Ostdeutsche Meisterschaft Bogen

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 Schützengilde zu Jüterbog 1405 e.V. bei den Ostdeutschen Meisterschaften
Am 01. September fanden die diesjährigen Ostdeutschen Meisterschaften im Bogenschießen auf der Bogensportanlage in Glindow statt. Unsere Gilde war dabei mit fünf Startern vertreten. Für die in den Schülerklassen startenden Maurice Stürzebecher und Luis Bär war es das erste große Turnier an dem sie teilnahmen. Maurice erreichte dabei einen guten dritten Platz in der Klasse Blankbogen Schüler B.
Xuefang Leis die in der Disziplin Blankbogen Damen startete erreichte den ersten Platz mit 64 Ringen Vorsprung zur zweitplatzierten.
Spannend wurde es bei den Herren Recurve. Dort lag Daniel Schilo nach dem regulären Wettkampf auf Platz 4 und musste ins Finalschießen der besten acht Herren. Dabei müssen die Teilnehmer im K.O. System gegeneinander antreten um die Platzierungen auszuschießen. Nach drei Finalschießen konnte er sich dann den 3. Platz sichern.

Frank Leis

Trap-Stand

Liebe Schützenfreundinnen,
liebe  Schützenfreunde,

wir sind mit der Planung und der Genehmigung unserer geplanten Schießstandeinrichtung „Trap-Stand“ vorangekommen.

Was nun folgt ist die Realisierung:

Wir waren uns innerhalb unserer Schützengilde darüber einig, dass wir uns hierfür als Mitglieder über unseren Jahresbeitrag hinaus, unabhängig zu den nun folgenden Arbeitseinsätzen, finanziell daran beteiligen, um sowohl das Gutachten als auch die notwendigen Einrichtungen mit zu finanzieren.

Zur weiteren Sicherstellung dieser Kosten rufe ich, als Präsident unserer Schützengilde, in Abstimmung mit dem Gildevorstand jedes Gildemitglied auf, einen finanziellen Beitrag von mindestens 50,- € für unser Bauvorhaben zu leisten. Natürlich können wir unseren Mitgliedern hierfür – auf Anfrage – eine Spendenquittung ausstellen.

Herzlichen Dank
Bernd-Richard Meyer
Präsident der Schützengilde zu Jüterbog 1405 e.V.

Bankverbindung:

V+R Bank Jüterbog
IBAN: DE30 1606 2008 0001 8600 00
BIC:    GENODEF1LUK

Verwendungszweck: Trap Stand

Gastgeber dominieren Kreismeisterschaften Ordonnanzgewehr

Bei der Jüterboger Gilde wurden die diesjährigen Kreistitelkämpfe Ordonnanzgewehr 100 m und Großkaliber Pistole Präzision 25 m veranstaltet. Für den KSB war es die zweite Großveranstaltung in diesem Jahr nach dem Bürger-Meister-Pokal im August. Mit 64 Gewehr- und 13 Pistolenschützen aus 7 Vereinen des Kreisschützenbundes lag die Beteiligung unter der des Vorjahres. Die Verantwortlichen hatten sich für die Ausrichtung dieser Meisterschaften entschieden, da besonders in Teltow Fläming viele Ordonnanzschützen lange Zeit auf Wettkämpfe warten mussten. Die Gastgeber waren mit 33 Starts so oft vertreten, wie kein anderer Verein. Neben den klassischen 20+20 Disziplinen wurde natürlich auch aufgelegt mit offener und geschlossener Visierung geschossen. Die Jüterboger waren erwartungsgemäß sehr erfolgreich. In 10 der 16 Einzelkonkurrenzen holten sie die Titel. Hier gewann Frank Dombrowski als erfolgreichster Teilnehmer dieser KM bei seinen 5 Starts 4 Titel.

Nur wenige Wochen nach den Deutschen Meisterschaften wollte Sebastian Kienast noch einmal zeigen, dass die Silbermedaillen von Hannover kein Zufall waren. Bei sehr angenehmen äußeren Bedingungen störte nur die tief stehende Sonne, die fast alle Schützen blendete und ein beobachten der Schüsse durch das Spektiv deutlich erschwerte. Kienast, der diesmal im Wettbewerb mit Diopter Visierung in der Herren I Klasse (ab 21 Jahre) antrat, zeigte erneut eine überragende Leistung. Nach gewohnt gutem Liegendanschlag (182) folgte ein unglaubliches Stehendschießen. Mit u. a.  6 Treffern in der Zehn und 9 in der Neun erreichte er 180 Ringe. Das gelang ihm bisher nur einmal. Bei den Vereinsmeisterschaften vor 7 Jahren als er seine pers. Bestleistung von 365 Ringen aufstellte. Diesmal kamen 362 Ringe zusammen, sein zweitbestes je erzieltes Ergebnis. Mit dieser Leistung lag er 9 Ringe über der des aktuellen Deutschen Meisters. Dombrowski, der sich im Vergleich zur DM deutlich steigern konnte, siegte mit 336 in der Herren II Klasse (ab 41 Jahre) vor seinem Vereinskollegen Manfred Langner 304 und Mark Koschnick aus Ludwigsfelde 296. Mit offener Visierung setzte sich Dombrowski mit 331 vor der Rangsdorferin Daniela Britze 286 und Jürgen Alf 246 aus der Landeshauptstadt durch. Alexander Baumer vom PSV Zossen entschied die Herren I mit 289 für sich.

Die größten Teilnehmerfelder gab es beim 30 Schuss Auflageschießen. Über Kimme und Korn siegte Kienast 262 in seiner Klasse auch hier. Dombrowski 276 setzte sich gegen seinen Teamkameraden Markus Krawez 274 und den Zossener Torsten Kühne 253 durch. In der Senioren I Klasse gab es einen Dreifacherfolg für die Flämingstädter. Thomas Malluschke 270 wurde Kreismeister vor Hendrik Papenroth 261 und Ralf Schulze 260. Für Ludwigsfelde gewann Wolfgang Heinze den Titel in der Senioren III Klasse. Mit 270 Ringen erzielte er exakt den Neuner Schnitt und verdrängte den Jüterboger Klaus Jannasch 267 und den Potsdamer Jürgen Rückert 256 auf die Plätze. Eine hohe Leistungsdichte und knappe Entscheidungen gab es bei den Senioren mit offener Visierung. So behielt Ralf Schulze in der Senioren I (ab 51 Jahre) mit 255 die Oberhand vor den Rangsdorfern Raik Pankrath 254, Raik Britze 254 und Daniela Britze 253. In der Senioren III (ab 66 Jahre) gab es ein ähnliches Bild. Hans Joachim Heinze vom gastgebenden Verein lag mit 264 Ringen knapp vor Jürgen Rückert 263 und dem ringgleichen Klaus Jannasch. Die Damenkonkurrenz entschied Barbara Schilling, die als Hauptkampfrichterin bei dieser KM tätig war, mit guten 267 Ringen vor Yvonne Heise 188 für sich. Das höchste Resultat in diesem Wettbewerb erzielte Stephan Schwarz aus Ludwigsfelde mit 274 in der Herren II vor Krawez 269 und Dombrowski 268. Den einzigen Titelgewinn für Rangsdorf holte sich Garo Issa 254 in der Herren I Klasse.

Im beidhändigen Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision hatte Dombrowski im größten Starterfeld mit 271 Ringen deutlichen Vorsprung auf Sebastian Lindner 250 aus Potsdam und Nicolas Salchow 243 vom PSV Zossen. Der Ludwigsfelder Norton Höppner siegte mit 244 in der Herren III. Karl-Heinz Berger 274 vom PSV Zossen gewann Gold bei den Herren IV (ab 61 Jahre). Ende Oktober finden an gleicher Stelle die Titelkämpfe im Kleinkaliber 100 m Auflageschießen mit Diopter und Zielfernrohr, Selbstladegewehr aufgelegt und Großkaliber Gewehr aufgelegt mit Zielfernrohr statt.

Frank Dombrowski

Bundesliga-Schützen starten mit Erfolg in die neue Saison

Nach 21 Monaten coronabedingter Bundesliga Pause, begann nun endlich für die Luftgewehrschützen der Jüterboger Gilde die neue Saison in der 2. Bundesliga-Ost. Nach dem sehr guten 3. Platz in der Saison 2019/2020 möchte man natürlich wieder vorn mitmischen. Schließlich hatte man im Abschlusswettkampf der damaligen Saison dem späteren Sieger aus Halle die einzige Niederlage beibringen können. Austragungsort war die Walther Arena des PSV Olympia Berlin. Für den ersten Wettkampf kamen alle 8 Teams nach Alt-Glienicke. Während an den folgenden 3 Wettkampftagen jeweils 2 Begegnungen auf dem Plan stehen, musste beim Auftakt nur einmal an die Feuerlinie getreten werden. Gegner der Flämingstädter waren die Dresdener Schützen. Hier hatte Trainer Frank Kanzler bereits im Vorfeld bemerkt, dass die Sachsen sehr gut aufgestellt waren und nicht zu unterschätzen seien. Die 5 Einzelbegegnungen ergaben sich wie gewohnt nach der von den Trainern gemeldeten Setzliste.

Hier standen sich an Position 3 Sebastian Kienast und Anna Maria Trischberger gegenüber. Während Kienast seiner Gegnerin nach 20 der 40 Wertungsschüsse bereits 4 Ringe abgenommen hatte, legte diese dann deutlich zu. Der Jüterboger war nach 25 Minuten wie so oft als erster Schütze fertig, hatte aus dem Kalten ohne Trainingseinheiten tolle 389 Ringe hingelegt. Als Trischberger die 3. Serie mit 99 abschloss und sich scheinbar auf die Zehn eingeschossen hatte, bemerkte der Jüterboger zu Sportleiter Frank Dombrowski „glaube es könnte zum Stechen kommen“, der die gleiche Vorahnung hatte. Bis zum letzten Schuss lag die Dresdnerin mit einem Ring vorn, doch sie schoss eine Neun, was ihr den Gleichstand bescherte. Vor dem Stechen blickte man aber gespannt auf die Resultate der Teamkollegen. Alexander Schröder hatte sich an Position 5 den ersten Jüterboger Punkt gesichert. Im Duell gegen Elke Frohberg gab es einen klaren 376 zu 369 Erfolg. Mit einer optimalen 10,9 (Teiler 8) beendete er seinen ersten Wettkampf in dieser Saison. An 2 gesetzt, musste Joline Ziegert gegen Jessica Grafe antreten. Hier sah es lange nach einer knappen Entscheidung aus. Mit 98 und 99 optimal gestartet, klappte in der 3. Serie überraschend fast gar nichts mehr. Mit einer Acht beendete sie die schwache 91er Serie. Während Grafe ihren hohen Schnitt im gesamten Verlauf halten konnte, kam Ziegert mit starken 99 zurück. Doch es hatte nicht mehr gereicht. Mit 387 zu 389 verlor die Juniorin die Partie und der Punkt ging nach Dresden. Im Spitzenduell traf Madeleine Asmussen auf Anne Kowalski. Die Dresdnerin, die deutlich schneller schoss, erreichte 387 Ringe. Da hatte Asmussen noch 14 Schüsse abzugeben. Die Teammitglieder rechneten fleißig mit. Nach 97, 98, 97 würde eine 96er zum Punktgewinn reichen. Doch sie behielt über das gesamte Match ihren Schnitt bei, beendete mit 98 und 390 Ringen, dem höchsten Jüterboger Resultat an diesem Tag, ihren Wettkampf. Auch Maria Antonia Kanzler zeigte sich in sehr guter Form. Nach Serien zwischen 95 und 98 hatte sie ihre Führung im Duell mit Thomas Bienengräber nicht mehr abgegeben. Ein ungefährdeter 386 zu 380 Sieg brachte den Jüterbogern den so wichtigen 3. Einzelpunkt.

Da stand aber noch ein Stechen aus. Obwohl der ganz große Druck durch den Gesamtsieg nicht mehr vorhanden war, ging es für Sebastian Kienast noch um einen Einzelpunkt. Beim Stechschuss gegen Anna Maria Trischberger begann der ganze Körper zu wackeln. Innere Unruhe machte sich breit. So eine Erfahrung hatte er zuletzt vor mehr als dreieinhalb Jahren in einer Partie gegen eine Berliner Schützin gemacht, und sich trotzdem durchsetzen können. Diesmal schoss er wieder sehr schnell, wollte den Schuss unbedingt rausbringen. Eine Neun. Trischberger dagegen traf die Zehn und holte für ihr Team den 2. Punkt. Die Jüterboger zeigten eine ausgeglichene Mannschaftsleistung. Hohe Ergebnisse brachten sie auf 1928 Gesamtringe. Nur Halle mit 1939 war an diesem Tag stärker.

Das Top Ergebnis des Tages schoss Frantisek Smetana für die favorisierte Giebichensteiner SG Halle. Im Duell gegen das 2. Brandenburger Team, der SG zu Lübben, erreichte der 23-Jährige Tscheche 398 Ringe. Nach dem 5:0 Sieg führen die Hallenser die Tabelle an. Der nächste Wettkampftag findet in 2 Wochen an gleicher Stelle statt. Hier warten Deutschenbora, die diesmal erst im Stechen gegen Berlin & Charlottenburg eine knappe Niederlage einstecken mussten, und Halle auf die Jüterboger.

Ergebnisse 1. Tag:

Gölzau II                                              –              PSV Olympia Berlin                         1:4

Lübben                                                –              Halle                                                  0:5

Berlin & Charlottenburg                     –              Deutschenbora                               3:2

Dresden                                              –              Jüterbog                                             2:3

Tabelle:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 05 : 00 02 : 00
2 PSV Olympia Berlin 04 : 01 02 : 00
3 SGi-Berlin & Charlottenburg 03 : 02 02 : 00
4 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 03 : 02 02 : 00
5 PSSG zu Dresden 02 : 03 00 : 02
6 Schützengilde Deutschenbora 02 : 03 00 : 02
7 SV Gölzau II 01 : 04 00 : 02
8 SchGi zu Lübben 00 : 05 00 : 02

Frank Dombrowski

Überragender Sebastian Kienast holt bei Ordonnanz DM doppelt Silber

In Hannover wurden beim Niedersächsischen Sportschützenverband die Deutschen Meisterschaften im Ordonnanzgewehrschießen 20+20 ausgetragen. Zum 7. Mal infolge war die Landeshauptstadt Austragungsort dieser Titelkämpfe. Erstmalig fanden zeitgleich die Meisterschaften mit dem KK Unterhebel Repetierer statt. Nach dem im letzten Jahr coronabedingt keine Meisterschaften stattfanden, war man gespannt, wie sich der Leistungsstand in den Vereinen entwickelt hatte. Viele Schützen hatten kaum Möglichkeiten Trainingsschießen durchzuführen oder Wettkampferfahrungen zu sammeln. Vielleicht auch deshalb, lagen die Qualifikationszahlen zu dieser DM niedriger als in den Jahren zuvor. In diesem Jahr entschied man sich, die Wettbewerbe mit offener und geschlossener Visierung in Herren I und Herren II Klasse auszuschreiben, nach dem man in den letzten 5 Jahren nur in offener Wertungsklasse starten konnte. Lediglich die Mannschaften konnten offen besetzt werden. Bei angenehmen äußeren Bedingungen gingen während der 2 Tage 153 Schützinnen und Schützen aus 15 Landesverbänden an den Start. Die Jüterboger Gilde, die sich über verschiedene Qualifikationswettkämpfe für diese Meisterschaften qualifizieren konnte, stellte das mit Abstand größte Aufgebot aller Schützen. War man 1998 in Amberg noch mit einem Starter dabei, hatten sich diesmal 11 Jüterboger mit 20 Einzelstarts und 6 Mannschaftsstarts qualifiziert, so viele wie noch nie. Sie waren die einzigen Schützen des BSB, die sich hierfür qualifizieren konnten.

Obwohl die Ausschreibung vorsah, Mannschaften erst vor Ort zu benennen, wurden durch die Landesverbände diese doch gemeldet, was später aus Jüterboger Sicht für Verwirrung sorgte und sehr viel Nerven kostete. Mannschaftsleiter Frank Dombrowski hatte die Mannschaften am ersten Tag vor Ort umgemeldet. Zuvor waren die Startunterlagen mit fehlerhaften Angaben an die Verbände geschickt worden. Die Folge war, dass anfangs fast Niemand der Flämingstädter mehr wusste, wann er dran ist. Diese Meisterschaft war doch anders als die bisherigen. So wurde das gewohnte Einschießen der Waffen für die Schützen, die einen Tag vor dem Wettkampf anreisten, gestrichen. Auch fand kein Endkampf der besten 6 Einzelschützen statt. Anmelden konnte man sich erst am Wettkampftag 1,5 Stunden vor dem Start, was bei Unstimmigkeiten natürlich zu Problemen führte und Zugang zur Wettkampfstätte erhielt man erst 30 Minuten vor dem Start. Teilnehmer, die keinen Impfnachweis hatten, mussten sich noch einen tagesgültigen Negativtest besorgen.

Am ersten Tag stand das Schießen mit offener Visierung auf dem Programm. Bei seiner 14. DM Teilnahme mit dem Ordonnanzgewehr wollte Sebastian Kienast in der Herren I Klasse vorn mitmischen. Obwohl es in dieser Disziplin erst sein dritter DM-Start war, und er 6 Stunden warten musste, bis er im letzten Durchgang an der Reihe war, legte er mit souveränen 180 (90+90) Liegendringen ordentlich vor. Auch im stehenden Anschlag landeten alle 20 Schüsse innerhalb des schwarzen Scheibenspiegels. Nach 166 (83+83) Ringen kamen mit seinem Schweden Mauser M96 Gewehr 346 Ringe zusammen. Seine persönliche DM Bestleistung aus den Jahren 2018 und 2019 hatte er um 2 Ringe steigern können. Seine Teamkollegen fieberten mit, verfolgten jeden seiner Schüsse auf den Monitoren vor dem Schützenstand und auch die der Konkurrenz. Im gleichen Durchgang hatte Armin Eichele von der württembergischen SG Gächingen 350 Ringe erzielt und sich die Deutsche Meisterschaft gesichert. Für Kienast hatte es nach seiner Silbermedaille 2017 wieder zum 2. Platz gereicht. Er bestätigte damit seine absolute Topform, die er schon bei der Brandenburg Meisterschaft und beim Bürger-Meister-Pokal gezeigt hatte. Platz 3 ging an Eicheles Teamkollege Mario Zeller 338. Stark präsentierte sich auch Christoph Hermann. Mit Platz 9 erreichte er seine bislang beste DM Platzierung. Bei seinen 327 Ringen ging nur 1 Stehendschuss ins Weiße. Benedikt Crncic war das erste Mal in Hannover dabei und erzielte einen guten 13. Platz. Solide 171 liegend und 143 stehend bescherten ihm 314 Ringe.

Die teilnehmerstärkste Klasse war erwartungsgemäß die Herren II Klasse mit 64 Startern. Hier hatte sich Frank Dombrowski nach zuletzt guten Trainingsresultaten einiges vorgenommen. Doch nach nur 173 Ringen liegend und einer völlig verkorksten ersten 62er Stehendserie konnte auch die anschließende 76er nicht mehr viel bewirken. Mit Platz 30 und 311 Ringen war er zwar als bester seines Teams in dieser Klasse positioniert, doch das war nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Auch die anderen Resultate der Jüterboger Schützen hätten besser ausfallen können. Senior Manfred Reichel kam mit seinem Schweizer K31 über 307 Ringe nicht hinaus. Hier waren 162 im liegenden Anschlag zu wenig. Er belegte Platz 38. Jörg Flemming startete mit einer 90er Liegendserie und fünf Zehnern gut in den Wettkampf, doch nach einer schwachen 77er musste er seinen Wettkampf unterbrechen. Im Stehendanschlag wurden keine Treffer mehr angezeigt. Dies passierte mehreren Schützen zu Beginn. Grund war der Staub, der sich beim Schießen auf die Elektronik absetzte. Er konnte erst im nächsten Durchgang seinen Wettkampf beenden. Doch gerade beim sonst starken Stehendanschlag klappte nicht viel. Die Hälfte der 20 Schüsse ging ins Weiße. Mit nur 299 Ringen und Platz 48 büßte er 35 Ringe zum letzten Wettkampf ein. Manfred Langner blieb knapp unter seinem Qualifikationsresultat und Ingo Louvet hatte nach gutem Beginn im zuletzt sicheren Stehendschießen erhebliche Schwierigkeiten.  Beide erreichten 296 Ringe und belegten die Plätze 49 und 50. Ein Bedienungsfehler am Umschalter von Liegend zu Stehend führte dazu, dass beim Ergebnis von Sven Bakus noch einige Strafringe abgezogen wurden. So kamen nur 290 Ringe und Platz 55 zustande. Helmut Fahlenberg, mit 68 Jahren ältester im Team, erreichte Platz 59. Nach guten 171 Ringen liegend, lief es stehend nicht so gut. Durch 3 „Fahrkarten“ schrumpfte sein Resultat auf 281 Ringe.

Die Jüterboger, die seit Jahren bestrebt sind im Mannschaftskampf mindestens Platz 6 zu erreichen, verfehlten diesen ganz knapp. Nur 1 Ring fehlte der 1. Mannschaft. Mit 972 Ringen belegten Kienast, Hermann und Flemming Platz 7. Die 2. Mannschaft mit Reichel, Louvet und Dombrowski erreichte mit 914 Platz 11, knapp vor der 3. Mannschaft mit 900 Ringen und Platz 12 mit Langner, Bakus und Crncic. Meister wurde die SG Schmölln 1023 aus Thüringen vor Gächingen 1005 und der rheinischen St. Seb. SBr Villip 981.

Der 2. Wettkampftag, dem Schießen mit Diopter-Visierung, lief doch wesentlich entspannter ab. Jeder wusste, wann er an der Reihe war und auch die Anmeldung bzw. der Einlass zur Wettkampfstätte wurde großzügiger gehandhabt. Schließlich herrschte Maskenpflicht im Gebäude und es waren kaum mehr als 30 Personen zeitgleich auf dem großen Stand. Mit dem Erfolg des Vortages in der Tasche konnte Kienast nun unbeschwert in seiner Paradedisziplin an die Feuerlinie treten. Im vorletzten Durchgang startend, zeigte er wieder eine bravouröse Leistung. Nach einer tiefen Sieben zum Ende der ersten Liegendserie legte er in der zweiten noch mal zu. Vier der letzten 6 Schüsse flogen in die Zehn. Mit 181 hatte er wieder eine solide Ausgangslage für seinen starken Stehendanschlag geschaffen. Seine Mannschaftskollegen rechneten fleißig mit. „Jetzt nur noch 2x 85 und er hätte die Führung“. Doch dann landete der 3. Schuss in der Sechs. Kienast blieb ruhig, setzte in dieser Serie noch 4 Schüsse in die Zehn und hatte 88 erstmal sicher. Nach weiteren 83 verdrängte er mit 352 Ringen die bis dahin führende Susanne Linke 349 vom Tesching SV Igelshieb aus Thüringen von der Spitzenposition. Doch auch Steffen Hentschel aus Rochlitz (Sachsen), der zeitgleich mit Kienast schoss, und sich mit 189 nach dem Liegendschießen schon einen Vorsprung erarbeitete, kämpfte um jeden Ring. Am Ende lag er mit 353 einen Ring vor dem Jüterboger. Als im letzten Durchgang noch 2 weitere Schützen mit ihren Resultaten über dieser Marke lagen und die Endergebnisse ausgehangen wurden, war den Jüterbogern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Nur Platz 4“. Mehr als die Hälfte der Jüterboger waren inzwischen abgereist, ohne zu wissen, dass es innerhalb der Einspruchsfrist einen Protest gegen die Wertung gab. Die beiden Schützen des letzten Durchgangs wurden irrtümlich in der Herren I Klasse gewertet und so blieb es beim 2. Platz für den 36-Jährigen Jüterboger. Was für ein toller Erfolg! Hochmotiviert vom guten Abschneiden mit offener Visierung glänzte Christoph Hermann auch diesmal. Mit 341 Ringen hatte er seine pers. Bestleistung nur um 1 Ring verfehlt. Seine Top Platzierung vom Vortag verbesserte er auf Rang 8. Junior Benedikt Crncic kam mit 302 Ringen auf Rang 13.

Im Feld der Herren II Klasse gab es an der Spitze eine knappe Entscheidung. Hier siegte Thomas Beier aus Schmölln mit 360 Ringen und der besseren letzten Serie vor Hans Wagensonner von der FSG Moosburg und Bernd Krahforst 359 aus Villip. Ingo Louvet und Manfred Reichel, die im Team mit Kienast in der 1. Jüterboger Mannschaft kämpften, kamen nicht an ihr derzeitiges Leistungsniveau heran. Mit je 322 Ringen lagen sie auf Platz 29 bzw. 30. Dennoch hatten sie es endlich geschafft, sich mit 996 Ringen den 6. Platz in der Mannschaftswertung und damit die ersehnte Urkunde zu sichern. Darauf hatte die Gilde lange warten müssen. Zuletzt gelang dies im Jahr 2004. Auf 308 Ringe kam Jörg Flemming. Der Ordonnanzgewehr Referent des BSB hatte schon beim Liegendschießen Probleme. Nach einer Vier in der 2. Serie, rutschte ihm auch noch ein Schuss auf die Nachbarscheibe heraus. Mit Platz 42 lag er direkt vor Frank Dombrowski, der auch 308 Ringe aufzuweisen hatte. Vielen unnötigen Achten im Liegendanschlag, folgten zu viele schlechte Schüsse beim Stehendschießen, verursacht durch eine nicht optimale Ausrichtung zur Scheibe. Zusammen mit Hermann belegte die 2. Jüterboger Mannschaft mit 957 Rang 9. Die Schützen der 3. Mannschaft lagen ebenfalls dicht beieinander. Sven Bakus 297, der vor allem stehend viele Ringe liegen ließ, kam auf Platz 49 vor Manfred Langner 296. Zusammen mit Crncic erreichte Jüterbog III den 13. Platz und 895 Ringe. Mannschaftssieger wurde Villip mit 1055 vor Schmölln 1047 und Moosburg 1034.

Frank Dombrowski

Ralf Thiem gewinnt zum 3. Mal infolge Mauritiuspokal

Mitte August veranstaltete die Jüterboger Gilde ihr Mauritius-Pokalschießen mit Vorderlader Waffen. Bei sommerlich warmen angenehmen Bedingungen kämpften 42 Starter aus 12 Vereinen um Preisgelder, Pokale und Sachpreise. Damit lag die diesjährige Beteiligung auf dem Niveau des letzten Jahres. Zur 15. Auflage des traditionellen Wettkampfes stellten die Lichtenrader Pistolenschützen wie auch die Gastgeber mit je 8 Schützen das größte Aufgebot. Erstmals konnte man auch Schützen aus Königs Wusterhausen/Wildau in der Flämingstadt begrüßen. In vielen Gesprächen mit den Schwarzpulverschützen wurde schnell klar, dass es für sie der einzige Wettkampf des Jahres sei und die Freude über die Teilnahme riesengroß war. Da in den meisten Kreisen nicht geschossen wurde und auch die Landes- und Deutschen Meisterschaften abgesagt wurden, waren aber auch Trainingsrückstände bemerkbar. Insgesamt fielen die Ergebnisse etwas niedriger aus, als in den letzten Jahren. Dennoch war die Leistungsdichte an der Spitze der jeweiligen Konkurrenzen sehr hoch, was zu knappen Entscheidungen führte. Wie gewohnt wurden die Wettbewerbe Perkussionsgewehr und Perkussionspistole in offenen Wertungsklassen durchgeführt. Mit Thomas Konegen vom PSV Olympia Berlin startete nur ein Schütze in beiden Disziplinen.

Nach seinen Erfolgen in den letzten beiden Jahren zeigte Ralf Thiem aus Frankfurt/Oder auch diesmal wieder eine sehr gute Leistung. Trotz dreier Achten, erreichte er starke 141 Ringe. Ausschlaggebend waren, wie in 2020 seine neun Treffer im Zentrum der Scheibe. Mit dieser Leistung holte er sich zum dritten Mal nacheinander den Sieg. Das hatte vor ihm nur Tordis Arlett Nitsch, die in den Jahren 2009 bis 2012 erfolgreich war, geschafft. Spannend war es auf den folgenden Plätzen. Mit nur 2 Ringen Rückstand, musste sich Thomas Konegen geschlagen geben. Zum ersten Mal auf dem Podest, sicherte sich der Frankfurter Frank Henneberger den Bronzepokal. Er lag mit Konegen ringgleich, hatte mit 5 Treffern in der Zehn aber eine weniger erzielt, als der Berliner. Der zweimalige Sieger, Lutz Rechtenbach, musste sich diesmal mit dem undankbaren 4. Platz zufriedengeben. Der Vorderlader Referent des BSB hatte auch 139 Ringe erzielt, aber nur 4 Zentrumstreffer. Seine Vereinskameraden Henri Nitschke 135 und Klaus-Dieter Schilling 134 konnten sich auf Platz 5 und 6 ebenso über einen Sachpreis freuen, wie auch Heinz Krüger. Der mit 80 Jahren älteste Teilnehmer, war stärkster Jüterboger und kam auf 133 Ringe. Sören Venske von den Götzer Bergschützen erzielte 131 Ringe und lag zum Schluss auf Rang 8. Die weiteren Jüterboger Gewehrschützen blieben trotz Steigerungen zum letzten Jahr etwas unter ihren Erwartungen. 10. Klaus Jannasch 121, 11. Gerald Kaplick 120, 12. Frank Leis 120, 13. Werner Panek 118 und 15. Wolfgang Gast 104.

Die erste Mannschaft aus der Oderstadt gewann zum neunten Mal die Teamtrophäe. Mit 415 lag man 20 Ringe vor ihrer zweiten Mannschaft. Nach Silber 2020 holte sich Jüterbog I mit 374 nun Bronze vor Jüterbog II 342.

Im 25 Teilnehmer umfassenden Feld mit der Pistole, waren die Berliner Vereine nicht zu schlagen. Hier gelang es Frank Stübler vom PSV Olympia, sich nach vielen zweiten und dritten Plätzen endlich den erhofften Sieg zu erkämpfen. Mit 132 Ringen lag er 2 Ringe vor Peter Busse vom SV Lichtenrade, der sich nach 6 Jahren erneut über den Silberpokal freuen konnte. Ringgleich mit Busse aber mit einer Zehn weniger, schaffte Thomas Konegen, diesmal für Lichtenrade startend, den Sprung aufs Treppchen. Nur sehr knapp mussten sich Horst Weber vom PSV Olympia und Frank Dessin vom SV Lichtenrade mit je 129 Ringen mit den Plätzen 5 und 6 zufriedengeben. Andreas Holz 128 PSG Finsterwalde, Sabine Hellwig 127 NBSG und Uwe Fröse 126 Lichtenrade erhielten für ihre Resultate noch einen Sachpreis. Für den Vierfachsieger Volker Valentin aus Cottbus hatte es diesmal nicht nach vorn gereicht. Er landete mit 126 Ringen auf Platz 9. Von der gastgebenden Gilde erreichten: 19. Thomas Heise 96, 15. Hans-Peter Neumann 47.

Der Kampf um die beste Mannschaft verlief ähnlich spannend, wie zuletzt vor 7 Jahren. Damals hatte sich Frankfurt bei Ringgleichheit mit dem PSV Olympia mit nur einer mehr geschossenen Neun den Titel geholt. In diesem Jahr lagen der PSV Olympia und die erste Mannschaft aus Lichtenrade mit je 385 an der Spitze. Peter Verwiebe, Frank Stübler und Horst Weber hatten zusammen neun Zehner für den PSV erzielt und sich durchsetzen können. Die Schützenkollegen aus Lichtenrade mit Thomas Konegen, Frank Dessin und Uwe Fröse kamen auf acht Treffer in der Zehn. Platz 3 sicherte sich Lichtenrade II mit 366 vor der Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft 364 und Königs Wusterhausen/Wildau 330.

Die würdevolle Siegerehrung, bei der fast alle Teilnehmer anwesend waren, nahmen Gildepräsident Wolfgang Gast, der 1. Vorsitzende Gerald Kaplick und Kampfrichter Heinz Krüger vor. Neben den Siegern wurde natürlich auch wieder die weiteste Anreise und die niedrigsten Ergebnisse mit einer Flasche Sekt prämiert.

 Frank Dombrowski

Hochklassige Resultate beim 16. Bürger-Meister-Pokal

Erstmals seit 11 Monaten veranstaltete der Kreisschützenbund Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt wieder einen Wettkampf. Auf dem Plan stand der traditionelle Kreis-Wander-Pokal des Bürgermeisters der Stadt Jüterbog. Mit realisierten 112 Startmeldungen von Schützen aus 10 Vereinen lag die Beteiligung unter der des letzten Jahres. So konnte man den Wettkampf an nur einem Tag austragen. Die Gastgeber verfehlten mit 47 Starts nur knapp ihre Rekordmarke aus dem vergangenen Jahr. Weiter dabei waren u.a. die starken Pistolenschützen der SGS Mühlheim – Dietesheim, die erneut die weiteste Anreise hatten. Sie traten zwölf Mal an die Feuerlinie, genau so oft, wie Birkenwerder. Aber auch Vereine des KSB (Ludwigsfelde 11, Rangsdorf 10 und Zossen 9) ließen es sich nicht nehmen, nach so langer Zeit wieder ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Die Wettbewerbe wurden wie in den Jahren zuvor in offenen Klassen ausgetragen. In 4 Großkaliber Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben ging es erneut um Wanderpokale, Urkunden und Preisgelder. In 6 der 7 Einzel-Wettbewerbe wurden die Titel des Vorjahres von den jeweiligen Schützen verteidigt. So etwas hatte es in der langen Geschichte dieses Events noch nicht gegeben.

Kurz vor den Deutschen Meisterschaften zeigten die Schützen aus Mühlheim erneut ihre Klasse. Sie gingen in allen Großkaliber Kurzwaffenentscheidungen an den Start. Neben den 4 Einzelentscheidungen holten sich die Schützen aus Hessen auch alle 4 Mannschafts-Wanderpokale. So verteidigte Thomas Westerwald in 3 Disziplinen seine Titel. Mit dem .357 Magnum Revolver glänzte er mit erstklassigen 386 Ringen. Hier fehlte nur 1 Ring zur BMP Bestleistung des Wittenbergers Andreas Lahn aus dem Jahr 2009. Vor allem die 198 Ringe beim Schnellfeuer gaben den Ausschlag für den Erfolg. Nur 4 Ringe Rückstand hatte sein Teamkollege Thomas Baier. Der Zossener Karl-Heinz Berger, der an diesem Tag auch als Kampfrichter tätig war, erreichte mit guten 377 den 3. Platz, knapp vor Peggy Wölk (Mühlheim). Mit mehr als 220 Ringen Vorsprung vor den Jüterbogern und den Schützen aus Birkenwerder siegte Mühlheim eindrucksvoll.

Ähnlich war der Verlauf mit dem .44 Magnum Revolver. Hier gab es einen Dreifacherfolg der Hessen. Westerwald 376 vor Baier 374 und Wölk 365. Hier reichte es für Berger nur zum undankbaren 4. Platz. Mit großem Rückstand, mussten sich die Gastgeber (Frank Dombrowski, Siegfried Meyer und Markus Krawez) im Mannschaftskampf geschlagen geben.

Das Schießen mit der Pistole im Kaliber .45 ACP entschied Westerwald 374 vor Baier 372 und Wölk 362. Auch hier bleibt die Mannschaftstrophäe bei den Mühlheimern. Sie behaupteten sich gegen Ludwigsfelde.

Mit 19 Startern gab es beim Schießen mit der 9 mm Pistole das größte Teilnehmerfeld unter den Kurzwaffenschützen. Hier konnte sich Baier nach 2020 wieder in die Siegerliste eintragen. Mit 374 Ringen gewann er vor dem Ludwigsfelder Dirk Kalwa 362 und Westerwald 360. Mit nur 50 Ringen hinter den Mühlheimern, erreichten die Ludwigsfelder einen guten 2. Platz noch vor Birkenwerder.

Auch die Ordonnanzgewehrschützen zeigten sich in Wettkampfform. Beim klassischen 20+20 Wettbewerb wurde um möglichst hohe Ringzahlen, die für eine eventuelle DM Teilnahme berechtigen, gekämpft. Sebastian Kienast, der bereits 2006 beim ersten BMP erfolgreich war, erkämpfte sich mit sehr starken 354 Ringen seinen inzwischen 7. Titel. Trotz einer Drei, die ihm beim Liegendschießen herausrutschte, hatte er deutliche 20 Ringe Vorsprung auf Jörg Flemming.  Ingo Louvet errang mit guten 332 Ringen den 3. Platz vor Frank Dombrowski 327 und Benedikt Crncic 325, die sich zum letzten Wettkampf leicht steigern konnten. Sven Bakus verbesserte sich ebenfalls zur Brandenburger Meisterschaft und lag mit 315 hinter dem Berliner Slawomir Lobasiuk 322 auf Platz 7. Jüterbog II sicherte sich den Mannschaftstitel mit 20 Ringen vor Jüterbog I.

Beim Auflageschießen war Michael Schröter vom PSV Olympia Berlin wieder nicht zu bezwingen. Als erstem Schützen überhaupt, gelang es ihm, sich im 3. Jahr infolge sowohl den Titel mit offener als auch mit geschlossener Visierung zu erkämpfen. Was für eine tolle Serie! Über Kimme und Korn schraubte er seine Bestleistung in Jüterbog auf 286 Ringe hoch. Da konnten Markus Krawez 271, Frank Dombrowski 260 und Ingo Louvet 259 als nachfolgend Platzierte vom gastgebenden Verein nicht viel ausrichten. Allein hier schossen 30 Schützen, vorwiegend mit Schweden Mauser Gewehren.  Der Wanderpokal bleibt in der Flämingstadt. Jüterbog I siegte vor Birkenwerder, Jüterbog II, Zossen und Rangsdorf.

Beim Schießen mit Diopter Visierung gewann Schröter mit 283 Ringen. Hier zeigte er vor allem in der zweiten Serie über 15 Schuss sein Können. Beeindruckende 145 Ringe zählte Chefauswerter Steffen John. Auch hier musste sich Markus Krawez 278 geschlagen geben. Platz 3 ging an Torsten Kühne vom PSV Zossen mit 271 knapp vor Ingo Louvet 271 und Frank Dombrowski 268. Den Mannschaftspokal sicherte sich Jüterbog I vor der zweiten und dritten Mannschaft der Gastgeber. Der Vorsitzende des KSB Raik Britze und Kreissportleiter Mark Koschnick nahmen die Siegerehrung vor.

Frank Dombrowski

Sebastian Kienast bei Meisterschaft überragend

Am 17. Juli veranstaltete der Brandenburger Schützenbund seine Brandenburgische Meisterschaft Ordonnanzgewehr 20+20 in Jüterbog. Die dort ansässige Gilde führte diese Meisterschaft erstmals in Eigenregie durch. Bei sommerlich warmen Temperaturen ging es in erster Linie darum, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Neben den 30 Brandenburger Startmeldungen, waren auch zwei Schützen vom SVBB mit dabei, da ihr Verband keine Meisterschaft bzw. Qualifikationswettkampf in Planung hatte. Mit 11 Teilnehmern und 20 Starts stellte die gastgebende Gilde erwartungsgemäß das größte Aufgebot. Aber auch einige Schützen aus Golßen, Ahrensfelde und Oranienburg beteiligten sich am Geschehen. Nach 10 Monaten Wettkampfpause mit dem Ordonnanzgewehr und so gut wie kein Training, war man auf Seite der Gastgeber gespannt, wie hoch das Leistungsniveau sein wird. Da hier keine Mannschaftswertung ausgeschrieben war, musste jeder möglichst hohe Ergebnisse erzielen, um eine Chance auf eine eventuelle Teilnahme zur DM in Hannover im September zu haben. Sowohl mit geschlossener als auch mit offener Visierung zeigten sich die Jüterboger in guter Form. Sie belegten in allen Konkurrenzen die vordersten Plätze.

Schon jetzt erreichte Sebastian Kienast eine DM taugliche Form. Nach seinem letzten Wettkampf im September 2020, wo er schon mit 358 bei der geschlossenen Visierung überzeugte, legte er noch einmal einen Ring drauf. Der DM-Zweite von 2017 schoss zunächst gewohnt starke 183 Ringe liegend. Als ihm in der 2. Stehendserie eine Fünf herausrutschte, ärgerte er sich. Dieser Schuss verhinderte einen 9er Schnitt. Nach 176 Stehendringen und 359 Gesamtringen hatte er immer noch eines seiner besten Ergebnisse erzielt. Überlegen gewann er die Herren I Klasse. Auch Christoph Hermann wartete mit einer Spitzenleistung auf. Nach so langer Pause schoss auch er aus dem Kalten sehr gute 342 Ringe. Seine neue persönliche Bestleistung hätte sogar noch höher ausfallen können, ließ er doch in der ersten Serie im liegenden Anschlag (79) viele Ringe liegen. Beim Stehendschießen überzeugte er eindrucksvoll mit starken 170 Ringen. Der Sportleiter der Jüterboger, Frank Dombrowski, erzielte mit 328 Ringen den 3. Platz. Was das Wert ist, wird man erst später sehen. Der DSB hatte kurzfristig den Meldeschluss zur DM um einen Monat nach hinten verschoben. Deshalb lassen die Limit-Zahlen noch auf sich warten. Bedingt durch Corona ist mit einem deutlichen Anstieg dieser Zahlen zu rechnen, da man wohl wegen der Abstandsregel auf einige Stände verzichten wird. In der Herren III Klasse glänzte Manfred Reichel mit tollen 345 Ringen. Er setzte sich gegen den Luckenwalder Ingo Louvet durch, der mit 335 Ringen eine neue Bestmarke für sich erzielte. Ausschlaggebend für diese Leistung waren starke 160 Stehendringe. Der erfahrene Jörg Flemming der die meisten DM Einsätze der Gilde zu verzeichnen hat, kam diesmal über 312 nicht hinaus. Auf dem undankbaren 4. Platz landete Manfred Langner mit 308 Ringen.

Mit offener Visierung gab es das gleiche Bild an der Spitze der Herren I Klasse. Sebastian Kienast dominierte mit 353 die Konkurrenz und lag wieder vor Hermann 327 und Dombrowski 325, der durch einige Treffer ins Weiße fast 20 Ringe in der letzten Serie einbüßte. Zum ersten Mal mit dem Ordonnanzgewehr bei einem Wettkampf dabei, konnte Benedikt Crncic mit 318 Ringen überzeugen. Hier sind nach Betrachtung der einzelnen Serien noch große Reserven erkennbar. Er setzte sich ringgleich, wegen der besser geschossenen letzten Serie knapp gegen seinen Teamkollegen Sven Bakus durch. Bei den Herren III gab es eine große Überraschung an der Spitze. Hier gewann Ingo Louvet mit 329 Ringen. Auch hier war es die gute Stehendleistung, die den Erfolg brachte. Manfred Langner kam auf Platz 2 und verbesserte seinen Hausrekord auf 303 Ringe. Die Routiniers Manfred Reichel 301 und Jörg Flemming 295 hatten größere Probleme mit ihren Gewehren. Während sich bei Reichel (3. Platz) die Systemhalteschraube seines Schweizer K31 löste, kamen bei Flemming (6. Platz) Probleme mit dem Visier seines M38 Schweden Mauser auf. Rene Weinland kam auf 300 Ringe und wurde Vierter vor Helmut Fahlenberg 296.

Frank Dombrowski

Schützengilde ermittelt Königshaus

Bettina Kühne und Heinz Krüger treffsicher

Am letzten Sonntag im Mai fand auf der Schießanlage Damm das traditionelle Königsschießen der Gilde statt. Nach dem man im letzten Jahr wegen Corona das Königsschießen absagen musste, konnte man jetzt wieder ein neues Königshaus ausschießen. Bei herrlichem Sonnenschein nahmen 4 Damen und 14 Herren am Geschehen teil.  Das waren etwas mehr als 2019. Geschossen wurde, während der zweistündigen Veranstaltung, wie seit Jahren schon mit Suhler Kleinkalibergewehren M150 aus DDR Zeiten auf eine Entfernung von 50 Metern.

Die Damen konnten ihren Königsschuss im sitzenden Anschlag aufgelegt abgeben. Für sie lag ein Gewehr mit Diopter und Ringkornvisierung bereit. Zuvor stand es ihnen frei, auf einer Probescheibe maximal 3 Schüsse abzugeben, um die Treffpunktlage des Gewehres zu finden. Die Königsscheibe bei den Damen war wieder eine Glücksscheibe. Hier war das Zielbild abgeklebt, so dass keine Schützin wusste, wohin sie schießen musste. Den Glücksschuss des Tages erzielte Dr. Bettina Kühne bei ihrer ersten Teilnahme überhaupt. Die neue Schützenkönigin tritt nun die Nachfolge von Barbara Schilling an, die den zweitbesten Schuss abgab und nun für ein Jahr 1. Dame der Gilde ist. Den Titel der 2. Dame errang Petra Schulze knapp vor Sabine Radtke.

Bei den Herren wurde mit einem Gewehr mit Diopter und Balkenkornvisierung im stehend freihändigen Anschlag geschossen. Das Zielbild auf der Königsscheibe konnte bis zum Beginn der Veranstaltung um Punkt 9 Uhr besichtigt werden. Hier sollte der erste Schütze auch den besten Schuss abgeben. Heinz Krüger, der schon in den Jahren 2006 und 2011 Titelträger war, hatte es wieder geschafft. Er ist nun nach Klaus Jannasch der zweite Schütze der Gilde mit 3 Titeln. Der 80-jährige Vorderlader Spezialist, der auch schon Landeskönig war, löste den 2. Vorsitzenden Hendrik Papenroth vom Königsthron ab. Nur etwa 2 Millimeter weiter entfernt vom Zentrum lag der Schuss des Chefs der Bogensportabteilung, Frank Leis. Er darf sich nun nach 2016 erneut 1. Ritter der Gilde nennen. Der ehemalige Präsident der Schützengilde, Bernd Rüdiger, gab den drittbesten Schuss ab, lag auch nur etwa 2 Millimeter vom Einschuss von Leis entfernt. Er ist nun 2. Ritter.

In diesem Jahr verfehlten 2 Schützen die Königsscheibe komplett, 2 weitere schossen den Holzdübel eines bereits geschossenen Teilnehmers heraus. So etwas kann schon mal passieren, ist so aber beim Jüterboger Königsschießen noch nicht vorgekommen, bemerkte Sportleiter Frank Dombrowski. Nachdem es Präsident Wolfgang Gast wieder spannend machte und das Protokoll von hinten nach vorn vorgelesen hatte, überreichte der neue 1. Vorsitzende Gerald Kaplick die Königsscheiben. Das Landeskönigsschießen soll wie geplant im November in Werder/Havel stattfinden.

Frank Dombrowski

Alexander Flemming startet perfekt in neue Rangliste

Nur etwa einen Monat nach Abschluss der Ranglistensaison 2019-2020 begann in der Walther Arena schon die neue Kleinkaliber Rangliste im Liegend- und Dreistellungskampf. In den kommenden 6 Monaten werden wieder 6 Wettkämpfe und der Endkampf zu bewältigen sein. Nach dem erfolgreichen Abschneiden des Petkuser Teams beim Endkampf vor einem Monat möchte man natürlich wieder alles daran setzten, eine ähnlich gute Leistung abzuliefern. Der Eröffnungskampf im KK Liegendschießen hätte für das Team kaum besser ablaufen können. Obwohl Corona-bedingt die Topschützen aus Tschechien nicht anreisen konnten, traten zum ersten Wettkampf 75 Schützen aus 19 Vereinen an. Hinter den Gastgebern (13) stellten die Schützen vom Golm mit 8 Teilnehmern das zweitgrößte Aufgebot. Aufgrund einiger Abgänge in der letzten Saison, wurden Ranglistenleiter Rainer Bennewitz diesmal nur 2 Mannschaften aus Petkus gemeldet.

In blendender Form zeigte sich Alexander Flemming. Der Zweite der letzten Saison zeigte wieder einen überragenden Wettkampf. Mit 623,4 (594) war es einer seiner besten Leistungen im Liegendkampf. Bei seinen 6 Serien von 105,2 (99), 102,3 (99), 103,0 (99), 103,1 (98), 105,6 (100) und 104,2 (99) leistete er sich nur 6 Neuner. 40 seiner 54 Zehner landeten sogar in der Innenzehn. Da konnte am ersten Tag niemand mithalten. Mit deutlichem Vorsprung sicherte er sich den Tagessieg vor Hendrik Martens 619,6 vom gastgebenden Verein und Marlies Lange 618,4 aus Neuenhagen. Frank Dombrowski, dem es deutlich zu kalt im Schützenstand war, verpasste seine Zielsetzung knapp. Hier hatte man an allen Wettkampftagen wohl aus Hygienegründen nur kalte Frischluft zugeführt. Nach zuletzt gutem Endkampf, wollte er wieder die 610er Marke erreichen. Doch der letzte Schuss der ersten Serie vermasselte ihm dieses Vorhaben. Einen typischen Anfängerfehler zu machen, hatte er nicht auf dem Plan. Er zielte zu lange, hatte schon sämtliche Luft im Körper verbraucht und sagte sich: „Wird schon gut gehen“ und löste den Schuss aus. Die Quittung dafür, eine tiefe Sieben. Obwohl er ohne Zehntelwertung nur 578 erreichte, waren doch dank der 40 Zehner einige hohe Mouchen dabei, so dass er mit 608,7 die zweitbeste Leistung im Team erzielte. Nach dem ersten Tag liegt er auf Rang 19. Auf ähnlichem Niveau schoss Benedikt Crncic. Der Junior steigerte sich mit 607,2 leicht zum Gesamtdurchschnittsergebnis der letzten Saison. Durch starke 43 Treffer in der Zehn waren es ohne Zehntel 583 Ringe. Wie hoch das Niveau in der Rangliste in den letzten Jahren geworden ist zeigt, dass diese Leistung „nur“ zu Platz 24 reichte.

Gut 10 Monate musste Manfred Langner warten, bis er wieder ein Ergebnis über der 600er Marke hatte. Als stärkster Schütze der 2. Mannschaft belegte er mit 600,4 (573) Platz 36. Erst in der letzten Serie sollte er zwei nacheinander geschossene tiefe Achten hinnehmen müssen. Leicht unter seinem Vorjahresschnitt blieb Jörg Flemming. Der Vereinsvorsitzende liegt nach 585,8 (560) auf Platz 56. Ein tolles Ergebnis erzielte Lisa Jakob. Die erst 16-Jährige, die in der Jüterboger Gilde von Manfred Henkel trainiert wird, hatte ihren ersten Wettkampf mit dem KK Gewehr. Mit 583,4 (561) und Platz 57 konnte sie vollauf zufrieden sein. Vor allem die 3. Serie in der sie mit 99,8 (97) die 100er Marke knapp verfehlte, dürfte für weiteren Auftrieb und Motivation sorgen. Unzufrieden dürfte Senior Helmut Fahlenberg mit seiner Leistung zum Saisonstart gewesen sein. Mit nur 578,2 (552) blieb er 20 Ringe unter seinem letztjährigen Schnitt. Neun Treffer in der Acht waren doch zu viel. Er liegt auf Rang 60. Wie Jakob gab auch Laura Schulz ihr Debüt beim Ranglistenschießen. Die Jugendschützin erreichte 497,6 (472). Mit Platz 75 liegt sie zwar noch am Ende des Feldes, doch hier dürften weitere Leistungssteigerungen absehbar sein. Für ihren Stammverein, die SG Ludwigsfelde, treten in dieser Saison Mark Koschnick und Jana Goldammer an die Feuerlinie. Der Kreissportleiter steigerte sich zur Vorsaison leicht auf 582,1 (557) und belegt derzeit den 58.Platz. Die Schriftführerin des KSB schoss 564,7 (541). Zwei Ausreißer in die Fünf und Sechs verhinderten ein höheres Resultat. Sie liegt auf Rang 66.

Im Mannschaftskampf knüpften die Petkuser an die Endkampfleistung der letzten Saison an. Hinter dem PSV Olympia II und PSV Olympia III rangiert man aussichtsreich auf dem 3. Platz. Im hinteren Mittelfeld ist für das auf Platz 14 liegende Team Petkus II bei annähernd gleicher Leistungsdichte im nahen Umfeld aber noch viel drin.

Benedikt Crncic (Foto) und Lisa Jakob schossen auch den 1. WK im Dreistellungskampf. Für den Junioren reichten 541 Ringe zum 12. Platz. Damit hatte er genau den Schnitt seiner letzten 6 Ranglisten Wettkämpfe erreicht. Beim Liegendschießen erzielte der 18-Jährige sogar eine 100er Serie. Das gelang neben ihm nur noch dem führenden Frank Ruthsatz 570 vom gastgebenden Verein. Jakob zeigte im Feld der 22 Teilnehmer auch hier eine bravouröse Leistung. Mit 516 Ringen belegte sie den 19. Platz.

  Frank Dombrowski

Tageswertung Liegend:

1.FlemmingAlexanderSportschützen Petkus I 623,4
2.MartensHendrikPSV Olympia Berlin II 619,6
3.LangeMarliesSV Neuenhagen 2000 618,4
4.SchönfelderMartinSV Treffer Plauen 618,1
5.RuthsatzFrankPSV Olympia Berlin II 618,0
6.WischnewskyMichaelPSV Olympia Berlin III 617,4
7.FrohbergPeterSV Chemnitz 1990 e.V. II 616,8
8.LobasiukSlawomirPSV Olympia Berlin III 616,5
9.RaddatzAndreasSgi 1418 zu Bernau I 616,3
10.HinzPhilippSgi 1418 zu Bernau I 615,4
19.DombrowskiFrankSportschützen Petkus I 608,7
24.CrncicBenediktSportschützen Petkus I 607,2
36.LangnerManfredSportschützen Petkus II 600,4
56.FlemmingJörgSportschützen Petkus II 585,8
57.JakobLisaSportschützen Petkus II 583,4
58.KoschnickMarkSgi Ludwigsfelde 582,1
60.FahlenbergHelmutSportschützen Petkus II 578,2
66.GoldammerJanaSgi Ludwigsfelde 564,7
75.SchulzLauraSportschützen Petkus II 497,6

Mannschaft Liegend:

1.PSV Olympia Berlin II 1.851,0
2.PSV Olympia Berlin III 1.845,7
3.Sportschützen Petkus I 1.839,3
4.Sgi 1418 zu Bernau I 1.829,8
5.Schützengesellchaft Bockau 1871 1.815,5
6.PSV Olympia Berlin I 1.815,3
7.SV Chemnitz I 1.813,3
8.ASG Brandenburg I 1.807,1
9.LA Nachwuchs Sachsen 1.802,3
10.NBSG 1.794,7
11.Sgi zu Köpenick 1.779,8
12.ASG Brandenburg II 1.776,3
13.SV Chemnitz  II 1.772,2
14.Sportschützen Petkus II 1.769,6
15.Sgi 1418 zu Bernau II 1.765,9
16.Sommerbiathlon 1.684,5
17.SV Neuenhagen 2000 1.224,3
18.Sgi zu Lübben 1.214,8

Jüterboger Schützen beim 24 Stunden Schießen

Zu einem Wettkampf der besonderen Art lud der PSV Olympia Berlin Druckluftschützen in die Walther Arena nach Alt-Glienicke ein. Zum wiederholten Mal fand dort ein Schießen statt, das am Samstag um 12 Uhr begann und Sonntag 12 Uhr endete. Auf Grund der begrenzten Standkapazität ließ der Veranstalter 9 Gewehr- und 13 Pistolenteams zu. Hier war es sinnvoll eine schnelle Anmeldung abzugeben, denn die Startplätze waren begehrt. Jeweils 2 Starter bildeten ein Team, das sich für die Wertung einen speziellen Namen einfallen lassen musste. Kurz vor Start reduzierte sich das Feld, da 2 Pistolenteams nicht anreisten. Nicht nur einheimische Schützen wollten dabei sein, auch Teilnehmer aus Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten gemeldet. Da die Bundesliga vom DSB bereits abgesagt wurde, konnten einige der stärksten Jüterboger Luftgewehrschützen diesen Marathon Event nutzen, um viel Wettkampfpraxis zu bekommen. Jedes Paar musste 16 Wettkämpfe im 90 Minuten Abstand bewältigen. Immer abwechselnd, über den ganzen Tag verteilt ging jeder Teilnehmer 8 Mal an den Start, um möglichst viele Ringe für sein Team zu erkämpfen. Während die Gewehrschützen im Modus der Zehntelwertung schossen, wurden bei den Pistolenschützen nur ganze Ringe gezählt. Dieser Wettkampf wurde auch dazu genutzt, sich zeitgleich am Walther Meython Cup zu beteiligen, einem weltweiten Preisschießen, das über fast 3 Monate geht.

Im Team „Die blinden Gänger“ traten Sebastian Kienast und Fabian Henze an. Kienast kam nach einer eher unterdurchschnittlichen 94er Startserie überraschend gut in den Wettkampf hinein, steigerte sich nach 99, 98 und 99 auf tolle 390 Ringe (ohne Zehntel). Auch in den nächsten Stunden behielt er sein Niveau bei und schoss auch im 2. und 3. WK dieses Resultat. Da lag er sogar kurzeitig an der Spitze der Einzelwertung. Fabian Henze erreichte zu Beginn 370, 369 und 364 und zeigte in etwa seinen derzeitigen Leistungsstand. Auf einem guten Weg ins Vorderfeld waren auch Madeleine Asmussen (389, 389, 382) und Maria Antonia Kanzler (384, 386, 383) vom Team „Guns in Red“.

Die Verantwortlichen hatten den Wettkampf sehr gut organisiert. Auf die Einhaltung der Corona Regeln achtete man schon bei der Ausschreibung, in dem man unnötige Ansammlungen von Betreuern, Trainern und Fans vermied. Für die Schützen, die ohnehin schon durch die körperliche Belastung der Wettkämpfe gefordert waren, kam hinzu, dass sie nur im Schützenstand die Maske ablegen durften. Für einen Luftaustausch während des Schießens wurde gesorgt, in dem die Türen zur Schießhalle weit geöffnet wurden. Alle Wettkämpfe wurden mit Musik begleitet. Moderator Michael Wischnewsky führte in seiner gewohnt lockeren Art durch die 24 Stunden. Immer wieder nahm er das Mikro in die Hand und verkündete Zwischenstände, berichtete von Schnapszahlen oder erste Treffer in der 10,9 die erzielt worden sind. So bekamen fast alle Schützen zwischenzeitlich kleine Aufmerksamkeiten wie etwa Safepacks für Diaboloschachteln oder Visierschirme die von Sponsoren bereitgestellt wurden. Für die Nacht hatte der Veranstalter kostenlose Hühnersuppe und Getränke bereitgestellt. Viele nutzten aber den Pizza Service. Als in der Nacht die Lichtanlage auf Nachtmodus gestellt wurde, war es für alle eine extreme Umstellung, hatte aber auch etwas Interessantes an sich. So hatte wohl kaum jemand schon einmal geschossen. Auch die Musik wurde der Nacht angepasst. In den Wettkampfpausen versuchten einige Schützen direkt auf Schlafmatten in der Halle Ruhe zu finden, andere stellten sich Wecker und blieben im Auto.

Kienast, der zwischenzeitlich nur wenige Ringe zu den vorangegangen 40 Schuss Programmen einbüßte, musste erst in den letzten beiden Wettkämpfen der außergewöhnlichen Belastung Tribut zollen. Mit 382 Ringen zum Schluss, erzielte er während der 8 Wettkämpfe einen 386,5er Schnitt. Die letzten 10 Schüsse des letzten Wettkampfes wurden als Finale geschossen. Hier erreichte er mit 102,0 (98) die drittbeste Leistung im Feld. In der Gesamtwertung reichte es für ihn zum 5. Platz. Mit 3241,1 Ringen hatte er die beste Jüterboger Leistung erzielt. Hier fehlten nach 320 Wertungsschüssen nur 14 Ringe auf den 3. Platz. Nach dem Wettkampf bemerkte er: „Ich hätte lieber schlechter angefangen und besser aufgehört“. Asmussen, die zuletzt gute 387 Ringe erreichte, hatte schon in ihrem 4. WK mit 391 das beste Einzelresultat im Flämingstädter Team erzielt. Nach Zehntelwertung platzierte sie sich mit 3234,7 Ringen auf Rang 6. Kanzler sicherte sich mit ihren 383 Ringen zum Schluss den 10. Platz. Sie kam auf 3202,9 Ringe. Henze, hatte sein Ziel erreicht, nur nicht letzter zu werden. Mit 359 rutschte er bei seinem letzten WK zwar knapp unter den Neuner Schnitt, konnte aber mit 3052,5 den 15. Platz erkämpfen.

Den Sieg errang Maxi Reuter 3270,6 von der SG Deutschenbora vor Frank Ruthsatz 3257,5 vom gastgebenden Verein und Janett Reuter 3255,1 aus Deutschenbora. In der Teamwertung errangen die „Guns in Red“ mit 6437,6 den 3. Platz. Was für ein toller Erfolg.  Es siegte das „Team Reuter“ mit 6525,7 und großem Vorsprung vor den NBSG Schützen „Die 9,9er“ mit Annica Höftmann und Jost Schülke 6457,7. „Die blinden Gänger“ landeten mit 6293,7 auf Rang 7.

Einen unvergesslichen Wettkampftag erlebte Thomas Oberheide von der niedersächsischen SSG Deister. Da sein Teamkollege kurz vor dem Wettkampf wegen Krankheit absagen musste, entschloss er sich dazu, auch die Wettkämpfe seines Teamkollegen zu schießen. So ging der arme Kerl 16 Mal infolge an den Start. Mit Platz 12 und 13 im Einzel und Platz 6 in der Gesamtwertung hat er sich achtbar geschlagen. Bei den Pistolenschützen setzte sich der Potsdamer Wolfgang Geppert mit 13 Ringen Vorsprung vor seinem Teamkollegen Christian Kenklies durch. „Die Potsdamer Rookies“ siegten auch in der Teamwertung mit mehr als 100 Ringen Vorsprung vor dem Prenzlauer Team „Das Wunder“ mit Andreas Schmidt und Christian Jauert.

Ein erlebnisreicher Wettkampf, der sicher für die meisten noch lange in Erinnerung bleiben wird, ging am ersten Wochenende im Oktober mit der würdevollen Siegerehrung zu Ende.

Frank Dombrowski

Gastgeber dominieren Großkaliber Kreismeisterschaften

Der Kreisschützenbund Teltow-Fläming / Potsdam Stadt veranstaltete bei der Jüterboger Gilde seine Kreistitelkämpfe in diversen Pistolen- und Gewehrdisziplinen. Hierzu hatte sich der KSB Vorstand kurzfristig auf einer seiner Vorstandsversammlungen entschieden. Um den vielen Ordonnanzgewehrschützen im Kreis nach dem Bürger-Meister-Pokal wieder die Möglichkeit zu geben, einen Wettkampf zu bestreiten, führte man eine abgespeckte KM durch. So wurden nur die klassischen 20+20 Wettbewerbe und die Auflageentscheidungen mit offener und geschlossener Visierung absolviert. Für die Kurzwaffenschützen standen mit der Großkaliberpistole die Präzisionswettbewerbe 9.60 und erstmals auch die mit beiden Händen geschossene Disziplin 9.63 auf dem Programm. In den 6 Wettbewerben wurde in 19 Altersklassen um Medaillen und Urkunden gekämpft. Da es keine Qualifikation zu einer höheren Meisterschaft gab, verzichtete man auf Mannschaftsentscheidungen. 85 Gewehrschützen und 25 Pistolenschützen aus 10 Mitgliedsvereinen des KSB gingen an den Start.  Auch die wenigen Disziplinen führten dazu, dass der 100 Meter Stand an die Kapazitätsgrenze stieß. In 11 langen Rotten bestritten die Gewehrstarter ihre Wettbewerbe. Nicht nur für die Teilnehmer, auch für die Kampfrichter und Helfer war es ein sehr langer Tag. So wurde von 8 Uhr bis nach 19 Uhr geschossen. In den ersten Durchgängen war es noch recht frisch. So mussten die Starter noch mit niedrigen einstelligen Temperaturen klarkommen.  Die meisten Titel errangen nicht überraschend die Gastgeber. Allein 8 Siege mit dem Gewehr gingen auf ihr Konto. Sie waren mit 39 Startern auch am stärksten vertreten. Aber auch Rangsdorf und Potsdam (je 3) sowie PSV Zossen/Blankenfelde 2 und Luckenwalde, Ludwigsfelde und Schöbendorf/Paplitz mit je einem Titel konnten sich in die Siegerlisten eintragen.

Die stärksten Leistungen gab es beim Ordonnanzwettbewerb 20+20 mit geschlossener Visierung. Hier hatten die Gastgeber 6 Schützen am Start und belegten die ersten 5 Plätze. Sebastian Kienast verteidigte seinen Vorjahrestitel mit starken 358 Ringen. Vor allem die 172 Ringe im stehenden Anschlag waren beeindruckend. Er steigerte sich zum Vorjahr um 17 Ringe und lag mit seiner Leistung 3 Ringe über dem von Manfred Reichel vor einem Jahr bei der DM erzielten Landesrekord. Auch Frank Dombrowski, der als Einziger Teilnehmer sich in allen 6 Disziplinen versuchte, konnte sehr zufrieden sein. Mit 344 Ringen erzielte er sein zweithöchstes Wettkampfresultat, seit er 1997 erstmals in diesem Wettbewerb antrat. Hier waren die 189 Liegendringe ausschlaggebend für den 2. Platz, den er auch schon 2019 belegt hatte. Christoph Hermann schoss stehend (165) auf dem gleichen Niveau wie im liegenden Anschlag (166) und erreichte mit 331 Ringen Bronze. Ingo Louvet 327 und Jörg Flemming 320 überzeugten mit ihren Leistungen ebenfalls. Mit offener Visierung waren die Resultate nicht ganz so hoch. Auch hier holte sich Sebastian Kienast den Titel. Mit 345 hatte er 17 Ringe Vorsprung vor Ingo Louvet. Titelverteidiger Dombrowski setzte sich mit 320 gegen den ringgleichen Christoph Hermann durch und sicherte sich Platz 3.

Die größten Starterfelder (37 Schützen) gab es erwartungsgemäß beim 30 Schuss Auflagewettbewerb mit offener Visierung. In der Herren II Klasse gab es für Jüterbog einen Doppelerfolg. Hier gewann Ingo Louvet mit 273 knapp vor Markus Krawez 272 und dem in der nächsten Saison für Jüterbog startenden Kreisstädter Rene Weinland 262. Der Potsdamer Richard Tietz setzte sich im größten Starterfeld dieser KM durch. Er entschied die Konkurrenz in der Senioren I Klasse mit 271 Ringen. Weitere Titelträger waren Barbara Schilling und Hans-Joachim Heinze für Jüterbog, Günter Radtke aus Schöbendorf sowie Hans-Joachim Mölter aus Luckenwalde. Mit Dioptervisierung konnte Dombrowski seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Er siegte in der Herren II mit 275 und nur einem Ring Vorsprung vor Louvet und Weinland 259. Seinen ersten Kreistitel errang Michael Schoppe mit 262 in der Senioren I Kasse vor Manfred Langner (beide Jüterbog). In weiteren Klassen waren Jürgen Berg aus Potsdam, Renate Schneider vom Rangsdorfer SV, Wolfgang Heinze aus Ludwigsfelde und Hans- Joachim Rehbein aus Jüterbog erfolgreich.

Auf dem Kurzwaffenstand konnte wegen der Abstandsregel nur jede zweite Bahn genutzt werden. Hier siegte Jens Feistner vom PSV Zossen im Präzisionswettbewerb einhändig in der Herren I Klasse mit 267 vor Dombrowski 254 und dem Potsdamer Alexander Kade 236. Feistners Vereinskollege Karl-Heinz Berger, der hier auch als Kampfrichter tätig war, konnte sich in der Herren IV Klasse mit 262 vor dem Schatzmeister des KSB, Erhard Kloth, und Beate Busack (beide Potsdam) behaupten.

Im beidhändigen Anschlag holte Sebastian Lindner aus der Landeshauptstadt den Titel in der Herren I mit 256 knapp vor Dombrowski 254 und Roland Andrack 247 aus Groß Ziescht. Für Rangsdorf startend, gewannen Siegfried Weller und Steffen Cramer weitere Titel für Rangsdorf.

Frank Dombrowski