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Schützengilde hat neues Königshaus

Wie im vergangenen Jahr veranstaltete die Jüterboger Gilde am letzten Sonntag im Mai ihr jährliches Königsschießen. Bei recht kühler Witterung fiel die Beteiligung nur etwas niedriger aus als im letzten Jahr. Elf Schützen und vier Damen kämpften um Titelehren und das neue Königshaus. Der Schützenkönig wurde traditionell im stehenden Anschlag ermittelt. Bei den Damen wurde der Königsschuss im sitzenden Anschlag aufgelegt abgeben. Geschossen wurde, wie seit dem ersten Königsschießen der Gilde im Jahr 1996, traditionell mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter Entfernung. Während der zweistündigen Veranstaltung, stand ein Suhler KK Gewehr M150 mit Balkenkornvisierung zur Verfügung. Für die Damen, die in den Jahren zuvor ein Gewehr mit Ringkorn nutzten, um auf eine abgeklebte Glücksscheibe zu schießen, war es doch eine Umstellung.   So nutzen alle Damen die Möglichkeit vorher 3 Probeschüsse auf eine Wettkampfscheibe abzugeben. Bei den Schützen sah das anders aus. Hier verzichteten viele darauf, die Treffpunktlage zu ermitteln.

Nach 10 Jahren errang Sabine Radtke wieder den Titel der Schützenkönigin. Sie hatte sich schon 2012 die Königsscheibe sichern können, beim erstmals von der Gilde ausgetragenen Damenkönigsschießen. Was niemand wusste, diesmal lag der Zielpunkt genau im Zentrum der Königsscheibe. Sie tritt die Nachfolge von Bettina Kühne an, die sich 2021 erstmalig die begehrte Trophäe sichern konnte. Nach Bekanntgabe der Sieger und Platzierten durch den 1. Vorsitzenden, überreichte Präsident Wolfgang Gast die Königsscheibe. Den zweitbesten Schuss gab Petra Schulze ab. Die Königin von 2015 und 2016 trägt nun den Titel der 1. Dame. Die Titelverteidigerin Bettina Kühne muss sich in diesem Jahr als 2. Dame zufriedengeben.

Auch bei den Herren lag der Zielpunkt in der Mitte der Scheibe. Bis 9 Uhr, dem Start des ersten Schützen, war die Scheibe für alle einsehbar. So konnte man sich ungefähr darauf einstellen, wo die Waffe angehalten werden muss. Neuer Schützenkönig wurde Gerald Kaplick. Der 1. Vorsitzende der Gilde gab den besten Schuss des Tages ab und ist Nachfolger des dreifachen Titelträgers Heinz Krüger. Als einziger Teilnehmer, hatte der 63-Jährige schon beim Probeschießen eine Zehn erzielen können. Das war besonders bemerkenswert, da Kaplick eigentlich Linksschütze ist, und die Vereinswaffe eine Rechtsschäftung hat. Nur wenige Millimeter Vorsprung betrug der Abstand seines Schusses zum Schuss von Ralf Schulze. Der König von 2018 ist nun für ein Jahr 1. Ritter. Präsident Wolfgang Gast wurde zum wiederholten Mal 2. Ritter.  

Wie im letzten Jahr, verfehlten auch diesmal 2 Schützen die Königsscheibe komplett. Der ungewohnte freihändige Anschlag war dafür ausschlaggebend. Die Proklamation von König und Königin findet am 18. Juni zum Schützenfest vor dem Jüterboger Rathaus statt. Gerald Kaplick und Sabine Radtke können nun die Gilde beim Landeskönigsschießen am 19. November in Werder/Havel vertreten.

Frank Dombrowski

Fred Hochleutner gewinnt Schießen um Königsorden knapp

Am letzten Sonntag veranstaltete die 1. Traditionskompanie der Jüterboger Schützengilde bei wechselhaftem Wetter ihr traditionelles Königs-Orden-Schießen. Dieser Wettbewerb, der schon ein Jahr nach Gründung der Kompanie 1996 erstmals durchgeführt wurde, ist neben dem Bock-Orden-Schießen fester Bestandteil des Wettkampfkalenders der Kompanie, der derzeit etwa 30 Schützinnen und Schützen angehören. Gildevorsitzender Wolfgang Gast und Hauptkampfrichter Heinz Krüger hatten wie schon beim Mauritiuspokal alles perfekt vorbereitet und so konnte die Veranstaltung reibungslos durchgeführt werden. Mit 14 Teilnehmern waren so viele Schwarzpulverschützen am Start, wie nie zuvor. So mussten wegen der Abstandsregelung 2 zusätzliche Durchgänge bestritten werden. Alle Starter hatten ein 10 Schuss Programm in maximal 35 Minuten ohne Probeschüsse auf 50 Meter Entfernung mit dem Perkussionsgewehr zu bewältigen. Die Anschlagsart war sitzend. Die Waffe wurde auf einem Sandsack aufgelegt.

Am zielsichersten war Fred Hochleutner. Der 77-Jährige, der sich schon mehrfach in die Siegerlisten eintrug, gewann mit seinem Waadtländer Standstutzer im Kaliber .45 mit 95 Ringen nach Zentrumswertung vor der ringgleichen Helga Boge, die mit einem geliehenen Gewehr überraschend stark schoss. Nur eine etwas weiter vom Zentrum entfernte Neun im Vergleich zu Hochleutner machte den kleinen Unterschied. Mit 94 Ringen wurde Wolfgang Gast Dritter. Zwei Treffer in der Acht kosteten ihm den Sieg. Undankbarer Vierter wurde Frank Leis. Der Sieger von 2018 hatte nur 2 Schüsse in der Zehn und erreichte 92 Ringe. Diana Hanske belegte ringgleich den 5. Platz. Für Titelverteidiger Heinz Krüger, reichte es diesmal nicht, sich im Vorderfeld zu platzieren. Er kam auf 89 Ringe und Platz 6. Weitere Reihenfolge: 7. Erich Claasen 88, 8. Wolfgang Boge 84, 9. Georg Hanske 78, 10. Hans-Joachim Rehbein 51, 11. Willi Höhne 49, 12. Frank Lehmann 44, 13. Manfred Neumann 37, 14. Bernd Rüdiger 16.

Die Siegerehrung findet wie gewohnt beim Haxenessen im November in Riesdorf statt. Hier erhalten die 3 erstplatzierten Teilnehmer Medaillen und der Sieger noch einen Zinnkrug, der als Wanderpokal geführt wird. Der jeweilige Sieger, der den Krug weiterreicht bekommt dann eine Erinnerungsplakette. Erst wenn keine Schilder mehr am Krug Platz finden, darf der Sieger diesen behalten.

Unmittelbar nach dem Wettkampf nahm der 1. Vorsitzende die Gelegenheit wahr noch 2 Beförderungen durchzuführen. Hier wurden die aktiven Mitglieder Diana und Georg Hanske jeweils zum Hauptmann ernannt. Bei Kaffee, Kuchen sowie abschließendem Grillen klang ein gelungener Wettkampftag gemütlich aus.

Frank Dombrowski

Viele Rekorde bei Kreistitelkämpfen in Jüterbog

Zwei Wochen nach den Kleinkaliber Wettbewerben in Potsdam fanden zum Abschluss der Titelkämpfe des Kreises die 25 und 100 Meter Kurz- und Langwaffenentscheidungen vorwiegend in Großkaliberdisziplinen statt. Aber auch diverse Kleinkaliberentscheidungen und das Vorderladerschießen standen auf dem Programm. Die Jüterboger Schießanlage „Damm“ bot bei angenehmen äußeren Bedingungen wieder beste Voraussetzungen für gute Leistungen und Rekorde. Bereits im Vorfeld dieser Meisterschaften hatte der Kreissportleiter knapp 200 Startmeldungen von Schützen aus 13 Vereinen des KSB für die zweitägige Veranstaltung entgegen nehmen können. Mit 179 absolvierten  Gewehr- und Pistolenstarts lag man auf dem gleichen hohen Niveau wie in 2014. Nach dem im letzten Jahr ein deutlicher Zuwachs bei den Kurzwaffenstarts zu verzeichnen war, gab es hier diesmal leichte Einbußen. Wie in der Vergangenheit üblich, war der Gewehrstand am ersten Tag voll ausgelastet. Die Gastgeber hatten mit 50 Einzelstarts das mit Abstand größte Aufgebot gestellt, gefolgt von Ludwigsfelde 42, Potsdam 21 und Luckenwalde 14. Mit jeweils 12 Einzel- und 4 Mannschaftstiteln waren die Gastgeber und die SG Ludwigsfelde am erfolgreichsten. Luckenwalde und Potsdam teilten sich mit je 8 Erfolgen den 3. Platz im Titelranking vor Dahme (6), Zossen (3), Rangsdorf (2) und Schöbendorf (1). Wie schon im letzten Jahr, wurden auch diesmal 10 neue Kreisrekorde mit Langwaffen registriert. In 12 Gewehr- und 7 Pistolendisziplinen gab es 47 Einzel- und 12 Mannschaftsentscheidungen. Erfolgreiche Titelverteidigungen gab es in 26 Einzel- und 8 Mannschaftsentscheidungen. Neben Titelehren ging es für viele Schützen auch um Qualifikationsringzahlen zur Landesmeisterschaftsteilnahme.

Erfolgreichster Teilnehmer war Mark Koschnick. Der Kreissportleiter von der Ludwigsfelder Gilde lag mit 9 Einzel- und Mannschaftserfolgen vor seinem Teamkollegen Steffen John und dem Jüterboger Frank Dombrowski (je 7). Für die freihändigen Ordonnanzgewehrschützen gab es in dieser Saison erstmals die Möglichkeit, sich in 2 getrennten Wettbewerben für die nächst höhere Meisterschaft zu qualifizieren. Mit Dioptervisierung stellte Sebastian Kienast in der offenen Klasse einen neuen Kreisrekord auf. Er hatte mit 347 Ringen schon deutlichen Vorsprung auf seine Teamkollegen Ingo Louvet 328 und Dombrowski 324. Den Wettbewerb mit offener Visierung entschied der Potsdamer Jürgen Alf mit Kreisbestmarke vor Dombrowski (beide 335) und dem Potsdamer Erhard Kloth 329. Die größte Beteiligung gab es beim Auflageschießen mit dem Ordonnanzgewehr. Hier gab es mit Dioptervisierung neue Rekorde durch Dombrowski 283 und Barbara Schilling (Jüterbog) 257. Der Kreisstädter Bodo Schneider verteidigte mit offener Visierung seinen Titel bei den Senioren eindrucksvoll vor dem Flämingstädter Hans-Joachim Heinze. Schneiders 280 Ringe bedeuteten ebenfalls Kreisrekord. Bei den Altersdamen markierte die Rangsdorferin Daniela Britze 261 eine neue Bestmarke. Den heiß umkämpften Mannschaftstitel gewannen erneut die Dahmer Schützen knapp vor der 2. Jüterboger Vertretung. Im Großkaliber Liegendkampf erreichte Dombrowski 299 von 300 möglichen Ringen. Der Luckenwalder Egon Valentin siegte mit 290 im Seniorenfeld. Beim Vorderlader Gewehrschießen trugen sich Koschnick in der Schützenklasse, John in der Altersklasse, und Klaus Jannasch (Jüterbog) bei den Senioren in die Siegerlisten ein. Mit 135 Ringen erzielte Jannasch eine neue persönliche Bestleistung und setzte sich gegen den Titelverteidiger Heinz Krüger 134 durch. Beim Schießen mit der Perkussionspistole und dem Revolver bestimmten die Ludwigsfelder Schwarzpulverschützen sowohl im Einzel als auch in den Mannschaftsentscheidungen das Geschehen.

Am 2. Tag fand das Kleinkaliberschießen statt. Hier verteidigten die Luckenwalder Hans-Joachim Mölter und Valentin ihre Titel aus 2014 wie auch Helga Boge (Jüterbog) und Eckard Müller (Potsdam). In der Klasse mit Zielfernrohr gab es durch den Potsdamer Thomas Heyne 293 bei den Altersschützen sowie Valentin 298 und Mölter 288 bei den A bzw. B Senioren neue Bestmarken. Im Großkaliber Pistolenwettbewerb 30 Schuss Präzision waren Dombrowski, Gunnar Albrecht (Ludwigsfelde) und Kloth erfolgreich.

Am Samstag, den 30. Mai findet in Potsdam die zentrale Siegerehrungsfeier der 3 veranstalteten Kreismeisterschaften Druckluft, Kleinkaliber und Großkaliber statt.

Frank Dombrowski