 300 m siegte Gerhard Schulze mit guten 84 Ringen und einer geschossenen Zehn mehr als der ringgleiche Markus Krawez. Beide verfehlten den 5 Jahre alten von Werner Panek aufgestellten Gilderekord um nur 5 Ringe. Platz 3 erkämpfte sich Thomas Malluschke mit 80 Ringen.

Das Auflageschießen über 100 m mit Zielfernrohr brachte die knappste Entscheidung dieser Meisterschaften. Frank Leis und Fred Hochleutner erreichten beide mit 100 Ringen das Maximum. Da beide die gleiche Anzahl der Mouchen (Innenzehner) hatten, entschieden die Streichschüsse zugunsten von Leis. Platz 3 erkämpfte sich Marco Dreßler mit 97 vor Alf Menzel, der ebenfalls 97 erzielte, aber eine Mouche weniger traf. Keine Veränderung zur letzten Meisterschaft gab es mit dem 300 m Gewehr mit ZF. Hier siegte Senior Fred Hochleutner mit 98 Ringen wieder vor Kristian Friedrich 77.

Tolle Resultate gab es an der Spitze des Vorderlader Gewehrschießens, wo die Senioren unter sich waren. Werner Panek setzte sich im 15 Schuss Wettbewerb, der stehend freihändig auf 50 m geschossen wurde, mit 138 Ringen und nur einem Ring Vorsprung knapp vor dem mit 81 Jahren ältesten und erfahrensten Perkussionsschützen der Gilde, Heinz Krüger, durch. Drittplatzierter wurde Frank Leis 122 vor Gerald Kaplick 118 und Wolfgang Boge 77.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung gab es für Diana Hanske. Mit der großkalibrigen Pistole verbesserte sie ihr Resultat von vor 3 Jahren um 8 auf 266 Ringe. Marco Dreßler und Alf Menzel mussten sich geschlagen geben. Frank Leis behielt mit dem Revolver mit 214 Ringen die Oberhand und siegte vor Diana Hanske und Thomas Malluschke.

Auch die KK Gewehrschützen erzielten gute Ergebnisse. So setzte sich Benedikt Crncic mit 581 Ringen im KK Liegendkampf über 60 Schuss vor Neele Breidenbach 548 und Lisa Jakob 540 durch. Sebastian Kienast überraschte mit starken 256 Ringen beim KK Karabinerschießen vor Sabine Radtke 248 und Jonas Stein 235. Das Topresultat beim 20 Schuss Auflageschießen mit Zielfernrohr erreichte Hans-Joachim Heinze. Mit 197 Ringen entschied er die Konkurrenz vor Diana Hanske 194 und Georg Hanske 192. Der Goldpokal beim Schießen mit Diopter Visierung ging an Alf Menzel 180, der sich mit hauchdünnem Vorsprung von nur einem Ring gegen Diana Hanske und Helga Boge 178 durchsetzen konnte.

Frank Dombrowski

Ralf Thiem gewinnt zum 3. Mal infolge Mauritiuspokal

Mitte August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr Mauritius-Pokalschießen mit Vorderlader Waffen. Bei sommerlich warmen angenehmen Bedingungen kämpften 42 Starter aus 12 Vereinen um Preisgelder, Pokale und Sachpreise. Damit lag die diesjährige Beteiligung auf dem Niveau des letzten Jahres. Zur 15. Auflage des traditionellen Wettkampfes stellten die Lichtenrader Pistolenschützen wie auch die Gastgeber mit je 8 Schützen das größte Aufgebot. Erstmals konnte man auch Schützen aus Königs Wusterhausen/Wildau in der Flämingstadt begrüßen. In vielen Gesprächen mit den Schwarzpulverschützen wurde schnell klar, dass es für sie der einzige Wettkampf des Jahres sei und die Freude über die Teilnahme riesengroß war. Da in den meisten Kreisen nicht geschossen wurde und auch die Landes- und Deutschen Meisterschaften abgesagt wurden, waren aber auch Trainingsrückstände bemerkbar. Insgesamt fielen die Ergebnisse etwas niedriger aus, als in den letzten Jahren. Dennoch war die Leistungsdichte an der Spitze der jeweiligen Konkurrenzen sehr hoch, was zu knappen Entscheidungen führte. Wie gewohnt wurden die Wettbewerbe Perkussionsgewehr und Perkussionspistole in offenen Wertungsklassen durchgeführt. Mit Thomas Konegen vom PSV Olympia Berlin startete nur ein Schütze in beiden Disziplinen.

Nach seinen Erfolgen in den letzten beiden Jahren zeigte Ralf Thiem aus Frankfurt/Oder auch diesmal wieder eine sehr gute Leistung. Trotz dreier Achten, erreichte er starke 141 Ringe. Ausschlaggebend waren, wie in 2020 seine neun Treffer im Zentrum der Scheibe. Mit dieser Leistung holte er sich zum dritten Mal nacheinander den Sieg. Das hatte vor ihm nur Tordis Arlett Nitsch, die in den Jahren 2009 bis 2012 erfolgreich war, geschafft. Spannend war es auf den folgenden Plätzen. Mit nur 2 Ringen Rückstand, musste sich Thomas Konegen geschlagen geben. Zum ersten Mal auf dem Podest, sicherte sich der Frankfurter Frank Henneberger den Bronzepokal. Er lag mit Konegen ringgleich, hatte mit 5 Treffern in der Zehn aber eine weniger erzielt, als der Berliner. Der zweimalige Sieger, Lutz Rechtenbach, musste sich diesmal mit dem undankbaren 4. Platz zufriedengeben. Der Vorderlader Referent des BSB hatte auch 139 Ringe erzielt, aber nur 4 Zentrumstreffer. Seine Vereinskameraden Henri Nitschke 135 und Klaus-Dieter Schilling 134 konnten sich auf Platz 5 und 6 ebenso über einen Sachpreis freuen, wie auch Heinz Krüger. Der mit 80 Jahren älteste Teilnehmer, war stärkster Jüterboger und kam auf 133 Ringe. Sören Venske von den Götzer Bergschützen erzielte 131 Ringe und lag zum Schluss auf Rang 8. Die weiteren Jüterboger Gewehrschützen blieben trotz Steigerungen zum letzten Jahr etwas unter ihren Erwartungen. 10. Klaus Jannasch 121, 11. Gerald Kaplick 120, 12. Frank Leis 120, 13. Werner Panek 118 und 15. Wolfgang Gast 104.

Die erste Mannschaft aus der Oderstadt gewann zum neunten Mal die Teamtrophäe. Mit 415 lag man 20 Ringe vor ihrer zweiten Mannschaft. Nach Silber 2020 holte sich Jüterbog I mit 374 nun Bronze vor Jüterbog II 342.

Im 25 Teilnehmer umfassenden Feld mit der Pistole, waren die Berliner Vereine nicht zu schlagen. Hier gelang es Frank Stübler vom PSV Olympia, sich nach vielen zweiten und dritten Plätzen endlich den erhofften Sieg zu erkämpfen. Mit 132 Ringen lag er 2 Ringe vor Peter Busse vom SV Lichtenrade, der sich nach 6 Jahren erneut über den Silberpokal freuen konnte. Ringgleich mit Busse aber mit einer Zehn weniger, schaffte Thomas Konegen, diesmal für Lichtenrade startend, den Sprung aufs Treppchen. Nur sehr knapp mussten sich Horst Weber vom PSV Olympia und Frank Dessin vom SV Lichtenrade mit je 129 Ringen mit den Plätzen 5 und 6 zufriedengeben. Andreas Holz 128 PSG Finsterwalde, Sabine Hellwig 127 NBSG und Uwe Fröse 126 Lichtenrade erhielten für ihre Resultate noch einen Sachpreis. Für den Vierfachsieger Volker Valentin aus Cottbus hatte es diesmal nicht nach vorn gereicht. Er landete mit 126 Ringen auf Platz 9. Von der gastgebenden Gilde erreichten: 19. Thomas Heise 96, 15. Hans-Peter Neumann 47.

Der Kampf um die beste Mannschaft verlief ähnlich spannend, wie zuletzt vor 7 Jahren. Damals hatte sich Frankfurt bei Ringgleichheit mit dem PSV Olympia mit nur einer mehr geschossenen Neun den Titel geholt. In diesem Jahr lagen der PSV Olympia und die erste Mannschaft aus Lichtenrade mit je 385 an der Spitze. Peter Verwiebe, Frank Stübler und Horst Weber hatten zusammen neun Zehner für den PSV erzielt und sich durchsetzen können. Die Schützenkollegen aus Lichtenrade mit Thomas Konegen, Frank Dessin und Uwe Fröse kamen auf acht Treffer in der Zehn. Platz 3 sicherte sich Lichtenrade II mit 366 vor der Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft 364 und Königs Wusterhausen/Wildau 330.

Die würdevolle Siegerehrung, bei der fast alle Teilnehmer anwesend waren, nahmen Gildepräsident Wolfgang Gast, der 1. Vorsitzende Gerald Kaplick und Kampfrichter Heinz Krüger vor. Neben den Siegern wurde natürlich auch wieder die weiteste Anreise und die niedrigsten Ergebnisse mit einer Flasche Sekt prämiert.

 Frank Dombrowski

Hochklassige Resultate beim Vorderlader Mauritiuspokal

Traditionell im August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr Mauritius-Pokalschießen mit Vorderlader Waffen. Die Vorbereitungen zu diesem Event liefen entspannter, als im vergangenen Jahr. Damals musste man wegen der langen Hitzeperiode um eine Durchführung bangen. Die Wettkampfbedingungen waren an diesem Tag ideal.  Bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und etwas frischem Wind ließ es sich gut schießen. Mit 45 Starts, die von Schützen aus 14 Vereinen bestritten wurden, konnte der Veranstalter zufrieden sein. Erstmals beteiligten sich Schützen aus Brück, Bernau, Fürstenwalde und Straußberg. Einige Spitzenschützen, die in den vergangenen Jahren mit dabei waren, fehlten. So waren die Ex-Weltmeister Damian Cal und Wilfried Kretschmer bei den zeitgleich stattfindenden Europameisterschaften in Budapest vertreten. Bei der 13. Ausgabe dieser Veranstaltung gingen 21 Schwarzpulverschützen mit dem Vorderlader Gewehr und 24 mit der Perkussionspistole in jeweils offenen Klassen an den Start. Fünf Schützen hatten Doppelstarts zu bewältigen. Die Organisatoren freuten sich, mit Volker Valentin wieder einen ehemaligen Weltmeister am Start zu haben. Gekämpft wurde auch in diesem Jahr um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Gastgeber stellten mit 9 Schützen das größte Aufgebot, vor den Schützen des polnischen K.S. Strzelec und SV Lichtenrade (je 6). Auch in diesem Jahr konnten sich die Resultate sehen lassen. Vor allem die Gastgeber waren mit dem Gewehr stark und zeigten mannschaftliche Geschlossenheit.

Für die stärkste Leistung des Tages, sorgte der Frankfurter Gewehrschütze Ralf Thiem. Mit überragenden 144 Ringen, seinem höchsten jemals in Jüterbog geschossenen Resultat, setzte er sich gegen seinen Teamkollegen und Sieger von 2007 und 2017 Lutz Rechtenbach 142 durch. Nach 5 Podestplätzen in den vergangenen 12 Jahren, hatte es für Thiem nun erstmalig zum Sieg gereicht. Den Bronzepokal errang Zbigniew Kurpiel 136 aus Zielona Gora. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 136 Ringen verfehlte Werner Panek nur knapp das Podest. Der Pole hatte 2 Zehner mehr erzielt, als der Flämingstädter. Auch Klaus Jannasch zeigte eine gute Leistung. Seine 133 Ringe reichten zum 5. Platz. Der stärkste Jüterboger Perkussionsschütze der letzten Jahre, Heinz Krüger, konnte sich mit Platz 7 noch einen Sachpreis erkämpfen. Auch er kam auf 133 Ringe. Sehr zufrieden zeigte sich Diana Hanske nach dem Schießen. Nach 7 Jahren Pause, hatte sie ihr Ergebnis von 2012 auf 126 Ringe und Platz 9 steigern können. Frank Leis 124 und Wolfgang Gast 122 zeigten mit Platz 10 und 12 ebenfalls gute Leistungen. Außerdem belegten Gerald Kaplick 112 Ringe Platz 14 und Rainer Kubau 81 Ringe Platz 18.

Im Mannschaftskampf setzten sich diesmal die Frankfurter durch. Mit 419 Ringen hatte man 29 Ringe Vorsprung auf die erste Mannschaft der Gastgeber. Für die Jüterboger war es die beste Mannschaftsplatzierung seit 2008 bei diesem Pokalschießen. Bronze erkämpfte das zweite Jüterboger Team mit 370 Ringen.

Beim Schießen mit der Perkussionspistole gab es einen klaren Sieg für den Cottbuser Volker Valentin. Der mit mehr als 20 Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreichste Brandenburger Schwarzpulverschütze siegte mit 140 Ringen und gewann seinen 4. Titel in Jüterbog vor Michael Triebel 133. Der Fürstenwalder beteiligte sich erstmals beim Mauritius Pokalschießen. Zbigniew Kurpiel 131 sicherte sich auch hier den Bronzepokal vor dem Finsterwalder Andreas Holz 131. Carsten Spilker 126, der schon im letzten Jahr dabei war, hatte die weiteste Anreise. Für den niedersächsischen SSV Bad Münder startend, belegte er Platz 5.

Die Entscheidung im Mannschaftskampf hätte knapper nicht ausfallen können. Die Titelverteidiger vom SV Lichtenrade gewannen erneut die Trophäe. Mit 352 Ringen reichte ihnen 1 Ring Vorsprung auf den K.S. Strzelec. Die zweite Mannschaft der Berliner gewann mit 302 Bronze vor den Schweriner See Schützen 182.

Höhepunkt war dann zum Abschluss die würdevolle Siegerehrung, bei der fast alle gestarteten Teilnehmer anwesend waren. Sportleiter Frank Dombrowski, der 1. Vorsitzende Wolfgang Gast und Kampfrichter Heinz Krüger nahmen die Ehrung vor.

Frank Dombrowski

Novum beim Vergleichsschießen

Das 20. Vergleichsschießen zwischen der Luckenwalder und der Jüterboger Schützengilde endete mit einer Überraschung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses traditionellen Wettkampfes gab es einen Ringgleichstand und somit keinen Sieger. Im Schützenhaus der Jüterboger kämpften eine Woche vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen 14 Schützen vom gastgebenden Verein und 10 Kreisstädter in den Druckluft Auflagedisziplinen mit Gewehr und Pistole. Das waren deutlich mehr Schützen als noch vor einem Jahr. Alle Teilnehmer mussten die gewohnten 30 Schuss Programme absolvieren. Da die Gilden mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke in den jeweiligen Disziplinen antraten, einigte man sich im Vorfeld für die Wertung auf die niedrigste Starterzahl eines Vereins. So kämpften die jeweils besten 8 Gewehr- und 7 Pistolenschützen für ihre Vereine. Außerhalb der Wertung schossen diejenigen Schützen, welche mit ihren Leistungen unterhalb der der Teamschützen lagen.

Die Wertung mit dem Luftgewehr konnten die Flämingstädter für sich entscheiden. Mit 2262 Ringen lagen sie deutlich vor den Luckenwaldern 2205 und revanchierten sich so eindrucksvoll für die letztjährige Niederlage. Für die beste Leistung des Tages sorgte Sabine Radtke. Die Pistolenspezialistin kam mit dem Luftgewehr auf starke 297 Ringe. Mit der einzigen 100er Serie an diesem Tag, schoss sie sich zu einer neuen persönlicher Bestleistung. Auch Werner Panek glänzte mit 294 Ringen und lag noch 5 Ringe vor seinem Teamkollegen Heinz Krüger. Dieser hatte sich zu 2015 um 10 Ringe steigern können. Mannschaftliche Geschlossenheit zeigten auch die Schützen im Team. Norbert Huckewitz 282, Kristian Friedrich 278, Petra Schulze 275, Hendrik Papenroth 274 und Fred Hochleutner 272 erreichten Ergebnisse über dem Neuner Schnitt. Auf der Seite der Gäste markierte Egon Valentin zum bereits 6. Mal infolge die beste Leistung. Mit 287 Ringen erzielte er einen Ring mehr als Horst Bajerke. Drittstärkster war Hans-Joachim Mölter 284, der zum letzten Jahr nur 1 Ring einbüßte. Hier erreichten Erich Wehlan 278, Hans-Joachim Tischler 277, Uwe Krause 276, Jens Jürgen 267 und Bodo Schneider 250. Außer Wertung schossen Ralf Schulze 272, Bernd Rüdiger 268 und Hans-Joachim Rehbein 223.

Beim Pistolenschießen behielten die Luckenwalder wieder die Oberhand. Obwohl die höchsten Resultate von den Gastgebern erzielt wurden, zeigten die Gäste mit 1931: 1874 ihre Klasse. Auf nahezu ähnlichem Niveau schossen Uwe Krause 286, Dirk Schommert 284, Egon Valentin und Sebastian Giggenbach je 283. Etwas weniger als beim letzten Mal, erreichten Mölter 269 und Schneider 268. Jens Jürgen kam auf 258. Die höchste Ringzahl mit der Pistole erreichte erneut Wettkampfleiter Frank Dombrowski. Mit 289 lag er 1 Ring vor Sabine Radtke. Nach langer Wettkampfpause stieg Gunter Grüneberg wieder ins Geschehen ein. Wie Werner Panek erreichte er 275 Ringe. Weiter erzielten Jürgen Stein 266, Barbara Schilling 253 und Bernd Rüdiger 228. Für die Gäste schossen außer Wertung: Horst Bajerke 252, Hans-Joachim Tischler 251 und Erich Wehlan 231.

Nach insgesamt 900 abgegebenen Wertungsschüssen erreichten beide Mannschaften jeweils 4136 Ringe. Damit hatte wohl niemand im Vereinshaus der Jüterboger gerechnet. Für die Kreismeisterschaften scheinen beide Teams gut gerüstet zu sein. Die gezeigten Resultate können sich auf Kreisebene sehen lassen.

Frank Dombrowski

Erfolgreiche Titelverteidigung beim Mauritiuspokal

Kurz nach dem Schießen um den Bürgermeisterpokal fand mit dem Vorderlader Mauritiuspokal ein weiterer sportlicher Höhepunkt auf der Jüterboger Schießanlage „Damm“ statt. Zur 9. Auflage des traditionsträchtigen Events kamen mit 63 Startern aus 14 Vereinen nochmals mehr Schwarzpulverschützen in die Flämingstadt als im Rekordjahr 2014. Vor allem über die Vielzahl der neuen Teilnehmer freute sich der Veranstalter besonders. Die Gastgeber stellten mit 11 Teilnehmern erwartungsgemäß das größte Aufgebot, gefolgt von den Frankfurter Schützen (8). Sehr gute äußere Bedingungen sorgten für gute Stimmung und erneut erstklassige Resultate. Für Sieger und Platzierte ging es beim Schießen mit Perkussionsgewehr- und Pistole wieder um Preisgelder, Pokale und Sachpreise.

Wieder mit von der Partie war Ex-Weltmeister Wilfried Kretschmer vom niedersächsischen VC Deister. Der Senior, der sich im letzten Jahr beide Einzeltitel erkämpfte, hatte noch Vereinskollegen mobilisieren können, so dass auch im Mannschaftskampf eingegriffen werden konnte. Und auch diesmal zeigte Kretschmer auf beeindruckende Art und Weise sein Können. Wie im letzten Jahr erzielte er mit dem Gewehr 141 Ringe. Keiner der weiteren 29 Starter in diesem Wettbewerb kam an diese Leistung heran. Doch der Kampf um den 2. Platz hätte nicht spannender werden können. Gleich 3 Schützen folgten mit jeweils 137 Ringen. Klaus-Dieter Schilling aus Frankfurt/Oder, der sich schon in 2008 den Einzeltitel holte, setzte sich mit 6 Treffern in der Zehn gegen Eike Schmalwasser vom SV Bleckendorf Egeln durch. Dieser hatte 5 Zehner erzielt und seinen 3. Platz aus dem Vorjahr verteidigt. Mit nur 3 Treffern in der Zehn landete der erste Sieger des Mauritiuspokalschießens, Lutz Rechtenbach aus Frankfurt/Oder auf dem undankbaren vierten Platz. Der Vorderlader Referent des Brandenburgischen Schützenbundes war zum ersten Mal seit 2009 wieder am Start. Knapp am Podest vorbei platzierte sich der erfolgreichste Jüterboger Vorderlader-Schütze Heinz Krüger mit 136 Ringen auf dem 5. Platz. Bei seiner ersten Teilnahme erreichte Werner Panek, in dem 15 Schuss Wettbewerb, ordentliche 131 Ringe und kam auf Platz 9. Weitere Jüterboger Resultate: 16. Wolfgang Gast 122, 18. Fred Hochleutner 120, 19. Klaus Jannasch 120, 20. Frank Leis 106, 24. Wolfgang Boge 94, 28. Eberhard Kaschel 36, 29. Bernd Rüdiger 27. Der Luckenwalder Bodo Schneider kam mit 79 Ringen auf Platz 26.

Erstmals seit 6 Jahren konnten die Oderstädter wieder eine Mannschaft stellen. Und diese gewannen die Teamtrophäe mit 406 Ringen knapp vor dem VC Deister 400 und der ersten Jüterboger Mannschaft 387. Auf den Plätzen folgten die Götzer Bergschützen 381, Jüterbog II 336, PSV Olympia Berlin 331 und Ludwigsfelde 237.

Auch mit der Pistole war Kretschmer nicht zu bezwingen. Mit 9 Treffern im Zentrum steigerte er sein Vorjahresresultat auf tolle 142 Ringe. Zu dem stellte er den Standrekord der Gastgeber ein. Der Silberpokal ging an Peter Busse vom SV Lichtenrade mit 139 Ringen vor dem dreifachen Titelträger Volker Valentin (SG Frankfurt/Oder) 137. Bester Flämingstädter war hier Frank Leis mit 82 Ringen auf Rang 30 vor dem ringgleichen Bodo Schneider.

Den Mannschaftstitel gewannen die Frankfurter zum 4. Mal infolge. Mit 403 Ringen lagen sie 10 Ringe vor dem VC Deister und den Lützowschen Jäger 384. Es folgten Lichtenrade I 364, Lichtenrade II 348, Götzer Bergschützen 346 und Ludwigsfelde 301.

Frank Dombrowski

Vorderladerschützen in Frankfurt gut in Form

In Frankfurt/Oder wurden die Titelkämpfe des Verbandes im Vorderlader Schießen ausgetragen. Gleich 4 Schwarzpulverschützen der Jüterboger Gilde hatten sich dafür über die Kreismeisterschaften im Wettbewerb Perkussionsgewehr 50m qualifiziert. So war es nach 2012 möglich, wieder eine komplette Mannschaft zu stellen. Während bei Vereins- und Kreismeisterschaften auf Papierscheibe geschossen wurde, konnte man hier elektronische Scheiben nutzen.

Der beständigste Schütze der letzten Jahre, Heinz Krüger, zeigte auch diesmal im Seniorenfeld seine außergewöhnliche Wettkampfform. Mit guten 138 Ringen musste er sich in seinem 15 Schuss Wettbewerb nur knapp dem Frankfurter Lutz Rechtenbach geschlagen geben. Der Titelverteidiger konnte sich erst mit dem letzten Schuss auf 139 Ringe in Führung bringen. Bronze erkämpfte der Götzer Volkmar Tabor 133. Erstmalig bei der LM in dieser Disziplin am Start, zeigte auch Werner Panek eine gute Leistung. Zwar konnte er nicht an seine Spitzenleistung der Gildemeisterschaften anknüpfen, erreichte mit 130 Ringen aber den 6. Platz. Durch 2 Treffer ins Weiße rutschte Klaus Jannasch im Klassement mit 120 Ringen ein Stück ab. Er lag aber mit Platz 8 noch vor seinem Mannschaftskollegen Wolfgang Gast 119, dem eine Zwei das Ergebnis etwas vermieste. Dennoch gab es Grund zur Freude. Zum ersten Mal seit 8 Jahren gab es für die Flämingstädter im Mannschaftskampf wieder eine Top 3 Platzierung. Hinter den siegreichen Gastgebern 404 und den Zweitplatzierten Götzer Bergschützen 396 erreichte man mit 377 Ringen den 3. Platz.

Eine neue persönliche Wettkampfbestleistung erzielte der Kreisstädter Detlef Bode im Perkussionspistolen Wettbewerb der Altersherren. Mit 123 Ringen erreichte er den vierten Platz. Der Sieg ging an den Frankfurter Roland Gust 141. An den Wettbewerben hatten sich 24 Gewehr- und 34 Pistolenschützen aus 15 Vereinen beteiligt.

Frank Dombrowski