Schlagwort-Archive: Markus Krawez

Sebastian Kienast holt Deutschen Meistertitel mit dem Ordonnanzgewehr

Benedikt Crncic erkämpft Bronze

Beim Niedersächsischen Sportschützenverband in Hannover wurden die Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehrschießen 20+20 ausgetragen. Seit 2014 ist die Landeshauptstadt Austragungsort dieser Titelkämpfe, bei der nebenbei zum 2. Mal auch die Deutschen Meisterschaften mit dem KK Unterhebel Repetierer veranstaltet wurden. Seit dem letzten Jahr sind die Wettbewerbe mit offener und geschlossener Visierung in Herren I und Herren II Klasse ausgeschrieben worden. Lediglich die Mannschaften konnten offen besetzt werden. Während die Limitzahlen zu dieser DM mit geschlossener Visierung leicht anstiegen, waren mit offener Visierung weniger Ringe nötig, um sich einen Startplatz zu erkämpfen. Bei sehr wechselhaften äußeren Bedingungen gingen während der 2 Tage 200 Schützinnen und Schützen aus 17 Landesverbänden an den Start. Die Ausfallquote war sehr hoch, hatten doch 240 Ordonnanzschützen eine Startzulassung erhalten. Umso erfreulicher war es, dass die Jüterboger Gilde mit 10 Startern und 17 Einzelstarts vollständig antrat. Sie war, wie im letzten Jahr, teilnehmerstärkster Verein und konnte insgesamt 5 Mannschaften stellen. Neben den Flämingstädtern hatten sich noch 3 weitere Schützen des BSB für die Titelkämpfe qualifiziert. Nach dem es im vergangenen Jahr nicht möglich war, am Tag vor dem ersten Wettkampf seine Waffen einzuschießen, gab es nun diese Möglichkeit wieder. Dies wurde von vielen Jüterbogern auch genutzt und so konnte man auf dem Stand seine Waffe einschießen an dem man später seinen Wettkampf hatte.

Am ersten Wettkampftag waren die Schützinnen und Schützen mit offener Visierung dran. Hier gab es immer wieder einzelne heftige Regenschauer. Da es auch schon am Anreisetag fast nur regnete, war die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Das führte bei den langen Schweden Mauser Gewehren selbst bei reduzierten Ladungen schon nach wenigen Schüssen zu starkem Laufflimmern, was die Zielerfassung deutlich einschränkte. Nach Silber im letzten Jahr, durfte man gespannt sein, was Sebastian Kienast nach einer bis dahin überragenden Saison zu leisten im Stande war. In der Herren I Klasse legte er mit 179 Ringen im Liegendanschlag schon gut vor, blieb nur 1 Ring unter der Leistung von 2021. Im Stehendanschlag zeigte er dann sein Können. Trotz einer Sechs in der 2. Serie erreichte er mit 174 Ringen die stärkste Leistung im gesamten Feld. Mit 353 Ringen übertraf er seine DM Bestleistung um 7 Ringe. Doch was war diese Leistung Wert? Im letzten Jahr gab es coronabedingt keinen Endkampf der besten 6 Einzelschützen. Dieser wurde diesmal wieder ausgeschrieben und es war das Ziel diesen erstmal zu erreichen. Während Kienast als führender in seiner Klasse die Konkurrenz im Auge behielt, schoss sein Teamkollege Benedikt Crncic bei seiner 2. DM Teilnahme in dieser Disziplin mit 334 Ringen persönliche Bestleistung. Christoph Hermann konnte mit 296 Ringen und Platz 14 nicht an die Landestitelkämpfe anknüpfen. Zehn weiße Treffer im sonst sicheren Stehendanschlag waren dafür ausschlaggebend, dass ihm am Ende mehr als 40 Ringe fehlten. Am Abend stand dann der Endkampf an über zwei 5-Schuss Serien in jeweils 90 Sekunden im stehenden Anschlag. Tatsächlich hatten es mit Kienast und Crncic zwei Jüterboger geschafft, diesen zu erreichen. Das gab es aus Jüterboger Sicht noch nie. Während Crncic auf Platz 5 liegend nur 2 Ringe auf Bronze zurück lag, hatte Kienast 11 Ringe Vorsprung auf den Moosburger Christoph Lindlbauer. Alle Teamkollegen verfolgten das Geschehen mit Spannung am großen Bildschirm oder direkt hinter der Glaswand. Beide Jüterboger schossen einen sehr guten Endkampf. Für die Schützen hieß es dann minutenlanges warten am Schützenstand, bis die Endkampfergebnisse zu den Vorkampfresultaten hinzuaddiert wurden. Dann endlich die Gewissheit, Sebastian Kienast ist Deutscher Meister. 2007 hatte er mit dem Ordonnanzgewehrschießen begonnen und sich bei seiner 15. DM Teilnahme seinen größten schießsportlichen Erfolg erkämpft. Nach dem DM Erfolg des Spreenhageners Frank Hanisch 1999 ist es der 2. DM Titel eines Schützen des BSB. Trotz einer 4 mit dem letzten Schuss hatte er mit 80 Ringen seinen Vorsprung auf Lindlbauer (77) sogar noch ausgebaut. Mit 433 Ringen lag er 14 Ringe vor dem Bayern. Auch für Crncic war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Dank der 69er Serie machte er Boden gut, verdrängte die vor ihm liegenden und sicherte sich mit 403 Ringen Bronze.

In der Herren II Klasse erreichte der Uebigauer Heiko Schmidt, der das erste Mal in Hannover am Start war, mit 333 Ringen einen hervorragenden 19. Platz. Im Team der Jüterboger erzielte Manfred Reichel, der erst im letzten Durchgang an der Reihe war, mit 326 Ringen und Platz 28 die beste Platzierung. Noch lange nach dem Schießen haderte er über seinen 38. Schuss, der ihm in die Eins abrutschte. Eine Steigerung um 7 Ringe zur LM brachte Jörg Flemming gute 318 Ringe und Platz 36. Auch Sven Bakus zeigte sich stark verbessert zum Vorjahr und kam mit 313 Ringen auf Rang 46. Vom SC Schöneiche erreichte Winfried Tscheuschner mit 310 Ringen den 50. Platz. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, war völlig enttäuscht über seine Leistung. Lief es doch die ganze Saison über hervorragend beim Training und in den Wettkämpfen, kamen hier nur 307 Ringe heraus. Zu den LM büßte der Landesmeister fast 40 Ringe ein und landete nur auf Rang 54. Zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft dabei, erreichte Markus Krawez 304 Ringe und Platz 56. Senior Helmut Fahlenberg, der als einziger der Jüterboger nicht in einer Mannschaft gesetzt war, musste gleich früh um 8 Uhr an die Feuerlinie treten. Für ihn standen am Ende 284 Ringe und Platz 76 im Protokoll, eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Manfred Langner belegte mit 264 Ringen Platz 82.

Den Titel holte sich nach einem Drama im Endkampf Armin Sigel aus Augsburg mit 434 (349+85) vor Hans-Jürgen Reischl aus Moosburg 429 (354+75) und dem Schmöllner Thomas Beier 425 (347+78). Der nach dem Vorkampf führende Coburger Helmut Stubenrauch hatte mit 356 Ringen an Position 1 liegend im Endkampf während der ersten Serie alle 5 Schüsse auf die linke Nachbarscheibe gesetzt und alles verloren. Da half auch die folgende 48er Serie nicht mehr, es blieb nur der 6. Platz.

Den Mannschaftstitel gewann Schmölln mit 1022 vor Moosburg 1007 und Rochlitz 995. Obwohl es mit Platz 5 die beste Platzierung einer Jüterboger Mannschaft (Kienast, Reichel, Dombrowski) gab, war es schon ärgerlich, dass mit 986 nur 9 Ringe zur Medaille fehlten. Die 2. Jüterboger Mannschaft 948 (Flemming, Crncic, Hermann) kam auf Rang 8, die 3. Mannschaft 881 (Bakus, Langner, Krawez) auf Rang 16.

Am 2. Tag lief es für Kienast dann nicht mehr ganz so gut. Mit 340 Ringen hatte er beim Schießen mit Diopter Visierung als Fünfter wieder den Endkampf erreicht, konnte sich aber nicht mehr verbessern, da die Konkurrenz keine Fehler machte und auf hohem Niveau schoss. Mit 82 Ringen hatte er erneut den besten Endkampf geschossen und Platz 5 mit 422 behauptet. Es gab sogar noch einen Stechschuss um Platz 4 zwischen ihm und den an Position 4 liegenden Christoph Lindlbauer, den der Bayer mit 8 zu 6 für sich entschied. Susanne Linke aus Schmölln hatte schon vor dem Endkampf starke 358 hingelegt und sich über eine 79er Serie mit 437 den Titel gesichert. Platz 2 ging an Philipp Fahrenbach 427 (358+69) vom hessischen SV Edelweiß Jestädt. Dritter wurde Mario Zeller vom württembergischen SV Neckartenzlingen 426 (352+74). Für Christoph Hermann lief es deutlich besser als am ersten Tag. Gute 325 Ringe brachten ihm dank 8er Schnitt im Stehendanschlag den 11. Platz ein.

In der Herren II Klasse war das Leistungsniveau an der Spitze noch höher. Obwohl hier 21 Schützen nicht antraten, gab es mit 84 Startern das größte Starterfeld. Hier hatten vor dem Endkampf 4 Schützen mehr als 360 Ringe erzielt. In einem hochspannenden Endkampf siegte nach seiner Bronzemedaille vom Vortag Thomas Beier mit 445 (363+82) knapp vor Matthias Mayer 444 (361+83) und Bernd Krahforst 443 (360+83) beide von der rheinischen St. Seb. SBr. Villip. Bester Jüterboger war wieder Manfred Reichel, der mit starken 340 Ringen und Platz 24 im ersten Drittel des Feldes lag. Ihn beeinträchtigte wie auch andere Schützen Staub, der in Böen von links nach rechts über den Stand fegte und zu Sichteinschränkungen führte. Auch Jörg Flemming kam mit der geschlossenen Visierung besser klar, brachte tolle 334 Ringe auf die Scheibe und belegte den 32. Platz. Dombrowski (50. Platz) musste bis zum letzten Durchgang warten, bis er an der Reihe war, konnte nur leicht zulegen, verbesserte sich auf 315 Ringe. Nach gutem Liegendschießen, landeten wie schon mit offener Visierung 2 Stehendschüsse in der Drei. Sven Bakus bestätigte seine gute Form, erzielte wieder 313 Ringe und erreichte Platz 55. Für Manfred Langner blieb mit 278 Ringen Platz 75. Bei seiner ersten DM kam der Hohenseefelder Matthias Wäsche mit 277 Ringen auf Rang 77.

Die Ergebnisse in der Mannschaftswertung waren fast schon unglaublich. Villip setzte sich ringgleich mit 1067 vor Schmölln und Moosburg 1048 durch.  Jüterbog I erreichte mit Kienast, Reichel, Dombrowski 995 Rang 8, Jüterbog II mit Flemming, Hermann, Bakus 972 Rang 11.

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren I

1. Kienast, Sebastian                     BR SGi zu Jüterbog                        433 (353+80)

2. Lindlbauer, Christoph               BY Kgl. priv. FSG Moosburg         419 (342+77)

3. Crncic, Benedikt                        BR SGi zu Jüterbog                        403 (334+69)

14. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                         296

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren II

1. Sigel, Armin                                 BY SSG Augsburg                         434 (349+85)

2. Reischl, Hans-Jürgen                 BY Kgl. priv. FSG Moosburg        429 (354+75)

3. Beier, Thomas                            TH SGes Schmölln                        425 (347+78)

19. Schmidt, Heiko                         BR SGi Uebigau                             333

28. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                        326

36. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                        318

46. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                        313

50. Tscheuschner, Winfried        BR SC Schöneiche                         310

54. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       307

56. Krawez, Markus                      BR SGi zu Jüterbog                        304

76. Fahlenberg, Helmut                BR SGi zu Jüterbog                        284

82. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        264

Mannschaft offene Visierung

1. TH SGes Schmölln                    1022

2. BY Kgl. priv. FSG Moosburg    1007

3. SC Priv. SG zu Rochlitz               995

5. BR SGi zu Jüterbog I                 986

8. BR SGi zu Jüterbog II                948

16. BR SGi zu Jüterbog III             881

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren I

1. Linke, Susanne                          TH SGes Schmölln                        437 (358+79)

2. Fahrenbach, Philipp                  HS SV Edelweiß Jestädt              427 (358+69)

3. Zeller, Mario                              WT Neckartenzlingen                  426 (352+74)

5. Kienast, Sebastian                    BR SGi zu Jüterbog                        422 (340+82)

11. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                        325

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren II

1. Beier, Thomas                             TH SGes Schmölln                       445 (363+82)

2. Mayer, Matthias                         RH St. Seb. SBr Villip                   444 (361+83)

3. Krahforst, Bernd                        RH St. Seb. SBr Villip                   443 (360+83)

24. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                      340

32. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                       334

50. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       315

55. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                       313

75. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        278

77. Wäsche, Matthias                    BR St. Hub. SBS Hohenseefeld  277

Mannschaft geschlossene Visierung

1. RH St. Seb. SBr Villip                                1067

2. TH SGes Schmölln                                   1067

3. BY Kgl. priv. FSG Moosburg                    1048

8. BR SGi zu Jüterbog I                                   995

11. BR SGi zu Jüterbog II                                 972

Frank Dombrowski

Zentrale Siegerehrungsfeier des KSB in Potsdam – Schütze des Jahres geehrt

Bei der Schützengilde zu Potsdam wurde die zentrale Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt veranstaltet. Der KSB Vorstand hatte über die Mitgliedsvereine ordentlich Werbung gemacht, um die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu den letzten Jahren zu erhöhen. Aus Anlass der ständig steigenden Starterzahlen und damit verbundenen Verlängerung der Schießzeiten hatte man sich 2014 erstmals dazu entschlossen, Urkunden, Medaillen und Pokale bei einer separaten Feier zu überreichen. Teilnahmeberechtigt waren nicht nur die Sieger der einzelnen Wettbewerbe, alle Schützinnen und Schützen, die ein Ergebnis im Protokoll zu stehen hatten, waren hierzu eingeladen. Der Einladung folgten etwa 60 Starter vorwiegend aus den großen Vereinen Potsdam, Jüterbog, Ludwigsfelde, Rangsdorf und Blankenfelde. Da diesmal das Wetter nicht mitspielte, wurde die Feier nach Innen verlegt.

Der KSB hatte sich diese Veranstaltung wieder einiges kosten lassen. So gab es zu Beginn kostenloses vom Grill und freie Getränke. Um die Feierlichkeit noch attraktiver zu gestalten, hatte man das Prozedere deutlich verändert. So wurden erstmals nur die Teilnehmer aufgerufen, die anwesend waren. Zusätzlich fand inmitten der Übergabe eine Tombola statt, bei der 10 Preise im Gesamtwert von ca. 1000 Euro verlost wurden. Hier hatte Schatzmeister Erhard Kloth, der glänzend durch die Tombola führte und die Preise eindrucksvoll präsentierte, für ordentlich Spannung und viel Spaß gesorgt.

Kreissportleiter Mark Koschnick hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Bei den 6 Kreismeisterschaften in Potsdam, Jüterbog und Ludwigsfelde hatten 339 Schützen und Schützinnen 587 Startmeldungen abgegeben. Tatsächlich wurden aber nur 503 Starts realisiert. Neben 393 Platzierungsurkunden wurden 87 Kreisrekordurkunden, 240 Medaillen und 31 Mannschaftspokale vergeben. Im Vorfeld wurde bei den jeweiligen Kreistitelkämpfen abgefragt, ob im Falle einer Platzierung eine Medaille oder und eine Urkunde gewünscht wird. Dies führte dazu, dass rund ein Drittel der Materialien eingespart wurde.

Erstmals gab es eine Wertung „Schütze des Jahres“ bei der alle Starter, die in wenigstens einer Disziplin mindestens Platz 10 erreichten, teilnahmen. Hier gab es für jeden 1. Platz 10 Punkte und für jeden 10. Platz noch einen Punkt. Zusätzlich konnte man durch einen Kreisrekord noch 2 zusätzliche Punkte erhalten. Alle 154 Teilnehmer erhielten ein sehenswertes Zertifikat mit Platzierung, Punktezahl und Auflistung der Titel und Rekorde. Für die besten 3 Schützen des Jahres gab es zusätzlich noch große Pokale mit dem KSB Logo in Gold, Silber und Bronze, die ein Schützenfreund aufwendig mit dem 3D-Drucker gefertigt hatte. Einen hochspannenden Kampf um diese begehrte Trophäe lieferten sich über die ganze Saison bis zuletzt Mark Koschnick (27 Starts) und Frank Dombrowski (26 Starts). Der Jüterboger, der bislang die ganze Wettkampfsaison in fast allen Disziplinen auf sehr hohem Niveau schoss, setzte sich knapp mit 278 Punkten durch. Neben seinen 21 Kreistiteln und 4x Silber kamen 13 Kreisrekorde hinzu. Auch im Land zählte er mit 12 Landesmeistertiteln im Einzel und Mannschaft und einigen Landesrekorden in dieser Saison zu den erfolgreichsten Schützen. Der Ludwigsfelder hatte mit 15 Kreistiteln, 5x Silber, 6x Bronze und 10 Kreisbestmarken 270 Punkte erzielt, sich aber deutlich gegen den Jüterboger Markus Krawez behaupten können. Dieser erreichte 117 Punkte durch u. a. 7 Titel, 1x Silber und 2x Bronze sowie 4 Kreisrekorde. Punktgleich musste sich der Chefauswerter des KSB, Steffen John aus Ludwigsfelde, als undankbarer Vierter geschlagen geben.

Der Kreisvorsitzende Raik Britze bedankte sich nach der etwa dreistündigen Veranstaltung bei seinen Kreisvorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit und bei den Potsdamern, die diese Veranstaltung ausgerichtet hatten. Dieses Konzept der Durchführung der Siegerehrung sollte unbedingt beibehalten werden, betonten viele Anwesende nach Abschluss.   

Top 30 der Wertung „Schütze des Jahres“

1

Frank

Dombrowski

SchGi zu Jüterbog

278

2

Mark

Koschnick

SchGi Ludwigsfelde

270

3

Markus

Krawez

SchGi zu Jüterbog

117

4

Steffen

John

SchGi Ludwigsfelde

117

5

Jürgen-Dieter

Rückert

SchGi zu Potsdam

97

6

Alexander

Kade

SchGi zu Potsdam

89

7

Karl-Heinz

Berger

PSV Zossen

84

8

Berit

Schubert

SchGi Ludwigsfelde

80

9

Hans-Joachim

Tischler

SchGi Luckenwalde

70

10

Richard

Tietz

SchGi zu Potsdam

69

11

Jörg

Flemming

SpSchV Petkus

66

12

Helmut

Fahlenberg

SpSchV Petkus

64

13

Hans-Joachim

Mölter

SchGi Luckenwalde

63

14

Sebastian

Kienast

SchGi zu Jüterbog

61

14

Nicolas

Salchow

PSV Zossen

61

15

Sabine

Radtke

SchGi zu Jüterbog

60

16

Peggy

Wölk

SchGi zu Potsdam

60

17

Sebastian

Lindner

SchGi zu Potsdam

59

18

Michael

Stillfried

SchGi zu Potsdam

58

19

Benedikt

Crncic

SchGi zu Jüterbog

57

20

Norton

Höppner

SchGi Ludwigsfelde

52

21

Siegfried

Weller

Rangsdorfer SchV

52

22

Jana

Goldammer

SchGi Ludwigsfelde

50

23

Wolfgang

Soppa

SchGi Ravensburg

44

24

Wolfgang

Scharnowski

SchGi zu Potsdam

44

25

Dennis

Fröhling

SchGi zu Jüterbog

43

26

Erhard

Kloth

SchGi zu Potsdam

42

27

Lutz

Henze

SchGi Ludwigsfelde

40

28

Egon

Valentin

SchGi zu Jüterbog

39

29

Raik

Britze

Rangsdorfer SchV

39

30

Renate

Schneider

Rangsdorfer SchV

36

Frank Dombrowski

Top Leistungen beim 17. Bürger-Meister-Pokal

Drei Wochen vor der zentralen Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming – Potsdam /Stadt in der Landeshauptstadt, fand der letzte vom KSB veranstaltete Wettkampf des Jahres bei der Jüterboger Gilde statt. Die 17. Auflage des traditionellen Bürger-Meister-Pokals lockte viele Ordonnanzgewehrschützen und Großkaliber Kurzwaffenschützen in die Flämingstadt. So konnte der Veranstalter mit 115 Starts von Schützen aus 14 Vereinen eine leichte Steigerung zum Vorjahr verzeichnen. Während der 25 m Kurzwaffenstand überraschend voll belegt war, gab es auf dem 100 m Stand noch freie Kapazitäten. In der Vergangenheit war dies eher umgekehrt. Die Gastgeber stellten mit 34 Starts erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch Schöneiche (14), Mühlheim – Dietesheim, Birkenwerder (je 12), Flatow (10) und Ludwigsfelde (9) waren mehrfach vertreten. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es wieder um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. Schon vor einem Jahr gab es viele Schützen und Mannschaften, die ihre Titel erfolgreich verteidigen konnten. So auch diesmal. In 6 der 7 Einzelwettbewerbe, die wie gewohnt in offenen Wertungsklassen ausgeschrieben waren, siegten die Sieger von 2021. Auch alle 7 großen Wanderpokale wurden von den letztjährigen Mannschaftssiegern erfolgreich verteidigt. Hier gab es erneut Spitzenleistungen beim Revolver- und Pistolenschießen durch Mühlheim-Dietesheim. Aber auch die Gastgeber konnten im klassischen 20+20 Wettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr überzeugen.

Einen Monat vor den Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehr Schießen lief es für die Jüterboger richtig gut. Hier konnten alle Teilnehmer wählen, ob sie mit offener oder geschlossener Visierung antreten. Nach den Vereins-, Kreis- und Landesmeisterschaften zeigte Sebastian Kienast wieder eine überragende Leistung. Mit DM tauglichen 356 Ringen erreichte er zum 4. Mal infolge ein Resultat über der 350er Marke. Dabei kam er gar nicht so gut in den Wettkampf hinein. Eine Sechs in der ersten Serie des Liegendanschlags brachte ihm nur 88 Ringe ein. Doch die anschließende 96 und 172 Ringe im Stehendanschlag sorgten für ein ausreichend großes Polster vor seinen Teamkollegen. Hier konnte sich Frank Dombrowski dank seiner guten Stehendleistung von 164 Ringen den 2. Platz sichern. Mit 345 Ringen lag er noch 8 Ringe vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel. Undankbarer Vierter wurde Christoph Hermann. Er schwächelte zu Beginn des Liegendschießens, konnte aber noch gute 325 Ringe erzielen. Ringgleich lag er mit der besseren letzten Serie vor dem Uebigauer Heiko Schmidt. Mit einer leichten Steigerung zur LM lag der Ordonnanzgewehr Referent des BSB, Jörg Flemming, mit 321 Ringen auf Rang 6. Weiterhin erzielten für Jüterbog: 7. Sven Bakus 312, 8. Benedikt Crncic 310 und 9. Markus Krawez 303. Durch starke 1038 Ringe siegte Jüterbog I vor Jüterbog II mit 956 Ringen. Bei der DM in Hannover wird die Jüterboger Gilde mit 17 Starts wieder am stärksten vertreten sein. Fünf Mannschaften aus der Flämingstadt haben sich hierfür qualifiziert.

Seine Klasse im Auflageschießen, bestätigte Michael Schröter von der SG Frankfurt/Oder erneut. Nach dem er bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils mit offener und geschlossener Visierung erfolgreich war, konnte ihm auch diesmal niemand Paroli bieten. Im 20er Starterfeld des 30 Schuss Wettbewerbes mit Kimme und Korn, erreichte er wie im letzten Jahr tolle 286 Ringe und setzte sich souverän gegen Frank Dombrowski 279 und Markus Krawez 277 durch. Auch Andreas Matthes 275 aus Birkenwerder und Winfried Tscheuschner 274 aus Schöneiche, der an diesem Tag in 5 Wettbewerben antrat, lagen mit ihren Resultaten noch über dem Neuner Schnitt. Der Mannschaftspokal blieb in Jüterbog. Mit 32 Ringen Vorsprung setzte man sich gegen Birkenwerder durch. Dritter wurde Albesbrunn Groß Ziescht.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze. Hier gewann Schröter mit 281 vor Dombrowski 278 und Krawez 271. Die Jüterboger setzten im Mannschaftskampf ihre Siegesserie fort. Seit Einführung des Wettbewerbs 2012 sind sie ungeschlagen.

Das Kurzwaffenteam von der hessischen Schützengemeinschaft Mühlheim-Dietesheim nutzte den BMP als Vorbereitungswettkampf für die kommenden Deutschen Meisterschaften in München. In allen 4 ausgeschriebenen Disziplinen waren sie nicht zu bezwingen. Neben 3 Titelverteidigungen im Einzel konnte man sich auch wieder alle 4 Wanderpokale für ein weiteres Jahr sichern. Die gezeigte mannschaftliche Geschlossenheit der Teammitglieder war schon beeindruckend. So steigerten sie ihre Teamleistungen in 3 von 4 Wettbewerben zum letzten Jahr. Peggy Wölk konnte sich erstmals in die Siegerlisten des BMP eintragen. Im mit 28 Teilnehmern größten Starterfeld dieses Pokalwettkampfes setzte sie sich im Wettbewerb 9 mm Pistole mit 373 knapp gegen ihre Mannschaftskameraden Thomas Baier und Thomas Westerwald (beide 371) durch. Sie hatte sich um 20 Ringe zum letzten Jahr steigern können. Nur ein Ring fehlte Winfried Tscheuschner zum 3. Platz. Die Teamwertung gewannen die Hessen mit 99 Ringen Vorsprung auf Ludwigsfelde. Überragender Schütze des BMP war aber wieder Thomas Westerwald mit 3 erfolgreichen Titelverteidigungen. Zunächst gewann er die Pistolenkonkurrenz .45 ACP mit 379 Ringen vor Wölk 373 und Baier 370. Die Mannschaft lag hier 163 Ringe vor Schöneiche. Beim Schießen mit dem Revolver zeigte er dann seine ganze Klasse. Im Wettbewerb .357 Magnum erreichte er nach Serien von 98, 94, 99, 99 mit 390 Ringen das höchste je geschossene Resultat beim BMP in diesem Wettbewerb. Nach Steigerung um 4 Ringe zum Vorjahr, knackte er den 13 Jahre alten Standrekord des Wittenbergers Andreas Lahn um 3 Ringe. Gute 378 Ringe reichten Peggy Wölk zu Platz 2 vor dem Zossener Karl-Heinz Berger 368 und Thomas Baier 363. Auch hier siegte man in der Mannschaftswertung vor Schöneiche. Mit dem .44er Magnum Revolver gewann Westerwald dank starker 381 Ringe vor Baier 376 und Berger 372. Wölk musste sich hier mit 369 knapp geschlagen geben. Hier deklassierte das Hessen-Trio die Mannschaft der Gastgeber um mehr als 300 Ringe.

Frank Dombrowski

Kreismeisterschaften Großkaliber Teil 2 in Jüterbog

Gastgeber erneut erfolgreichster Verein

Beim 2. Teil der Kreismeisterschaften in den Großkaliber Wettbewerben konnten die Jüterboger wieder ihren Heimvorteil nutzen. In 7 Gewehr Auflagedisziplinen vom Sandsack, einem Wettbewerb freihändig auf 100 m und 2 Kurzwaffendisziplinen auf 25 m Entfernung holten sie die meisten Titel. Mit mehr als 130 Starts von Schützen aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt war diese Meisterschaft gut besucht. Da erwies sich die Entscheidung, die Wettkämpfe in Jüterbog auf 2 Wochenenden zu legen, als richtig. Mit jeweils mehr als 30 Starts waren die Gastgeber und Ludwigsfelde am stärksten bei der vorletzten Kreismeisterschaft des Jahres vertreten. Heftige Windböen während der gesamten Titelkämpfe beeinflussten die Schützen, die leichte Geschosse in ihrer Munition verwendeten. Mit 12 Erfolgen waren die Jüterboger wieder die stärksten im Kreis. Aber auch die Schützen aus der Landeshauptstadt standen 6 Mal, Ludwigsfelde 4 Mal sowie Rangsdorf, Zossen je 2, und Schöbendorf-Paplitz 1 Mal im Wettkampfprotokoll ganz oben.

Wie schon bei den KK Titelkämpfen von Potsdam, war Frank Dombrowski in seiner Altersklasse und den Wettbewerben, in denen er antrat nicht zu bezwingen. Disziplinbezogen erreichte er in allen Wettbewerben auch die höchsten Resultate. Weitere 7 Einzelerfolge und 1 Mannschaftssieg kamen hinzu. Sein Teamkollege Markus Krawez war mit 4 Erstplatzierungen ebenfalls sehr erfolgreich. Er zählt neben dem Jüterboger Sportleiter zu den stärksten Schützen des Jahres im Kreis. Drei Einzelsiege erkämpfte der Potsdamer Jürgen-Dieter Rückert in der Senioren III Klasse.

Sehr viele Starts gab es in den 30 Schuss Ordonnanzgewehr-Auflagewettbewerben mit offener und geschlossener Visierung. Hier kämpften allein 51 Schützen und Schützinnen in 3 bzw. 4 Altersklassen. Dombrowski, der im ersten Jahr in der Senioren I Klasse (ab 51 Jahre) kämpft, gewann mit Diopter Visierung mit 279 Ringen vor Daniela Britze 269 vom SV Rangsdorf und dem Jüterboger Thomas Malluschke 259. Markus Krawez siegte in der gemischten Herren I und II Klasse mit 275 vor Mark Koschnick aus Ludwigsfelde und dem Zossener Torsten Kühne. Weitere Jüterboger Resultate: 6. Diana Hanske 240, 8. Bettina Kühne 213. Rückert 268 gewann in seiner Klasse vor den beiden Jüterbogern Georg Hanske 248 und Hans-Peter Neumann 246. Rainer Kubau 234, Platz 6, erreichte mit Georg und Diana Hanske Gold in der Teamwertung. Hans-Joachim Rehbein, mit 85 Jahren ältester Teilnehmer dieser KM, kam mit 159 auf Platz 7. Die gleichen Sieger gab es mit Kimme und Korn. Hier gewann Dombrowski im mit 15 Startern größten Teilnehmerfeld mit 273 vor Oliver Heinze 263 aus Ludwigsfelde und Daniela Britze 257. Auf den folgenden Plätzen kamen: 4. Jürgen Stein 251, 5. Andres Bethke 249 und 6. Frank Leis 246. Krawez entschied seine Klasse mit 265. Hier erreichte Dennis Fröhling den 7. Platz mit 212 Ringen. Hinter Rückert 269 holte sich Hans-Joachim Heinze 260 in der Herren III die Silbermedaille.

Gute Resultate gab es beim Auflageschießen mit dem Freigewehr. Hier wurde meist ein Matchgewehr im Kaliber zwischen 6 und 8 mm Zentralfeuer mit Diopter Visierung verwendet. Dombrowski erzielte mit 295 Ringen die beste Leistung. Weiter siegten Krawez 292 und Rückert 291 in ihren Kassen. Im freihändigen Liegendkampf mit Zielfernrohr, bei dem die Waffe durch einen Schießriemen gestützt werden konnte, behauptete sich Dombrowski mit 297 von 300 möglichen Ringen klar vor Helmut Fahlenberg vom SSC 98 K Schöbendorf/Paplitz 283 und Krawez 282. Diese Disziplin wurde in nur einer offenen Klasse gewertet.

Das Auflageschießen mit Zielfernrohr gewann Dombrowski in seiner Klasse nur knapp. Mit 295 lag er vor Daniela Britze 293 und Jens Albrecht 292 aus Potsdam. Krawez 282 musste sich hier in der Herren I dem Potsdamer Axel Tscheuschner 290 geschlagen geben. Helmut Fahlenberg 289 gewann in der Senioren III Klasse den einzigen Titel für Schöbendorf. Großes Interesse gab es wie zu erwarten war, auch beim Schießen mit dem Selbstladegewehr. Hier wurden mit verschiedenen Visierarten jeweils Fünfer Schussgruppen in 60 Sekunden auf die Scheibe gebracht. Alle Titel gingen nach Ludwigsfelde. Mit ZF siegte Stephan Schwarz 287 ganz knapp vor seinem Vereinskollegen Ralf Scarlett 286. Die Jüterboger Andre Bethke, Torsten Blech und Michael Schoppe erreichten die Plätze 8, 15 und 17. Mit Diopter gewann Mark Koschnick 284 und mit offener Visierung Henryk Goetz 238.

Im Kurzwaffenwettbewerb mit einhändigem Anschlag gab es Siege für Dombrowski 268, dem Potsdamer Erhard Kloth 242 in der Herren IV und Jens Feistner 249 vom PSV Zossen in der Herren I.  Auch beim beidhändigen Anschlag setzte sich Dombrowski 269 durch. Weiter siegten Karl-Heinz Berger vom PSV in der Herren IV und Sebastian Lindner aus Potsdam in der Herren I. Hier platzierten sich die Jüterboger Fröhling und Krawez auf 5 und 6. Die Teamwertung gewann Jüterbog.

Frank Dombrowski

Gastgeber bei Kreistitelkämpfen stark

Die Jüterboger Gilde richtete nach den Druckluftmeisterschaften nun zum 2. Mal in diesem Jahr Kreismeisterschaften aus. Auf dem Programm standen Wettbewerbe, bei denen schon in nächster Zeit die Landesmeisterschaften anstehen und sich die Teilnehmer erst über die KM qualifizieren mussten. So wurden alle 100 m Kleinkaliber Disziplinen, Ordonnanzgewehr, Vorderlader Gewehr und Pistole sowie die Großkaliber Kurzwaffen Wettbewerbe auf 25 m geschossen. Mit 70 Gewehr- und 55 Pistolenstarts aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes war man mit der Beteiligung zufrieden. Nach 2 Corona Jahren, in denen man nur abgespeckte Wettbewerbe durchführte, wurden sämtliche Disziplinen ausgeschrieben. Nur die GK Auflagewettbewerbe wurden noch nicht durchgeführt. Diese finden an gleicher Stelle im Mai statt. Die Gastgeber waren mit 55 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Aber auch die Schützen aus Ludwigsfelde, traten 33 Mal an die Feuerlinie. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen beim Ordonnanzgewehr und den Pistolen- und Revolverdisziplinen wurde natürlich auch mit dem KK Gewehr aufgelegt mit Diopter Visierung und Zielfernrohr geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. Von den 60 Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen in 14 Disziplinen, holten die Flämingstädter 28 Titel vor Ludwigsfelde 19, Luckenwalde und Zossen je 4, Potsdam 3 sowie Petkus und Groß Ziescht je 1 Titel. Erfolgreichste Teilnehmer waren Mark Koschnick aus Ludwigsfelde mit 10 Einzel- und Mannschaftstiteln, Frank Dombrowski 9 und Markus Krawez 6 (beide Jüterbog).

Für die Gastgeber war das Ordonnanzgewehrschießen ein wichtiger Test vor den in einem Monat stattfindenden Landesmeisterschaften. Demnach dürften sich alle Jüterboger qualifiziert haben. Viele der Spitzenschützen betonten nach dem Wettkampf, dass sehr guten Sichtverhältnisse herrschten. Seit Jahren an der Spitze, führte auch diesmal Sebastian Kienast die Ergebnisliste der Herren I Klasse an. Im Wettbewerb mit offener Visierung glänzte er mit tollen 360 Ringen. Mit einem seiner stärksten Ergebnisse im Liegendanschlag (189) legte er den Grundstein für diese Leistung. Stabile 171 Ringe beim Stehendschießen sorgten für ein Ergebnis, das 12 Ringe über seinem eigenen Landesrekord lag. Auch Benedikt Crncic 329 und Christoph Hermann 328 zeigten sich gut in Form. In der Herren II Klasse siegte Frank Dombrowski 338 knapp vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel 334. Im Kampf um Platz 3 ging es sehr knapp zu. Hier entschied die Höhe der letzten Serie. Helmut Fahlenberg sicherte sich mit 298 den Bronzeplatz vor den ringgleichen Jörg Flemming und Markus Krawez. Sven Bakus 294 erreichte Platz 7 vor Manfred Langner 275 (alle Jüterbog). Im Teamwettbewerb siegte Jüterbog I mit schon DM tauglichen 1032 vor Jüterbog II 920 und Jüterbog III 902.

Obwohl es mit der geschlossenen Visierung meist einfacher ist, höhere Leistungen abzurufen, lagen die Resultate an der Spitze etwas niedriger. Sebastian Kienast, der mit 5 Titeln bei dieser KM zu den besten Schützen zählte, gewann in seiner Klasse mit 350 vor Christoph Hermann 320 und Mark Koschnick 278. In der höheren Altersklasse setzte sich Manfred Reichel denkbar knapp mit 334 vor dem ringgleichen Frank Dombrowski durch. Jörg Flemming landete mit 309 auf Platz 3 vor Sven Bakus 302. Markus Krawez lag auf Platz 6, erreichte mit 291 einen Ring mehr als Manfred Langner. Die Mannschaftswertung entschied Jüterbog I mit 1018 vor Jüterbog II 931.

Sehr gute Leistungen gab es auch beim 30 Schuss KK Gewehr Stehendschießen. Benedikt Crncic erzielte mit 289 Ringen das höchste Ergebnis. Im Juniorenwettbewerb siegte er vor Lisa Jakob 280. Sebastian Kienast holte den Titel in der Herren I mit 287. Frank Dombrowski und Markus Krawez gewannen in ihren Klassen.

Sechs Titel gab es beim Auflageschießen mit Diopter Visierung. Dombrowski erreichte 291 im Senioren I Feld und lag deutlich vor Thomas Malluschke 277 und Hendrik Papenroth 272. Egon Valentin 291 siegte in der Senioren IV über seinen Vereinskollegen Hans-Peter Neumann 278. Hans-Joachim Rehbein musste sich in der Senioren V Klasse mit 265 nur dem Kreisstädter Hans-Joachim Mölter 288 geschlagen geben. Weitere Sieger in diesem Wettbewerb waren Markus Krawez 264 und Bettina Kühne 238. Alle Mannschaftsentscheidungen holten sich die Jüterboger.

Leicht höhere Ergebnisse wurden beim Schießen mit Zielfernrohr erzielt. Trotz sehr windigen Verhältnissen an den 2 Wettkampftagen gab es hier Einzelerfolge durch Markus Krawez 267, Frank Dombrowski 295 und Egon Valentin 290. Den einzigen Titel für Petkus gewann Jörg Flemming 293.

Beim Vorderlader Perkussionsgewehrschießen gab es in den jüngeren Altersklassen Erfolge durch die Ludwigsfelder Mark Koschnick, Sebastian Feudner und Steffen John. In der Herren IV Klasse (ab 61 Jahre) kämpften nur Jüterboger. Hier setzte sich Heinz Krüger, der mit 81 Jahren älteste im Team, klar durch. Trotz einer Sechs erreichte er noch gute 132 Ringe und siegte vor Werner Panek 122, dem Gildevorsitzenden Gerald Kaplick 118 und dem Gildepräsidenten Wolfgang Gast 117. Die Teamwertung gewann Jüterbog vor Ludwigsfelde. Hans-Peter Neumann holte mit der Perkussionspistole in der Herren IV Klasse einen weiteren Jüterboger Titel.

Bei den Kurzwaffenwettbewerben überragte der Zossener Karl-Heinz Berger, der in allen 4 Disziplinen in der Herren IV Klasse siegte und bis auf Revolver .44 Magnum auch die höchsten Ergebnisse aller Schützen erzielte. Mit der 9 mm Pistole kam er auf 368 Ringe. Mit der 45er Pistole erreichte er 347 Ringe. Das höchste Kurzwaffenresultat erreichte er mit dem .357 Magnum Revolver, bei dem er auf 376 Ringe kam. Während die Ludwigsfelder in den Pistolendisziplinen stark vertreten waren und sich auch die Mannschaftstitel sichern konnten, waren die Jüterboger mit dem Revolver sowohl im Einzel als auch im Team erfolgreich. Mit der .44er Magnum entschied Dombrowski 341 die Herren III Konkurrenz vor seinem Mannschaftskollegen Thomas Heise 323. Markus Krawez siegte in seiner Klasse mit 308. Dennis Fröhling holte sich den .357 Magnum Titel in der Herren II mit 288.

Frank Dombrowski

Gastgeber dominieren Kreismeisterschaften Ordonnanzgewehr

Bei der Jüterboger Gilde wurden die diesjährigen Kreistitelkämpfe Ordonnanzgewehr 100 m und Großkaliber Pistole Präzision 25 m veranstaltet. Für den KSB war es die zweite Großveranstaltung in diesem Jahr nach dem Bürger-Meister-Pokal im August. Mit 64 Gewehr- und 13 Pistolenschützen aus 7 Vereinen des Kreisschützenbundes lag die Beteiligung unter der des Vorjahres. Die Verantwortlichen hatten sich für die Ausrichtung dieser Meisterschaften entschieden, da besonders in Teltow Fläming viele Ordonnanzschützen lange Zeit auf Wettkämpfe warten mussten. Die Gastgeber waren mit 33 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen wurde natürlich auch aufgelegt mit offener und geschlossener Visierung geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. In 10 der 16 Einzelkonkurrenzen holten sie die Titel. Hier gewann Frank Dombrowski als erfolgreichster Teilnehmer dieser KM bei seinen 5 Starts 4 Titel.

Nur wenige Wochen nach den Deutschen Meisterschaften wollte Sebastian Kienast noch einmal zeigen, dass die Silbermedaillen von Hannover kein Zufall waren. Bei sehr angenehmen äußeren Bedingungen störte nur die tief stehende Sonne, die fast alle Schützen blendete und ein beobachten der Schüsse durch das Spektiv deutlich erschwerte. Kienast, der diesmal im Wettbewerb mit Diopter Visierung in der Herren I Klasse (ab 21 Jahre) antrat, zeigte erneut eine überragende Leistung. Nach gewohnt gutem Liegendanschlag (182) folgte ein unglaubliches Stehendschießen. Mit u. a.  6 Treffern in der Zehn und 9 in der Neun erreichte er 180 Ringe. Das gelang ihm bisher nur einmal. Bei den Vereinsmeisterschaften vor 7 Jahren als er seine pers. Bestleistung von 365 Ringen aufstellte. Diesmal kamen 362 Ringe zusammen, sein zweitbestes je erzieltes Ergebnis. Mit dieser Leistung lag er 9 Ringe über der des aktuellen Deutschen Meisters. Dombrowski, der sich im Vergleich zur DM deutlich steigern konnte, siegte mit 336 in der Herren II Klasse (ab 41 Jahre) vor seinem Vereinskollegen Manfred Langner 304 und Mark Koschnick aus Ludwigsfelde 296. Mit offener Visierung setzte sich Dombrowski mit 331 vor der Rangsdorferin Daniela Britze 286 und Jürgen Alf 246 aus der Landeshauptstadt durch. Alexander Baumer vom PSV Zossen entschied die Herren I mit 289 für sich.

Die größten Teilnehmerfelder gab es beim 30 Schuss Auflageschießen. Über Kimme und Korn siegte Kienast 262 in seiner Klasse auch hier. Dombrowski 276 setzte sich gegen seinen Teamkameraden Markus Krawez 274 und den Zossener Torsten Kühne 253 durch. In der Senioren I Klasse gab es einen Dreifacherfolg für die Flämingstädter. Thomas Malluschke 270 wurde Kreismeister vor Hendrik Papenroth 261 und Ralf Schulze 260. Für Ludwigsfelde gewann Wolfgang Heinze den Titel in der Senioren III Klasse. Mit 270 Ringen erzielte er exakt den Neuner Schnitt und verdrängte den Jüterboger Klaus Jannasch 267 und den Potsdamer Jürgen Rückert 256 auf die Plätze. Eine hohe Leistungsdichte und knappe Entscheidungen gab es bei den Senioren mit offener Visierung. So behielt Ralf Schulze in der Senioren I (ab 51 Jahre) mit 255 die Oberhand vor den Rangsdorfern Raik Pankrath 254, Raik Britze 254 und Daniela Britze 253. In der Senioren III (ab 66 Jahre) gab es ein ähnliches Bild. Hans Joachim Heinze vom gastgebenden Verein lag mit 264 Ringen knapp vor Jürgen Rückert 263 und dem ringgleichen Klaus Jannasch. Die Damenkonkurrenz entschied Barbara Schilling, die als Hauptkampfrichterin bei dieser KM tätig war, mit guten 267 Ringen vor Yvonne Heise 188 für sich. Das höchste Resultat in diesem Wettbewerb erzielte Stephan Schwarz aus Ludwigsfelde mit 274 in der Herren II vor Krawez 269 und Dombrowski 268. Den einzigen Titelgewinn für Rangsdorf holte sich Garo Issa 254 in der Herren I Klasse.

Im beidhändigen Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision hatte Dombrowski im größten Starterfeld mit 271 Ringen deutlichen Vorsprung auf Sebastian Lindner 250 aus Potsdam und Nicolas Salchow 243 vom PSV Zossen. Der Ludwigsfelder Norton Höppner siegte mit 244 in der Herren III. Karl-Heinz Berger 274 vom PSV Zossen gewann Gold bei den Herren IV (ab 61 Jahre). Ende Oktober finden an gleicher Stelle die Titelkämpfe im Kleinkaliber 100 m Auflageschießen mit Diopter und Zielfernrohr, Selbstladegewehr aufgelegt und Großkaliber Gewehr aufgelegt mit Zielfernrohr statt.

Frank Dombrowski

Hochklassige Resultate beim 16. Bürger-Meister-Pokal

Erstmals seit 11 Monaten veranstaltete der Kreisschützenbund Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt wieder einen Wettkampf. Auf dem Plan stand der traditionelle Kreis-Wander-Pokal des Bürgermeisters der Stadt Jüterbog. Mit realisierten 112 Startmeldungen von Schützen aus 10 Vereinen lag die Beteiligung unter der des letzten Jahres. So konnte man den Wettkampf an nur einem Tag austragen. Die Gastgeber verfehlten mit 47 Starts nur knapp ihre Rekordmarke aus dem vergangenen Jahr. Weiter dabei waren u.a. die starken Pistolenschützen der SGS Mühlheim – Dietesheim, die erneut die weiteste Anreise hatten. Sie traten zwölf Mal an die Feuerlinie, genau so oft, wie Birkenwerder. Aber auch Vereine des KSB (Ludwigsfelde 11, Rangsdorf 10 und Zossen 9) ließen es sich nicht nehmen, nach so langer Zeit wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Die Wettbewerbe wurden wie in den Jahren zuvor in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es erneut um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. In 6 der 7 Einzel-Wettbewerbe wurden die Titel des Vorjahres von den jeweiligen Schützen verteidigt. So etwas hatte es in der langen Geschichte dieses Events noch nicht gegeben.

Kurz vor den Deutschen Meisterschaften zeigten die Schützen aus Mühlheim erneut ihre Klasse. Sie gingen in allen Großkaliber Kurzwaffenentscheidungen an den Start. Neben den 4 Einzelentscheidungen holten sich die Schützen aus Hessen auch alle 4 Mannschafts-Wanderpokale. So verteidigte Thomas Westerwald in 3 Disziplinen seine Titel. Mit dem .357 Magnum Revolver glänzte er mit erstklassigen 386 Ringen. Hier fehlte nur 1 Ring zur BMP Bestleistung des Wittenbergers Andreas Lahn aus dem Jahr 2009. Vor allem die 198 Ringe beim Schnellfeuer gaben den Ausschlag für den Erfolg. Nur 4 Ringe Rückstand hatte sein Teamkollege Thomas Baier. Der Zossener Karl-Heinz Berger, der an diesem Tag auch als Kampfrichter tätig war, erreichte mit guten 377 den 3. Platz, knapp vor Peggy Wölk (Mühlheim). Mit mehr als 220 Ringen Vorsprung vor den Jüterbogern und den Schützen aus Birkenwerder siegte Mühlheim eindrucksvoll.

Ähnlich war der Verlauf mit dem .44 Magnum Revolver. Hier gab es einen Dreifacherfolg der Hessen. Westerwald 376 vor Baier 374 und Wölk 365. Hier reichte es für Berger nur zum undankbaren 4. Platz. Mit großem Rückstand, mussten sich die Gastgeber (Frank Dombrowski, Siegfried Meyer und Markus Krawez) im Mannschaftskampf geschlagen geben.

Das Schießen mit der Pistole im Kaliber .45 ACP entschied Westerwald 374 vor Baier 372 und Wölk 362. Auch hier bleibt die Mannschaftstrophäe bei den Mühlheimern. Sie behaupteten sich gegen Ludwigsfelde.

Mit 19 Startern gab es beim Schießen mit der 9 mm Pistole das größte Teilnehmerfeld unter den Kurzwaffenschützen. Hier konnte sich Baier nach 2020 wieder in die Siegerliste eintragen. Mit 374 Ringen gewann er vor dem Ludwigsfelder Dirk Kalwa 362 und Westerwald 360. Mit nur 50 Ringen hinter den Mühlheimern, erreichten die Ludwigsfelder einen guten 2. Platz noch vor Birkenwerder.

Auch die Ordonnanzgewehrschützen zeigten sich in Wettkampfform. Beim klassischen 20+20 Wettbewerb wurde um möglichst hohe Ringzahlen, die für eine eventuelle DM Teilnahme berechtigen, gekämpft. Sebastian Kienast, der bereits 2006 beim ersten BMP erfolgreich war, erkämpfte sich mit sehr starken 354 Ringen seinen inzwischen 7. Titel. Trotz einer Drei, die ihm beim Liegendschießen herausrutschte, hatte er deutliche 20 Ringe Vorsprung auf Jörg Flemming.  Ingo Louvet errang mit guten 332 Ringen den 3. Platz vor Frank Dombrowski 327 und Benedikt Crncic 325, die sich zum letzten Wettkampf leicht steigern konnten. Sven Bakus verbesserte sich ebenfalls zur Brandenburger Meisterschaft und lag mit 315 hinter dem Berliner Slawomir Lobasiuk 322 auf Platz 7. Jüterbog II sicherte sich den Mannschaftstitel mit 20 Ringen vor Jüterbog I.

Beim Auflageschießen war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin wieder nicht zu bezwingen. Als erstem Schützen überhaupt, gelang es ihm, sich im 3. Jahr infolge sowohl den Titel mit offener als auch mit geschlossener Visierung zu erkämpfen. Was für eine tolle Serie! Über Kimme und Korn schraubte er seine Bestleistung in Jüterbog auf 286 Ringe hoch. Da konnten Markus Krawez 271, Frank Dombrowski 260 und Ingo Louvet 259 als nachfolgend Platzierte vom gastgebenden Verein nicht viel ausrichten. Allein hier schossen 30 Schützen, vorwiegend mit Schweden Mauser Gewehren.  Der Wanderpokal bleibt in der Flämingstadt. Jüterbog I siegte vor Birkenwerder, Jüterbog II, Zossen und Rangsdorf.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gewann Schröter mit 283 Ringen. Hier zeigte er vor allem in der zweiten Serie über 15 Schuss sein Können. Beeindruckende 145 Ringe zählte Chefauswerter Steffen John. Auch hier musste sich Markus Krawez 278 geschlagen geben. Platz 3 ging an Torsten Kühne vom PSV Zossen mit 271 knapp vor Ingo Louvet 271 und Frank Dombrowski 268. Den Mannschaftspokal sicherte sich Jüterbog I vor der zweiten und dritten Mannschaft der Gastgeber. Der Vorsitzende des KSB Raik Britze und Kreissportleiter Mark Koschnick nahmen die Siegerehrung vor.

Frank Dombrowski

Hohe Beteiligung und spannende Entscheidungen beim Bürgermeister-Pokal

Nach mehr als einem halben Jahr Pause veranstaltete der Kreisschützenbund Teltow Fläming/Potsdam Stadt wieder einen Wettkampf. Im Januar hatte man zuletzt die Druckluftmeisterschaften des Kreises im Jüterboger Schützenhaus durchgeführt. Danach waren durch die Verbände sämtliche Meisterschaften des laufenden Jahres wegen Corona gestrichen worden. Mit dem traditionellen Bürgermeisterpokal kehrte man nun als einer der ersten Kreisverbände zum Wettkampfgeschehen zurück. Um den Hygieneanforderungen gerecht zu werden, entschloss man sich erstmals, den Wettkampf an 2 Tagen durchzuführen. Kreissportleiter Mark Koschnick erhielt wie schon 2019 mehr als 150 Startmeldungen. Die Rekordmarke des letzten Jahres wurde mit 141 realisierten Starts von Schützen aus 16 Vereinen nur knapp verfehlt. Erstmals am Start waren Kurzwaffenschützen von der hessischen SGS Mühlheim-Dietesheim, die in sämtlichen Wettbewerben mit Pistole und Revolver sehr starke Leistungen zeigten. Eine längere Anreise hatten aber auch Schützen aus Güstrow und Oschatz.

Die Gastgeber konnten ihre Rekordbeteiligung aus dem Vorjahr nochmals deutlich steigern. Mit 49 Starts traten die Jüterboger so oft an die Feuerlinie wie kein anderer Verein zuvor. Mit großem Abstand folgten Rangsdorf 18, Birkenwerder, PSV Zossen und Mühlheim mit je 10 Starts. Die Wettbewerbe wurden wie in den Jahren zuvor in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder.

Am ersten Tag bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad, kamen vor allem die Ordonnanzgewehr Schützen in ihren dicken Schießjacken ins Schwitzen. Hier freute man sich besonders auf das Mannschaftsduell der Gastgeber mit den Schützen aus Oschatz. Beide Teams kennen sich seit Jahren und liefern sich auch bei Deutschen Meisterschaften immer wieder spannende Duelle. Die Sachsen hatten sich in 2016 und 2017 in die Siegerlisten eintragen können, bevor sich die Flämingstädter die begehrte Trophäe 2019 zurückeroberten. Mit 18 Teilnehmern in dieser Disziplin gab es die zweithöchste Beteiligung. Die meisten Schützen traten mit Schweden Mauser Gewehren M96 und M38 mit Diopter-Visierung an. Wie im letzten Jahr lagen 12 Starter mit ihren gezeigten Leistungen über dem letzten DM Limit. An der Spitze gab es eine sehr hohe Leistungsdichte. Obwohl die Gastgeber mit 8 Einzelstartern und 2 Mannschaften kämpften, reichte es nicht zum Sieg. Andreas Radeck, der schon 2016 hier erfolgreich war und sich 2018 den Deutschen Meistertitel sicherte, siegte mit 340 Ringen denkbar knapp vor Jörg Flemming 339 und Titelverteidiger Sebastian Kienast 338. Beide Jüterboger hatten im liegenden Anschlag viele Ringe verloren, sich aber mit starken Stehendleistungen auf einen Podestplatz vorschieben können. Noch über der 330er Marke lagen Frank Dombrowski 335, der die stärkste Liegendleistung aller Schützen zeigte, sowie Ulrich Findeisen und Lutz Tannhäuser je 332 (beide Oschatz). Weiter für Jüterbog erzielten: 7. Christoph Hermann 325, 9. Ingo Louvet 312, 12. Manfred Reichel 306, 13. Manfred Langner 297 und 14. Helmut Fahlenberg 292. In seinem ersten Ordonnanzwettkampf zeigte der Luckenwalder Rene Weinland auf Platz 11 mit 308 Ringen eine tolle Leistung. Die Sachsen siegten in der Mannschaftswertung mit 1004 vor Jüterbog I 979 und Jüterbog II 976.

Beim Auflageschießen zeichnete sich ein ähnlicher Verlauf ab, wie im vergangenen Jahr. Es gab große Teilnehmerfelder und sehr wenig Leistungsunterschiede an der Spitze. Erneut war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin in beiden Wettbewerben nicht zu schlagen. Wieder konnte er den bis zum letzten Durchgang führenden Frank Dombrowski 277 noch um 2 Ringe übertreffen. Dritter wurde erneut Ingo Louvet mit 277 Ringen vor den Oschatzern Radeck 277 und Tannhäuser 276. Nur knapp verfehlte Barbara Schilling auf Platz 7 mit 269 Ringen den neuner Schnitt. Weiter erzielten für Jüterbog: 8. Klaus Jannasch 267, 10. Markus Krawez 264, 13. Thomas Malluschke 258, 18. Ralf Schulze 248, 21. Manfred Reichel 244, 22. Hans-Peter Neumann 241, 23. Hendrik Papenroth 237, 28. Bettina Kühne 200, 29. Hans-Joachim Rehbein 180. Den Mannschaftstitel verteidigte Jüterbog I vor Jüterbog II, PSV Olympia Berlin, Rangsdorf und Zossen.

Im Wettbewerb mit offener Visierung siegte Schröter mit der gleichen Ringzahl wie im vergangenen Jahr. Mit 282 Ringen gewann er wieder vor Helmut Fahlenberg 278, der mit 98 in der 2. Serie die höchste Zehnerserie mit dem Gewehr erzielen konnte. Markus Krawez belegte mit nur einem Ring weniger Platz 3. Weiter erzielten für Jüterbog: 5. Frank Dombrowski 264, 7. Hans-Joachim Heinze 261, 8. Klaus Jannasch 258, 14. Gerald Kaplick 251, 16. Manfred Langner 250, 19. Ralf Schulze 238, 20. Jürgen Stein 237, 22. Ingo Louvet 228, 26. Andre Bethke 213, 27. Fred Hochleutner 199 und 31. Michael Schoppe 171. Mit 32 Teilnehmern war es das größte Starterfeld des diesjährigen BMP. Auch hier waren die Gastgeber im Teamwettbewerb nicht zu schlagen. Mit hauchdünnem Vorsprung von nur einem Ring verteidigte die erste Jüterboger Mannschaft die Mannschaftstrophäe vor der zweiten. Rang 3 erkämpfte Birkenwerder vor Rangsdorf und Zossen.

In den Großkaliber Kurzwaffendisziplinen gaben die Schützen der SGS Mühlheim-Dietesheim den Ton an. Sie holten sich in den 4 Einzelentscheidungen alle Titel und errangen 10 von 12 möglichen Podest Platzierungen. Außerdem gewannen sie beide Mannschaftspokale mit der Pistole. Vor allem Thomas Westerwald zeigte sich mit 3 Einzelerfolgen am treffsichersten. Mit dem .357 Magnum Revolver siegte er mit 382 vor seinem Teamkollegen Thomas Baier 377 und dem Zossener Karl-Heinz Berger 373. Hier erreichten die Jüterboger: 6. Klaus Jannasch 308, 10. Markus Krawez 293, 11. Frank Leis 273, 12. Thore Andre Bethke 250, 14. Jürgen Stein 164, 15. Thomas Malluschke 151 und 18. Hans-Peter Neumann 103. Den Wanderpokal sicherten sich die Ludwigsfelder mit mehr als 60 Ringen Vorsprung auf Jüterbog.

Mit dem .44er Magnum Revolver siegte Westerwald mit 379 vor Baier 368 und dem Rangsdorfer Siegfried Weller 330. Frank Dombrowski erreichte mit 308 Platz 5 vor dem Luckenwalder Stefan Zengeler 297. Weiter erzielten: 7. Markus Krawez 293, 9. Siegfried Meyer 198, 10. Patrick Meyer 187. Die Mannschaftstrophäe blieb bei den Gastgebern.

In den Pistolenwettbewerben gab es 2 dreifach-Erfolge für die Schützen aus Hessen. Im Wettbewerb .45 ACP gewann Westerwald 382 vor Baier 380 und Peggy Wölk 361. Mit der 9 mm Pistole setzte sich Baier 377 vor Wölk 368 und Westerwald 365 durch. Hier erkämpften Birgit Ziegert 323 und Melanie Sander 291 die Plätze 10 und 16. Hendrik Papenroth 188 und Andreas Wachtel 165 landeten auf 21 und 22.

Der Ehrenvorsitzende des KSB, Detlef Bode, der selbst an beiden Tagen als Kampfrichter tätig war, und Kreissportleiter Mark Koschnick führten mit Peggy Wölk die Siegerehrung durch und bedankten sich bei den anwesenden Schützen, den Organisatoren des KSB sowie bei der ausrichtenden Jüterboger Gilde.

Frank Dombrowski