Schlagwort-Archive: Thea Geske

Verhaltener Start zum Ranglistenauftakt

Endlich war es wieder soweit. In der Walther Arena in Berlin Alt-Glienicke begann die neue Wettkampfsaison der Liegendkampf- und Dreistellungskampf Schützen. Beim Ranglistenschießen des PSV Olympia werden in den kommenden 6 Monaten 123 Schützen aus knapp 20 Vereinen Berlins, Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und der Tschechischen Republik an den 6 Wettkämpfen teilnehmen, um sich für den jeweiligen Endkampf zu qualifizieren. 116 Starter umfasst das Feld der Liegendkampf Teilnehmer. Für den KK-Dreistellungskampf (knieend, liegend, stehend) haben 47 Teilnehmer gemeldet. Auch in dieser Saison kommt es beim Liegendschießen auf die Stelle nach dem Komma an. Die Zehntelwertung hatte sich bestens bewährt. So kommt es schon mal vor, dass man sich über eine niedrige 10,2 ärgert. Am ersten Wettkampftag traten 97 Liegendschützen an. Das war einer mehr als im letzten Jahr. Der SSV Petkus war hinter den Gastgebern (14) mit 11 Aktiven am stärksten vertreten. Im vorderen Mittelfeld zeigte sich eine sehr hohe Leistungsdichte. So lagen 40 Plätze zwischen 599 und 609 Ringen. Doch der Start verlief für die Petkuser, die auch in dieser Saison wieder mit 3 Mannschaften antreten und von Schützen aus Luckenwalde, Senftenberg, Jüterbog und Ludwigsfelde unterstützt werden, etwas holprig.

Stärkster Schütze im Team war Frank Dombrowski. Der Sportleiter der Jüterboger Gilde hatte nur zu Beginn etwas Schwierigkeiten in den Wettkampf zu gelangen. Erst in den letzten 30 Sekunden der 15 Minuten Probezeit fand der eine stabile Anschlagsposition. Nach einer nur durchschnittlichen Startserie bei dem er sich 5 Neuner leistete, steigerte er sich deutlich, schoss 15 Zehner infolge und hielt das gute Niveau bis zum Schluss bei. Als nur noch er im ersten Durchgang an der Feuerlinie lag, beobachteten die Teammitglieder und andere Schützen seine letzten Schüsse am Monitor. Dann landete der letzte Schuss in der 10,9 und er hatte den Applaus auf seiner Seite. In seinem 300. KK-Liegendkampf erreichte er 611,5 Ringe. Nach alter Wertung hatte er mit 586 Ringen seine Wettkampfbestleistung nur um 1 Ring verfehlt. Mit Platz 12 nach dem 1. WK Tag hatte er nicht gerechnet. Benedikt Crncic liegt nach dem ersten Tag auf Rang 40. Er hatte mit 602,3 (572) doch einige Ringe liegen gelassen, bei 2 Serien durch Schüsse in die Acht, deutlich die 100er Marke verfehlt. Auch Alexander Flemming hatte sich den Ranglistenstart sicher anders vorgestellt. Der Vorjahreszweite konnte nicht mehr auf seine eingeschossene Wettkampfmunition zurückgreifen, musste daher mit der Trainingsmunition auskommen. Das hatte zur Folge, dass alle 6 Serien einen ähnlichen Verlauf um die 100er Marke hatten. Bei 30 Neunern und 30 Zehnern erzielte er mit 599,2 Ringen (570) sicher eines seiner beiden Streichresultate.

Nach seinen guten Leistungen im letzten Jahr ist Manfred Langner jetzt für die erste Mannschaft am Start. Der Senftenberger zeigte sich mit 594,6 (567) doch etwas unzufrieden, wollte er doch die 600er Marke, die er letztes Jahr 3 Mal erreichte, knacken. Für den Kreisstädter Ingo Louvet, war es der beste Ranglistenwettkampf seit eineinhalb Jahren. Obwohl im in der 3. Serie eine Sechs herausrutschte, steigerte er sich ständig und schloss mit einer guten 98er Serie ab. Nach 593,6 Ringen (567) liegt er mit Platz 66 im hinteren Mittelfeld. Senior Helmut Fahlenberg hatte in seinem Wettkampf einen ungewöhnlichen Serienverlauf. Zwischen 90 und 98 war fast alles dabei. Mit 591,4 (561) liegt er auf Rang 68 noch vor dem Vereinsvorsitzenden Jörg Flemming. Dieser war mit 588,3 (562) nicht ganz unzufrieden, obwohl es sein bislang niedrigstes Resultat seit Einführung der Zehntelwertung war. Leicht unter ihrem Vorjahresschnitt blieb Thea Geske. Die Jugendschützin erreichte 584,6 (555) bei annähernd konstanten Serien. Kreissportleiter Mark Koschnick kam auf 574,2 Ringe (549), schoss mit seiner besten Serie aus und liegt mit Rang 85 im hinteren Feld. Zum ersten Mal für Petkus startend, erreichte David König 565 Ringe (539). Einen deutlichen Sprung nach oben machte Jana Goldammer. Sie verbesserte sich mit 562,9 (537) um mehr als 35 Ringe zu ihrem Durchschnittsresultat aus 2018. Jugendschütze Johann Richard Hahn liegt mit 562,3 Ringen (532) auf Rang 91.

Den Tagessieg erkämpfte sich wie so oft Michael Wischnewsky vom gastgebenden Verein mit 622 Ringen (594) vor der Brandenburgerin Isabel Vaorin 618 (589) und Jana Tolonitz vom LV Sachsen-Anhalt 616,5 (587).

Mit nur mäßigen 1813 Ringen liegt die erste Mannschaft der Petkuser auf Rang 9. Hier führt die 3. Mannschaft des PSV Olympia vor Neuenhagen und der ASG Brandenburg.

Im Dreistellungskampf erreichten die Jüterboger Jugendschützen nur Durchschnittsresultate. Hier zeigten sich vorwiegend im Stehendanschlag Probleme. Bendikt Crncic kam auf 534 und liegt auf Platz 27, vor Thea Geske 506 Ringe Platz 33 und Johann – R. Hahn 494 Ringe Platz 36. Mit einer überragenden Leistung liegt Regina Martin Trefz vom SV Neuenhagen 2000 mit 579 Ringen an der Spitze.

Frank Dombrowski

  1. Wettkampftag Liegendkampf:
1. Wischnewsky Michael PSV Olympia Berlin III   622,0
2. Vaorin Isabel ASG Brandenburg I   618,0
3. Tolonitz Jana LV Sachsen-Anhalt   616,5
4. Martin-Trefz Regina SV Neuenhagen 2000   616,2
5. Berczes Amelie LV Sachsen-Anhalt   615,0
6. Ruthsatz Frank PSV Olympia Berlin II   614,5
7. Ehmki Nicole NBSG   614,0
8. Ravani Jay PSV Olympia Berlin I   613,8
9. Lobasiuk Slawomir PSV Olympia Berlin III   613,1
10. Dittrich Siegfried SV Chemnitz 1990 e.V.   612,3
12. Dombrowski Frank Sportschützen Petkus I   611,5
40. Crncic Benedikt Sportschützen Petkus I   602,3
57. Flemming Alexander Sportschützen Petkus I   599,2
64. Langner Manfred Sportschützen Petkus I   594,6
66. Louvet Ingo Sportschützen Petkus II   593,6
68. Fahlenberg Helmut Sportschützen Petkus II   591,4
73. Flemming Jörg Sportschützen Petkus II   588,3
75. Geske Thea Sportschützen Petkus III   584,6
85. Koschnick Mark Sportschützen Petkus III   574,2
88. König David Sportschützen Petkus II   565,0
90. Goldammer Jana Sportschützen Petkus III   562,9
91. Hahn Johann Sportschützen Petkus III   562,3

 

Mannschaft:

1. PSV Olympia Berlin III 1.845,7  
2. SV Neuenhagen 2000 1.838,5  
3. ASG Brandenburg I 1.834,4  
4. LV Sachsen-Anhalt 1.832,1  
5. PSV Olympia Berlin II 1.826,9  
6. SV Chemnitz 1.825,3  
7. NBSG 1.824,1  
8. SV SSK Dvory 1.817,3  
9. Sportschützen Petkus I 1.813,0  
10. Schützengesellchaft Bockau 1871 1.812,0  
11. SGem. Medewitz / Chemnitz 1.811,0  
12. Sgi 1418 zu Bernau 1.803,6  
13. PSV Olympia Berlin I 1.800,1  
14. SV Treffer Plauen 1.798,9  
15. Sgi zu Lübben 1.782,8  
16. Sportschützen Petkus II 1.773,3  
17. SV Briesen 1.761,9  
18. Sportschützen Petkus III 1.721,7  
19. ASG Brandenburg II 1.718,3  
20. Sgi zu Köpenick 1.715,0  
21. Weißwasseraner SV 1.109,0  
22. Sommerbiathlon 547,9  

Landesmeisterschaften der Druckluftschützen in Frankfurt – Radtke und Bulla mit Einzelerfolgen

In Frankfurt/Oder wurden die Landesmeisterschaften in den klassischen Druckluftwettbewerben mit Luftgewehr und Luftpistole ausgetragen. Da die Schüler ihre Meisterschaften erst im Juni zu bestreiten haben, wurde für sie auch wieder der traditionelle Schülerpokal veranstaltet.  Mit 18 Startern waren die Schützen aus der Flämingstadt so stark vertreten wie seit vielen Jahren nicht mehr. Mit 2 Einzel- und einem Mannschaftstitel sowie weiteren Platzierungen auf dem Podest konnte sich die Bilanz sehen lassen. Die größten Starterfelder gab es erwartungsgemäß mit der Luftpistole. Hier erhielten 209 Schützen eine Startzulassung.

Nach ihrem Vizemeistertitel im letzten Jahr konnte Sabine Radtke mit der Luftpistole in der Damenaltersklasse diesmal den Titel erringen. Wie schon im letzten Jahr erreichte sie 352 Ringe. Obwohl ihr wenige Ringe zum Limit für die Deutschen Meisterschaften fehlten, freute sie sich doch über den Titelgewinn. Sie setzte sich gegen die Titelverteidigerin Bianca Geißmar 347 von den Götzer Bergschützen  und Irina Juckenburg 329 vom SV Briesen durch. In der Damenklasse erreichte Barbara Schilling mit 286 Ringen den 12. Platz. Hier triumphierte die Frankfurterin Josefin Eder mit 380 Ringen. Frank Dombrowski steigerte sich in der Schützenklasse zum letzten Jahr um 2 auf 354 Ringe und belegte Platz 22. Überlegen gewann Florian Schmidt (Frankfurt) mit 383 Ringen. Der Kreisstädter Detlef Bode erreichte in der Altersklasse mit 326 Ringen den 19. Platz. Im Junioren B Wettbewerb kam der Luckenwalder Kevin Boche mit 347 Ringen auf Platz 9.

Die Luftgewehrschützen aus der Flämingstadt waren in Topform. Vor allem zeigten die Damen eine bravuröse Vorstellung. Bundesligaschützin Gabi Bulla holte sich den Meistertitel mit erstklassigen 387 Ringen. Mit dieser Leistung dürfte sie sich für die DM qualifiziert haben. Vier Ringe Rückstand wies die Titelverteidigerin Maria Preihs von den Frankfurter Sportschützen auf. Die für Jüterbog startende Chris Belinda Leimbach gewann mit 381 Ringen Bronze. Mandy Kanzler kam auf 372 Ringe und sicherte sich mit Rang 5 eine Platzierung im Vorderfeld. Mit beeindruckendem Vorsprung von 49 Ringen siegten die Jüterbogerinnen 1140 im Mannschaftskampf vor den Frankfurter Sportschützen 1091 und PSV Guben 1011. Nach souveränem Start ließ Birgit Ziegert in der Damenaltersklasse einige Ringen liegen. Dennoch erreichte sie bei ihrer ersten LM Teilnahme 347 Ringe und Platz 5. Simone Schmidt von der SG Lübben gewann mit 371 Ringen und deutlichem Vorsprung vor ihren Mannschaftskolleginnen Katrin Berndt und Sylvia Arlt.

Bei den Schützen schoss sich Frank Kanzler wie im letzten Jahr zu Bronze. Mit guten 384 Ringen zeigte er die beste Jüterboger Leistung. Sebastian Kienast konnte nicht an sein Leistungsniveau aus der 2. Bundesliga anknüpfen. Er hatte kurz vor den Meisterschaften seinen Anschlag verändert und kam noch nicht so zurecht. Mit enttäuschenden 375 Ringen reichte es nur zum 10. Platz. Der 25jährige Jonas Stein erzielte 368 Ringe. Im 29 Mann starken Teilnehmerfeld wurde es, wie in 2015, der 15. Platz. Mit großem Vorsprung setzte sich Frank Schwarz vom gastgebenden Verein durch. Bei seinen 394 Ringen lag er 9 Ringe vor dem Bötzower Rick Herrmann. Um 10 Ringe verpassten die Jüterboger die Titelverteidigung. Bötzow wurde Mannschaftsmeister. Die Forster Schützen errangen Bronze. Im Seniorenfeld kam Heinz Krüger mit 313 Ringen auf Platz 6. Der Petkuser Jörg Flemming belegte mit 328 den undankbaren 4. Platz. Uwe Lau aus Neuenhagen wurde mit 353 Landesmeister vor dem ringgleichen Wolfgang Brüggemann aus der Landeshauptstadt. Für Luckenwalde startend kam Elias Graf in der Jugendklasse mit 294 Ringen auf den 12. Platz.

Die Jüterboger Schüler dominierten die Pokalwertung. In der männlichen Klasse gab es einen Dreifacherfolg für die Flämingstadt. Julian Anders setzte sich mit starken 190 Ringen gegen Benedikt Crncic 182 und Alexander Raasch-Kaiser 160 durch. In der weiblichen Schülerklasse kamen die ersten 4 aus Jüterbog. Trainer Frank Kanzler hatte seine Nachwuchsschützinnen sehr gut eingestellt. Maria Kanzler gewann die Pokalwertung mit 187 vor der Kreisjugendkönigin Svenja Graßmann 177, Joline Ziegert 170 und Neuzugang Thea Geske 159. In der Teamwertung siegte die 2. Mannschaft der Jüterboger mit 534 knapp vor der 1. Mannschaft 532. Die Schüler der Frankfurter Sportschützen holten den Bronzepokal vor dem PSV Guben.

 Frank Dombrowski