Trap-Stand

Liebe Schützenfreundinnen,
liebe  Schützenfreunde,

wir sind mit der Planung und der Genehmigung unserer geplanten Schießstandeinrichtung „Trap-Stand“ vorangekommen.

Was nun folgt ist die Realisierung:

Wir waren uns innerhalb unserer Schützengilde darüber einig, dass wir uns hierfür als Mitglieder über unseren Jahresbeitrag hinaus, unabhängig zu den nun folgenden Arbeitseinsätzen, finanziell daran beteiligen, um sowohl das Gutachten als auch die notwendigen Einrichtungen mit zu finanzieren.

Zur weiteren Sicherstellung dieser Kosten rufe ich, als Präsident unserer Schützengilde, in Abstimmung mit dem Gildevorstand jedes Gildemitglied auf, einen finanziellen Beitrag von mindestens 50,- € für unser Bauvorhaben zu leisten. Natürlich können wir unseren Mitgliedern hierfür – auf Anfrage – eine Spendenquittung ausstellen.

Herzlichen Dank
Bernd-Richard Meyer
Präsident der Schützengilde zu Jüterbog 1405 e.V.

Bankverbindung:

V+R Bank Jüterbog
IBAN: DE30 1606 2008 0001 8600 00
BIC:    GENODEF1LUK

Verwendungszweck: Trap Stand

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Déja Vu zum Auftakt in die neue Bundesliga Saison

Für einen perfekten Start sorgten die Bundesliga Luftgewehr Schützen der Jüterboger Gilde zum Auftakt in die neue Saison. Gleich am 1. Wettkampftag gab es 2 Mannschaftserfolge und wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Ost. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr sind die Ansprüche hoch. Einige Mannschaften konnten sich personell verstärken. Im Team der Jüterboger gab es geringe Veränderungen. Schon am ersten Tag zeichnete sich die Überlegenheit der Neuaufsteiger SG Löbejün ab. Mit 2 klaren 5:0 Siegen und hohen Einzelergebnissen gegen Gölzau und Halle unterstrichen sie ihre Favoritenrolle. In der Berliner Walther Arena mussten alle 8 Teams jeweils 2 Wettkämpfe bestreiten. Das Leistungsniveau an der Spitze war diesmal höher als noch vor einem Jahr. So gab es 9 Resultate von 390 und mehr Ringen.

Wie in den vergangenen Jahren gab es zu Beginn das Duell zwischen den BSB Vereinen Bötzow und Jüterbog. Hier zeichnete sich schnell die Überlegenheit der Jüterboger ab. Das Spitzenduell der an Position 1 gesetzten Schützen entschied Thomas Schulze durch einen 379:375 Erfolg über Michael Rosenau. Mara Schliemann schoss mit zwei 99 er Serien aus und erzielte mit 390 Ringen das Topergebnis im Team. Sie bezwang Rick Herrmann, der 9 Ringe weniger schoss. Im 3. Duell stand es zwischen Vanessa Liebe und Robert Bodin nach 40 Schüssen 379:379. Hier musste ein Stechschuss die Entscheidung bringen. Mit 10:9 setzte sich Liebe durch und sicherte ihrem Team den 3. Einzelpunkt. In seinem 1. Wettkampf nach der Deutschen Ordonnanzmeisterschaft zeigte Sebastian Kienast, dass er auch mit dem Luftgewehr in Form ist. Er behauptete sich gegen Christian Pawlowski klar mit 382:374. Den 5:0 Sieg machte Madeleine Asmussen perfekt. Sie hatte keine Schwierigkeiten, sich gegen Olaf Herrmann mit 385:373 durchzusetzen.

Nach einer knapp dreistündigen Pause wartete im 2. Wettkampf mit Deutschenbora ein stärkerer Gegner auf die Flämingstädter. In der Vergangenheit hatte es bei diesem Duell fast immer knappe Entscheidungen gegeben. Und auch diesmal sollte es bis zum letzten Schuss spannend bleiben. Im Topduell musste sich Thomas Schulze gegen Maxi Reuter mit 376:389 deutlich geschlagen geben. Auch Vanessa Liebe verlor trotz einer Leistungssteigerung zum 1. WK denkbar knapp gegen Janett Reuter 384:386. Seinen 2. Einzelsieg an diesem Tag errang Sebastian Kienast durch einen 379:375 über Sylvio Lenhard. Madeleine Asmussen sorgte mit einem ungefährdeten 389:375 Sieg über Emilia Draßdo für den 2:2 Ausgleich. So musste die Partie zwischen Mara Schliemann und Florian Wilfert die Entscheidung um den Mannschaftssieg bringen. Die 22-Jährige hatte sich schon nach 30 Schüssen einen 4 Ringe Vorsprung erarbeitet. Doch während bei ihr in der Abschlussserie die Zehner rar wurden, legte Wilfert noch einmal nach und schoss eine starke 99. Bloß keinen Gleichstand erzielen, werden sich beide gedacht haben. Doch am Ende hatten beide 386 geschossen und ein Stechen sollte die Entscheidung über Einzel- und Mannschaftssieg bringen. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr standen beide an gleicher Stelle zum Stechen bereit. Damals hatte sich Schliemann durchsetzen können. Mit großer Spannung verfolgten die Teamkollegen und Trainer Frank Kanzler den entscheidenden Schuss. Sie zeigte sich erneut nervenstark, schoss eine Zehn. Wilfert hingegen nur eine Acht. Nach dem 3:2 Triumph gelang den Jüterbogern damit wieder ein perfekter Start in die neue Saison.

Die Topleistung des 1. Wettkampftages erzielte Vaclav Hamann im Team von Löbejün. In seinem ersten Match erzielte der Tscheche 398 Ringe. Hinter Löbejün liegen die Jüterboger im Klassement nun auf Platz 2. Am 2. Wettkampftag in Gölzau geht es dann gegen den Spitzenreiter und die bislang sieglosen Dresdner.

Ergebnisse:

Löbejün Gölzau 05:00
Halle Dresden 05:00
Berlin Deutschenbora 02:03
Jüterbog Bötzow 05:00
Dresden Gölzau 00:05
Löbejün Halle 05:00
Deutschenbora Jüterbog 02:03
Bötzow Berlin 02:03

 

Tabelle nach dem 1. Wettkampftag:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschafts-punkte
1 SGI.-Löbejün e.V. 10 : 00 04 : 00
2 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 08 : 02 04 : 00
3 PSV Olympia Berlin 05 : 05 02 : 02
4 Schützengilde Deutschenbora 05 : 05 02 : 02
5 Giebichensteiner SGI.-Halle 05 : 05 02 : 02
6 SV Gölzau II 05 : 05 02 : 02
7 SV Bötzow 02 : 08 00 : 04
8 PSSG zu Dresden e.V. 00 : 10 00 : 04

Frank Dombrowski

KK Schützen beim Pokalschießen in Bad Belzig zielsicher

Der Kreisschützenmeister des Kreisschützenbundes Potsdam Mittelmark lud Kleinkaliber Gewehr- und Großkaliber Pistolen- und Revolverschützen zum jährlichen Pokalschießen nach Bad Belzig ein. Mit 57 Teilnehmern aus 13 Vereinen lag die Beteiligung auf dem gleichen Niveau des letzten Jahres. Mit 3 Liegendkämpfern aus Jüterbog sowie 3 Auflage- und 1 Pistolenschützen aus Luckenwalde nahmen auch wieder aktive Sportschützen aus der Region am Geschehen teil. Diese zeigten sich gut in Form. Bei angenehmen äußeren Bedingungen konnten diese 10 Pokale erkämpfen. Obwohl sich die Schützen auf starke Windböen einstellen mussten, kamen die meisten Kleinkaliber Schützen doch recht gut zurecht.

Sehr zielsicher zeigten sich die Auflageschützen aus der Kreisstadt. So gelang es Egon Valentin, sich in 2 Wettbewerben die Siegertrophäe zu erkämpfen. Im 30 Schuss Auflagewettbewerb mit Zielfernrohr verteidigte er seinen Titel aus dem Vorjahr. Bei seinen 287 Ringen steigerte er sich um 5 Ringe und verdrängte Hartmut Schulz 284 aus Werder/Havel auf den 2. Platz. Valentins Vereinskollege Hans-Joachim Mölter holte sich mit 280 Ringen den Bronzepokal. Hans-Joachim Tischler erzielte mit 240 Ringen exakt den 8er Schnitt und wurde Fünfter. Beim Schießen mit Dioptervisierung gab es für die Luckenwalder sogar einen Dreifacherfolg. Hier triumphierte Valentin mit 284 vor Mölter 272 und Tischler 242.

Auch die Liegendschützen waren kurz vor dem Start der Berliner Rangliste erfolgreich. Bei den Altersschützen musste sich Frank Dombrowski mit nur durchschnittlichen 572 Ringen dem Medewitzer Udo Wolf geschlagen geben. Dieser kam mit den sich ständig wechselnden Windbedingungen am besten zurecht. Er erzielte mit 584 Ringen das Topresultat in diesem Wettbewerb. In der Damenkonkurrenz konnte Barbara Schilling ihren Titel aus 2016 nicht verteidigen. Trotz Steigerung um 6 auf 554 Ringe, war Anne Mrosek 575 von der SGi Werbiger Heide nicht zu schlagen. Mroseks Teamkollegin Jana Schmidt sicherte sich den Pokal für den 3. Platz. Im Seniorenfeld freute sich Sigfried Zimmer, wie im vergangenen Jahr, über den Silberpokal. Immerhin konnte er 26 Ringe zulegen und übertraf mit 512 Ringen seine Zielstellung deutlich. Auch die Treffer in der Zehn hatten sich von 4 auf 14 erhöht. Den Sieg erkämpfte sich Arno Fehse aus Liesten mit 572 Ringen.

Zwei weitere Pokale holte sich der Luckenwalder Stephan Zengeler mit den Kurzwaffen. Mit der 9mm Pistole reichten 296 Ringe im größten Starterfeld des Tages zum 3. Platz. Überlegen gewann der Brücker Nico Wiesenburg mit 369 vor dem Niemegker Uwe Schemel 332. Auch in der Disziplin .357 Magnum Revolver gewann Zengeler 292 Bronze. Schemel siegte mit 354 vor dem Plauer Ingo Brämer 298. Den undankbaren 4. Platz erreichte er mit 267 Ringen dann noch im Pistolen-Wettbewerb .45 ACP.

Frank Dombrowski

Nervenstarker Sebastian Kienast erringt bei DM Ordonnanzgewehr Silber

Beim Niedersächsischen Sportschützenverband in Hannover wurden zum 4. Mal infolge die Deutschen Meisterschaften  im Ordonnanzgewehrschießen mit offener und geschlossener Visierung ausgetragen. An der zweitägigen Veranstaltung beteiligten sich 243 Schützen aus 17 Landesverbänden. Mit 14 Zulassungen brandenburgischer Starter gab es etwas weniger als 2016. Alle BSB Starter, die sich qualifiziert hatten,  traten zu ihren Wettkämpfen an. Die Jüterboger waren mit 5 Schützen bei 8 Einzel- und 2 Mannschaftsstarts wieder stark vertreten. Sie reisten wie gewohnt einen Tag vorher an und konnten ihre Waffen auf den Ständen, auf denen sie ihr Programm zu bewältigen hatten, einschießen. Außer den Flämingstädtern hatten sich Schützen aus Schöneiche, Forst und Prieros für die Titelkämpfe qualifiziert. In jeweils 9 Durchgängen kämpften die Schützen auf maximal 15 Bahnen. Bevorzugte Waffen waren das beliebte Schweden Mauser M96, das britische Enfield,  das amerikanische Springfield oder das schweizer K31 Ordonnanzgewehr. Aber auch Exoten, wie das finnische M39 und das spanische FR8, kamen zum Einsatz.

Mit dem persönlich größten schießsportlichen Erfolg gingen für den Jüterboger Sebastian Kienast die Meisterschaften zu Ende. In einem hochspannenden Endkampf im Wettbewerb mit geschlossener Visierung konnte er sich die Vizemeisterschaft erkämpfen. Schon der 20+20 Schuss Vorkampf verlief für den 32 Jährigen optimal. Sein Ziel war es, nach 2013 wieder den Endkampf der besten 6 Schützen zu erreichen. Sehr guten 186 Liegendringen ließ er 167 im Stehendanschlag folgen. Mit 353 Ringen hatte er sich zwischenzeitlich den 4. Platz gesichert. Nun begann für ihn eine lange Wartezeit, da noch ca. 90 Schützen ihren Wettkampf bestreiten mussten. Nach mehr als 6 Stunden dann die Gewissheit, sich als Fünfter mit 9 Ringen Rückstand auf den führenden Johann Wagensonner  aus Moosburg (Bayern) qualifiziert zu haben. Bei diesem Endkampf mussten 2 Serien  zu je 5 Schuss in 90 Sekunden im stehenden Anschlag geschossen werden. Die Resultate wurden den Vorkampfergebnissen hinzugefügt. Da kein Tageslicht mehr vorhanden war, musste man die elektronischen Anlagen beleuchten. Exakt zum Startkommando setzte auch noch starker Regen ein.  Schon nach der ersten 5er Serie (44) wussten auch die Mannschaftskameraden, dass hier noch alles möglich sei. Kienast war zu diesem Zeitpunkt extrem Nervenstark, begann jeweils als erster zu schießen und war auch als Erster fertig.  In der 2. Serie folgten trotz einer Fünf gute 41 Ringe. Die 85er Endkampfserie bescherte ihm 438 Gesamtringe. Er schob sich von Platz 5 auf den 2. Platz nach vorn. Bei seiner 11. DM Teilnahme in dieser DSB Disziplin, errang er nach Jan Günther`s Bronzemedaille von 1999 die beste Einzelplatzierung eines Schützen der Jüterboger Gilde. Er verbesserte auch seinen 1 Jahr alten Landesrekord um 2 Ringe. Den Titel holte sich Christian Trumpf 446 (361+85) von der bayerischen FSG Schongau. Der mehrfache Deutsche Meister Matthias Mayer  vom rheinischen Bönning Rill (354+82) erkämpfte sich die Bronzemedaille. Der nach dem Vorkampf führende Wagensonner rutschte nach einer 65er Serie und einem Stechschuss (8:10) mit dem Schmöllner Thomas Beier auf den 5. Platz zurück.

Seine zweitbeste DM Leistung zeigte Frank Dombrowski. Mit Platz 61 und 325 Ringen, hatte er sein Vorjahresresultat um 9 Ringe gesteigert. Eine unglückliche 2 zum Ende der ersten Stehendserie hatte sein Resultat doch etwas eingetrübt. Dennoch zeigte sich der erfahrene Schütze sehr zufrieden, lief es beim Stehendschießen insgesamt doch wesentlich besser als zuvor. Mannschaftsschütze Jörg Flemming zeigte in diesem Wettbewerb nur eine durchschnittliche Leistung. Während des Liegendschießens hatte er bemerkt, dass er die Brille für das Stehendschießen aufgesetzt hatte. Das brachte ihn aus dem Rhythmus. Der künftige BSB Referent für Ordonnanzgewehr kam auf 314 Ringe. In beiden Anschlagsarten hatte er doch einiges verschenkt. Mit Rang 80 platzierte er sich unmittelbar vor seinem Teamkollegen Christoph Hermann. Dieser hatte bei seiner 2. DM Teilnahme 312 Ringe erzielt. Leider rutschte ihm eine Eins beim Liegendschießen raus. Vom SV Hubertus Prieros belegte Stephan Gall mit ausgeglichenen Ergebnissen in den beiden Anschlagsarten 310 Ringe und Platz 88. Nicht so gut lief es für die Forster Schützen. Sie blieben deutlich unter ihren Erwartungen. Jörg Schröter erreichte 281 und Rang 110, Olaf Blasek 280 und Rang 112 sowie Tobias Grosser 271 mit Platz 114.

Im Mannschaftskampf erreichten die Jüterboger mit 992 Ringen unter den 23 Teams wie im vergangenen Jahr den guten 10. Platz. Meister wurde Euskirchen mit 1047. Die Forster landeten mit 832 auf Rang 22.

Bereits einen Tag zuvor gingen 124 Schützen mit offener Visierung an den Start. Hier zeigte Jörg Flemming mit seinem Schweden Mauser M38 die stärkste Leistung im Team. Obwohl liegend nicht alles klappte, schoss er doch sehr stark stehend. Er setzte alles daran, den Landesrekord des Schöneichers Winfried Tscheuschner zu knacken. Und es gelang ihm. Die erst 1 Jahr alte Bestmarke wurde um 2 auf 339 Ringe verbessert. Mit Platz 22 erzielte er seine drittbeste Einzelplatzierung bei einer DM. Tscheuschner wollte sich nur 2 Stunden später revanchieren und sich den Rekord zurückholen. Doch es blieb ihm verwehrt. Dennoch stellte er seine alte Bestmarke ein und erreichte Platz 26. Sein Teamkollege Manfred Reichel erreichte nach einer guten Leistung beim Stehendschießen 332 Ringe und Platz 37. Einen großen Sprung nach vorn machte F. Dombrowski. 20 Ringe legte er zu und erreichte mit 324 Platz 59. C. Hermann kam mit 310 Ringen auf Platz 87. Nach dem Liegendschießen sah es für den Mannschaftsschützen Sven Bakus noch recht vielversprechend aus. Doch beim Stehendschießen flogen viele seiner Schüsse ins Weiße. Er hatte sich mehr als 286 Ringe und Platz 112 erhofft.

Deutscher Meister wurde Bernhard Hilb vom hessischen SV Hadamar 431 (352+79) vor Christian Trumpf 429 (356+73) und dem Euskirchner Gregor Engbrecht 425 (350+75). Mannschaftsmeister wurde Moosburg 1026 vor Rodalben (Pfalz) 1017 und Euskirchen 1017. Für die Jüterboger 949 hatte es hier nur zum 15. Platz gereicht.

Für mentale Unterstützung und gute Stimmung im Brandenburger Team sorgten auch wieder  mitgereiste Partnerinnen einiger Schützen. Ein herzliches Dankeschön geht hier an Christine Tscheuschner, Kerstin Reichel und Barbara Schilling.

Frank Dombrowski

Jüterboger Schützen beim Sanssouci Pokal mit Einzelerfolgen – Sabine Radtke schießt mit der Luftpistole Spitzenleistung

Die Schützengilde zu Potsdam veranstaltete zum 29. Mal den traditionellen Sanssouci Pokal. In diesem Jahr hatte der Veranstalter 4 olympische- und 5 Breitensportdisziplinen für Druckluft- und Kleinkaliberwaffen ausgeschrieben. Schützen aus 30 Vereinen, die u.a. in Brandenburg, Sachsen und Berlin organisiert sind, gingen 238 Mal an den Start. Für die Jüterboger Gilde traten 5 Schützen in 2 Wettbewerben an die Feuerlinie. Aber auch Schützen aus Petkus und Luckenwalde ließen es sich nicht nehmen, am Geschehen teilzunehmen. In vielen Wettbewerben wurden erstmals offene Altersklassen geführt, da in den vergangen Jahren in verschiedenen Klassen nur wenige Starter zu verzeichnen waren.

Für die Topleistung im Team der Jüterboger sorgte Sabine Radtke mit der Luftpistole. Im 30 Schuss Auflage Wettbewerb erreichte sie fast unglaubliche 297 Ringe. Nach Serien von 98, 99 und 100 verbesserte sie ihre persönliche Bestmarke um 1 Ring. Sie setzte sich gegen Bianka Geißmar 293  aus Götz und die Vorjahressiegerin Susanne Robakowski 282 aus Medewitz durch. Leider wurde ihre Leistung nicht in die Wertung „Bester Breitensportler“ aufgenommen, da es in der Damen Altersklasse kein Limit zur Deutschen Meisterschaft gibt. Im gleichen Wettbewerb der Senioren C (ab 72 Jahren) landete der Kreisstädter Bodo Schneider, der in Potsdam in 4 Wettbewerben antrat, mit 264 Ringen auf Rang 8. Hier siegte der Auflagespezialist Norbert Klempert von PSV Olympia Berlin mit 293 Ringen.

Zu weiteren Erfolgen kamen die Liegendkämpfer. Jugendschütze Benedikt Crncic verteidigte seinen Titel aus 2016 und konnte sich sogar um 19 Ringe steigern. Trotz guter 556 Ringe blieb er leicht unter seinen Erwartungen. Trainer Manfred Henkel bemerkte im ersten Wettkampf nach der Deutschen Meisterschaft einige Fehler. Da doch einige Treffer in der Sieben und Acht einschlugen, erreichte er nicht die gewohnten Serien um die 95er Marke. Bei den Altersschützen erreichte Frank Dombrowski seine bislang beste Leistung bei diesem Pokalschießen. Mit 582 Ringen behauptete er sich gegen den Medewitzer Udo Wolf 577 und Ines Benitz 574 aus Deutschenbora. Knapp unter seiner persönlichen Bestleistung blieb Christoph Hermann. In der offenen Schützenklasse erzielte der Petkuser 575 Ringe und belegte hinter Anne Mrosek 581 aus Medewitz den 2. Platz. Alexander Flemming sicherte sich mit 573 den 3. Platz. Nach nicht optimalem Start steigerte sich Barbara Schilling deutlich und wurde mit 564 Fünfte. Das größte Starterfeld gab es bei den Senioren. Hier verpasste Helmut Fahlenberg mit einer 88er Serie einen guten Start. Er konnte sich aber im Verlauf stabilisieren und Serien im mittleren 90er Bereich erzielen. Seine 562 Ringe reichten zum 5. Platz. Große Probleme beim visieren hatte Jörg Flemming. Er musste sich mit wechselnden Lichtverhältnissen auf der Scheibe auseinandersetzen. So sanken die Resultate von Serie zu Serie. Mit, für ihn enttäuschenden, 551 Ringen reichte es nur zum 8. Platz. Siegfried Zimmer, der Oldie im Feld, kam mit respektablen 520 Ringen auf den 10. Platz.

Den einzigen Titel für die Kreisstadt gewann Klaus Blau. Der Senior entschied den Wettbewerb mit der KK Sportpistole für sich. Für die Luckenwalder Gilde holte Bodo Schneider 236 mit der KK Pistole im Auflage Wettbewerb seiner Altersklasse den 3. Platz. Auch mit dem Luftgewehr 284 zeigte er sein Können. Bei starker Konkurrenz reichte es zum 9. Platz beim Auflageschießen. Mit überragenden 300 Ringen gewann der Bernauer Wolfgang Plietzsch diesen Wettbewerb. Im KK Gewehr Auflagewettbewerb erzielte Schneider 268 und kam auf Platz 8. Altersschütze Jens Jürgen 243 erreichte im gleichen Wettbewerb Rang 5. Dirk Schommert errang im 60 Schuss Wettbewerb mit der Sportpistole die Silbermedaille hinter dem Potsdamer Alexander Kade. Beim freihändigen KK Pistolenschießen kamen die Kreisstädter Thoralf Strasen und D. Schommert auf die Plätze 4 und 6. Weiter für Luckenwalde erzielten: Luftgewehr Herrenklasse 7. Platz Fabian Henze 369 Ringe, Luftgewehr-Auflage 5. Platz Jens Jürgen 287 Ringe.

Frank Dombrowski

Jugendschützen bei Deutschen Meisterschaften in München

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften kämpften in der Bayerischen Landeshauptstadt auch 4 Jugendschützen der Jüterboger Gilde. Diese hatten sich über die Landestitelkämpfe in Frankfurt/Oder 5 Startplätze mit Luft- und Kleinkalibergewehr gesichert.

Für den Wettbewerb KK Gewehr 3×20 hatte sich Benedikt Crncic in vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen gut vorbereiten können. Trainer Manfred Henkel gab für den wichtigsten Wettkampf des Jahres noch einmal wertvolle Hinweise und eine Zielstellung. Nach zuletzt einigen Schwächen beim Knieendschießen startete der 15 Jährige mit 178 Ringen sehr gut in den Wettkampf. Doch nach dem Umbau zum Liegendschießen zeigten sich doch größere Probleme bei der Anschlagsfindung. Zwei Achten trübten die erste Serie doch mächtig ein. Da er auch nur eine Zehn traf, waren dort nur 89 Ringe zusammengekommen. Im Anschluss daran erreichte er trotz einer weiteren Acht überdurchschnittliche 97 Ringe. Beim abschließenden Stehendschießen rutschte ihm in jeder Serie eine Sechs heraus. Dennoch erreichte er mit 88 und 87 Ringen ein ordentliches Resultat in dieser Anschlagsart. Mit 539 Gesamtringen hatte er die Vorgabe des Trainers klar erfüllt. Am Ende lag er mit Platz 27 im Mittelfeld der 53 Teilnehmer starken Konkurrenz. Hier sind in nächster Zeit sicher noch Steigerungen möglich. Auch wird er alles daran setzten, sich für die nächste Saison im Liegendkampf zu behaupten. Diesmal hatte ihm nur ein Ring zur DM Teilnahme gefehlt. Den Titel gewann Tom Barbe vom hessischen SV Goddelsheim mit überragenden 581 Ringen und deutlichem Abstand von 13 Ringen zum Zweitplatzierten Marvin Ott (Rot-Weiß-Schützen-Franken).

Für 3 DM Starts hatte sich Maria Antonia Kanzler qualifizieren können. Im 60 Schuss KK Liegendkampf belegte sie mit 569 Ringen den 49. Platz. Durch konstante Serien zwischen 94 und 97 Ringen erzielte sie exakt die DM Norm dieses Jahres. Mit 6 nacheinander folgenden Treffern in der Zehn schoss sie den Wettkampf mit einer 97er Serie aus. Eine wirklich gute Leistung, wenn man bedenkt, dass sie erst in diesem Jahr mit dem Liegendschießen begonnen hat. Bei extrem starker Konkurrenz reihte sie sich ins hintere Mittelfeld ein. Den Sieg erkämpfte Jolina Ottenjann mit 591 Ringen aus dem westfälischen Emsdetten.

Erstmals hatte sich eine Jugendmannschaft aus der Flämingstadt mit dem Luftgewehr für München qualifiziert. Doch hier war schnell klar, dass mit durchschnittlichen Ergebnissen nichts zu holen ist. Maria Kanzler zeigte mit 382 Ringen eine solide Leistung. Doch 2 schwächere Serien (93 und 94) ließ sie im Klassement abrutschen. In einem mit 141 Starterinnen sehr großen Feld, erreichte sie Platz 73. Bei ihrer ersten DM Teilnahme hatte Annett Funke anfangs noch Probleme. Das Trefferbild zeigte in der 1. Serie 4 Achten und viele Hochschüsse. Erst im weiteren Verlauf stabilisierte sie ihren Stehendanschlag und erreichte 373 Ringe.  Das reichte für Platz 127. Mit fantastischen 399 Ringen holte sich Anna Janßen von der SSG Kevelaer die Goldmedaille. Mannschaftsschütze Julian Anders hatte in seiner Klasse nur 40 Konkurrenten. Doch er zeigte nur zu Beginn mit 97 und 96 Ringen eine gewohnt starke Leistung. Als er mit 2 Achten und einer unterdurchschnittlichen 92er Abschlussserie den Wettkampf beendete, standen nur 378 Ringe im Protokoll. Hier hatte sich Trainer Frank Kanzler sicher mehr als Platz 27 erhofft. Mit nur 6 Ringen mehr wäre er schon unter den besten Zehn gelandet. Dominik Fischer von der SSG Mittelbayern siegte mit 393 Ringen.

Im Mannschaftskampf mussten sich die Jüterboger mit Platz 21 zufriedengeben. Bei erzielten 1133 Ringen fehlte doch so einiges. Titelträger wurde der SSV Kronau mit 1176 Ringen.

Maria Kanzler startete dann noch für den SV Werder/Havel im Wettbewerb Luftgewehr Dreistellungskampf. Hier erreichte sie mit 580 Ringen Platz 61. In einem sehr großen Feld von mehr als 100 Starterinnen setzte sich Alisa Zirfas vom bayerischen SV Eichenlaub Maria Steinbach mit unglaublichen 599 Ringen durch.

Trainer Kanzler konnte sich zum Schluss der DM aber noch über eine Bronzemedaille freuen. Seine Schülermannschaft aus Werder/Havel erkämpfte mit Joline Ziegert, Marie Blasek und Svenja Graßmann mit 569 Ringen hinter den ringgleichen Rot-Weiß-Schützen-Franken und PSS Inden/Altdorf (je 574) den 3. Platz. Überragend war die Leistung von Joline Ziegert. Ihr fehlte mit 195 Ringen in der Einzelwertung nur 1 Ring auf Bronze. So errang sie unter 199 Schülerinnen den undankbaren 4. Platz. Wenige Tage zuvor hatten Ziegert und Graßmann für den Brandenburgischen Landesverband mit ihren Luftgewehr Resultaten zum Sieg des RWS Shooty Cups beigetragen.

Frank Dombrowski

Mauritiusorden 1. Stammkompanie

Am 02.09.2017 veranstaltete die 1. Stammkompanie ihr traditionelles Schießen um den Mauritiusorden. 14 Mitglieder fanden sich bei schönstem Wetter auf der Schießsportanlage Damm ein.

Neben dem sportlichen Wettkampf wurde Leckeres vom Grill, Kaffee und Getränke geboten. Hier gilt besonders Otto Baer und Kompaniechef Klaus Jannasch für die Vorbereitung und die Durchführung ein herzliches Dankeschön.

Geschossen wurde mit dem Suhler KK-Gewehr M150 auf 50 m sitzend aufgelegt. Jeder Schütze hatte 13 Schuss, von denen die schlechtesten 3 gestrichen wurden. 11 Schützen traten an die Feuerlinie. Gewohnt sicher präsentierte sich einer der vielseitigsten Schützen der Gilde, Kompaniechef Klaus Jannasch, und er legte 91 von 100 möglichen Ringen vor. Danach trat der Sieger der Jahre 2015 und 2016, Michael Schoppe, an die Feuerlinie und man merkte, er wollte auch dieses Jahr ein Wörtchen bei der Vergabe des Mauritiusordens mitreden. Er erzielte 92 Ringe und lag damit knapp vor Klaus Jannasch. Doch auch Ralf Schulze, der mit seinen diesjährigen Schießergebnissen nicht so richtig zufrieden sein konnte, wollte hier zeigen, was er leisten kann. Mit 94 Ringen ließ er Michael Schoppe hinter sich. Zum Schluss wurde es nochmal spannend. Thomas Maluschke erzielte ein tolles Trefferbild, leider leicht linksoben vom Zentrum. Hier hätte es für die 3 führenden Schützen nochmal eng werden können. Insgesamt war die Leistungsdichte recht hoch und alle Schützen doch recht zufrieden mit den erreichten Ergebnissen:

1.      Ralf Schulze 94 Ringe
2.      Michael Schoppe 92 Ringe
3.      Klaus Jannasch 91 Ringe
4.      Hans-Peter Neumann 89 Ringe
5.      Thomas Maluschke 87 Ringe
6.      Gerhard Schulze / Kristian Friedrich 85 Ringe
7.      Otto Baer 81 Ringe
8.      Klaus Friedrich 79 Ringe
9.      Martin Lehmann 78 Ringe
10.  Eberhard Kaschel 64 Ringe

Solche Veranstaltungen stärken den Zusammenhalt innerhalb der Kompanie und es wäre schön, wenn noch mehr Mitglieder daran teilnehmen würden. Übrigens findet am 30. September 2017 wieder das Schießen um den Mauritiuspokal statt. Diesmal für alle Mitglieder der 1. Stammkompanie und deren Partner. Wir bitten um rege Teilnahme.

Rückmeldungen bitte an Klaus Jannasch Tel. 03371 637360 oder 0174 6686946

Ralf Schulze

Einzelerfolge beim Berlin Cup

Eine Woche vor den in München stattfindenden Deutschen Meisterschaften veranstaltete der PSV Olympia den Berlin Cup. Bei diesem Schießsportwettkampf, der in Vorbereitung auf die DM genutzt wurde, konnten noch einmal Fähigkeiten ausgebaut und Schwächen beseitigt werden. In die Walther Arena nach Alt Glienicke kamen Schützen aus 28 Vereinen. Diese beteiligten sich mit 135 Starts. In 3 Gewehr- und 5 Pistolendisziplinen kämpften die Schützen um Sachpreise und Urkunden.  Mit 8 Aktiven nahmen auch die Jüterboger am Geschehen teil. Hier kämpften vor allem die Jugendschützen, die sich in den Druckluft- und Kleinkaliberdisziplinen qualifiziert hatten.

Maria Kanzler konnte sich mit dem Luftgewehr behaupten. In der Jugendklasse, diesmal für den gastgebenden Verein startend, siegte sie mit 380 Ringen vor Annett Funke  370 (Werder/Havel). Kanzler, hat bei den kommenden Deutschen Meisterschaften ein großes Programm zu bewältigen. Neben Luftgewehr und Luftgewehr Dreistellungskampf, wird sie auch im KK Liegendkampf antreten. Julian Anders, der für Werder/Havel startete, setzte sich mit 380 Ringen gegen Benedikt Crncic 376 durch. Im Wettbewerb der Damen Altersklasse errang Birgit Ziegert mit 346 Ringen den 3. Platz. Birgit Rosenkranz aus Dresden sicherte sich mit 371 Ringen den Titel vor Sybille Loose 362 vom SV Estedt.

Crncic hatte an diesem Tag das größte Programm abzuarbeiten. Mit dem KK Gewehr traf er beim Dreistellungskampf 528 Ringe. In dieser Disziplin hatte er sich für die DM qualifiziert. Hier gab es vor allem beim Knieendschießen (162) noch Reserven. Hinter dem Gölzauer Jonas Bongartz 557 belegte Crncic Rang 2.

Im KK Liegendkampf siegte Crncic mit guten 570 Ringen, genau dem Resultat, welches er bei den Landesmeisterschaften für die DM Qualifikation benötigt hätte. Doch damals hatte nur 1 Ring gefehlt. In der Damenklasse freute sich Barbara Schilling mit 564 Ringen über den 2. Platz. Nach schwierigem Start, zeigte sie mit 96, 95 und 97 gute letzte Serien. Caroline Böhme vom SV Schwanebeck verteidigte ihren Titel mit 586 Ringen. Platz 3 erkämpfte Daniela Martens 559 vom gastgebenden Verein. In der Herrenklasse erzielte der Petkuser Christoph Hermann sein zweithöchstes je geschossenes Ergebnis. Starke 573 Ringe brachten ihn auf den 4. Platz. In überragender Form zeigte sich Enrico Friedemann vom PSV Olympia. Er gewann mit 597 von 600 möglichen Ringen vor dem Schwanebecker Andre Böhme 592 und Hendrik Martens 577 (PSV Olympia). Das größte Starterfeld gab es in der gemischten Alters-und Seniorenklasse. Hier erreichte Frank Dombrowski die Topleistung im Team. Nach 97, 96, 99, 98, 96 und 97 standen 583 Ringe im Protokoll. Bei starker Konkurrenz hatte es nur zum 8. Platz gereicht. Jörg Flemming, der mit einer 90er Startserie den Anfang regelrecht verpasste, landete mit 569 Ringen auf Platz 13. Relativ konstante Zehnerserien zwischen 83 und 87 bescherten Siegfried Zimmer gute 511 Ringe. Der mit 85 Jahren älteste Starter im Feld belegte den 14. Platz.

Frank Dombrowski

Frank Kanzler ist Landesschützenkönig

Der Brandenburgische Schützenbund veranstaltete sein jährlich stattfindendes Königsschießen in diesem Jahr am Landesleistungsstützpunkt in Frankfurt/Oder. Hier wurden die Königshäuser im freihändigen und aufgelegten Anschlag ermittelt. Während 36 Vereins- und Kreiskönige in den freihändigen Anschlägen mit Luftgewehr und Luftpistole kämpften, gingen 27 Auflagekönige an den Start. Die Teilnehmerzahl lag etwas niedriger als beim letztjährigen Schießen in Jüterbog. Alle Starter mussten ein 20 Schuss Programm auf elektronische Scheibenanlagen bestreiten.

Nachdem die Jüterboger Gilde schon im letzten Jahr durch Heinz Krüger einen Landeskönigstitel beim Auflageschießen erringen konnte, schaffte es Luftgewehrschütze Frank Kanzler, sich den Titel des Landesschützenkönigs  2017  zu holen. Mit 20 Startern gab es hier das größte Teilnehmerfeld. Kanzler setzte sich mit einem 28,0 Teiler gegen Bernd Reichenbach 43,8 T aus Golßen (1. Ritter) und Wilfried Herrmann 91,3 T aus Finsterwalde (2. Ritter) durch. Der Jüterboger Jugendtrainer war an diesem Tag sehr zielsicher. Selbst sein zweit- und drittbester Schuss hätten zum Titelgewinn gereicht. Er übernahm die Königskette vom letztjährigen König Alexander Kade aus der Landeshauptstadt. Nach 1999 hatte es Kanzler zum 2. Mal geschafft, sich diesen Titel zu erkämpfen.

Der Kreisschützenbund Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt war beim Schießen um die Landesschützenkönigin durch Mandy Kanzler vertreten. Die Kreiskönigin hatte mit einem guten 53,3 T den 5. Platz erkämpft. Landesschützenkönigin wurde Regina Martin-Trefz aus Neuenhagen mit einem 32,6 T. Sie verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. 1. Dame wurde Christin Fank 36,4 T vom KSB Oberhavel vor Elke Bischoff 46,8 T vom KSB Spree-Neiße/Cottbus.

Beim Auflageschießen reichte es diesmal für Heinz Krüger nicht, um sich im Vorderfeld zu platzieren. Sein bester Schuss war ein 101,1 T. Das reichte zum 12. Platz. Neuer Auflage-König wurde der Potsdamer Erhard Kloth. Der Pistolenschütze und Schatzmeister des KSB TF/P-Stadt erzielte einen 5,1 T. Das Auflage Königshaus komplettierten Wolfgang Zehmke 10 T aus Fürstenberg und Heinz Dieter Stahn 12,3 T vom Elbe Elster Schützenkreis. Landes Auflagekönigin wurde Ilona Schütze 18,4 T vom KSB Oberspreewald Lausitz. Hier belegte die Seniorin Helga Boge 60,4 T für die Jüterboger Gilde den 7. Platz.

Im Anschluss an das Schießen fand die Proklamation der Königshäuser statt. Blumen, Sachpreise, Medaillen, Schützenscheiben und Königsketten wurden überreicht.

Frank Dombrowski

Frankfurter erzielt Topleistung beim Mauritiuspokal

Nur eine Woche nach dem vom Kreisschützenbund veranstalteten Bürgermeisterpokal war der Schießstand der Jüterboger Gilde erneut Wettkampfstätte für erstklassigen Schießsport. Diesmal kämpften die Schwarzpulverschützen bei der 11. Ausgabe des Mauritiuspokales um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Verantwortlichen um Initiator Wolfgang Gast und Sportleiter Frank Dombrowski konnten sich bei angenehmen äußeren Bedingungen erneut über ein erlesenes Teilnehmerfeld freuen. So waren wieder 3 ehemalige Weltmeister am Start. Der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2015 wurde eingestellt. In diesem Jahr traten 30 Gewehr- und 33 Pistolenschützen an die Feuerlinie. Unter den 13 teilnehmenden Vereinen waren erstmals Schützen des niedersächsischen SV Langenforth am Start. Aber auch eine große Zahl Perkussionsschützen aus der Hauptstadt und Schützenfreunde vom polnischen K.S. Strzelec Zielona Gora ließen es sich nicht nehmen, erneut beim traditionsträchtigen Event dabei zu sein. Die Frankfurt Gilde und die Lützowschen Jäger stellten mit je 8 Starts noch vor den Gastgebern (7) das größte Aufgebot. Bei idealen äußeren Bedingungen gab es in diesem Jahr deutlich höhere Resultate als 2016.

Für die Topleistung des Tages sorgte der Frankfurter Lutz Rechtenbach. Der Referent für Vorderlader des Brandenburgischen Schützenbundes erzielte mit dem Perkussionsgewehr überragende 147 Ringe. Nur 3 seiner 15 Schüsse landeten in der Neun. Er verpasste den Standrekord, den die Topschützin Tordis Arlett Nitsch im Jahr 2011 erzielte, nur um einen Ring. Der Senior hatte sich bereits 2007 beim ersten Mauritiuspokal den Titel geholt. Damals hatte er schon gute 146 Ringe erzielt. Sein Vereinskollege Klaus-Dieter Schilling, der selbst im Jahr 2008 Titelträger war, kam auf 142 Ringe und erkämpfte den 2. Platz. Hart umkämpft war der 3. Platz. Hier erreichten  die Langenforther Rudolf Matschke und der zweimalige Sieger Wilfried Kretschmer je 139 Ringe. Matschke sicherte sich den Bronzepokal, da er 2 Mal öfter die Zehn traf. Bei sehr hoher Leistungsdichte folgten Zbigniew Kurpiel 138 vom K.S. Strzelec, Rico Schulze 137 aus Sonnewalde, Ralf Thiem 137 Frankfurt/Oder,  Sören Venske 135 aus Götz und Henri Nitschke 135 aus Frankfurt/Oder. Bester Jüterboger war Heinz Krüger. Der erfolgreichste Schwarzpulverschütze der Flämingstadt hatte sich jedoch etwas mehr erhofft. Bei erzielten 132 Ringen gab es keine großen Ausreißer, doch traf er das Zentrum nur 2 Mal. Frank Leis hatte sich zum letzten Jahr um 5 Ringe steigern können und mit 130 Ringen den 12. Platz erkämpft. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Gast belegte mit 120 Ringen Platz 18. Sein Mannschaftskollege Klaus Jannasch, der im Vorfeld viele Trainingseinheiten absolvierte, erzielte einen Ring weniger und kam auf Platz 20. Bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Event verbesserte sich Gerald Kaplick (21. Platz) deutlich. Um 26 auf 118 Ringe ging es hinauf. Im hinteren Feld schossen der Luckenwalder Bodo Schneider 73 und Eberhard Kaschel 70 Ringe.

Ihren 6. Mannschaftstitel errangen die Schützen aus der Oderstadt. Mit 419 Ringen hatten sie großen Vorsprung vor dem SV Langenforth 395 und den Götzer Bergschützen 390. Hinter den Schützen aus Zielona Gora 386 kamen die Gastgeber 371 auf Platz 5 vor dem PSV Olympia 360 und Lützowsche Jäger 336.

Beim Pistolenschießen zeichnete sich eine ähnliche hohe Leistungsdichte an der Spitze des Feldes ab. Hier konnte sich Ex-Weltmeister Wilfried Kretschmer, der schon 2014 und 2015 erfolgreich war, erneut durchsetzen. Mit 140 Ringen verdrängte er seinen Mannschaftskollegen Maik Mießner, der zum ersten Mal hier am Start war. Mießner erzielte 138 Ringe. Genauso viel schoss der Weltmeister von 2012 in dieser Disziplin, Damian Cal. Doch der Langenforther hatte die Zehn einmal mehr getroffen und sich so Silber gesichert. Über Sachpreise konnten sich Krzyzstof Kuchnio 137 K.S. Strzelec, Frank Stübler 136 vom PSV Olympia, Thomas Konegen 136 SV Lichtenrade, Christian Zielke 135 und Gerhard Schlink 133 (beide Frankfurt/Oder) freuen. Für die SG Luckenwalde erreichte Bodo Schneider 86 Ringe. Der Senior kam auf Rang 31. Gleich hinter ihm platzierte sich der einzige Jüterboger Pistolenschütze Frank Leis mit 82 Ringen.

Die Langenforther siegten im Teamwettbewerb mit 409 Ringen vor Frankfurt/Oder 399 und dem SV Lichtenrade I  398. Weiter folgten: 4. Lützowsche Jäger 377, Nordberliner Schützengemeinschaft 358, K.S. Strzelec 353 und SV Lichtenrade II  323.

Fast alle Teilnehmer waren bis zur Siegerehrung geblieben. Neben den erfolgreichen Schützen wurden auch die niedrigsten Leistungen prämiert. Der Verein mit der weitesten Anreise erhielt vom Vereinsvorsitzenden eine Flasche Sekt. Kurz nach der Siegerehrung bedankten sich viele Schützen für die perfekte und reibungslose Organisation des Wettkampfes. Man freue sich schon auf das nächste Jahr.

Frank Dombrowski