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Zentrale Siegerehrungsfeier des KSB in Potsdam – Schütze des Jahres geehrt

Bei der Schützengilde zu Potsdam wurde die zentrale Siegerehrungsfeier des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming / Potsdam-Stadt veranstaltet. Der KSB Vorstand hatte über die Mitgliedsvereine ordentlich Werbung gemacht, um die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu den letzten Jahren zu erhöhen. Aus Anlass der ständig steigenden Starterzahlen und damit verbundenen Verlängerung der Schießzeiten hatte man sich 2014 erstmals dazu entschlossen, Urkunden, Medaillen und Pokale bei einer separaten Feier zu überreichen. Teilnahmeberechtigt waren nicht nur die Sieger der einzelnen Wettbewerbe, alle Schützinnen und Schützen, die ein Ergebnis im Protokoll zu stehen hatten, waren hierzu eingeladen. Der Einladung folgten etwa 60 Starter vorwiegend aus den großen Vereinen Potsdam, Jüterbog, Ludwigsfelde, Rangsdorf und Blankenfelde. Da diesmal das Wetter nicht mitspielte, wurde die Feier nach Innen verlegt.

Der KSB hatte sich diese Veranstaltung wieder einiges kosten lassen. So gab es zu Beginn kostenloses vom Grill und freie Getränke. Um die Feierlichkeit noch attraktiver zu gestalten, hatte man das Prozedere deutlich verändert. So wurden erstmals nur die Teilnehmer aufgerufen, die anwesend waren. Zusätzlich fand inmitten der Übergabe eine Tombola statt, bei der 10 Preise im Gesamtwert von ca. 1000 Euro verlost wurden. Hier hatte Schatzmeister Erhard Kloth, der glänzend durch die Tombola führte und die Preise eindrucksvoll präsentierte, für ordentlich Spannung und viel Spaß gesorgt.

Kreissportleiter Mark Koschnick hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Bei den 6 Kreismeisterschaften in Potsdam, Jüterbog und Ludwigsfelde hatten 339 Schützen und Schützinnen 587 Startmeldungen abgegeben. Tatsächlich wurden aber nur 503 Starts realisiert. Neben 393 Platzierungsurkunden wurden 87 Kreisrekordurkunden, 240 Medaillen und 31 Mannschaftspokale vergeben. Im Vorfeld wurde bei den jeweiligen Kreistitelkämpfen abgefragt, ob im Falle einer Platzierung eine Medaille oder und eine Urkunde gewünscht wird. Dies führte dazu, dass rund ein Drittel der Materialien eingespart wurde.

Erstmals gab es eine Wertung „Schütze des Jahres“ bei der alle Starter, die in wenigstens einer Disziplin mindestens Platz 10 erreichten, teilnahmen. Hier gab es für jeden 1. Platz 10 Punkte und für jeden 10. Platz noch einen Punkt. Zusätzlich konnte man durch einen Kreisrekord noch 2 zusätzliche Punkte erhalten. Alle 154 Teilnehmer erhielten ein sehenswertes Zertifikat mit Platzierung, Punktezahl und Auflistung der Titel und Rekorde. Für die besten 3 Schützen des Jahres gab es zusätzlich noch große Pokale mit dem KSB Logo in Gold, Silber und Bronze, die ein Schützenfreund aufwendig mit dem 3D-Drucker gefertigt hatte. Einen hochspannenden Kampf um diese begehrte Trophäe lieferten sich über die ganze Saison bis zuletzt Mark Koschnick (27 Starts) und Frank Dombrowski (26 Starts). Der Jüterboger, der bislang die ganze Wettkampfsaison in fast allen Disziplinen auf sehr hohem Niveau schoss, setzte sich knapp mit 278 Punkten durch. Neben seinen 21 Kreistiteln und 4x Silber kamen 13 Kreisrekorde hinzu. Auch im Land zählte er mit 12 Landesmeistertiteln im Einzel und Mannschaft und einigen Landesrekorden in dieser Saison zu den erfolgreichsten Schützen. Der Ludwigsfelder hatte mit 15 Kreistiteln, 5x Silber, 6x Bronze und 10 Kreisbestmarken 270 Punkte erzielt, sich aber deutlich gegen den Jüterboger Markus Krawez behaupten können. Dieser erreichte 117 Punkte durch u. a. 7 Titel, 1x Silber und 2x Bronze sowie 4 Kreisrekorde. Punktgleich musste sich der Chefauswerter des KSB, Steffen John aus Ludwigsfelde, als undankbarer Vierter geschlagen geben.

Der Kreisvorsitzende Raik Britze bedankte sich nach der etwa dreistündigen Veranstaltung bei seinen Kreisvorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit und bei den Potsdamern, die diese Veranstaltung ausgerichtet hatten. Dieses Konzept der Durchführung der Siegerehrung sollte unbedingt beibehalten werden, betonten viele Anwesende nach Abschluss.   

Top 30 der Wertung „Schütze des Jahres“

1

Frank

Dombrowski

SchGi zu Jüterbog

278

2

Mark

Koschnick

SchGi Ludwigsfelde

270

3

Markus

Krawez

SchGi zu Jüterbog

117

4

Steffen

John

SchGi Ludwigsfelde

117

5

Jürgen-Dieter

Rückert

SchGi zu Potsdam

97

6

Alexander

Kade

SchGi zu Potsdam

89

7

Karl-Heinz

Berger

PSV Zossen

84

8

Berit

Schubert

SchGi Ludwigsfelde

80

9

Hans-Joachim

Tischler

SchGi Luckenwalde

70

10

Richard

Tietz

SchGi zu Potsdam

69

11

Jörg

Flemming

SpSchV Petkus

66

12

Helmut

Fahlenberg

SpSchV Petkus

64

13

Hans-Joachim

Mölter

SchGi Luckenwalde

63

14

Sebastian

Kienast

SchGi zu Jüterbog

61

14

Nicolas

Salchow

PSV Zossen

61

15

Sabine

Radtke

SchGi zu Jüterbog

60

16

Peggy

Wölk

SchGi zu Potsdam

60

17

Sebastian

Lindner

SchGi zu Potsdam

59

18

Michael

Stillfried

SchGi zu Potsdam

58

19

Benedikt

Crncic

SchGi zu Jüterbog

57

20

Norton

Höppner

SchGi Ludwigsfelde

52

21

Siegfried

Weller

Rangsdorfer SchV

52

22

Jana

Goldammer

SchGi Ludwigsfelde

50

23

Wolfgang

Soppa

SchGi Ravensburg

44

24

Wolfgang

Scharnowski

SchGi zu Potsdam

44

25

Dennis

Fröhling

SchGi zu Jüterbog

43

26

Erhard

Kloth

SchGi zu Potsdam

42

27

Lutz

Henze

SchGi Ludwigsfelde

40

28

Egon

Valentin

SchGi zu Jüterbog

39

29

Raik

Britze

Rangsdorfer SchV

39

30

Renate

Schneider

Rangsdorfer SchV

36

Frank Dombrowski

KM Druckluft – Jüterboger beim Königsschießen stark

Mit 10 Monaten Verspätung veranstaltete der Kreisschützenbund Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt seine Titelkämpfe mit Druckluftwaffen. Das Schützenhaus der Jüterboger Gilde war bereits zum 20. Mal infolge Austragungsort dieser Veranstaltung. Neben den gewohnten Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr Auflage, Luftpistole und Luftpistole Auflage wurde auch erstmalig der Wettbewerb Standardluftpistole ausgetragen. Der KSB hatte sich dazu entschlossen, die Corona bedingt im Januar abgesagten Meisterschaften nicht zu streichen. Die Verantwortlichen des KSB setzten alles daran, den Wettkampf unter Einhaltung der Corona Bestimmungen durchzuführen. Neben 3G Zutritt und Maske bis zum Schützenstand, hatten die Gastgeber zwischen den 13 Ständen Abtrennungen installiert. Es erfolgte auch ein ständiger Luftaustausch während des Schießens. Mit 92 Einzelstarts von Schützen aus 5 Vereinen des Kreises kam man natürlich nicht ganz an die Zahlen des letzten Jahres heran. Dennoch wurden an den 2 Wettkampftagen die Sieger und Platzierten in 35 Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen ermittelt. Erwartungsgemäß hatten die Jüterboger mit 27 realisierten Starts erneut das größte Aufgebot gestellt, vor Potsdam 24, Ludwigsfelde 19 und Luckenwalde 14. Die Gastgeber bestätigten ihre Erfolgsbilanz aus dem letzten Jahr. Wieder gab es 15 Titel in Einzel- und Mannschaftsentscheidungen. Hier folgten die Schützen aus der Landeshauptstadt mit 12, PSV Zossen und Ludwigsfelde je 3 und Luckenwalde mit 2 Erfolgen. Mit je 3 Titeln waren Helga Boge, Sabine Radtke und Frank Dombrowski (alle Jüterbog) die erfolgreichsten Teilnehmer. Kreissportleiter Mark Koschnick konnte auf den vom Gastgeber gestellten, erfahrenen Kampfrichter Heinz Krüger zurückgreifen. Chefauswerter Steffen John wertete mit der Ringlesemaschine jede Scheibe bzw. Scheibenstreifen aus und ermittelte den für das Königsschießen erforderlichen Teiler.

Auch in diesem Jahr, nahmen alle Teilnehmer durch ihre Startmeldung automatisch am Kreiskönigsschießen teil. Während es im vergangenen Jahr ein gemischtes Königshaus aus 3 Vereinen gab, kamen diesmal nur die Gastgeber und die Luckenwalder Gilde zu Königsehren. Neuer Kreisschützenkönig wurde Sebastian Kienast mit einem 13,6 Teiler. Der 36-Jährige Jüterboger Gewehrschütze, der beim letztjährigen Königsschießen auf dem 2. Rang zu finden war, löste seinen Vereinskameraden Jonas Stein vom Thron ab. Der Kreisstädter Florian Malaschewski 15,2 T musste sich knapp geschlagen geben. Auf Rang 3 landete der Zossener Nicolas Salchow 18,6 T. Kreisschützenkönigin wurde Mandy Kanzler. Die Gewehrschützin erzielte einen 31,4 T und behauptete sich gegen 6 Pistolenschützinnen. Peggy Wölk aus Potsdam 57,5 erreichte Platz 2 vor der Titelverteidigerin und fünffachen Kreiskönigin Jördis Schmidt (Potsdam) 69 T. Den besten Schuss dieser Kreismeisterschaften gab Senior Heinz Krüger beim Auflageschießen ab. Der 81-Jährige, der sich zuletzt im Jahr 2009 den Königstitel (damals noch freihändig) sicherte, schoss mit seinem Luftgewehr einen 3,8 T und setzte sich gegen mehr als 60 Konkurrenten und ganz knapp gegen seinen Vereinskollegen Egon Valentin durch, der mit seiner Luftpistole einen 4,6 T erzielte. Uwe Zander aus Potsdam wurde mit einem 9,6 T Dritter. Der neue Jugendkönig kommt aus Luckenwalde. Richard Küter erzielte einen 117 T und ist Nachfolger des Jüterbogers Benedikt Crncic.

Neben seinem Königstitel, gewann Kienast wie schon im vergangenen Jahr auch die Luftgewehr-Konkurrenz in der Herren I Klasse. Mit 387 siegte er vor seinen Teamkollegen Jonas Stein und Fabian Henze. Frank Dombrowski gewann in der Herren II mit 346 vor Mark Koschnick. Weitere Gewinner waren Alexander Kade (Potsdam) Herren III, Heinz Krüger Herren IV, Richard Küter Junioren II.

Beim 30 Schuss Auflageschießen, bei dem die Zehntelwertung angewandt wurde, erzielte der Potsdamer Uwe Zander das höchste Resultat. In der Senioren I Klasse verbesserte er seinen Kreisrekord aus dem letzten Jahr auf starke 311,2 Ringe. Bei den Seniorinnen I holte Birgit Hauck 284,3 einen Titel für die Luckenwalder Gilde. Sie setzte sich gegen Petra Schulze und Bettina Kühne vom gastgebenden Verein durch. Eine Dreifacherfolg feierten die Senioren II aus Jüterbog. Hier gewann Frank Leis mit exakt 300 Ringen vor Harald Richter und Ralf Schulze. Hartmut Krügener vom PSV Zossen entschied mit 307,1 Ringen die Senioren III Klasse. Seine Vereinskollegin, Martina Butzek, war mit 307 Ringen nicht viel schlechter und siegte im Feld der Seniorinnen III. In den Senioren(innen) IV Klassen (ab 71 Jahre) gab es Erfolge für den Potsdamer Joachim Lau 306,8 und Helga Boge 275,5. Die Klasse ab 76 Jahre (V) gewann der Potsdamer Gerhard Supper mit 304 Ringen vor Heinz Krüger 302,8. Der stellvertretende Vorsitzende des KSB, Frank Dombrowski, war trotz einer Sieben in der ersten Serie in der Herren II mit 305,9 erfolgreich. Jana Goldammer, Schriftführerin des KSB, holte sich mit 279,9 den Titel bei den Damen II. Mannschaftssiege konnten die Jüterboger sowohl in der Senioren I als auch in der Senioren III Klasse einfahren.

Beim Schießen mit der Luftpistole sorgte Jördis Schmidt für das höchste Resultat. In der Damenklasse steigerte sie ihre Vorjahresleistung um 4 auf starke 370 Ringe. Peggy Wölk schoss in der Damen II Klasse 353 und verbesserte ihre Kreisbestmarke um 8 Ringe. Außerdem gab es Erfolge für Sabine Radtke 334 Damen III und Nicolas Salchow 357 in der Herren I Klasse. Umkämpft war die Herren II Klasse. Hier siegte Mark Koschnick 354 (Ludwigsfelde) knapp vor Sebastian Lindner 352 aus Potsdam und Titelverteidiger Frank Dombrowski 350. Über Bronze in der Herren III konnte sich Hendrik Papenroth (Jüterbog) freuen. Er musste sich nur den Potsdamern Alexander Kade 344 und Frank Ditzel 366 geschlagen geben.

Eine erfolgreiche Verteidigung ihrer Titel aus 2020 schafften beim Schießen mit der aufgelegten Pistole Sabine Radtke 299,4 Seniorinnen I, Frank Dombrowski 303 Herren II und Berit Schubert 298,1 Damen II aus Ludwigsfelde. Das beste Ergebnis lieferte einer der ältesten Teilnehmer ab. Heinz-Jürgen Lippert aus der Landeshauptstadt kam auf 306,2 und siegte vor dem Kreisstädter Uwe Krause 300,4. Weitere Erfolge gab es für Helga Boge 262, Egon Valentin (Jüterbog) Senioren IV 297,2, Erhard Kloth 299,3 Senioren III, Thomas Kaser 301,4 Senioren II und Till Borgmann 303,8 Senioren I (alle Potsdam). Den Teamwettbewerb sicherte sich Jüterbog vor Ludwigsfelde. Im Wettbewerb der Standardluftpistole, bei der nach Zeitserien geschossen wurde, setzte sich Peggy Wölk 345 gegen Berit Schubert durch.

Frank Dombrowski

Starke Einzelleistungen bei KM, gemischtes Königshaus ermittelt

Nur eine Woche nach dem Vergleichswettkampf mit der Luckenwalder Gilde wurden zum 19. Mal infolge im Schützenhaus der Jüterboger Gilde die Kreismeisterschaften in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Mit 131 Einzelstarts von Schützen aus 6 Mitgliedsvereinen des Kreisschützenbundes Teltow-Fläming/Potsdam-Stadt, konnte die Teilnehmerzahl des vergangenen Jahres wiederum leicht gesteigert werden. In den Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr Auflage, Luftpistole und Luftpistole Auflage gab es diesmal 13 neue Kreisrekorde. In 35 Einzel- und 8 Mannschaftskonkurrenzen wurde um Medaillen, Urkunden und Pokale gekämpft. Die Gastgeber hatten mit 39 realisierten Starts erneut das größte Aufgebot gestellt, vor Potsdam 35, Luckenwalde 21, und dem PSV Zossen/Blankenfelde 16. Die überragende Bilanz der Gastgeber in den letzten Jahren, konnte diesmal nicht gesteigert werden. Dennoch wurden mit 15 Einzel- und Mannschaftserfolgen, die meisten Titel errungen. Hier lag man im Titelranking wieder vor den Schützen aus der Landeshauptstadt 13, dem PSV Zossen/Blankenfelde 7, Luckenwalde 3, Ludwigsfelde 2 und Petkus mit einem Titel. Die erfolgreichsten Starter waren der Jüterboger Harald Richter mit 4 Titeln, und Beate Busack aus Potsdam mit 3 Erfolgen. Kampfrichter Steffen John wertete mit Hilfe der vor 2 Jahren angeschafften Ringlesemaschine jede Scheibe bzw. Scheibenstreifen aus und ermittelte den für das Königsschießen erforderlichen Teiler. Kreissportleiter Mark Koschnick konnte auf die vom Gastgeber gestellten, erfahrenen Kampfrichter Barbara Schilling und Heinz Krüger zurückgreifen.

Wie in jedem Jahr, nahmen alle Schützen durch ihre Teilnahme automatisch am Kreiskönigsschießen teil. In 2020 gibt es ein gemischtes Königshaus. Hier erzielten Schützen aus 3 Vereinen in den jeweiligen Kategorien die beste Zehn. Neuer Kreisschützenkönig wurde Jonas Stein. Der 29-Jährige Jüterboger Gewehrschütze, der beim letztjährigen Königsschießen auf dem 2. Rang zu finden war, verdrängte kurz vor dem Ende der Titelkämpfe, den lange Zeit führenden Sebastian Kienast 11,4 T durch einen 6,5 Teiler. Stein, der erstmalig diesen Titel errang, löste seinen Vereinskollegen Frank Kanzler vom Thron ab. Auf Rang 3 landete der Ehrenvorsitzende des KSB, Detlef Bode, mit einem 13 T. Ihren mittlerweile 5. Königstitel erkämpfte sich Jördis Schmidt 37,7 T. Die Pistolenschützin aus der Landeshauptstadt hatte nach 2012, 2015, 2016 und 2018 wieder die beste Zehn abgegeben. Sie tritt die Nachfolge der Kreisstädterin Anne Sophie Wippich an. Geschlagen geben, mussten sich die Jüterboger Gewehrschützinnen Nadine Henkel 59,9 T und Birgit Ziegert 88,3 T. Bei den Auflageschützen gab es ein Novum. Hier erreichten 2 Schützen mit ihrer besten Zehn den gleichen Teiler. Sowohl Jürgen Schuhrke vom PSV Zossen als auch Hans-Joachim Rehbein vom gastgebenden Verein kamen auf einen 10,1 T. Da es jedoch nur einen König geben konnte, musste der zweitbeste Schuss die Entscheidung bringen. Hier hatte der Zossener mit 32,7 T zu 120,9 T einen deutlichen Vorsprung. Schuhrke sicherte sich erstmals die Königstrophäe. Auf den gemeinsamen dritten Rang kamen Martina Butzek vom PSV und der Jüterboger Werner Panek mit je einem 13,9 T. Alle Könige haben sich hiermit zum Landeskönigsschießen in Werder/Havel qualifiziert. Wie schon im vergangenen Jahr, waren beim Jugendkönigsschießen ausschließlich Jüterboger auf den vorderen Plätzen zu finden. Nach Thea Geske ist nun Benedikt Crncic neuer Kreisjugendkönig. Er erzielte mit seinem Luftgewehr einen 22,2 T vor Lisa Jakob 68,9 T und Johann-Richard Hahn 73,7 T.

Die Jüterboger waren im freihändigen Luftgewehranschlag wieder überlegen. 7 von 10 möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Außerdem stellten sie 4 neue Kreisrekorde auf. Die wohl stärkste Leistung dieser Titelkämpfe erzielte Sebastian Kienast. Der 34-Jährige, der seit 1997 Mitglied der Jüterboger Gilde ist, schoss sein zweitbestes jemals mit dem Luftgewehr erzieltes Resultat. Nach Serien von 98, 99, 98 und 98 standen plötzlich 393 Ringe im Protokoll. Seinen bisherigen Kreisrekord in der Herren I Klasse steigerte er um 8 Ringe.  Auf den Plätzen 2 und 3 lagen seine Mannschaftskollegen Lars Meyhak  und Fabian Henze. Weitere Rekordmarken erzielten Nadine Henkel 345 in der Damen II Klasse, Sven Lebahn 361 in der Herren II Klasse und Birgit Ziegert 363 in der Damen III Klasse.  B-Junior Benedikt Crncic setzte sich mit 375 Ringen klar gegen seinen Vereinskollegen Johann-Richard Hahn durch. In ihrem ersten größeren Wettkampf, gewann Lisa Jakob mit 353 die Jugendklasse. Die Herren IV Konkurrenz entschied der Petkuser Jörg Flemming 334 für sich. Er verwies die Jüterboger Norbert Huckewitz (Titelverteidiger) und Heinz Krüger auf die Plätze. In den Schülerklassen gab es durch Tessa Nowoisky  140 und Marlon Koschke 107 Titel für die Luckenwalder Gilde.

Beim Luftgewehr-Auflageschießen gab es 4 neue Kreisbestleistungen. Hier bestimmten die Schützen aus der Landeshauptstadt und Zossen/Blankenfelde das Geschehen. Das höchste Resultat erzielte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren III Klasse. Mit 311,3 setzte er sich gegen Helmut Fahlenberg (Petkus) und Hartmut Krügener vom PSV durch. Weitere Kreisrekorde für Potsdam gab es durch Uwe Zander 309,3 bei den Senioren I, Eckhard Müller 310,8 bei den Senioren IV. Einen weiteren Titel holte sich Heinz-Jürgen Lippert 306,5 bei den Senioren IV. Für den PSV setzte Astrid Sodeikat mit 305,2 bei den Seniorinnen I eine neue Höchstmarke. Weiter für den PSV erfolgreich waren: Martina Butzek 309,4 Seniorinnen III und Dr. Veronika Fuchs 293,1 Seniorinnen IV. Aber auch die Gastgeber konnten Einzelerfolge für sich verbuchen. So siegte Hendrik Papenroth 289 in der Herren II Klasse und Harald Richter 302,5 in der Senioren II Klasse. Mannschaftserfolge gab es hier durch Jüterbog im Senioren I Feld. Die Schützen aus Zossen/Blankenfelde waren in der Senioren III Klasse erfolgreich.

Die Potsdamer dominierten das Schießen mit der Luftpistole. Sie holten 7 der 8 möglichen Titel. Beate Busack (Potsdam) verteidigte ihren Vorjahreserfolg und erreichte 332 Ringe in der Damen IV Klasse. Peggy Wölk schoss in der Damen II Klasse mit 345 neuen Rekord. Weitere Potsdamer Erfolge gab es durch Jördis Schmidt 366 Damen I, Stefan Birr mit Kreisrekord 368 Herren III, Robert Böhm 364 Herren I und Erhard Kloth 332 Herren IV. Im mit 9 Startern größten Teilnehmerfeld dieser Disziplin gab es dann doch noch einen Jüterboger Sieg. Frank Dombrowski verteidigte seinen Titel mit 354 vor den Potsdamern Michael Stillfried und Sebastian Lindner.

Fünf Vereine konnten sich in die Siegerliste beim Pistolen Auflageschießen eintragen. Hier gab es zahlreiche Schützen, die ihren Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholten. Die wertvollste Leistung vollbrachte Beate Busack bei den Seniorinnen III. Die DM-Vierte des vergangenen Jahres steigerte ihre bisherige Kreisbestleistung um 7,5 auf ausgezeichnete 310,2 Ringe. Harald Richter schoss im Senioren II Feld persönliche Bestleistung von 303,2 und verbesserte seine Kreisrekordleistung aus 2019 um satte 8,6 Ringe. Weitere Einzelerfolge hatten: für Ludwigsfelde Berit Schubert Damen II mit Rekord 303,2,  für Jüterbog Sabine Radtke Seniorinnen I mit 295,8 und Frank Dombrowski Herren II 300,2, für den PSV Detlef Behlendorf Senioren I 303,7, Karl-Heinz Targiel Senioren III 302,2 und Winfried Quitzdorf Senioren IV 294,5. Der Luckenwalder Hans-Joachim Mölter gewann die Senioren V Klasse mit 286,3. Mannschaftliche Erfolge gab es durch Ludwigsfelde, Jüterbog und Potsdam.

Am 22. August findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier für alle Könige, Sieger und Platzierte statt.

Frank Dombrowski

Karabinerschützen bei Breitensporttitelkämpfen erfolgreich

In der Landeshauptstadt fanden die Landesmeisterschaften in den Breitensportdisziplinen statt. Hierzu erhielten 169 Schützen aus 38 Vereinen des Landesverbandes eine Startzulassung. Auf dem Wettkampfplan standen 5 Gewehr- und 4 Pistolenentscheidungen in den jeweiligen Altersklassen. Bei recht hohen Temperaturen schwitzten vor allem die Gewehrschützen in ihren Schießjacken. Die Schützen aus der Region gingen traditionell mit dem Kleinkaliber Karabiner an den Start. Hier gewannen die Sportschützen aus Jüterbog und Petkus 7 Medaillen.

In der stärksten Klasse holte sich der Petkuser Sven Bakus den Titel. Mit 257 Ringen verwies er den Jüterboger Sebastian Kienast, der mit 251 Ringen überzeugte, auf den 2. Platz. Für Bakus war es der 12. Landestitel in diesem Wettbewerb. Deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb diesmal Frank Dombrowski. Der Titelverteidiger erreichte durch drei schlechte Schüsse, die in der Fünf und Sechs landeten, nur 245 Ringe. Er sicherte sich aber noch Bronze vor dem für Petkus startenden Kreisstädter Ingo Louvet 235. Im Seniorenfeld triumphierte Norbert Huckewitz mit guten 255 Ringen vor Werner Stibbe 248 vom SV der Hochschule Cottbus. Huckewitz, der zuletzt im Jahr 2008 ganz oben auf dem Treppchen stand, hatte in dieser Disziplin einige Jahre pausiert und ein gelungenes Comeback erzielt. Jörg Flemming war mit seinen 247 Ringen sichtlich zufrieden, reichte es für ihn doch zum 3. Platz. Undankbarer Vierter wurde Helmut Fahlenberg 222, der sich noch vor dem Spremberger Sieger von 2014 Horst Müller 221 und den Luckenwaldern Egon Valentin 221 und Bodo Schneider 219 platzierte. Klaus Bakus kam mit 206 Ringen auf Platz 8. Knapp am Meistertitel vorbei schoss sich Barbara Schilling bei ihrer ersten LM Teilnahme in diesem Wettbewerb auf den Silberplatz. Bei fast ähnlichem Serienverlauf zur Siegerin, hatte sie nur 3 Ringe Rückstand auf die mehrfache Titelträgerin Kerstin Pöschla 224 aus Cottbus. Nach dem 3. Platz von den Meisterschaften im Liegendkampf war dies bereits ihre zweite Top 3 Platzierung in der Damenklasse. Den Mannschaftstitel errangen wieder die Schützen aus der Flämingstadt. Mit 751 Ringen lag man doch deutlich vor Cottbus 735 und Spremberg 712.

Eine weitere Medaille erkämpfte Dombrowski im einzigen Großkaliber Wettbewerb dieser Breitensporttitelkämpfe. Mit der GK Pistole gewann er beim Präzisionsschießen über 30 Schuss Silber. Mit 264 Ringen war er trotzdem nicht ganz zufrieden. Gerade in dieser Disziplin hatte er sich doch mehr erhofft. Mit schon klarem Vorsprung gewann der Liebenthaler Frank Kametzki 282 Gold. Bronze ging an den Oranienburger Martin Widera 259. Keine Chance auf eine vordere Platzierung hatte Dombrowski dann mit der KK Präzisionspistole. Obwohl er als Titelverteidiger an den Start ging, konnte er mit 263 Ringen nicht annähernd seine Leistung aus dem Vorjahr bestätigen. So blieb hier nur der 6. Platz. Den Sieg erkämpfte der Prenzlauer Andreas Schmidt mit 280 Ringen.

Frank Dombrowski

Schützen beim Sanssouci Pokal in Potsdam

Die 26. Auflage des traditionellen Sanssouci Pokals brachte für die Schützen aus der Region mehrere Top 3 Platzierungen. Die Potsdamer Gilde lud zur dreitägigen Schießsportgroßveranstaltung in die Landeshauptstadt ein. Hier wurden in 6 Olympischen – und 6 Breitensportdisziplinen Pokalsieger gesucht. Obwohl einige Wettbewerbe in der Vergangenheit dem Rotstift zum Opfer fielen, standen fast 300 Pokale in Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen bei Erreichen der Mindestteilnehmerzahl in der jeweiligen Klasse bereit. So gab es in diesem Jahr 277 Starts von Schützen aus 32 Vereinen. Die Teilnehmer konnten ihre Starts aus 7 Pistolen- und 5 Gewehrwettbewerben wählen. Nicht überraschend lieferten die Auflageentscheidungen die größten Starterfelder. Sportschützen aus Jüterbog, Luckenwalde und Petkus traten 23 Mal an die Feuerlinie und waren 11 Mal auf den ersten 3 Plätzen zu finden.

Den einzigen Sieg markierte Sabine Radtke beim Auflageschießen mit der Luftpistole. Mit guten 291 Ringen setzte sie sich in der Damen Altersklasse gegen Bianka Geißmar 288 von den Götzer Bergschützen durch. Anschließend errang sie im klassischen Luftpistolenwettbewerb den 2. Platz. Nach längerer Wettkampfpause in dieser Disziplin sind die erzielten 348 Ringe sicher noch ausbaufähig. Den Sieg erkämpfte Petra Bendisch 355 von der SG Seehausen. Im Präzisionswettbewerb über 30 Schuss mit der Kleinkaliber Pistole sicherte sich Jüterbogs Sportleiter Frank Dombrowski 269 den 2. Platz hinter dem Schiffmühler Falko Gersdorf 278. Dritter wurde der Kreisstädter Mirko Schwarzer 250. In der Altersklasse musste sich der Luckenwalder Thoralf Strasen 267 nur dem Potsdamer Mario Kleinpeter 277 geschlagen geben.

Auch in den Gewehrwettbewerben gab es Erfolge zu verzeichnen. Im Liegendkampf der Schützenklasse die von hoher Leistungsdichte an der Spitze gekennzeichnet war, kam Alexander Flemming hinter dem ringgleichen Medewitzer Udo Wolf mit 575 Ringen auf den Silberrang. Wolf hatte mit 98 zu 96 die letzte Serie besser ausgeschossen. Sven Bakus 573 und Frank Dombrowski 565 blieben auf den Rängen 5 und 7 unter ihren Möglichkeiten. Christoph Hermann belegte mit 548 Platz 9. Die Damenkonkurrenz gewann Anne Sell aus Görzke mit 575 vor der Flämingstädterin Maria Schoppe 541 und Gudrun Kuckert 526 aus Medewitz. Deutliche Leistungseinbußen musste Senior Siegfried Zimmer hinnehmen. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen verlor er zum Vorjahr fast 30 Ringe und kam mit für ihn enttäuschenden 485 Ringen nur auf den 11. Platz. Rolf Stelzer aus Königs Wusterhausen gewann mit 587 Ringen. Den Teamwettbewerb gewann Görzke 1721 vor Team Norwegen 1713 und Petkus 1696. Jüterbog 1591 wurde hinter Medewitz 1644 Fünfter. Mit Platz 2 und 3 im KK Gewehr Auflagewettbewerb mit Dioptervisierung konnten die Luckenwalder B-Senioren (ab 65 Jahre) zufrieden sein. Bodo Schneider 272 behauptete sich als Zweitplatzierter vor seinem Teamkollegen Hans-Joachim Mölter 265. Hier gewann der Werderaner Hartmut Schulz 278. Hans-Joachim Tischler 277 und Egon Valentin 270 platzierten sich bei den A-Senioren auf 5 und 7. Mit Zielfernrohrvisierung kamen Valentin 276 und Mölter 280 in ihren Klassen jeweils auf den 3. Platz. Tischler 243 und Schneider 257 erreichten die Plätze 5 und 9.

Als Vorbereitung auf die kommende Saison zur 2. Bundesliga trat Sebastian Kienast mit dem Luftgewehr an. Doch hier zeigte sich schnell, dass ohne Training nichts zu holen ist. 379 Ringe bedeuteten für den erfolgreichsten Gewehrschützen der Jüterboger Gilde den 4. Platz. Fabian Henze, der in dieser Saison die Jüterboger in der Landesliga vertritt, kam mit 365 Ringen auf den 6. Platz. Mit überragenden 397 Ringen gewann Torsten Sperling aus Deutschenbora nicht nur den Einzelwettbewerb, er sicherte sich auch den großen Sanssouci Pokal für die beste Leistung in den olympischen Wettbewerben.

Frank Dombrowski