Schlagwort-Archive: Sven Bakus

Sebastian Kienast holt Deutschen Meistertitel mit dem Ordonnanzgewehr

Benedikt Crncic erkämpft Bronze

Beim Niedersächsischen Sportschützenverband in Hannover wurden die Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehrschießen 20+20 ausgetragen. Seit 2014 ist die Landeshauptstadt Austragungsort dieser Titelkämpfe, bei der nebenbei zum 2. Mal auch die Deutschen Meisterschaften mit dem KK Unterhebel Repetierer veranstaltet wurden. Seit dem letzten Jahr sind die Wettbewerbe mit offener und geschlossener Visierung in Herren I und Herren II Klasse ausgeschrieben worden. Lediglich die Mannschaften konnten offen besetzt werden. Während die Limitzahlen zu dieser DM mit geschlossener Visierung leicht anstiegen, waren mit offener Visierung weniger Ringe nötig, um sich einen Startplatz zu erkämpfen. Bei sehr wechselhaften äußeren Bedingungen gingen während der 2 Tage 200 Schützinnen und Schützen aus 17 Landesverbänden an den Start. Die Ausfallquote war sehr hoch, hatten doch 240 Ordonnanzschützen eine Startzulassung erhalten. Umso erfreulicher war es, dass die Jüterboger Gilde mit 10 Startern und 17 Einzelstarts vollständig antrat. Sie war, wie im letzten Jahr, teilnehmerstärkster Verein und konnte insgesamt 5 Mannschaften stellen. Neben den Flämingstädtern hatten sich noch 3 weitere Schützen des BSB für die Titelkämpfe qualifiziert. Nach dem es im vergangenen Jahr nicht möglich war, am Tag vor dem ersten Wettkampf seine Waffen einzuschießen, gab es nun diese Möglichkeit wieder. Dies wurde von vielen Jüterbogern auch genutzt und so konnte man auf dem Stand seine Waffe einschießen an dem man später seinen Wettkampf hatte.

Am ersten Wettkampftag waren die Schützinnen und Schützen mit offener Visierung dran. Hier gab es immer wieder einzelne heftige Regenschauer. Da es auch schon am Anreisetag fast nur regnete, war die Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Das führte bei den langen Schweden Mauser Gewehren selbst bei reduzierten Ladungen schon nach wenigen Schüssen zu starkem Laufflimmern, was die Zielerfassung deutlich einschränkte. Nach Silber im letzten Jahr, durfte man gespannt sein, was Sebastian Kienast nach einer bis dahin überragenden Saison zu leisten im Stande war. In der Herren I Klasse legte er mit 179 Ringen im Liegendanschlag schon gut vor, blieb nur 1 Ring unter der Leistung von 2021. Im Stehendanschlag zeigte er dann sein Können. Trotz einer Sechs in der 2. Serie erreichte er mit 174 Ringen die stärkste Leistung im gesamten Feld. Mit 353 Ringen übertraf er seine DM Bestleistung um 7 Ringe. Doch was war diese Leistung Wert? Im letzten Jahr gab es coronabedingt keinen Endkampf der besten 6 Einzelschützen. Dieser wurde diesmal wieder ausgeschrieben und es war das Ziel diesen erstmal zu erreichen. Während Kienast als führender in seiner Klasse die Konkurrenz im Auge behielt, schoss sein Teamkollege Benedikt Crncic bei seiner 2. DM Teilnahme in dieser Disziplin mit 334 Ringen persönliche Bestleistung. Christoph Hermann konnte mit 296 Ringen und Platz 14 nicht an die Landestitelkämpfe anknüpfen. Zehn weiße Treffer im sonst sicheren Stehendanschlag waren dafür ausschlaggebend, dass ihm am Ende mehr als 40 Ringe fehlten. Am Abend stand dann der Endkampf an über zwei 5-Schuss Serien in jeweils 90 Sekunden im stehenden Anschlag. Tatsächlich hatten es mit Kienast und Crncic zwei Jüterboger geschafft, diesen zu erreichen. Das gab es aus Jüterboger Sicht noch nie. Während Crncic auf Platz 5 liegend nur 2 Ringe auf Bronze zurück lag, hatte Kienast 11 Ringe Vorsprung auf den Moosburger Christoph Lindlbauer. Alle Teamkollegen verfolgten das Geschehen mit Spannung am großen Bildschirm oder direkt hinter der Glaswand. Beide Jüterboger schossen einen sehr guten Endkampf. Für die Schützen hieß es dann minutenlanges warten am Schützenstand, bis die Endkampfergebnisse zu den Vorkampfresultaten hinzuaddiert wurden. Dann endlich die Gewissheit, Sebastian Kienast ist Deutscher Meister. 2007 hatte er mit dem Ordonnanzgewehrschießen begonnen und sich bei seiner 15. DM Teilnahme seinen größten schießsportlichen Erfolg erkämpft. Nach dem DM Erfolg des Spreenhageners Frank Hanisch 1999 ist es der 2. DM Titel eines Schützen des BSB. Trotz einer 4 mit dem letzten Schuss hatte er mit 80 Ringen seinen Vorsprung auf Lindlbauer (77) sogar noch ausgebaut. Mit 433 Ringen lag er 14 Ringe vor dem Bayern. Auch für Crncic war es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Dank der 69er Serie machte er Boden gut, verdrängte die vor ihm liegenden und sicherte sich mit 403 Ringen Bronze.

In der Herren II Klasse erreichte der Uebigauer Heiko Schmidt, der das erste Mal in Hannover am Start war, mit 333 Ringen einen hervorragenden 19. Platz. Im Team der Jüterboger erzielte Manfred Reichel, der erst im letzten Durchgang an der Reihe war, mit 326 Ringen und Platz 28 die beste Platzierung. Noch lange nach dem Schießen haderte er über seinen 38. Schuss, der ihm in die Eins abrutschte. Eine Steigerung um 7 Ringe zur LM brachte Jörg Flemming gute 318 Ringe und Platz 36. Auch Sven Bakus zeigte sich stark verbessert zum Vorjahr und kam mit 313 Ringen auf Rang 46. Vom SC Schöneiche erreichte Winfried Tscheuschner mit 310 Ringen den 50. Platz. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, war völlig enttäuscht über seine Leistung. Lief es doch die ganze Saison über hervorragend beim Training und in den Wettkämpfen, kamen hier nur 307 Ringe heraus. Zu den LM büßte der Landesmeister fast 40 Ringe ein und landete nur auf Rang 54. Zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft dabei, erreichte Markus Krawez 304 Ringe und Platz 56. Senior Helmut Fahlenberg, der als einziger der Jüterboger nicht in einer Mannschaft gesetzt war, musste gleich früh um 8 Uhr an die Feuerlinie treten. Für ihn standen am Ende 284 Ringe und Platz 76 im Protokoll, eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Manfred Langner belegte mit 264 Ringen Platz 82.

Den Titel holte sich nach einem Drama im Endkampf Armin Sigel aus Augsburg mit 434 (349+85) vor Hans-Jürgen Reischl aus Moosburg 429 (354+75) und dem Schmöllner Thomas Beier 425 (347+78). Der nach dem Vorkampf führende Coburger Helmut Stubenrauch hatte mit 356 Ringen an Position 1 liegend im Endkampf während der ersten Serie alle 5 Schüsse auf die linke Nachbarscheibe gesetzt und alles verloren. Da half auch die folgende 48er Serie nicht mehr, es blieb nur der 6. Platz.

Den Mannschaftstitel gewann Schmölln mit 1022 vor Moosburg 1007 und Rochlitz 995. Obwohl es mit Platz 5 die beste Platzierung einer Jüterboger Mannschaft (Kienast, Reichel, Dombrowski) gab, war es schon ärgerlich, dass mit 986 nur 9 Ringe zur Medaille fehlten. Die 2. Jüterboger Mannschaft 948 (Flemming, Crncic, Hermann) kam auf Rang 8, die 3. Mannschaft 881 (Bakus, Langner, Krawez) auf Rang 16.

Am 2. Tag lief es für Kienast dann nicht mehr ganz so gut. Mit 340 Ringen hatte er beim Schießen mit Diopter Visierung als Fünfter wieder den Endkampf erreicht, konnte sich aber nicht mehr verbessern, da die Konkurrenz keine Fehler machte und auf hohem Niveau schoss. Mit 82 Ringen hatte er erneut den besten Endkampf geschossen und Platz 5 mit 422 behauptet. Es gab sogar noch einen Stechschuss um Platz 4 zwischen ihm und den an Position 4 liegenden Christoph Lindlbauer, den der Bayer mit 8 zu 6 für sich entschied. Susanne Linke aus Schmölln hatte schon vor dem Endkampf starke 358 hingelegt und sich über eine 79er Serie mit 437 den Titel gesichert. Platz 2 ging an Philipp Fahrenbach 427 (358+69) vom hessischen SV Edelweiß Jestädt. Dritter wurde Mario Zeller vom württembergischen SV Neckartenzlingen 426 (352+74). Für Christoph Hermann lief es deutlich besser als am ersten Tag. Gute 325 Ringe brachten ihm dank 8er Schnitt im Stehendanschlag den 11. Platz ein.

In der Herren II Klasse war das Leistungsniveau an der Spitze noch höher. Obwohl hier 21 Schützen nicht antraten, gab es mit 84 Startern das größte Starterfeld. Hier hatten vor dem Endkampf 4 Schützen mehr als 360 Ringe erzielt. In einem hochspannenden Endkampf siegte nach seiner Bronzemedaille vom Vortag Thomas Beier mit 445 (363+82) knapp vor Matthias Mayer 444 (361+83) und Bernd Krahforst 443 (360+83) beide von der rheinischen St. Seb. SBr. Villip. Bester Jüterboger war wieder Manfred Reichel, der mit starken 340 Ringen und Platz 24 im ersten Drittel des Feldes lag. Ihn beeinträchtigte wie auch andere Schützen Staub, der in Böen von links nach rechts über den Stand fegte und zu Sichteinschränkungen führte. Auch Jörg Flemming kam mit der geschlossenen Visierung besser klar, brachte tolle 334 Ringe auf die Scheibe und belegte den 32. Platz. Dombrowski (50. Platz) musste bis zum letzten Durchgang warten, bis er an der Reihe war, konnte nur leicht zulegen, verbesserte sich auf 315 Ringe. Nach gutem Liegendschießen, landeten wie schon mit offener Visierung 2 Stehendschüsse in der Drei. Sven Bakus bestätigte seine gute Form, erzielte wieder 313 Ringe und erreichte Platz 55. Für Manfred Langner blieb mit 278 Ringen Platz 75. Bei seiner ersten DM kam der Hohenseefelder Matthias Wäsche mit 277 Ringen auf Rang 77.

Die Ergebnisse in der Mannschaftswertung waren fast schon unglaublich. Villip setzte sich ringgleich mit 1067 vor Schmölln und Moosburg 1048 durch.  Jüterbog I erreichte mit Kienast, Reichel, Dombrowski 995 Rang 8, Jüterbog II mit Flemming, Hermann, Bakus 972 Rang 11.

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren I

1. Kienast, Sebastian                     BR SGi zu Jüterbog                        433 (353+80)

2. Lindlbauer, Christoph               BY Kgl. priv. FSG Moosburg         419 (342+77)

3. Crncic, Benedikt                        BR SGi zu Jüterbog                        403 (334+69)

14. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                         296

Ordonnanzgew. offene Visierung Herren II

1. Sigel, Armin                                 BY SSG Augsburg                         434 (349+85)

2. Reischl, Hans-Jürgen                 BY Kgl. priv. FSG Moosburg        429 (354+75)

3. Beier, Thomas                            TH SGes Schmölln                        425 (347+78)

19. Schmidt, Heiko                         BR SGi Uebigau                             333

28. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                        326

36. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                        318

46. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                        313

50. Tscheuschner, Winfried        BR SC Schöneiche                         310

54. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       307

56. Krawez, Markus                      BR SGi zu Jüterbog                        304

76. Fahlenberg, Helmut                BR SGi zu Jüterbog                        284

82. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        264

Mannschaft offene Visierung

1. TH SGes Schmölln                    1022

2. BY Kgl. priv. FSG Moosburg    1007

3. SC Priv. SG zu Rochlitz               995

5. BR SGi zu Jüterbog I                 986

8. BR SGi zu Jüterbog II                948

16. BR SGi zu Jüterbog III             881

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren I

1. Linke, Susanne                          TH SGes Schmölln                        437 (358+79)

2. Fahrenbach, Philipp                  HS SV Edelweiß Jestädt              427 (358+69)

3. Zeller, Mario                              WT Neckartenzlingen                  426 (352+74)

5. Kienast, Sebastian                    BR SGi zu Jüterbog                        422 (340+82)

11. Hermann, Christoph               BR SGi zu Jüterbog                        325

Ordonnanzgew. geschlossene Visierung Herren II

1. Beier, Thomas                             TH SGes Schmölln                       445 (363+82)

2. Mayer, Matthias                         RH St. Seb. SBr Villip                   444 (361+83)

3. Krahforst, Bernd                        RH St. Seb. SBr Villip                   443 (360+83)

24. Reichel, Manfred                     BR SGi zu Jüterbog                      340

32. Flemming, Jörg                        BR SGi zu Jüterbog                       334

50. Dombrowski, Frank                BR SGi zu Jüterbog                       315

55. Bakus, Sven                              BR SGi zu Jüterbog                       313

75. Langner, Manfred                   BR SGi zu Jüterbog                        278

77. Wäsche, Matthias                    BR St. Hub. SBS Hohenseefeld  277

Mannschaft geschlossene Visierung

1. RH St. Seb. SBr Villip                                1067

2. TH SGes Schmölln                                   1067

3. BY Kgl. priv. FSG Moosburg                    1048

8. BR SGi zu Jüterbog I                                   995

11. BR SGi zu Jüterbog II                                 972

Frank Dombrowski

Schützen räumen bei Breitensport-Landesmeisterschaften ab

In Frankfurt/Oder fanden bei angenehmen Witterungsbedingungen die Landesmeisterschaften in den Breitensportwettbewerben KK Sportkarabiner und KK Sportpistole Präzision statt. Mit nur 3 Startern war die Jüterboger Gilde vertreten. Diese überzeugten eindrucksvoll und holten 4x Gold und 2x Silber. Über die Kreismeisterschaften hatten sich im Kleinkaliber Karabiner-Wettbewerb mit offener Visierung über 30 Schuss 12 Teilnehmer aus 5 Vereinen für diese Titelkämpfe qualifiziert. In den letzten Jahren immer wieder erfolgreich, wollten die Jüterboger auch diesmal an die Erfolge anknüpfen. Und sie zeigten mannschaftliche Geschlossenheit.

In der Damenklasse lieferten sich wie schon seit fast 25 Jahren Sabine Radtke und Kerstin Pöschla von der SV der Hochschule Cottbus einen Zweikampf. Beim letzten Aufeinandertreffen 2019 hatte sich noch die Lausitzerin durchsetzen können. Obwohl Radtke mit einer 69er Startserie sehr verhalten in den Wettkampf kam, und Pöschla ihr hier bereits 15 Ringe abnahm, steigerte sie sich von Serie zu Serie. Nach weiteren 81 und 88 setzte sie sich mit 238 zu 233 Ringen durch und gewann ihren 10. LM Titel in dieser Disziplin.

Die stärksten Leistungen wurden in der Herren III Klasse gezeigt. Auch hier kam es an der Spitze des Feldes zu einem spannenden Zweikampf zwischen Frank Dombrowski und dem Cottbuser Gerd Fricke. Der Jüterboger begann wie schon bei seinem Titelgewinn 2019, damals noch in der Herren I Klasse, mit zwei 87er Serien. Als er noch inmitten der letzten Serie war, hatten allen anderen bereits ihr schießen beendet und konnten seine letzten Schüsse auf dem Monitor beobachten. Fricke hatte zu Beginn einige Ringe liegen gelassen, aber mit starken 90 und 93 seinen Wettkampf abgeschlossen. Als der Jüterboger Sportleiter mit einer Acht seinen Wettkampf beendete und eine tolle 90er Abschlussserie hinlegte, signalisierte ihm gleich sein Teamkollege Sebastian Kienast, dass es zum Sieg gereicht hat. Mit 264 Ringen erreichte er eines seiner besten Resultate in dieser Disziplin. Fricke bestätigte sein hohes Niveau, erzielte wie vor 3 Jahren wieder 262 Ringe und gewann Silber. Über Bronze freute sich der Spremberger Jan Unger 251.

Noch spannender war es in der Herren I Klasse. Hier setzte sich der Petkuser Sven Bakus denkbar knapp gegen Sebastian Kienast durch. Beide schossen annähernd gleiche Serien, doch am Ende behielt Bakus mit 244 zu 243 die Oberhand. Kienast ärgerte sich, hatte er doch bei den Kreismeisterschaften in Potsdam noch 260 erzielt. Platz 3 belegte der Golßener Martin Brückmann mit 218. In der Senioren IV Klasse holte Klaus Bakus den Titel mit 194 Ringen.

Mit großem Vorsprung gewannen die Jüterboger 745 den Mannschaftstitel vor den Schützen aus Golßen 506. Es war bereits der 14. Teamerfolg beim Karabinerschießen seit 2001. Auch beim Schießen mit der KK Sportpistole gab es Edelmetall für die Jüterboger. Hier gab es 28 Teilnehmer aus 16 Vereinen des Landes, die in 5 Altersklassen an die Feuerlinie traten und auf elektronische Scheiben ihr 30 Schuss Programm bewältigten. Nach einer schlechten Probeserie begann Dombrowski überraschend stark, legte mit 94 und 93 Ringen ordentlich vor. Erst eine Sechs, die er beim 26. Schuss nach zu langem Halten auf die Scheibe setzte, ließ das Ergebnis der letzten Serie auf 87 Ringe schrumpfen. Dennoch reichte es für ihn, sich in der Herren III Klasse einen weiteren Landesmeistertitel zu erkämpfen. Mit 274 Ringen setzte er sich gegen den Golßener Bernd Reichenbach 265 und Matthias Schumann 255 aus Rüdersdorf durch. Sabine Radtke freute sich in der Damen II Klasse über Silber. Mit guten 267 Ringen hatte sie 6 Ringe Rückstand auf Sylvia Arlt aus Lübben. Bronze ging an Barbara Konrad 254 von der SG Königs Wusterhausen/Wildau.

Frank Dombrowski

Top Leistungen beim 17. Bürger-Meister-Pokal

Drei Wochen vor der zentralen Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming – Potsdam /Stadt in der Landeshauptstadt, fand der letzte vom KSB veranstaltete Wettkampf des Jahres bei der Jüterboger Gilde statt. Die 17. Auflage des traditionellen Bürger-Meister-Pokals lockte viele Ordonnanzgewehrschützen und Großkaliber Kurzwaffenschützen in die Flämingstadt. So konnte der Veranstalter mit 115 Starts von Schützen aus 14 Vereinen eine leichte Steigerung zum Vorjahr verzeichnen. Während der 25 m Kurzwaffenstand überraschend voll belegt war, gab es auf dem 100 m Stand noch freie Kapazitäten. In der Vergangenheit war dies eher umgekehrt. Die Gastgeber stellten mit 34 Starts erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch Schöneiche (14), Mühlheim – Dietesheim, Birkenwerder (je 12), Flatow (10) und Ludwigsfelde (9) waren mehrfach vertreten. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es wieder um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. Schon vor einem Jahr gab es viele Schützen und Mannschaften, die ihre Titel erfolgreich verteidigen konnten. So auch diesmal. In 6 der 7 Einzelwettbewerbe, die wie gewohnt in offenen Wertungsklassen ausgeschrieben waren, siegten die Sieger von 2021. Auch alle 7 großen Wanderpokale wurden von den letztjährigen Mannschaftssiegern erfolgreich verteidigt. Hier gab es erneut Spitzenleistungen beim Revolver- und Pistolenschießen durch Mühlheim-Dietesheim. Aber auch die Gastgeber konnten im klassischen 20+20 Wettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr überzeugen.

Einen Monat vor den Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehr Schießen lief es für die Jüterboger richtig gut. Hier konnten alle Teilnehmer wählen, ob sie mit offener oder geschlossener Visierung antreten. Nach den Vereins-, Kreis- und Landesmeisterschaften zeigte Sebastian Kienast wieder eine überragende Leistung. Mit DM tauglichen 356 Ringen erreichte er zum 4. Mal infolge ein Resultat über der 350er Marke. Dabei kam er gar nicht so gut in den Wettkampf hinein. Eine Sechs in der ersten Serie des Liegendanschlags brachte ihm nur 88 Ringe ein. Doch die anschließende 96 und 172 Ringe im Stehendanschlag sorgten für ein ausreichend großes Polster vor seinen Teamkollegen. Hier konnte sich Frank Dombrowski dank seiner guten Stehendleistung von 164 Ringen den 2. Platz sichern. Mit 345 Ringen lag er noch 8 Ringe vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel. Undankbarer Vierter wurde Christoph Hermann. Er schwächelte zu Beginn des Liegendschießens, konnte aber noch gute 325 Ringe erzielen. Ringgleich lag er mit der besseren letzten Serie vor dem Uebigauer Heiko Schmidt. Mit einer leichten Steigerung zur LM lag der Ordonnanzgewehr Referent des BSB, Jörg Flemming, mit 321 Ringen auf Rang 6. Weiterhin erzielten für Jüterbog: 7. Sven Bakus 312, 8. Benedikt Crncic 310 und 9. Markus Krawez 303. Durch starke 1038 Ringe siegte Jüterbog I vor Jüterbog II mit 956 Ringen. Bei der DM in Hannover wird die Jüterboger Gilde mit 17 Starts wieder am stärksten vertreten sein. Fünf Mannschaften aus der Flämingstadt haben sich hierfür qualifiziert.

Seine Klasse im Auflageschießen, bestätigte Michael Schröter von der SG Frankfurt/Oder erneut. Nach dem er bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2021 jeweils mit offener und geschlossener Visierung erfolgreich war, konnte ihm auch diesmal niemand Paroli bieten. Im 20er Starterfeld des 30 Schuss Wettbewerbes mit Kimme und Korn, erreichte er wie im letzten Jahr tolle 286 Ringe und setzte sich souverän gegen Frank Dombrowski 279 und Markus Krawez 277 durch. Auch Andreas Matthes 275 aus Birkenwerder und Winfried Tscheuschner 274 aus Schöneiche, der an diesem Tag in 5 Wettbewerben antrat, lagen mit ihren Resultaten noch über dem Neuner Schnitt. Der Mannschaftspokal blieb in Jüterbog. Mit 32 Ringen Vorsprung setzte man sich gegen Birkenwerder durch. Dritter wurde Albesbrunn Groß Ziescht.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze. Hier gewann Schröter mit 281 vor Dombrowski 278 und Krawez 271. Die Jüterboger setzten im Mannschaftskampf ihre Siegesserie fort. Seit Einführung des Wettbewerbs 2012 sind sie ungeschlagen.

Das Kurzwaffenteam von der hessischen Schützengemeinschaft Mühlheim-Dietesheim nutzte den BMP als Vorbereitungswettkampf für die kommenden Deutschen Meisterschaften in München. In allen 4 ausgeschriebenen Disziplinen waren sie nicht zu bezwingen. Neben 3 Titelverteidigungen im Einzel konnte man sich auch wieder alle 4 Wanderpokale für ein weiteres Jahr sichern. Die gezeigte mannschaftliche Geschlossenheit der Teammitglieder war schon beeindruckend. So steigerten sie ihre Teamleistungen in 3 von 4 Wettbewerben zum letzten Jahr. Peggy Wölk konnte sich erstmals in die Siegerlisten des BMP eintragen. Im mit 28 Teilnehmern größten Starterfeld dieses Pokalwettkampfes setzte sie sich im Wettbewerb 9 mm Pistole mit 373 knapp gegen ihre Mannschaftskameraden Thomas Baier und Thomas Westerwald (beide 371) durch. Sie hatte sich um 20 Ringe zum letzten Jahr steigern können. Nur ein Ring fehlte Winfried Tscheuschner zum 3. Platz. Die Teamwertung gewannen die Hessen mit 99 Ringen Vorsprung auf Ludwigsfelde. Überragender Schütze des BMP war aber wieder Thomas Westerwald mit 3 erfolgreichen Titelverteidigungen. Zunächst gewann er die Pistolenkonkurrenz .45 ACP mit 379 Ringen vor Wölk 373 und Baier 370. Die Mannschaft lag hier 163 Ringe vor Schöneiche. Beim Schießen mit dem Revolver zeigte er dann seine ganze Klasse. Im Wettbewerb .357 Magnum erreichte er nach Serien von 98, 94, 99, 99 mit 390 Ringen das höchste je geschossene Resultat beim BMP in diesem Wettbewerb. Nach Steigerung um 4 Ringe zum Vorjahr, knackte er den 13 Jahre alten Standrekord des Wittenbergers Andreas Lahn um 3 Ringe. Gute 378 Ringe reichten Peggy Wölk zu Platz 2 vor dem Zossener Karl-Heinz Berger 368 und Thomas Baier 363. Auch hier siegte man in der Mannschaftswertung vor Schöneiche. Mit dem .44er Magnum Revolver gewann Westerwald dank starker 381 Ringe vor Baier 376 und Berger 372. Wölk musste sich hier mit 369 knapp geschlagen geben. Hier deklassierte das Hessen-Trio die Mannschaft der Gastgeber um mehr als 300 Ringe.

Frank Dombrowski

Ordonnanzgewehrschützen bei Landestitelkämpfen zielsicher

Sebastian Kienast überragend

Nach dem im letzten Jahr „nur“ Brandenburgische Meisterschaften stattfanden, gab es am letzten Samstag im Mai nun wieder reguläre Landesmeisterschaften in den Ordonnanzgewehrdisziplinen 20 Schuss liegend und 20 Schuss stehend mit offener und geschlossener Visierung. Es war das 8. Mal infolge, dass auf der Anlage der Flämingstädter diese Landestitelkämpfe ausgetragen wurden. Auf dem Schießstandgelände „Damm“ trafen sich bei recht kühler Witterung und teils starkem Wind, Schützen aus 9 Vereinen, um neben den Titeln auch um DM Qualifikationsringzahlen zu kämpfen. Die Beteiligung lag mit 27 Einzelstarts unter der von 2019. Mit 17 Starts hatten die Gastgeber erwartungsgemäß das größte Aufgebot gestellt. Acht Mal traten Schützen in beiden Wettbewerben an die Feuerlinie. Kämpfte man vor 3 Jahren noch in einer offenen Klasse, wurde jetzt in Herren I und Herren II unterschieden. Wettkampfleiter Jürgen Rescheleit und sein Team hatten wenig Mühe, um für einen reibungslosen Ablauf der Meisterschaft zu sorgen. Die gezeigten Leistungen konnten sich auch diesmal wieder sehen lassen. In allen Einzel- und Mannschaftswettbewerben gab es Erfolge durch die gastgebende Gilde. Durch die Trennung der Klassen, kamen 3 neue Landesrekorde hinzu. Mit 2 Einzel- und 2 Mannschaftstiteln war Sebastian Kienast erfolgreichster Teilnehmer vor seinen Teamkollegen Manfred Reichel und Frank Dombrowski. Obwohl man in diesem Jahr auf einige Stammschützen verzichten musste, gelang es dem Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, wieder 5 Mannschaften aufzustellen. Was diese Aufstellungen Wert sind, bleibt abzuwarten, denn der DSB hatte coronabedingt im letzten Jahr keine Mannschafts-Limite vergeben. In 19 der gesamten 27 Einzelresultate, lag man aber über den Qualifikationsringzahlen der DM von Hannover 2021.

Mit nur 10 Starts war der Wettbewerb mit geschlossener Visierung doch recht schwach besetzt. Hier überzeugte Kienast in der Herren I durch eine bravouröse Stehendleistung. Nach eher durchschnittlichen 176 Ringen im Liegendanschlag ließ er tolle 182 Stehendringe folgen. Eine solche Leistung war ihm bis dahin nur sehr selten geglückt. Die Leistungssteigerung um 8 Ringe zu den Kreismeisterschaften vor einem Monat brachte ihm auch einen neuen Landesrekord ein. Mit großem Abstand musste sich Christoph Hermann geschlagen geben. Vor allem im Liegendanschlag lief es nicht gut. Hier flogen ihm 5 Schüsse ins Weiße. Durch gewohnt starke Stehendschüsse reichte es aber mit 312 noch zu Silber. Über Bronze konnte sich der Ludwigsfelder Mark Koschnick 283 freuen.

Manfred Reichel siegte in der Herren II Klasse mit 344 Ringen. Seine 187 Ringe im liegenden Anschlag waren die stärksten während der gesamten Meisterschaft. Sein Mannschaftskollege Frank Dombrowski, der durch eine solide Stehendleistung mit 340 nahe an seine persönliche Bestleistung kam, holte Silber. Den 3. Platz erkämpfte Jörg Flemming mit 319 Ringen knapp vor Manfred Langner, der mit 317 Ringen sein bislang bestes Resultat für die Jüterboger erzielte und wohl sicher für die DM qualifiziert ist. Selbst die nachfolgend platzierten Matthias Wäsche 288 (Hohenseefeld), Sven Bakus 281 (Jüterbog) und Martin Brückmann 277 aus Golßen lagen mit ihren Ergebnissen noch über der letztjährigen DM-Norm. Die erste Mannschaft der Gastgeber erreichte in Bestbesetzung mit 1042 Ringen ihr bislang bestes Resultat. Jüterbog II holte Silber mit 912 Ringen.

Ausgezeichnete Leistungen wurden auch beim Schießen mit offener Visierung erzielt. Nur einen Ring weniger als bei der KM schoss Sebastian Kienast in der Herren I. Mit seinen 359 Ringen (186+173) lag er sogar 9 Ringe über dem Ergebnis des DM Siegers von 2021. Deutliche Verbesserungen im liegenden Anschlag, führten bei ihm in jüngster Zeit zu enormen Leistungssprüngen. Auch in diesem Wettbewerb stellte er eine neue Bestmarke im Land auf. Christoph Hermann überzeugte hier mit sehr guten 337 Ringen. Er profitierte wieder von seiner starken Stehendleistung und holte sich auch hier Silber. Den Dreifacherfolg der Jüterboger machte der Junior Benedikt Crncic mit 329 perfekt.

Mit 13 Startern war die Herren II Klasse am stärksten besetzt. Durch sein zweitstärkstes Wettkampfergebnis konnte sich Dombrowski hier den Sieg erkämpfen. Seine 346 Ringe bedeuteten auch Landesrekord. Der Uebigauer Heiko Schmidt lag 20 Ringe zurück und konnte sich die Vizemeisterschaft sichern. Manfred Reichel blieb mit 325 Ringen etwas unter seinen Möglichkeiten, freute sich aber dennoch über den Bronzeplatz. Hinter dem Schöneicher Winfried Tscheuschner 315, kamen die weiter für Jüterbog startenden Jörg Flemming 311, Markus Krawez 298, Helmut Fahlenberg 296 und Sven Bakus 285 auf die Plätze 5 bis 8. Manfred Langner 279 landete hinter Heiderose Gummert 283 von den Götzer Bergschützen auf dem 10. Platz. Die Teamwertung entschied Jüterbog I mit 1030 vor Jüterbog II 933 und Jüterbog III 906.

Für die kommenden Deutschen Meisterschaften scheinen die Flämingstädter gut gerüstet zu sein. Kurz vor der DM können die Ordonnanzschützen beim Bürgermeisterpokal im August noch einmal Wettkampferfahrung sammeln.

Frank Dombrowski

Kreismeisterschaften Großkaliber Teil 2 in Jüterbog

Gastgeber erneut erfolgreichster Verein

Beim 2. Teil der Kreismeisterschaften in den Großkaliber Wettbewerben konnten die Jüterboger wieder ihren Heimvorteil nutzen. In 7 Gewehr Auflagedisziplinen vom Sandsack, einem Wettbewerb freihändig auf 100 m und 2 Kurzwaffendisziplinen auf 25 m Entfernung holten sie die meisten Titel. Mit mehr als 130 Starts von Schützen aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt war diese Meisterschaft gut besucht. Da erwies sich die Entscheidung, die Wettkämpfe in Jüterbog auf 2 Wochenenden zu legen, als richtig. Mit jeweils mehr als 30 Starts waren die Gastgeber und Ludwigsfelde am stärksten bei der vorletzten Kreismeisterschaft des Jahres vertreten. Heftige Windböen während der gesamten Titelkämpfe beeinflussten die Schützen, die leichte Geschosse in ihrer Munition verwendeten. Mit 12 Erfolgen waren die Jüterboger wieder die stärksten im Kreis. Aber auch die Schützen aus der Landeshauptstadt standen 6 Mal, Ludwigsfelde 4 Mal sowie Rangsdorf, Zossen je 2, und Schöbendorf-Paplitz 1 Mal im Wettkampfprotokoll ganz oben.

Wie schon bei den KK Titelkämpfen von Potsdam, war Frank Dombrowski in seiner Altersklasse und den Wettbewerben, in denen er antrat nicht zu bezwingen. Disziplinbezogen erreichte er in allen Wettbewerben auch die höchsten Resultate. Weitere 7 Einzelerfolge und 1 Mannschaftssieg kamen hinzu. Sein Teamkollege Markus Krawez war mit 4 Erstplatzierungen ebenfalls sehr erfolgreich. Er zählt neben dem Jüterboger Sportleiter zu den stärksten Schützen des Jahres im Kreis. Drei Einzelsiege erkämpfte der Potsdamer Jürgen-Dieter Rückert in der Senioren III Klasse.

Sehr viele Starts gab es in den 30 Schuss Ordonnanzgewehr-Auflagewettbewerben mit offener und geschlossener Visierung. Hier kämpften allein 51 Schützen und Schützinnen in 3 bzw. 4 Altersklassen. Dombrowski, der im ersten Jahr in der Senioren I Klasse (ab 51 Jahre) kämpft, gewann mit Diopter Visierung mit 279 Ringen vor Daniela Britze 269 vom SV Rangsdorf und dem Jüterboger Thomas Malluschke 259. Markus Krawez siegte in der gemischten Herren I und II Klasse mit 275 vor Mark Koschnick aus Ludwigsfelde und dem Zossener Torsten Kühne. Weitere Jüterboger Resultate: 6. Diana Hanske 240, 8. Bettina Kühne 213. Rückert 268 gewann in seiner Klasse vor den beiden Jüterbogern Georg Hanske 248 und Hans-Peter Neumann 246. Rainer Kubau 234, Platz 6, erreichte mit Georg und Diana Hanske Gold in der Teamwertung. Hans-Joachim Rehbein, mit 85 Jahren ältester Teilnehmer dieser KM, kam mit 159 auf Platz 7. Die gleichen Sieger gab es mit Kimme und Korn. Hier gewann Dombrowski im mit 15 Startern größten Teilnehmerfeld mit 273 vor Oliver Heinze 263 aus Ludwigsfelde und Daniela Britze 257. Auf den folgenden Plätzen kamen: 4. Jürgen Stein 251, 5. Andres Bethke 249 und 6. Frank Leis 246. Krawez entschied seine Klasse mit 265. Hier erreichte Dennis Fröhling den 7. Platz mit 212 Ringen. Hinter Rückert 269 holte sich Hans-Joachim Heinze 260 in der Herren III die Silbermedaille.

Gute Resultate gab es beim Auflageschießen mit dem Freigewehr. Hier wurde meist ein Matchgewehr im Kaliber zwischen 6 und 8 mm Zentralfeuer mit Diopter Visierung verwendet. Dombrowski erzielte mit 295 Ringen die beste Leistung. Weiter siegten Krawez 292 und Rückert 291 in ihren Kassen. Im freihändigen Liegendkampf mit Zielfernrohr, bei dem die Waffe durch einen Schießriemen gestützt werden konnte, behauptete sich Dombrowski mit 297 von 300 möglichen Ringen klar vor Helmut Fahlenberg vom SSC 98 K Schöbendorf/Paplitz 283 und Krawez 282. Diese Disziplin wurde in nur einer offenen Klasse gewertet.

Das Auflageschießen mit Zielfernrohr gewann Dombrowski in seiner Klasse nur knapp. Mit 295 lag er vor Daniela Britze 293 und Jens Albrecht 292 aus Potsdam. Krawez 282 musste sich hier in der Herren I dem Potsdamer Axel Tscheuschner 290 geschlagen geben. Helmut Fahlenberg 289 gewann in der Senioren III Klasse den einzigen Titel für Schöbendorf. Großes Interesse gab es wie zu erwarten war, auch beim Schießen mit dem Selbstladegewehr. Hier wurden mit verschiedenen Visierarten jeweils Fünfer Schussgruppen in 60 Sekunden auf die Scheibe gebracht. Alle Titel gingen nach Ludwigsfelde. Mit ZF siegte Stephan Schwarz 287 ganz knapp vor seinem Vereinskollegen Ralf Scarlett 286. Die Jüterboger Andre Bethke, Torsten Blech und Michael Schoppe erreichten die Plätze 8, 15 und 17. Mit Diopter gewann Mark Koschnick 284 und mit offener Visierung Henryk Goetz 238.

Im Kurzwaffenwettbewerb mit einhändigem Anschlag gab es Siege für Dombrowski 268, dem Potsdamer Erhard Kloth 242 in der Herren IV und Jens Feistner 249 vom PSV Zossen in der Herren I.  Auch beim beidhändigen Anschlag setzte sich Dombrowski 269 durch. Weiter siegten Karl-Heinz Berger vom PSV in der Herren IV und Sebastian Lindner aus Potsdam in der Herren I. Hier platzierten sich die Jüterboger Fröhling und Krawez auf 5 und 6. Die Teamwertung gewann Jüterbog.

Frank Dombrowski

Jüterboger Schützen holen viele Titel in der Landeshauptstadt

Nach dem bereits Anfang April die ersten Wettbewerbe der Kreismeisterschaften in den Freiluftwettbewerben auf 25 und 50 Meter stattfanden, gab es im Mai die Fortsetzung. Bei der Potsdamer Gilde wurden die nächsten 3 Gewehr- und 3 Pistolenentscheidungen absolviert. Bei sehr guten äußeren Bedingungen zeigten sich die Jüterboger Schützen in Bestform. Mit nur 5 Aktiven holten sie 12 Einzel- und Mannschaftstitel und lagen noch deutlich vor den Gastgebern (5), Ludwigsfelde (3), sowie Rangsdorf, Zossen, Petkus (je 2). Für die Potsdamer war es das erste Mal, dass nach der Umrüstung der Scheibenanlagen auf Elektronik auf dem Gewehrstand verschiedene Disziplinen im liegenden Anschlag bestritten werden mussten. Das funktionierte sehr gut und auch die grafische Darstellung der Schüsse war perfekt. Einen Schießmarathon erlebte Frank Dombrowski. Der Sportleiter der Jüterboger Gilde ging in 5 Wettbewerben an den Start, so viele wie kein anderer. Nach fast 8 Stunden an der Feuerlinie hatte er in seiner Klasse alle 5 Einzeltitel und zusammen mit Sebastian Kienast und Sabine Radtke einen Mannschaftserfolg geholt. Aber auch Sabine Radtke und Peggy Wölk aus Potsdam waren mit 3 Titeln ebenfalls sehr erfolgreich.

Im 60 Schuss KK Liegendkampf erzielte Junior Benedikt Crncic mit 604,4 Ringen das beste Ergebnis. Er verwies den Kreisstädter Richard Küter in der Junioren I Klasse deutlich. Jonas Herzog sicherte sich den Titel bei den Junioren II. Dombrowski gewann die Herren III Konkurrenz mit 601 Ringen. Im für ihn selten geschossenen Wettbewerb, musste sich Sebastian Kienast nur dem Kreissportleiter Mark Koschnick aus Ludwigsfelde geschlagen geben. Für den SV Petkus waren Jörg Flemming und Sven Bakus in ihren Klassen erfolgreich. Crncic und Herzog siegten dann noch im technisch anspruchsvollen Gewehrwettbewerb Sportgewehr 3×20. Hier glänzte Crncic mit tollen 552 Ringen. Größere Starterfelder gab es beim KK Karabinerschießen mit offener Visierung. Hier zählen die Flämingstädter seit mehr als 20 Jahren zu den erfolgreichsten im Land. Und so war es nicht verwunderlich, dass man 4 von 5 möglichen Titel einsackte. Das Topresultat erzielte Sebastian Kienast in der Herren I Klasse mit 260 vor Sven Bakus 250.  Sabine Radtke gewann die Damenklasse mit 228. Frank Dombrowski konnte sich mit 243 in der Herren III Klasse gegen 3 Schützen aus Schöbendorf/Paplitz durchsetzen. Dennoch war er mit seiner Leistung nicht zufrieden. Ein solch ungewöhnliches Trefferbild hatte er bis dahin noch nicht gehabt. Keine einzige Zehn, nur wenige Randtreffer in der Neun und die Acht im Kreis fast komplett ausgeschossen. Bleibt zu hoffen, dass es bei den Landesmeisterschaften in Frankfurt/Oder besser läuft. Hinter dem Potsdamer Richard Tietz 218, konnte sich Jörg Flemming 215 die Silbermedaille in der Herren IV Klasse erkämpfen. Bronze ging an Helmut Fahlenberg (Schöbendorf) 212. Den Mannschaftstitel gewannen die Jüterboger mit mehr als 170 Ringen Vorsprung vor Schöbendorf/Paplitz.

Weitere Titel sammelten die Jüterboger beim Pistolenschießen ein. So waren Radtke 493 und Dombrowski 540 mit der KK Sportpistole in ihren Klassen nicht zu bezwingen. Für die gastgebende Gilde erreichte Peggy Wölk in der Damen I Klasse mit ausgezeichneten 556 Ringen das beste Resultat in diesem Wettbewerb. In der selten geschossenen Disziplin 60 Schuss KK Standardpistole, bei der in unterschiedlichen Zeitserien jeweils 5 Schuss auf die Scheibe gebracht werden müssen, verbesserte sich Dombrowski zur letzten KM auf 513 Ringe und siegte vor Alexander Kade (Potsdam). Das gleiche Bild an der Spitze gab es im einzigen Großkaliberwettbewerb. Mit der Zentralfeuerpistole setzte sich Dombrowski mit 516 gegen Kade 507 durch.

Frank Dombrowski

Gastgeber bei Kreistitelkämpfen stark

Die Jüterboger Gilde richtete nach den Druckluftmeisterschaften nun zum 2. Mal in diesem Jahr Kreismeisterschaften aus. Auf dem Programm standen Wettbewerbe, bei denen schon in nächster Zeit die Landesmeisterschaften anstehen und sich die Teilnehmer erst über die KM qualifizieren mussten. So wurden alle 100 m Kleinkaliber Disziplinen, Ordonnanzgewehr, Vorderlader Gewehr und Pistole sowie die Großkaliber Kurzwaffen Wettbewerbe auf 25 m geschossen. Mit 70 Gewehr- und 55 Pistolenstarts aus 10 Vereinen des Kreisschützenbundes war man mit der Beteiligung zufrieden. Nach 2 Corona Jahren, in denen man nur abgespeckte Wettbewerbe durchführte, wurden sämtliche Disziplinen ausgeschrieben. Nur die GK Auflagewettbewerbe wurden noch nicht durchgeführt. Diese finden an gleicher Stelle im Mai statt. Die Gastgeber waren mit 55 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Aber auch die Schützen aus Ludwigsfelde, traten 33 Mal an die Feuerlinie. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen beim Ordonnanzgewehr und den Pistolen- und Revolverdisziplinen wurde natürlich auch mit dem KK Gewehr aufgelegt mit Diopter Visierung und Zielfernrohr geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. Von den 60 Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen in 14 Disziplinen, holten die Flämingstädter 28 Titel vor Ludwigsfelde 19, Luckenwalde und Zossen je 4, Potsdam 3 sowie Petkus und Groß Ziescht je 1 Titel. Erfolgreichste Teilnehmer waren Mark Koschnick aus Ludwigsfelde mit 10 Einzel- und Mannschaftstiteln, Frank Dombrowski 9 und Markus Krawez 6 (beide Jüterbog).

Für die Gastgeber war das Ordonnanzgewehrschießen ein wichtiger Test vor den in einem Monat stattfindenden Landesmeisterschaften. Demnach dürften sich alle Jüterboger qualifiziert haben. Viele der Spitzenschützen betonten nach dem Wettkampf, dass sehr guten Sichtverhältnisse herrschten. Seit Jahren an der Spitze, führte auch diesmal Sebastian Kienast die Ergebnisliste der Herren I Klasse an. Im Wettbewerb mit offener Visierung glänzte er mit tollen 360 Ringen. Mit einem seiner stärksten Ergebnisse im Liegendanschlag (189) legte er den Grundstein für diese Leistung. Stabile 171 Ringe beim Stehendschießen sorgten für ein Ergebnis, das 12 Ringe über seinem eigenen Landesrekord lag. Auch Benedikt Crncic 329 und Christoph Hermann 328 zeigten sich gut in Form. In der Herren II Klasse siegte Frank Dombrowski 338 knapp vor seinem Mannschaftskameraden Manfred Reichel 334. Im Kampf um Platz 3 ging es sehr knapp zu. Hier entschied die Höhe der letzten Serie. Helmut Fahlenberg sicherte sich mit 298 den Bronzeplatz vor den ringgleichen Jörg Flemming und Markus Krawez. Sven Bakus 294 erreichte Platz 7 vor Manfred Langner 275 (alle Jüterbog). Im Teamwettbewerb siegte Jüterbog I mit schon DM tauglichen 1032 vor Jüterbog II 920 und Jüterbog III 902.

Obwohl es mit der geschlossenen Visierung meist einfacher ist, höhere Leistungen abzurufen, lagen die Resultate an der Spitze etwas niedriger. Sebastian Kienast, der mit 5 Titeln bei dieser KM zu den besten Schützen zählte, gewann in seiner Klasse mit 350 vor Christoph Hermann 320 und Mark Koschnick 278. In der höheren Altersklasse setzte sich Manfred Reichel denkbar knapp mit 334 vor dem ringgleichen Frank Dombrowski durch. Jörg Flemming landete mit 309 auf Platz 3 vor Sven Bakus 302. Markus Krawez lag auf Platz 6, erreichte mit 291 einen Ring mehr als Manfred Langner. Die Mannschaftswertung entschied Jüterbog I mit 1018 vor Jüterbog II 931.

Sehr gute Leistungen gab es auch beim 30 Schuss KK Gewehr Stehendschießen. Benedikt Crncic erzielte mit 289 Ringen das höchste Ergebnis. Im Juniorenwettbewerb siegte er vor Lisa Jakob 280. Sebastian Kienast holte den Titel in der Herren I mit 287. Frank Dombrowski und Markus Krawez gewannen in ihren Klassen.

Sechs Titel gab es beim Auflageschießen mit Diopter Visierung. Dombrowski erreichte 291 im Senioren I Feld und lag deutlich vor Thomas Malluschke 277 und Hendrik Papenroth 272. Egon Valentin 291 siegte in der Senioren IV über seinen Vereinskollegen Hans-Peter Neumann 278. Hans-Joachim Rehbein musste sich in der Senioren V Klasse mit 265 nur dem Kreisstädter Hans-Joachim Mölter 288 geschlagen geben. Weitere Sieger in diesem Wettbewerb waren Markus Krawez 264 und Bettina Kühne 238. Alle Mannschaftsentscheidungen holten sich die Jüterboger.

Leicht höhere Ergebnisse wurden beim Schießen mit Zielfernrohr erzielt. Trotz sehr windigen Verhältnissen an den 2 Wettkampftagen gab es hier Einzelerfolge durch Markus Krawez 267, Frank Dombrowski 295 und Egon Valentin 290. Den einzigen Titel für Petkus gewann Jörg Flemming 293.

Beim Vorderlader Perkussionsgewehrschießen gab es in den jüngeren Altersklassen Erfolge durch die Ludwigsfelder Mark Koschnick, Sebastian Feudner und Steffen John. In der Herren IV Klasse (ab 61 Jahre) kämpften nur Jüterboger. Hier setzte sich Heinz Krüger, der mit 81 Jahren älteste im Team, klar durch. Trotz einer Sechs erreichte er noch gute 132 Ringe und siegte vor Werner Panek 122, dem Gildevorsitzenden Gerald Kaplick 118 und dem Gildepräsidenten Wolfgang Gast 117. Die Teamwertung gewann Jüterbog vor Ludwigsfelde. Hans-Peter Neumann holte mit der Perkussionspistole in der Herren IV Klasse einen weiteren Jüterboger Titel.

Bei den Kurzwaffenwettbewerben überragte der Zossener Karl-Heinz Berger, der in allen 4 Disziplinen in der Herren IV Klasse siegte und bis auf Revolver .44 Magnum auch die höchsten Ergebnisse aller Schützen erzielte. Mit der 9 mm Pistole kam er auf 368 Ringe. Mit der 45er Pistole erreichte er 347 Ringe. Das höchste Kurzwaffenresultat erreichte er mit dem .357 Magnum Revolver, bei dem er auf 376 Ringe kam. Während die Ludwigsfelder in den Pistolendisziplinen stark vertreten waren und sich auch die Mannschaftstitel sichern konnten, waren die Jüterboger mit dem Revolver sowohl im Einzel als auch im Team erfolgreich. Mit der .44er Magnum entschied Dombrowski 341 die Herren III Konkurrenz vor seinem Mannschaftskollegen Thomas Heise 323. Markus Krawez siegte in seiner Klasse mit 308. Dennis Fröhling holte sich den .357 Magnum Titel in der Herren II mit 288.

Frank Dombrowski

Hochklassige Resultate beim 16. Bürger-Meister-Pokal

Erstmals seit 11 Monaten veranstaltete der Kreisschützenbund Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt wieder einen Wettkampf. Auf dem Plan stand der traditionelle Kreis-Wander-Pokal des Bürgermeisters der Stadt Jüterbog. Mit realisierten 112 Startmeldungen von Schützen aus 10 Vereinen lag die Beteiligung unter der des letzten Jahres. So konnte man den Wettkampf an nur einem Tag austragen. Die Gastgeber verfehlten mit 47 Starts nur knapp ihre Rekordmarke aus dem vergangenen Jahr. Weiter dabei waren u.a. die starken Pistolenschützen der SGS Mühlheim – Dietesheim, die erneut die weiteste Anreise hatten. Sie traten zwölf Mal an die Feuerlinie, genau so oft, wie Birkenwerder. Aber auch Vereine des KSB (Ludwigsfelde 11, Rangsdorf 10 und Zossen 9) ließen es sich nicht nehmen, nach so langer Zeit wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Die Wettbewerbe wurden wie in den Jahren zuvor in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es erneut um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. In 6 der 7 Einzel-Wettbewerbe wurden die Titel des Vorjahres von den jeweiligen Schützen verteidigt. So etwas hatte es in der langen Geschichte dieses Events noch nicht gegeben.

Kurz vor den Deutschen Meisterschaften zeigten die Schützen aus Mühlheim erneut ihre Klasse. Sie gingen in allen Großkaliber Kurzwaffenentscheidungen an den Start. Neben den 4 Einzelentscheidungen holten sich die Schützen aus Hessen auch alle 4 Mannschafts-Wanderpokale. So verteidigte Thomas Westerwald in 3 Disziplinen seine Titel. Mit dem .357 Magnum Revolver glänzte er mit erstklassigen 386 Ringen. Hier fehlte nur 1 Ring zur BMP Bestleistung des Wittenbergers Andreas Lahn aus dem Jahr 2009. Vor allem die 198 Ringe beim Schnellfeuer gaben den Ausschlag für den Erfolg. Nur 4 Ringe Rückstand hatte sein Teamkollege Thomas Baier. Der Zossener Karl-Heinz Berger, der an diesem Tag auch als Kampfrichter tätig war, erreichte mit guten 377 den 3. Platz, knapp vor Peggy Wölk (Mühlheim). Mit mehr als 220 Ringen Vorsprung vor den Jüterbogern und den Schützen aus Birkenwerder siegte Mühlheim eindrucksvoll.

Ähnlich war der Verlauf mit dem .44 Magnum Revolver. Hier gab es einen Dreifacherfolg der Hessen. Westerwald 376 vor Baier 374 und Wölk 365. Hier reichte es für Berger nur zum undankbaren 4. Platz. Mit großem Rückstand, mussten sich die Gastgeber (Frank Dombrowski, Siegfried Meyer und Markus Krawez) im Mannschaftskampf geschlagen geben.

Das Schießen mit der Pistole im Kaliber .45 ACP entschied Westerwald 374 vor Baier 372 und Wölk 362. Auch hier bleibt die Mannschaftstrophäe bei den Mühlheimern. Sie behaupteten sich gegen Ludwigsfelde.

Mit 19 Startern gab es beim Schießen mit der 9 mm Pistole das größte Teilnehmerfeld unter den Kurzwaffenschützen. Hier konnte sich Baier nach 2020 wieder in die Siegerliste eintragen. Mit 374 Ringen gewann er vor dem Ludwigsfelder Dirk Kalwa 362 und Westerwald 360. Mit nur 50 Ringen hinter den Mühlheimern, erreichten die Ludwigsfelder einen guten 2. Platz noch vor Birkenwerder.

Auch die Ordonnanzgewehrschützen zeigten sich in Wettkampfform. Beim klassischen 20+20 Wettbewerb wurde um möglichst hohe Ringzahlen, die für eine eventuelle DM Teilnahme berechtigen, gekämpft. Sebastian Kienast, der bereits 2006 beim ersten BMP erfolgreich war, erkämpfte sich mit sehr starken 354 Ringen seinen inzwischen 7. Titel. Trotz einer Drei, die ihm beim Liegendschießen herausrutschte, hatte er deutliche 20 Ringe Vorsprung auf Jörg Flemming.  Ingo Louvet errang mit guten 332 Ringen den 3. Platz vor Frank Dombrowski 327 und Benedikt Crncic 325, die sich zum letzten Wettkampf leicht steigern konnten. Sven Bakus verbesserte sich ebenfalls zur Brandenburger Meisterschaft und lag mit 315 hinter dem Berliner Slawomir Lobasiuk 322 auf Platz 7. Jüterbog II sicherte sich den Mannschaftstitel mit 20 Ringen vor Jüterbog I.

Beim Auflageschießen war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin wieder nicht zu bezwingen. Als erstem Schützen überhaupt, gelang es ihm, sich im 3. Jahr infolge sowohl den Titel mit offener als auch mit geschlossener Visierung zu erkämpfen. Was für eine tolle Serie! Über Kimme und Korn schraubte er seine Bestleistung in Jüterbog auf 286 Ringe hoch. Da konnten Markus Krawez 271, Frank Dombrowski 260 und Ingo Louvet 259 als nachfolgend Platzierte vom gastgebenden Verein nicht viel ausrichten. Allein hier schossen 30 Schützen, vorwiegend mit Schweden Mauser Gewehren.  Der Wanderpokal bleibt in der Flämingstadt. Jüterbog I siegte vor Birkenwerder, Jüterbog II, Zossen und Rangsdorf.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gewann Schröter mit 283 Ringen. Hier zeigte er vor allem in der zweiten Serie über 15 Schuss sein Können. Beeindruckende 145 Ringe zählte Chefauswerter Steffen John. Auch hier musste sich Markus Krawez 278 geschlagen geben. Platz 3 ging an Torsten Kühne vom PSV Zossen mit 271 knapp vor Ingo Louvet 271 und Frank Dombrowski 268. Den Mannschaftspokal sicherte sich Jüterbog I vor der zweiten und dritten Mannschaft der Gastgeber. Der Vorsitzende des KSB Raik Britze und Kreissportleiter Mark Koschnick nahmen die Siegerehrung vor.

Frank Dombrowski

Sebastian Kienast bei Meisterschaft überragend

Am 17. Juli veranstaltete der Brandenburger Schützenbund seine Brandenburgische Meisterschaft Ordonnanzgewehr 20+20 in Jüterbog. Die dort ansässige Gilde führte diese Meisterschaft erstmals in Eigenregie durch. Bei sommerlich warmen Temperaturen ging es in erster Linie darum, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Neben den 30 Brandenburger Startmeldungen, waren auch zwei Schützen vom SVBB mit dabei, da ihr Verband keine Meisterschaft bzw. Qualifikationswettkampf in Planung hatte. Mit 11 Teilnehmern und 20 Starts stellte die gastgebende Gilde erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch einige Schützen aus Golßen, Ahrensfelde und Oranienburg beteiligten sich am Geschehen. Nach 10 Monaten Wettkampfpause mit dem Ordonnanzgewehr und so gut wie kein Training, war man auf Seite der Gastgeber gespannt, wie hoch das Leistungsniveau sein wird. Da hier keine Mannschaftswertung ausgeschrieben war, musste jeder möglichst hohe Ergebnisse erzielen, um eine Chance auf eine eventuelle Teilnahme zur DM in Hannover im September zu haben. Sowohl mit geschlossener als auch mit offener Visierung zeigten sich die Jüterboger in guter Form. Sie belegten in allen Konkurrenzen die vordersten Plätze.

Schon jetzt erreichte Sebastian Kienast eine DM taugliche Form. Nach seinem letzten Wettkampf im September 2020, wo er schon mit 358 bei der geschlossenen Visierung überzeugte, legte er noch einmal einen Ring drauf. Der DM-Zweite von 2017 schoss zunächst gewohnt starke 183 Ringe liegend. Als ihm in der 2. Stehendserie eine Fünf herausrutschte, ärgerte er sich. Dieser Schuss verhinderte einen 9er Schnitt. Nach 176 Stehendringen und 359 Gesamtringen hatte er immer noch eines seiner besten Ergebnisse erzielt. Überlegen gewann er die Herren I Klasse. Auch Christoph Hermann wartete mit einer Spitzenleistung auf. Nach so langer Pause schoss auch er aus dem Kalten sehr gute 342 Ringe. Seine neue persönliche Bestleistung hätte sogar noch höher ausfallen können, ließ er doch in der ersten Serie im liegenden Anschlag (79) viele Ringe liegen. Beim Stehendschießen überzeugte er eindrucksvoll mit starken 170 Ringen. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, erzielte mit 328 Ringen den 3. Platz. Was das Wert ist, wird man erst später sehen. Der DSB hatte kurzfristig den Meldeschluss zur DM um einen Monat nach hinten verschoben. Deshalb lassen die Limit-Zahlen noch auf sich warten. Bedingt durch Corona ist mit einem deutlichen Anstieg dieser Zahlen zu rechnen, da man wohl wegen der Abstandsregel auf einige Stände verzichten wird. In der Herren III Klasse glänzte Manfred Reichel mit tollen 345 Ringen. Er setzte sich gegen den Luckenwalder Ingo Louvet durch, der mit 335 Ringen eine neue Bestmarke für sich erzielte. Ausschlaggebend für diese Leistung waren starke 160 Stehendringe. Der erfahrene Jörg Flemming der die meisten DM Einsätze der Gilde zu verzeichnen hat, kam diesmal über 312 nicht hinaus. Auf dem undankbaren 4. Platz landete Manfred Langner mit 308 Ringen.

Mit offener Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze der Herren I Klasse. Sebastian Kienast dominierte mit 353 die Konkurrenz und lag wieder vor Hermann 327 und Dombrowski 325, der durch einige Treffer ins Weiße fast 20 Ringe in der letzten Serie einbüßte. Zum ersten Mal mit dem Ordonnanzgewehr bei einem Wettkampf dabei, konnte Benedikt Crncic mit 318 Ringen überzeugen. Hier sind nach Betrachtung der einzelnen Serien noch große Reserven erkennbar. Er setzte sich ringgleich, wegen der besser geschossenen letzten Serie knapp gegen seinen Teamkollegen Sven Bakus durch. Bei den Herren III gab es eine große Überraschung an der Spitze. Hier gewann Ingo Louvet mit 329 Ringen. Auch hier war es die gute Stehendleistung, die den Erfolg brachte. Manfred Langner kam auf Platz 2 und verbesserte seinen Hausrekord auf 303 Ringe. Die Routiniers Manfred Reichel 301 und Jörg Flemming 295 hatten größere Probleme mit ihren Gewehren. Während sich bei Reichel (3. Platz) die Systemhalteschraube seines Schweizer K31 löste, kamen bei Flemming (6. Platz) Probleme mit dem Visier seines M38 Schweden Mauser auf. Rene Weinland kam auf 300 Ringe und wurde Vierter vor Helmut Fahlenberg 296.

Frank Dombrowski

Alexander Flemming übernimmt nach Tagessieg Spitzenposition in der Rangliste

Der 5. Wettkampftag der Berliner Liegendkampf Rangliste war ein besonderer Tag. Zum ersten Mal ist es einem Schützen des Petkuser Teams gelungen, die Führung in der Gesamtrangliste zu übernehmen. Mit einer Glanzleistung schoss Alexander Flemming auf Topniveau seinen Wettkampf, sicherte sich mit hauchdünnem Vorsprung den Tagessieg und verdrängte den bis dahin führenden Michael Wischnewsky. Auch im Mannschaftskampf konnte weiter Boden gut gemacht werden. Wie schon beim 4. Wettkampf, war dieser Wettkampftag mit 90 Startern wieder ordentlich besucht. Elf Petkuser kamen in die Walther Arena, um sich am vorletzten Tag im Klassement zu verbessern. Sieben von ihnen, konnten sich zum Wettkampf im Januar steigern. Große Leistungssteigerungen vollbrachten Christoph Hermann, David König und Jana Goldammer. In der Gesamtrangliste gab es, wie zu erwarten war, doch größere Verschiebungen, da jetzt die ersten Streichresultate Berücksichtigung fanden.

In bestechender Form präsentierte sich Alexander Flemming. Seine erzielten 623,8 Ringe waren das zweithöchste Ranglistenergebnis in dieser Saison. Er blieb nur 1 Ring unter seiner eigenen im November erzielten Bestmarke. Konstant hohe Serien zwischen 103,2 und 105,1 waren für diese Spitzenleistung ausschlaggebend. Obwohl er nach alter Wertung 9 Treffer in der Neun hatte 591 (98, 98, 99, 99, 99, 98), waren es die vielen hohen Innenzehner (Mouchen), die ihn ganz nach vorn brachten. Allein in der 3. Serie schoss Flemming 8 von insgesamt 40 Mouchen.  So konnte er sich gegen den bis dahin führenden ehemaligen Olympiasieger Miroslav Varga vom tschechischen SV SSK Dvory mit zwei Zehntel Ringen Vorsprung durchsetzen. Varga (595) hatte insgesamt nur 5 Neuner erzielt. Auf Platz 3 kam der bis zu diesem Tag in der Gesamtwertung führende Michael Wischnewsky 621,2. Flemming stieg jetzt vom 6. Platz ganz noch oben. Auch Juniorschütze Benedikt Crncic konnte sich verbessern. Mit einer Steigerung von 3,6 auf 610,3 Ringe (583) schoss er die zweitbeste Leistung im Team und stellte seine Saisonbestleistung vom Novemberwettkampf ein. Er konnte sich von Platz 42 auf 35 verbessern. Etwas unter seinen Möglichkeiten blieb Frank Dombrowski. Bei seinen 605,7 (578) nutzte er die volle Wettkampfzeit von 50 Minuten aus, blieb aber knapp unter seinem Durchschnittsresultat. Trotzdem machte er eine Position gut.

Für eine positive Überraschung sorgte Christoph Hermann. Obwohl er in dieser Saison aufgrund der wenigen Wettkämpfe keine Möglichkeit mehr hat, sich im Feld nach vorn zu schieben, zeigt er mit 602,8 (577) seine beste Leistung seit Jahren. Um mehr als 13 Ringe hatte er sich zum WK im Januar gesteigert. Helmut Fahlenberg verpasste zum 4. Mal infolge nur knapp die 600er Marke. Vielleicht war es die eine Acht, die ihm in der vierten Serie herausrutschte. Der Senior schob sich auf Rang 62 leicht nach oben. Sportleiter Sven Bakus schoss mit 596 (570) auf ähnlichem Niveau, wie beim letzten Mal. In der 6. Serie schlichen sich 2 Achten ein und drückten sein Ergebnis doch etwas nach unten. Da er die ersten beiden Wettkämpfe ausließ, kann er nicht auf Streichergebnisse zurückgreifen. So sackte er mit einem Durchschnittsresultat von knapp unter 600 Ringen 7 Positionen auf 61 ab. Der Senftenberger Manfred Langner kam nicht ganz an sein letztes Resultat heran, schoss 594,7 Ringe (569). Er profitierte vom ersten Streichergebnis und machte 4 Plätze gut. Seine zweitbeste Saisonleistung 592,9 (566) brachte dem Vereinsvorsitzenden Jörg Flemming eine leichte Positionsverbesserung ein. David König steigerte sich um 10 auf 588,3 Ringe (560). Die deutliche Verbesserung seiner Durchschnittsleistung brachte ihm eine Verbesserung um 3 Plätze ein. Auch die Ludwigsfelder Schützen, Mark Koschnick und Jana Goldammer, warteten mit Leistungssteigerungen auf. Der Kreissportleiter legte 3,9 Ringe drauf und erreichte mit 582,4 (556) seine beste Saisonleistung. Fast 20 Ringe konnte Goldammer zulegen. Sie schoss mit 580,1 (553) bei relativ konstantem Serienverlauf eine neue tolle Bestleistung. Zwar konnte sie sich nicht im Gesamtfeld verbessern, aber ihr Durchschnittsresultat um ganze 7 Ringe steigern.

Die 1. Mannschaft der Petkuser erzielte die zweitbeste Saisonleistung. Hatte man zum Ranglistenstart noch auf Rang 9 gelegen, ist man nun bis auf den 4. Platz hinaufgestiegen. Durch einen Anstieg um 6,7 Ringe auf 1836,9 konnte man die 2. Mannschaft des PSV Olympia verdrängen. Trotz Steigerung um 8 Ringe, sackte das 2. Petkuser Team eine Position ab. Nach bisherigem Stand können sich neben dem sicher qualifizierten Alexander Flemming auch Frank Dombrowski und Benedikt Crncic berechtigte Hoffnungen auf eine Endkampfteilnahme machen.

Frank Dombrowski

Tageseinzelwertung:

1. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I   623,8
2. Varga Miroslav SV SSK Dvory   623,6
3. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III   621,2
4. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I   617,7
5. Sawkin Riccardo PSV Olympia Berlin II   617,6
6. Martens Hendrik PSV Olympia Berlin II   617,1
7. Bennewitz Rainer PSV Olympia Berlin III   616,2
8. Hilliger Sven HSV Söllichau   614,1
9. Edelmann Tobias SGes Bockau 1871   613,9
10. Hinz Philipp Sgem. Medewitz/ Chemnitz   613,5
20. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I   610,3
35. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I   605,7
41. Hermann Christoph Sportschützen Petkus II   602,8
48. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II   599,1
57. Bakus Sven Sportschützen Petkus I   596,0
60. Langner Manfred Sportschützen Petkus I   594,7
64. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II   592,9
70. König David Sportschützen Petkus II   588,3
78. Koschnick Mark Sportschützen Petkus III   582,4
80. Goldammer Jana Sportschützen Petkus III   580,1

 

Gesamtwertung:

1. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I   621,85
2. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III   621,53
3. Varga Miroslav SV SSK Dvory   620,50
4. Martin-Trefz Regina SV Neuenhagen 2000   618,20
5. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I   617,30
6. Tolonitz Jana LV Sachsen-Anhalt   616,68
7. Ravani Jay PSV Olympia Berlin I   614,80
8. Martens Hendrik PSV Olympia Berlin II   614,28
9. Sawkin Riccardo PSV Olympia Berlin II   613,97
10. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II   613,88
33. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I   607,93
35. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I   607,48
61. Bakus Sven Sportschützen Petkus I   599,97
62. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II   598,58
73. Langner Manfred Sportschützen Petkus I   596,90
76. Hermann Christoph Sportschützen Petkus II   596,20
82. Louvet Ingo Sportschützen Petkus II   591,20
87. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II   588,15
90. Geske Thea Sportschützen Petkus III   584,60
93. König David Sportschützen Petkus II   583,43
103. Koschnick Mark Sportschützen Petkus III   577,23
106. Hahn Johann Sportschützen Petkus III   569,30
111. Goldammer Jana Sportschützen Petkus III   560,38

 

Mannschaftswertung:

Platz Mannschaft Gesamt Endk.
1. PSV Olympia Berlin III   1.848,3
2. SV SSK Dvory   1.843,7
3. ASG Brandenburg I   1.840,1
4. Sportschützen Petkus I   1.836,9
5. PSV Olympia Berlin II   1.836,3
6. SV Neuenhagen 2000   1.827,6
7. NBSG   1.824,0
8. Schützengesellchaft Bockau 1871   1.821,6
9. LV Sachsen-Anhalt   1.817,9
10. SGem. Medewitz / Chemnitz   1.810,7
11. Sgi 1418 zu Bernau   1.810,2
12. SV Treffer Plauen   1.805,9
13. Sgi zu Lübben   1.798,5
14. PSV Olympia Berlin I   1.796,9
15. Sportschützen Petkus II   1.781,0
16. SV Briesen   1.773,7
17. Sgi zu Köpenick   1.703,4
18. SV Chemnitz   1.675,2
19. Sommerbiathlon   1.668,6
20. ASG Brandenburg II   1.460,1
21. Weißwasseraner SV   1.437,7
22. Sportschützen Petkus III   1.283,8