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Alexander Flemming startet perfekt in neue Rangliste

Nur etwa einen Monat nach Abschluss der Ranglistensaison 2019-2020 begann in der Walther Arena schon die neue Kleinkaliber Rangliste im Liegend- und Dreistellungskampf. In den kommenden 6 Monaten werden wieder 6 Wettkämpfe und der Endkampf zu bewältigen sein. Nach dem erfolgreichen Abschneiden des Petkuser Teams beim Endkampf vor einem Monat möchte man natürlich wieder alles daran setzten, eine ähnlich gute Leistung abzuliefern. Der Eröffnungskampf im KK Liegendschießen hätte für das Team kaum besser ablaufen können. Obwohl Corona-bedingt die Topschützen aus Tschechien nicht anreisen konnten, traten zum ersten Wettkampf 75 Schützen aus 19 Vereinen an. Hinter den Gastgebern (13) stellten die Schützen vom Golm mit 8 Teilnehmern das zweitgrößte Aufgebot. Aufgrund einiger Abgänge in der letzten Saison, wurden Ranglistenleiter Rainer Bennewitz diesmal nur 2 Mannschaften aus Petkus gemeldet.

In blendender Form zeigte sich Alexander Flemming. Der Zweite der letzten Saison zeigte wieder einen überragenden Wettkampf. Mit 623,4 (594) war es einer seiner besten Leistungen im Liegendkampf. Bei seinen 6 Serien von 105,2 (99), 102,3 (99), 103,0 (99), 103,1 (98), 105,6 (100) und 104,2 (99) leistete er sich nur 6 Neuner. 40 seiner 54 Zehner landeten sogar in der Innenzehn. Da konnte am ersten Tag niemand mithalten. Mit deutlichem Vorsprung sicherte er sich den Tagessieg vor Hendrik Martens 619,6 vom gastgebenden Verein und Marlies Lange 618,4 aus Neuenhagen. Frank Dombrowski, dem es deutlich zu kalt im Schützenstand war, verpasste seine Zielsetzung knapp. Hier hatte man an allen Wettkampftagen wohl aus Hygienegründen nur kalte Frischluft zugeführt. Nach zuletzt gutem Endkampf, wollte er wieder die 610er Marke erreichen. Doch der letzte Schuss der ersten Serie vermasselte ihm dieses Vorhaben. Einen typischen Anfängerfehler zu machen, hatte er nicht auf dem Plan. Er zielte zu lange, hatte schon sämtliche Luft im Körper verbraucht und sagte sich: „Wird schon gut gehen“ und löste den Schuss aus. Die Quittung dafür, eine tiefe Sieben. Obwohl er ohne Zehntelwertung nur 578 erreichte, waren doch dank der 40 Zehner einige hohe Mouchen dabei, so dass er mit 608,7 die zweitbeste Leistung im Team erzielte. Nach dem ersten Tag liegt er auf Rang 19. Auf ähnlichem Niveau schoss Benedikt Crncic. Der Junior steigerte sich mit 607,2 leicht zum Gesamtdurchschnittsergebnis der letzten Saison. Durch starke 43 Treffer in der Zehn waren es ohne Zehntel 583 Ringe. Wie hoch das Niveau in der Rangliste in den letzten Jahren geworden ist zeigt, dass diese Leistung „nur“ zu Platz 24 reichte.

Gut 10 Monate musste Manfred Langner warten, bis er wieder ein Ergebnis über der 600er Marke hatte. Als stärkster Schütze der 2. Mannschaft belegte er mit 600,4 (573) Platz 36. Erst in der letzten Serie sollte er zwei nacheinander geschossene tiefe Achten hinnehmen müssen. Leicht unter seinem Vorjahresschnitt blieb Jörg Flemming. Der Vereinsvorsitzende liegt nach 585,8 (560) auf Platz 56. Ein tolles Ergebnis erzielte Lisa Jakob. Die erst 16-Jährige, die in der Jüterboger Gilde von Manfred Henkel trainiert wird, hatte ihren ersten Wettkampf mit dem KK Gewehr. Mit 583,4 (561) und Platz 57 konnte sie vollauf zufrieden sein. Vor allem die 3. Serie in der sie mit 99,8 (97) die 100er Marke knapp verfehlte, dürfte für weiteren Auftrieb und Motivation sorgen. Unzufrieden dürfte Senior Helmut Fahlenberg mit seiner Leistung zum Saisonstart gewesen sein. Mit nur 578,2 (552) blieb er 20 Ringe unter seinem letztjährigen Schnitt. Neun Treffer in der Acht waren doch zu viel. Er liegt auf Rang 60. Wie Jakob gab auch Laura Schulz ihr Debüt beim Ranglistenschießen. Die Jugendschützin erreichte 497,6 (472). Mit Platz 75 liegt sie zwar noch am Ende des Feldes, doch hier dürften weitere Leistungssteigerungen absehbar sein. Für ihren Stammverein, die SG Ludwigsfelde, treten in dieser Saison Mark Koschnick und Jana Goldammer an die Feuerlinie. Der Kreissportleiter steigerte sich zur Vorsaison leicht auf 582,1 (557) und belegt derzeit den 58.Platz. Die Schriftführerin des KSB schoss 564,7 (541). Zwei Ausreißer in die Fünf und Sechs verhinderten ein höheres Resultat. Sie liegt auf Rang 66.

Im Mannschaftskampf knüpften die Petkuser an die Endkampfleistung der letzten Saison an. Hinter dem PSV Olympia II und PSV Olympia III rangiert man aussichtsreich auf dem 3. Platz. Im hinteren Mittelfeld ist für das auf Platz 14 liegende Team Petkus II bei annähernd gleicher Leistungsdichte im nahen Umfeld aber noch viel drin.

Benedikt Crncic (Foto) und Lisa Jakob schossen auch den 1. WK im Dreistellungskampf. Für den Junioren reichten 541 Ringe zum 12. Platz. Damit hatte er genau den Schnitt seiner letzten 6 Ranglisten Wettkämpfe erreicht. Beim Liegendschießen erzielte der 18-Jährige sogar eine 100er Serie. Das gelang neben ihm nur noch dem führenden Frank Ruthsatz 570 vom gastgebenden Verein. Jakob zeigte im Feld der 22 Teilnehmer auch hier eine bravouröse Leistung. Mit 516 Ringen belegte sie den 19. Platz.

  Frank Dombrowski

Tageswertung Liegend:

1.FlemmingAlexanderSportschützen Petkus I 623,4
2.MartensHendrikPSV Olympia Berlin II 619,6
3.LangeMarliesSV Neuenhagen 2000 618,4
4.SchönfelderMartinSV Treffer Plauen 618,1
5.RuthsatzFrankPSV Olympia Berlin II 618,0
6.WischnewskyMichaelPSV Olympia Berlin III 617,4
7.FrohbergPeterSV Chemnitz 1990 e.V. II 616,8
8.LobasiukSlawomirPSV Olympia Berlin III 616,5
9.RaddatzAndreasSgi 1418 zu Bernau I 616,3
10.HinzPhilippSgi 1418 zu Bernau I 615,4
19.DombrowskiFrankSportschützen Petkus I 608,7
24.CrncicBenediktSportschützen Petkus I 607,2
36.LangnerManfredSportschützen Petkus II 600,4
56.FlemmingJörgSportschützen Petkus II 585,8
57.JakobLisaSportschützen Petkus II 583,4
58.KoschnickMarkSgi Ludwigsfelde 582,1
60.FahlenbergHelmutSportschützen Petkus II 578,2
66.GoldammerJanaSgi Ludwigsfelde 564,7
75.SchulzLauraSportschützen Petkus II 497,6

Mannschaft Liegend:

1.PSV Olympia Berlin II 1.851,0
2.PSV Olympia Berlin III 1.845,7
3.Sportschützen Petkus I 1.839,3
4.Sgi 1418 zu Bernau I 1.829,8
5.Schützengesellchaft Bockau 1871 1.815,5
6.PSV Olympia Berlin I 1.815,3
7.SV Chemnitz I 1.813,3
8.ASG Brandenburg I 1.807,1
9.LA Nachwuchs Sachsen 1.802,3
10.NBSG 1.794,7
11.Sgi zu Köpenick 1.779,8
12.ASG Brandenburg II 1.776,3
13.SV Chemnitz  II 1.772,2
14.Sportschützen Petkus II 1.769,6
15.Sgi 1418 zu Bernau II 1.765,9
16.Sommerbiathlon 1.684,5
17.SV Neuenhagen 2000 1.224,3
18.Sgi zu Lübben 1.214,8

Fred Hochleutner gewinnt Schießen um Königsorden knapp

Am letzten Sonntag veranstaltete die 1. Traditionskompanie der Jüterboger Schützengilde bei wechselhaftem Wetter ihr traditionelles Königs-Orden-Schießen. Dieser Wettbewerb, der schon ein Jahr nach Gründung der Kompanie 1996 erstmals durchgeführt wurde, ist neben dem Bock-Orden-Schießen fester Bestandteil des Wettkampfkalenders der Kompanie, der derzeit etwa 30 Schützinnen und Schützen angehören. Gildevorsitzender Wolfgang Gast und Hauptkampfrichter Heinz Krüger hatten wie schon beim Mauritiuspokal alles perfekt vorbereitet und so konnte die Veranstaltung reibungslos durchgeführt werden. Mit 14 Teilnehmern waren so viele Schwarzpulverschützen am Start, wie nie zuvor. So mussten wegen der Abstandsregelung 2 zusätzliche Durchgänge bestritten werden. Alle Starter hatten ein 10 Schuss Programm in maximal 35 Minuten ohne Probeschüsse auf 50 Meter Entfernung mit dem Perkussionsgewehr zu bewältigen. Die Anschlagsart war sitzend. Die Waffe wurde auf einem Sandsack aufgelegt.

Am zielsichersten war Fred Hochleutner. Der 77-Jährige, der sich schon mehrfach in die Siegerlisten eintrug, gewann mit seinem Waadtländer Standstutzer im Kaliber .45 mit 95 Ringen nach Zentrumswertung vor der ringgleichen Helga Boge, die mit einem geliehenen Gewehr überraschend stark schoss. Nur eine etwas weiter vom Zentrum entfernte Neun im Vergleich zu Hochleutner machte den kleinen Unterschied. Mit 94 Ringen wurde Wolfgang Gast Dritter. Zwei Treffer in der Acht kosteten ihm den Sieg. Undankbarer Vierter wurde Frank Leis. Der Sieger von 2018 hatte nur 2 Schüsse in der Zehn und erreichte 92 Ringe. Diana Hanske belegte ringgleich den 5. Platz. Für Titelverteidiger Heinz Krüger, reichte es diesmal nicht, sich im Vorderfeld zu platzieren. Er kam auf 89 Ringe und Platz 6. Weitere Reihenfolge: 7. Erich Claasen 88, 8. Wolfgang Boge 84, 9. Georg Hanske 78, 10. Hans-Joachim Rehbein 51, 11. Willi Höhne 49, 12. Frank Lehmann 44, 13. Manfred Neumann 37, 14. Bernd Rüdiger 16.

Die Siegerehrung findet wie gewohnt beim Haxenessen im November in Riesdorf statt. Hier erhalten die 3 erstplatzierten Teilnehmer Medaillen und der Sieger noch einen Zinnkrug, der als Wanderpokal geführt wird. Der jeweilige Sieger, der den Krug weiterreicht bekommt dann eine Erinnerungsplakette. Erst wenn keine Schilder mehr am Krug Platz finden, darf der Sieger diesen behalten.

Unmittelbar nach dem Wettkampf nahm der 1. Vorsitzende die Gelegenheit wahr noch 2 Beförderungen durchzuführen. Hier wurden die aktiven Mitglieder Diana und Georg Hanske jeweils zum Hauptmann ernannt. Bei Kaffee, Kuchen sowie abschließendem Grillen klang ein gelungener Wettkampftag gemütlich aus.

Frank Dombrowski

Jüterboger Luftgewehr Schützen holen erste Punkte in der Landesliga

In der Brücker Turnhalle fand der 2. Wettkampftag der BSB Landesliga statt. Die Schützen um Teamchef Fabian Henze wollten sich nach der 0:5 Klatsche am 1. WK-Tag in Cottbus gegen Werder/Havel unbedingt vom Tabellenende lösen. In gleicher Besetzung traf man auf die Schützen aus Bernau, die sich schon am ersten Tag einen Sieg gegen Senftenberg erkämpften.

Wie schon in Cottbus war Jonas Stein an Position 1 gesetzt. Er musste gegen die starke Chris Belinda Leimbach antreten. Leimbach konnte in der Anfangsphase jedoch nicht überzeugen, schoss nur eine 86er Startserie. Stein, der seit Jahren auf beständig gutem Niveau in der Liga schießt, legte 4 Serien über der 90er Marke hin und siegte doch recht deutlich mit 372 zu 361. Stein liegt nach dem 2. WK-Tag als bester Jüterboger mit einem 374er Schnitt auf Rang 12 in der Einzelwertung. Mit diesem ersten Einzelpunkt war nicht unbedingt zu rechnen. Im 2. Duell zwischen Fabian Henze und Michele Knospe sollte eigentlich alles nach Plan laufen. Doch dem erfahrenen Schützen, der auch schon in diesem Jahr in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, passierte ein Malheur. Während der 2. Serie wollte er minimale Abweichungen durch Visierveränderungen vornehmen und drehte am Diopter in die falsche Richtung. Das hatte zur Folge, dass sich die Schüsse immer weiter vom Zentrum entfernten. So gab es nur eine 81. Erst während der 2. Hälfte seines Wettkampfprogramms fand er zur gewohnten Stärke zurück. Doch das reichte für ihn nicht mehr. Henze verlor mit 354 zu 359 Ringen. Eine Leistungssteigerung um 7 Ringe brachte Anna-Sophie Wippich im 3. Duell einen ungefährdeten 376 zu 360 Sieg gegen Alexander Lehmann. Nach einer langen Kleinkalibersaison ist Benedikt Crncic noch nicht so richtig auf den freihändigen Luftgewehranschlag eingestellt. In seinem Match gegen Alexander Stolp lief es zu Beginn nicht gut. Sein Gegner nahm ihm nach 2 Serien schon 9 Ringe ab. Mit 5 Ringen unter seiner Leistung von Cottbus verlor Crncic mit 361 zu 369. So stand es 2:2 und das letzte Duell zwischen Sven Lebahn und Ines Bergmann musste die Entscheidung bringen. Hier war allerdings schnell klar, dass sich der Jüterboger durchsetzen würde. Bei seiner Steigerung auf 368 Ringe hatte er am Ende 34 Ringe Vorsprung.

Nach dem 3:2 Erfolg liegt man nun auf dem 4. Tabellenplatz. Lübben und Werder/Havel liegen nach Mannschaft- und Einzelpunkten nach jeweils 4:1 Erfolgen über Senftenberg und Neuenhagen an der Spitze. Am 3. Wettkampftag wird es im Dezember in Frankfurt/Oder einen Doppelwettkampf geben. Dann warten Neuenhagen und die Ligafavoriten aus Lübben auf die Flämingstädter.

Frank Dombrowski

Tabelle:

Platz Mannschaft M-Punkte E-Punkte
1 SG Lübben 04:00 09:01
SG Werder/Havel 04:00 09:01
3 SG Bernau 02:02 06:04
4 SG Jüterbog 02:02 03:07
5 SV Senftenberg 00:04 02:08
6 SV Neuenhagen 00:04 01:09

Topplatzierungen beim Potsdam Cup

Kurz vor den Druckluft Landesmeisterschaften in Frankfurt/Oder veranstaltete die Potsdamer Schützengilde den Potsdam Cup. Bei der inzwischen 17. Auflage dieser traditionellen Pokalveranstaltung ging es in den klassischen 4 Disziplinen um Pokale für die erstplatzierten Schützen. Für die jeweils beste Zehn, die nach Teilermessung ermittelt wurde, stellte der Veranstalter Sachpreise zur Verfügung. Mit 84 Gewehr- und 89 Pistolenstarts lag die Beteiligung nur leicht unter der des Vorjahres. Schützen aus 22 vorwiegend Brandenburger Vereinen kämpften in 35 Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen. Auch Sportschützen aus Luckenwalde, Jüterbog und Petkus nahmen an der dreitägigen Veranstaltung mit Erfolg teil.

In der gemischten Schülerklasse gewann der Kreisstädter Jannis Borgmann im 20-Schuss-Wettbewerb mit 165 Ringen knapp vor Sophie Ansorge 162 aus Bötzow. Elias Graf erreichte mit 306 Ringen im Jugendwettbewerb den 3. Platz hinter den Bötzowern Robert Bodin 374 und Celinee Magnussen 364. Im Seniorenfeld verteidigte Wolfgang Brüggemann vom gastgebenden Verein seinen Titel und siegte mit 361 Ringen überlegen vor dem Vereinsvorsitzenden der Petkuser Sportschützen Jörg Flemming 338. Der fast 84 Jährige Siegfried Zimmer wurde erneut Dritter. Aufgrund einer verkorksten Startserie kam er mit 304 Ringen nicht ganz an sein Vorjahresresultat heran. Die Luckenwalder Senioren Hans-Joachim Mölter und Bodo Schneider kamen in der Klasse ab 72 Jahren auf die Plätze 9 und 10. In dem Teilnehmerfeld, das durch eine sehr hohe Leistungsdichte geprägt war, erreichten sie 285 bzw. 279 Ringe. Hier gewann Norbert Klempert vom PSV Olympia Berlin mit 299 Ringen vor dem Bernauer Rolf Gerlach 297 und Gerhard Supper 296 aus Potsdam. Hans-Joachim Tischler belegte im Senioren A Feld, der teilnehmerstärksten Klasse, den 11. Platz. Die Teamwertung entschieden die Landeshauptstädter mit guten 892 Ringen vor Glienicke 887 und Senftenberg 885. Luckenwalde kam mit 836 auf Rang 11.

Im freihändigen Luftpistolenanschlag war Jüterbogs Sportleiter Frank Dombrowski so zielsicher wie seit Jahren nicht mehr. Mit 19 geschossenen Zehnen lag fast jeder zweite Schuss im Zentrum. Um satte 16 Ringe steigerte er sein Resultat aus 2015. Seine 368 Ringe brachten ihm dank einer guten 96er Abschlussserie den Silberpokal hinter Vorjahressieger Wolfgang Geppert 373 aus Potsdam. Falko Gersdorf 366 aus Schiffmühle wurde Dritter. Den undankbaren 4. Platz erreichte Barbara Schilling 278 in der Damenklasse. Die neue Kreisschützenkönigin Jördis Schmidt aus Potsdam holte sich mit 360 Ringen den Titel. Für Luckenwalde schoss sich Kevin Boche 337 bei den B Junioren auf Platz 5. Anton Schulze kam mit 272 im Jugendwettbewerb auf Platz 11. Die Luckenwalder Senioren gingen auch mit der aufgelegten Luftpistole an den Start. Tischler belegte in der Klasse ab 56 Jahren mit 273 Platz 13. Eindrucksvoll setzte sich der Bötzower Michael Schröter mit 295 Ringen durch. Mölter und Schneider kamen in ihrer Klasse mit 269 und 263 auf 5 und 6. Wie im Auflagewettbewerb mit dem Gewehr gewann Klempert 294 auch hier. Die Gastgeber setzten sich in der Mannschaftspokalwertung durch. Die Luckenwalder lagen auf Platz 10.

Frank Dombrowski

Novum beim Vergleichsschießen

Das 20. Vergleichsschießen zwischen der Luckenwalder und der Jüterboger Schützengilde endete mit einer Überraschung. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses traditionellen Wettkampfes gab es einen Ringgleichstand und somit keinen Sieger. Im Schützenhaus der Jüterboger kämpften eine Woche vor den an gleicher Stelle stattfindenden Kreistitelkämpfen 14 Schützen vom gastgebenden Verein und 10 Kreisstädter in den Druckluft Auflagedisziplinen mit Gewehr und Pistole. Das waren deutlich mehr Schützen als noch vor einem Jahr. Alle Teilnehmer mussten die gewohnten 30 Schuss Programme absolvieren. Da die Gilden mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke in den jeweiligen Disziplinen antraten, einigte man sich im Vorfeld für die Wertung auf die niedrigste Starterzahl eines Vereins. So kämpften die jeweils besten 8 Gewehr- und 7 Pistolenschützen für ihre Vereine. Außerhalb der Wertung schossen diejenigen Schützen, welche mit ihren Leistungen unterhalb der der Teamschützen lagen.

Die Wertung mit dem Luftgewehr konnten die Flämingstädter für sich entscheiden. Mit 2262 Ringen lagen sie deutlich vor den Luckenwaldern 2205 und revanchierten sich so eindrucksvoll für die letztjährige Niederlage. Für die beste Leistung des Tages sorgte Sabine Radtke. Die Pistolenspezialistin kam mit dem Luftgewehr auf starke 297 Ringe. Mit der einzigen 100er Serie an diesem Tag, schoss sie sich zu einer neuen persönlicher Bestleistung. Auch Werner Panek glänzte mit 294 Ringen und lag noch 5 Ringe vor seinem Teamkollegen Heinz Krüger. Dieser hatte sich zu 2015 um 10 Ringe steigern können. Mannschaftliche Geschlossenheit zeigten auch die Schützen im Team. Norbert Huckewitz 282, Kristian Friedrich 278, Petra Schulze 275, Hendrik Papenroth 274 und Fred Hochleutner 272 erreichten Ergebnisse über dem Neuner Schnitt. Auf der Seite der Gäste markierte Egon Valentin zum bereits 6. Mal infolge die beste Leistung. Mit 287 Ringen erzielte er einen Ring mehr als Horst Bajerke. Drittstärkster war Hans-Joachim Mölter 284, der zum letzten Jahr nur 1 Ring einbüßte. Hier erreichten Erich Wehlan 278, Hans-Joachim Tischler 277, Uwe Krause 276, Jens Jürgen 267 und Bodo Schneider 250. Außer Wertung schossen Ralf Schulze 272, Bernd Rüdiger 268 und Hans-Joachim Rehbein 223.

Beim Pistolenschießen behielten die Luckenwalder wieder die Oberhand. Obwohl die höchsten Resultate von den Gastgebern erzielt wurden, zeigten die Gäste mit 1931: 1874 ihre Klasse. Auf nahezu ähnlichem Niveau schossen Uwe Krause 286, Dirk Schommert 284, Egon Valentin und Sebastian Giggenbach je 283. Etwas weniger als beim letzten Mal, erreichten Mölter 269 und Schneider 268. Jens Jürgen kam auf 258. Die höchste Ringzahl mit der Pistole erreichte erneut Wettkampfleiter Frank Dombrowski. Mit 289 lag er 1 Ring vor Sabine Radtke. Nach langer Wettkampfpause stieg Gunter Grüneberg wieder ins Geschehen ein. Wie Werner Panek erreichte er 275 Ringe. Weiter erzielten Jürgen Stein 266, Barbara Schilling 253 und Bernd Rüdiger 228. Für die Gäste schossen außer Wertung: Horst Bajerke 252, Hans-Joachim Tischler 251 und Erich Wehlan 231.

Nach insgesamt 900 abgegebenen Wertungsschüssen erreichten beide Mannschaften jeweils 4136 Ringe. Damit hatte wohl niemand im Vereinshaus der Jüterboger gerechnet. Für die Kreismeisterschaften scheinen beide Teams gut gerüstet zu sein. Die gezeigten Resultate können sich auf Kreisebene sehen lassen.

Frank Dombrowski

Erfolge der Kleinkaliberschützen bei Landestitelkämpfen

Am Landesleistungszentrum in Frankfurt/Oder fanden die Verbandsmeisterschaften in den 50 Meter KK Gewehrdisziplinen sowie die Entscheidungen über 25 Meter mit der KK Pistole statt. In jeweils 2 Gewehr- und Pistolendisziplinen gingen 178 Schützen aus 40 Vereinen des Landes an den Start. Geschossen wurde ausschließlich auf elektronische Scheibenanlagen.

Als einzige Pistolenschützin aus der Region trat Sabine Radtke an die Feuerlinie. Ihre Zielstellung war nicht nur der Gewinn der Meisterschaft, auch sollte das Limit der DM erreicht werden. Im ersten Teil mussten 30 Wertungsschüsse auf die Präzisionsscheibe abgegeben werden. Doch ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin hatte sie doch einige Mühe, ihr gewohntes Leistungsniveau zu erreichen. Beim Duellschießen legte die Titelverteidigerin noch einmal etwas zu und konnte mit 503 Ringen die erneute Meisterschaft erringen. Auch wenn das Limit um einige Ringe verfehlt wurde, freute sie sich doch, sich wieder gegen Bianka Geißmar 491 von den Götzer Bergschützen und Heike Nitschke 481 aus Königs Wusterhausen durchgesetzt zu haben.

Erfreuliche Resultate gab es für die Jüterboger- und Petkuser Gewehrschützen. Hier zeigte Senior Helmut Fahlenberg seinen bislang stärksten Liegendkampf. Der Petkuser, der für den SSC 98K Schöbendorf/Paplitz antrat, setzte sich mit 567 Ringen gegen 9 Mitkonkurrenten durch. Ringgleich hatte er sich gegen den Bernauer Andreas Raddatz durchsetzen können. Durch eine tolle 96er Abschlussserie (Raddatz kam nur auf 88), sicherte er sich seinen ersten Landesmeistertitel. Über Bronze freute sich der Vereinsvorsitzende des SSV Petkus Jörg Flemming. Mit 563 Ringen behielt er gegen den ringgleichen Bernauer Günter Kästner die Oberhand. Eine gute Leistung zeigte Barbara Schilling im Wettbewerb der Damenklasse. Hoch konzentriert kämpfte sie bei ihrer ersten Landesmeisterschaftsteilnahme um jeden Ring. Da alle 6 Zehnerserien über der 90er Marke lagen, kamen gute 555 Ringe zusammen. Hinter Chris-Belinda Leimbach 576 aus Bernau und Nadine Graßmann-Jeschke 575 aus Lübben hatte sie mit dem 3. Platz ihren bislang größten sportlichen Erfolg erzielt.

In der Schützenklasse gab es einen engen Kampf an der Spitze. Lediglich der Sieg fiel mit 586 Ringen in der stärksten Wettkampfklasse doch recht deutlich aus. Der Neustädter Sven Bergenroth hatte sich nach 2009 wieder den Meistertitel erkämpft. Der 2. Platz war hart umkämpft. Gleich 4 Schützen erzielten 579 Ringe. Mit dem Glück der besseren letzten Zehnerserie (99) holte sich der Meister der letzten beiden Jahre, Alexander Flemming, Silber. Für Neustadt/Dosse startend, wurde der Finsterwalder Sebastian Kelle Dritter. Hinter dem Bernauer Torsten Müller kam Frank Dombrowski zu seinem stärksten Resultat bei einer Landesmeisterschaft. Der Vorjahresdritte Sven Bakus erreichte, im mit 14 Teilnehmern größten Starterfeld, mit 572 Ringen den 7. Platz.

Frank Dombrowski

Vorderladerschützen in Frankfurt gut in Form

In Frankfurt/Oder wurden die Titelkämpfe des Verbandes im Vorderlader Schießen ausgetragen. Gleich 4 Schwarzpulverschützen der Jüterboger Gilde hatten sich dafür über die Kreismeisterschaften im Wettbewerb Perkussionsgewehr 50m qualifiziert. So war es nach 2012 möglich, wieder eine komplette Mannschaft zu stellen. Während bei Vereins- und Kreismeisterschaften auf Papierscheibe geschossen wurde, konnte man hier elektronische Scheiben nutzen.

Der beständigste Schütze der letzten Jahre, Heinz Krüger, zeigte auch diesmal im Seniorenfeld seine außergewöhnliche Wettkampfform. Mit guten 138 Ringen musste er sich in seinem 15 Schuss Wettbewerb nur knapp dem Frankfurter Lutz Rechtenbach geschlagen geben. Der Titelverteidiger konnte sich erst mit dem letzten Schuss auf 139 Ringe in Führung bringen. Bronze erkämpfte der Götzer Volkmar Tabor 133. Erstmalig bei der LM in dieser Disziplin am Start, zeigte auch Werner Panek eine gute Leistung. Zwar konnte er nicht an seine Spitzenleistung der Gildemeisterschaften anknüpfen, erreichte mit 130 Ringen aber den 6. Platz. Durch 2 Treffer ins Weiße rutschte Klaus Jannasch im Klassement mit 120 Ringen ein Stück ab. Er lag aber mit Platz 8 noch vor seinem Mannschaftskollegen Wolfgang Gast 119, dem eine Zwei das Ergebnis etwas vermieste. Dennoch gab es Grund zur Freude. Zum ersten Mal seit 8 Jahren gab es für die Flämingstädter im Mannschaftskampf wieder eine Top 3 Platzierung. Hinter den siegreichen Gastgebern 404 und den Zweitplatzierten Götzer Bergschützen 396 erreichte man mit 377 Ringen den 3. Platz.

Eine neue persönliche Wettkampfbestleistung erzielte der Kreisstädter Detlef Bode im Perkussionspistolen Wettbewerb der Altersherren. Mit 123 Ringen erreichte er den vierten Platz. Der Sieg ging an den Frankfurter Roland Gust 141. An den Wettbewerben hatten sich 24 Gewehr- und 34 Pistolenschützen aus 15 Vereinen beteiligt.

Frank Dombrowski

Königsschießen der Jüterboger Schützengilde

Rehbein und Schulze mit Königstitel

Am Sonntag, den 7. Juni, veranstaltete die Jüterboger Schützengilde ihr alljährliches Königsschießen. Auf dem 50 Meter KK Stand wurde durch jeweils 1 Schuss auf die Königsscheibe das Jüterboger Königshaus ermittelt. Bei angenehmen äußeren Bedingungen beteiligten sich 7 Herren und 6 Damen aus allen Kompanien. Während die Damen im sitzend aufgelegten Anschlag auf die verdeckte Scheibe schossen, mussten die Herren im freihändigen Stehendanschlag das markierte Ziel der Königsscheibe anvisieren. Am Ende der zweistündigen Veranstaltung gab der Gildevorsitzende Wolfgang Gast das Königshaus bekannt.

Den Schuss des Tages gab Hans-Joachim Rehbein ab. Der 78 Jährige, der seit Jahren Mitglied der Traditionskompanie ist, lag mit seinem Schuss dem Ziel am nächsten. Nach 2008 ist dies der 2. Königstitel des Senioren. Er tritt die Nachfolge des letztjährigen Königs Manfred Neumann an. Mario Schink trägt nun für 1 Jahr den Titel des 1. Ritters. Er gab den zweitbesten Schuss ab. Zweiter Ritter wurde Ralf Schulze. Seit 2012 wird in der Gilde auch eine Königin ermittelt. Bei den Damen sicherte sich erstmals Petra Schulze durch einen Glücksschuss den Titel der Königin. Gabriela Hannemann gab den zweitbesten Glücksschuss ab und darf sich nun 1. Dame nennen. Josephine Hentschel ist 2. Dame.

Die Proklamation von König und Königin findet am 20. Juni zum Schützenfest auf dem Jüterboger Marktplatz statt. Hans-Joachim Rehbein und Petra Schulze sind berechtigt die Gilde beim Landeskönigsschießen im September in Frankfurt/Oder zu vertreten.

König

  1. Rehbein, Hans- Joachim       „Schützenkönig“
  2. Schink, Mario               „1. Ritter“
  3. Schulze, Ralf                „2. Ritter”
  4. Rüdiger, Bernd
  5. Krüger, Heinz
  6. Jannasch, Klaus
  7. Hochleutner, Fred

Königin

  1. Schulze, Petra                                 „Schützenkönigin“
  2. Hannemann, Gabriela              „1. Dame“
  3. Hentschel, Josephine               „2. Dame“
  4. Leis, Xuefang
  5. Schilling, Barbara
  6. Radtke, Sabine

 Frank Dombrowski

Schützen bei Landestitelkämpfen erfolgreich

Mit reichlich Edelmetall kehrten die Jüterboger Druckluftschützen von den Landesmeisterschaften in Frankfurt/Oder zurück. Dort wurden in fast allen Altersklassen die Meister in den Wettbewerben Luftgewehr und Luftpistole gesucht. Neben 99 Gewehrschützen beteiligten sich auch 137 Aktive mit der Pistole. Von den 9 Jüterboger Startern zeigten sich besonders die Gewehrschützen der Herrenklasse in ausgezeichneter Wettkampfform.

Im Mannschaftswettbewerb holten die Jüterboger den Titel. Mit 1134 Ringen setzten sie sich gegen Bötzow 1122 und Lübben 948 durch. Trotz deutlichem Trainingsrückstandes gelang es Sebastian Kienast, sich den Vizemeistertitel im Einzelwettbewerb zu sichern. Mit starken 387 Ringen beendete er nach nur 21 Minuten sein 40 Schuss Programm. Somit steigerte er seine Vorjahresleistung um 12 Ringe und erreichte die DM Qualifikationsnorm des letzten Jahres. Auch Frank Kanzler, der mit 98 Ringen optimal startete, zeigte eine souveräne Leistung. Seine 383 Ringe brachten ihm den Bronzeplatz. Jonas Stein leistete sich eine schwächere 86er Serie und platzierte sich, im 27 Mann starken Feld, auf Rang 15. Den Titel errang wieder Frank Schwarz vom gastgebenden Verein. Um 4 auf 390 Ringe hatte er sich zu 2014 verbessern können. Bei den Senioren errang Heinz Krüger mit 327 Ringen den 5. Platz. Gleich hinter ihm platzierte sich der Petkuser Jörg Flemming mit 324 Ringen auf dem 6. Platz. In diesem Jahr, für Bernau startend, belegte Mandy Kanzler mit 367 Ringen im Damenklassen Wettbewerb Rang 5. Maria Preihs, vom Frankfurter SSV, siegte mit 380 Ringen.

Mit der Luftpistole verpasste Sabine Radtke (352) bei den Altersdamen die Titelverteidigung. Hinter der überragenden Bianka Geißmar 364 von den Götzer Bergschützen musste sie sich diesmal mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. Viola Haese aus Wernsdorf 341 holte sich Bronze. In der Herrenkonkurrenz hatte sich Frank Dombrowski etwas mehr erhofft. Trotz Steigerung von Serie zu Serie blieb ihm mit 352 Ringen diesmal Platz 19. Der Potsdamer Wolfgang Geppert gewann überlegen mit 383 Ringen. Im Feld der Altersklasse errang der Luckenwalder Detlef Bode mit 300 Ringen Platz 16.

Da die Meisterschaften der Schüler erst im Juni stattfinden, wurde für diese wieder der Schülerpokal organisiert. Hier traten 8 Schüler mit dem Gewehr und 51 mit der Pistole aus 11 Vereinen an die Feuerlinie. Im Gewehrbereich glänzten die Nachwuchsschützen aus der Flämingstadt. Bendikt Crncic siegte hier mit 179 Ringen vor seinem Teamkollegen Niels Liebe 175 und dem Schiffmühler Leon Waadt 162. Obwohl Crncic mit 85 alles andere als optimal startete, legte er dafür im 2. Abschnitt mit 94 deutlich zu. Den weiblichen Schüler Wettbewerb dominierte Maria Kanzler mit fantastischen 184 Ringen vor Lisa-Chantal Pomplun 132 aus Biesenthal.

Frank Dombrowski

Druckluft-Kreismeisterschaften in Jüterbog – Potsdamer Königshaus

Im Jüterboger Schützenhaus wurden die Titelkämpfe des KSB Teltow Fläming / Potsdam Stadt in den Druckluft Wettbewerben ausgetragen. Es war das 14. Mal infolge, dass sich der Kreisschützenbund für den mit 13 Bahnen ausgestatteten Wettkampfort entschied. Außer den klassischen 4 Druckluftdisziplinen, bei denen es 37 Titel zu erkämpfen gab, wurde auch das traditionelle Königsschießen durchgeführt.

Hierbei nahmen wie gewohnt alle Starter der Kreismeisterschaft teil. Nach Teiler-Messverfahren wurde ermittelt, wer die beste Zehn schoss. In diesem Jahr waren die Pistolenschützen aus der Landeshauptstadt besonders zielsicher. In allen 4 ausgeschriebene Kategorien waren sie erfolgreich. Neuer Kreisschützenkönig wurde Michael Becker, der sich mit einem 6,2 Teiler den Titel vor dem Blankenfelder Jens Feistner und dem Potsdamer Mario Weber holte. Becker tritt die Nachfolge seines Vereinskollegen Michael Stillfried an. Den Titel der Kreisschützenkönigin errang Jördis Schmidt, die sich mit einem 25 T gegen die letztjährige Königin Sabine Radtke und Mandy Kanzler (beide Jüterbog) durchsetzte. Auch der Jugendkönigstitel ging nach Potsdam. Hier gewann Jennifer Kopischke mit einem 15,5 T vor Lucas Lieberenz (Potsdam). Zum ersten Mal wurde auch ein Kreisauflageschützenkönig ermittelt. Hier behielt Klaus Hiller mit einem 3 T vor Karl-Heinz Targiel (PSV) und Erhard Kloth (Potsdam) die Oberhand. Die Könige werden den Kreis beim Landeskönigschießen im September in Frankfurt/Oder vertreten. Das Landesjugendkönigsschießen findet im Mai in Bad Belzig statt.

Natürlich ging es bei den KM neben Titeln und Platzierungen auch um Limite, die erfüllt werden mussten, um sich die Landesmeisterschaftsteilnahme zu sichern. Mit 54 Gewehr- und 57 Pistolenstarts von Schützen aus 7 Vereinen lag man leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Dennoch gab es zum Teil erstklassige Leistungen. In den Luftpistolenwettbewerben gab es 4 neue Kreisrekorde. Die Schützen aus der Landeshauptstadt, die mit 28 Startern antraten, waren mit 18 Einzel- und Mannschaftserfolgen die großen Abräumer. Vor allem beim freihändigen Pistolenschießen, wo sie gleich 10 Erfolge zu verbuchen hatten, zeigten sie ihre Überlegenheit. Die Gastgeber folgten mit 11 Titeln vor dem PSV Zossen/Blankenfelde (6), Luckenwalde und Petkus (je 1). In den einzelnen Wettbewerben gab es 18 Titelverteidigungen.

Wie schon in den letzten Jahren, war Sabine Radtke, die als Einzige in 3 Druckluftdisziplinen antrat und jeweils gewann, die erfolgreichste Teilnehmerin. Sowohl mit der freihändigen Pistole als auch aufgelegt markierte sie neue Kreisbestleistungen. Die wertvollste Leistung gelang ihr freihändig. Mit Serien von 92, 93, 90 und 95 und 370 Ringen lag sie sogar 5 Ringe über ihrem 3 Jahre alten Landesrekord. Im aufgelegten Modus verbesserte sie sich zum letzten Jahr um 3 auf starke 291 Ringe. Auch die Potsdamerin Beate Busack freute sich über einen neuen Kreisrekord. Mit 290 Ringen übertraf sie die alte Bestmarke in der Seniorinnen A Klasse.

Einen Potsdamer Doppelerfolg gab es in der Schützenklasse. Johannes Rüder gewann mit 366 und nur einem Ring Vorsprung vor Michael Stillfried. Jördis Schmidt sicherte sich den Damentitel mit 364 Ringen vor der Jüterbogerin Mandy Kanzler. Weitere Titel im freihändigen Anschlag erzielten: Andre Kopischke, Lucas Lieberenz, Jennifer Kopischke mit Kreisrekord und 358 Ringen in der Jugendklasse, Michael Becker und Beate Busack (alle Potsdam). Den einzigen Luckenwalder Titel erkämpfte Kevin Boche in der Junioren B Klasse.

Mit der aufgelegten Pistole wurde die Dominanz der Potsdamer von den Blankenfelder Schützen durchbrochen. Hier gab es durch Winfried Quitzdorf, Karl-Heinz Targiel und Detlef Behlendorf gleich 3 Kreistitel.

Die Gastgeber waren im freihändigen Luftgewehranschlag überlegen. Sieben von acht möglichen Titeln gingen auf ihr Konto. Sebastian Kienast erreichte mit 387 die beste Leistung. Sein Mannschaftskollege Frank Kanzler sicherte sich Silber vor dem Kreisstädter Fabian Henze. Weitere Titel erzielten Barbara Schilling, Nils Liebe und Maria Antonia Kanzler. Hart umkämpft war die Seniorenklasse. In seinem ersten Wettkampf in dieser Klasse siegte der Petkuser Jörg Flemming mit 317 knapp vor Norbert Huckewitz 316 und Heinz Krüger 313. Mit fast 83 Jahren kam Siegfried Zimmer, ältester Teilnehmer dieser KM, auf respektable 310 Ringe.

Die größten Starterfelder gab es beim Luftgewehr Auflageschießen. Die beste Leistung vollbrachte der Potsdamer Joachim Lau in der Senioren A Klasse, der sich mit 298 ringgleich vor Targiel und dessen Teamkollegen Hartmut Krügener 297 durchsetzte. Bei den Seniorinnen verteidigten Dr. Veronika Fuchs und Martina Butzek (beide PSV) ihre Titel. Matthias Strauch, Gerhard Supper (beide Potsdam), Sabine Radtke und Werner Panek (Jüterbog) kamen zu weiteren Titelehren.

Könige und Meister werden bei der zentralen Siegerehrungsfeier im Mai in der Landeshauptstadt geehrt.

Frank Dombrowski