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Gastgeber dominieren Kreismeisterschaften Ordonnanzgewehr

Bei der Jüterboger Gilde wurden die diesjährigen Kreistitelkämpfe Ordonnanzgewehr 100 m und Großkaliber Pistole Präzision 25 m veranstaltet. Für den KSB war es die zweite Großveranstaltung in diesem Jahr nach dem Bürger-Meister-Pokal im August. Mit 64 Gewehr- und 13 Pistolenschützen aus 7 Vereinen des Kreisschützenbundes lag die Beteiligung unter der des Vorjahres. Die Verantwortlichen hatten sich für die Ausrichtung dieser Meisterschaften entschieden, da besonders in Teltow Fläming viele Ordonnanzschützen lange Zeit auf Wettkämpfe warten mussten. Die Gastgeber waren mit 33 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen wurde natürlich auch aufgelegt mit offener und geschlossener Visierung geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. In 10 der 16 Einzelkonkurrenzen holten sie die Titel. Hier gewann Frank Dombrowski als erfolgreichster Teilnehmer dieser KM bei seinen 5 Starts 4 Titel.

Nur wenige Wochen nach den Deutschen Meisterschaften wollte Sebastian Kienast noch einmal zeigen, dass die Silbermedaillen von Hannover kein Zufall waren. Bei sehr angenehmen äußeren Bedingungen störte nur die tief stehende Sonne, die fast alle Schützen blendete und ein beobachten der Schüsse durch das Spektiv deutlich erschwerte. Kienast, der diesmal im Wettbewerb mit Diopter Visierung in der Herren I Klasse (ab 21 Jahre) antrat, zeigte erneut eine überragende Leistung. Nach gewohnt gutem Liegendanschlag (182) folgte ein unglaubliches Stehendschießen. Mit u. a.  6 Treffern in der Zehn und 9 in der Neun erreichte er 180 Ringe. Das gelang ihm bisher nur einmal. Bei den Vereinsmeisterschaften vor 7 Jahren als er seine pers. Bestleistung von 365 Ringen aufstellte. Diesmal kamen 362 Ringe zusammen, sein zweitbestes je erzieltes Ergebnis. Mit dieser Leistung lag er 9 Ringe über der des aktuellen Deutschen Meisters. Dombrowski, der sich im Vergleich zur DM deutlich steigern konnte, siegte mit 336 in der Herren II Klasse (ab 41 Jahre) vor seinem Vereinskollegen Manfred Langner 304 und Mark Koschnick aus Ludwigsfelde 296. Mit offener Visierung setzte sich Dombrowski mit 331 vor der Rangsdorferin Daniela Britze 286 und Jürgen Alf 246 aus der Landeshauptstadt durch. Alexander Baumer vom PSV Zossen entschied die Herren I mit 289 für sich.

Die größten Teilnehmerfelder gab es beim 30 Schuss Auflageschießen. Über Kimme und Korn siegte Kienast 262 in seiner Klasse auch hier. Dombrowski 276 setzte sich gegen seinen Teamkameraden Markus Krawez 274 und den Zossener Torsten Kühne 253 durch. In der Senioren I Klasse gab es einen Dreifacherfolg für die Flämingstädter. Thomas Malluschke 270 wurde Kreismeister vor Hendrik Papenroth 261 und Ralf Schulze 260. Für Ludwigsfelde gewann Wolfgang Heinze den Titel in der Senioren III Klasse. Mit 270 Ringen erzielte er exakt den Neuner Schnitt und verdrängte den Jüterboger Klaus Jannasch 267 und den Potsdamer Jürgen Rückert 256 auf die Plätze. Eine hohe Leistungsdichte und knappe Entscheidungen gab es bei den Senioren mit offener Visierung. So behielt Ralf Schulze in der Senioren I (ab 51 Jahre) mit 255 die Oberhand vor den Rangsdorfern Raik Pankrath 254, Raik Britze 254 und Daniela Britze 253. In der Senioren III (ab 66 Jahre) gab es ein ähnliches Bild. Hans Joachim Heinze vom gastgebenden Verein lag mit 264 Ringen knapp vor Jürgen Rückert 263 und dem ringgleichen Klaus Jannasch. Die Damenkonkurrenz entschied Barbara Schilling, die als Hauptkampfrichterin bei dieser KM tätig war, mit guten 267 Ringen vor Yvonne Heise 188 für sich. Das höchste Resultat in diesem Wettbewerb erzielte Stephan Schwarz aus Ludwigsfelde mit 274 in der Herren II vor Krawez 269 und Dombrowski 268. Den einzigen Titelgewinn für Rangsdorf holte sich Garo Issa 254 in der Herren I Klasse.

Im beidhändigen Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision hatte Dombrowski im größten Starterfeld mit 271 Ringen deutlichen Vorsprung auf Sebastian Lindner 250 aus Potsdam und Nicolas Salchow 243 vom PSV Zossen. Der Ludwigsfelder Norton Höppner siegte mit 244 in der Herren III. Karl-Heinz Berger 274 vom PSV Zossen gewann Gold bei den Herren IV (ab 61 Jahre). Ende Oktober finden an gleicher Stelle die Titelkämpfe im Kleinkaliber 100 m Auflageschießen mit Diopter und Zielfernrohr, Selbstladegewehr aufgelegt und Großkaliber Gewehr aufgelegt mit Zielfernrohr statt.

Frank Dombrowski

Schützengilde ermittelt Königshaus

Bettina Kühne und Heinz Krüger treffsicher

Am letzten Sonntag im Mai fand auf der Schießanlage Damm das traditionelle Königsschießen der Gilde statt. Nach dem man im letzten Jahr wegen Corona das Königsschießen absagen musste, konnte man jetzt wieder ein neues Königshaus ausschießen. Bei herrlichem Sonnenschein nahmen 4 Damen und 14 Herren am Geschehen teil.  Das waren etwas mehr als 2019. Geschossen wurde, während der zweistündigen Veranstaltung, wie seit Jahren schon mit Suhler Kleinkalibergewehren M150 aus DDR Zeiten auf eine Entfernung von 50 Metern.

Die Damen konnten ihren Königsschuss im sitzenden Anschlag aufgelegt abgeben. Für sie lag ein Gewehr mit Diopter und Ringkornvisierung bereit. Zuvor stand es ihnen frei, auf einer Probescheibe maximal 3 Schüsse abzugeben, um die Treffpunktlage des Gewehres zu finden. Die Königsscheibe bei den Damen war wieder eine Glücksscheibe. Hier war das Zielbild abgeklebt, so dass keine Schützin wusste, wohin sie schießen musste. Den Glücksschuss des Tages erzielte Dr. Bettina Kühne bei ihrer ersten Teilnahme überhaupt. Die neue Schützenkönigin tritt nun die Nachfolge von Barbara Schilling an, die den zweitbesten Schuss abgab und nun für ein Jahr 1. Dame der Gilde ist. Den Titel der 2. Dame errang Petra Schulze knapp vor Sabine Radtke.

Bei den Herren wurde mit einem Gewehr mit Diopter und Balkenkornvisierung im stehend freihändigen Anschlag geschossen. Das Zielbild auf der Königsscheibe konnte bis zum Beginn der Veranstaltung um Punkt 9 Uhr besichtigt werden. Hier sollte der erste Schütze auch den besten Schuss abgeben. Heinz Krüger, der schon in den Jahren 2006 und 2011 Titelträger war, hatte es wieder geschafft. Er ist nun nach Klaus Jannasch der zweite Schütze der Gilde mit 3 Titeln. Der 80-jährige Vorderlader Spezialist, der auch schon Landeskönig war, löste den 2. Vorsitzenden Hendrik Papenroth vom Königsthron ab. Nur etwa 2 Millimeter weiter entfernt vom Zentrum lag der Schuss des Chefs der Bogensportabteilung, Frank Leis. Er darf sich nun nach 2016 erneut 1. Ritter der Gilde nennen. Der ehemalige Präsident der Schützengilde, Bernd Rüdiger, gab den drittbesten Schuss ab, lag auch nur etwa 2 Millimeter vom Einschuss von Leis entfernt. Er ist nun 2. Ritter.

In diesem Jahr verfehlten 2 Schützen die Königsscheibe komplett, 2 weitere schossen den Holzdübel eines bereits geschossenen Teilnehmers heraus. So etwas kann schon mal passieren, ist so aber beim Jüterboger Königsschießen noch nicht vorgekommen, bemerkte Sportleiter Frank Dombrowski. Nachdem es Präsident Wolfgang Gast wieder spannend machte und das Protokoll von hinten nach vorn vorgelesen hatte, überreichte der neue 1. Vorsitzende Gerald Kaplick die Königsscheiben. Das Landeskönigsschießen soll wie geplant im November in Werder/Havel stattfinden.

Frank Dombrowski

Schützen am Neujahrstag treffsicher

Pünktlich um 10 Uhr begann am ersten Tag des neuen Jahres der Wettkampfbetrieb der Jüterboger Schützengilde. Im Schützenhaus fand das traditionelle Sarg-Ausscheidungsschießen statt. Mit 15 Teilnehmern lag die Beteiligung etwas niedriger als im Vorjahr. Mit Luftgewehr und Luftpistole wurde freihändig und aufgelegt ohne Schießkleidung und Hilfsmittel geschossen. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder Schützen aus den 3 Kompanien und der Bogensportabteilung. Nach den Glückwünschen für das neue Jahr, ging es auch schon los. Schließlich wollte man ja wieder alle 4 Disziplinen in der geplanten Zeit schaffen. Wie gewohnt, schied der Schütze mit dem niedrigsten Wert auf der Scheibe aus. Insgesamt wurden 351 Schüsse abgegeben. Das waren fast 70 weniger als 2019. Grund dafür, war die etwas geringere Beteiligung beim Schießen mit der Pistole. Dafür stieg diesmal wieder die Anzahl der Fehlschüsse. Mit 38 „Fahrkarten“ verdoppelte sich die Anzahl der „Nuller“ zum vergangenen Jahr und stieg auf Rekordwert. Da man gut in der Zeit lag, konnte man auch wieder das Stechschießen der Schützen zulassen, die keine Treffer auf der Scheibe hatten. Das führte während der knapp zweistündigen Veranstaltung zu 30 Stechen zwischen mindestens 2 Schützen.

Wie gewohnt, begann man mit dem freihändigen Luftgewehrschießen. Hier wurden erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse abgegeben. Nach 10 im letzten Jahr, stieg die Zahl auf nun 34. Gleich zu Beginn überstand Jürgen Stein 4 Stechschüsse gegen den ehemaligen Präsidenten der Gilde, Bernd Rüdiger, um in die 2. Runde einzuziehen. Dann schieden in den folgenden 5 Runden nacheinander Hans-Joachim Rehbein, J. Stein, Kerstin Papenroth, Bettina Kühne und Alf Menzel ohne Ringwert aus. Mit je einer Zwei verabschiedeten sich Petra Schulze, Harald Richter und Ralf Schulze in den Runden 7, 8 und 9. Als nur noch 4 Schützen an der Feuerlinie standen schied Frank Leis mit einer Vier aus. Senior Heinz Krüger erkämpfte sich den 3. Platz, schied mit einer Fünf gegen Sportleiter Frank Dombrowski (9) und den 2. Vorsitzenden Hendrik Papenroth (7) aus. Im abschließenden Finale setzte sich Dombrowski (6) gegen Papenroth (2) durch, verteidigte seinen Titel und gewann in dieser Disziplin zum 9. Mal in den letzten 10 Jahren.

Die meisten Schüsse (139) wurden beim aufgelegten Gewehrschießen abgefeuert. Hier gab es erwartungsgemäß das größte Starterfeld. Nach nur einem Schuss, musste J. Stein mit einer Eins schon wieder einpacken. Ihm folgten B. Rüdiger (0), Ralf Dahlenburg (1), B. Kühne (3), K. Papenroth (0). In der 6. Runde reichte Alf Menzel eine Acht nicht, um weiterzukommen. Das Leistungsniveau stieg an. Es gab in der Folge viele Stechen. Jetzt mussten F. Leis, Ralf Schulze und H.-J- Rehbein die Linie verlassen. In Runde 10 schoss Petra Schulze, die bislang nur Neuner und Zehner erzielte, ihre erste Acht. Das war schon zu wenig, um sich für die letzten 4 Runden zu qualifizieren. In der 11. Runde hatte sich Dombrowski mit einer Zehn sicher in die nächste Runde geschossen. Hier mussten H. Krüger, H. Richter, H. Papenroth und Barbara Schilling mit je einer Neun ins Stechen. Erst nach 4 Stechschüssen hatte sich Schilling gegen den Vorjahresfinalisten Krüger mit 10 zu 9 durchsetzen können. Mit einer Neun und überstandenen 12 Runden erreichte Papenroth den 4. Platz.  Nach der Vorschlussrunde konnte Dombrowski, der hier nur die Acht traf, nur noch zuschauen. Im spannenden Finale zwischen Harald Richter und Barbara Schilling sollte erst nach 4 Schüssen die Entscheidung fallen. Hier behielt der Auflagespezialist die Oberhand, siegte mit 10 zu 8 und sicherte sich seinen 3. Titel nacheinander.

Den freihändigen Pistolenanschlag bewältigten 9 Schützen. Hier war für Ralf Dahlenburg schon nach einer „Fahrkarte“ Feierabend. Der nächste, der die Segel streichen musste, war H. Richter, der zuvor nach 4 Stechschüssen B. Schilling unterlag. Anschließend mussten H. Krüger (0), B. Rüdiger (7) und H. Papenroth (4) aufgeben. In der Runde der letzten 4 besiegte J. Stein nach einem Stechschuss B. Schilling mit 10 zu 9 und sicherte sich den 3. Platz. Dann jedoch, war eine Fünf gegen Dombrowski (10) und F. Leis (9) zu wenig. Beim Finalschießen landete der Schuss von Dombrowski im gleichen Loch seines vorangegangenen Schusses. Mit 10 zu 8 siegte er über Leis, und war erstmals seit 2017 wieder in dieser Disziplin erfolgreich.

Beim Auflageschießen mit der Pistole konnte Dombrowski seinen Titel nicht verteidigen. Er musste sich nach einer Acht gegen H. Richter und H. Krüger (beide mit 10) mit dem 3. Platz zufriedengeben. Zuvor war für B. Rüdiger nach einer 7 schon wieder Schluss. Auch H. Papenroth, Vorjahresfinalistin B. Schilling und J. Stein schieden recht früh aus. Für F. Leis, der 2019 Dritter wurde, reichte es nur zum undankbaren 4. Platz. Das Finalschießen verlief sehr spannend. Erst mit dem 3. Schuss siegte Richter mit 10 zu 8 über Krüger.

Schon in 3 Wochen findet an gleicher Stelle der nächste Wettkampf statt. Dann kommt es zum Druckluft-Vergleichsschießen in den Auflagewettbewerben gegen die Luckenwalder Gilde. Am letzten Januarwochenende veranstaltet der Kreisschützenbund Teltow Fläming – Potsdam Stadt seine Kreistitelkämpfe in den Druckluft Wettbewerben und das Königsschießen.

Frank Dombrowski