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Hitzeschlacht beim hochklassig besetzten Vorderlader Mauritius-Pokalschießen

Nur eine Woche nach dem Bürgermeister Pokal veranstaltete die Jüterboger Gilde das beliebte Mauritius Pokalschießen mit Vorderlader Perkussionswaffen. Die Gilde setzte alles daran den traditionellen Wettkampf der schon einmal vor 2 Jahren durch extreme Hitze gefährdet war, durchzuführen. Als Sportleiter Frank Dombrowski die Ausschreibung an die Vereine und Schützen verschickte, wusste man nicht, wie die Reaktion in Corona Zeiten ausfallen würde. Nur zögerlich trafen die Meldungen ein. Fast alle Schützen wollten möglichst spät an den Start gehen. Auf Grund der Abstandsregel konnte jedoch nur jede zweite Schießbahn besetzt werden. So war es nicht immer möglich, den Startwunschzeiten gerecht zu werden. Dennoch freute man sich bei der 14. Auflage dieses Events wieder über ein erlesenes Starterfeld. Neben den starken Frankfurter Gewehrschützen und zahlreichen Berliner Pistolenschützen konnte man mit Volker Valentin, Damian Cal und Wilfried Kretschmer 3 ehemalige Weltmeister begrüßen. Der niedersächsische SV Langenforth entsandte auch wieder eine Pistolenmannschaft in den Fläming. Der Bedarf an Wettkämpfen ist groß. Für fast alle Teilnehmer war es der erste Wettkampf in diesem Jahr. Sie waren dankbar, wieder einmal Wettkampferfahrung zu sammeln. Ein später Starttermin sollte sich an diesem Tag aber nicht als günstig erweisen. Die Temperaturen auf den Ständen waren nur anfangs erträglich. Vor allem die Gewehrschützen die am Nachmittag bei 34 Grad in voller Montur antraten, setzte die Hitze zu. Da es an diesem Tag außergewöhnlich windstill war, stellte man Ventilatoren auf, um für ein wenig Luftausgleich zu sorgen. Mit 45 Startern (19 Gewehr, 26 Pistole) aus 14 Vereinen erreichte man genau die Teilnehmerzahl des letzten Jahres. Gab es in 2019 noch 5 Doppelstarts, kämpfte diesmal nur Wilfried Kretschmer in beiden Disziplinen. Auch in diesem Jahr ging es um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Berliner Schützen des SV Lichtenrade, stellten mit 7 Teilnehmern das größte Starterfeld noch vor den Gastgebern und dem PSV Olympia (je 6).

Im Wettbewerb Perkussionsgewehr 50 m waren die Frankfurter Schützen (Platz 1 bis 4) nicht zu schlagen. Trotz später Startzeit zeigten sie mannschaftliche Geschlossenheit auf hohem Niveau. Für eine erfolgreiche Titelverteidigung sorgte Ralf Thiem. In seinem 15 Schuss Programm traf er 9 Mal die Zehn und verwies mit starken 142 Ringen seinen Mannschaftskollegen Lutz Rechtenbach 140 auf den 2. Platz. Bei seiner 5. Teilnahme schaffte Henri Nitschke erstmals den Sprung aufs Podest. Mit 136 lag er einen Ring vor Frank Henneberger. Wilfried Kretschmer, der diesen Pokal bereits 2014, 2015 und 2018 gewann, erreichte diesmal nicht ganz das Niveau der letzten Jahre. Mit 134 Ringen und Platz 5 durfte er sich aber noch über einen Sachpreis freuen. Die beste Leistung der Gastgeber zeigte wie im vergangenen Jahr Werner Panek. Der Senior erreichte mit 130 Ringen sein drittstärkstes Ergebnis bei diesem Pokal. Zum ersten Mal dabei, schoss sich Stefan Behnke von der SG Vevais 93 mit 129 auf den 7. Platz. Der erfolgreichste Schwarzpulverschütze der Jüterboger, Heinz Krüger, ärgerte sich über zwei Sechser. So landete der fast 80-Jährige, der neben Wolfgang Gast alle Mauritiuswettkämpfe bestritt, mit 126 auf Platz 8. Weiter für Jüterbog erzielten: 10. Klaus Jannasch 118, 12. Wolfgang Gast 116, 15. Frank Leis 103, 16. Gerald Kaplick 99. Mit deutlichem Vorsprung vor der ersten Jüterboger Mannschaft (347) sicherten sich die Frankfurter (418) zum 8. Mal die Teamtrophäe. Dritter wurde die zweite Jüterboger (345) Vertretung vor dem PSV Olympia Berlin (293).

Hochklassig besetzt war auch das Starterfeld bei den Pistolenschützen. Hier glänzte der Pole Damian Cal gleich im ersten Durchgang mit 142 Ringen. Der Weltmeister von 2012 sollte bis zum Schluss die Führung behalten und sich erstmals den Titel holen. Er stellte den von Wilfried Kretschmer und Volker Valentin gehaltenen Standrekord ein. Eine Acht mehr und eine Zehn weniger als Cal, reichten Maik Mießner vom SV Langenforth mit 140 Ringen zum Silberpokal vor seinem Teamkollegen und viermaligem Sieger W. Kretschmer 136. Hart umkämpft waren die Plätze 4-8 für die der Veranstalter Sachpreise vergab.  Andreas Holz aus Finsterwalde verpasste mit 135 das Podest nur knapp. Ringgleich folgten Frank Stübler vom PSV Olympia und Volker Valentin aus Cottbus. Vom SV Lichtenrade erreichten Frank Dessin 133 und Peter Busse 132 die Plätze 7 und 8. Den Mannschaftspokal nahmen die Langenforther Schützen mit nach Hause. Sie setzten sich mit 399 Ringen vor den Titelverteidigern SV Lichtenrade I 388 und dem PSV Olympia 356 durch. Es folgten Lichtenrade II, NBSG und die Schweriner See Schützen.

Fast alle Starter blieben trotz der extremen Hitze bis zur würdevollen Siegerehrung. Dankeschön dafür. Gildevorsitzender Wolfgang Gast und Hauptkampfrichter Heinz Krüger nahmen die Ehrung vor.

Frank Dombrowski

Karabinerschützen bei Landesmeisterschaften erfolgreich

In Frankfurt/Oder fanden am ersten Juliwochenende die Landesmeisterschaften in den Breitensport- Wettbewerben KK Karabiner mit offener Visierung und KK Pistole sowie Sportpistole Auflage statt. Ideale Witterungs- und Sichtverhältnisse bescherten vor allem den Gewehrschützen recht ordentliche Ergebnisse. Über die Kreismeisterschaften hatten sich im Kleinkaliber Karabiner-Wettbewerb 13 Teilnehmer aus 6 Vereinen für diese Titelkämpfe qualifiziert. Leider folgten nur 9 Schützen der Einladung des Landessportleiters. Titelverteidiger im Mannschaftswettbewerb waren die Jüterboger, die seit 3 Jahren in dieser Disziplin ungeschlagen sind.

In der gemischten Herren I (bis 40 Jahre) – und Herren II (bis 50 Jahre) Klasse kam es zu einem spannenden Kampf der Jüterboger Teamkollegen. Frank Dombrowski zeigte einen seiner stärksten Karabiner-Wettkämpfe. Konstant hohe Serien von 87, 87 und 88 brachten ihn auf 262 Ringe. Mit seiner 8. Zehn beendete er nach etwa 35 Minuten den 30 Schuss Wettkampf und erzielte einen neuen Landesrekord. Für den Jüterboger Sportleiter war es der 4. Titel in diesem Wettbewerb. Nur knapp musste sich Sebastian Kienast geschlagen geben. Er hatte in der ersten Serie einige Ausreißer, erreichte aber nach 83, 88 und 87 immer noch starke 258 Ringe. Es war nach 2017 und 2018 seine 3. Silbermedaille infolge. Der Golßener Martin Brückmann erkämpfte mit 203 Ringen Bronze. Die Herren III (bis 60 Jahre) Klasse gewann Gerd Fricke von der HS Cottbus. Auch er schoss mit 262 Ringen einen neuen Landesrekord.

In der Damenklasse lieferten sich wie so oft Sabine Radtke und Kerstin Pöschla von der SV der Hochschule Cottbus einen Zweikampf. Nach 3 Meisterschaftstiteln infolge, musste sich Radtke diesmal wieder geschlagen geben. Viele Hochschüsse in der ersten Serie, ließen das Ergebnis doch deutlich schrumpfen. So erreichte sie mit 213 Ringen nur knapp den 7er Schnitt. Pöschla behielt ihr Vorjahresniveau und sicherte sich mit 232 Ringen die Goldmedaille.

Zum 4. Mal nacheinander triumphierten die Flämingstädter im Mannschaftskampf. In der gleichen Besetzung erreichten sie, wie im vergangenen Jahr, 733 Ringe.

Anschließend traten Dombrowski und Radtke noch mit der KK Pistole an. Hier gab es deutlich größere Starterfelder. Und auch hier sollte es Erfolge geben. Im freihändigen Präzisionswettbewerb schaffte Dombrowski nach 92, 92 und 90 Ringen mit 274 den 2. Platz. Im 12 Mann starken Feld der Herren I und II Klasse war nur der Schiffmühler Falko Gersdorf nicht zu schlagen. Er siegte überlegen mit 284 Ringen und Landesrekord. Platz 3 erkämpfte der Prenzlauer Henry Boldt mit 273.

Radtke hatte sich das Ziel gestellt, im 30 Schuss Auflage-Wettbewerb die Qualifikation für die DM in Hannover zu erreichen. Im mit 30 Startern größten Teilnehmerfeld dieser LM, musste sie sich in der gemischten Senioren- und Seniorinnenklasse behaupten. Nach einer sehr guten Vorstellung hatte sie bei exakt gleichem Serienverlauf von 95, 97 und 95 und 287 Gesamtringen die gleiche Ringzahl erzielt, wie der Liebenthaler Jost Heyne. Nur wegen der weniger erzielten Zehner blieb ihr „nur“ der undankbare 4. Platz. Dennoch hatte sie das Limit des letzten Jahres um 8 Ringe übertroffen und ihre Zielstellung erreicht. Den Sieg holte sich der Cottbuser Torsten Kaps mit 291 Ringen und Landesrekord. Er siegte vor dem Spremberger Michael Muthke 289.

Frank Dombrowski

Erfolge der Kleinkaliberschützen bei Landestitelkämpfen

Am Landesleistungszentrum in Frankfurt/Oder fanden die Verbandsmeisterschaften in den 50 Meter KK Gewehrdisziplinen sowie die Entscheidungen über 25 Meter mit der KK Pistole statt. In jeweils 2 Gewehr- und Pistolendisziplinen gingen 178 Schützen aus 40 Vereinen des Landes an den Start. Geschossen wurde ausschließlich auf elektronische Scheibenanlagen.

Als einzige Pistolenschützin aus der Region trat Sabine Radtke an die Feuerlinie. Ihre Zielstellung war nicht nur der Gewinn der Meisterschaft, auch sollte das Limit der DM erreicht werden. Im ersten Teil mussten 30 Wertungsschüsse auf die Präzisionsscheibe abgegeben werden. Doch ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin hatte sie doch einige Mühe, ihr gewohntes Leistungsniveau zu erreichen. Beim Duellschießen legte die Titelverteidigerin noch einmal etwas zu und konnte mit 503 Ringen die erneute Meisterschaft erringen. Auch wenn das Limit um einige Ringe verfehlt wurde, freute sie sich doch, sich wieder gegen Bianka Geißmar 491 von den Götzer Bergschützen und Heike Nitschke 481 aus Königs Wusterhausen durchgesetzt zu haben.

Erfreuliche Resultate gab es für die Jüterboger- und Petkuser Gewehrschützen. Hier zeigte Senior Helmut Fahlenberg seinen bislang stärksten Liegendkampf. Der Petkuser, der für den SSC 98K Schöbendorf/Paplitz antrat, setzte sich mit 567 Ringen gegen 9 Mitkonkurrenten durch. Ringgleich hatte er sich gegen den Bernauer Andreas Raddatz durchsetzen können. Durch eine tolle 96er Abschlussserie (Raddatz kam nur auf 88), sicherte er sich seinen ersten Landesmeistertitel. Über Bronze freute sich der Vereinsvorsitzende des SSV Petkus Jörg Flemming. Mit 563 Ringen behielt er gegen den ringgleichen Bernauer Günter Kästner die Oberhand. Eine gute Leistung zeigte Barbara Schilling im Wettbewerb der Damenklasse. Hoch konzentriert kämpfte sie bei ihrer ersten Landesmeisterschaftsteilnahme um jeden Ring. Da alle 6 Zehnerserien über der 90er Marke lagen, kamen gute 555 Ringe zusammen. Hinter Chris-Belinda Leimbach 576 aus Bernau und Nadine Graßmann-Jeschke 575 aus Lübben hatte sie mit dem 3. Platz ihren bislang größten sportlichen Erfolg erzielt.

In der Schützenklasse gab es einen engen Kampf an der Spitze. Lediglich der Sieg fiel mit 586 Ringen in der stärksten Wettkampfklasse doch recht deutlich aus. Der Neustädter Sven Bergenroth hatte sich nach 2009 wieder den Meistertitel erkämpft. Der 2. Platz war hart umkämpft. Gleich 4 Schützen erzielten 579 Ringe. Mit dem Glück der besseren letzten Zehnerserie (99) holte sich der Meister der letzten beiden Jahre, Alexander Flemming, Silber. Für Neustadt/Dosse startend, wurde der Finsterwalder Sebastian Kelle Dritter. Hinter dem Bernauer Torsten Müller kam Frank Dombrowski zu seinem stärksten Resultat bei einer Landesmeisterschaft. Der Vorjahresdritte Sven Bakus erreichte, im mit 14 Teilnehmern größten Starterfeld, mit 572 Ringen den 7. Platz.

Frank Dombrowski

Schützen bei Landestitelkämpfen erfolgreich

Mit reichlich Edelmetall kehrten die Jüterboger Druckluftschützen von den Landesmeisterschaften in Frankfurt/Oder zurück. Dort wurden in fast allen Altersklassen die Meister in den Wettbewerben Luftgewehr und Luftpistole gesucht. Neben 99 Gewehrschützen beteiligten sich auch 137 Aktive mit der Pistole. Von den 9 Jüterboger Startern zeigten sich besonders die Gewehrschützen der Herrenklasse in ausgezeichneter Wettkampfform.

Im Mannschaftswettbewerb holten die Jüterboger den Titel. Mit 1134 Ringen setzten sie sich gegen Bötzow 1122 und Lübben 948 durch. Trotz deutlichem Trainingsrückstandes gelang es Sebastian Kienast, sich den Vizemeistertitel im Einzelwettbewerb zu sichern. Mit starken 387 Ringen beendete er nach nur 21 Minuten sein 40 Schuss Programm. Somit steigerte er seine Vorjahresleistung um 12 Ringe und erreichte die DM Qualifikationsnorm des letzten Jahres. Auch Frank Kanzler, der mit 98 Ringen optimal startete, zeigte eine souveräne Leistung. Seine 383 Ringe brachten ihm den Bronzeplatz. Jonas Stein leistete sich eine schwächere 86er Serie und platzierte sich, im 27 Mann starken Feld, auf Rang 15. Den Titel errang wieder Frank Schwarz vom gastgebenden Verein. Um 4 auf 390 Ringe hatte er sich zu 2014 verbessern können. Bei den Senioren errang Heinz Krüger mit 327 Ringen den 5. Platz. Gleich hinter ihm platzierte sich der Petkuser Jörg Flemming mit 324 Ringen auf dem 6. Platz. In diesem Jahr, für Bernau startend, belegte Mandy Kanzler mit 367 Ringen im Damenklassen Wettbewerb Rang 5. Maria Preihs, vom Frankfurter SSV, siegte mit 380 Ringen.

Mit der Luftpistole verpasste Sabine Radtke (352) bei den Altersdamen die Titelverteidigung. Hinter der überragenden Bianka Geißmar 364 von den Götzer Bergschützen musste sie sich diesmal mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. Viola Haese aus Wernsdorf 341 holte sich Bronze. In der Herrenkonkurrenz hatte sich Frank Dombrowski etwas mehr erhofft. Trotz Steigerung von Serie zu Serie blieb ihm mit 352 Ringen diesmal Platz 19. Der Potsdamer Wolfgang Geppert gewann überlegen mit 383 Ringen. Im Feld der Altersklasse errang der Luckenwalder Detlef Bode mit 300 Ringen Platz 16.

Da die Meisterschaften der Schüler erst im Juni stattfinden, wurde für diese wieder der Schülerpokal organisiert. Hier traten 8 Schüler mit dem Gewehr und 51 mit der Pistole aus 11 Vereinen an die Feuerlinie. Im Gewehrbereich glänzten die Nachwuchsschützen aus der Flämingstadt. Bendikt Crncic siegte hier mit 179 Ringen vor seinem Teamkollegen Niels Liebe 175 und dem Schiffmühler Leon Waadt 162. Obwohl Crncic mit 85 alles andere als optimal startete, legte er dafür im 2. Abschnitt mit 94 deutlich zu. Den weiblichen Schüler Wettbewerb dominierte Maria Kanzler mit fantastischen 184 Ringen vor Lisa-Chantal Pomplun 132 aus Biesenthal.

Frank Dombrowski

Jüterboger holen erste Mannschaftspunkte in der Landesliga

Für die Jüterboger Luftgewehr Schützen brachte der 2. Wettkampftag der Verbandsliga die ersten wichtigen Mannschaftspunkte. In Brück trafen sich die 5 Mannschaften, um ihren jeweils 2. bzw. 3. Wettkampf der diesjährigen Saison zu bestreiten. Nach der knappen Auftaktniederlage in Cottbus gegen Spitzenreiter Bötzow sollten unbedingt die ersten Punkte her. Doch gleich zu Beginn setzte es eine 1:4 Niederlage gegen Lübben. Diese verstärkten sich zu Beginn der Liga u.a. mit Schützen aus Uebigau und Finsterwalde.

Mannschaftsleiter Fabian Henze hatte im Spitzenduell gegen Sören Schaff keine Chance. Mit 370 bestätigte er zwar sein Leistungsniveau, konnte aber gegen die 382 seines Gegners nichts machen. Zu seinem ersten Einsatz kam Jonas Stein. Nach längerer Wettkampfpause legte er ordentliche 367 Ringe hin. Doch auch er musste sich gegen den mit 382 Ringen stark schießenden Sebastian Kelle geschlagen geben. Den einzigen Punkt für die Jüterboger erkämpfte Mandy Kanzler. Gegen Carsten Meinekat gab die gute 93er Abschlussserie den Ausschlag. Denkbar knapp behielt sie mit 361 zu 360 die Oberhand. Nach mehr als 20 Monaten ohne Wettkampf trat auch Sven Lebahn wieder an die Feuerlinie. Gegen Heiko Schmidt musste er mit 370:374 eine knappe Niederlage einstecken. Den vierten Lübbener Punkt sicherte sich Katrin Berndt durch einen ungefährdeten 339: 299 Erfolg über Danny Drömer.

Nach kurzer Pause stand mit Bernau der nächste Gegner bereit. Hier schaffte man es, durch einen knappen 3:2 Erfolg, die ersten beiden Mannschaftspunkte zu erzielen. Es war der bislang stärkste Wettkampf in dieser Saison. Alle Schützen steigerten sich zum vorangegangenen Wettkampf. Auch wenn die Duelle an Position 1 und 2 verloren gingen, siegte man doch deutlich auf den hinteren Positionen. F. Henze legte auf 371 zu, verlor aber gegen Torsten Müller 384. J. Stein schloss mit einer guten 95er Serie ab, erreichte 370 und unterlag knapp Chris Belinda Netzel 374. Andy Gebhard 370 setzte sich problemlos gegen Rainer May 359 durch. Und auch M. Kanzler ließ bei ihrem 362:342 Erfolg über Jörg Flemming nichts anbrennen. Das Ergebnis des Tages aus Jüterboger Sicht erzielte S. Lebahn. Mit 379 Ringen lag er 40 Ringe vor seinem Gegner Wolfgang Bergmann. Beim Liga Endkampf in Frankfurt/Oder wartet mit Neuenhagen der derzeit Tabellenletzte auf die Jüterboger. Durch einen Sieg könnte man im Klassement noch nach oben rutschen.

Für die Pistolenschützen der Landeshauptstadt war es bereits der 3. Wettkampftag. In 3 Matches bislang ohne Punktgewinn waren alle Mannschaftsschützen gefordert. Erster Gegner war Königs Wusterhausen. Hier kam es in allen Einzelduellen zu knappen Entscheidungen bei fast gleichem Leistungsniveau aller Schützen. Nachdem Sabine Radtke 354 und Jennifer Kopischke 355 ihre beiden Auftaktbegegnungen knapp gegen Robert Bohm 365 und Holger Lindow 358 verloren, gewannen Mario Weber 358 und Bianca Geißmar 365 gegen Bernd Reichenbach 356 und Lutz Hüttel 357. Auf dem 20 Bahnenschießstand kämpfte beim Zwischenstand von 2:2 nur noch Frank Dombrowski an der Linie. Alle anderen Schützen hatten ihren Wettkampf bereits beendet. Durch seine guten Resultate vom letzten Ligawettkampf, musste er erstmals auf der ungewohnten Position 1 gegen den stärksten Schützen des Gegners kämpfen. Manfred Konrad hatte 356 vorgelegt. Der Jüterboger begann die letzten 10 Schuss außerordentlich stark. Nach 6 Schuss standen bereits 58 Ringe zu Buche. Doch es folgten 4 Treffer unterhalb der Neun. Nun hieß es abwarten bis Ligaleiter Detlef Bode den Endstand bekannt gab. Dombrowski erzielte 358 Ringe und machte den 3:2 Sieg perfekt.

Gleich im Anschluss wartete die Brücker Mannschaft auf die Potsdamer. Hier hatte man sich nur geringe Hoffnungen machen können. F. Dombrowski unterlag gegen Marco Hinze mit 359:370, S. Radtke verlor gegen Uwe Canis 341:351, J. Kopischke war gegen Marko Döring mit 342:368 chancenlos. Trotzdem schaffte man es den Gastgebern 2 Einzelpunkte zu nehmen. M. Weber gewann 363:355 gegen Dr. Matthias Roth und auch B. Geißmar hatte 8 Ringe mehr erzielt als ihr Gegner Thomas Wilke 342. In Frankfurt/Oder wartet Schlusslicht Liebenthal auf die Potsdamer.

Erfolgreicher läuft es derzeit bei den Auflageschützen. Nach 6 Wettkämpfen liegt Potsdam mit nur einer Niederlage auf dem 2. Platz hinter den bislang ungeschlagenen Liebenthalern. Gegen Brück konnte man sich mit 4:1 klar durchsetzen. S. Radtke siegte in ihrem Duell gegen T. Wilke mit 287:275. Die stärkste Leistung vollbrachte der Kreisstädter Andreas Eckardt im Potsdamer Team. Mit 294 Ringen bezwang er Steffi Merkner 277. Im 2. Match wurde Bardenitz/Pechüle mit 3:2 geschlagen. Hier legte Radtke mit 291 gegen Detlef Höhne 273 noch einmal deutlich zu. Auch Eckardt steigerte sich auf höchstem Niveau noch einmal um 1 Ring gegen Erhard Toth 283.

Frank Dombrowski

Druckluftschützen beim Frankfurter Gockel

Zum 20. Mal fand das traditionelle Frankfurter Gockelschießen statt. Am Olympiastützpunkt in der Oderstadt trafen sich Schützen aus 32 Vereinen, um sich an den 4 Druckluftwettbewerben zu beteiligen. Mit 151 Pistolen- und 83 Gewehrstarts lag man in etwa auf dem Vorjahresniveau. Zehn Sportschützen der Jüterboger und Luckenwalder Schützengilde beteiligten sich am Geschehen und kämpften um Urkunden und Pokale. Durch die fliegenden Wechsel der einzelnen Starter war auf dem 45 Bahnenstand ein reibungsloser Ablauf auch ohne feste Startzeit gegeben. Wie in den vergangen Jahren gab es im Pistolenbereich der Schüler- und Jugendklassen die größten Startfelder. Da der „Gockel“ zwischen 2 Ligawettkampftagen lag, nutzten viele Verbandsligaschützen diesen als Testwettkampf.

Für die beste Leistung sorgte Schülerin Maria Antonia Kanzler mit dem Luftgewehr. Sie setzte sich im 20 Schuss Wettbewerb mit ringgleichen 186 gegen Sarah Janina Thümmel (Luckenwalde) durch. Gildeneuzugang Benedikt Crncic erreichte in seinem ersten Pokalwettkampf mit 126 Ringen den 8. Platz. Hier gewann der Neubrandenburger Hermann Hildebrandt mit 189 vor Marian Mölter 184 (Werder/Havel). Im Damenklassenwettbewerb kam Mandy Kanzler auf einen guten 2. Platz. Wie schon beim letzten Liga Wettkampf erreichte sie 373 Ringe. Nur Franziska Klare aus Meinerzhagen war mit 385 Ringen bei dieser Veranstaltung besser. Im 11 Mann starken Feld der Schützenklasse belegte Jüterbogs Ligaverantwortlicher Fabian Henze den 6. Platz. Eine schwache 87 während der dritten Wertungsserie ließ sein Ergebnis doch deutlich schrumpfen. Die abschließende starke 97 brachte ihn noch auf 368 Ringe, dennoch 2 weniger als im vergangenen Jahr. Der Bötzower Tomislav Banjai siegte mit 380 Ringen. Vorjahressieger Siegfried Zimmer musste sich diesmal im Seniorenfeld geschlagen geben. Mit 292 Ringen hatte er als dritter diesmal keine Chance nach ganz oben. Der Neuenhagener Uwe Lau sicherte sich den Pokal mit 336 Ringen vor Rainer Thormann 330 aus Wittenberge.

Als einziger Auflageschütze der Flämingstädter ging Heinz Krüger im Luftgewehr Senioren C Feld (ab 72 Jahre) an den Start. Doch hier durfte man sich fast keine Fehler erlauben. Die magere 2. Serie von 93 Ringen brachte ihn auf nur 288 Ringe und zum abrutschen auf den 6. Platz. Zehn Ringe mehr erzielte der Berliner Norbert Klempert vom PSV Olympia.

Eine leichte Steigerung gab es für Pistolenschütze Frank Dombrowski (6. Platz). Um 3 auf 361 Ringe verbesserte er sein Resultat aus 2013. Titelverteidiger Florian Schmidt vom gastgebenden Verein siegte in der Schützenklasse mit 378 Ringen. Mit fast 30 Startern war die männliche Jugendklasse am stärksten besetzt. Hier erreichten die Luckenwalder Kevin Boche 330 und Anton Schulze 272 die Plätze 19 und 28.

Frank Dombrowski

2. Wettkampftag Landesliga LDW in Frankfurt/Oder 2014-2015

Während die Luftgewehrschützen am 2. Wettkampftag der Verbandsliga aufgrund der geringen Anzahl an Mannschaften nicht antreten mussten, kämpften die Auflageschützen sowie die Starter der Pistolenmannschaften erneut um wichtige Punkte. Nach der Auftaktniederlage in Cottbus gegen den Liga Favoriten Frankfurt/Oder sollten jetzt für die Potsdamer Pistolenschützen mit Jüterboger Beteiligung die ersten Mannschaftspunkte erzielt werden.

Doch am Olympiastützpunkt in der Oderstadt war auch diesmal nichts zu holen. Im ersten Match gegen Cottbus sah es lange Zeit nach einem knappen Sieg für die Landeshauptstädter aus. Zunächst unterlag der topgesetzte Mario Weber dem zur Zeit zweitstärksten Schützen der Liga Torsten Kaps mit 354 zu 368. Auch das Duell an Position 2 ging mit 350 zu 365 Ringen in die Lausitz. Hier unterlag Bianca Geißmar dem frischen Vorderlader Pistolen Doppelweltmeister Volker Valentin. Erst auf den hinteren Positionen konnten die ersten Einzelpunkte eingefahren werden. Frank Dombrowski hatte im Kampf gegen Maximilian Otto bereits nach 10 Schuss schon einen 5 Ringe Rückstand aufzuholen. Da sein Gegner im Verlauf einige Male patzte und der Jüterboger mit konstanten Schüssen seinen gewohnten Schnitt erreichte, hieß es am Ende 349 zu 335 zugunsten des Flämingstädters. Auch der Blankenfelder Carsten Andres, der durch einen Stau auf der Autobahn aufgehalten wurde und buchstäblich in letzter Sekunde mit dem Startkommando am Wettkampfort eintraf, machte seine Sache gut. Obwohl mit einer 79er Startserie schwach begonnen, steigerte er sich bis zum Schluss auf 351 Ringe. Mit 8 Ringen Vorsprung auf Andreas Mahnhardt sicherte er seinem Team den 2. Punkt.

Im letzten entscheidenden Duell hatte Sabine Radtke lange Zeit deutlich gegen Pascal Sonntag in Führung gelegen. Doch eine mit 76 Ringen völlig verkorkste letzte Serie begrub die Hoffnungen auf den ersten Mannschaftserfolg. Mit 341 zu 349 verlor Radtke ihr Match und Cottbus hatte sich den entscheidenden 3. Einzelpunkt geholt.

Nach kurzer Pause ging es im 2. Match gegen die bis dahin sehr stark auftretenden ungeschlagenen Prenzlauer. Im Topduell setzte Mannschaftsführer Erhard Kloth auf den Bundesligaschützen Michael Stillfried, der nach Cottbus nun seinen zweiten und letzten Wettkampf für die Potsdamer bestreiten sollte. Gegen Henry Boldt kam es nach jeweils 356 Ringen zum Shoot Off. Hierbei setzte sich der Prenzlauer mit 10 zu 7 durch. Auch Mario Weber musste sich geschlagen geben. Gegen Andreas Schmidt hatte er mit 347 zu 356 das Nachsehen. Völlig chancenlos waren Bianca Geißmar und Sabine Radtke in ihren an Position 3 und 4 geführten Duellen. Geißmar unterlag Falko Gersdorf mit 352 zu 370. Radtke hatte 20 Ringe Rückstand auf Sven Seelandt 364. Nur Frank Dombrowski behauptete sich im Duell gegen Detlef Frommann mit 361 zu 357 und sicherte den Potsdamern den Ehrenpunkt. Nach nunmehr 3 Niederlagen infolge stehen die Potsdamer am Tabellenende. Prenzlau führt überraschend vor Frankfurt und Cottbus.

Mit Sieg und Niederlage kehrten die Potsdamer Auflageschützen zurück. Gegen die SG Peitz gab es einen 4:1 Erfolg. Jedoch verliefen die Einzelduelle knapper als erwartet. Hier siegte der an eins gesetzte Kreisstädter Andreas Eckardt mit 286 zu 285 gegen Joachim Kuhlee. Dagegen unterlag Sabine Radtke gegen Mario Proske 275 zu 281. Gegen die Liebenthaler, die durch eine mannschaftliche Geschlossenheit überzeugten, verlor man mit 1:4. Lediglich Radtke sicherte mit 286 zu 285 einen Punkt gegen Tilo Petsche. Eckardt hatte 4 Ringe Rückstand auf Bernd Rahn 289. Im Klassement liegt Potsdam derzeit auf Rang 4. Die ungeschlagenen Liebenthaler führen die Tabelle vor Cottbus und Peitz an.

Erstmals in dieser Ligasaison ging Senior Heinz Krüger für Werder/Havel mit dem Auflage Luftgewehr an den Start. Gegner war Senftenberg. In seinem Match gegen Ilona Schütze kam der 74 Jährige zu einem 293 zu 291 Erfolg. In einem sehr engen Duell gewann Werder mit 3 zu 2. Im 2. Wettkampf gegen Potsdam stand Krüger nicht mehr zur Verfügung. Der Mannschaftsführer der Werderaner hatte es nicht geschafft einen fünften Schützen zu mobilisieren. Trotz dreier Einzelsiege wurde das Duell mit 5:0 für Potsdam gewertet. Werder rangiert nunmehr auf dem 7. Tabellenplatz. Neuenhagen liegt ohne Punktverlust an der Spitze.

Frank Dombrowski