Zielsicherheit beim Sargschießen gefragt

Um 10.00 Uhr fiel am Neujahrestag der erste Schuss beim traditionellen Sargschießen der Jüterboger Gilde. Wie im vergangenen Jahr kamen 17 Teilnehmer ins Schützenhaus, um den Start der neuen Saison einzuleiten. Neben Sportschützen, Traditionsschützen waren auch Bogenschützen mit von der Partie. Auf Grund der hohen Beteiligung entschloss man sich, auch in diesem Jahr nur 3 der 4 Druckluftwettbewerbe auszutragen. Bei dem Ausscheidungsschießen schied immer derjenige mit dem niedrigsten Schusswert aus. Bei Ringgleichheit musste ein Stechen entscheiden. Kurioser Weise wurden einschließlich Stechschüsse wie im Vorjahr 442 Schüsse abgegeben. Und auch die Anzahl der „Fahrkarten“ (Treffer außerhalb des Scheibenspiegels) blieb mit 27 gleich.

Beim freihändigen Luftgewehrschießen gab es mit 19 Fahrkarten erwartungsgemäß die meisten Fehlschüsse. Die ersten 12 Runden überstanden Hendrik Papenroth, Harald Richter, Frank Dombrowski, Jonas Stein, und Frank Leis, der zuvor Barbara Schilling im Stechschuss besiegte. Dann verabschiedeten sich Richter und Papenroth mit einer 0 und einer 3. In der Vorschlussrunde erwischte es Leis, der sich mit seiner ersten Nullnummer aus dem Titelkampf schoss. Im Finale standen mit Dombrowski und Stein wieder die Vorjahresfinalisten zum Stechen bereit. Nach der Niederlage 2015 revanchierte sich der Sportleiter der Gilde und setzte sich mit 9:6 durch. Für Dombrowski war es der 5. Titelgewinn in den letzten 6 Jahren in dieser Disziplin.

Deutlich höhere Ringzahlen wurden beim Luftgewehr-Auflageschießen erzielt. Hier zeigten sich die „Spezialisten“ sehr zielsicher. Nach 12 Runden kämpften noch Ralf Schulze, Kristian Friedrich, Heinz Krüger, Dombrowski, Richter und Stein um den Titel. In den folgenden Runden schieden Stein mit einer 7, Friedrich mit einer 9 und Krüger nach 4 Stechschüssen mit einer 8 gegen Dombrowski aus. Als Dombrowski in der vorletzten Runde eine 8 erzielte, blieben für das Finale nur noch Richter und Schulze übrig. Richter, der schon im letzten Jahr im Finale stand, setzte sich verdient mit 10:9 durch. 14 seiner 16 Schüsse trafen das Zentrum.

Das Pistolenschießen verlief deutlich schneller. Hier hatte man sich im Vorfeld darauf geeinigt, dass Schützen mit einer Null sofort ausschieden und nicht ins Stechen kommen konnten. So war für Krüger und Xuefang Leis schon nach dem 1. Schuss Feierabend. Unter die Top 5 hatten es Schilling, Stein, Dombrowski, Richter und Peter Rinderle geschafft. Dann schossen Stein eine 4 sowie Richter eine 7 und konnten die Koffer packen. Nach zuvor guter Schussfolge musste Schilling mit einer 3 ihr Schießen beenden. Im anschließenden Finalduell setzte sich Dombrowski gegen Rinderle mit 8:7 durch und verteidigte seinen Titel.

Frank Dombrowski

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