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Schützen bei Deutschen Meisterschaften ohne Chance

Bei den Deutschen Ordonnanz Meisterschaften in Hannover hatten die Teilnehmer vom brandenburgischen Landesverband keine Chance auf eine vordere Platzierung. Fast alle Schützen blieben unter ihren eigenen Erwartungen. Mit 8 Starts hatte die Jüterboger Gilde so viele, wie noch nie bei einer DM. Grund dafür, war die erstmalige Unterteilung der Disziplin Ordonnanzgewehr in offene und geschlossene Visierung. Auch die überraschend deutliche Absenkung der Limitzahlen brachte erstmals viele neue Schützen zur DM. Am Anreisetag nutzten viele Teilnehmer die Möglichkeit ihre Waffen auf ihren, bei der DM zugewiesenen Ständen einzuschießen.

111 Schützen aus 17 Landesverbänden kämpften am ersten Tag mit offener Visierung um Edelmetall. Doch für die Brandenburger Starter lief es alles andere als zufriedenstellend. Staubwolken, die über die elektronischen Scheibenanlagen hinweg fegten, machten vor allem den Schützen zu schaffen, die auf den hinteren Ständen ihr Wettkampfprogramm zu bestreiten hatten. Das betraf fast alle BSB Teilnehmer. Hinzu kam der zeitweise Ausfall der Trefferanzeige.

Bester Brandenburger war Frank Dombrowski, der mit 315 Ringen deutlich unter seinen Saisonergebnissen blieb. Vor allem beim Liegendschießen ließ der Sportleiter der Jüterboger Gilde einige Ringe liegen. Mit Platz 66 reichte es nur zu einer Mittelfeldplatzierung. Nur einen Ring weniger erzielte Jörg Flemming. Obwohl es noch nicht das große Ergebnis war, konnte er doch im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen mit Kimme und Korn zulegen. Bei seiner 10. DM-Teilnahme erreichte er Platz 68. Sven Bakus war der erste Schütze, dem der Ausfall der elektronischen Trefferanzeige zu schaffen machte. Im stehenden Anschlag musste er 7 Schüsse „Blind“ schießen. Erst nach langer Wartezeit und Auswertung der Hintergrundscheiben stand sein Ergebnis mit 309 Ringen fest. Seine erste DM mit dem Ordonnanzgewehr brachte ihm Platz 74. Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei, erreichten der Golßener Martin Brückmann (87.) und der Potsdamer Jürgen Alf (89.) jeweils 300 Ringe. Fast alle Brandenburger schossen auf dem gleichen Niveau. Carsten Andres (90.) vom PSV Zossen/Blankenfelde verfehlte die 300er Marke nur um einen Ring. Der Luckenwalder Ingo Louvet, der das Jüterboger Team verstärkte, hatte sich doch mehr als 296 Ringe erhofft. Eine schwache 76er Startserie ließ sich nicht mehr aufholen. Mit Platz 95 lag er noch vor dem ringgleichen Potsdamer Erhard Kloth, der starke 180 liegend, aber nur mäßige 116 stehend auf die Scheibe brachte. Sein Mannschaftskollege Richard Tietz kam mit 294 auf Rang 98.

Den Titel holte sich der Schongauer Christian Trumpf nach 353 und 80 im Endkampf vor Bernd Krahforst 349 +83 aus Villip und Uwe Allmendinger von der württembergischen SG Bartenbach, der sich mit 347 noch als Sechster für den Endkampf qualifizieren konnte und dann mit 79 Ringen Bronze sicherte. Den Mannschaftstitel gewann Grüntal–Frutenhof mit 1035 vor Hubertus Hadamar aus Hessen 1025 und Rodalben 1021. Die Flämingstädter kamen mit 919 auf den 14. Platz, die Landeshauptstädter mit 890 auf Platz 16.

Am 2. Tag lief es etwas besser. Hier vertraten ausschließlich Jüterboger den brandenburgischen Landesverband. Sebastian Kienast zeigte mit 336 Ringen die stärkste Leistung. Die eigenen Erwartungen waren hoch, schließlich hatte er im letzten Jahr 10 Ringe mehr und Platz 7 erreicht. Bereits nach wenigen Schüssen setzte bei ihm das wenig beliebte Laufflimmern ein. Gerade beim Stehendschießen musste er so öfters den Anschlag neu ansetzen. Mit Rang 40 lag er aber noch im vorderen Drittel des 119 mannstarken Feldes. Jörg Flemming steigerte sich dank guter Stehendleistung auf 319 Ringe (66. Platz). Auch Ingo Louvet (68.) legte deutlich zu auf 318 Ringe. Nur Dombrowski (79.) konnte sich hier nicht steigern. Nach mageren 172 Liegendringen kamen nach 40 Wertungsschüssen nur 310 Gesamtringe zu Stande.

Deutscher Meister wurde nach einem spannenden Endkampf Gunther-Adolf Kuhns aus Rodalben 361+83 vor dem mehrfachen Deutschen Meister Matthias Mayer (Bönning Röll) 361+77 und Martin Blessing (Bartenbach) 360+74. Mannschaftsmeister wurde Rodalben mit starken 1063 vor Grüntal-Frutenhof 1048 und Villip 1036. Die Jüterboger platzierten sich unter den 28 teilnehmenden Mannschaften mit Rang 13 im Mittelfeld.

Frank Dombrowski

Knappe Entscheidungen beim Bürger-Meister-Pokal

Der Kreisschützenbund Teltow Fläming / Potsdam Stadt veranstaltete die 10. Auflage des traditionellen Jüterboger Bürger-Meister-Pokalschießens. Der 25- und 100 Meter Schießstand der Gastgeber war bei guten Witterungsbedingungen wieder gut ausgelastet. So wurden mit 92 absolvierten Starts von Schützen aus 13 Vereinen annähernd so viele erreicht wie 2014. Neben vielen teilnehmenden Vereinen und Gilden aus der Region begrüßte man auch Schützen aus Güstrow, Schöneiche und dem sächsischen Oschatz. Der gastgebende Verein stellte mit 23 Einzelstarts das größte Aufgebot vor den schon im letzten Jahr sehr erfolgreichen Schützen aus Schöneiche (18). In 4 Kurzwaffen- und 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerben wurden Pokale, Urkunden und Preisgelder vergeben. Zwei Einzel- und 6 Mannschaftstitel wurden erfolgreich verteidigt. Hohe Resultate und sehr knappe Entscheidungen gab es sowohl beim klassischen Ordonnanzschießen als auch beim Auflageschießen mit Diopter und offener Visierung.

Kurz vor den Deutschen Ordonnanzmeisterschaften in Hannover gingen im 20+20 Wettbewerb 14 Schützen in gewohnt offener Wertungsklasse an den Start. Hier setzte sich Lutz Tannhäuser aus Oschatz mit guten 343 Ringen knapp gegen Manfred Reichel 342 vom SC Schöneiche durch. Bester Jüterboger war Sebastian Kienast auf Platz 3. Mit 341 Ringen hatte er noch 13 Ringe Vorsprung auf seinen Mannschaftskollegen Frank Dombrowski. Dieser hatte nach einer 95er Anfangsserie einen optimalen Start erwischt. Doch gleich der erste Schuss der 2. Serie landete in der Drei. Durch eine Unachtsamkeit hatte sich das Visier nach oben verstellt. Sein Teamkollege Jörg Flemming kam mit 321 auf Rang 5. Senior Helmut Fahlenberg glänzte mit persönlicher Bestleistung von 314 Ringen auf Rang Sieben vor Ingo Louvet 311 und dem vor allem im Stehendanschlag sehr zielsicheren Christoph Hermann, der mit 309 auch eine neue persönliche Bestmarke erreichte. Titelverteidiger Martin Brückmann musste sich diesmal nur mit Platz 10 zufrieden geben. Für Hohenseefeld startend erreichten Ringo Jagalski 273 und Matthias Wäsche 261 die Plätze 12 und 13. Den Mannschaftspokal gewannen zum wiederholten Male die Jüterboger mit 980 vor Oschatz 966.

Hoch spannend verlief auch das Auflageschießen mit Diopter. Hier setzte sich Dombrowski mit 274 Ringen denkbar knapp gegen den Kölsaer Peter Löwe 273 und Klaus Jannasch 272 vom gastgebenden Verein durch. Louvet kam mit 270 auf den undankbaren 4. Platz. Weiter erzielten für Jüterbog: 7. Barbara Schilling 233, 8. Hans-Peter Neumann 232, 9. Ralf Schulze 230, 11. Eberhard Kaschel 198, 12. Hans-Joachim Rehbein 197. Mit 26 Teilnehmern war das Schießen mit offener Visierung (Kimme und Korn) am stärksten besetzt. Eine nochmalige Steigerung um 2 auf 284 Ringe zum Vorjahr brachte dem Schöneicher Winfried Tscheuschner die Titelverteidigung. Schon beachtliche 8 Ringe Rückstand hatte der für Dahme startende Helmut Fahlenberg. Dombrowski belegte mit 275 Platz 3. Weiter erreichten: 6. Ingo Louvet 267, 9. Bodo Schneider 261, 10. Ralf Schulze 261, 14. Hans-Joachim Mölter 256, 16. Klaus Jannasch 253, 18. Hans-Joachim Heinze 252, 25. Barbara Schilling 235. Schöneiche sicherte sich erneut den großen Wanderpokal in dieser Disziplin mit 820 vor Dahme 803, Kölsa 786, Jüterbog 772 und Ludwigsfelde 734.

In den Pistolen- und Revolverwettbewerben dominierten die Schöneicher Schützen. Sie setzten sich in sämtlichen Mannschaftsentscheidungen durch. Beim Schießen mit der 9mm Pistole siegte Tscheuschner 371 vor dem Güstrower Ralf-Peter Laube 368. Seinen 3. Einzeltitel an diesem Tag holte sich Tscheuschner mit dem .357er Magnum Revolver. Mit 374 lag er 6 Ringe vor dem Zossener Karl-Heinz Berger und Sylvia Straßburg 363 aus Schöneiche. Für Jüterbog erreichten: 7. Jannasch 316, 9. Neumann 262. Laube gewann die Wettbewerbe in den größeren Kalibern. Mit dem .44er Magnum Revolver siegte er knapp vor Straßburg. Acht Ringe Vorsprung hatte er mit der 45er Pistole vor Ralf Salzmann 361 aus Schöneiche und Tscheuschner 344.

Frank Dombrowski

Großkaliber Titelkämpfe in Jüterbog

Die Jüterboger Schießanlage Damm war Austragungsort der letzten Landesmeisterschaften des Jahres. Auf dem Programm standen die 100 Meter Wettbewerbe mit großkalibrigen Langwaffen. Neben dem klassischen Ordonnanzgewehr Auflageschießen mit offener Visierung, wurde auch mit Waffen mit Diopter- oder Zielfernrohrvisierung geschossen. Mit 73 Startern aus 26 Vereinen erhielten deutlich mehr Schützen eine Startzulassung als im vergangenen Jahr. Wie in 2014 hatten auch diesmal 4 Jüterboger die Limitzahlen zu diesen Meisterschaften erreicht. Diese traten 7 Mal an die Feuerlinie. Bei idealen äußeren Bedingungen gab es in den verschiedenen Disziplinen zum Teil erstklassige Resultate.

Senior Klaus Jannasch war mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz der erfolgreichste Flämingstädter. Der Diopter Auflagewettbewerb mit dem Ordonnanzgewehr wurde erstmals nur als Rahmenwettbewerb in einer gemischten Altersherren- und Seniorenklasse ausgetragen. Für viele ist dies völlig unverständlich, da es diese Disziplin bereits seit 2010 bei den Landesmeisterschaften gegeben hat. Hier erreichte Jannasch den 2. Platz mit 277 Ringen und neuer persönlicher Bestleistung. Alle 3 Zehnerserien lagen über der 90er Marke. Nur der Potsdamer Jürgen Berg war mit 280 Ringen nicht zu bezwingen. Sein Teamkollege Jürgen-Dieter Rückert erkämpfte mit 274 Platz 3.
Ralf Schulze hatte in der Anfangsphase einige Schwierigkeiten, erreichte mit guten 240 Ringen aber den 8er Schnitt. Er wurde Neunter.

Das größte Starterfeld dieser Titelkämpfe gab es beim Schießen mit offener Visierung (Kimme/Korn). Hier kämpften 27 Schützen in 3 Altersklassen um Edelmetall. Und auch hier zeigte Jannasch sein Können. Mit 272 Ringen holte er sich Bronze. Überragende 280 Ringe gingen auf das Konto des Siegers. Winfried Tscheuschner aus Schöneiche hatte am Ende noch 4 Ringe Vorsprung vor Günther Seiffert aus der Landeshauptstadt. Der Kreisstädter Bodo Schneider wurde mit 268 Ringen Fünfter. Als Mannschaftsschütze kämpfte auch Hans- Joachim Heinze für das Jüterboger Team um jeden Ring. Seine 260 Ringe reichten für den 8. Platz vor dem ringgleichen, für Dahme startenden Petkuser, Helmut Fahlenberg. Hans Joachim Mölter aus Luckenwalde erzielte 258 Ringe und Platz 10. Ralf Schulze kam auch bei seinem 2. Start anfangs nicht so zurecht. Nach zuletzt guten Trainingsergebnissen hatte er sich doch mehr als 234 Ringe und Platz 13 erhofft. Dennoch konnte er sich über eine Medaille freuen. Im Mannschaftskampf erreichten die Flämingstädter mit 766 Ringen Silber, hinter den Dahmer Schützen, die ihren Titel mit 787 Ringen verteidigten. Der SV Kolkwitz gewann Bronze.

Im Großkaliber Liegendkampf mit Diopterviserung leistete sich Frank Dombrowski 2 Neuner. Das war schon zu viel, denn Sven Bergenroth aus Neustadt/Dosse und Mike Richter aus Bad Liebenwerda erreichten mit je 300 Ringen das Maximum. Der Neustädter gewann, weil er mit 23 Innenzehnen einen Treffer im Zentrum mehr hatte als Richter. Für den Jüterboger blieb, wie im letzten Jahr, der 3. Platz. Egon Valentin aus Luckenwalde konnte seinen Titel nicht verteidigen. Hinter dem Wittstocker Ernst-August Bruhn 297 erkämpfte der sich mit 291 Ringen Silber. Im Zielfernrohr Wettbewerb mussten alle Schützen nach einer Regeländerung auf die großen 100m Wettkampfscheiben schießen, was natürlich zu höheren Ringzahlen führte. Hier siegte Richter in der Schützenklasse mit vollen 300 Ringen und neuem Landesrekord vor Bergenroth 297 und Dombrowski 292.

Frank Dombrowski

Karabinerschützen bei Breitensporttitelkämpfen erfolgreich

In der Landeshauptstadt fanden die Landesmeisterschaften in den Breitensportdisziplinen statt. Hierzu erhielten 169 Schützen aus 38 Vereinen des Landesverbandes eine Startzulassung. Auf dem Wettkampfplan standen 5 Gewehr- und 4 Pistolenentscheidungen in den jeweiligen Altersklassen. Bei recht hohen Temperaturen schwitzten vor allem die Gewehrschützen in ihren Schießjacken. Die Schützen aus der Region gingen traditionell mit dem Kleinkaliber Karabiner an den Start. Hier gewannen die Sportschützen aus Jüterbog und Petkus 7 Medaillen.

In der stärksten Klasse holte sich der Petkuser Sven Bakus den Titel. Mit 257 Ringen verwies er den Jüterboger Sebastian Kienast, der mit 251 Ringen überzeugte, auf den 2. Platz. Für Bakus war es der 12. Landestitel in diesem Wettbewerb. Deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb diesmal Frank Dombrowski. Der Titelverteidiger erreichte durch drei schlechte Schüsse, die in der Fünf und Sechs landeten, nur 245 Ringe. Er sicherte sich aber noch Bronze vor dem für Petkus startenden Kreisstädter Ingo Louvet 235. Im Seniorenfeld triumphierte Norbert Huckewitz mit guten 255 Ringen vor Werner Stibbe 248 vom SV der Hochschule Cottbus. Huckewitz, der zuletzt im Jahr 2008 ganz oben auf dem Treppchen stand, hatte in dieser Disziplin einige Jahre pausiert und ein gelungenes Comeback erzielt. Jörg Flemming war mit seinen 247 Ringen sichtlich zufrieden, reichte es für ihn doch zum 3. Platz. Undankbarer Vierter wurde Helmut Fahlenberg 222, der sich noch vor dem Spremberger Sieger von 2014 Horst Müller 221 und den Luckenwaldern Egon Valentin 221 und Bodo Schneider 219 platzierte. Klaus Bakus kam mit 206 Ringen auf Platz 8. Knapp am Meistertitel vorbei schoss sich Barbara Schilling bei ihrer ersten LM Teilnahme in diesem Wettbewerb auf den Silberplatz. Bei fast ähnlichem Serienverlauf zur Siegerin, hatte sie nur 3 Ringe Rückstand auf die mehrfache Titelträgerin Kerstin Pöschla 224 aus Cottbus. Nach dem 3. Platz von den Meisterschaften im Liegendkampf war dies bereits ihre zweite Top 3 Platzierung in der Damenklasse. Den Mannschaftstitel errangen wieder die Schützen aus der Flämingstadt. Mit 751 Ringen lag man doch deutlich vor Cottbus 735 und Spremberg 712.

Eine weitere Medaille erkämpfte Dombrowski im einzigen Großkaliber Wettbewerb dieser Breitensporttitelkämpfe. Mit der GK Pistole gewann er beim Präzisionsschießen über 30 Schuss Silber. Mit 264 Ringen war er trotzdem nicht ganz zufrieden. Gerade in dieser Disziplin hatte er sich doch mehr erhofft. Mit schon klarem Vorsprung gewann der Liebenthaler Frank Kametzki 282 Gold. Bronze ging an den Oranienburger Martin Widera 259. Keine Chance auf eine vordere Platzierung hatte Dombrowski dann mit der KK Präzisionspistole. Obwohl er als Titelverteidiger an den Start ging, konnte er mit 263 Ringen nicht annähernd seine Leistung aus dem Vorjahr bestätigen. So blieb hier nur der 6. Platz. Den Sieg erkämpfte der Prenzlauer Andreas Schmidt mit 280 Ringen.

Frank Dombrowski

Erfolge der Kleinkaliberschützen bei Landestitelkämpfen

Am Landesleistungszentrum in Frankfurt/Oder fanden die Verbandsmeisterschaften in den 50 Meter KK Gewehrdisziplinen sowie die Entscheidungen über 25 Meter mit der KK Pistole statt. In jeweils 2 Gewehr- und Pistolendisziplinen gingen 178 Schützen aus 40 Vereinen des Landes an den Start. Geschossen wurde ausschließlich auf elektronische Scheibenanlagen.

Als einzige Pistolenschützin aus der Region trat Sabine Radtke an die Feuerlinie. Ihre Zielstellung war nicht nur der Gewinn der Meisterschaft, auch sollte das Limit der DM erreicht werden. Im ersten Teil mussten 30 Wertungsschüsse auf die Präzisionsscheibe abgegeben werden. Doch ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin hatte sie doch einige Mühe, ihr gewohntes Leistungsniveau zu erreichen. Beim Duellschießen legte die Titelverteidigerin noch einmal etwas zu und konnte mit 503 Ringen die erneute Meisterschaft erringen. Auch wenn das Limit um einige Ringe verfehlt wurde, freute sie sich doch, sich wieder gegen Bianka Geißmar 491 von den Götzer Bergschützen und Heike Nitschke 481 aus Königs Wusterhausen durchgesetzt zu haben.

Erfreuliche Resultate gab es für die Jüterboger- und Petkuser Gewehrschützen. Hier zeigte Senior Helmut Fahlenberg seinen bislang stärksten Liegendkampf. Der Petkuser, der für den SSC 98K Schöbendorf/Paplitz antrat, setzte sich mit 567 Ringen gegen 9 Mitkonkurrenten durch. Ringgleich hatte er sich gegen den Bernauer Andreas Raddatz durchsetzen können. Durch eine tolle 96er Abschlussserie (Raddatz kam nur auf 88), sicherte er sich seinen ersten Landesmeistertitel. Über Bronze freute sich der Vereinsvorsitzende des SSV Petkus Jörg Flemming. Mit 563 Ringen behielt er gegen den ringgleichen Bernauer Günter Kästner die Oberhand. Eine gute Leistung zeigte Barbara Schilling im Wettbewerb der Damenklasse. Hoch konzentriert kämpfte sie bei ihrer ersten Landesmeisterschaftsteilnahme um jeden Ring. Da alle 6 Zehnerserien über der 90er Marke lagen, kamen gute 555 Ringe zusammen. Hinter Chris-Belinda Leimbach 576 aus Bernau und Nadine Graßmann-Jeschke 575 aus Lübben hatte sie mit dem 3. Platz ihren bislang größten sportlichen Erfolg erzielt.

In der Schützenklasse gab es einen engen Kampf an der Spitze. Lediglich der Sieg fiel mit 586 Ringen in der stärksten Wettkampfklasse doch recht deutlich aus. Der Neustädter Sven Bergenroth hatte sich nach 2009 wieder den Meistertitel erkämpft. Der 2. Platz war hart umkämpft. Gleich 4 Schützen erzielten 579 Ringe. Mit dem Glück der besseren letzten Zehnerserie (99) holte sich der Meister der letzten beiden Jahre, Alexander Flemming, Silber. Für Neustadt/Dosse startend, wurde der Finsterwalder Sebastian Kelle Dritter. Hinter dem Bernauer Torsten Müller kam Frank Dombrowski zu seinem stärksten Resultat bei einer Landesmeisterschaft. Der Vorjahresdritte Sven Bakus erreichte, im mit 14 Teilnehmern größten Starterfeld, mit 572 Ringen den 7. Platz.

Frank Dombrowski

Vorderladerschützen in Frankfurt gut in Form

In Frankfurt/Oder wurden die Titelkämpfe des Verbandes im Vorderlader Schießen ausgetragen. Gleich 4 Schwarzpulverschützen der Jüterboger Gilde hatten sich dafür über die Kreismeisterschaften im Wettbewerb Perkussionsgewehr 50m qualifiziert. So war es nach 2012 möglich, wieder eine komplette Mannschaft zu stellen. Während bei Vereins- und Kreismeisterschaften auf Papierscheibe geschossen wurde, konnte man hier elektronische Scheiben nutzen.

Der beständigste Schütze der letzten Jahre, Heinz Krüger, zeigte auch diesmal im Seniorenfeld seine außergewöhnliche Wettkampfform. Mit guten 138 Ringen musste er sich in seinem 15 Schuss Wettbewerb nur knapp dem Frankfurter Lutz Rechtenbach geschlagen geben. Der Titelverteidiger konnte sich erst mit dem letzten Schuss auf 139 Ringe in Führung bringen. Bronze erkämpfte der Götzer Volkmar Tabor 133. Erstmalig bei der LM in dieser Disziplin am Start, zeigte auch Werner Panek eine gute Leistung. Zwar konnte er nicht an seine Spitzenleistung der Gildemeisterschaften anknüpfen, erreichte mit 130 Ringen aber den 6. Platz. Durch 2 Treffer ins Weiße rutschte Klaus Jannasch im Klassement mit 120 Ringen ein Stück ab. Er lag aber mit Platz 8 noch vor seinem Mannschaftskollegen Wolfgang Gast 119, dem eine Zwei das Ergebnis etwas vermieste. Dennoch gab es Grund zur Freude. Zum ersten Mal seit 8 Jahren gab es für die Flämingstädter im Mannschaftskampf wieder eine Top 3 Platzierung. Hinter den siegreichen Gastgebern 404 und den Zweitplatzierten Götzer Bergschützen 396 erreichte man mit 377 Ringen den 3. Platz.

Eine neue persönliche Wettkampfbestleistung erzielte der Kreisstädter Detlef Bode im Perkussionspistolen Wettbewerb der Altersherren. Mit 123 Ringen erreichte er den vierten Platz. Der Sieg ging an den Frankfurter Roland Gust 141. An den Wettbewerben hatten sich 24 Gewehr- und 34 Pistolenschützen aus 15 Vereinen beteiligt.

Frank Dombrowski