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Sebastian Kienast holt Deutschen Meistertitel mit dem Ordonnanzgewehr

Benedikt Crncic erkämpft Bronze

Beim Niedersächsischen Sportschützenverband in Hannover wurden die Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehrschießen 20+20 ausgetragen. Seit 2014 ist die Landeshauptstadt Austragungsort dieser Titelkämpfe, bei der nebenbei zum 2. Mal auch die Deutschen Meisterschaften mit dem KK Unterhebel Repetierer veranstaltet wurden. Seit dem letzten Jahr sind die Wettbewerbe mit offener und geschlossener Visierung in Herren I und Herren II Klasse ausgeschrieben worden. Lediglich die Mannschaften konnten offen besetzt werden. Während die Limitzahlen zu dieser DM mit geschlossener Visierung leicht anstiegen, waren mit offener Visierung weniger Ringe nötig, um sich einen Startplatz zu erkämpfen. Bei sehr wechselhaften äußeren Bedingungen gingen während der 2 Tage 200 Schützinnen und Schützen aus 17 Landesverbänden an den Start. Die Ausfallquote war sehr hoch, hatten doch 240 Ordonnanzschützen eine Startzulassung erhalten. Umso erfreulicher war es, dass die Jüterboger Gilde mit 10 Startern und 17 Einzelstarts vollständig antrat. Sie war, wie im letzten Jahr, teilnehmerstärkster Verein und konnte insgesamt 5 Mannschaften stellen. Neben den Flämingstädtern hatten sich noch 3 weitere Schützen des BSB für die Titelkämpfe qualifiziert. Nach dem es im vergangenen Jahr nicht möglich war, am Tag vor dem ersten Wettkampf seine Waffen einzuschießen, gab es nun diese Möglichkeit wieder. Dies wurde von vielen Jüterbogern auch genutzt und so konnte man auf dem Stand seine Waffe einschießen an dem man später seinen Wettkampf hatte.

Am ersten Wettkampftag waren die Schützinnen und Schützen mit offener Visierung dran. Hier gab es immer wieder einzelne heftige Regenschauer. Da es auch schon am Anreisetag fast nur regnete, war die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Das führte bei den langen Schweden Mauser Gewehren selbst bei reduzierten Ladungen schon nach wenigen Schüssen zu starkem Laufflimmern, was die Zielerfassung deutlich einschränkte. Nach Silber im letzten Jahr, durfte man gespannt sein, was Sebastian Kienast nach einer bis dahin überragenden Saison zu leisten im Stande war. In der Herren I Klasse legte er mit 179 Ringen im Liegendanschlag schon gut vor, blieb nur 1 Ring unter der Leistung von 2021. Im Stehendanschlag zeigte er dann sein Können. Trotz einer Sechs in der 2. Serie erreichte er mit 174 Ringen die stärkste Leistung im gesamten Feld. Mit 353 Ringen übertraf er seine DM Bestleistung um 7 Ringe. Doch was war diese Leistung Wert? Im letzten Jahr gab es coronabedingt keinen Endkampf der besten 6 Einzelschützen. Dieser wurde diesmal wieder ausgeschrieben und es war das Ziel diesen erstmal zu erreichen. Während Kienast als führender in seiner Klasse die Konkurrenz im Auge behielt, schoss sein Teamkollege Benedikt Crncic bei seiner 2. DM Teilnahme in dieser Disziplin mit 334 Ringen persönliche Bestleistung. Christoph Hermann konnte mit 296 Ringen und Platz 14 nicht an die Landestitelkämpfe anknüpfen. Zehn weiße Treffer im sonst sicheren Stehendanschlag waren dafür ausschlaggebend, dass ihm am Ende mehr als 40 Ringe fehlten. Am Abend stand dann der Endkampf an über zwei 5-Schuss Serien in jeweils 90 Sekunden im stehenden Anschlag. Tatsächlich hatten es mit Kienast und Crncic zwei Jüterboger geschafft, diesen zu erreichen. Das gab es aus Jüterboger Sicht noch nie. Während Crncic auf Platz 5 liegend nur 2 Ringe auf Bronze zurück lag, hatte Kienast 11 Ringe Vorsprung auf den Moosburger Christoph Lindlbauer. Alle Teamkollegen verfolgten das Geschehen mit Spannung am großen Bildschirm oder direkt hinter der Glaswand. Beide Jüterboger schossen einen sehr guten Endkampf. Für die Schützen hieß es dann minutenlanges warten am Schützenstand, bis die Endkampfergebnisse zu den Vorkampfresultaten hinzuaddiert wurden. Dann endlich die Gewissheit, Sebastian Kienast ist Deutscher Meister. 2007 hatte er mit dem Ordonnanzgewehrschießen begonnen und sich bei seiner 15. DM Teilnahme seinen größten schießsportlichen Erfolg erkämpft. Nach dem DM Erfolg des Spreenhageners Frank Hanisch 1999 ist es der 2. DM Titel eines Schützen des BSB. Trotz einer 4 mit dem letzten Schuss hatte er mit 80 Ringen seinen Vorsprung auf Lindlbauer (77) sogar noch ausgebaut. Mit 433 Ringen lag er 14 Ringe vor dem Bayern. Auch für Crncic war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Dank der 69er Serie machte er Boden gut, verdrängte die vor ihm liegenden und sicherte sich mit 403 Ringen Bronze.

In der Herren II Klasse erreichte der Uebigauer Heiko Schmidt, der das erste Mal in Hannover am Start war, mit 333 Ringen einen hervorragenden 19. Platz. Im Team der Jüterboger erzielte Manfred Reichel, der erst im letzten Durchgang an der Reihe war, mit 326 Ringen und Platz 28 die beste Platzierung. Noch lange nach dem Schießen haderte er über seinen 38. Schuss, der ihm in die Eins abrutschte. Eine Steigerung um 7 Ringe zur LM brachte Jörg Flemming gute 318 Ringe und Platz 36. Auch Sven Bakus zeigte sich stark verbessert zum Vorjahr und kam mit 313 Ringen auf Rang 46. Vom SC Schöneiche erreichte Winfried Tscheuschner mit 310 Ringen den 50. Platz. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, war völlig enttäuscht über seine Leistung. Lief es doch die ganze Saison über hervorragend beim Training und in den Wettkämpfen, kamen hier nur 307 Ringe heraus. Zu den LM büßte der Landesmeister fast 40 Ringe ein und landete nur auf Rang 54. Zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft dabei, erreichte Markus Krawez 304 Ringe und Platz 56. Senior Helmut Fahlenberg, der als einziger der Jüterboger nicht in einer Mannschaft gesetzt war, musste gleich früh um 8 Uhr an die Feuerlinie treten. Für ihn standen am Ende 284 Ringe und Platz 76 im Protokoll, eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Manfred Langner belegte mit 264 Ringen Platz 82.

Den Titel holte sich nach einem Drama im Endkampf Armin Sigel aus Augsburg mit 434 (349+85) vor Hans-Jürgen Reischl aus Moosburg 429 (354+75) und dem Schmöllner Thomas Beier 425 (347+78). Der nach dem Vorkampf führende Coburger Helmut Stubenrauch hatte mit 356 Ringen an Position 1 liegend im Endkampf während der ersten Serie alle 5 Schüsse auf die linke Nachbarscheibe gesetzt und alles verloren. Da half auch die folgende 48er Serie nicht mehr, es blieb nur der 6. Platz.

Den Mannschaftstitel gewann Schmölln mit 1022 vor Moosburg 1007 und Rochlitz 995. Obwohl es mit Platz 5 die beste Platzierung einer Jüterboger Mannschaft (Kienast, Reichel, Dombrowski) gab, war es schon ärgerlich, dass mit 986 nur 9 Ringe zur Medaille fehlten. Die 2. Jüterboger Mannschaft 948 (Flemming, Crncic, Hermann) kam auf Rang 8, die 3. Mannschaft 881 (Bakus, Langner, Krawez) auf Rang 16.

Am 2. Tag lief es für Kienast dann nicht mehr ganz so gut. Mit 340 Ringen hatte er beim Schießen mit Diopter Visierung als Fünfter wieder den Endkampf erreicht, konnte sich aber nicht mehr verbessern, da die Konkurrenz keine Fehler machte und auf hohem Niveau schoss. Mit 82 Ringen hatte er erneut den besten Endkampf geschossen und Platz 5 mit 422 behauptet. Es gab sogar noch einen Stechschuss um Platz 4 zwischen ihm und den an Position 4 liegenden Christoph Lindlbauer, den der Bayer mit 8 zu 6 für sich entschied. Susanne Linke aus Schmölln hatte schon vor dem Endkampf starke 358 hingelegt und sich über eine 79er Serie mit 437 den Titel gesichert. Platz 2 ging an Philipp Fahrenbach 427 (358+69) vom hessischen SV Edelweiß Jestädt. Dritter wurde Mario Zeller vom württembergischen SV Neckartenzlingen 426 (352+74). Für Christoph Hermann lief es deutlich besser als am ersten Tag. Gute 325 Ringe brachten ihm dank 8er Schnitt im Stehendanschlag den 11. Platz ein.

In der Herren II Klasse war das Leistungsniveau an der Spitze noch höher. Obwohl hier 21 Schützen nicht antraten, gab es mit 84 Startern das größte Starterfeld. Hier hatten vor dem Endkampf 4 Schützen mehr als 360 Ringe erzielt. In einem hochspannenden Endkampf siegte nach seiner Bronzemedaille vom Vortag Thomas Beier mit 445 (363+82) knapp vor Matthias Mayer 444 (361+83) und Bernd Krahforst 443 (360+83) beide von der rheinischen St. Seb. SBr. Villip. Bester Jüterboger war wieder Manfred Reichel, der mit starken 340 Ringen und Platz 24 im ersten Drittel des Feldes lag. Ihn beeinträchtigte wie auch andere Schützen Staub, der in Böen von links nach rechts über den Stand fegte und zu Sichteinschränkungen führte. Auch Jörg Flemming kam mit der geschlossenen Visierung besser klar, brachte tolle 334 Ringe auf die Scheibe und belegte den 32. Platz. Dombrowski (50. Platz) musste bis zum letzten Durchgang warten, bis er an der Reihe war, konnte nur leicht zulegen, verbesserte sich auf 315 Ringe. Nach gutem Liegendschießen, landeten wie schon mit offener Visierung 2 Stehendschüsse in der Drei. Sven Bakus bestätigte seine gute Form, erzielte wieder 313 Ringe und erreichte Platz 55. Für Manfred Langner blieb mit 278 Ringen Platz 75. Bei seiner ersten DM kam der Hohenseefelder Matthias Wäsche mit 277 Ringen auf Rang 77.

Die Ergebnisse in der Mannschaftswertung waren fast schon unglaublich. Villip setzte sich ringgleich mit 1067 vor Schmölln und Moosburg 1048 durch.  Jüterbog I erreichte mit Kienast, Reichel, Dombrowski 995 Rang 8, Jüterbog II mit Flemming, Hermann, Bakus 972 Rang 11.

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren I

1. Kienast, Sebastian                     BR SGi zu Jüterbog                        433 (353+80)

2. Lindlbauer, Christoph               BY Kgl. priv. FSG Moosburg         419 (342+77)

3. Crncic, Benedikt                        BR SGi zu Jüterbog                        403 (334+69)

14. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                         296

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren II

1. Sigel, Armin                                 BY SSG Augsburg                         434 (349+85)

2. Reischl, Hans-Jürgen                 BY Kgl. priv. FSG Moosburg        429 (354+75)

3. Beier, Thomas                            TH SGes Schmölln                        425 (347+78)

19. Schmidt, Heiko                         BR SGi Uebigau                             333

28. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                        326

36. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                        318

46. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                        313

50. Tscheuschner, Winfried        BR SC Schöneiche                         310

54. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       307

56. Krawez, Markus                      BR SGi zu Jüterbog                        304

76. Fahlenberg, Helmut                BR SGi zu Jüterbog                        284

82. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        264

Mannschaft offene Visierung

1. TH SGes Schmölln                    1022

2. BY Kgl. priv. FSG Moosburg    1007

3. SC Priv. SG zu Rochlitz               995

5. BR SGi zu Jüterbog I                 986

8. BR SGi zu Jüterbog II                948

16. BR SGi zu Jüterbog III             881

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren I

1. Linke, Susanne                          TH SGes Schmölln                        437 (358+79)

2. Fahrenbach, Philipp                  HS SV Edelweiß Jestädt              427 (358+69)

3. Zeller, Mario                              WT Neckartenzlingen                  426 (352+74)

5. Kienast, Sebastian                    BR SGi zu Jüterbog                        422 (340+82)

11. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                        325

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren II

1. Beier, Thomas                             TH SGes Schmölln                       445 (363+82)

2. Mayer, Matthias                         RH St. Seb. SBr Villip                   444 (361+83)

3. Krahforst, Bernd                        RH St. Seb. SBr Villip                   443 (360+83)

24. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                      340

32. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                       334

50. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       315

55. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                       313

75. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        278

77. Wäsche, Matthias                    BR St. Hub. SBS Hohenseefeld  277

Mannschaft geschlossene Visierung

1. RH St. Seb. SBr Villip                                1067

2. TH SGes Schmölln                                   1067

3. BY Kgl. priv. FSG Moosburg                    1048

8. BR SGi zu Jüterbog I                                   995

11. BR SGi zu Jüterbog II                                 972

Frank Dombrowski

Top Leistungen beim 17. Bürger-Meister-Pokal

Drei Wochen vor der zentralen Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming – Potsdam /Stadt in der Landeshauptstadt, fand der letzte vom KSB veranstaltete Wettkampf des Jahres bei der Jüterboger Gilde statt. Die 17. Auflage des traditionellen Bürger-Meister-Pokals lockte viele Ordonnanzgewehrschützen und Großkaliber Kurzwaffenschützen in die Flämingstadt. So konnte der Veranstalter mit 115 Starts von Schützen aus 14 Vereinen eine leichte Steigerung zum Vorjahr verzeichnen. Während der 25 m Kurzwaffenstand überraschend voll belegt war, gab es auf dem 100 m Stand noch freie Kapazitäten. In der Vergangenheit war dies eher umgekehrt. Die Gastgeber stellten mit 34 Starts erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch Schöneiche (14), Mühlheim – Dietesheim, Birkenwerder (je 12), Flatow (10) und Ludwigsfelde (9) waren mehrfach vertreten. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es wieder um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. Schon vor einem Jahr gab es viele Schützen und Mannschaften, die ihre Titel erfolgreich verteidigen konnten. So auch diesmal. In 6 der 7 Einzelwettbewerbe, die wie gewohnt in offenen Wertungsklassen ausgeschrieben waren, siegten die Sieger von 2021. Auch alle 7 großen Wanderpokale wurden von den letztjährigen Mannschaftssiegern erfolgreich verteidigt. Hier gab es erneut Spitzenleistungen beim Revolver- und Pistolenschießen durch Mühlheim-Dietesheim. Aber auch die Gastgeber konnten im klassischen 20+20 Wettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr überzeugen.

Einen Monat vor den Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehr Schießen lief es für die Jüterboger richtig gut. Hier konnten alle Teilnehmer wählen, ob sie mit offener oder geschlossener Visierung antreten. Nach den Vereins-, Kreis- und Landesmeisterschaften zeigte Sebastian Kienast wieder eine überragende Leistung. Mit DM tauglichen 356 Ringen erreichte er zum 4. Mal infolge ein Resultat über der 350er Marke. Dabei kam er gar nicht so gut in den Wettkampf hinein. Eine Sechs in der ersten Serie des Liegendanschlags brachte ihm nur 88 Ringe ein. Doch die anschließende 96 und 172 Ringe im Stehendanschlag sorgten für ein ausreichend großes Polster vor seinen Teamkollegen. Hier konnte sich Frank Dombrowski dank seiner guten Stehendleistung von 164 Ringen den 2. Platz sichern. Mit 345 Ringen lag er noch 8 Ringe vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel. Undankbarer Vierter wurde Christoph Hermann. Er schwächelte zu Beginn des Liegendschießens, konnte aber noch gute 325 Ringe erzielen. Ringgleich lag er mit der besseren letzten Serie vor dem Uebigauer Heiko Schmidt. Mit einer leichten Steigerung zur LM lag der Ordonnanzgewehr Referent des BSB, Jörg Flemming, mit 321 Ringen auf Rang 6. Weiterhin erzielten für Jüterbog: 7. Sven Bakus 312, 8. Benedikt Crncic 310 und 9. Markus Krawez 303. Durch starke 1038 Ringe siegte Jüterbog I vor Jüterbog II mit 956 Ringen. Bei der DM in Hannover wird die Jüterboger Gilde mit 17 Starts wieder am stärksten vertreten sein. Fünf Mannschaften aus der Flämingstadt haben sich hierfür qualifiziert.

Seine Klasse im Auflageschießen, bestätigte Michael Schröter von der SG Frankfurt/Oder erneut. Nach dem er bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils mit offener und geschlossener Visierung erfolgreich war, konnte ihm auch diesmal niemand Paroli bieten. Im 20er Starterfeld des 30 Schuss Wettbewerbes mit Kimme und Korn, erreichte er wie im letzten Jahr tolle 286 Ringe und setzte sich souverän gegen Frank Dombrowski 279 und Markus Krawez 277 durch. Auch Andreas Matthes 275 aus Birkenwerder und Winfried Tscheuschner 274 aus Schöneiche, der an diesem Tag in 5 Wettbewerben antrat, lagen mit ihren Resultaten noch über dem Neuner Schnitt. Der Mannschaftspokal blieb in Jüterbog. Mit 32 Ringen Vorsprung setzte man sich gegen Birkenwerder durch. Dritter wurde Albesbrunn Groß Ziescht.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze. Hier gewann Schröter mit 281 vor Dombrowski 278 und Krawez 271. Die Jüterboger setzten im Mannschaftskampf ihre Siegesserie fort. Seit Einführung des Wettbewerbs 2012 sind sie ungeschlagen.

Das Kurzwaffenteam von der hessischen Schützengemeinschaft Mühlheim-Dietesheim nutzte den BMP als Vorbereitungswettkampf für die kommenden Deutschen Meisterschaften in München. In allen 4 ausgeschriebenen Disziplinen waren sie nicht zu bezwingen. Neben 3 Titelverteidigungen im Einzel konnte man sich auch wieder alle 4 Wanderpokale für ein weiteres Jahr sichern. Die gezeigte mannschaftliche Geschlossenheit der Teammitglieder war schon beeindruckend. So steigerten sie ihre Teamleistungen in 3 von 4 Wettbewerben zum letzten Jahr. Peggy Wölk konnte sich erstmals in die Siegerlisten des BMP eintragen. Im mit 28 Teilnehmern größten Starterfeld dieses Pokalwettkampfes setzte sie sich im Wettbewerb 9 mm Pistole mit 373 knapp gegen ihre Mannschaftskameraden Thomas Baier und Thomas Westerwald (beide 371) durch. Sie hatte sich um 20 Ringe zum letzten Jahr steigern können. Nur ein Ring fehlte Winfried Tscheuschner zum 3. Platz. Die Teamwertung gewannen die Hessen mit 99 Ringen Vorsprung auf Ludwigsfelde. Überragender Schütze des BMP war aber wieder Thomas Westerwald mit 3 erfolgreichen Titelverteidigungen. Zunächst gewann er die Pistolenkonkurrenz .45 ACP mit 379 Ringen vor Wölk 373 und Baier 370. Die Mannschaft lag hier 163 Ringe vor Schöneiche. Beim Schießen mit dem Revolver zeigte er dann seine ganze Klasse. Im Wettbewerb .357 Magnum erreichte er nach Serien von 98, 94, 99, 99 mit 390 Ringen das höchste je geschossene Resultat beim BMP in diesem Wettbewerb. Nach Steigerung um 4 Ringe zum Vorjahr, knackte er den 13 Jahre alten Standrekord des Wittenbergers Andreas Lahn um 3 Ringe. Gute 378 Ringe reichten Peggy Wölk zu Platz 2 vor dem Zossener Karl-Heinz Berger 368 und Thomas Baier 363. Auch hier siegte man in der Mannschaftswertung vor Schöneiche. Mit dem .44er Magnum Revolver gewann Westerwald dank starker 381 Ringe vor Baier 376 und Berger 372. Wölk musste sich hier mit 369 knapp geschlagen geben. Hier deklassierte das Hessen-Trio die Mannschaft der Gastgeber um mehr als 300 Ringe.

Frank Dombrowski

Ordonnanzgewehrschützen bei Landestitelkämpfen zielsicher

Sebastian Kienast überragend

Nach dem im letzten Jahr „nur“ Brandenburgische Meisterschaften stattfanden, gab es am letzten Samstag im Mai nun wieder reguläre Landesmeisterschaften in den Ordonnanzgewehrdisziplinen 20 Schuss liegend und 20 Schuss stehend mit offener und geschlossener Visierung. Es war das 8. Mal infolge, dass auf der Anlage der Flämingstädter diese Landestitelkämpfe ausgetragen wurden. Auf dem Schießstandgelände „Damm“ trafen sich bei recht kühler Witterung und teils starkem Wind, Schützen aus 9 Vereinen, um neben den Titeln auch um DM Qualifikationsringzahlen zu kämpfen. Die Beteiligung lag mit 27 Einzelstarts unter der von 2019. Mit 17 Starts hatten die Gastgeber erwartungsgemäß das größte Aufgebot gestellt. Acht Mal traten Schützen in beiden Wettbewerben an die Feuerlinie. Kämpfte man vor 3 Jahren noch in einer offenen Klasse, wurde jetzt in Herren I und Herren II unterschieden. Wettkampfleiter Jürgen Rescheleit und sein Team hatten wenig Mühe, um für einen reibungslosen Ablauf der Meisterschaft zu sorgen. Die gezeigten Leistungen konnten sich auch diesmal wieder sehen lassen. In allen Einzel- und Mannschaftswettbewerben gab es Erfolge durch die gastgebende Gilde. Durch die Trennung der Klassen, kamen 3 neue Landesrekorde hinzu. Mit 2 Einzel- und 2 Mannschaftstiteln war Sebastian Kienast erfolgreichster Teilnehmer vor seinen Teamkollegen Manfred Reichel und Frank Dombrowski. Obwohl man in diesem Jahr auf einige Stammschützen verzichten musste, gelang es dem Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, wieder 5 Mannschaften aufzustellen. Was diese Aufstellungen Wert sind, bleibt abzuwarten, denn der DSB hatte coronabedingt im letzten Jahr keine Mannschafts-Limite vergeben. In 19 der gesamten 27 Einzelresultate, lag man aber über den Qualifikationsringzahlen der DM von Hannover 2021.

Mit nur 10 Starts war der Wettbewerb mit geschlossener Visierung doch recht schwach besetzt. Hier überzeugte Kienast in der Herren I durch eine bravouröse Stehendleistung. Nach eher durchschnittlichen 176 Ringen im Liegendanschlag ließ er tolle 182 Stehendringe folgen. Eine solche Leistung war ihm bis dahin nur sehr selten geglückt. Die Leistungssteigerung um 8 Ringe zu den Kreismeisterschaften vor einem Monat brachte ihm auch einen neuen Landesrekord ein. Mit großem Abstand musste sich Christoph Hermann geschlagen geben. Vor allem im Liegendanschlag lief es nicht gut. Hier flogen ihm 5 Schüsse ins Weiße. Durch gewohnt starke Stehendschüsse reichte es aber mit 312 noch zu Silber. Über Bronze konnte sich der Ludwigsfelder Mark Koschnick 283 freuen.

Manfred Reichel siegte in der Herren II Klasse mit 344 Ringen. Seine 187 Ringe im liegenden Anschlag waren die stärksten während der gesamten Meisterschaft. Sein Mannschaftskollege Frank Dombrowski, der durch eine solide Stehendleistung mit 340 nahe an seine persönliche Bestleistung kam, holte Silber. Den 3. Platz erkämpfte Jörg Flemming mit 319 Ringen knapp vor Manfred Langner, der mit 317 Ringen sein bislang bestes Resultat für die Jüterboger erzielte und wohl sicher für die DM qualifiziert ist. Selbst die nachfolgend platzierten Matthias Wäsche 288 (Hohenseefeld), Sven Bakus 281 (Jüterbog) und Martin Brückmann 277 aus Golßen lagen mit ihren Ergebnissen noch über der letztjährigen DM-Norm. Die erste Mannschaft der Gastgeber erreichte in Bestbesetzung mit 1042 Ringen ihr bislang bestes Resultat. Jüterbog II holte Silber mit 912 Ringen.

Ausgezeichnete Leistungen wurden auch beim Schießen mit offener Visierung erzielt. Nur einen Ring weniger als bei der KM schoss Sebastian Kienast in der Herren I. Mit seinen 359 Ringen (186+173) lag er sogar 9 Ringe über dem Ergebnis des DM Siegers von 2021. Deutliche Verbesserungen im liegenden Anschlag, führten bei ihm in jüngster Zeit zu enormen Leistungssprüngen. Auch in diesem Wettbewerb stellte er eine neue Bestmarke im Land auf. Christoph Hermann überzeugte hier mit sehr guten 337 Ringen. Er profitierte wieder von seiner starken Stehendleistung und holte sich auch hier Silber. Den Dreifacherfolg der Jüterboger machte der Junior Benedikt Crncic mit 329 perfekt.

Mit 13 Startern war die Herren II Klasse am stärksten besetzt. Durch sein zweitstärkstes Wettkampfergebnis konnte sich Dombrowski hier den Sieg erkämpfen. Seine 346 Ringe bedeuteten auch Landesrekord. Der Uebigauer Heiko Schmidt lag 20 Ringe zurück und konnte sich die Vizemeisterschaft sichern. Manfred Reichel blieb mit 325 Ringen etwas unter seinen Möglichkeiten, freute sich aber dennoch über den Bronzeplatz. Hinter dem Schöneicher Winfried Tscheuschner 315, kamen die weiter für Jüterbog startenden Jörg Flemming 311, Markus Krawez 298, Helmut Fahlenberg 296 und Sven Bakus 285 auf die Plätze 5 bis 8. Manfred Langner 279 landete hinter Heiderose Gummert 283 von den Götzer Bergschützen auf dem 10. Platz. Die Teamwertung entschied Jüterbog I mit 1030 vor Jüterbog II 933 und Jüterbog III 906.

Für die kommenden Deutschen Meisterschaften scheinen die Flämingstädter gut gerüstet zu sein. Kurz vor der DM können die Ordonnanzschützen beim Bürgermeisterpokal im August noch einmal Wettkampferfahrung sammeln.

Frank Dombrowski

Kreismeisterschaften Großkaliber Teil 2 in Jüterbog

Gastgeber erneut erfolgreichster Verein

Beim 2. Teil der Kreismeisterschaften in den Großkaliber Wettbewerben konnten die Jüterboger wieder ihren Heimvorteil nutzen. In 7 Gewehr Auflagedisziplinen vom Sandsack, einem Wettbewerb freihändig auf 100 m und 2 Kurzwaffendisziplinen auf 25 m Entfernung holten sie die meisten Titel. Mit mehr als 130 Starts von Schützen aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt war diese Meisterschaft gut besucht. Da erwies sich die Entscheidung, die Wettkämpfe in Jüterbog auf 2 Wochenenden zu legen, als richtig. Mit jeweils mehr als 30 Starts waren die Gastgeber und Ludwigsfelde am stärksten bei der vorletzten Kreismeisterschaft des Jahres vertreten. Heftige Windböen während der gesamten Titelkämpfe beeinflussten die Schützen, die leichte Geschosse in ihrer Munition verwendeten. Mit 12 Erfolgen waren die Jüterboger wieder die stärksten im Kreis. Aber auch die Schützen aus der Landeshauptstadt standen 6 Mal, Ludwigsfelde 4 Mal sowie Rangsdorf, Zossen je 2, und Schöbendorf-Paplitz 1 Mal im Wettkampfprotokoll ganz oben.

Wie schon bei den KK Titelkämpfen von Potsdam, war Frank Dombrowski in seiner Altersklasse und den Wettbewerben, in denen er antrat nicht zu bezwingen. Disziplinbezogen erreichte er in allen Wettbewerben auch die höchsten Resultate. Weitere 7 Einzelerfolge und 1 Mannschaftssieg kamen hinzu. Sein Teamkollege Markus Krawez war mit 4 Erstplatzierungen ebenfalls sehr erfolgreich. Er zählt neben dem Jüterboger Sportleiter zu den stärksten Schützen des Jahres im Kreis. Drei Einzelsiege erkämpfte der Potsdamer Jürgen-Dieter Rückert in der Senioren III Klasse.

Sehr viele Starts gab es in den 30 Schuss Ordonnanzgewehr-Auflagewettbewerben mit offener und geschlossener Visierung. Hier kämpften allein 51 Schützen und Schützinnen in 3 bzw. 4 Altersklassen. Dombrowski, der im ersten Jahr in der Senioren I Klasse (ab 51 Jahre) kämpft, gewann mit Diopter Visierung mit 279 Ringen vor Daniela Britze 269 vom SV Rangsdorf und dem Jüterboger Thomas Malluschke 259. Markus Krawez siegte in der gemischten Herren I und II Klasse mit 275 vor Mark Koschnick aus Ludwigsfelde und dem Zossener Torsten Kühne. Weitere Jüterboger Resultate: 6. Diana Hanske 240, 8. Bettina Kühne 213. Rückert 268 gewann in seiner Klasse vor den beiden Jüterbogern Georg Hanske 248 und Hans-Peter Neumann 246. Rainer Kubau 234, Platz 6, erreichte mit Georg und Diana Hanske Gold in der Teamwertung. Hans-Joachim Rehbein, mit 85 Jahren ältester Teilnehmer dieser KM, kam mit 159 auf Platz 7. Die gleichen Sieger gab es mit Kimme und Korn. Hier gewann Dombrowski im mit 15 Startern größten Teilnehmerfeld mit 273 vor Oliver Heinze 263 aus Ludwigsfelde und Daniela Britze 257. Auf den folgenden Plätzen kamen: 4. Jürgen Stein 251, 5. Andres Bethke 249 und 6. Frank Leis 246. Krawez entschied seine Klasse mit 265. Hier erreichte Dennis Fröhling den 7. Platz mit 212 Ringen. Hinter Rückert 269 holte sich Hans-Joachim Heinze 260 in der Herren III die Silbermedaille.

Gute Resultate gab es beim Auflageschießen mit dem Freigewehr. Hier wurde meist ein Matchgewehr im Kaliber zwischen 6 und 8 mm Zentralfeuer mit Diopter Visierung verwendet. Dombrowski erzielte mit 295 Ringen die beste Leistung. Weiter siegten Krawez 292 und Rückert 291 in ihren Kassen. Im freihändigen Liegendkampf mit Zielfernrohr, bei dem die Waffe durch einen Schießriemen gestützt werden konnte, behauptete sich Dombrowski mit 297 von 300 möglichen Ringen klar vor Helmut Fahlenberg vom SSC 98 K Schöbendorf/Paplitz 283 und Krawez 282. Diese Disziplin wurde in nur einer offenen Klasse gewertet.

Das Auflageschießen mit Zielfernrohr gewann Dombrowski in seiner Klasse nur knapp. Mit 295 lag er vor Daniela Britze 293 und Jens Albrecht 292 aus Potsdam. Krawez 282 musste sich hier in der Herren I dem Potsdamer Axel Tscheuschner 290 geschlagen geben. Helmut Fahlenberg 289 gewann in der Senioren III Klasse den einzigen Titel für Schöbendorf. Großes Interesse gab es wie zu erwarten war, auch beim Schießen mit dem Selbstladegewehr. Hier wurden mit verschiedenen Visierarten jeweils Fünfer Schussgruppen in 60 Sekunden auf die Scheibe gebracht. Alle Titel gingen nach Ludwigsfelde. Mit ZF siegte Stephan Schwarz 287 ganz knapp vor seinem Vereinskollegen Ralf Scarlett 286. Die Jüterboger Andre Bethke, Torsten Blech und Michael Schoppe erreichten die Plätze 8, 15 und 17. Mit Diopter gewann Mark Koschnick 284 und mit offener Visierung Henryk Goetz 238.

Im Kurzwaffenwettbewerb mit einhändigem Anschlag gab es Siege für Dombrowski 268, dem Potsdamer Erhard Kloth 242 in der Herren IV und Jens Feistner 249 vom PSV Zossen in der Herren I.  Auch beim beidhändigen Anschlag setzte sich Dombrowski 269 durch. Weiter siegten Karl-Heinz Berger vom PSV in der Herren IV und Sebastian Lindner aus Potsdam in der Herren I. Hier platzierten sich die Jüterboger Fröhling und Krawez auf 5 und 6. Die Teamwertung gewann Jüterbog.

Frank Dombrowski

Gastgeber bei Kreistitelkämpfen stark

Die Jüterboger Gilde richtete nach den Druckluftmeisterschaften nun zum 2. Mal in diesem Jahr Kreismeisterschaften aus. Auf dem Programm standen Wettbewerbe, bei denen schon in nächster Zeit die Landesmeisterschaften anstehen und sich die Teilnehmer erst über die KM qualifizieren mussten. So wurden alle 100 m Kleinkaliber Disziplinen, Ordonnanzgewehr, Vorderlader Gewehr und Pistole sowie die Großkaliber Kurzwaffen Wettbewerbe auf 25 m geschossen. Mit 70 Gewehr- und 55 Pistolenstarts aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes war man mit der Beteiligung zufrieden. Nach 2 Corona Jahren, in denen man nur abgespeckte Wettbewerbe durchführte, wurden sämtliche Disziplinen ausgeschrieben. Nur die GK Auflagewettbewerbe wurden noch nicht durchgeführt. Diese finden an gleicher Stelle im Mai statt. Die Gastgeber waren mit 55 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Aber auch die Schützen aus Ludwigsfelde, traten 33 Mal an die Feuerlinie. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen beim Ordonnanzgewehr und den Pistolen- und Revolverdisziplinen wurde natürlich auch mit dem KK Gewehr aufgelegt mit Diopter Visierung und Zielfernrohr geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. Von den 60 Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen in 14 Disziplinen, holten die Flämingstädter 28 Titel vor Ludwigsfelde 19, Luckenwalde und Zossen je 4, Potsdam 3 sowie Petkus und Groß Ziescht je 1 Titel. Erfolgreichste Teilnehmer waren Mark Koschnick aus Ludwigsfelde mit 10 Einzel- und Mannschaftstiteln, Frank Dombrowski 9 und Markus Krawez 6 (beide Jüterbog).

Für die Gastgeber war das Ordonnanzgewehrschießen ein wichtiger Test vor den in einem Monat stattfindenden Landesmeisterschaften. Demnach dürften sich alle Jüterboger qualifiziert haben. Viele der Spitzenschützen betonten nach dem Wettkampf, dass sehr guten Sichtverhältnisse herrschten. Seit Jahren an der Spitze, führte auch diesmal Sebastian Kienast die Ergebnisliste der Herren I Klasse an. Im Wettbewerb mit offener Visierung glänzte er mit tollen 360 Ringen. Mit einem seiner stärksten Ergebnisse im Liegendanschlag (189) legte er den Grundstein für diese Leistung. Stabile 171 Ringe beim Stehendschießen sorgten für ein Ergebnis, das 12 Ringe über seinem eigenen Landesrekord lag. Auch Benedikt Crncic 329 und Christoph Hermann 328 zeigten sich gut in Form. In der Herren II Klasse siegte Frank Dombrowski 338 knapp vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel 334. Im Kampf um Platz 3 ging es sehr knapp zu. Hier entschied die Höhe der letzten Serie. Helmut Fahlenberg sicherte sich mit 298 den Bronzeplatz vor den ringgleichen Jörg Flemming und Markus Krawez. Sven Bakus 294 erreichte Platz 7 vor Manfred Langner 275 (alle Jüterbog). Im Teamwettbewerb siegte Jüterbog I mit schon DM tauglichen 1032 vor Jüterbog II 920 und Jüterbog III 902.

Obwohl es mit der geschlossenen Visierung meist einfacher ist, höhere Leistungen abzurufen, lagen die Resultate an der Spitze etwas niedriger. Sebastian Kienast, der mit 5 Titeln bei dieser KM zu den besten Schützen zählte, gewann in seiner Klasse mit 350 vor Christoph Hermann 320 und Mark Koschnick 278. In der höheren Altersklasse setzte sich Manfred Reichel denkbar knapp mit 334 vor dem ringgleichen Frank Dombrowski durch. Jörg Flemming landete mit 309 auf Platz 3 vor Sven Bakus 302. Markus Krawez lag auf Platz 6, erreichte mit 291 einen Ring mehr als Manfred Langner. Die Mannschaftswertung entschied Jüterbog I mit 1018 vor Jüterbog II 931.

Sehr gute Leistungen gab es auch beim 30 Schuss KK Gewehr Stehendschießen. Benedikt Crncic erzielte mit 289 Ringen das höchste Ergebnis. Im Juniorenwettbewerb siegte er vor Lisa Jakob 280. Sebastian Kienast holte den Titel in der Herren I mit 287. Frank Dombrowski und Markus Krawez gewannen in ihren Klassen.

Sechs Titel gab es beim Auflageschießen mit Diopter Visierung. Dombrowski erreichte 291 im Senioren I Feld und lag deutlich vor Thomas Malluschke 277 und Hendrik Papenroth 272. Egon Valentin 291 siegte in der Senioren IV über seinen Vereinskollegen Hans-Peter Neumann 278. Hans-Joachim Rehbein musste sich in der Senioren V Klasse mit 265 nur dem Kreisstädter Hans-Joachim Mölter 288 geschlagen geben. Weitere Sieger in diesem Wettbewerb waren Markus Krawez 264 und Bettina Kühne 238. Alle Mannschaftsentscheidungen holten sich die Jüterboger.

Leicht höhere Ergebnisse wurden beim Schießen mit Zielfernrohr erzielt. Trotz sehr windigen Verhältnissen an den 2 Wettkampftagen gab es hier Einzelerfolge durch Markus Krawez 267, Frank Dombrowski 295 und Egon Valentin 290. Den einzigen Titel für Petkus gewann Jörg Flemming 293.

Beim Vorderlader Perkussionsgewehrschießen gab es in den jüngeren Altersklassen Erfolge durch die Ludwigsfelder Mark Koschnick, Sebastian Feudner und Steffen John. In der Herren IV Klasse (ab 61 Jahre) kämpften nur Jüterboger. Hier setzte sich Heinz Krüger, der mit 81 Jahren älteste im Team, klar durch. Trotz einer Sechs erreichte er noch gute 132 Ringe und siegte vor Werner Panek 122, dem Gildevorsitzenden Gerald Kaplick 118 und dem Gildepräsidenten Wolfgang Gast 117. Die Teamwertung gewann Jüterbog vor Ludwigsfelde. Hans-Peter Neumann holte mit der Perkussionspistole in der Herren IV Klasse einen weiteren Jüterboger Titel.

Bei den Kurzwaffenwettbewerben überragte der Zossener Karl-Heinz Berger, der in allen 4 Disziplinen in der Herren IV Klasse siegte und bis auf Revolver .44 Magnum auch die höchsten Ergebnisse aller Schützen erzielte. Mit der 9 mm Pistole kam er auf 368 Ringe. Mit der 45er Pistole erreichte er 347 Ringe. Das höchste Kurzwaffenresultat erreichte er mit dem .357 Magnum Revolver, bei dem er auf 376 Ringe kam. Während die Ludwigsfelder in den Pistolendisziplinen stark vertreten waren und sich auch die Mannschaftstitel sichern konnten, waren die Jüterboger mit dem Revolver sowohl im Einzel als auch im Team erfolgreich. Mit der .44er Magnum entschied Dombrowski 341 die Herren III Konkurrenz vor seinem Mannschaftskollegen Thomas Heise 323. Markus Krawez siegte in seiner Klasse mit 308. Dennis Fröhling holte sich den .357 Magnum Titel in der Herren II mit 288.

Frank Dombrowski

Petkuser beim 3. KK Ranglisten Wettkampf

Der 3. Wettkampftag der Berliner Kleinkaliber Gewehr Rangliste brachte für die Schützen des Petkuser Teams kaum Veränderungen im Klassement. Wie schon bei den vorangegangenen ersten beiden Wettkämpfen, musste man auf viele Schützen der beiden Petkuser Mannschaften verzichten.  Mit 80 Startern kamen trotz strenger 2G plus Regel sehr viele Liegendkämpfer in die Berliner Walther Arena.

Auch nach 3 Wettkampftagen liegt Alexander Flemming aussichtsreich im Rennen, sich wieder einen Finalplatz beim Endkampf zu sichern. Als Tagesbester seines Teams blieb er mit 619,1 (591 ohne Zehntel) nur wenige Zehntelringe unter seiner Leistung vom November. Um eine Position ging es für ihn im Gesamtfeld nach oben auf Rang 3. Frank Dombrowski, der beim letzten Mal aussetzen musste, steigerte sich leicht auf 606,9 (582). Ausgerechnet der letzte Schuss (9,3) drückte sein Ergebnis nochmal etwas nach unten. Für den Sportleiter der Jüterboger Gilde war es ein ungewöhnliches Schießen. Allein 30 seiner 60 Schüsse lagen im Bereich zwischen 9,9 und 10,2 Ringen. Da fehlten die hohen Innenzehner, um im Klassement etwas zu bewirken. Um 2 Plätze fiel er auf Rang 30 herunter. Sein Teamkollege Benedikt Crncic lag mit 606,7 (579) nur 0,2 Ringe dahinter. Für ihn war es der erste Wettkampf in dieser Ranglistensaison. Mit 1832,7 hatte die erste Mannschaft die viertstärkste Tagesleistung erzielt. Aufgrund zu geringer Mannschaftsstärke beim Eröffnungswettkampf im Oktober liegt man aktuell nur auf Platz 14. Dies sollte sich aber im Verlauf noch ändern, da auch hier wie beim Einzel 2 Streichergebnisse nach Abschluss der Rangliste zur Geltung kommen. Eine deutliche Steigerung gab es für Christoph Hermann. Zum Vormonat ging es mehr als 10 Ringe nach oben und auch 10 Plätze konnte er gut machen. Nach 595,5 (570) liegt er nun auf Rang 77.

Juniorin Lisa Jakob zeigte in ihrem insgesamt zweiten Liegendkampf bei der Rangliste die stärkste Leistung im Team der 2. Mannschaft. Sieben Treffer in der Acht trübten zwar ihr Resultat etwas ein, doch mit 589,3 (557) konnte sie nach 13-monatiger Wettkampfpause zufrieden sein. Exakt das gleiche Resultat wie beim Wettkampf im November erzielte Helmut Fahlenberg. Der Senior kam wieder auf 588,3 (556). Jedoch verlor er 4 Positionen in der Gesamt-Einzelwertung. Bei Jörg Flemming klappte zu Beginn nicht viel. Ihm rutschte eine tiefe Sechs beim 4. Schuss in der ersten Serie heraus. Mit 574,7 (550) hatte er sein bislang niedrigstes Saisonergebnis erreicht. Er verlor 15 Plätze im Klassement.

Tagessiegerin wurde Isabell Vaorin von der ASG mit tollen 623,3 (593). Beeindruckend war hier ihre 5. Serie mit 106,0 Ringen. Alle 10 Treffer lagen in der Mouche (Innenzehn).  Mit 1752,3 gab es die schwächste Mannschaftsleistung der 2. Mannschaft in der Saison. Dennoch liegt man mit Platz 12 noch vor der 1. Mannschaft. Die 3. Mannschaft des PSV Olympia Berlin liegt weiterhin an der Spitze vor dem Mannschaftstagessieger ASG Brandenburg und der 2. Mannschaft des Gastgebers.

Beim Schießen im Dreistellungskampf verbesserte sich Benedikt Crncic um 6 auf 537 Ringe. Er belegt derzeit Platz 28. Lisa Jakob büßte vor allem beim Stehendanschlag einige Ringe ein. Sie rangiert nach 531 Ringen auf Platz 30.

Tageswertung Liegend:

1. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I 623,3
2. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II 621,8
3. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III 620,7
4. Rumpf Horst-Peter PSV Olympia Berlin III 619,6
5. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I 619,1
6. Edelmann Tobias SGes Bockau 1871 618,7
7. Schönfelder Martin SV Treffer Plauen 617,0
8. Eckardt Alexander SV Elxleben 615,2
9. Malbrecht René ASG Brandenburg I 615,2
10. Lange Marlies SV Neuenhagen 2000 614,9
28. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I 606,9
29. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I 606,7
52. Hermann Christoph Sportschützen Petkus I 595,5
62. Jakob Lisa Sportschützen Petkus II 589,3
64. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II 588,3
74. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II 574,7

Gesamtwertung Liegend:

1. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III 621,07
2. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I 620,60
3. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I 618,10
4. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II 617,83
5. Rumpf Horst-Peter PSV Olympia Berlin III 616,60
6. Malbrecht René ASG Brandenburg I 616,10
7. Lobasiuk Slawomir PSV Olympia Berlin III 615,95
8. Crainicov Oxana PSV Olympia Berlin I 615,30
9. Lange Marlies SV Neuenhagen 2000 614,90
10. Eckardt Alexander SV Elxleben 614,17
30. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I 606,75
31. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I 606,70
41. König David Sportschützen Petkus I 603,80
77. Hermann Christoph Sportschützen Petkus I 590,40
81. Jakob Lisa Sportschützen Petkus II 589,30
87. Langner Manfred Sportschützen Petkus II 586,45
93. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II 583,90
98. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II 582,83
103. Louvet Ingo Sportschützen Petkus II 569,50

Mannschaftsgesamtwertung:

1. PSV Olympia Berlin III 1.849,5
2. ASG Brandenburg I 1.845,1
3. PSV Olympia Berlin II 1.840,5
4. Sgi 1418 zu Bernau I 1.824,6
5. Schützengesellchaft Bockau 1871 1.820,2
6. SV SSK Dvory 1.817,0
7. LV Sachsen-Anhalt 1.806,3
8. SchV Hamwarde 1.806,2
9. SV Treffer Plauen 1.803,0
10. Sgi zu Köpenick 1.787,9
11. SV Briesen 1.776,4
12. Sportschützen Petkus II 1.766,1
13. Sommerbiathlon 1.678,8
14. Sportschützen Petkus I 1.619,9
15. SV Chemnitz I 1.617,4
16. NBSG 1.595,3
17. Sgi 1418 zu Bernau II 1.575,3
18. SV Neuenhagen 2000 1.415,6
19. Sgi zu Lübben 1.208,0
20. PSV Olympia Berlin I 1.017,7
21. SV Chemnitz  II 1.008,8
22. ASG Brandenburg II 882,2
23. LA Nachwuchs Sachsen 604,3

Frank Dombrowski

Überragender Sebastian Kienast holt bei Ordonnanz DM doppelt Silber

In Hannover wurden beim Niedersächsischen Sportschützenverband die Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehrschießen 20+20 ausgetragen. Zum 7. Mal infolge war die Landeshauptstadt Austragungsort dieser Titelkämpfe. Erstmalig fanden zeitgleich die Meisterschaften mit dem KK Unterhebel Repetierer statt. Nach dem im letzten Jahr coronabedingt keine Meisterschaften stattfanden, war man gespannt, wie sich der Leistungsstand in den Vereinen entwickelt hatte. Viele Schützen hatten kaum Möglichkeiten Trainingsschießen durchzuführen oder Wettkampferfahrungen zu sammeln. Vielleicht auch deshalb, lagen die Qualifikationszahlen zu dieser DM niedriger als in den Jahren zuvor. In diesem Jahr entschied man sich, die Wettbewerbe mit offener und geschlossener Visierung in Herren I und Herren II Klasse auszuschreiben, nach dem man in den letzten 5 Jahren nur in offener Wertungsklasse starten konnte. Lediglich die Mannschaften konnten offen besetzt werden. Bei angenehmen äußeren Bedingungen gingen während der 2 Tage 153 Schützinnen und Schützen aus 15 Landesverbänden an den Start. Die Jüterboger Gilde, die sich über verschiedene Qualifikationswettkämpfe für diese Meisterschaften qualifizieren konnte, stellte das mit Abstand größte Aufgebot aller Schützen. War man 1998 in Amberg noch mit einem Starter dabei, hatten sich diesmal 11 Jüterboger mit 20 Einzelstarts und 6 Mannschaftsstarts qualifiziert, so viele wie noch nie. Sie waren die einzigen Schützen des BSB, die sich hierfür qualifizieren konnten.

Obwohl die Ausschreibung vorsah, Mannschaften erst vor Ort zu benennen, wurden durch die Landesverbände diese doch gemeldet, was später aus Jüterboger Sicht für Verwirrung sorgte und sehr viel Nerven kostete. Mannschaftsleiter Frank Dombrowski hatte die Mannschaften am ersten Tag vor Ort umgemeldet. Zuvor waren die Startunterlagen mit fehlerhaften Angaben an die Verbände geschickt worden. Die Folge war, dass anfangs fast Niemand der Flämingstädter mehr wusste, wann er dran ist. Diese Meisterschaft war doch anders als die bisherigen. So wurde das gewohnte Einschießen der Waffen für die Schützen, die einen Tag vor dem Wettkampf anreisten, gestrichen. Auch fand kein Endkampf der besten 6 Einzelschützen statt. Anmelden konnte man sich erst am Wettkampftag 1,5 Stunden vor dem Start, was bei Unstimmigkeiten natürlich zu Problemen führte und Zugang zur Wettkampfstätte erhielt man erst 30 Minuten vor dem Start. Teilnehmer, die keinen Impfnachweis hatten, mussten sich noch einen tagesgültigen Negativtest besorgen.

Am ersten Tag stand das Schießen mit offener Visierung auf dem Programm. Bei seiner 14. DM Teilnahme mit dem Ordonnanzgewehr wollte Sebastian Kienast in der Herren I Klasse vorn mitmischen. Obwohl es in dieser Disziplin erst sein dritter DM-Start war, und er 6 Stunden warten musste, bis er im letzten Durchgang an der Reihe war, legte er mit souveränen 180 (90+90) Liegendringen ordentlich vor. Auch im stehenden Anschlag landeten alle 20 Schüsse innerhalb des schwarzen Scheibenspiegels. Nach 166 (83+83) Ringen kamen mit seinem Schweden Mauser M96 Gewehr 346 Ringe zusammen. Seine persönliche DM Bestleistung aus den Jahren 2018 und 2019 hatte er um 2 Ringe steigern können. Seine Teamkollegen fieberten mit, verfolgten jeden seiner Schüsse auf den Monitoren vor dem Schützenstand und auch die der Konkurrenz. Im gleichen Durchgang hatte Armin Eichele von der württembergischen SG Gächingen 350 Ringe erzielt und sich die Deutsche Meisterschaft gesichert. Für Kienast hatte es nach seiner Silbermedaille 2017 wieder zum 2. Platz gereicht. Er bestätigte damit seine absolute Topform, die er schon bei der Brandenburg Meisterschaft und beim Bürger-Meister-Pokal gezeigt hatte. Platz 3 ging an Eicheles Teamkollege Mario Zeller 338. Stark präsentierte sich auch Christoph Hermann. Mit Platz 9 erreichte er seine bislang beste DM Platzierung. Bei seinen 327 Ringen ging nur 1 Stehendschuss ins Weiße. Benedikt Crncic war das erste Mal in Hannover dabei und erzielte einen guten 13. Platz. Solide 171 liegend und 143 stehend bescherten ihm 314 Ringe.

Die teilnehmerstärkste Klasse war erwartungsgemäß die Herren II Klasse mit 64 Startern. Hier hatte sich Frank Dombrowski nach zuletzt guten Trainingsresultaten einiges vorgenommen. Doch nach nur 173 Ringen liegend und einer völlig verkorksten ersten 62er Stehendserie konnte auch die anschließende 76er nicht mehr viel bewirken. Mit Platz 30 und 311 Ringen war er zwar als bester seines Teams in dieser Klasse positioniert, doch das war nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Auch die anderen Resultate der Jüterboger Schützen hätten besser ausfallen können. Senior Manfred Reichel kam mit seinem Schweizer K31 über 307 Ringe nicht hinaus. Hier waren 162 im liegenden Anschlag zu wenig. Er belegte Platz 38. Jörg Flemming startete mit einer 90er Liegendserie und fünf Zehnern gut in den Wettkampf, doch nach einer schwachen 77er musste er seinen Wettkampf unterbrechen. Im Stehendanschlag wurden keine Treffer mehr angezeigt. Dies passierte mehreren Schützen zu Beginn. Grund war der Staub, der sich beim Schießen auf die Elektronik absetzte. Er konnte erst im nächsten Durchgang seinen Wettkampf beenden. Doch gerade beim sonst starken Stehendanschlag klappte nicht viel. Die Hälfte der 20 Schüsse ging ins Weiße. Mit nur 299 Ringen und Platz 48 büßte er 35 Ringe zum letzten Wettkampf ein. Manfred Langner blieb knapp unter seinem Qualifikationsresultat und Ingo Louvet hatte nach gutem Beginn im zuletzt sicheren Stehendschießen erhebliche Schwierigkeiten.  Beide erreichten 296 Ringe und belegten die Plätze 49 und 50. Ein Bedienungsfehler am Umschalter von Liegend zu Stehend führte dazu, dass beim Ergebnis von Sven Bakus noch einige Strafringe abgezogen wurden. So kamen nur 290 Ringe und Platz 55 zustande. Helmut Fahlenberg, mit 68 Jahren ältester im Team, erreichte Platz 59. Nach guten 171 Ringen liegend, lief es stehend nicht so gut. Durch 3 „Fahrkarten“ schrumpfte sein Resultat auf 281 Ringe.

Die Jüterboger, die seit Jahren bestrebt sind im Mannschaftskampf mindestens Platz 6 zu erreichen, verfehlten diesen ganz knapp. Nur 1 Ring fehlte der 1. Mannschaft. Mit 972 Ringen belegten Kienast, Hermann und Flemming Platz 7. Die 2. Mannschaft mit Reichel, Louvet und Dombrowski erreichte mit 914 Platz 11, knapp vor der 3. Mannschaft mit 900 Ringen und Platz 12 mit Langner, Bakus und Crncic. Meister wurde die SG Schmölln 1023 aus Thüringen vor Gächingen 1005 und der rheinischen St. Seb. SBr Villip 981.

Der 2. Wettkampftag, dem Schießen mit Diopter-Visierung, lief doch wesentlich entspannter ab. Jeder wusste, wann er an der Reihe war und auch die Anmeldung bzw. der Einlass zur Wettkampfstätte wurde großzügiger gehandhabt. Schließlich herrschte Maskenpflicht im Gebäude und es waren kaum mehr als 30 Personen zeitgleich auf dem großen Stand. Mit dem Erfolg des Vortages in der Tasche konnte Kienast nun unbeschwert in seiner Paradedisziplin an die Feuerlinie treten. Im vorletzten Durchgang startend, zeigte er wieder eine bravouröse Leistung. Nach einer tiefen Sieben zum Ende der ersten Liegendserie legte er in der zweiten noch mal zu. Vier der letzten 6 Schüsse flogen in die Zehn. Mit 181 hatte er wieder eine solide Ausgangslage für seinen starken Stehendanschlag geschaffen. Seine Mannschaftskollegen rechneten fleißig mit. „Jetzt nur noch 2x 85 und er hätte die Führung“. Doch dann landete der 3. Schuss in der Sechs. Kienast blieb ruhig, setzte in dieser Serie noch 4 Schüsse in die Zehn und hatte 88 erstmal sicher. Nach weiteren 83 verdrängte er mit 352 Ringen die bis dahin führende Susanne Linke 349 vom Tesching SV Igelshieb aus Thüringen von der Spitzenposition. Doch auch Steffen Hentschel aus Rochlitz (Sachsen), der zeitgleich mit Kienast schoss, und sich mit 189 nach dem Liegendschießen schon einen Vorsprung erarbeitete, kämpfte um jeden Ring. Am Ende lag er mit 353 einen Ring vor dem Jüterboger. Als im letzten Durchgang noch 2 weitere Schützen mit ihren Resultaten über dieser Marke lagen und die Endergebnisse ausgehangen wurden, war den Jüterbogern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Nur Platz 4“. Mehr als die Hälfte der Jüterboger waren inzwischen abgereist, ohne zu wissen, dass es innerhalb der Einspruchsfrist einen Protest gegen die Wertung gab. Die beiden Schützen des letzten Durchgangs wurden irrtümlich in der Herren I Klasse gewertet und so blieb es beim 2. Platz für den 36-Jährigen Jüterboger. Was für ein toller Erfolg! Hochmotiviert vom guten Abschneiden mit offener Visierung glänzte Christoph Hermann auch diesmal. Mit 341 Ringen hatte er seine pers. Bestleistung nur um 1 Ring verfehlt. Seine Top Platzierung vom Vortag verbesserte er auf Rang 8. Junior Benedikt Crncic kam mit 302 Ringen auf Rang 13.

Im Feld der Herren II Klasse gab es an der Spitze eine knappe Entscheidung. Hier siegte Thomas Beier aus Schmölln mit 360 Ringen und der besseren letzten Serie vor Hans Wagensonner von der FSG Moosburg und Bernd Krahforst 359 aus Villip. Ingo Louvet und Manfred Reichel, die im Team mit Kienast in der 1. Jüterboger Mannschaft kämpften, kamen nicht an ihr derzeitiges Leistungsniveau heran. Mit je 322 Ringen lagen sie auf Platz 29 bzw. 30. Dennoch hatten sie es endlich geschafft, sich mit 996 Ringen den 6. Platz in der Mannschaftswertung und damit die ersehnte Urkunde zu sichern. Darauf hatte die Gilde lange warten müssen. Zuletzt gelang dies im Jahr 2004. Auf 308 Ringe kam Jörg Flemming. Der Ordonnanzgewehr Referent des BSB hatte schon beim Liegendschießen Probleme. Nach einer Vier in der 2. Serie, rutschte ihm auch noch ein Schuss auf die Nachbarscheibe heraus. Mit Platz 42 lag er direkt vor Frank Dombrowski, der auch 308 Ringe aufzuweisen hatte. Vielen unnötigen Achten im Liegendanschlag, folgten zu viele schlechte Schüsse beim Stehendschießen, verursacht durch eine nicht optimale Ausrichtung zur Scheibe. Zusammen mit Hermann belegte die 2. Jüterboger Mannschaft mit 957 Rang 9. Die Schützen der 3. Mannschaft lagen ebenfalls dicht beieinander. Sven Bakus 297, der vor allem stehend viele Ringe liegen ließ, kam auf Platz 49 vor Manfred Langner 296. Zusammen mit Crncic erreichte Jüterbog III den 13. Platz und 895 Ringe. Mannschaftssieger wurde Villip mit 1055 vor Schmölln 1047 und Moosburg 1034.

Frank Dombrowski

Sebastian Kienast bei Meisterschaft überragend

Am 17. Juli veranstaltete der Brandenburger Schützenbund seine Brandenburgische Meisterschaft Ordonnanzgewehr 20+20 in Jüterbog. Die dort ansässige Gilde führte diese Meisterschaft erstmals in Eigenregie durch. Bei sommerlich warmen Temperaturen ging es in erster Linie darum, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Neben den 30 Brandenburger Startmeldungen, waren auch zwei Schützen vom SVBB mit dabei, da ihr Verband keine Meisterschaft bzw. Qualifikationswettkampf in Planung hatte. Mit 11 Teilnehmern und 20 Starts stellte die gastgebende Gilde erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch einige Schützen aus Golßen, Ahrensfelde und Oranienburg beteiligten sich am Geschehen. Nach 10 Monaten Wettkampfpause mit dem Ordonnanzgewehr und so gut wie kein Training, war man auf Seite der Gastgeber gespannt, wie hoch das Leistungsniveau sein wird. Da hier keine Mannschaftswertung ausgeschrieben war, musste jeder möglichst hohe Ergebnisse erzielen, um eine Chance auf eine eventuelle Teilnahme zur DM in Hannover im September zu haben. Sowohl mit geschlossener als auch mit offener Visierung zeigten sich die Jüterboger in guter Form. Sie belegten in allen Konkurrenzen die vordersten Plätze.

Schon jetzt erreichte Sebastian Kienast eine DM taugliche Form. Nach seinem letzten Wettkampf im September 2020, wo er schon mit 358 bei der geschlossenen Visierung überzeugte, legte er noch einmal einen Ring drauf. Der DM-Zweite von 2017 schoss zunächst gewohnt starke 183 Ringe liegend. Als ihm in der 2. Stehendserie eine Fünf herausrutschte, ärgerte er sich. Dieser Schuss verhinderte einen 9er Schnitt. Nach 176 Stehendringen und 359 Gesamtringen hatte er immer noch eines seiner besten Ergebnisse erzielt. Überlegen gewann er die Herren I Klasse. Auch Christoph Hermann wartete mit einer Spitzenleistung auf. Nach so langer Pause schoss auch er aus dem Kalten sehr gute 342 Ringe. Seine neue persönliche Bestleistung hätte sogar noch höher ausfallen können, ließ er doch in der ersten Serie im liegenden Anschlag (79) viele Ringe liegen. Beim Stehendschießen überzeugte er eindrucksvoll mit starken 170 Ringen. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, erzielte mit 328 Ringen den 3. Platz. Was das Wert ist, wird man erst später sehen. Der DSB hatte kurzfristig den Meldeschluss zur DM um einen Monat nach hinten verschoben. Deshalb lassen die Limit-Zahlen noch auf sich warten. Bedingt durch Corona ist mit einem deutlichen Anstieg dieser Zahlen zu rechnen, da man wohl wegen der Abstandsregel auf einige Stände verzichten wird. In der Herren III Klasse glänzte Manfred Reichel mit tollen 345 Ringen. Er setzte sich gegen den Luckenwalder Ingo Louvet durch, der mit 335 Ringen eine neue Bestmarke für sich erzielte. Ausschlaggebend für diese Leistung waren starke 160 Stehendringe. Der erfahrene Jörg Flemming der die meisten DM Einsätze der Gilde zu verzeichnen hat, kam diesmal über 312 nicht hinaus. Auf dem undankbaren 4. Platz landete Manfred Langner mit 308 Ringen.

Mit offener Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze der Herren I Klasse. Sebastian Kienast dominierte mit 353 die Konkurrenz und lag wieder vor Hermann 327 und Dombrowski 325, der durch einige Treffer ins Weiße fast 20 Ringe in der letzten Serie einbüßte. Zum ersten Mal mit dem Ordonnanzgewehr bei einem Wettkampf dabei, konnte Benedikt Crncic mit 318 Ringen überzeugen. Hier sind nach Betrachtung der einzelnen Serien noch große Reserven erkennbar. Er setzte sich ringgleich, wegen der besser geschossenen letzten Serie knapp gegen seinen Teamkollegen Sven Bakus durch. Bei den Herren III gab es eine große Überraschung an der Spitze. Hier gewann Ingo Louvet mit 329 Ringen. Auch hier war es die gute Stehendleistung, die den Erfolg brachte. Manfred Langner kam auf Platz 2 und verbesserte seinen Hausrekord auf 303 Ringe. Die Routiniers Manfred Reichel 301 und Jörg Flemming 295 hatten größere Probleme mit ihren Gewehren. Während sich bei Reichel (3. Platz) die Systemhalteschraube seines Schweizer K31 löste, kamen bei Flemming (6. Platz) Probleme mit dem Visier seines M38 Schweden Mauser auf. Rene Weinland kam auf 300 Ringe und wurde Vierter vor Helmut Fahlenberg 296.

Frank Dombrowski

Fortsetzung der Berliner KK Liegend Rangliste

Nach 6 Monaten Pause wurde in der Berliner Walther Arena unter strengen Hygieneregeln die Kleinkaliber Liegend Rangliste fortgesetzt. Es stand der sechste und letzte Wettkampf vor dem Endkampf auf dem Programm. Beteiligten sich im Februar noch 90 Schützen, kamen diesmal mit 66 Startern doch deutlich weniger. Hier dürfte die Terminverschiebung nach der Corona bedingten Schließung der Anlage die Ursache für den Rückgang sein. Das Petkuser Liegend Team brachte 9 Teilnehmer an den Start. Damit waren nur die Gastgeber vom PSV Olympia mit 13 Schützen stärker vertreten. Die Zielsetzung der besten 3 im Team war das Erreichen des Endkampfes im September. Für diesen, wird Ranglistenchef Rainer Bennewitz 44 Starter zulassen.

Der in der Gesamtwertung bis zu diesem Wettkampf führende Alexander Flemming zeigte auch diesmal wieder eine souveräne Leistung. Mit 619,3 Ringen erzielte er die zweitbeste Tagesleistung. Nach alter Wertung ohne Zehntel waren es wieder starke 593 (99, 99, 99, 99, 99, 98). Obwohl der zweite in der Gesamtwertung Michael Wischnewsky mit 623,3 (593) ganze 4 Ringe besser war und den Tagessieg erkämpfte, reichte es für Flemming in der Gesamtwertung ganz knapp für die Führung. Frank Dombrowski zeigte seine zweitbeste Saisonleistung. Dabei nahm sein Wettkampf einen ungewöhnlichen Verlauf. Anfangs trotz einer Acht noch gut dabei, erreichte er 102,9. Die 2. Serie beendete er mit 105,3, dem höchsten Serienwert des gesamten Feldes. Als er dann von seinem rechten Nachbarschützen einen Kreuzschuss auf die Scheibe bekam und ihm irrtümlich noch ein Schuss abgezogen wurde, war es mit der Konzentration schon fast vorbei. Hier reagierte das Kampfrichterteam sehr schnell und in dem Moment, als die Anzeige wieder korrekt war, schoss ihm der Schütze zu seiner linken Seite eine Sieben auf seine Scheibe. So etwas hatte er in 27 Jahren Sportschießen noch nicht erlebt. In der Folge schlichen sich dann doch einige Neuner ein. Zudem kam er in Schwierigkeiten mit der Wettkampfzeit. Dennoch erreichte er 610,8 (580), steigerte sein Durchschnittsergebnis auf 609,2 und verbesserte sich im Gesamtfeld deutlich um 9 Plätze auf Rang 26. Junior Benedikt Crncic machte 5 Plätze im Klassement gut, trotz 5 Ringen weniger als beim Februar Wettkampf. Nach 605,3 (578) beendete er auf Rang 30 die Vorrunde und qualifizierte sich für den Endkampf.

Mit Saisonbestleistung beendete Jörg Flemming die diesjährige Rangliste. Wenn auch nur um 0,1 Ringe ging es im Vergleich zum 4. Wettkampf auf 595,6 (570) hinauf. Er machte im Gesamtfeld einen großen Sprung von Platz 87 auf 69. Helmut Fahlenberg erreichte diesmal nur in der ersten Serie mehr als 100 Ringe. Mit 587,7 (561) seiner niedrigsten Saisonleistung, machte er trotzdem noch 5 Plätze gut, da dieses Resultat als eines seiner beiden Streichergebnisse gewertet wurde. Mit einem Schnitt von etwas mehr als 598 liegt er zum Abschluss der Rangliste auf Platz 57. Keinen guten Wettkampf erlebte Christoph Hermann. Lediglich 581,9 (555) Ringe kamen zu Stande, nach dem er doch beim letzten Mal noch über der 600er Marke war. Neun Achter waren doch etwas zu viel. Da er nur 3 Saisonwettkämpfe bestritt, kam er nicht in die reguläre Wertung. Am Ende blieb ihm Platz 105. Auch bei Manfred Langner klappte es nicht wie gewohnt. Auch er musste seine niedrigste Saisonleistung hinnehmen. Mit 580,1 (557) verbesserte er sich dennoch um 7 Plätze auf Rang 66. Kreissportleiter Mark Koschnick kam auf 576,6 (548). Der Linksschütze, der für sein 60 Schussprogramm nur 20 Minuten benötigte, blieb nur knapp unter seinem Durchschnitt. Von Platz 103 verbesserte er sich auf 82. In etwa auf dem Niveau ihrer letzten Wettkämpfe, schoss Jana Goldammer. Sie machte den größten Sprung. Nach 562,0 (534) verbesserte sie ihr Durchschnittsresultat auf 566 und machte 24 Plätze gut auf 87.

In der Mannschaftswertung rutschte das erste Petkuser Team von Platz 4 auf 5 ab. Das zweite Team der Gastgeber hatte sich die Position zurück erkämpft. Die zweite Mannschaft der Schützen vom Golm blieb auf Rang 15. An der Spitze gab es keine Veränderung. PSV Olympia III liegt vor dem tschechischen SSK Dvory und der ASG Brandenburg. Im Dreistellungskampf erzielte Benedikt Crncic mit 526 Ringen zwar sein niedrigstes Resultat in der Saison, konnte sich aber auf Platz 19 liegend für den Endkampf qualifizieren.

Frank Dombrowski

Tageswertung:

1. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III   623,3
2. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I   619,3
3. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I   619,0
4. Malbrecht René ASG Brandenburg I   618,9
5. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II   618,2
6. Lobasiuk Slawomir PSV Olympia Berlin III   616,6
7. Rosenkranz Birgit SV Chemnitz 1990 e.V.   616,4
8. Hilliger Sven HSV Söllichau   613,1
9. Eick René PSV Olympia Berlin III   612,8
10. Edelmann Tobias SGes Bockau 1871   612,4
15. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I   610,8
25. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I   605,3
44. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II   595,6
51. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II   587,7
56. Hermann Christoph Sportschützen Petkus II   581,9
57. Langner Manfred Sportschützen Petkus I   580,1
58. Koschnick Mark Sportschützen Petkus III   576,6
62. Goldammer Jana Sportschützen Petkus III   562,0

 

Gesamtwertung:

1. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I   622,25
2. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III   622,05
3. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I   618,08
4. Tolonitz Jana LV Sachsen-Anhalt   616,68
5. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II   615,50
6. Ravani Jay PSV Olympia Berlin I   614,80
7. Martens Hendrik PSV Olympia Berlin II   614,78
8. Lobasiuk Slawomir PSV Olympia Berlin III   614,33
9. Hilliger Sven HSV Söllichau   614,08
10. Malbrecht René ASG Brandenburg I   613,68
26. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I   609,20
30. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I   608,15
57. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II   598,58
66. Langner Manfred Sportschützen Petkus I   596,90
69. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II   593,08
78. König David Sportschützen Petkus II   583,43
82. Koschnick Mark Sportschützen Petkus III   577,93
87. Goldammer Jana Sportschützen Petkus III   566,33
100. Bakus Sven Sportschützen Petkus I   599,97
105. Hermann Christoph Sportschützen Petkus II   591,43
106. Louvet Ingo Sportschützen Petkus II   591,20
108. Geske Thea Sportschützen Petkus III   584,60
115. Hahn Johann Sportschützen Petkus III   569,30

 

Mannschaftswertung:

Platz Mannschaft   Gesamt Vork.
1. PSV Olympia Berlin III   1.850,0
2. SV SSK Dvory   1.843,7
3. ASG Brandenburg I   1.843,2
4. PSV Olympia Berlin II   1.839,0
5. Sportschützen Petkus I   1.837,8
6. SV Neuenhagen 2000   1.827,6
7. NBSG   1.824,0
8. Schützengesellchaft Bockau 1871   1.823,9
9. LV Sachsen-Anhalt   1.817,9
10. SGem. Medewitz / Chemnitz   1.810,8
11. Sgi 1418 zu Bernau   1.810,2
12. SV Treffer Plauen   1.805,9
13. PSV Olympia Berlin I   1.799,2
14. Sgi zu Lübben   1.798,5
15. Sportschützen Petkus II   1.781,0
16. SV Briesen   1.773,7
17. Sgi zu Köpenick   1.704,5
18. SV Chemnitz   1.678,6
19. Sommerbiathlon   1.668,6
20. ASG Brandenburg II   1.465,4
21. Weißwasseraner SV   1.437,7
22. Sportschützen Petkus III   1.290,4

Kleinkaliber Schützen holen wichtige Punkte

Am 5. Wettkampftag der Berliner Kleinkaliber Rangliste im Liegendschießen konnten die Petkuser Schützen 3 Positionen im Mannschaftsklassement gut machen. Obwohl sie auch von den Chemnitzern profitierten, die ihre ersten beiden Mannschaften nicht komplett an den Start bringen konnten. Mit 89 Teilnehmern darunter wieder 11 vom SSV Petkus, lag  die Beteiligung leicht höher als im Februarwettkampf. Sechs Schützen vom Golm hatten in der Berliner Walther Arena teilweise deutliche Leistungssteigerungen zum Vormonat hingelegt.

Kurz vor den Kreismeisterschaften, die dann auf dem Potsdamer Freiluftstand ausgetragen werden, zeigte Alexander Flemming wieder einmal die stärkste Leistung. Nachdem es im Februar nicht so gut für ihn lief, glänzte er diesmal mit 582 Ringen. Ein konstanter Serienverlauf zwischen 96 und 99 gab dafür den Ausschlag. Gleich um 14 Plätze verbesserte er sich im Gesamtfeld auf Rang 21. Auch Sven Bakus machte weiter Boden gut. Trotz einem Ring weniger als beim letzten Mal, erreichte auch er 582 Ringe und brachte sein Durchschnittsresultat auf mehr als 578 Ringe nach oben. 6 Plätze ging es für ihn nach oben auf Rang 48. Frank Dombrowski, der beim letzten Mal stärkster im Team war, konnte nicht an seine Topleistung anknüpfen. Er hatte die anfänglichen Schüsse unsauber gedrückt, sich dann aber von Serie zu Serie verbessert. Seine 575 Ringe brachten ihm dennoch eine kleine Steigerung ein. Auf Platz 47 liegt er ringgleich unmittelbar vor Bakus.

Eine tolle Vorstellung lieferte Senior Helmut Fahlenberg. Lediglich eine Serie lag unter der 96er Marke. Mit guten 576 Ringen zeigte er die drittstärkste Leistung im Team. Nach seiner unplanmäßigen Aufgabe beim letzten Mal, die als Streichresultat in die Wertung kam, schob er sich nun von Platz 90 auf 61 weit hinauf. Zu alter Stärke zurück, kehrte der Kreisstädter Ingo Louvet. Seine Saisonbestleistung von 571 Ringen brachte ihn zurück zu seinen gewohnten Resultaten. Er rutschte 2 Positionen nach oben. Der Vereinsvorsitzende Jörg Flemming erreichte dank einer guten 97er Schlussserie den 95er Schnitt auf 570 Ringe. Wie Sohn Alexander, lag er 16 Ringe höher als im Februar. Auf Platz 64 liegend, rangiert er derzeit im Mittelfeld der Rangliste. Katrin Berndt aus Golßen sackte trotz leichter Steigerung auf 562 Ringe 4 Plätze im Klassement ab. Nicht an seine Spitzenleistung anknüpfen konnte Christoph Hermann. Mit 12 Ringen weniger als beim letzten Mal, brachte er nur 561 Ringe auf die Scheibe. So ging es für ihn 10 Plätze abwärts. Barbara Schilling hatte etwas Pech bei ihrem Liegendkampf. Schon beim Probeschießen waren die ersten Schüsse nicht angezeigt worden. Trotz eines Neustarts der elektronischen Anlage musste sie ihren Stand verlassen und sich auf einem Ersatzstand neu einrichten. Sichtlich angespannt nutzte sie die volle Wettkampfzeit bis zur letzten Minute aus. Dennoch waren die 552 Ringe ihr niedrigstes Resultat der laufenden Saison. Um 3 Plätze fiel sie nach unten ab.

Für die Überraschung im Team sorgte Siegfried Zimmer. Der Senior zeigte seinen stärksten Ranglistenkampf seit April 2012. Bei den erzielten 550 Ringen lagen lediglich die Anfangs- und Schlussserie leicht unter der 90er Marke. So konnte er sich um 20 Ringe zum Vormonat steigern. Matthias Wäsche blieb mit 531 Ringen diesmal leicht unter seinem Niveau.

Den Tagessieg erkämpfte sich erstmals Frank Schwarz vom gastgebenden PSV Olympia Berlin mit 595 Ringen knapp vor seinen Mannschaftskollegen Michael Wischnewsky 594 und Jörg Bott 593. Die Teamwertung führen weiterhin die ersten 3 Mannschaften der Gastgeber an. Die erste Mannschaft der Petkuser liegt durch die gezeigte zweitstärkste Saisonleistung jetzt auf Rang 7 mit 9 Punkten Vorsprung vor der ersten Chemnitzer Mannschaft. Hier dürfte es aber beim Abschlusswettkampf im April zu keinen großen Verschiebungen mehr kommen. Die 2. Mannschaft rutschte eine Position im Klassement nach unten. Im Einzel wird es bedingt durch Streichresultate und verschiedener Wettkampfanzahl noch zu großen Veränderungen kommen.

Frank Dombrowski