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Starke Einzelleistungen bei KM, gemischtes Königshaus ermittelt

Nur eine Woche nach dem Vergleichswettkampf mit der Luckenwalder Gilde wurden zum 19. Mal infolge im Schützenhaus der Jüterboger Gilde die Kreismeisterschaften in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Mit 131 Einzelstarts von Schützen aus 6 Mitgliedsvereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt, konnte die Teilnehmerzahl des vergangenen Jahres wiederum leicht gesteigert werden. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr Auflage, Luftpistole und Luftpistole Auflage gab es diesmal 13 neue Kreisrekorde. In 35 Einzel- und 8 Mannschaftskonkurrenzen wurde um Medaillen, Urkunden und Pokale gekämpft. Die Gastgeber hatten mit 39 realisierten Starts erneut das größte Aufgebot gestellt, vor Potsdam 35, Luckenwalde 21, und dem PSV Zossen/Blankenfelde 16. Die überragende Bilanz der Gastgeber in den letzten Jahren, konnte diesmal nicht gesteigert werden. Dennoch wurden mit 15 Einzel- und Mannschaftserfolgen, die meisten Titel errungen. Hier lag man im Titelranking wieder vor den Schützen aus der Landeshauptstadt 13, dem PSV Zossen/Blankenfelde 7, Luckenwalde 3, Ludwigsfelde 2 und Petkus mit einem Titel. Die erfolgreichsten Starter waren der Jüterboger Harald Richter mit 4 Titeln, und Beate Busack aus Potsdam mit 3 Erfolgen. Kampfrichter Steffen John wertete mit Hilfe der vor 2 Jahren angeschafften Ringlesemaschine jede Scheibe bzw. Scheibenstreifen aus und ermittelte den für das Königsschießen erforderlichen Teiler. Kreissportleiter Mark Koschnick konnte auf die vom Gastgeber gestellten, erfahrenen Kampfrichter Barbara Schilling und Heinz Krüger zurückgreifen.

Wie in jedem Jahr, nahmen alle Schützen durch ihre Teilnahme automatisch am Kreiskönigsschießen teil. In 2020 gibt es ein gemischtes Königshaus. Hier erzielten Schützen aus 3 Vereinen in den jeweiligen Kategorien die beste Zehn. Neuer Kreisschützenkönig wurde Jonas Stein. Der 29-Jährige Jüterboger Gewehrschütze, der beim letztjährigen Königsschießen auf dem 2. Rang zu finden war, verdrängte kurz vor dem Ende der Titelkämpfe, den lange Zeit führenden Sebastian Kienast 11,4 T durch einen 6,5 Teiler. Stein, der erstmalig diesen Titel errang, löste seinen Vereinskollegen Frank Kanzler vom Thron ab. Auf Rang 3 landete der Ehrenvorsitzende des KSB, Detlef Bode, mit einem 13 T. Ihren mittlerweile 5. Königstitel erkämpfte sich Jördis Schmidt 37,7 T. Die Pistolenschützin aus der Landeshauptstadt hatte nach 2012, 2015, 2016 und 2018 wieder die beste Zehn abgegeben. Sie tritt die Nachfolge der Kreisstädterin Anne Sophie Wippich an. Geschlagen geben, mussten sich die Jüterboger Gewehrschützinnen Nadine Henkel 59,9 T und Birgit Ziegert 88,3 T. Bei den Auflageschützen gab es ein Novum. Hier erreichten 2 Schützen mit ihrer besten Zehn den gleichen Teiler. Sowohl Jürgen Schuhrke vom PSV Zossen als auch Hans-Joachim Rehbein vom gastgebenden Verein kamen auf einen 10,1 T. Da es jedoch nur einen König geben konnte, musste der zweitbeste Schuss die Entscheidung bringen. Hier hatte der Zossener mit 32,7 T zu 120,9 T einen deutlichen Vorsprung. Schuhrke sicherte sich erstmals die Königstrophäe. Auf den gemeinsamen dritten Rang kamen Martina Butzek vom PSV und der Jüterboger Werner Panek mit je einem 13,9 T. Alle Könige haben sich hiermit zum Landeskönigsschießen in Werder/Havel qualifiziert. Wie schon im vergangenen Jahr, waren beim Jugendkönigsschießen ausschließlich Jüterboger auf den vorderen Plätzen zu finden. Nach Thea Geske ist nun Benedikt Crncic neuer Kreisjugendkönig. Er erzielte mit seinem Luftgewehr einen 22,2 T vor Lisa Jakob 68,9 T und Johann-Richard Hahn 73,7 T.

Die Jüterboger waren im freihändigen Luftgewehranschlag wieder überlegen. 7 von 10 möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Außerdem stellten sie 4 neue Kreisrekorde auf. Die wohl stärkste Leistung dieser Titelkämpfe erzielte Sebastian Kienast. Der 34-Jährige, der seit 1997 Mitglied der Jüterboger Gilde ist, schoss sein zweitbestes jemals mit dem Luftgewehr erzieltes Resultat. Nach Serien von 98, 99, 98 und 98 standen plötzlich 393 Ringe im Protokoll. Seinen bisherigen Kreisrekord in der Herren I Klasse steigerte er um 8 Ringe.  Auf den Plätzen 2 und 3 lagen seine Mannschaftskollegen Lars Meyhak  und Fabian Henze. Weitere Rekordmarken erzielten Nadine Henkel 345 in der Damen II Klasse, Sven Lebahn 361 in der Herren II Klasse und Birgit Ziegert 363 in der Damen III Klasse.  B-Junior Benedikt Crncic setzte sich mit 375 Ringen klar gegen seinen Vereinskollegen Johann-Richard Hahn durch. In ihrem ersten größeren Wettkampf, gewann Lisa Jakob mit 353 die Jugendklasse. Die Herren IV Konkurrenz entschied der Petkuser Jörg Flemming 334 für sich. Er verwies die Jüterboger Norbert Huckewitz (Titelverteidiger) und Heinz Krüger auf die Plätze. In den Schülerklassen gab es durch Tessa Nowoisky  140 und Marlon Koschke 107 Titel für die Luckenwalder Gilde.

Beim Luftgewehr-Auflageschießen gab es 4 neue Kreisbestleistungen. Hier bestimmten die Schützen aus der Landeshauptstadt und Zossen/Blankenfelde das Geschehen. Das höchste Resultat erzielte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren III Klasse. Mit 311,3 setzte er sich gegen Helmut Fahlenberg (Petkus) und Hartmut Krügener vom PSV durch. Weitere Kreisrekorde für Potsdam gab es durch Uwe Zander 309,3 bei den Senioren I, Eckhard Müller 310,8 bei den Senioren IV. Einen weiteren Titel holte sich Heinz-Jürgen Lippert 306,5 bei den Senioren IV. Für den PSV setzte Astrid Sodeikat mit 305,2 bei den Seniorinnen I eine neue Höchstmarke. Weiter für den PSV erfolgreich waren: Martina Butzek 309,4 Seniorinnen III und Dr. Veronika Fuchs 293,1 Seniorinnen IV. Aber auch die Gastgeber konnten Einzelerfolge für sich verbuchen. So siegte Hendrik Papenroth 289 in der Herren II Klasse und Harald Richter 302,5 in der Senioren II Klasse. Mannschaftserfolge gab es hier durch Jüterbog im Senioren I Feld. Die Schützen aus Zossen/Blankenfelde waren in der Senioren III Klasse erfolgreich.

Die Potsdamer dominierten das Schießen mit der Luftpistole. Sie holten 7 der 8 möglichen Titel. Beate Busack (Potsdam) verteidigte ihren Vorjahreserfolg und erreichte 332 Ringe in der Damen IV Klasse. Peggy Wölk schoss in der Damen II Klasse mit 345 neuen Rekord. Weitere Potsdamer Erfolge gab es durch Jördis Schmidt 366 Damen I, Stefan Birr mit Kreisrekord 368 Herren III, Robert Böhm 364 Herren I und Erhard Kloth 332 Herren IV. Im mit 9 Startern größten Teilnehmerfeld dieser Disziplin gab es dann doch noch einen Jüterboger Sieg. Frank Dombrowski verteidigte seinen Titel mit 354 vor den Potsdamern Michael Stillfried und Sebastian Lindner.

Fünf Vereine konnten sich in die Siegerliste beim Pistolen Auflageschießen eintragen. Hier gab es zahlreiche Schützen, die ihren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholten. Die wertvollste Leistung vollbrachte Beate Busack bei den Seniorinnen III. Die DM-Vierte des vergangenen Jahres steigerte ihre bisherige Kreisbestleistung um 7,5 auf ausgezeichnete 310,2 Ringe. Harald Richter schoss im Senioren II Feld persönliche Bestleistung von 303,2 und verbesserte seine Kreisrekordleistung aus 2019 um satte 8,6 Ringe. Weitere Einzelerfolge hatten: für Ludwigsfelde Berit Schubert Damen II mit Rekord 303,2,  für Jüterbog Sabine Radtke Seniorinnen I mit 295,8 und Frank Dombrowski Herren II 300,2, für den PSV Detlef Behlendorf Senioren I 303,7, Karl-Heinz Targiel Senioren III 302,2 und Winfried Quitzdorf Senioren IV 294,5. Der Luckenwalder Hans-Joachim Mölter gewann die Senioren V Klasse mit 286,3. Mannschaftliche Erfolge gab es durch Ludwigsfelde, Jüterbog und Potsdam.

Am 22. August findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier für alle Könige, Sieger und Platzierte statt.

Frank Dombrowski

Vergleichswettkampf der Gilden endet wieder knapp

Zum 24. Mal trafen sich die Sportschützen der Jüterboger und Luckenwalder Gilde zum Vergleichswettkampf in den Druckluftwettbewerben. Mit 45 Starts gab es die zweitgrößte Beteiligung in der Geschichte dieser traditionellen Veranstaltung. Nur im Jahr 2003 wurden 2 Starts mehr gezählt. Mit so einem großen Ansturm hatte Wettkampfleiter Frank Dombrowski nicht gerechnet. Die 13 Schießbahnen waren innerhalb kürzester Zeit belegt. Im Jüterboger Schützenhaus, wo in einer Woche die Kreistitelkämpfe stattfinden werden, waren vorwiegend die Auflagespezialisten aktiv. Während die Gastgeber auf 17 Starter zurückgreifen konnten, mussten die Kreisstädter mit 15 Aktiven auskommen. In die Wertung kamen nur Auflageresultate. In den 30 Schuss Wettbewerben einigte man sich wieder auf eine jeweils ausgeglichene Mannschaftsstärke. Beim Luftgewehr Auflageschießen konnten alle Resultate in die Wertung aufgenommen werden, da beiden Teams jeweils 12 Schützen zur Verfügung standen. Beim Pistolenschießen wurden jeweils 7 Schützen gewertet. Auch in diesem Jahr konnten sich die Leistungen sehen lassen. So gab es auf beiden Seiten in allen Wettbewerben höhere Ergebnisse als im vergangenen Jahr.

Konnten sich die Jüterboger in den letzten Jahren beim Gewehrschießen durchsetzen, gab es hier erstmals seit 2015 eine Niederlage. Nach 360 Wertungsschüssen auf jeder Seite lagen die Kreisstädter mit 3276 zu 3253 vorn. Obwohl die Gastgeber mit höheren Spitzenergebnissen aufwarteten, erzielten die Luckenwalder den besseren Durchschnitt. Egon Valentin steigerte sich auf 293 Ringe und lag im Vereinsranking vor Hans-Joachim Mölter 287 und Birgit Hauck, die sich zu 2019 um ganze 27 Ringe auf 285 verbesserte. Weiter erzielten: Peter Schäfer 283, Jens Jürgen 279, Bodo Schneider 277, Dirk Schommert 267, Erich Wehlan 266, Uwe Krause und Horst Bajerke je 264, Hans-Joachim Tischler 257 und Holger Pätzel 254. Die Jüterboger mussten diesmal auf ihren erfahrensten Auflageschützen, Heinz Krüger, verzichten. Dennoch erzielte Werner Panek mit 295 das höchste Ergebnis des Tages und lag 17 Ringe höher als letztes Jahr. Auch Sabine Radtke 294 und Harald Richter 293 lagen über der 290er Marke. Petra Schulze konnte sich wieder über 286 Ringen freuen. Sie stellte ihre Wettkampfbestleistung von den Gildemeisterschaften ein. Auch Kristian Friedrich überzeugte mit 286. Weiter trafen: Ralph Gottwald 283, Hendrik Papenroth 281, Ralf Schulze 269, Frank Leis 266, Hans-Joachim Rehbein 240, Torsten Blech 247 und Kerstin Papenroth 213.

Beim Schießen mit der Luftpistole lag der Vorteil bei den Jüterboger Schützen. Sie behielten nach 210 Schüssen mit 1921 zu 1883 die Oberhand. Hier hatte Sabine Radtke in ihrer Paradedisziplin das Topresultat erzielt. Durch eine starke 99er Abschlussserie erreichte sie 293 Ringe. Aber auch Frank Leis überzeugte mit 283 Ringen. Frank Dombrowski blieb mit 278 diesmal unter seinen Möglichkeiten. Weiterhin erzielten: Werner Panek 275, Hendrik Papenroth 274, Jürgen Stein 260 und Harald Richter 258. Außerhalb der Wertung schossen Petra Schulze 245 und Kristian Friedrich 229. Auf der Seite der Gäste legte Egon Valentin deutlich zu. Er übertraf seine Vorjahresleistung um 10 auf starke 292 Ringe. Zufrieden zeigte sich auch Dirk Schommert mit seinen 286 Ringen. Uwe Krause hatte sich zu seiner letzten Teilnahme 2017 sogar um 20 Ringe auf 284 gesteigert. Weiter trafen: Hans-Joachim Mölter 273, Bodo Schneider 252, Hans-Joachim Tischler 249 und Erich Wehlan 247.

In der Gesamtwertung fiel die Entscheidung über Sieg und Niederlage noch knapper aus als im letzten Jahr. Die Gastgeber hatten sich nach 570 Schüssen auf jeder Seite mit nur 15 Ringen Vorsprung wieder durchsetzen können. Am Ende hieß es 5174 zu 5159 Ringe.

Außerhalb der Wertung nutzten auch einige Schützen den Wettkampf, um im freihändigen Anschlag für die KM gerüstet zu sein. Hier trafen mit dem Luftgewehr Benedikt Crncic 380, Lisa Jakob 359 und Johann Hahn 348 für Jüterbog sowie Florian Malaschewski 364 und Nick Siepmann 269 für Luckenwalde. Klaus Blau startete mit der Luftpistole und kam auf 239.

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse durch den Wettkampfleiter, bedankte sich Schießleiter Fred Knobloch beim Jüterboger Sportleiter für die gute Organisation und Durchführung des Wettkampfes. Er überreichte diesem eine vom Luckenwalder Königshaus gesammelte Spende für die Jugendarbeit. Vielen Dank dafür.

Frank Dombrowski

Jüterboger Großkaliber Gewehrschützen mit Erfolgen bei LM

Nach den Landestitelkämpfen im klassischen Ordonnanzgewehr Schießen im Mai, fanden nun auf der Jüterboger Anlage die letzten Meisterschaften des Landesverbandes in diesem Jahr statt.  Auf dem Programm standen die 30 Schuss – Wettbewerbe in den übrigen 100 Meter Großkaliber Gewehrdisziplinen, darunter auch das Ordonnanzgewehr Auflageschießen sowie der 25 Meter Großkaliber Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision. Bei angenehmen äußeren Bedingungen kämpften an den 2 Wettkampftagen 119 Schützen aus 34 Vereinen des Landes in 7 Wettbewerben um Medaillen und Urkunden. Die Schützen zeigten sich auch in diesem Jahr wieder sehr zielsicher. So wurden 6 neue Landesrekorde erzielt. Von der gastgebenden Gilde hatten sich 6 aktive Schützen über die Kreismeisterschaften qualifizieren können. Sportleiter Frank Dombrowski konnte nach Abschluss der Wettbewerbe eine positive Bilanz ziehen. Die Flämingstädter holten 2x Gold und 2x Silber.

Am ersten Tag gab es die Entscheidungen im liegenden Anschlag mit Diopter und Zielfernrohr sowie die Auflagedisziplinen, die hauptsächlich mit Matchgewehren geschossen wurden. Nach zwei Silbermedaillen im letzten Jahr, konnte Frank Dombrowski erneut Edelmetall erkämpfen. Im freihändigen Anschlag mit Dioptervisierung siegte er in der offen geführten Herrenklasse mit 299 Ringen und neuem Landesrekord. Lediglich während der letzten Serie rutschte ihm ein Schuss in die Neun ab. Titelverteidiger Sebastian Kelle aus Finsterwalde musste sich nach 296 Ringen diesmal mit dem Silberrang zufriedengeben. Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse holte mit 292 Bronze. Beim Schießen mit Zielfernrohr gab es eine sehr hohe Leistungsdichte an der Spitze. Dennoch standen die gleichen Schützen auf dem Treppchen. Hier gewann Kelle mit maximaler Ringzahl von 300. Dieser Sieg brachte ihm natürlich einen Eintrag in die Rekordliste des Landes. Dombrowski, der nur einen Ring weniger erzielte, setzte sich gegen den ringgleichen Titelverteidiger Bergenroth wegen der besser ausgeschossenen letzten Serie durch. Der Petkuser Helmut Fahlenberg, der in diesem Jahr für den SV Dahme im sitzenden Auflagewettbewerb mit Zielfernrohr an den Start ging, erkämpfte in der Senioren III Klasse mit 287 Ringen Bronze hinter Klaus Hanf 289 aus Grüneberg und dem Hönower Hubert Schöler 294.

Am 2. Tag gingen 41 Schützen mit dem Ordonnanzgewehr an den Start. Hier wurden die Wettbewerbe häufig mit schwedischen M96 Gewehren mit offener und geschlossener Visierung verwendet. Klaus Jannasch, der sich schon 2018 Silber mit Dioptervisierung erkämpfte, konnte sich auch diesmal über einen 2. Platz freuen. Jetzt gelang ihm der Erfolg in der Senioren I Klasse jedoch mit offener Visierung (Kimme und Korn). Mit 275 Ringen musste er sich nur dem Hennigsdorfer Michael Schröter 281, der mit insgesamt 3 Titeln an diesem Wochenende erfolgreichster Starter war, geschlagen geben. Den 3. Platz erkämpfte Jürgen-Dieter Rückert 272 aus der Landeshauptstadt. Ralf Schulze 220 und Jürgen Stein 213 belegten die Plätze 17 und 18. Im Wettbewerb der Senioren III Klasse erreichte Hans-Joachim Heinze den undankbaren 4. Platz. Bei seinen 263 Ringe fehlten 5 Ringe bis zum Podestplatz. Der Hennigsdorfer Reinhard Nendza gewann mit 275 Ringen. Im Teamwettbewerb gelang es den Jüterbogern, die seit Jahren in der Besetzung Jannasch, Schulze und Heinze am Start sind, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Mit 758 Ringen steigerten sie ihre Vorjahresleistung um 7 Ringe.

Im Pistolenwettbewerb hatte sich Dombrowski, der im letzten Jahr gewann, wieder einiges erhofft. Nach 2 Serien sah auch alles nach einer erfolgreichen Titelverteidigung aus, doch zwei Fünfer in der letzten Serie ließen ihn bis auf Rang 4 abrutschen. Mit 257 Ringen fehlte nur 1 Ring auf Bronze. Der Prenzlauer Henry Boldt schoss mit 265 Landesrekord und verwies den Potsdamer Frank Ditzel 262 und Reiner Schiewe 258 von der SG Prenden-Lanke auf die Plätze.

Frank Dombrowski

Karabinerschützen bei Landesmeisterschaften erfolgreich

In Frankfurt/Oder fanden am ersten Juliwochenende die Landesmeisterschaften in den Breitensport- Wettbewerben KK Karabiner mit offener Visierung und KK Pistole sowie Sportpistole Auflage statt. Ideale Witterungs- und Sichtverhältnisse bescherten vor allem den Gewehrschützen recht ordentliche Ergebnisse. Über die Kreismeisterschaften hatten sich im Kleinkaliber Karabiner-Wettbewerb 13 Teilnehmer aus 6 Vereinen für diese Titelkämpfe qualifiziert. Leider folgten nur 9 Schützen der Einladung des Landessportleiters. Titelverteidiger im Mannschaftswettbewerb waren die Jüterboger, die seit 3 Jahren in dieser Disziplin ungeschlagen sind.

In der gemischten Herren I (bis 40 Jahre) – und Herren II (bis 50 Jahre) Klasse kam es zu einem spannenden Kampf der Jüterboger Teamkollegen. Frank Dombrowski zeigte einen seiner stärksten Karabiner-Wettkämpfe. Konstant hohe Serien von 87, 87 und 88 brachten ihn auf 262 Ringe. Mit seiner 8. Zehn beendete er nach etwa 35 Minuten den 30 Schuss Wettkampf und erzielte einen neuen Landesrekord. Für den Jüterboger Sportleiter war es der 4. Titel in diesem Wettbewerb. Nur knapp musste sich Sebastian Kienast geschlagen geben. Er hatte in der ersten Serie einige Ausreißer, erreichte aber nach 83, 88 und 87 immer noch starke 258 Ringe. Es war nach 2017 und 2018 seine 3. Silbermedaille infolge. Der Golßener Martin Brückmann erkämpfte mit 203 Ringen Bronze. Die Herren III (bis 60 Jahre) Klasse gewann Gerd Fricke von der HS Cottbus. Auch er schoss mit 262 Ringen einen neuen Landesrekord.

In der Damenklasse lieferten sich wie so oft Sabine Radtke und Kerstin Pöschla von der SV der Hochschule Cottbus einen Zweikampf. Nach 3 Meisterschaftstiteln infolge, musste sich Radtke diesmal wieder geschlagen geben. Viele Hochschüsse in der ersten Serie, ließen das Ergebnis doch deutlich schrumpfen. So erreichte sie mit 213 Ringen nur knapp den 7er Schnitt. Pöschla behielt ihr Vorjahresniveau und sicherte sich mit 232 Ringen die Goldmedaille.

Zum 4. Mal nacheinander triumphierten die Flämingstädter im Mannschaftskampf. In der gleichen Besetzung erreichten sie, wie im vergangenen Jahr, 733 Ringe.

Anschließend traten Dombrowski und Radtke noch mit der KK Pistole an. Hier gab es deutlich größere Starterfelder. Und auch hier sollte es Erfolge geben. Im freihändigen Präzisionswettbewerb schaffte Dombrowski nach 92, 92 und 90 Ringen mit 274 den 2. Platz. Im 12 Mann starken Feld der Herren I und II Klasse war nur der Schiffmühler Falko Gersdorf nicht zu schlagen. Er siegte überlegen mit 284 Ringen und Landesrekord. Platz 3 erkämpfte der Prenzlauer Henry Boldt mit 273.

Radtke hatte sich das Ziel gestellt, im 30 Schuss Auflage-Wettbewerb die Qualifikation für die DM in Hannover zu erreichen. Im mit 30 Startern größten Teilnehmerfeld dieser LM, musste sie sich in der gemischten Senioren- und Seniorinnenklasse behaupten. Nach einer sehr guten Vorstellung hatte sie bei exakt gleichem Serienverlauf von 95, 97 und 95 und 287 Gesamtringen die gleiche Ringzahl erzielt, wie der Liebenthaler Jost Heyne. Nur wegen der weniger erzielten Zehner blieb ihr „nur“ der undankbare 4. Platz. Dennoch hatte sie das Limit des letzten Jahres um 8 Ringe übertroffen und ihre Zielstellung erreicht. Den Sieg holte sich der Cottbuser Torsten Kaps mit 291 Ringen und Landesrekord. Er siegte vor dem Spremberger Michael Muthke 289.

Frank Dombrowski

Novum beim Vergleichsschießen

Das 20. Vergleichsschießen zwischen der Luckenwalder und der Jüterboger Schützengilde endete mit einer Überraschung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses traditionellen Wettkampfes gab es einen Ringgleichstand und somit keinen Sieger. Im Schützenhaus der Jüterboger kämpften eine Woche vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen 14 Schützen vom gastgebenden Verein und 10 Kreisstädter in den Druckluft Auflagedisziplinen mit Gewehr und Pistole. Das waren deutlich mehr Schützen als noch vor einem Jahr. Alle Teilnehmer mussten die gewohnten 30 Schuss Programme absolvieren. Da die Gilden mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke in den jeweiligen Disziplinen antraten, einigte man sich im Vorfeld für die Wertung auf die niedrigste Starterzahl eines Vereins. So kämpften die jeweils besten 8 Gewehr- und 7 Pistolenschützen für ihre Vereine. Außerhalb der Wertung schossen diejenigen Schützen, welche mit ihren Leistungen unterhalb der der Teamschützen lagen.

Die Wertung mit dem Luftgewehr konnten die Flämingstädter für sich entscheiden. Mit 2262 Ringen lagen sie deutlich vor den Luckenwaldern 2205 und revanchierten sich so eindrucksvoll für die letztjährige Niederlage. Für die beste Leistung des Tages sorgte Sabine Radtke. Die Pistolenspezialistin kam mit dem Luftgewehr auf starke 297 Ringe. Mit der einzigen 100er Serie an diesem Tag, schoss sie sich zu einer neuen persönlicher Bestleistung. Auch Werner Panek glänzte mit 294 Ringen und lag noch 5 Ringe vor seinem Teamkollegen Heinz Krüger. Dieser hatte sich zu 2015 um 10 Ringe steigern können. Mannschaftliche Geschlossenheit zeigten auch die Schützen im Team. Norbert Huckewitz 282, Kristian Friedrich 278, Petra Schulze 275, Hendrik Papenroth 274 und Fred Hochleutner 272 erreichten Ergebnisse über dem Neuner Schnitt. Auf der Seite der Gäste markierte Egon Valentin zum bereits 6. Mal infolge die beste Leistung. Mit 287 Ringen erzielte er einen Ring mehr als Horst Bajerke. Drittstärkster war Hans-Joachim Mölter 284, der zum letzten Jahr nur 1 Ring einbüßte. Hier erreichten Erich Wehlan 278, Hans-Joachim Tischler 277, Uwe Krause 276, Jens Jürgen 267 und Bodo Schneider 250. Außer Wertung schossen Ralf Schulze 272, Bernd Rüdiger 268 und Hans-Joachim Rehbein 223.

Beim Pistolenschießen behielten die Luckenwalder wieder die Oberhand. Obwohl die höchsten Resultate von den Gastgebern erzielt wurden, zeigten die Gäste mit 1931: 1874 ihre Klasse. Auf nahezu ähnlichem Niveau schossen Uwe Krause 286, Dirk Schommert 284, Egon Valentin und Sebastian Giggenbach je 283. Etwas weniger als beim letzten Mal, erreichten Mölter 269 und Schneider 268. Jens Jürgen kam auf 258. Die höchste Ringzahl mit der Pistole erreichte erneut Wettkampfleiter Frank Dombrowski. Mit 289 lag er 1 Ring vor Sabine Radtke. Nach langer Wettkampfpause stieg Gunter Grüneberg wieder ins Geschehen ein. Wie Werner Panek erreichte er 275 Ringe. Weiter erzielten Jürgen Stein 266, Barbara Schilling 253 und Bernd Rüdiger 228. Für die Gäste schossen außer Wertung: Horst Bajerke 252, Hans-Joachim Tischler 251 und Erich Wehlan 231.

Nach insgesamt 900 abgegebenen Wertungsschüssen erreichten beide Mannschaften jeweils 4136 Ringe. Damit hatte wohl niemand im Vereinshaus der Jüterboger gerechnet. Für die Kreismeisterschaften scheinen beide Teams gut gerüstet zu sein. Die gezeigten Resultate können sich auf Kreisebene sehen lassen.

Frank Dombrowski

Ordonnanzschützen beim Nachtpokal in Kölsa

Zum 20. Mal lud der SV Kölsa zum traditionellen Nachtpokalschießen mit Ordonnanzgewehren ein. Bei der Jubiläumsveranstaltung kamen mit 30 Schützen aus 6 Vereinen wieder so viele in den Elbe Elster Kreis wie in 2014. Schützen aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog ließen bei guter Stimmung das großkalibrige Wettkampfjahr ausklingen. Bei ungewöhnlich milden Temperaturen lagen die Resultate leicht über dem Niveau der Vorjahre. Obwohl sich sehr viele Teilnehmer schon nach wenigen Schüssen mit Laufflimmern abgeben mussten, waren die meisten mit ihren Ergebnissen zufrieden. Auf dem Programm standen wieder 20 Wertungsschüsse, die in 30 Minuten auf 100m Entfernung aufgestellte, beleuchtete Scheiben abgefeuert werden mussten. Trotz Ausfall einer der 4 elektrischen Seilzuganlagen konnte der Wettkampf reibungslos durchgeführt werden.

Nach 3 Titelgewinnen infolge ging Frank Dombrowski mit sehr hohen Erwartungen an den Start. Im letzten Durchgang an der Reihe, wusste er genau was die Konkurrenz vorgelegt hatte. Der Drittplatzierte des letzten Jahres Peter Löwe vom gastgebenden Verein hatte mit sehr starken 184 Ringen schon deutlich in Führung gelegen. Das war schon mehr, als der Jüterboger je in Kölsa erzielte. Doch nach einer guten 92er Startserie sah alles nach einem engen Zweikampf aus. Als der Jüterboger Sportleiter dann im 2. Abschnitt schnell 3 Zehner erzielte, musste er mit den nachfolgenden Schüssen „nur noch“ in der Neun bleiben um zu gewinnen. Doch der letzte Schuss, den er mehrmals an- und abgesetzt hatte, landete in der Acht. So kamen auch 184 Ringe zusammen. Der Kölsaer gewann den Titel, weil er die letzte Zehnerserie mit 93 zu 92 besser ausgeschossen hatte.

Mit schon 7 Ringen Rückstand erreichte Steffen Henkelmann aus Kölsa den 3. Platz vor den Dahmer Schützen Hardy Pohl 177 und Roger Ziegler 176. Stark präsentierte sich Jörg Flemming. Der Teamschütze der 1. Jüterboger Mannschaft hatte mit 9 Treffern im Zentrum die höchste Anzahl Zehner aller Teilnehmer erzielt. Doch eine Fünf während der 2. Serie ließ ihn bis auf Platz 6 abrutschen. Mit 176 Ringen lag er vor dem ringgleichen Kreisstädter Ingo Louvet, der sich um 5 Ringe zu 2014 steigern konnte. Auch Christoph Hermann zeigte sich in guter Form. Starke 172 Ringe brachten ihm Platz 8 vor dem für Dahme startenden Petkuser Helmut Fahlenberg 171. Für Bodo Schneider lief es diesmal nicht so wie gewohnt. Mit 160 Ringen erreichte er exakt den Achter Schnitt. Doch sicher hatte er sich mehr als Platz 18 erhofft. Klaus Jannasch kam in diesem Jahr auf den 20. Platz. Gleich 16 Ringe hatte der Jüterboger Senior eingebüßt. Mit 4 Treffern in der Sechs sackte er auf 159 Ringe ab. Teamkollege Ralf Schulze verbesserte sich um einen Ring auf 158. Auf Platz 22 liegend lag er vor dem Petkuser Sven Bakus 154. Für Luckenwalde erreichte Hans-Joachim Mölter mit 153 Ringen Platz 24. Der 79 Jährige Hans-Joachim Rehbein, der seit Jahren mit am Start ist, erzielte für die 2. Jüterboger Mannschaft 95 Ringe und landete auf Platz 29.

Die Gastgeber konnten ihren Mannschaftstitel erfolgreich verteidigen. Mit 530 Ringen kamen sie zwar nicht an die Leistung vom letzten Mal heran, dennoch reichte es, sich gegen Dahme 524 und Jüterbog I 520 zu behaupten. Die Luckenwalder wurden mit 489 Vierter wie auch die ringgleiche 2. Mannschaft des SV Kölsa. Die 2. Mannschaft der Flämingstädter kam hinter Rangsdorf 483 und Uebigau 430 mit 421 auf Platz 8. In angenehmer Atmosphäre nahm der Vereinsvorsitzende des SV Kölsa, Jörg Schirmer, die Siegerehrung vor und bedankte sich bei den Schützen für die erneute Teilnahme.

Frank Dombrowski

Großkaliber Titelkämpfe in Jüterbog

Die Jüterboger Schießanlage Damm war Austragungsort der letzten Landesmeisterschaften des Jahres. Auf dem Programm standen die 100 Meter Wettbewerbe mit großkalibrigen Langwaffen. Neben dem klassischen Ordonnanzgewehr Auflageschießen mit offener Visierung, wurde auch mit Waffen mit Diopter- oder Zielfernrohrvisierung geschossen. Mit 73 Startern aus 26 Vereinen erhielten deutlich mehr Schützen eine Startzulassung als im vergangenen Jahr. Wie in 2014 hatten auch diesmal 4 Jüterboger die Limitzahlen zu diesen Meisterschaften erreicht. Diese traten 7 Mal an die Feuerlinie. Bei idealen äußeren Bedingungen gab es in den verschiedenen Disziplinen zum Teil erstklassige Resultate.

Senior Klaus Jannasch war mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz der erfolgreichste Flämingstädter. Der Diopter Auflagewettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr wurde erstmals nur als Rahmenwettbewerb in einer gemischten Altersherren- und Seniorenklasse ausgetragen. Für viele ist dies völlig unverständlich, da es diese Disziplin bereits seit 2010 bei den Landesmeisterschaften gegeben hat. Hier erreichte Jannasch den 2. Platz mit 277 Ringen und neuer persönlicher Bestleistung. Alle 3 Zehnerserien lagen über der 90er Marke. Nur der Potsdamer Jürgen Berg war mit 280 Ringen nicht zu bezwingen. Sein Teamkollege Jürgen-Dieter Rückert erkämpfte mit 274 Platz 3.
Ralf Schulze hatte in der Anfangsphase einige Schwierigkeiten, erreichte mit guten 240 Ringen aber den 8er Schnitt. Er wurde Neunter.

Das größte Starterfeld dieser Titelkämpfe gab es beim Schießen mit offener Visierung (Kimme/Korn). Hier kämpften 27 Schützen in 3 Altersklassen um Edelmetall. Und auch hier zeigte Jannasch sein Können. Mit 272 Ringen holte er sich Bronze. Überragende 280 Ringe gingen auf das Konto des Siegers. Winfried Tscheuschner aus Schöneiche hatte am Ende noch 4 Ringe Vorsprung vor Günther Seiffert aus der Landeshauptstadt. Der Kreisstädter Bodo Schneider wurde mit 268 Ringen Fünfter. Als Mannschaftsschütze kämpfte auch Hans- Joachim Heinze für das Jüterboger Team um jeden Ring. Seine 260 Ringe reichten für den 8. Platz vor dem ringgleichen, für Dahme startenden Petkuser, Helmut Fahlenberg. Hans Joachim Mölter aus Luckenwalde erzielte 258 Ringe und Platz 10. Ralf Schulze kam auch bei seinem 2. Start anfangs nicht so zurecht. Nach zuletzt guten Trainingsergebnissen hatte er sich doch mehr als 234 Ringe und Platz 13 erhofft. Dennoch konnte er sich über eine Medaille freuen. Im Mannschaftskampf erreichten die Flämingstädter mit 766 Ringen Silber, hinter den Dahmer Schützen, die ihren Titel mit 787 Ringen verteidigten. Der SV Kolkwitz gewann Bronze.

Im Großkaliber Liegendkampf mit Diopterviserung leistete sich Frank Dombrowski 2 Neuner. Das war schon zu viel, denn Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse und Mike Richter aus Bad Liebenwerda erreichten mit je 300 Ringen das Maximum. Der Neustädter gewann, weil er mit 23 Innenzehnen einen Treffer im Zentrum mehr hatte als Richter. Für den Jüterboger blieb, wie im letzten Jahr, der 3. Platz. Egon Valentin aus Luckenwalde konnte seinen Titel nicht verteidigen. Hinter dem Wittstocker Ernst-August Bruhn 297 erkämpfte der sich mit 291 Ringen Silber. Im Zielfernrohr Wettbewerb mussten alle Schützen nach einer Regeländerung auf die großen 100m Wettkampfscheiben schießen, was natürlich zu höheren Ringzahlen führte. Hier siegte Richter in der Schützenklasse mit vollen 300 Ringen und neuem Landesrekord vor Bergenroth 297 und Dombrowski 292.

Frank Dombrowski

Schützen beim Glaspokal in Brück

Der SV Brück lud zum 20. Mal zum traditionellen Glaspokal mit Druckluftwaffen ein. Bei dem mit lautstarker Musik begleiteten Wettkampf beteiligten sich mit 58 Gewehr- und 74 Pistolenschützen aus 15 Vereinen mehr Schützen als 2014. Mit 19 Einzelstarts waren Schützen aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog recht stark vertreten.

Kurz nach seinem Erfolg beim Jungfüchse Pokal in Berlin stand der 12 Jährige Benedikt Crncic erneut ganz oben im Klassement. Zwar ließ er einige Ringe liegen, konnte sich aber mit 173 Ringen den Titel in der Schülerklasse sichern. Hinter den Bötzowern Banjai 383 und Herrmann 381 kam Jonas Stein in der Schützenklasse mit 374 Ringen auf den 3. Platz. Undankbarer Vierter wurde, wie im vergangenen Jahr, der Luckenwalder Fabian Henze mit 4 Ringen Rückstand. In der gemischten Alters- und Seniorenklasse lagen Jörg Flemming 334 (5. Platz) und Siegfried Zimmer 272 Ringe (6. Platz) leicht unter ihren Leistungen aus dem letzten Jahr. Michael Rosenau aus Bötzow siegte mit 374.

Die größten Teilnehmerfelder gab es erwartungsgemäß beim Luftgewehr Auflageschießen. Jedoch fanden sich hier die Schützen aus der Region nicht im Vorderfeld. Der Flämingstädter Harald Richter kam trotz Leistungssteigerung um 7 auf 290 Ringe erneut über den 9. Platz nicht hinaus. Egon Valentin erreichte für die Luckenwalder Gilde 284 Ringe und belegte Platz 13. Das Petkuser Trio mit Helmut Fahlenberg 282, Bodo Kühne 268 und Eberhard Martin 256 kam auf die Plätze 15, 21 und 23. Der Werderaner Gerhard Große gewann mit 299 Ringen. Im Mannschaftskampf erreichten die Schützen vom Golm den 9. Platz. Überlegen siegte Bötzow vor Medewitz und Werder/Havel.

Beim Schießen mit der Luftpistole musste sich Sabine Radtke (358) in der offenen Damenklasse wieder der Potsdamerin Jördis Schmidt (362) geschlagen geben. In ihrem erst zweiten Wettkampf mit der LP erreichte die Jüterbogerin Barbara Schilling 268 Ringe und Platz 6. Der Kreisstädter Kevin Boche erzielte bei den A-Junioren mit 309 Ringen hinter dem Bötzower Kai Ganzle 326 den 2. Platz. Sein Vereinskollege Anton Schulze wurde im Jugendwettbewerb mit 304 Ringen Vierter. Nicht so hohe Resultate wie im vorigen Jahr gab es in der stärksten Klasse. Bei den Schützen siegte Michael Stillfried 369 aus der Landeshauptstadt. Bis auf 2 Ringe kam Frank Dombrowski an seine Leistung aus 2014 heran. 360 Ringe reichten zum 5. Platz. Dirk Schommert aus Luckenwalde belegte mit 335 Ringen den 10. Platz.

Im Auflageanschlag konnte Radtke ihren Titel nicht verteidigen. Die Zweite des letzten Jahres Steffi Merkner aus Medewitz setzte sich diesmal mit 288 knapp gegen Bianka Geißmar 286 aus Götz und der ringgleichen Radtke durch. Im Seniorenfeld erzielten Egon Valentin mit 281 und Harald Richter mit 271 die Plätze 6 und 12. Hans-Jürgen Siebold aus Medewitz hatte sich mit 287 Ringen durchsetzen können.

Die Pokalwertung um den Glaspokal gewann, wie 2014, der SSV Bötzow mit 54 Punkten vor Potsdam 30 und Medewitz 28. Die Jüterboger kamen mit 7 Punkten auf Rang 7. Luckenwalde wurde mit 2 Punkten Zehnter.

Frank Dombrowski

Druckluft-Kreismeisterschaften in Jüterbog – Potsdamer Königshaus

Im Jüterboger Schützenhaus wurden die Titelkämpfe des KSB Teltow Fläming / Potsdam Stadt in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Es war das 14. Mal infolge, dass sich der Kreisschützenbund für den mit 13 Bahnen ausgestatteten Wettkampfort entschied. Außer den klassischen 4 Druckluftdisziplinen, bei denen es 37 Titel zu erkämpfen gab, wurde auch das traditionelle Königsschießen durchgeführt.

Hierbei nahmen wie gewohnt alle Starter der Kreismeisterschaft teil. Nach Teiler-Messverfahren wurde ermittelt, wer die beste Zehn schoss. In diesem Jahr waren die Pistolenschützen aus der Landeshauptstadt besonders zielsicher. In allen 4 ausgeschriebene Kategorien waren sie erfolgreich. Neuer Kreisschützenkönig wurde Michael Becker, der sich mit einem 6,2 Teiler den Titel vor dem Blankenfelder Jens Feistner und dem Potsdamer Mario Weber holte. Becker tritt die Nachfolge seines Vereinskollegen Michael Stillfried an. Den Titel der Kreisschützenkönigin errang Jördis Schmidt, die sich mit einem 25 T gegen die letztjährige Königin Sabine Radtke und Mandy Kanzler (beide Jüterbog) durchsetzte. Auch der Jugendkönigstitel ging nach Potsdam. Hier gewann Jennifer Kopischke mit einem 15,5 T vor Lucas Lieberenz (Potsdam). Zum ersten Mal wurde auch ein Kreisauflageschützenkönig ermittelt. Hier behielt Klaus Hiller mit einem 3 T vor Karl-Heinz Targiel (PSV) und Erhard Kloth (Potsdam) die Oberhand. Die Könige werden den Kreis beim Landeskönigschießen im September in Frankfurt/Oder vertreten. Das Landesjugendkönigsschießen findet im Mai in Bad Belzig statt.

Natürlich ging es bei den KM neben Titeln und Platzierungen auch um Limite, die erfüllt werden mussten, um sich die Landesmeisterschaftsteilnahme zu sichern. Mit 54 Gewehr- und 57 Pistolenstarts von Schützen aus 7 Vereinen lag man leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Dennoch gab es zum Teil erstklassige Leistungen. In den Luftpistolenwettbewerben gab es 4 neue Kreisrekorde. Die Schützen aus der Landeshauptstadt, die mit 28 Startern antraten, waren mit 18 Einzel- und Mannschaftserfolgen die großen Abräumer. Vor allem beim freihändigen Pistolenschießen, wo sie gleich 10 Erfolge zu verbuchen hatten, zeigten sie ihre Überlegenheit. Die Gastgeber folgten mit 11 Titeln vor dem PSV Zossen/Blankenfelde (6), Luckenwalde und Petkus (je 1). In den einzelnen Wettbewerben gab es 18 Titelverteidigungen.

Wie schon in den letzten Jahren, war Sabine Radtke, die als Einzige in 3 Druckluftdisziplinen antrat und jeweils gewann, die erfolgreichste Teilnehmerin. Sowohl mit der freihändigen Pistole als auch aufgelegt markierte sie neue Kreisbestleistungen. Die wertvollste Leistung gelang ihr freihändig. Mit Serien von 92, 93, 90 und 95 und 370 Ringen lag sie sogar 5 Ringe über ihrem 3 Jahre alten Landesrekord. Im aufgelegten Modus verbesserte sie sich zum letzten Jahr um 3 auf starke 291 Ringe. Auch die Potsdamerin Beate Busack freute sich über einen neuen Kreisrekord. Mit 290 Ringen übertraf sie die alte Bestmarke in der Seniorinnen A Klasse.

Einen Potsdamer Doppelerfolg gab es in der Schützenklasse. Johannes Rüder gewann mit 366 und nur einem Ring Vorsprung vor Michael Stillfried. Jördis Schmidt sicherte sich den Damentitel mit 364 Ringen vor der Jüterbogerin Mandy Kanzler. Weitere Titel im freihändigen Anschlag erzielten: Andre Kopischke, Lucas Lieberenz, Jennifer Kopischke mit Kreisrekord und 358 Ringen in der Jugendklasse, Michael Becker und Beate Busack (alle Potsdam). Den einzigen Luckenwalder Titel erkämpfte Kevin Boche in der Junioren B Klasse.

Mit der aufgelegten Pistole wurde die Dominanz der Potsdamer von den Blankenfelder Schützen durchbrochen. Hier gab es durch Winfried Quitzdorf, Karl-Heinz Targiel und Detlef Behlendorf gleich 3 Kreistitel.

Die Gastgeber waren im freihändigen Luftgewehranschlag überlegen. Sieben von acht möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Sebastian Kienast erreichte mit 387 die beste Leistung. Sein Mannschaftskollege Frank Kanzler sicherte sich Silber vor dem Kreisstädter Fabian Henze. Weitere Titel erzielten Barbara Schilling, Nils Liebe und Maria Antonia Kanzler. Hart umkämpft war die Seniorenklasse. In seinem ersten Wettkampf in dieser Klasse siegte der Petkuser Jörg Flemming mit 317 knapp vor Norbert Huckewitz 316 und Heinz Krüger 313. Mit fast 83 Jahren kam Siegfried Zimmer, ältester Teilnehmer dieser KM, auf respektable 310 Ringe.

Die größten Starterfelder gab es beim Luftgewehr Auflageschießen. Die beste Leistung vollbrachte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren A Klasse, der sich mit 298 ringgleich vor Targiel und dessen Teamkollegen Hartmut Krügener 297 durchsetzte. Bei den Seniorinnen verteidigten Dr. Veronika Fuchs und Martina Butzek (beide PSV) ihre Titel. Matthias Strauch, Gerhard Supper (beide Potsdam), Sabine Radtke und Werner Panek (Jüterbog) kamen zu weiteren Titelehren.

Könige und Meister werden bei der zentralen Siegerehrungsfeier im Mai in der Landeshauptstadt geehrt.

Frank Dombrowski

Gildemeisterschaften LDW – Radtke und Krüger am erfolgreichsten

Im Vereinsheim der Jüterboger Schützengilde wurden die Druckluftmeisterschaften 2015 veranstaltet. Ins Schützenhaus kamen, mit 32 Aktiven, deutlich mehr Starter als in den vergangenen Jahren.  Die Zahl der Einzelstarts steigerte sich auf 53. Auch diesmal gab es 3 Schützen, die in 3 oder sogar in allen 4 Wettbewerben an die Feuerlinie traten und ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellten. Die häufigsten Starts hatten die aktiven Schützen der Traditionskompanie (20) aufzuweisen. Knapp dahinter folgten die Sportkompanie (19), Stammkompanie (13) und die Bogensportler (1). In diesem Jahr gab es mit 11 Titelverteidigungen so viele wie im letzten Jahr. Die Sportschützen mussten wie gewohnt das volle Wettkampfprogramm, die Schützen der Stamm- und Traditionskompanie ein Halbprogramm bestreiten. Nur beim Auflageschießen ging es für alle über das volle 30 Schuss-Programm. Wenige Wochen vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen gab es durchweg gute Leistungen.

Erfolgreichste Schützen waren Heinz Krüger und Sabine Radtke mit 4 bzw. 3 Titeln. Besonders stark zeigte sich Radtke mit der Pistole. Im freihändigen Anschlag gelang ihr mit 99 Ringen zu Beginn eine unglaubliche Startserie. Nach ihrem Rekordergebnis (370) vom letzten Jahr erreichte sie nun 364 Ringe und liegt immer noch deutlich über dem DM Limit der letzten Jahre in der Damen-Altersklasse. Im anschließenden Auflagewettbewerb der offenen Klasse schaffte sie sogar eine 100er Serie. Mit 293 siegte sie sicher vor Frank Dombrowski 283 und Harald Richter 278. Gute Leistungen vollbrachten auch die Luftgewehrschützen. Sebastian Kienast siegte in der Schützenklasse mit 387 vor Jonas Stein, dem mit 382 eine persönliche Bestleistung gelang. Ringgleich mit Stein wurde Fabian Henze Dritter. Schüler Benedikt Crncic setzte sich mit 325 Ringen durch. Barbara Schilling gewann die Damenklasse, Radtke die Damen-Altersklasse und Norbert Huckewitz setzte sich mit nur einem Ring Vorsprung gegen Siegfried Zimmer im Wettbewerb der Senioren durch. In den Halbprogrammen waren Kristian Friedrich, Michael Schoppe und H. Krüger erfolgreich.

Spannend war der Ausgang beim LG-Auflageschießen. Jeweils nur 1 Ring trennten die 3 Erstplatzierten. Werner Panek legte 5 Ringe zum Vorjahr zu, erreichte starke 297 und verteidigte seinen Titel vor H. Richter und Radtke. Die AK gewann Schoppe. Krüger dominierte die Seniorenklasse, die mit 13 Startern das größte Teilnehmerfeld aufwies, deutlich. Mit 293 hatte der 74 Jährige großen Vorsprung auf Erich Claasen 275 und den Gildevorsitzenden Wolfgang Gast 274. Die Damenkonkurrenz entschied Diana Hanske mit guten 282 Ringen vor Helga Boge 261. In den verschiedenen Klassen im Luftpistolen Wettbewerb gab es nur Einzelstarts. Dombrowski verfehlte den angestrebten Neuner Schnitt mit 358 nur knapp. Jürgen Stein 337, Hendrik Papenroth 135, Mario Schink 116 und H. Krüger 136 waren die Titelträger.

Beim aufgelegten Schießen behielt Schoppe in der AK gegen Schink die Oberhand. Krüger 266 setzte sich gegen Vorjahresgewinner Georg Hanske 253 und Gerhard Schulze 248 durch. Diana Hanske 260 holte im Duell mit H. Boge 193 ihren 2. Titel.

Frank Dombrowski