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Gastgeber dominieren Großkaliber Kreismeisterschaften

Der Kreisschützenbund Teltow-Fläming / Potsdam Stadt veranstaltete bei der Jüterboger Gilde seine Kreistitelkämpfe in diversen Pistolen- und Gewehrdisziplinen. Hierzu hatte sich der KSB Vorstand kurzfristig auf einer seiner Vorstandsversammlungen entschieden. Um den vielen Ordonnanzgewehrschützen im Kreis nach dem Bürger-Meister-Pokal wieder die Möglichkeit zu geben, einen Wettkampf zu bestreiten, führte man eine abgespeckte KM durch. So wurden nur die klassischen 20+20 Wettbewerbe und die Auflageentscheidungen mit offener und geschlossener Visierung absolviert. Für die Kurzwaffenschützen standen mit der Großkaliberpistole die Präzisionswettbewerbe 9.60 und erstmals auch die mit beiden Händen geschossene Disziplin 9.63 auf dem Programm. In den 6 Wettbewerben wurde in 19 Altersklassen um Medaillen und Urkunden gekämpft. Da es keine Qualifikation zu einer höheren Meisterschaft gab, verzichtete man auf Mannschaftsentscheidungen. 85 Gewehrschützen und 25 Pistolenschützen aus 10 Mitgliedsvereinen des KSB gingen an den Start.  Auch die wenigen Disziplinen führten dazu, dass der 100 Meter Stand an die Kapazitätsgrenze stieß. In 11 langen Rotten bestritten die Gewehrstarter ihre Wettbewerbe. Nicht nur für die Teilnehmer, auch für die Kampfrichter und Helfer war es ein sehr langer Tag. So wurde von 8 Uhr bis nach 19 Uhr geschossen. In den ersten Durchgängen war es noch recht frisch. So mussten die Starter noch mit niedrigen einstelligen Temperaturen klarkommen.  Die meisten Titel errangen nicht überraschend die Gastgeber. Allein 8 Siege mit dem Gewehr gingen auf ihr Konto. Sie waren mit 39 Startern auch am stärksten vertreten. Aber auch Rangsdorf und Potsdam (je 3) sowie PSV Zossen/Blankenfelde 2 und Luckenwalde, Ludwigsfelde und Schöbendorf/Paplitz mit je einem Titel konnten sich in die Siegerlisten eintragen.

Die stärksten Leistungen gab es beim Ordonnanzwettbewerb 20+20 mit geschlossener Visierung. Hier hatten die Gastgeber 6 Schützen am Start und belegten die ersten 5 Plätze. Sebastian Kienast verteidigte seinen Vorjahrestitel mit starken 358 Ringen. Vor allem die 172 Ringe im stehenden Anschlag waren beeindruckend. Er steigerte sich zum Vorjahr um 17 Ringe und lag mit seiner Leistung 3 Ringe über dem von Manfred Reichel vor einem Jahr bei der DM erzielten Landesrekord. Auch Frank Dombrowski, der als Einziger Teilnehmer sich in allen 6 Disziplinen versuchte, konnte sehr zufrieden sein. Mit 344 Ringen erzielte er sein zweithöchstes Wettkampfresultat, seit er 1997 erstmals in diesem Wettbewerb antrat. Hier waren die 189 Liegendringe ausschlaggebend für den 2. Platz, den er auch schon 2019 belegt hatte. Christoph Hermann schoss stehend (165) auf dem gleichen Niveau wie im liegenden Anschlag (166) und erreichte mit 331 Ringen Bronze. Ingo Louvet 327 und Jörg Flemming 320 überzeugten mit ihren Leistungen ebenfalls. Mit offener Visierung waren die Resultate nicht ganz so hoch. Auch hier holte sich Sebastian Kienast den Titel. Mit 345 hatte er 17 Ringe Vorsprung vor Ingo Louvet. Titelverteidiger Dombrowski setzte sich mit 320 gegen den ringgleichen Christoph Hermann durch und sicherte sich Platz 3.

Die größten Starterfelder (37 Schützen) gab es erwartungsgemäß beim 30 Schuss Auflagewettbewerb mit offener Visierung. In der Herren II Klasse gab es für Jüterbog einen Doppelerfolg. Hier gewann Ingo Louvet mit 273 knapp vor Markus Krawez 272 und dem in der nächsten Saison für Jüterbog startenden Kreisstädter Rene Weinland 262. Der Potsdamer Richard Tietz setzte sich im größten Starterfeld dieser KM durch. Er entschied die Konkurrenz in der Senioren I Klasse mit 271 Ringen. Weitere Titelträger waren Barbara Schilling und Hans-Joachim Heinze für Jüterbog, Günter Radtke aus Schöbendorf sowie Hans-Joachim Mölter aus Luckenwalde. Mit Dioptervisierung konnte Dombrowski seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Er siegte in der Herren II mit 275 und nur einem Ring Vorsprung vor Louvet und Weinland 259. Seinen ersten Kreistitel errang Michael Schoppe mit 262 in der Senioren I Kasse vor Manfred Langner (beide Jüterbog). In weiteren Klassen waren Jürgen Berg aus Potsdam, Renate Schneider vom Rangsdorfer SV, Wolfgang Heinze aus Ludwigsfelde und Hans- Joachim Rehbein aus Jüterbog erfolgreich.

Auf dem Kurzwaffenstand konnte wegen der Abstandsregel nur jede zweite Bahn genutzt werden. Hier siegte Jens Feistner vom PSV Zossen im Präzisionswettbewerb einhändig in der Herren I Klasse mit 267 vor Dombrowski 254 und dem Potsdamer Alexander Kade 236. Feistners Vereinskollege Karl-Heinz Berger, der hier auch als Kampfrichter tätig war, konnte sich in der Herren IV Klasse mit 262 vor dem Schatzmeister des KSB, Erhard Kloth, und Beate Busack (beide Potsdam) behaupten.

Im beidhändigen Anschlag holte Sebastian Lindner aus der Landeshauptstadt den Titel in der Herren I mit 256 knapp vor Dombrowski 254 und Roland Andrack 247 aus Groß Ziescht. Für Rangsdorf startend, gewannen Siegfried Weller und Steffen Cramer weitere Titel für Rangsdorf.

Frank Dombrowski

Ordonnanzschützen mit starker Leistung beim Bürger-Meister-Pokal

Nachdem der traditionelle Pokalwettkampf im letzten Jahr ein Opfer der anhaltenden Hitze wurde und ausfallen musste, gaben in diesem Jahr zur Überraschung des Kreissportleiters Mark Koschnick, so viele Schützen eine Startmeldung ab, wie nie zuvor. Der Kreisschützenbund Teltow-Fläming /Potsdam Stadt hatte als Veranstalter dieses Events mehr als 150 Meldungen von Schützen aus 15 Vereinen erhalten. Die Jüterboger Schießanlage kam mit 148 realisierten Starts an die Grenze der Standkapazität. Die Bestmarke aus dem Jahr 2016 wurde um 24 Einzelstarts übertroffen, was allein 3 Durchgänge zusätzlich bedeutete. Die Gastgeber stellten mit 37 Startern ihr bislang größtes Aufgebot, vor Schöneiche 31 und Rangsdorf 18. Die Wettbewerbe wurden wie gewohnt in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben wurden Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder vergeben. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen zeigten vor allem die Ordonnanzgewehr Schützen starke Leistungen. Für viele Schützen, die das 20+20 Programm bestreiten mussten, war es ein gelungener Vorbereitungswettkampf auf die kommenden Deutschen Meisterschaften in Hannover. Hier freute man sich besonders auf das Mannschaftsduell der Gastgeber mit den Schützen aus Oschatz. Die Sachsen hatten sich die letzten beiden Male in die Siegerlisten eintragen können. Hier gab es mit 21 Starts eine Rekordbeteiligung in dieser Disziplin. Gleich 12 Teilnehmer lagen mit ihren Leistungen über dem DM Limit mit offener Visierung.

Schon in DM Form, zeigte Sebastian Kienast die beste Leistung an diesem Tag. Er kämpfte, wie die meisten Schützen mit dem Schweden Mauser mit Diopter Visierung. Mit einer für ihn selbst überraschend starken 96 er Serie im Liegendanschlag, startete er optimal. Zwar folgte mit 85 eine eher durchschnittliche Serie, doch seine Stärken, sollte er im abschließenden Stehendschießen zeigen. Fantastische 176 Ringe mit 4 Zehnern und 9 Neunern brachten ihn auf 357 Ringe. Das war eines seiner Besten Resultate in den letzten Jahren. Obwohl schon mit deutlichem Abstand auf Rang 2 liegend, zeigte sich Teamkollege Jörg Flemming mit starken 338 Ringen sehr zufrieden. Auf Platz 3 lag Ulrich Findeisen aus Oschatz 336 vor seinem Mannschaftskameraden und Deutschen Meister des letzten Jahres Andreas Radeck 335. Auf Rang 5 lag der Schöneicher Manfred Reichel 332, der in der kommenden Saison das Jüterboger Team verstärken wird. Christoph Hermann folgte mit 329. Frank Dombrowski kam nach nur durchschnittlichem Stehendschießen mit 323 auf Platz 9 vor Ingo Louvet. Der Kreisstädter hatte mit 188 Ringen die stärkste Liegendleistung im gesamten Starterfeld erzielt. Mit 320 wurde er Zehnter. Sven Bakus 306 und Helmut Fahlenberg 274 landeten auf Platz 13 und 18. Mit dem höchsten Mannschaftsresultat seit Jahren, erkämpften sich die Gastgeber den Wanderpokal zurück. Mit 1018 lag man vor Oschatz 994 und dem 2. Jüterboger Team 955.

Beim Auflageschießen war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin nicht zu schlagen. Mit Dioptervisierung konnte er den bis zum letzten Durchgang führenden Frank Dombrowski 284 noch um einen Ring übertreffen. Dritter wurde Ingo Louvet mit 278 Ringen. Auch Markus Krawez zeigte mit Platz 5 eine starke Leistung, lag mit 273 noch über dem neuner Schnitt. Weiter erzielten für Jüterbog: 7. Klaus Jannasch 267, 8. Barbara Schilling 261, 13. Georg Hanske 252, 15. Ralf Schulze 248, 16. Hendrik Papenroth 244, 18. Diana Hanske 234, 20. Rainer Kubau 226, 23. Bettina Kühne 204, 24. Hans-Joachim Rehbein 152. Den Mannschaftstitel verteidigte Jüterbog I vor Jüterbog II und Golßen.

Mit offener Visierung siegte Schröter im größten Starterfeld des BMP mit 282 Ringen vor Helmut Fahlenberg 274 und Lutz Tannhäuser 271 aus Oschatz. Ringgleich kam Louvet auf den undankbaren 4. Platz. Weiter erzielten für Jüterbog: 5. Frank Dombrowski 269, 11. Frank Leis 263, 14. Fred Hochleutner 255, 17. Klaus Jannasch 251, 21. Ralf Schulze 245, 26. Jens Fuhrmann 237, 28. Jürgen Stein 224, 34. Yvonne Heise 79. Auch hier war die gastgebende Gilde im Teamwettbewerb nicht zu bezwingen. Mit 6 Ringen vor Oschatz verteidigte man die Mannschaftstrophäe. Rang 3 erkämpfte Luckenwalde vor Zossen, Schöneiche und Rangsdorf.

In den Großkaliber Kurzwaffendisziplinen waren die Schützen des SC Schöneiche sehr stark vertreten. Sie holten sich die Titel in den Mannschaftswettbewerben .357 Magnum Revolver, .44 Magnum Revolver und .45 ACP. Lediglich mit der 9 mm Pistole waren die Ludwigsfelder Schützen treffsicherer.

Im Wettbewerb .44 Magnum siegte Thomas Heise für die Jüterboger Gilde mit 323 Ringen. Patrick Meyer 230 und Siegfried Meyer 209 erreichten die Plätze 7 und 8.

Der Vorjahresdritte Dirk Kalwa aus Ludwigsfelde gewann die 9 mm Pistolenkonkurrenz mit 371 Ringen. Hier erreichten Andreas Wachtel 259 Platz 24 und Patrick Meyer 251 Platz 27.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung gab es durch den Zossener Senioren Karl-Heinz Berger mit dem .357 er Revolver. Er steigerte sich um 5 auf 376 Ringe. Für Jüterbog erkämpften: 14. Klaus Jannasch 299, 15. Markus Krawez 289, 17. Frank Leis 284, 19. Jürgen Stein 239, 21. Alf Menzel 42

Winfried Tscheuschner 369 (Schöneiche) entschied die Pistolendisziplin .45 ACP mit hauchdünnem Vorsprung von einem Ring vor Berger für sich.

Frank Dombrowski

Jüterboger Großkaliber Gewehrschützen mit Erfolgen bei LM

Nach den Landestitelkämpfen im klassischen Ordonnanzgewehr Schießen im Mai, fanden nun auf der Jüterboger Anlage die letzten Meisterschaften des Landesverbandes in diesem Jahr statt.  Auf dem Programm standen die 30 Schuss – Wettbewerbe in den übrigen 100 Meter Großkaliber Gewehrdisziplinen, darunter auch das Ordonnanzgewehr Auflageschießen sowie der 25 Meter Großkaliber Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision. Bei angenehmen äußeren Bedingungen kämpften an den 2 Wettkampftagen 119 Schützen aus 34 Vereinen des Landes in 7 Wettbewerben um Medaillen und Urkunden. Die Schützen zeigten sich auch in diesem Jahr wieder sehr zielsicher. So wurden 6 neue Landesrekorde erzielt. Von der gastgebenden Gilde hatten sich 6 aktive Schützen über die Kreismeisterschaften qualifizieren können. Sportleiter Frank Dombrowski konnte nach Abschluss der Wettbewerbe eine positive Bilanz ziehen. Die Flämingstädter holten 2x Gold und 2x Silber.

Am ersten Tag gab es die Entscheidungen im liegenden Anschlag mit Diopter und Zielfernrohr sowie die Auflagedisziplinen, die hauptsächlich mit Matchgewehren geschossen wurden. Nach zwei Silbermedaillen im letzten Jahr, konnte Frank Dombrowski erneut Edelmetall erkämpfen. Im freihändigen Anschlag mit Dioptervisierung siegte er in der offen geführten Herrenklasse mit 299 Ringen und neuem Landesrekord. Lediglich während der letzten Serie rutschte ihm ein Schuss in die Neun ab. Titelverteidiger Sebastian Kelle aus Finsterwalde musste sich nach 296 Ringen diesmal mit dem Silberrang zufriedengeben. Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse holte mit 292 Bronze. Beim Schießen mit Zielfernrohr gab es eine sehr hohe Leistungsdichte an der Spitze. Dennoch standen die gleichen Schützen auf dem Treppchen. Hier gewann Kelle mit maximaler Ringzahl von 300. Dieser Sieg brachte ihm natürlich einen Eintrag in die Rekordliste des Landes. Dombrowski, der nur einen Ring weniger erzielte, setzte sich gegen den ringgleichen Titelverteidiger Bergenroth wegen der besser ausgeschossenen letzten Serie durch. Der Petkuser Helmut Fahlenberg, der in diesem Jahr für den SV Dahme im sitzenden Auflagewettbewerb mit Zielfernrohr an den Start ging, erkämpfte in der Senioren III Klasse mit 287 Ringen Bronze hinter Klaus Hanf 289 aus Grüneberg und dem Hönower Hubert Schöler 294.

Am 2. Tag gingen 41 Schützen mit dem Ordonnanzgewehr an den Start. Hier wurden die Wettbewerbe häufig mit schwedischen M96 Gewehren mit offener und geschlossener Visierung verwendet. Klaus Jannasch, der sich schon 2018 Silber mit Dioptervisierung erkämpfte, konnte sich auch diesmal über einen 2. Platz freuen. Jetzt gelang ihm der Erfolg in der Senioren I Klasse jedoch mit offener Visierung (Kimme und Korn). Mit 275 Ringen musste er sich nur dem Hennigsdorfer Michael Schröter 281, der mit insgesamt 3 Titeln an diesem Wochenende erfolgreichster Starter war, geschlagen geben. Den 3. Platz erkämpfte Jürgen-Dieter Rückert 272 aus der Landeshauptstadt. Ralf Schulze 220 und Jürgen Stein 213 belegten die Plätze 17 und 18. Im Wettbewerb der Senioren III Klasse erreichte Hans-Joachim Heinze den undankbaren 4. Platz. Bei seinen 263 Ringe fehlten 5 Ringe bis zum Podestplatz. Der Hennigsdorfer Reinhard Nendza gewann mit 275 Ringen. Im Teamwettbewerb gelang es den Jüterbogern, die seit Jahren in der Besetzung Jannasch, Schulze und Heinze am Start sind, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Mit 758 Ringen steigerten sie ihre Vorjahresleistung um 7 Ringe.

Im Pistolenwettbewerb hatte sich Dombrowski, der im letzten Jahr gewann, wieder einiges erhofft. Nach 2 Serien sah auch alles nach einer erfolgreichen Titelverteidigung aus, doch zwei Fünfer in der letzten Serie ließen ihn bis auf Rang 4 abrutschen. Mit 257 Ringen fehlte nur 1 Ring auf Bronze. Der Prenzlauer Henry Boldt schoss mit 265 Landesrekord und verwies den Potsdamer Frank Ditzel 262 und Reiner Schiewe 258 von der SG Prenden-Lanke auf die Plätze.

Frank Dombrowski

Ordonnanzschützen beim Nachtpokal in Kölsa

Zum 20. Mal lud der SV Kölsa zum traditionellen Nachtpokalschießen mit Ordonnanzgewehren ein. Bei der Jubiläumsveranstaltung kamen mit 30 Schützen aus 6 Vereinen wieder so viele in den Elbe Elster Kreis wie in 2014. Schützen aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog ließen bei guter Stimmung das großkalibrige Wettkampfjahr ausklingen. Bei ungewöhnlich milden Temperaturen lagen die Resultate leicht über dem Niveau der Vorjahre. Obwohl sich sehr viele Teilnehmer schon nach wenigen Schüssen mit Laufflimmern abgeben mussten, waren die meisten mit ihren Ergebnissen zufrieden. Auf dem Programm standen wieder 20 Wertungsschüsse, die in 30 Minuten auf 100m Entfernung aufgestellte, beleuchtete Scheiben abgefeuert werden mussten. Trotz Ausfall einer der 4 elektrischen Seilzuganlagen konnte der Wettkampf reibungslos durchgeführt werden.

Nach 3 Titelgewinnen infolge ging Frank Dombrowski mit sehr hohen Erwartungen an den Start. Im letzten Durchgang an der Reihe, wusste er genau was die Konkurrenz vorgelegt hatte. Der Drittplatzierte des letzten Jahres Peter Löwe vom gastgebenden Verein hatte mit sehr starken 184 Ringen schon deutlich in Führung gelegen. Das war schon mehr, als der Jüterboger je in Kölsa erzielte. Doch nach einer guten 92er Startserie sah alles nach einem engen Zweikampf aus. Als der Jüterboger Sportleiter dann im 2. Abschnitt schnell 3 Zehner erzielte, musste er mit den nachfolgenden Schüssen „nur noch“ in der Neun bleiben um zu gewinnen. Doch der letzte Schuss, den er mehrmals an- und abgesetzt hatte, landete in der Acht. So kamen auch 184 Ringe zusammen. Der Kölsaer gewann den Titel, weil er die letzte Zehnerserie mit 93 zu 92 besser ausgeschossen hatte.

Mit schon 7 Ringen Rückstand erreichte Steffen Henkelmann aus Kölsa den 3. Platz vor den Dahmer Schützen Hardy Pohl 177 und Roger Ziegler 176. Stark präsentierte sich Jörg Flemming. Der Teamschütze der 1. Jüterboger Mannschaft hatte mit 9 Treffern im Zentrum die höchste Anzahl Zehner aller Teilnehmer erzielt. Doch eine Fünf während der 2. Serie ließ ihn bis auf Platz 6 abrutschen. Mit 176 Ringen lag er vor dem ringgleichen Kreisstädter Ingo Louvet, der sich um 5 Ringe zu 2014 steigern konnte. Auch Christoph Hermann zeigte sich in guter Form. Starke 172 Ringe brachten ihm Platz 8 vor dem für Dahme startenden Petkuser Helmut Fahlenberg 171. Für Bodo Schneider lief es diesmal nicht so wie gewohnt. Mit 160 Ringen erreichte er exakt den Achter Schnitt. Doch sicher hatte er sich mehr als Platz 18 erhofft. Klaus Jannasch kam in diesem Jahr auf den 20. Platz. Gleich 16 Ringe hatte der Jüterboger Senior eingebüßt. Mit 4 Treffern in der Sechs sackte er auf 159 Ringe ab. Teamkollege Ralf Schulze verbesserte sich um einen Ring auf 158. Auf Platz 22 liegend lag er vor dem Petkuser Sven Bakus 154. Für Luckenwalde erreichte Hans-Joachim Mölter mit 153 Ringen Platz 24. Der 79 Jährige Hans-Joachim Rehbein, der seit Jahren mit am Start ist, erzielte für die 2. Jüterboger Mannschaft 95 Ringe und landete auf Platz 29.

Die Gastgeber konnten ihren Mannschaftstitel erfolgreich verteidigen. Mit 530 Ringen kamen sie zwar nicht an die Leistung vom letzten Mal heran, dennoch reichte es, sich gegen Dahme 524 und Jüterbog I 520 zu behaupten. Die Luckenwalder wurden mit 489 Vierter wie auch die ringgleiche 2. Mannschaft des SV Kölsa. Die 2. Mannschaft der Flämingstädter kam hinter Rangsdorf 483 und Uebigau 430 mit 421 auf Platz 8. In angenehmer Atmosphäre nahm der Vereinsvorsitzende des SV Kölsa, Jörg Schirmer, die Siegerehrung vor und bedankte sich bei den Schützen für die erneute Teilnahme.

Frank Dombrowski

Schützen bei Deutschen Meisterschaften ohne Chance

Bei den Deutschen Ordonnanz Meisterschaften in Hannover hatten die Teilnehmer vom brandenburgischen Landesverband keine Chance auf eine vordere Platzierung. Fast alle Schützen blieben unter ihren eigenen Erwartungen. Mit 8 Starts hatte die Jüterboger Gilde so viele, wie noch nie bei einer DM. Grund dafür, war die erstmalige Unterteilung der Disziplin Ordonnanzgewehr in offene und geschlossene Visierung. Auch die überraschend deutliche Absenkung der Limitzahlen brachte erstmals viele neue Schützen zur DM. Am Anreisetag nutzten viele Teilnehmer die Möglichkeit ihre Waffen auf ihren, bei der DM zugewiesenen Ständen einzuschießen.

111 Schützen aus 17 Landesverbänden kämpften am ersten Tag mit offener Visierung um Edelmetall. Doch für die Brandenburger Starter lief es alles andere als zufriedenstellend. Staubwolken, die über die elektronischen Scheibenanlagen hinweg fegten, machten vor allem den Schützen zu schaffen, die auf den hinteren Ständen ihr Wettkampfprogramm zu bestreiten hatten. Das betraf fast alle BSB Teilnehmer. Hinzu kam der zeitweise Ausfall der Trefferanzeige.

Bester Brandenburger war Frank Dombrowski, der mit 315 Ringen deutlich unter seinen Saisonergebnissen blieb. Vor allem beim Liegendschießen ließ der Sportleiter der Jüterboger Gilde einige Ringe liegen. Mit Platz 66 reichte es nur zu einer Mittelfeldplatzierung. Nur einen Ring weniger erzielte Jörg Flemming. Obwohl es noch nicht das große Ergebnis war, konnte er doch im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen mit Kimme und Korn zulegen. Bei seiner 10. DM-Teilnahme erreichte er Platz 68. Sven Bakus war der erste Schütze, dem der Ausfall der elektronischen Trefferanzeige zu schaffen machte. Im stehenden Anschlag musste er 7 Schüsse „Blind“ schießen. Erst nach langer Wartezeit und Auswertung der Hintergrundscheiben stand sein Ergebnis mit 309 Ringen fest. Seine erste DM mit dem Ordonnanzgewehr brachte ihm Platz 74. Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei, erreichten der Golßener Martin Brückmann (87.) und der Potsdamer Jürgen Alf (89.) jeweils 300 Ringe. Fast alle Brandenburger schossen auf dem gleichen Niveau. Carsten Andres (90.) vom PSV Zossen/Blankenfelde verfehlte die 300er Marke nur um einen Ring. Der Luckenwalder Ingo Louvet, der das Jüterboger Team verstärkte, hatte sich doch mehr als 296 Ringe erhofft. Eine schwache 76er Startserie ließ sich nicht mehr aufholen. Mit Platz 95 lag er noch vor dem ringgleichen Potsdamer Erhard Kloth, der starke 180 liegend, aber nur mäßige 116 stehend auf die Scheibe brachte. Sein Mannschaftskollege Richard Tietz kam mit 294 auf Rang 98.

Den Titel holte sich der Schongauer Christian Trumpf nach 353 und 80 im Endkampf vor Bernd Krahforst 349 +83 aus Villip und Uwe Allmendinger von der württembergischen SG Bartenbach, der sich mit 347 noch als Sechster für den Endkampf qualifizieren konnte und dann mit 79 Ringen Bronze sicherte. Den Mannschaftstitel gewann Grüntal–Frutenhof mit 1035 vor Hubertus Hadamar aus Hessen 1025 und Rodalben 1021. Die Flämingstädter kamen mit 919 auf den 14. Platz, die Landeshauptstädter mit 890 auf Platz 16.

Am 2. Tag lief es etwas besser. Hier vertraten ausschließlich Jüterboger den brandenburgischen Landesverband. Sebastian Kienast zeigte mit 336 Ringen die stärkste Leistung. Die eigenen Erwartungen waren hoch, schließlich hatte er im letzten Jahr 10 Ringe mehr und Platz 7 erreicht. Bereits nach wenigen Schüssen setzte bei ihm das wenig beliebte Laufflimmern ein. Gerade beim Stehendschießen musste er so öfters den Anschlag neu ansetzen. Mit Rang 40 lag er aber noch im vorderen Drittel des 119 mannstarken Feldes. Jörg Flemming steigerte sich dank guter Stehendleistung auf 319 Ringe (66. Platz). Auch Ingo Louvet (68.) legte deutlich zu auf 318 Ringe. Nur Dombrowski (79.) konnte sich hier nicht steigern. Nach mageren 172 Liegendringen kamen nach 40 Wertungsschüssen nur 310 Gesamtringe zu Stande.

Deutscher Meister wurde nach einem spannenden Endkampf Gunther-Adolf Kuhns aus Rodalben 361+83 vor dem mehrfachen Deutschen Meister Matthias Mayer (Bönning Röll) 361+77 und Martin Blessing (Bartenbach) 360+74. Mannschaftsmeister wurde Rodalben mit starken 1063 vor Grüntal-Frutenhof 1048 und Villip 1036. Die Jüterboger platzierten sich unter den 28 teilnehmenden Mannschaften mit Rang 13 im Mittelfeld.

Frank Dombrowski

Knappe Entscheidungen beim Bürger-Meister-Pokal

Der Kreisschützenbund Teltow Fläming / Potsdam Stadt veranstaltete die 10. Auflage des traditionellen Jüterboger Bürger-Meister-Pokalschießens. Der 25- und 100 Meter Schießstand der Gastgeber war bei guten Witterungsbedingungen wieder gut ausgelastet. So wurden mit 92 absolvierten Starts von Schützen aus 13 Vereinen annähernd so viele erreicht wie 2014. Neben vielen teilnehmenden Vereinen und Gilden aus der Region begrüßte man auch Schützen aus Güstrow, Schöneiche und dem sächsischen Oschatz. Der gastgebende Verein stellte mit 23 Einzelstarts das größte Aufgebot vor den schon im letzten Jahr sehr erfolgreichen Schützen aus Schöneiche (18). In 4 Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben wurden Pokale, Urkunden und Preisgelder vergeben. Zwei Einzel- und 6 Mannschaftstitel wurden erfolgreich verteidigt. Hohe Resultate und sehr knappe Entscheidungen gab es sowohl beim klassischen Ordonnanzschießen als auch beim Auflageschießen mit Diopter und offener Visierung.

Kurz vor den Deutschen Ordonnanzmeisterschaften in Hannover gingen im 20+20 Wettbewerb 14 Schützen in gewohnt offener Wertungsklasse an den Start. Hier setzte sich Lutz Tannhäuser aus Oschatz mit guten 343 Ringen knapp gegen Manfred Reichel 342 vom SC Schöneiche durch. Bester Jüterboger war Sebastian Kienast auf Platz 3. Mit 341 Ringen hatte er noch 13 Ringe Vorsprung auf seinen Mannschaftskollegen Frank Dombrowski. Dieser hatte nach einer 95er Anfangsserie einen optimalen Start erwischt. Doch gleich der erste Schuss der 2. Serie landete in der Drei. Durch eine Unachtsamkeit hatte sich das Visier nach oben verstellt. Sein Teamkollege Jörg Flemming kam mit 321 auf Rang 5. Senior Helmut Fahlenberg glänzte mit persönlicher Bestleistung von 314 Ringen auf Rang Sieben vor Ingo Louvet 311 und dem vor allem im Stehendanschlag sehr zielsicheren Christoph Hermann, der mit 309 auch eine neue persönliche Bestmarke erreichte. Titelverteidiger Martin Brückmann musste sich diesmal nur mit Platz 10 zufrieden geben. Für Hohenseefeld startend erreichten Ringo Jagalski 273 und Matthias Wäsche 261 die Plätze 12 und 13. Den Mannschaftspokal gewannen zum wiederholten Male die Jüterboger mit 980 vor Oschatz 966.

Hoch spannend verlief auch das Auflageschießen mit Diopter. Hier setzte sich Dombrowski mit 274 Ringen denkbar knapp gegen den Kölsaer Peter Löwe 273 und Klaus Jannasch 272 vom gastgebenden Verein durch. Louvet kam mit 270 auf den undankbaren 4. Platz. Weiter erzielten für Jüterbog: 7. Barbara Schilling 233, 8. Hans-Peter Neumann 232, 9. Ralf Schulze 230, 11. Eberhard Kaschel 198, 12. Hans-Joachim Rehbein 197. Mit 26 Teilnehmern war das Schießen mit offener Visierung (Kimme und Korn) am stärksten besetzt. Eine nochmalige Steigerung um 2 auf 284 Ringe zum Vorjahr brachte dem Schöneicher Winfried Tscheuschner die Titelverteidigung. Schon beachtliche 8 Ringe Rückstand hatte der für Dahme startende Helmut Fahlenberg. Dombrowski belegte mit 275 Platz 3. Weiter erreichten: 6. Ingo Louvet 267, 9. Bodo Schneider 261, 10. Ralf Schulze 261, 14. Hans-Joachim Mölter 256, 16. Klaus Jannasch 253, 18. Hans-Joachim Heinze 252, 25. Barbara Schilling 235. Schöneiche sicherte sich erneut den großen Wanderpokal in dieser Disziplin mit 820 vor Dahme 803, Kölsa 786, Jüterbog 772 und Ludwigsfelde 734.

In den Pistolen- und Revolverwettbewerben dominierten die Schöneicher Schützen. Sie setzten sich in sämtlichen Mannschaftsentscheidungen durch. Beim Schießen mit der 9mm Pistole siegte Tscheuschner 371 vor dem Güstrower Ralf-Peter Laube 368. Seinen 3. Einzeltitel an diesem Tag holte sich Tscheuschner mit dem .357er Magnum Revolver. Mit 374 lag er 6 Ringe vor dem Zossener Karl-Heinz Berger und Sylvia Straßburg 363 aus Schöneiche. Für Jüterbog erreichten: 7. Jannasch 316, 9. Neumann 262. Laube gewann die Wettbewerbe in den größeren Kalibern. Mit dem .44er Magnum Revolver siegte er knapp vor Straßburg. Acht Ringe Vorsprung hatte er mit der 45er Pistole vor Ralf Salzmann 361 aus Schöneiche und Tscheuschner 344.

Frank Dombrowski

Großkaliber Titelkämpfe in Jüterbog

Die Jüterboger Schießanlage Damm war Austragungsort der letzten Landesmeisterschaften des Jahres. Auf dem Programm standen die 100 Meter Wettbewerbe mit großkalibrigen Langwaffen. Neben dem klassischen Ordonnanzgewehr Auflageschießen mit offener Visierung, wurde auch mit Waffen mit Diopter- oder Zielfernrohrvisierung geschossen. Mit 73 Startern aus 26 Vereinen erhielten deutlich mehr Schützen eine Startzulassung als im vergangenen Jahr. Wie in 2014 hatten auch diesmal 4 Jüterboger die Limitzahlen zu diesen Meisterschaften erreicht. Diese traten 7 Mal an die Feuerlinie. Bei idealen äußeren Bedingungen gab es in den verschiedenen Disziplinen zum Teil erstklassige Resultate.

Senior Klaus Jannasch war mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz der erfolgreichste Flämingstädter. Der Diopter Auflagewettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr wurde erstmals nur als Rahmenwettbewerb in einer gemischten Altersherren- und Seniorenklasse ausgetragen. Für viele ist dies völlig unverständlich, da es diese Disziplin bereits seit 2010 bei den Landesmeisterschaften gegeben hat. Hier erreichte Jannasch den 2. Platz mit 277 Ringen und neuer persönlicher Bestleistung. Alle 3 Zehnerserien lagen über der 90er Marke. Nur der Potsdamer Jürgen Berg war mit 280 Ringen nicht zu bezwingen. Sein Teamkollege Jürgen-Dieter Rückert erkämpfte mit 274 Platz 3.
Ralf Schulze hatte in der Anfangsphase einige Schwierigkeiten, erreichte mit guten 240 Ringen aber den 8er Schnitt. Er wurde Neunter.

Das größte Starterfeld dieser Titelkämpfe gab es beim Schießen mit offener Visierung (Kimme/Korn). Hier kämpften 27 Schützen in 3 Altersklassen um Edelmetall. Und auch hier zeigte Jannasch sein Können. Mit 272 Ringen holte er sich Bronze. Überragende 280 Ringe gingen auf das Konto des Siegers. Winfried Tscheuschner aus Schöneiche hatte am Ende noch 4 Ringe Vorsprung vor Günther Seiffert aus der Landeshauptstadt. Der Kreisstädter Bodo Schneider wurde mit 268 Ringen Fünfter. Als Mannschaftsschütze kämpfte auch Hans- Joachim Heinze für das Jüterboger Team um jeden Ring. Seine 260 Ringe reichten für den 8. Platz vor dem ringgleichen, für Dahme startenden Petkuser, Helmut Fahlenberg. Hans Joachim Mölter aus Luckenwalde erzielte 258 Ringe und Platz 10. Ralf Schulze kam auch bei seinem 2. Start anfangs nicht so zurecht. Nach zuletzt guten Trainingsergebnissen hatte er sich doch mehr als 234 Ringe und Platz 13 erhofft. Dennoch konnte er sich über eine Medaille freuen. Im Mannschaftskampf erreichten die Flämingstädter mit 766 Ringen Silber, hinter den Dahmer Schützen, die ihren Titel mit 787 Ringen verteidigten. Der SV Kolkwitz gewann Bronze.

Im Großkaliber Liegendkampf mit Diopterviserung leistete sich Frank Dombrowski 2 Neuner. Das war schon zu viel, denn Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse und Mike Richter aus Bad Liebenwerda erreichten mit je 300 Ringen das Maximum. Der Neustädter gewann, weil er mit 23 Innenzehnen einen Treffer im Zentrum mehr hatte als Richter. Für den Jüterboger blieb, wie im letzten Jahr, der 3. Platz. Egon Valentin aus Luckenwalde konnte seinen Titel nicht verteidigen. Hinter dem Wittstocker Ernst-August Bruhn 297 erkämpfte der sich mit 291 Ringen Silber. Im Zielfernrohr Wettbewerb mussten alle Schützen nach einer Regeländerung auf die großen 100m Wettkampfscheiben schießen, was natürlich zu höheren Ringzahlen führte. Hier siegte Richter in der Schützenklasse mit vollen 300 Ringen und neuem Landesrekord vor Bergenroth 297 und Dombrowski 292.

Frank Dombrowski

Karabinerschützen bei Breitensporttitelkämpfen erfolgreich

In der Landeshauptstadt fanden die Landesmeisterschaften in den Breitensportdisziplinen statt. Hierzu erhielten 169 Schützen aus 38 Vereinen des Landesverbandes eine Startzulassung. Auf dem Wettkampfplan standen 5 Gewehr- und 4 Pistolenentscheidungen in den jeweiligen Altersklassen. Bei recht hohen Temperaturen schwitzten vor allem die Gewehrschützen in ihren Schießjacken. Die Schützen aus der Region gingen traditionell mit dem Kleinkaliber Karabiner an den Start. Hier gewannen die Sportschützen aus Jüterbog und Petkus 7 Medaillen.

In der stärksten Klasse holte sich der Petkuser Sven Bakus den Titel. Mit 257 Ringen verwies er den Jüterboger Sebastian Kienast, der mit 251 Ringen überzeugte, auf den 2. Platz. Für Bakus war es der 12. Landestitel in diesem Wettbewerb. Deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb diesmal Frank Dombrowski. Der Titelverteidiger erreichte durch drei schlechte Schüsse, die in der Fünf und Sechs landeten, nur 245 Ringe. Er sicherte sich aber noch Bronze vor dem für Petkus startenden Kreisstädter Ingo Louvet 235. Im Seniorenfeld triumphierte Norbert Huckewitz mit guten 255 Ringen vor Werner Stibbe 248 vom SV der Hochschule Cottbus. Huckewitz, der zuletzt im Jahr 2008 ganz oben auf dem Treppchen stand, hatte in dieser Disziplin einige Jahre pausiert und ein gelungenes Comeback erzielt. Jörg Flemming war mit seinen 247 Ringen sichtlich zufrieden, reichte es für ihn doch zum 3. Platz. Undankbarer Vierter wurde Helmut Fahlenberg 222, der sich noch vor dem Spremberger Sieger von 2014 Horst Müller 221 und den Luckenwaldern Egon Valentin 221 und Bodo Schneider 219 platzierte. Klaus Bakus kam mit 206 Ringen auf Platz 8. Knapp am Meistertitel vorbei schoss sich Barbara Schilling bei ihrer ersten LM Teilnahme in diesem Wettbewerb auf den Silberplatz. Bei fast ähnlichem Serienverlauf zur Siegerin, hatte sie nur 3 Ringe Rückstand auf die mehrfache Titelträgerin Kerstin Pöschla 224 aus Cottbus. Nach dem 3. Platz von den Meisterschaften im Liegendkampf war dies bereits ihre zweite Top 3 Platzierung in der Damenklasse. Den Mannschaftstitel errangen wieder die Schützen aus der Flämingstadt. Mit 751 Ringen lag man doch deutlich vor Cottbus 735 und Spremberg 712.

Eine weitere Medaille erkämpfte Dombrowski im einzigen Großkaliber Wettbewerb dieser Breitensporttitelkämpfe. Mit der GK Pistole gewann er beim Präzisionsschießen über 30 Schuss Silber. Mit 264 Ringen war er trotzdem nicht ganz zufrieden. Gerade in dieser Disziplin hatte er sich doch mehr erhofft. Mit schon klarem Vorsprung gewann der Liebenthaler Frank Kametzki 282 Gold. Bronze ging an den Oranienburger Martin Widera 259. Keine Chance auf eine vordere Platzierung hatte Dombrowski dann mit der KK Präzisionspistole. Obwohl er als Titelverteidiger an den Start ging, konnte er mit 263 Ringen nicht annähernd seine Leistung aus dem Vorjahr bestätigen. So blieb hier nur der 6. Platz. Den Sieg erkämpfte der Prenzlauer Andreas Schmidt mit 280 Ringen.

Frank Dombrowski

Viele Rekorde bei Kreistitelkämpfen in Jüterbog

Zwei Wochen nach den Kleinkaliber Wettbewerben in Potsdam fanden zum Abschluss der Titelkämpfe des Kreises die 25 und 100 Meter Kurz- und Langwaffenentscheidungen vorwiegend in Großkaliberdisziplinen statt. Aber auch diverse Kleinkaliberentscheidungen und das Vorderladerschießen standen auf dem Programm. Die Jüterboger Schießanlage „Damm“ bot bei angenehmen äußeren Bedingungen wieder beste Voraussetzungen für gute Leistungen und Rekorde. Bereits im Vorfeld dieser Meisterschaften hatte der Kreissportleiter knapp 200 Startmeldungen von Schützen aus 13 Vereinen des KSB für die zweitägige Veranstaltung entgegen nehmen können. Mit 179 absolvierten  Gewehr- und Pistolenstarts lag man auf dem gleichen hohen Niveau wie in 2014. Nach dem im letzten Jahr ein deutlicher Zuwachs bei den Kurzwaffenstarts zu verzeichnen war, gab es hier diesmal leichte Einbußen. Wie in der Vergangenheit üblich, war der Gewehrstand am ersten Tag voll ausgelastet. Die Gastgeber hatten mit 50 Einzelstarts das mit Abstand größte Aufgebot gestellt, gefolgt von Ludwigsfelde 42, Potsdam 21 und Luckenwalde 14. Mit jeweils 12 Einzel- und 4 Mannschaftstiteln waren die Gastgeber und die SG Ludwigsfelde am erfolgreichsten. Luckenwalde und Potsdam teilten sich mit je 8 Erfolgen den 3. Platz im Titelranking vor Dahme (6), Zossen (3), Rangsdorf (2) und Schöbendorf (1). Wie schon im letzten Jahr, wurden auch diesmal 10 neue Kreisrekorde mit Langwaffen registriert. In 12 Gewehr- und 7 Pistolendisziplinen gab es 47 Einzel- und 12 Mannschaftsentscheidungen. Erfolgreiche Titelverteidigungen gab es in 26 Einzel- und 8 Mannschaftsentscheidungen. Neben Titelehren ging es für viele Schützen auch um Qualifikationsringzahlen zur Landesmeisterschaftsteilnahme.

Erfolgreichster Teilnehmer war Mark Koschnick. Der Kreissportleiter von der Ludwigsfelder Gilde lag mit 9 Einzel- und Mannschaftserfolgen vor seinem Teamkollegen Steffen John und dem Jüterboger Frank Dombrowski (je 7). Für die freihändigen Ordonnanzgewehrschützen gab es in dieser Saison erstmals die Möglichkeit, sich in 2 getrennten Wettbewerben für die nächst höhere Meisterschaft zu qualifizieren. Mit Dioptervisierung stellte Sebastian Kienast in der offenen Klasse einen neuen Kreisrekord auf. Er hatte mit 347 Ringen schon deutlichen Vorsprung auf seine Teamkollegen Ingo Louvet 328 und Dombrowski 324. Den Wettbewerb mit offener Visierung entschied der Potsdamer Jürgen Alf mit Kreisbestmarke vor Dombrowski (beide 335) und dem Potsdamer Erhard Kloth 329. Die größte Beteiligung gab es beim Auflageschießen mit dem Ordonnanzgewehr. Hier gab es mit Dioptervisierung neue Rekorde durch Dombrowski 283 und Barbara Schilling (Jüterbog) 257. Der Kreisstädter Bodo Schneider verteidigte mit offener Visierung seinen Titel bei den Senioren eindrucksvoll vor dem Flämingstädter Hans-Joachim Heinze. Schneiders 280 Ringe bedeuteten ebenfalls Kreisrekord. Bei den Altersdamen markierte die Rangsdorferin Daniela Britze 261 eine neue Bestmarke. Den heiß umkämpften Mannschaftstitel gewannen erneut die Dahmer Schützen knapp vor der 2. Jüterboger Vertretung. Im Großkaliber Liegendkampf erreichte Dombrowski 299 von 300 möglichen Ringen. Der Luckenwalder Egon Valentin siegte mit 290 im Seniorenfeld. Beim Vorderlader Gewehrschießen trugen sich Koschnick in der Schützenklasse, John in der Altersklasse, und Klaus Jannasch (Jüterbog) bei den Senioren in die Siegerlisten ein. Mit 135 Ringen erzielte Jannasch eine neue persönliche Bestleistung und setzte sich gegen den Titelverteidiger Heinz Krüger 134 durch. Beim Schießen mit der Perkussionspistole und dem Revolver bestimmten die Ludwigsfelder Schwarzpulverschützen sowohl im Einzel als auch in den Mannschaftsentscheidungen das Geschehen.

Am 2. Tag fand das Kleinkaliberschießen statt. Hier verteidigten die Luckenwalder Hans-Joachim Mölter und Valentin ihre Titel aus 2014 wie auch Helga Boge (Jüterbog) und Eckard Müller (Potsdam). In der Klasse mit Zielfernrohr gab es durch den Potsdamer Thomas Heyne 293 bei den Altersschützen sowie Valentin 298 und Mölter 288 bei den A bzw. B Senioren neue Bestmarken. Im Großkaliber Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision waren Dombrowski, Gunnar Albrecht (Ludwigsfelde) und Kloth erfolgreich.

Am Samstag, den 30. Mai findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier der 3 veranstalteten Kreismeisterschaften Druckluft, Kleinkaliber und Großkaliber statt.

Frank Dombrowski

Hattrick beim Nachtpokalschießen in Kölsa

Die Großkaliber Gewehrschützen der Region folgten der Einladung des SV Kölsa zum letzten großen Wettkampf des Jahres. Das traditionelle Nachtpokalschießen mit Ordonnanzgewehren erlebte seine 19. Auflage. Obwohl die Beteiligung in diesem Jahr leicht rückläufig war, wurden wieder exzellente Ergebnisse erzielt. Von den 30 Teilnehmern aus 6 Vereinen, stellte die Jüterboger Gilde mit 7 Schützen das größte Aufgebot. Neben den Gastgebern kämpften auch Schützen aus Luckenwalde, Dahme, Uebigau und Rangsdorf um Pokale und Urkunden. Geschossen wurde auf 4 elektrischen Scheibenzuganlagen in 100 Meter Entfernung. Sowohl die Scheiben als auch der Schützenstand waren beleuchtet. Im aufgelegten Anschlag waren nach 5 Schüssen Probe jeweils 2 Scheiben mit je 10 Schüssen zu beschießen. Hierfür waren 30 Minuten Wettkampfzeit eingeplant.

Nach den Erfolgen des letzten Jahres durfte man gespannt sein, ob es die Schützen aus der Flämingstadt auch diesmal schaffen würden, sich in Einzel- und Mannschaftswertung durchzusetzen. Als die Jüterboger am Wettkampfort eintrafen, hatten die Kölsaer ihr Programm schon hinter sich. In mannschaftlicher Geschlossenheit hatten sich gleich 3 Schützen an die Spitze gesetzt. Da die Witterungsbedingungen beim Nachtschießen immer eine entscheidende Rolle spielen, wusste man, dass es nun sehr schwer werden würde, hier noch etwas auszurichten. Bei Temperaturen um 6 Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit setzte bei fast allen Schützen zu Beginn der 2. Wertungsserie das lästige Laufflimmern ein.

Titelverteidiger Frank Dombrowski hatte im vorletzten Durchgang nur ein Ziel vor Augen, sich erneut die Trophäe zu sichern. Als Einziger Schütze schaffte er es, beide Zehnerserien im 90er Ringebereich zu beenden. Mit 182 Ringen hatte er sich nochmals zum Vorjahr um 1 Ring steigern können. Auch der bis dahin führende Uwe Schreiber, vom gastgebenden Verein, hatte 182 erzielt, aber die letzte Serie mit 88 zu 90 schlechter ausgeschossen. Für Dombrowski, der mit 16 Einsätzen beim Nachtpokal die größte Erfahrung hat, war es der insgesamt 4. Titelgewinn. In der langen Geschichte dieses Pokalwettkampfes hatte es bislang noch kein Teilnehmer geschafft, dreimal infolge zu gewinnen.

Schreibers Teamkollege Peter Löwe sicherte sich mit nur einem Ring Rückstand den 3. Platz. Auch Klaus Jannasch legte im Team der Jüterboger nochmals 1 Ring zu und kam mit 175 auf den 6. Platz. Für eine große Überraschung sorgte Barbara Schilling. Bei ihrem ersten Wettkampf mit dem Schweden Mauser M96 traf sie hervorragende 165 Ringe und schob sich auf Platz 12. Drei Treffer außerhalb des schwarzen Spiegels führten beim Vorjahresdritten Jörg Flemming zu einem niedrigeren Resultat. Der Mannschaftsschütze belegte mit 161 Ringen den 17. Platz. Auch Ralf Schulze (19.) 157, Hans-Joachim Rehbein (27.) 121 und Eberhard Kaschel (30.) 51 mussten leichte Leistungseinbußen hinnehmen. Erstmals in Kölsa am Start erreichte Hans-Peter Neumann mit 121 Platz 26.

Der Vorjahreszweite Ingo Louvet war auch diesmal stärkster der Luckenwalder Mannschaft. Jedoch reichten 171 Ringe diesmal nur zum 9. Platz. Dessen Mannschaftskollege Bodo Schneider erzielte 2 Ringe weniger und landete auf Rang 11. Christoph Hermann, der das Luckenwalder Team unterstützte, errang Platz 21 mit 149 Ringen.

Für den 3. Titelgewinn infolge hatte es für die 1. Jüterboger Mannschaft (518 Ringe) nicht gereicht. Die Gastgeber (539 Ringe) behielten mit deutlichem Vorsprung die Oberhand. Der SV Dahme wurde mit 512 Ringen Dritter vor Kölsa II 494, Luckenwalde 489, Rangsdorf 460, Uebigau 408 und Jüterbog II 407.

Frank Dombrowski