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Gute Resultate beim 16. VL Mauritiuspokal

Am zweiten Samstag im August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr traditionelles Schießen um den Mauritiuspokal mit Vorderlader Perkussionswaffen. Bei sommerlich warmen aber angenehmen äußeren Bedingungen kämpften 40 Starter aus 11 Vereinen um Preisgelder, Pokale und Sachpreise. Damit lag die Beteiligung leicht unter der des letzten Jahres. Zur 16. Auflage dieses Events stellten die Lichtenrader Pistolenschützen mit 8 Startern wie im vergangenen Jahr das größte Aufgebot. Erstmals konnte man auch Schützen der Teupitzer SG in der Flämingstadt begrüßen. In diesem Jahr fielen die Ergebnisse an der Spitze des Klassements in beiden Disziplinen höher aus als 2021. Auch die Leistungsdichte der topplatzierten Schützen der jeweiligen Konkurrenzen war sehr hoch. Das sorgte für Spannung bis zum Schluss und sehr knappen Entscheidungen. Wie gewohnt wurden die 15 Schuss Wettbewerbe Perkussionsgewehr und Perkussionspistole in offenen Wertungsklassen ausgetragen. Mit Thomas Konegen, der mit dem Gewehr für den PSV Olympia Berlin startete und für den SV Lichtenrade mit der Pistole antrat, gab es nur einen Schützen, der in beiden Disziplinen aktiv war.

Leider musste der Veranstalter beim Gewehrschießen erneut einen Rückgang der Teilnehmerzahlen hinnehmen. So hatte sich das Feld im 5. Jahr infolge auf jetzt nur noch 14 Starter reduziert. In sehr guter Form präsentierten sich die Frankfurter Schützen, die wie in der Vergangenheit sowohl im Einzel als auch in der Teamwertung überzeugten. Ralf Thiem hatte es wieder geschafft, sich gegen seine Mannschaftskollegen durchzusetzen. Mit tollen 143 Ringen hatte er sein Vorjahresresultat um 2 Ringe steigern können. Thiem, der bei allen 16 Veranstaltungen dabei war, stellte mit seinem 4. Sieg infolge, den Rekord von Tordis Arlett Nitsch ein, die zwischen 2009 und 2012 diese Leistung vollbrachte. Auf Platz 2 erreichte Henri Nitschke mit 140 Ringen seine bislang beste Platzierung in Jüterbog. Weil er 8 Treffer in der Zehn erzielte, lag er vor seinem ringgleich liegenden Vereinskollegen Klaus-Dieter Schilling, der 5 mal die Zehn traf. Über Sachpreise konnten sich die Schützen von Platz 4 bis 8 freuen. Der Sonnewalder Rico Schulze lag mit 137 Ringen und einer mehr geschossenen Zehn vor dem ringgleichen Vorderlader Referenten des BSB Lutz Rechtenbach. Auf den Plätzen folgten Thomas Konegen 135, Stefan Behnke 133 aus Frankfurt/Oder und Heinz Krüger 129 vom gastgebenden Verein. Die weiteren Jüterboger: Frank Leis erzielte mit 128 als Zehnter sein bestes Resultat seit 6 Jahren bei diesem Pokalschießen. Gildepräsident Wolfgang Gast landete mit 117 Ringen auf Rang 11 knapp vor dem 1. Vorsitzenden Gerald Kaplick 114. Klaus Jannasch büßte mit 98 Ringen mehr als 20 Ringe zum Vorjahr ein und erreichte Platz 14.

Den Mannschaftstitel sicherte sich die 1. Mannschaft aus Frankfurt/Oder. Mit 420 Ringen lagen Rechtenbach, Thiem und Nitschke 19 Ringe vor Frankfurt/Oder II mit Behnke, Schilling und Henneberger. Die Gastgeber mit Krüger, Gast und Leis holten sich mit 374 den Bronzepokal.

Beim Schießen mit der Pistole gab es eine höhere Beteiligung als 2021. Wegen der hohen Standkapazität von 10 Bahnen brachte man in nur 3 Durchgängen alle Schützen durch. Hier schaffte es Konegen, sich erstmals den Titel zu erkämpfen. Im vergangenen Jahr noch auf Platz 3, legte er 4 Ringe zu und gewann mit 134 Ringen vor Barbara Konrad von der SG Königs Wusterhausen/Wildau. Diese, hatte sich bei ihrer erst 2. Teilnahme um ganze 31 Ringe verbessert. Wie Konegen, kam auch sie auf 134 musste sich aber bei 2 weniger erzielten Neuner mit Silber knapp geschlagen geben. Der Titelverteidiger Frank Stübler vom PSV Olympia schaffte mit 133 wieder den Sprung aufs Podest. Peter Busse vom SV Lichtenrade kam diesmal mit 131 Ringen auf Rang 4, nachdem er sich gegen Sabine Hellwig von der NBSG mit nur einer mehr geschossenen Neun durchsetzen konnte. Damian Cal 129 aus Polen, der hier schon vor 2 Jahren erfolgreich war, belegte Platz 6 vor dem ringgleichen Norbert Luka von der NBSG und Carsten Spilker 126. Spilker, vom niedersächsischen SSV Bad Münder, hatte die weiteste Anreise nach Jüterbog.

Nach 2019 hatten sich die Lichtenrader mit ihrer ersten Mannschaft wieder die Mannschaftstrophäe erkämpfen können. Sie lagen mit 391 Ringen deutlich vor der NBSG 376, dem PSV Olympia 361, der Teupitzer SG 327, Lichtenrade II 324 und Königs Wusterhausen/Wildau 305.

Frank Dombrowski

Schützen räumen bei Breitensport-Landesmeisterschaften ab

In Frankfurt/Oder fanden bei angenehmen Witterungsbedingungen die Landesmeisterschaften in den Breitensportwettbewerben KK Sportkarabiner und KK Sportpistole Präzision statt. Mit nur 3 Startern war die Jüterboger Gilde vertreten. Diese überzeugten eindrucksvoll und holten 4x Gold und 2x Silber. Über die Kreismeisterschaften hatten sich im Kleinkaliber Karabiner-Wettbewerb mit offener Visierung über 30 Schuss 12 Teilnehmer aus 5 Vereinen für diese Titelkämpfe qualifiziert. In den letzten Jahren immer wieder erfolgreich, wollten die Jüterboger auch diesmal an die Erfolge anknüpfen. Und sie zeigten mannschaftliche Geschlossenheit.

In der Damenklasse lieferten sich wie schon seit fast 25 Jahren Sabine Radtke und Kerstin Pöschla von der SV der Hochschule Cottbus einen Zweikampf. Beim letzten Aufeinandertreffen 2019 hatte sich noch die Lausitzerin durchsetzen können. Obwohl Radtke mit einer 69er Startserie sehr verhalten in den Wettkampf kam, und Pöschla ihr hier bereits 15 Ringe abnahm, steigerte sie sich von Serie zu Serie. Nach weiteren 81 und 88 setzte sie sich mit 238 zu 233 Ringen durch und gewann ihren 10. LM Titel in dieser Disziplin.

Die stärksten Leistungen wurden in der Herren III Klasse gezeigt. Auch hier kam es an der Spitze des Feldes zu einem spannenden Zweikampf zwischen Frank Dombrowski und dem Cottbuser Gerd Fricke. Der Jüterboger begann wie schon bei seinem Titelgewinn 2019, damals noch in der Herren I Klasse, mit zwei 87er Serien. Als er noch inmitten der letzten Serie war, hatten allen anderen bereits ihr schießen beendet und konnten seine letzten Schüsse auf dem Monitor beobachten. Fricke hatte zu Beginn einige Ringe liegen gelassen, aber mit starken 90 und 93 seinen Wettkampf abgeschlossen. Als der Jüterboger Sportleiter mit einer Acht seinen Wettkampf beendete und eine tolle 90er Abschlussserie hinlegte, signalisierte ihm gleich sein Teamkollege Sebastian Kienast, dass es zum Sieg gereicht hat. Mit 264 Ringen erreichte er eines seiner besten Resultate in dieser Disziplin. Fricke bestätigte sein hohes Niveau, erzielte wie vor 3 Jahren wieder 262 Ringe und gewann Silber. Über Bronze freute sich der Spremberger Jan Unger 251.

Noch spannender war es in der Herren I Klasse. Hier setzte sich der Petkuser Sven Bakus denkbar knapp gegen Sebastian Kienast durch. Beide schossen annähernd gleiche Serien, doch am Ende behielt Bakus mit 244 zu 243 die Oberhand. Kienast ärgerte sich, hatte er doch bei den Kreismeisterschaften in Potsdam noch 260 erzielt. Platz 3 belegte der Golßener Martin Brückmann mit 218. In der Senioren IV Klasse holte Klaus Bakus den Titel mit 194 Ringen.

Mit großem Vorsprung gewannen die Jüterboger 745 den Mannschaftstitel vor den Schützen aus Golßen 506. Es war bereits der 14. Teamerfolg beim Karabinerschießen seit 2001. Auch beim Schießen mit der KK Sportpistole gab es Edelmetall für die Jüterboger. Hier gab es 28 Teilnehmer aus 16 Vereinen des Landes, die in 5 Altersklassen an die Feuerlinie traten und auf elektronische Scheiben ihr 30 Schuss Programm bewältigten. Nach einer schlechten Probeserie begann Dombrowski überraschend stark, legte mit 94 und 93 Ringen ordentlich vor. Erst eine Sechs, die er beim 26. Schuss nach zu langem Halten auf die Scheibe setzte, ließ das Ergebnis der letzten Serie auf 87 Ringe schrumpfen. Dennoch reichte es für ihn, sich in der Herren III Klasse einen weiteren Landesmeistertitel zu erkämpfen. Mit 274 Ringen setzte er sich gegen den Golßener Bernd Reichenbach 265 und Matthias Schumann 255 aus Rüdersdorf durch. Sabine Radtke freute sich in der Damen II Klasse über Silber. Mit guten 267 Ringen hatte sie 6 Ringe Rückstand auf Sylvia Arlt aus Lübben. Bronze ging an Barbara Konrad 254 von der SG Königs Wusterhausen/Wildau.

Frank Dombrowski

Bundesligaschützen mit tollem Abschluss

Die Jüterboger Luftgewehrschützen beendeten die Saison in der 2. Bundesliga Ost mit dem hervorragenden 3. Platz. Nach dem man am vorletzten Wettkampftag in Berlin gegen Deutschenbora die erste Niederlage der Saison einstecken musste, hatte man sich kaum mehr als eine Mittelfeldplatzierung zum Saisonende vorstellen können. Denn am letzten Tag in Frankfurt/Oder, warteten mit Halle und dem PSV Olympia Berlin die stärksten Mannschaften der Liga auf die Flämingstädter. Hier gab es Hoffnungen, sich aufgrund der bisher gezeigten Leistungen dieser Teams, vielleicht doch den einen oder anderen Einzelpunkt zu holen. Trainer Frank Kanzler konnte auf die gewohnte Mannschaftsstärke setzen. Lediglich Stammschütze Sebastian Kienast war verhindert.

In der ersten Partie ging es gegen die Schützen aus der Hauptstadt. Hier traf im Topduell Madelaine Asmussen auf Frank Ruthsatz, dem drittstärksten Schützen der Liga. In einem hochklassigen Match konnte sich der Berliner knapp mit 392 zu 390 durchsetzen. Keine Chance hatte Joline Ziegert in ihrer Partie gegen die erfahrene Anne Kowalski. Die 16-Jährige hatte schon nach der Hälfte des Programmes einen 9 Ringe Rückstand. Zum Schluss hin konnte Kowalski sogar noch zulegen, schoss mit 2×99 Ringen aus und siegte klar mit 394 zu 380. Auch im 3. Duell war ein Klassenunterschied zugunsten des PSV sichtbar. Hier musste Maria Antonia Kanzler gegen Jay Ravani antreten. Der 20-Jährige Inder, ließ nichts anbrennen. Auch er schoss mit starken 2×99 Ringen aus und gewann deutlich 390 zu 377. Im 4. Match sollte es doch spannender werden. Lars Meyhak hatte es mit Jennifer Graske zu tun. Die Berlinerin kam besser in die Partie, konnte sich schon nach den ersten 10 Schüssen einen 5 Ringe Vorsprung erarbeiten. Meyhak holte im weiteren Verlauf auf. Am Ende reichte es für den Wusterhausener jedoch nicht mehr. Knapp siegte Graske mit 378 zu 377 und holte den 4. Punkt für ihr Team. In der laut Setzliste 5. Begegnung sollte es dann doch den erhofften Einzelpunkt geben. Hierbei profitierte Alexander Schröder von einem Fehler seiner Gegnerin. Gleich in der 1. Serie löste sich bei Stefanie Brandes ein Schuss zu früh. Eine Zwei war die Folge. Schröder steigerte sich von Serie zu Serie und siegte mit 374 zu 368.

Danach wartete mit der Giebichensteiner Gilde aus Halle, die in der 1. Begegnung Gölzau II mit 4 zu 1 besiegten, der bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagene Spitzenreiter auf die Flämingstädter. Auf den ersten 4 Positionen änderte sich nichts, nur Thomas Schulze wurde vom Trainer neu in die Mannschaft berufen. Der topgesetzte Tscheche Vaclav Haman, der seit vielen Jahren in der 2. Bundesliga aktiv ist, sicherte den Hallensern den 1. Punkt durch einen 391 zu 380 Erfolg über Madeleine Asmussen. Der Jüterboger Nr.1 passierte zu Beginn ein Missgeschick, die Schachtel mit den Diabolos fiel herunter. Als dann auch noch einer der ersten Schüsse rechts tief in die Drei abrutschte, war die Serie und damit das Match praktisch schon gelaufen. Ein knappes Duell lieferten sich Joline Ziegert und Janett Reuter. Reuter, war von der Papierform her favorisiert, denn sie konnte alle bisherigen 6 Matches über der 390er Marke beenden. Ziegert steigerte sich zu ihrem ersten Wettkampf deutlich und lag zu jeder Zeit vorn, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung. Mit dem höchsten Jüterboger Resultat des Tages bezwang sie Reuter mit 391 zu 387 und bescherte ihrem Team den 1. Punkt. Absolut chancenlos war Lars Meyhak (376) gegen Nina-Marie Thiede. Die Hallenserin stellte mit 393 ihre Saisonbestleistung ein, schoss in der 2. Serie eine perfekte 100 und holte den nächsten Einzelpunkt. Als Thomas Schulze im Match gegen Laura Both nach 30 Schüssen mit einem Ring vorn lag, machte sich Optimismus im Team breit. Nach einem tollen Endspurt und 99 Ringen in der Abschlussserie gewann Schulze 383 zu 379 und führte den Ausgleich herbei. Sollte hier tatsächlich der große Favorit noch straucheln? Als nur noch Maria Antonia Kanzler an der Feuerlinie stand, hatte ihr Gegner Kai Jaugsch den Wettkampf bereits beendet. Auch dieses Duell verlief lange Zeit sehr ausgeglichen. Beide schossen in den ersten beiden Serien jeweils 95 Ringe. Dann konnte sich Kanzler im 3. Abschnitt dank einer 99 einen 4 Ringe Vorsprung erarbeiten. Jaugsch schoss schneller und ging mit 383 vom Stand. Die Juniorin behielt die Nerven schoss mit 97 aus und erreichte 386 Ringe. Ihr fünfter Einzelerfolg in dieser Saison brachte dem Jüterboger Team einen nicht für möglich gehaltenen Sieg und dem Gegner doch eine empfindliche Niederlage. Was für ein gelungener Abschluss der diesjährigen Saison.

Fünf Siegen standen nur 2 Niederlagen gegenüber. Nach dem man im letzten Jahr noch auf Platz 5 landete, erkämpfte man sich nun den 3. Platz. Sieger Halle und der zweitplatzierte PSV Olympia nehmen Ende Januar in Hannover am Aufstiegswettkampf zur 1. Bundesliga teil. Aus der 2. Liga scheidet der brandenburgische SV Bötzow ohne Punktgewinn aus. Die Nordberliner Schützengemeinschaft geht in die Relegation.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

Deutschenbora Bötzow 04:01
NBSG Berlin & Charlottenburg 02:03
Halle Gölzau 04:01
PSV Olympia Jüterbog 04:01
Bötzow NBSG 02:03
Berli & Charlottenburg Deutschenbora 02:03
Gölzau Berlin 01:04
Jüterbog Halle 03:02

 

Endstand:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 29 : 06 12 : 02
2 PSV Olympia Berlin 24 : 11 12 : 02
3 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 20 : 15 10 : 04
4 Schützengilde Deutschenbora 18 : 17 08 : 06
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 16 : 19 06 : 08
6 SV Gölzau II 15 : 20 06 : 08
7 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 11 : 24 02 : 12
8 SV Bötzow 07 : 28 00 : 14