Schlagwort-Archive: Luftpistole

Jüterboger Schützen beim 24 Stunden Schießen

Zu einem Wettkampf der besonderen Art lud der PSV Olympia Berlin Druckluftschützen in die Walther Arena nach Alt-Glienicke ein. Zum wiederholten Mal fand dort ein Schießen statt, das am Samstag um 12 Uhr begann und Sonntag 12 Uhr endete. Auf Grund der begrenzten Standkapazität ließ der Veranstalter 9 Gewehr- und 13 Pistolenteams zu. Hier war es sinnvoll eine schnelle Anmeldung abzugeben, denn die Startplätze waren begehrt. Jeweils 2 Starter bildeten ein Team, das sich für die Wertung einen speziellen Namen einfallen lassen musste. Kurz vor Start reduzierte sich das Feld, da 2 Pistolenteams nicht anreisten. Nicht nur einheimische Schützen wollten dabei sein, auch Teilnehmer aus Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten gemeldet. Da die Bundesliga vom DSB bereits abgesagt wurde, konnten einige der stärksten Jüterboger Luftgewehrschützen diesen Marathon Event nutzen, um viel Wettkampfpraxis zu bekommen. Jedes Paar musste 16 Wettkämpfe im 90 Minuten Abstand bewältigen. Immer abwechselnd, über den ganzen Tag verteilt ging jeder Teilnehmer 8 Mal an den Start, um möglichst viele Ringe für sein Team zu erkämpfen. Während die Gewehrschützen im Modus der Zehntelwertung schossen, wurden bei den Pistolenschützen nur ganze Ringe gezählt. Dieser Wettkampf wurde auch dazu genutzt, sich zeitgleich am Walther Meython Cup zu beteiligen, einem weltweiten Preisschießen, das über fast 3 Monate geht.

Im Team „Die blinden Gänger“ traten Sebastian Kienast und Fabian Henze an. Kienast kam nach einer eher unterdurchschnittlichen 94er Startserie überraschend gut in den Wettkampf hinein, steigerte sich nach 99, 98 und 99 auf tolle 390 Ringe (ohne Zehntel). Auch in den nächsten Stunden behielt er sein Niveau bei und schoss auch im 2. und 3. WK dieses Resultat. Da lag er sogar kurzeitig an der Spitze der Einzelwertung. Fabian Henze erreichte zu Beginn 370, 369 und 364 und zeigte in etwa seinen derzeitigen Leistungsstand. Auf einem guten Weg ins Vorderfeld waren auch Madeleine Asmussen (389, 389, 382) und Maria Antonia Kanzler (384, 386, 383) vom Team „Guns in Red“.

Die Verantwortlichen hatten den Wettkampf sehr gut organisiert. Auf die Einhaltung der Corona Regeln achtete man schon bei der Ausschreibung, in dem man unnötige Ansammlungen von Betreuern, Trainern und Fans vermied. Für die Schützen, die ohnehin schon durch die körperliche Belastung der Wettkämpfe gefordert waren, kam hinzu, dass sie nur im Schützenstand die Maske ablegen durften. Für einen Luftaustausch während des Schießens wurde gesorgt, in dem die Türen zur Schießhalle weit geöffnet wurden. Alle Wettkämpfe wurden mit Musik begleitet. Moderator Michael Wischnewsky führte in seiner gewohnt lockeren Art durch die 24 Stunden. Immer wieder nahm er das Mikro in die Hand und verkündete Zwischenstände, berichtete von Schnapszahlen oder erste Treffer in der 10,9 die erzielt worden sind. So bekamen fast alle Schützen zwischenzeitlich kleine Aufmerksamkeiten wie etwa Safepacks für Diaboloschachteln oder Visierschirme die von Sponsoren bereitgestellt wurden. Für die Nacht hatte der Veranstalter kostenlose Hühnersuppe und Getränke bereitgestellt. Viele nutzten aber den Pizza Service. Als in der Nacht die Lichtanlage auf Nachtmodus gestellt wurde, war es für alle eine extreme Umstellung, hatte aber auch etwas Interessantes an sich. So hatte wohl kaum jemand schon einmal geschossen. Auch die Musik wurde der Nacht angepasst. In den Wettkampfpausen versuchten einige Schützen direkt auf Schlafmatten in der Halle Ruhe zu finden, andere stellten sich Wecker und blieben im Auto.

Kienast, der zwischenzeitlich nur wenige Ringe zu den vorangegangen 40 Schuss Programmen einbüßte, musste erst in den letzten beiden Wettkämpfen der außergewöhnlichen Belastung Tribut zollen. Mit 382 Ringen zum Schluss, erzielte er während der 8 Wettkämpfe einen 386,5er Schnitt. Die letzten 10 Schüsse des letzten Wettkampfes wurden als Finale geschossen. Hier erreichte er mit 102,0 (98) die drittbeste Leistung im Feld. In der Gesamtwertung reichte es für ihn zum 5. Platz. Mit 3241,1 Ringen hatte er die beste Jüterboger Leistung erzielt. Hier fehlten nach 320 Wertungsschüssen nur 14 Ringe auf den 3. Platz. Nach dem Wettkampf bemerkte er: „Ich hätte lieber schlechter angefangen und besser aufgehört“. Asmussen, die zuletzt gute 387 Ringe erreichte, hatte schon in ihrem 4. WK mit 391 das beste Einzelresultat im Flämingstädter Team erzielt. Nach Zehntelwertung platzierte sie sich mit 3234,7 Ringen auf Rang 6. Kanzler sicherte sich mit ihren 383 Ringen zum Schluss den 10. Platz. Sie kam auf 3202,9 Ringe. Henze, hatte sein Ziel erreicht, nur nicht letzter zu werden. Mit 359 rutschte er bei seinem letzten WK zwar knapp unter den Neuner Schnitt, konnte aber mit 3052,5 den 15. Platz erkämpfen.

Den Sieg errang Maxi Reuter 3270,6 von der SG Deutschenbora vor Frank Ruthsatz 3257,5 vom gastgebenden Verein und Janett Reuter 3255,1 aus Deutschenbora. In der Teamwertung errangen die „Guns in Red“ mit 6437,6 den 3. Platz. Was für ein toller Erfolg.  Es siegte das „Team Reuter“ mit 6525,7 und großem Vorsprung vor den NBSG Schützen „Die 9,9er“ mit Annica Höftmann und Jost Schülke 6457,7. „Die blinden Gänger“ landeten mit 6293,7 auf Rang 7.

Einen unvergesslichen Wettkampftag erlebte Thomas Oberheide von der niedersächsischen SSG Deister. Da sein Teamkollege kurz vor dem Wettkampf wegen Krankheit absagen musste, entschloss er sich dazu, auch die Wettkämpfe seines Teamkollegen zu schießen. So ging der arme Kerl 16 Mal infolge an den Start. Mit Platz 12 und 13 im Einzel und Platz 6 in der Gesamtwertung hat er sich achtbar geschlagen. Bei den Pistolenschützen setzte sich der Potsdamer Wolfgang Geppert mit 13 Ringen Vorsprung vor seinem Teamkollegen Christian Kenklies durch. „Die Potsdamer Rookies“ siegten auch in der Teamwertung mit mehr als 100 Ringen Vorsprung vor dem Prenzlauer Team „Das Wunder“ mit Andreas Schmidt und Christian Jauert.

Ein erlebnisreicher Wettkampf, der sicher für die meisten noch lange in Erinnerung bleiben wird, ging am ersten Wochenende im Oktober mit der würdevollen Siegerehrung zu Ende.

Frank Dombrowski

Starke Einzelleistungen bei KM, gemischtes Königshaus ermittelt

Nur eine Woche nach dem Vergleichswettkampf mit der Luckenwalder Gilde wurden zum 19. Mal infolge im Schützenhaus der Jüterboger Gilde die Kreismeisterschaften in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Mit 131 Einzelstarts von Schützen aus 6 Mitgliedsvereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt, konnte die Teilnehmerzahl des vergangenen Jahres wiederum leicht gesteigert werden. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr Auflage, Luftpistole und Luftpistole Auflage gab es diesmal 13 neue Kreisrekorde. In 35 Einzel- und 8 Mannschaftskonkurrenzen wurde um Medaillen, Urkunden und Pokale gekämpft. Die Gastgeber hatten mit 39 realisierten Starts erneut das größte Aufgebot gestellt, vor Potsdam 35, Luckenwalde 21, und dem PSV Zossen/Blankenfelde 16. Die überragende Bilanz der Gastgeber in den letzten Jahren, konnte diesmal nicht gesteigert werden. Dennoch wurden mit 15 Einzel- und Mannschaftserfolgen, die meisten Titel errungen. Hier lag man im Titelranking wieder vor den Schützen aus der Landeshauptstadt 13, dem PSV Zossen/Blankenfelde 7, Luckenwalde 3, Ludwigsfelde 2 und Petkus mit einem Titel. Die erfolgreichsten Starter waren der Jüterboger Harald Richter mit 4 Titeln, und Beate Busack aus Potsdam mit 3 Erfolgen. Kampfrichter Steffen John wertete mit Hilfe der vor 2 Jahren angeschafften Ringlesemaschine jede Scheibe bzw. Scheibenstreifen aus und ermittelte den für das Königsschießen erforderlichen Teiler. Kreissportleiter Mark Koschnick konnte auf die vom Gastgeber gestellten, erfahrenen Kampfrichter Barbara Schilling und Heinz Krüger zurückgreifen.

Wie in jedem Jahr, nahmen alle Schützen durch ihre Teilnahme automatisch am Kreiskönigsschießen teil. In 2020 gibt es ein gemischtes Königshaus. Hier erzielten Schützen aus 3 Vereinen in den jeweiligen Kategorien die beste Zehn. Neuer Kreisschützenkönig wurde Jonas Stein. Der 29-Jährige Jüterboger Gewehrschütze, der beim letztjährigen Königsschießen auf dem 2. Rang zu finden war, verdrängte kurz vor dem Ende der Titelkämpfe, den lange Zeit führenden Sebastian Kienast 11,4 T durch einen 6,5 Teiler. Stein, der erstmalig diesen Titel errang, löste seinen Vereinskollegen Frank Kanzler vom Thron ab. Auf Rang 3 landete der Ehrenvorsitzende des KSB, Detlef Bode, mit einem 13 T. Ihren mittlerweile 5. Königstitel erkämpfte sich Jördis Schmidt 37,7 T. Die Pistolenschützin aus der Landeshauptstadt hatte nach 2012, 2015, 2016 und 2018 wieder die beste Zehn abgegeben. Sie tritt die Nachfolge der Kreisstädterin Anne Sophie Wippich an. Geschlagen geben, mussten sich die Jüterboger Gewehrschützinnen Nadine Henkel 59,9 T und Birgit Ziegert 88,3 T. Bei den Auflageschützen gab es ein Novum. Hier erreichten 2 Schützen mit ihrer besten Zehn den gleichen Teiler. Sowohl Jürgen Schuhrke vom PSV Zossen als auch Hans-Joachim Rehbein vom gastgebenden Verein kamen auf einen 10,1 T. Da es jedoch nur einen König geben konnte, musste der zweitbeste Schuss die Entscheidung bringen. Hier hatte der Zossener mit 32,7 T zu 120,9 T einen deutlichen Vorsprung. Schuhrke sicherte sich erstmals die Königstrophäe. Auf den gemeinsamen dritten Rang kamen Martina Butzek vom PSV und der Jüterboger Werner Panek mit je einem 13,9 T. Alle Könige haben sich hiermit zum Landeskönigsschießen in Werder/Havel qualifiziert. Wie schon im vergangenen Jahr, waren beim Jugendkönigsschießen ausschließlich Jüterboger auf den vorderen Plätzen zu finden. Nach Thea Geske ist nun Benedikt Crncic neuer Kreisjugendkönig. Er erzielte mit seinem Luftgewehr einen 22,2 T vor Lisa Jakob 68,9 T und Johann-Richard Hahn 73,7 T.

Die Jüterboger waren im freihändigen Luftgewehranschlag wieder überlegen. 7 von 10 möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Außerdem stellten sie 4 neue Kreisrekorde auf. Die wohl stärkste Leistung dieser Titelkämpfe erzielte Sebastian Kienast. Der 34-Jährige, der seit 1997 Mitglied der Jüterboger Gilde ist, schoss sein zweitbestes jemals mit dem Luftgewehr erzieltes Resultat. Nach Serien von 98, 99, 98 und 98 standen plötzlich 393 Ringe im Protokoll. Seinen bisherigen Kreisrekord in der Herren I Klasse steigerte er um 8 Ringe.  Auf den Plätzen 2 und 3 lagen seine Mannschaftskollegen Lars Meyhak  und Fabian Henze. Weitere Rekordmarken erzielten Nadine Henkel 345 in der Damen II Klasse, Sven Lebahn 361 in der Herren II Klasse und Birgit Ziegert 363 in der Damen III Klasse.  B-Junior Benedikt Crncic setzte sich mit 375 Ringen klar gegen seinen Vereinskollegen Johann-Richard Hahn durch. In ihrem ersten größeren Wettkampf, gewann Lisa Jakob mit 353 die Jugendklasse. Die Herren IV Konkurrenz entschied der Petkuser Jörg Flemming 334 für sich. Er verwies die Jüterboger Norbert Huckewitz (Titelverteidiger) und Heinz Krüger auf die Plätze. In den Schülerklassen gab es durch Tessa Nowoisky  140 und Marlon Koschke 107 Titel für die Luckenwalder Gilde.

Beim Luftgewehr-Auflageschießen gab es 4 neue Kreisbestleistungen. Hier bestimmten die Schützen aus der Landeshauptstadt und Zossen/Blankenfelde das Geschehen. Das höchste Resultat erzielte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren III Klasse. Mit 311,3 setzte er sich gegen Helmut Fahlenberg (Petkus) und Hartmut Krügener vom PSV durch. Weitere Kreisrekorde für Potsdam gab es durch Uwe Zander 309,3 bei den Senioren I, Eckhard Müller 310,8 bei den Senioren IV. Einen weiteren Titel holte sich Heinz-Jürgen Lippert 306,5 bei den Senioren IV. Für den PSV setzte Astrid Sodeikat mit 305,2 bei den Seniorinnen I eine neue Höchstmarke. Weiter für den PSV erfolgreich waren: Martina Butzek 309,4 Seniorinnen III und Dr. Veronika Fuchs 293,1 Seniorinnen IV. Aber auch die Gastgeber konnten Einzelerfolge für sich verbuchen. So siegte Hendrik Papenroth 289 in der Herren II Klasse und Harald Richter 302,5 in der Senioren II Klasse. Mannschaftserfolge gab es hier durch Jüterbog im Senioren I Feld. Die Schützen aus Zossen/Blankenfelde waren in der Senioren III Klasse erfolgreich.

Die Potsdamer dominierten das Schießen mit der Luftpistole. Sie holten 7 der 8 möglichen Titel. Beate Busack (Potsdam) verteidigte ihren Vorjahreserfolg und erreichte 332 Ringe in der Damen IV Klasse. Peggy Wölk schoss in der Damen II Klasse mit 345 neuen Rekord. Weitere Potsdamer Erfolge gab es durch Jördis Schmidt 366 Damen I, Stefan Birr mit Kreisrekord 368 Herren III, Robert Böhm 364 Herren I und Erhard Kloth 332 Herren IV. Im mit 9 Startern größten Teilnehmerfeld dieser Disziplin gab es dann doch noch einen Jüterboger Sieg. Frank Dombrowski verteidigte seinen Titel mit 354 vor den Potsdamern Michael Stillfried und Sebastian Lindner.

Fünf Vereine konnten sich in die Siegerliste beim Pistolen Auflageschießen eintragen. Hier gab es zahlreiche Schützen, die ihren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholten. Die wertvollste Leistung vollbrachte Beate Busack bei den Seniorinnen III. Die DM-Vierte des vergangenen Jahres steigerte ihre bisherige Kreisbestleistung um 7,5 auf ausgezeichnete 310,2 Ringe. Harald Richter schoss im Senioren II Feld persönliche Bestleistung von 303,2 und verbesserte seine Kreisrekordleistung aus 2019 um satte 8,6 Ringe. Weitere Einzelerfolge hatten: für Ludwigsfelde Berit Schubert Damen II mit Rekord 303,2,  für Jüterbog Sabine Radtke Seniorinnen I mit 295,8 und Frank Dombrowski Herren II 300,2, für den PSV Detlef Behlendorf Senioren I 303,7, Karl-Heinz Targiel Senioren III 302,2 und Winfried Quitzdorf Senioren IV 294,5. Der Luckenwalder Hans-Joachim Mölter gewann die Senioren V Klasse mit 286,3. Mannschaftliche Erfolge gab es durch Ludwigsfelde, Jüterbog und Potsdam.

Am 22. August findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier für alle Könige, Sieger und Platzierte statt.

Frank Dombrowski

Schützen am Neujahrstag treffsicher

Pünktlich um 10 Uhr begann am ersten Tag des neuen Jahres der Wettkampfbetrieb der Jüterboger Schützengilde. Im Schützenhaus fand das traditionelle Sarg-Ausscheidungsschießen statt. Mit 15 Teilnehmern lag die Beteiligung etwas niedriger als im Vorjahr. Mit Luftgewehr und Luftpistole wurde freihändig und aufgelegt ohne Schießkleidung und Hilfsmittel geschossen. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder Schützen aus den 3 Kompanien und der Bogensportabteilung. Nach den Glückwünschen für das neue Jahr, ging es auch schon los. Schließlich wollte man ja wieder alle 4 Disziplinen in der geplanten Zeit schaffen. Wie gewohnt, schied der Schütze mit dem niedrigsten Wert auf der Scheibe aus. Insgesamt wurden 351 Schüsse abgegeben. Das waren fast 70 weniger als 2019. Grund dafür, war die etwas geringere Beteiligung beim Schießen mit der Pistole. Dafür stieg diesmal wieder die Anzahl der Fehlschüsse. Mit 38 „Fahrkarten“ verdoppelte sich die Anzahl der „Nuller“ zum vergangenen Jahr und stieg auf Rekordwert. Da man gut in der Zeit lag, konnte man auch wieder das Stechschießen der Schützen zulassen, die keine Treffer auf der Scheibe hatten. Das führte während der knapp zweistündigen Veranstaltung zu 30 Stechen zwischen mindestens 2 Schützen.

Wie gewohnt, begann man mit dem freihändigen Luftgewehrschießen. Hier wurden erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse abgegeben. Nach 10 im letzten Jahr, stieg die Zahl auf nun 34. Gleich zu Beginn überstand Jürgen Stein 4 Stechschüsse gegen den ehemaligen Präsidenten der Gilde, Bernd Rüdiger, um in die 2. Runde einzuziehen. Dann schieden in den folgenden 5 Runden nacheinander Hans-Joachim Rehbein, J. Stein, Kerstin Papenroth, Bettina Kühne und Alf Menzel ohne Ringwert aus. Mit je einer Zwei verabschiedeten sich Petra Schulze, Harald Richter und Ralf Schulze in den Runden 7, 8 und 9. Als nur noch 4 Schützen an der Feuerlinie standen schied Frank Leis mit einer Vier aus. Senior Heinz Krüger erkämpfte sich den 3. Platz, schied mit einer Fünf gegen Sportleiter Frank Dombrowski (9) und den 2. Vorsitzenden Hendrik Papenroth (7) aus. Im abschließenden Finale setzte sich Dombrowski (6) gegen Papenroth (2) durch, verteidigte seinen Titel und gewann in dieser Disziplin zum 9. Mal in den letzten 10 Jahren.

Die meisten Schüsse (139) wurden beim aufgelegten Gewehrschießen abgefeuert. Hier gab es erwartungsgemäß das größte Starterfeld. Nach nur einem Schuss, musste J. Stein mit einer Eins schon wieder einpacken. Ihm folgten B. Rüdiger (0), Ralf Dahlenburg (1), B. Kühne (3), K. Papenroth (0). In der 6. Runde reichte Alf Menzel eine Acht nicht, um weiterzukommen. Das Leistungsniveau stieg an. Es gab in der Folge viele Stechen. Jetzt mussten F. Leis, Ralf Schulze und H.-J- Rehbein die Linie verlassen. In Runde 10 schoss Petra Schulze, die bislang nur Neuner und Zehner erzielte, ihre erste Acht. Das war schon zu wenig, um sich für die letzten 4 Runden zu qualifizieren. In der 11. Runde hatte sich Dombrowski mit einer Zehn sicher in die nächste Runde geschossen. Hier mussten H. Krüger, H. Richter, H. Papenroth und Barbara Schilling mit je einer Neun ins Stechen. Erst nach 4 Stechschüssen hatte sich Schilling gegen den Vorjahresfinalisten Krüger mit 10 zu 9 durchsetzen können. Mit einer Neun und überstandenen 12 Runden erreichte Papenroth den 4. Platz.  Nach der Vorschlussrunde konnte Dombrowski, der hier nur die Acht traf, nur noch zuschauen. Im spannenden Finale zwischen Harald Richter und Barbara Schilling sollte erst nach 4 Schüssen die Entscheidung fallen. Hier behielt der Auflagespezialist die Oberhand, siegte mit 10 zu 8 und sicherte sich seinen 3. Titel nacheinander.

Den freihändigen Pistolenanschlag bewältigten 9 Schützen. Hier war für Ralf Dahlenburg schon nach einer „Fahrkarte“ Feierabend. Der nächste, der die Segel streichen musste, war H. Richter, der zuvor nach 4 Stechschüssen B. Schilling unterlag. Anschließend mussten H. Krüger (0), B. Rüdiger (7) und H. Papenroth (4) aufgeben. In der Runde der letzten 4 besiegte J. Stein nach einem Stechschuss B. Schilling mit 10 zu 9 und sicherte sich den 3. Platz. Dann jedoch, war eine Fünf gegen Dombrowski (10) und F. Leis (9) zu wenig. Beim Finalschießen landete der Schuss von Dombrowski im gleichen Loch seines vorangegangenen Schusses. Mit 10 zu 8 siegte er über Leis, und war erstmals seit 2017 wieder in dieser Disziplin erfolgreich.

Beim Auflageschießen mit der Pistole konnte Dombrowski seinen Titel nicht verteidigen. Er musste sich nach einer Acht gegen H. Richter und H. Krüger (beide mit 10) mit dem 3. Platz zufriedengeben. Zuvor war für B. Rüdiger nach einer 7 schon wieder Schluss. Auch H. Papenroth, Vorjahresfinalistin B. Schilling und J. Stein schieden recht früh aus. Für F. Leis, der 2019 Dritter wurde, reichte es nur zum undankbaren 4. Platz. Das Finalschießen verlief sehr spannend. Erst mit dem 3. Schuss siegte Richter mit 10 zu 8 über Krüger.

Schon in 3 Wochen findet an gleicher Stelle der nächste Wettkampf statt. Dann kommt es zum Druckluft-Vergleichsschießen in den Auflagewettbewerben gegen die Luckenwalder Gilde. Am letzten Januarwochenende veranstaltet der Kreisschützenbund Teltow Fläming – Potsdam Stadt seine Kreistitelkämpfe in den Druckluft Wettbewerben und das Königsschießen.

Frank Dombrowski

Schützen beim Glaspokal

Kurz vor den Druckluft Landesmeisterschaften lud der SV Brück zum Schießen um den Glaspokal ein. In den freihändigen und in den Auflagedisziplinen gingen 55 Gewehr- und 66 Pistolenschützen aus 14 Vereinen des Landes an den Start. Damit lag die Beteiligung nur geringfügig unter der des Vorjahres. Von den Gilden aus Luckenwalde, Petkus und Jüterbog beteiligten sich 9 Schützen am Geschehen. Auch die 21. Auflage dieser traditionellen Veranstaltung wurde mit lauter Musik begleitet.

Für die Luckenwalder Schützengilde holte Pistolenschütze Kevin Boche einen überraschenden 1. Platz im Junioren A Wettbewerb. Nach einer deutlichen Steigerung zum letzten Jahr auf 353 Ringe siegte er vor den Bötzowern Marco Rosenau 349 und Kai Ganzel 324. Boches Teamkollege Anton Schulze kam mit 290 auf Rang 4. Im Schützenklassenwettbewerb kam Frank Dombrowski bis auf 2 Ringe an seine Leistung von 2015 heran. Mit 358 Ringen reichte es noch zum 7. Platz. Bei sehr hoher Leistungsdichte auf den ersten Plätzen gewann Markus Wickidal mit 370 knapp vor Marko Döring 369 (beide vom gastgebenden Verein).

Beim Luftgewehrschießen waren die Schützen aus Bötzow und Medewitz am erfolgreichsten. Lediglich im in offener Damenklasse durchgeführten Wettbewerb gab es einen Pokalerfolg für die Flämingstadt. Mandy Kanzler setzte sich mit 363 Ringen gegen Jana Schmidt 357 aus Medewitz und Antje Stempniak 350 aus Bötzow durch. Kanzlers Vereinskameradin Birgit Ziegert erkämpfte sich mit 340 Ringen Platz 4. Im gemischten Altersklassen- und Seniorenwettbewerb wurde Jörg Flemming undankbarer Vierter. Mit 324 Ringen lag er unmittelbar vor dem ältesten aktiven Jüterboger Schützen, Siegfried Zimmer. Dieser hatte seine Vorjahresleistung um satte 44 Ringe auf 316 steigern können. Bötzows Michael Rosenau verteidigte seinen Titel mit 380 Ringen vor Mannschaftskollege Olaf Herrmann 366 und Udo Wolf 336 aus Medewitz. Der Kreisstädter Elias Graf kam in der gemischten Juniorenklasse mit 315 Ringen auf den 5. Platz. Mit dem höchsten Resultat in dieser Disziplin siegte Franziska Lukasch aus Medewitz mit 386.

Als einziger Schütze aus der Region beteiligte sich der Petkuser Helmut Fahlenberg beim LG-Auflageschießen. Hier gab es erwartungsgemäß die größten Starterfelder. In der offenen Seniorenklasse (ab 56 Jahren) erreichte er 281 Ringe und landete auf Rang 13. Karl-Heinz Krüger aus Glienicke siegte mit 297 vor den ringgleichen Otfried Bagusch (Medewitz) und Rainer Burmeister (Glienicke). Hier entschied die jeweils besser ausgeschossene letzte Serie. Das Topresultat erzielte der Bötzower Torsten Steiche, der mit 300 Ringen in der Altersklasse das Maximum traf. Den Glaspokal 2016 sicherten sich die Medewitzer Schützen mit den meisten Topplatzierungen.

Frank Dombrowski

?

Kreismeisterschaften der Schützen-Gemischtes Königshaus

Im Jüterboger Schützenhaus fanden zum 15. Mal infolge die Kreismeisterschaften in den Druckluftwettbewerben statt. Zu dieser zweitägigen Veranstaltung, die auch als Qualifikationswettkampf zur Landesmeisterschaft dient, kamen mit 64 Gewehr- und 62 Pistolenschützen deutlich mehr in die Flämingstadt als im vergangenen Jahr. Mit 6 teilnehmenden Vereinen, die im KSB organisiert sind, lag man auf dem gleichen Niveau wie 2015. In den ausgeschriebenen 4 Disziplinen wurden 2 neue Kreisrekorde aufgestellt. Die Schützen aus der Landeshauptstadt traten 40 Mal an die Feuerlinie und waren mit 17 Einzel- und Mannschaftstiteln die erfolgreichste Gilde. Aber auch die Bilanz der gastgebenden Jüterboger konnte sich sehen lassen. Hier holten Schützen bei 33 Starts 11 Titel. Weitere Titelträger waren der PSV Zossen/Blankenfelde (8) sowie Luckenwalde und Petkus mit je einem Kreistitel. Zu den erfolgreichsten Teilnehmern dieser KM zählten Beate Busack (Potsdam), Karl-Heinz Targiel (PSV Zossen) und Sabine Radtke (Jüterbog) mit je 3 Einzel- und Mannschaftserfolgen.

Auf der Jüterboger Anlage, die mit 13 Seilzuganlagen ausgestattet ist, fand das traditionelle Königsschießen statt. Nachdem im vergangenen Jahr das komplette Königshaus aus Potsdam kam, gab es in diesem Jahr ein gemischtes Königshaus aus Potsdam und Jüterbog. Neuer Kreisschützenkönig wurde Alexander Kade. Der Potsdamer hatte mit der Luftpistole einen guten 5,6 Teiler erzielt. Kade verwies seinen Teamkollegen Roger Reckling 10,9 T und Jens Feistner 11,3 T vom PSV auf die Plätze. Für Kade war es der erste Königstitel. Er tritt die Nachfolge seines Vereinskollegen Michael Becker an. Auch die Schützenkönigin kommt erneut aus Potsdam. Wie im vergangen Jahr sicherte sich Jördis Schmidt im letzten Durchgang dieser KM den Titel mit einem 12,3 T vor der lange Zeit führenden Mandy Kanzler 29,7 T und Sabine Radtke 36,6 T. Zum zweiten Mal wurde im Kreis der Auflagekönig ermittelt. Hier erzielte Sabine Radtke die beste Zehn. Mit der Luftpistole erzielte sie mit einem 2,5 T den besten Schuss dieser KM und lag ganz knapp vor dem Zossener Winfried Quitzdorf 2,9 T und Jürgen Kunze 4,3 T aus Potsdam. Einen spannenden Verlauf gab es beim Kreiskönigsschießen der Jugend. Hier setzte sich die für Jüterbog startende Schülerin aus Lübben Svenja Graßmann mit einem 45,1 T hauchdünn gegen Anton Schulze 45,6 T aus Luckenwalde und Maria Kanzler 46 T aus Jüterbog durch.

Im freihändigen Luftgewehranschlag dominierten die Gastgeber, die Mannschaftserfolge in Schüler, Damen, Schützen- und Seniorenklasse für sich verbuchen konnten. Zu den stärksten Leistungen zählten die 387 Ringe von Sebastian Kienast, der sich gegen seinen Mannschaftskollegen Jonas Stein 381 durchsetzen konnte. Gabi Bulla entschied mit 384 die Damenkonkurrenz vor ihrer Teamkollegin Mandy Kanzler 376 für sich. Birgit Ziegert glänzte mit 355 und neuer Kreisbestmarke in der Damenaltersklasse. Maria Kanzler überzeugte mit starken 189 bei den Schülerinnen. Julian Anders gewann mit 183 die Schülerklasse. Weitere Titelträger waren Elias Graf (Luckenwalde) in der Jugendklasse, Jürgen Alf (Potsdam) in der Altersklasse und Jörg Flemming (Petkus) bei den Senioren. Die Potsdamer und Zossener Schützen waren die stärksten beim LG Auflageschießen. Im größten Starterfeld bei den A-Senioren gewann K.-H. Targiel mit 297 Ringen. Martina Butzek 292 vom PSV siegte bei den A-Seniorinnen. Mit nur einem Ring Vorsprung setzte sich der PSV im Teamwettbewerb gegen Potsdam durch. Weitere Gewinner waren: Joachim Lau 294 (Potsdam) bei den B-Senioren, Dr. Veronika Fuchs 288 (PSV) B-Seniorinnen, Gerhard Supper 297 (Potsdam) C-Senioren sowie S. Radtke 283 Damen-Altersklasse und Matthias Strauch 290 (Potsdam) in der Altersklasse.

Wie zu erwarten war, räumten die Potsdamer beim Luftpistolenschießen kräftig ab. So siegten Wolfgang Geppert 370 in Schützenklasse, Jördis Schmidt 358 in Damenklasse, Lucas Lieberenz 352 in Jugendklasse, Stefan Birr 365 in Altersklasse, Erhard Kloth 351 in Seniorenklasse und Beate Busack 342 in der Seniorinnenklasse. Lediglich S. Radtke durchbrach die Potsdamer Überlegenheit durch den Titelgewinn in der Damenaltersklasse 359. Beim Auflageschießen markierte der Zossener Detlef Behlendorf in der Altersklasse mit 294 Ringen einen neuen Kreisrekord. K.-H. Targiel setzte sich im A-Seniorenfeld mit 293 gegen KSB-Schatzmeister Erhard Kloth 289 (Potsdam) durch. Weitere Gewinner waren S. Radtke 286 in der Damenaltersklasse, Beate Busack 289 A-Seniorinnen und Winfried Quitzdorf 292 B-Senioren.

Frank Dombrowski

Zielsicherheit beim Sargschießen gefragt

Um 10.00 Uhr fiel am Neujahrestag der erste Schuss beim traditionellen Sargschießen der Jüterboger Gilde. Wie im vergangenen Jahr kamen 17 Teilnehmer ins Schützenhaus, um den Start der neuen Saison einzuleiten. Neben Sportschützen, Traditionsschützen waren auch Bogenschützen mit von der Partie. Auf Grund der hohen Beteiligung entschloss man sich, auch in diesem Jahr nur 3 der 4 Druckluftwettbewerbe auszutragen. Bei dem Ausscheidungsschießen schied immer derjenige mit dem niedrigsten Schusswert aus. Bei Ringgleichheit musste ein Stechen entscheiden. Kurioser Weise wurden einschließlich Stechschüsse wie im Vorjahr 442 Schüsse abgegeben. Und auch die Anzahl der „Fahrkarten“ (Treffer außerhalb des Scheibenspiegels) blieb mit 27 gleich.

Beim freihändigen Luftgewehrschießen gab es mit 19 Fahrkarten erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse. Die ersten 12 Runden überstanden Hendrik Papenroth, Harald Richter, Frank Dombrowski, Jonas Stein, und Frank Leis, der zuvor Barbara Schilling im Stechschuss besiegte. Dann verabschiedeten sich Richter und Papenroth mit einer 0 und einer 3. In der Vorschlussrunde erwischte es Leis, der sich mit seiner ersten Nullnummer aus dem Titelkampf schoss. Im Finale standen mit Dombrowski und Stein wieder die Vorjahresfinalisten zum Stechen bereit. Nach der Niederlage 2015 revanchierte sich der Sportleiter der Gilde und setzte sich mit 9:6 durch. Für Dombrowski war es der 5. Titelgewinn in den letzten 6 Jahren in dieser Disziplin.

Deutlich höhere Ringzahlen wurden beim Luftgewehr-Auflageschießen erzielt. Hier zeigten sich die „Spezialisten“ sehr zielsicher. Nach 12 Runden kämpften noch Ralf Schulze, Kristian Friedrich, Heinz Krüger, Dombrowski, Richter und Stein um den Titel. In den folgenden Runden schieden Stein mit einer 7, Friedrich mit einer 9 und Krüger nach 4 Stechschüssen mit einer 8 gegen Dombrowski aus. Als Dombrowski in der vorletzten Runde eine 8 erzielte, blieben für das Finale nur noch Richter und Schulze übrig. Richter, der schon im letzten Jahr im Finale stand, setzte sich verdient mit 10:9 durch. 14 seiner 16 Schüsse trafen das Zentrum.

Das Pistolenschießen verlief deutlich schneller. Hier hatte man sich im Vorfeld darauf geeinigt, dass Schützen mit einer Null sofort ausschieden und nicht ins Stechen kommen konnten. So war für Krüger und Xuefang Leis schon nach dem 1. Schuss Feierabend. Unter die Top 5 hatten es Schilling, Stein, Dombrowski, Richter und Peter Rinderle geschafft. Dann schossen Stein eine 4 sowie Richter eine 7 und konnten die Koffer packen. Nach zuvor guter Schussfolge musste Schilling mit einer 3 ihr Schießen beenden. Im anschließenden Finalduell setzte sich Dombrowski gegen Rinderle mit 8:7 durch und verteidigte seinen Titel.

Frank Dombrowski

Novum beim Vergleichsschießen

Das 20. Vergleichsschießen zwischen der Luckenwalder und der Jüterboger Schützengilde endete mit einer Überraschung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses traditionellen Wettkampfes gab es einen Ringgleichstand und somit keinen Sieger. Im Schützenhaus der Jüterboger kämpften eine Woche vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen 14 Schützen vom gastgebenden Verein und 10 Kreisstädter in den Druckluft Auflagedisziplinen mit Gewehr und Pistole. Das waren deutlich mehr Schützen als noch vor einem Jahr. Alle Teilnehmer mussten die gewohnten 30 Schuss Programme absolvieren. Da die Gilden mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke in den jeweiligen Disziplinen antraten, einigte man sich im Vorfeld für die Wertung auf die niedrigste Starterzahl eines Vereins. So kämpften die jeweils besten 8 Gewehr- und 7 Pistolenschützen für ihre Vereine. Außerhalb der Wertung schossen diejenigen Schützen, welche mit ihren Leistungen unterhalb der der Teamschützen lagen.

Die Wertung mit dem Luftgewehr konnten die Flämingstädter für sich entscheiden. Mit 2262 Ringen lagen sie deutlich vor den Luckenwaldern 2205 und revanchierten sich so eindrucksvoll für die letztjährige Niederlage. Für die beste Leistung des Tages sorgte Sabine Radtke. Die Pistolenspezialistin kam mit dem Luftgewehr auf starke 297 Ringe. Mit der einzigen 100er Serie an diesem Tag, schoss sie sich zu einer neuen persönlicher Bestleistung. Auch Werner Panek glänzte mit 294 Ringen und lag noch 5 Ringe vor seinem Teamkollegen Heinz Krüger. Dieser hatte sich zu 2015 um 10 Ringe steigern können. Mannschaftliche Geschlossenheit zeigten auch die Schützen im Team. Norbert Huckewitz 282, Kristian Friedrich 278, Petra Schulze 275, Hendrik Papenroth 274 und Fred Hochleutner 272 erreichten Ergebnisse über dem Neuner Schnitt. Auf der Seite der Gäste markierte Egon Valentin zum bereits 6. Mal infolge die beste Leistung. Mit 287 Ringen erzielte er einen Ring mehr als Horst Bajerke. Drittstärkster war Hans-Joachim Mölter 284, der zum letzten Jahr nur 1 Ring einbüßte. Hier erreichten Erich Wehlan 278, Hans-Joachim Tischler 277, Uwe Krause 276, Jens Jürgen 267 und Bodo Schneider 250. Außer Wertung schossen Ralf Schulze 272, Bernd Rüdiger 268 und Hans-Joachim Rehbein 223.

Beim Pistolenschießen behielten die Luckenwalder wieder die Oberhand. Obwohl die höchsten Resultate von den Gastgebern erzielt wurden, zeigten die Gäste mit 1931: 1874 ihre Klasse. Auf nahezu ähnlichem Niveau schossen Uwe Krause 286, Dirk Schommert 284, Egon Valentin und Sebastian Giggenbach je 283. Etwas weniger als beim letzten Mal, erreichten Mölter 269 und Schneider 268. Jens Jürgen kam auf 258. Die höchste Ringzahl mit der Pistole erreichte erneut Wettkampfleiter Frank Dombrowski. Mit 289 lag er 1 Ring vor Sabine Radtke. Nach langer Wettkampfpause stieg Gunter Grüneberg wieder ins Geschehen ein. Wie Werner Panek erreichte er 275 Ringe. Weiter erzielten Jürgen Stein 266, Barbara Schilling 253 und Bernd Rüdiger 228. Für die Gäste schossen außer Wertung: Horst Bajerke 252, Hans-Joachim Tischler 251 und Erich Wehlan 231.

Nach insgesamt 900 abgegebenen Wertungsschüssen erreichten beide Mannschaften jeweils 4136 Ringe. Damit hatte wohl niemand im Vereinshaus der Jüterboger gerechnet. Für die Kreismeisterschaften scheinen beide Teams gut gerüstet zu sein. Die gezeigten Resultate können sich auf Kreisebene sehen lassen.

Frank Dombrowski

Marco Hintzen ist Schützenkönig in Welsickendorf

Ende Dezember veranstaltete der Schützenverein Welsickendorf das traditionelle Weihnachts- und Neujahrsschießen. Zur 26. Veranstaltung dieser Art hatte man wieder befreundete und benachbarte Vereine und Gilden aus der Region eingeladen. Der Einladung folgten u. a. Schützen aus Brandenburg, Hohenseefeld, Linda, Bardenitz, Fröhden, Schönewalde und Jüterbog. Es wurden auch in diesem Jahr mehrere Wettbewerbe mit Druckluftwaffen durchgeführt. Neben dem Pokalschießen und dem Weihnachtbaumkugelschießen wurde mit dem Luftgewehr und der Luftpistole das Welsickendorfer Königshaus ermittelt.

In 3 Wettbewerben über je 10 Schuss musste die höchstmögliche Ringzahl erzielt werden. Hier setzte sich Marco Hintzen mit großem Vorsprung durch. Es war bereits sein 12. Königstitel. Erstmalig erhielt der König die Königskette. Auf Platz 2 landete Markus Ziehe. Der Brezenkönig des letzten Jahres darf sich nun für 1 Jahr Wurstkönig nennen. Dritter und damit Brezenkönig wurde der Vorjahreszweite Karsten Bebert. Insgesamt beteiligten sich 20 Welsickendorfer an diesem Schießen.

Eine leichte Steigerung der Teilnehmerzahl erlebte man beim Pokalschießen der Vereine. Hier kämpften 57 Einzelschützen aus 9 Vereinen in offener Wertungsklasse um den Mannschaftswanderpokal. Hinter den Gastgebern stellten die Schützen aus der Flämingstadt mit 12 Startern ihr bislang größtes Aufgebot. Schließlich hatte man sich als Vorjahressieger vorgenommen, den Mannschaftstitel zu verteidigen. Doch daraus wurde nichts. Die Gastgeber waren mit 4 Schützen unter den Top 5 in diesem Jahr den anderen Schützen deutlich überlegen. Marco Hintzen siegte mit starken 241 und einer starken 10m Luftgewehrleistung vor Markus Ziehe 226. Jüterbogs Frank Dombrowski, der in den vergangenen 2 Jahren erfolgreich war, musste sich diesmal mit Platz 3 zufrieden geben. Mit 221 Ringen lag er trotz bestem Pistolenergebnis doch deutlich unter seinen Vorjahresleistungen. Den Mannschaftspokal holten sich die Gastgeber zurück. Mit 685 Ringen lag man überlegen vor Jüterbog 637 und den „ewigen Dritten“ aus Bardenitz/Pechüle 613. Bereits zum 6. Mal infolge erreichten sie diese Platzierung. Weiter zurück lagen Hohenseefeld 566, Linda 564, Zack Brandenburg 482, Schönewalde 407, Fröhden 404 und Dahme 399.

Ein weiterer Höhepunkt war das Schießen auf Weihnachtsbaumkugeln. In einem Abstand von ca. 2,5m musste man mit dem CO²-Revolver die Kugeln treffen und zum Platzen bringen. Erst dann durfte man eine Losnummer ziehen. Wer die niedrigste Summe aus 3 Losen zog gewann. Das war in diesem Jahr der Vereinsvorsitzende Werner Hintzen. Mit 48 Punkten gewann er vor den punktgleichen Schützen Sabine Radtke und Mike Melüh (je 59). Jeder der 28 Teilnehmer wurde mit einem Sachpreis bedacht. Thea Geske gewann das Jugendschießen.

Frank Dombrowski

Jüterboger Schützen beim Landesliga Abschluss in Frankfurt/Oder

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrte die 2. Jüterboger Luftgewehrmannschaft vom Saisonfinale, dem 4. Wettkampf der Verbandsliga, aus Frankfurt/Oder zurück. Zuerst musste man gegen die dominierenden und bislang ungeschlagenen Bernauer an die Feuerlinie treten. Doch hier wurde schnell klar, dass man, wie schon beim Hinrunden Wettkampf, keine Chance haben wird.

Im Spitzenduell unterlag Trainer Frank Kanzler dem stärksten Schützen der Liga Torsten Müller klar mit 360:382. Jonas Stein lag am Ende 11 Ringe zurück im Match gegen Christin Fank. Die Dritte der Liga Einzelwertung siegte mit 375:364. Mannschaftsleiter Fabian Henze 362 zeigte im Match gegen Maria Preihs seine niedrigste Saisonleistung. Mit 387 Ringen erreichte Preihs das höchste Ergebnis des Tages und sicherte ihrer Mannschaft den entscheidenden 3. Einzelpunkt. Auch Mandy Kanzler hatte gegen Chris Leimbach keine Möglichkeit einen Punkt zu erzielen. Mit 367 Ringen lag sie knapp unter ihrem Ligaschnitt. Leimbach holte mit 381 den 4. Punkt für Bernau. Den einzigen Punkt für die Flämingstadt erkämpfte Sarah Janina Thümmel durch einen überzeugenden 373:341 Erfolg über Michele Knospe.

Nach dieser zu erwartenden 1:4 Niederlage ging es gleich im Anschluss gegen Neuenhagen. Hier überzeugte Frank Kanzler mit seinem höchsten Saisonergebnis und siegte gegen Jan Heider 384:377. Dagegen unterlag Jonas Stein mit der schlechtesten Ligaleistung in diesem Jahr 361 gegen Regina Martin-Trefz 378. Einen hauchdünnen Sieg schaffte Fabian Henze bei seinem 365:364 Erfolg über Marlies Lange. Ringgleichheit gab es im Duell zwischen Mandy Kanzler und Heike Lau. Beide erreichten 365 Ringe. Erst ein Stechen musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Lau traf beim Stechschuss die Zehn, Kanzler nur die Neun. Den entscheidenden 3. Einzelpunkt markierte Marian Mölter mit einem 368:360 Sieg gegen Uwe Lau. Wie schon beim Hinrunden Wettkampf an gleicher Stelle gewannen die Jüterboger knapp mit 3:2. Die Bernauer setzten sich im letzten Wettkampf gegen Lübben durch und blieben auch nach 8 Wettkämpfen ungeschlagen. Die Jüterboger kamen mit positiven Mannschaftspunkten hinter Lübben auf Rang 3.

Ebenfalls mit Sieg und Niederlage beendeten die Pistolenschützen aus der Landeshauptstadt mit Jüterboger Unterstützung die diesjährige Ligasaison. Zunächst gab es eine unerwartete 2:3 Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Briesener. Für extra Spannung sorgten 2 Stechen innerhalb dieses Duells. An Position 1 gesetzt unterlag Sabine Radtke im Spitzenduell Volker Valentin 354:364. Mario Weber musste mit der ringgleichen Petra Morcinek 353 ins Stechen, unterlag dort mit 8:9. Frank Dombrowski setzte sich gegen Steffi Mattke mit 352:347 durch. Den 2. Punkt für Potsdam erkämpfte Carsten Andres mit 359:344 gegen Tristan Schmitt. So musste das 5. Match die Entscheidung bringen. Hierbei verlor Mannschaftsleiter Erhard Kloth nach ringgleichen 334 gegen Frank Pater durch einen Stechschuss 7:8.

Im abschließenden Kampf mit Frankfurt/Oder setzten sich die Potsdamer überraschend deutlich mit 4:1 durch. Der stärkste Ligaschütze, Stefan Birr, hatte keine Probleme gegen Daniel Giebler 371:360. Weber behielt gegen Linda Helm mit 362:354 die Oberhand. Radtke und Dombrowski holten mit 353 und 359 weitere Punkte gegen Steve Brauner 347 und Michelle Kunkel 358. Einzig Andres gab mit 352:363 gegen Ludwig Schötzau einen Punkt ab. Mit Platz 3 im Klassement zeigten sich die Potsdamer Schützen nach 4 Siegen und 4 Niederlagen zufrieden. Den Sieg in der Landesliga errangen die Brücker vor Frankfurt/Oder.

Die Pistolen Auflageschützen aus Potsdam beenden die Saison auf Platz 4 nach einem 1:4 gegen den Spitzenreiter aus Liebenthal. Hier mussten der zweitstärkste Ligaschütze, der Kreisstädter Andreas Eckardt 289, und Sabine Radtke 282 knappe Niederlagen einstecken. Liebenthal gewann vor Cottbus mit gleicher Punktezahl sowohl in Mannschafts- als auch in der Einzelpunktwertung. Hier brachte der direkte Vergleich zwischen den beiden Teams die Entscheidung zugunsten der Liebenthaler.

Frank Dombrowski

Luftgewehrschützen machen in Verbandsliga weiter Boden gut

Auch am 3. Wettkampftag in Brück, lief es für die Jüterboger Luftgewehrschützen in der Landesliga außerordentlich gut. So konnte das Team um Mannschaftsleiter Fabian Henze weitere zwei Siege einfahren. Gegen Senftenberg und Lübben, gab es zum Rückrundenauftakt recht knappe Erfolge.

Trainer Frank Kanzler, der selbst an die Feuerlinie trat, konnte sich im Topduell im ersten Match gegen Senftenberg über René Schammler mit 378:372 behaupten. Ehefrau Mandy verlor ihre Begegnung gegen Marcel Seeliger 361:378. Denkbar knapp musste sich Fabian Henze geschlagen geben. Mit nur einem Ring Unterschied verlor er 375:376 gegen Enrico Olzog. Nachwuchsschütze, Marian Mölter, hatte keine Probleme mit Jonas Pfeiffer. Er gewann klar mit 373:356. Auch Sahra-Janine Thümmel behielt ihr Leistungsniveau bei und sicherte der Jüterboger Mannschaft den entscheidenden Einzelpunkt durch einen 371:366 Erfolg über Paul Lehmann. Nach kurzer Pause ging es dann gegen Lübben. In der Hinrunde hatte man gegen die Spreewalder noch eine Niederlage einstecken müssen. Obwohl Frank Kanzler die Spitzenbegegnung gegen Sören Schaff deutlich mit 370:384 verlor, konnten die Teamkollegen den 4. Sieg in Folge in der Liga verbuchen. Henze gewann gegen Katrin Berndt 371:355. Mölter setzte sich gegen Sylvia Arlt 366:358 durch. Thümmel siegte gegen den Senioren Willfried Herrmann 376:357 und erreichte die beste Jüterboger Leistung in diesem Wettkampf. Zu seinem ersten Auftritt in dieser Saison kam Sven Lebahn im Match gegen Simone Mattler. Er markierte den vierten Einzelpunkt für die Jüterboger durch einen ungefährdeten 371:326 Erfolg. Mit 8:4 Punkten bleiben die Jüterboger derzeit hinter den bislang ungeschlagenen Bernauern 12:0 und Lübben 10:4 auf Platz 3.

Die für Potsdam startenden Jüterboger Pistolenschützen kehrten mit Sieg und Niederlage aus Brück zurück. Im Auftaktduell mit Gastgeber Brück kam es zu einem spannenden „Shoot Off“. Zuvor hatten die an eins und zwei gesetzten Potsdamer Steffan Birr und Mario Weber ihre Begegnungen gegen Markus Wickidal und Marko Hinze verloren. Sabine Radtke setzte sich mit starken 364 Ringen gegen Bianca Geißmar 349 durch. Auch Carsten Andres, der erstmals in dieser Saison das Team verstärkte, gewann gegen Thomas Wilke 357:330. So stand es 2:2 und die 5. Partie brachte den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Hier kämpfte Frank Dombrowski gegen Marko Döring. Beide hatten nach 40 Wertungsschüssen 352 Ringe erzielt. Die Spannung in den Teams war kaum noch zu überbieten, denn nach dem ersten Stechschuss gab es weiterhin Ringgleichheit. Dombrowski behielt letztendlich die Nerven und erzielte beim zweiten Stechschuss eine 9, sein Gegner nur eine 7. Damit war Potsdam um 2 Punkte reicher.

Im 2. Match des Tages gab es dann eine empfindliche 2:3 Niederlage gegen Königs Wusterhausen/ Wildau. Hier unterlag Radtke 356 gegen Robert Bohm 364. Dombrowski verlor sein Duell mit Holger Lindow 351:358. Da auch Andres 340 der stark schießenden Heike Nitschke 363 nichts entgegen zu setzen im Stande war, hatte KW die Mannschaftspunkte sicher. Auch wenn Birr als bester Schütze der Liga mit 370:358 gegen Manfred Konrad siegte und Weber 357 gegen Bernd Reichenbach 349 gewann, kam diese Niederlage unerwartet. Den Hinrunden-Wettkampf hatte man schließlich klar mit 5:0 gewonnen. Die Potsdamer liegen weiterhin auf Platz 3 hinter Frankfurt und Brück.

Beim Auflageschießen mit der Luftpistole kamen die Schützen aus der Landeshauptstadt zu einem 4:1 Sieg über Brück. Hier holten Radtke 283 nach Stechen gegen Thomas Willke und der Kreisstädter, Andreas Eckardt, 292 zwei Einzelpunkte. Im ersten Wettkampf gegen Cottbus musste man einen sicher geglaubten Sieg wieder abgeben. Ausgerechnet gegen die an 2. Position liegenden Lausitzer hatte man 3:1 in Führung gelegen. Doch der Wettkampf wurde 0:5 gegen die Potsdamer gewertet, da ein Mannschaftsschütze seinen Start um eine Minute verpasste. Eckardt gewann, auf sehr hohem Niveau schießend, gegen Volker Valentin 293:290. Radtke erreichte gegen die ringgleiche Gisela Kaps nach 286 Ringen ein Stechen. Gegen die zweifache Deutsche Meisterin unterlag sie dann erst mit dem zweiten Stechschuss 9:10. Im Klassement liegt Potsdam mit positiver Punktebilanz auf Platz 4. Liebenthal führt weiter vor Cottbus und Spremberg.

Frank Dombrowski