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Jüterboger Schützen beim 24 Stunden Schießen

Zu einem Wettkampf der besonderen Art lud der PSV Olympia Berlin Druckluftschützen in die Walther Arena nach Alt-Glienicke ein. Zum wiederholten Mal fand dort ein Schießen statt, das am Samstag um 12 Uhr begann und Sonntag 12 Uhr endete. Auf Grund der begrenzten Standkapazität ließ der Veranstalter 9 Gewehr- und 13 Pistolenteams zu. Hier war es sinnvoll eine schnelle Anmeldung abzugeben, denn die Startplätze waren begehrt. Jeweils 2 Starter bildeten ein Team, das sich für die Wertung einen speziellen Namen einfallen lassen musste. Kurz vor Start reduzierte sich das Feld, da 2 Pistolenteams nicht anreisten. Nicht nur einheimische Schützen wollten dabei sein, auch Teilnehmer aus Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten gemeldet. Da die Bundesliga vom DSB bereits abgesagt wurde, konnten einige der stärksten Jüterboger Luftgewehrschützen diesen Marathon Event nutzen, um viel Wettkampfpraxis zu bekommen. Jedes Paar musste 16 Wettkämpfe im 90 Minuten Abstand bewältigen. Immer abwechselnd, über den ganzen Tag verteilt ging jeder Teilnehmer 8 Mal an den Start, um möglichst viele Ringe für sein Team zu erkämpfen. Während die Gewehrschützen im Modus der Zehntelwertung schossen, wurden bei den Pistolenschützen nur ganze Ringe gezählt. Dieser Wettkampf wurde auch dazu genutzt, sich zeitgleich am Walther Meython Cup zu beteiligen, einem weltweiten Preisschießen, das über fast 3 Monate geht.

Im Team „Die blinden Gänger“ traten Sebastian Kienast und Fabian Henze an. Kienast kam nach einer eher unterdurchschnittlichen 94er Startserie überraschend gut in den Wettkampf hinein, steigerte sich nach 99, 98 und 99 auf tolle 390 Ringe (ohne Zehntel). Auch in den nächsten Stunden behielt er sein Niveau bei und schoss auch im 2. und 3. WK dieses Resultat. Da lag er sogar kurzeitig an der Spitze der Einzelwertung. Fabian Henze erreichte zu Beginn 370, 369 und 364 und zeigte in etwa seinen derzeitigen Leistungsstand. Auf einem guten Weg ins Vorderfeld waren auch Madeleine Asmussen (389, 389, 382) und Maria Antonia Kanzler (384, 386, 383) vom Team „Guns in Red“.

Die Verantwortlichen hatten den Wettkampf sehr gut organisiert. Auf die Einhaltung der Corona Regeln achtete man schon bei der Ausschreibung, in dem man unnötige Ansammlungen von Betreuern, Trainern und Fans vermied. Für die Schützen, die ohnehin schon durch die körperliche Belastung der Wettkämpfe gefordert waren, kam hinzu, dass sie nur im Schützenstand die Maske ablegen durften. Für einen Luftaustausch während des Schießens wurde gesorgt, in dem die Türen zur Schießhalle weit geöffnet wurden. Alle Wettkämpfe wurden mit Musik begleitet. Moderator Michael Wischnewsky führte in seiner gewohnt lockeren Art durch die 24 Stunden. Immer wieder nahm er das Mikro in die Hand und verkündete Zwischenstände, berichtete von Schnapszahlen oder erste Treffer in der 10,9 die erzielt worden sind. So bekamen fast alle Schützen zwischenzeitlich kleine Aufmerksamkeiten wie etwa Safepacks für Diaboloschachteln oder Visierschirme die von Sponsoren bereitgestellt wurden. Für die Nacht hatte der Veranstalter kostenlose Hühnersuppe und Getränke bereitgestellt. Viele nutzten aber den Pizza Service. Als in der Nacht die Lichtanlage auf Nachtmodus gestellt wurde, war es für alle eine extreme Umstellung, hatte aber auch etwas Interessantes an sich. So hatte wohl kaum jemand schon einmal geschossen. Auch die Musik wurde der Nacht angepasst. In den Wettkampfpausen versuchten einige Schützen direkt auf Schlafmatten in der Halle Ruhe zu finden, andere stellten sich Wecker und blieben im Auto.

Kienast, der zwischenzeitlich nur wenige Ringe zu den vorangegangen 40 Schuss Programmen einbüßte, musste erst in den letzten beiden Wettkämpfen der außergewöhnlichen Belastung Tribut zollen. Mit 382 Ringen zum Schluss, erzielte er während der 8 Wettkämpfe einen 386,5er Schnitt. Die letzten 10 Schüsse des letzten Wettkampfes wurden als Finale geschossen. Hier erreichte er mit 102,0 (98) die drittbeste Leistung im Feld. In der Gesamtwertung reichte es für ihn zum 5. Platz. Mit 3241,1 Ringen hatte er die beste Jüterboger Leistung erzielt. Hier fehlten nach 320 Wertungsschüssen nur 14 Ringe auf den 3. Platz. Nach dem Wettkampf bemerkte er: „Ich hätte lieber schlechter angefangen und besser aufgehört“. Asmussen, die zuletzt gute 387 Ringe erreichte, hatte schon in ihrem 4. WK mit 391 das beste Einzelresultat im Flämingstädter Team erzielt. Nach Zehntelwertung platzierte sie sich mit 3234,7 Ringen auf Rang 6. Kanzler sicherte sich mit ihren 383 Ringen zum Schluss den 10. Platz. Sie kam auf 3202,9 Ringe. Henze, hatte sein Ziel erreicht, nur nicht letzter zu werden. Mit 359 rutschte er bei seinem letzten WK zwar knapp unter den Neuner Schnitt, konnte aber mit 3052,5 den 15. Platz erkämpfen.

Den Sieg errang Maxi Reuter 3270,6 von der SG Deutschenbora vor Frank Ruthsatz 3257,5 vom gastgebenden Verein und Janett Reuter 3255,1 aus Deutschenbora. In der Teamwertung errangen die „Guns in Red“ mit 6437,6 den 3. Platz. Was für ein toller Erfolg.  Es siegte das „Team Reuter“ mit 6525,7 und großem Vorsprung vor den NBSG Schützen „Die 9,9er“ mit Annica Höftmann und Jost Schülke 6457,7. „Die blinden Gänger“ landeten mit 6293,7 auf Rang 7.

Einen unvergesslichen Wettkampftag erlebte Thomas Oberheide von der niedersächsischen SSG Deister. Da sein Teamkollege kurz vor dem Wettkampf wegen Krankheit absagen musste, entschloss er sich dazu, auch die Wettkämpfe seines Teamkollegen zu schießen. So ging der arme Kerl 16 Mal infolge an den Start. Mit Platz 12 und 13 im Einzel und Platz 6 in der Gesamtwertung hat er sich achtbar geschlagen. Bei den Pistolenschützen setzte sich der Potsdamer Wolfgang Geppert mit 13 Ringen Vorsprung vor seinem Teamkollegen Christian Kenklies durch. „Die Potsdamer Rookies“ siegten auch in der Teamwertung mit mehr als 100 Ringen Vorsprung vor dem Prenzlauer Team „Das Wunder“ mit Andreas Schmidt und Christian Jauert.

Ein erlebnisreicher Wettkampf, der sicher für die meisten noch lange in Erinnerung bleiben wird, ging am ersten Wochenende im Oktober mit der würdevollen Siegerehrung zu Ende.

Frank Dombrowski

Jüterboger Luftgewehr Schützen holen erste Punkte in der Landesliga

In der Brücker Turnhalle fand der 2. Wettkampftag der BSB Landesliga statt. Die Schützen um Teamchef Fabian Henze wollten sich nach der 0:5 Klatsche am 1. WK-Tag in Cottbus gegen Werder/Havel unbedingt vom Tabellenende lösen. In gleicher Besetzung traf man auf die Schützen aus Bernau, die sich schon am ersten Tag einen Sieg gegen Senftenberg erkämpften.

Wie schon in Cottbus war Jonas Stein an Position 1 gesetzt. Er musste gegen die starke Chris Belinda Leimbach antreten. Leimbach konnte in der Anfangsphase jedoch nicht überzeugen, schoss nur eine 86er Startserie. Stein, der seit Jahren auf beständig gutem Niveau in der Liga schießt, legte 4 Serien über der 90er Marke hin und siegte doch recht deutlich mit 372 zu 361. Stein liegt nach dem 2. WK-Tag als bester Jüterboger mit einem 374er Schnitt auf Rang 12 in der Einzelwertung. Mit diesem ersten Einzelpunkt war nicht unbedingt zu rechnen. Im 2. Duell zwischen Fabian Henze und Michele Knospe sollte eigentlich alles nach Plan laufen. Doch dem erfahrenen Schützen, der auch schon in diesem Jahr in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, passierte ein Malheur. Während der 2. Serie wollte er minimale Abweichungen durch Visierveränderungen vornehmen und drehte am Diopter in die falsche Richtung. Das hatte zur Folge, dass sich die Schüsse immer weiter vom Zentrum entfernten. So gab es nur eine 81. Erst während der 2. Hälfte seines Wettkampfprogramms fand er zur gewohnten Stärke zurück. Doch das reichte für ihn nicht mehr. Henze verlor mit 354 zu 359 Ringen. Eine Leistungssteigerung um 7 Ringe brachte Anna-Sophie Wippich im 3. Duell einen ungefährdeten 376 zu 360 Sieg gegen Alexander Lehmann. Nach einer langen Kleinkalibersaison ist Benedikt Crncic noch nicht so richtig auf den freihändigen Luftgewehranschlag eingestellt. In seinem Match gegen Alexander Stolp lief es zu Beginn nicht gut. Sein Gegner nahm ihm nach 2 Serien schon 9 Ringe ab. Mit 5 Ringen unter seiner Leistung von Cottbus verlor Crncic mit 361 zu 369. So stand es 2:2 und das letzte Duell zwischen Sven Lebahn und Ines Bergmann musste die Entscheidung bringen. Hier war allerdings schnell klar, dass sich der Jüterboger durchsetzen würde. Bei seiner Steigerung auf 368 Ringe hatte er am Ende 34 Ringe Vorsprung.

Nach dem 3:2 Erfolg liegt man nun auf dem 4. Tabellenplatz. Lübben und Werder/Havel liegen nach Mannschaft- und Einzelpunkten nach jeweils 4:1 Erfolgen über Senftenberg und Neuenhagen an der Spitze. Am 3. Wettkampftag wird es im Dezember in Frankfurt/Oder einen Doppelwettkampf geben. Dann warten Neuenhagen und die Ligafavoriten aus Lübben auf die Flämingstädter.

Frank Dombrowski

Tabelle:

Platz Mannschaft M-Punkte E-Punkte
1 SG Lübben 04:00 09:01
SG Werder/Havel 04:00 09:01
3 SG Bernau 02:02 06:04
4 SG Jüterbog 02:02 03:07
5 SV Senftenberg 00:04 02:08
6 SV Neuenhagen 00:04 01:09

Luftgewehrschützen in der 2. Bundesliga weiter erfolgreich

Auch nach dem 2. Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga Ost bleiben die Jüterboger Schützen ungeschlagen. Beim PSV Olympia Berlin trafen sich alle 8 Teams für jeweils 2 Wettkämpfe. In der Walther Arena standen auf den 20 Ständen jeweils 4 Mannschaften zeitgleich an der Feuerlinie. Die Wettkämpfe wurden wieder mit Musik begleitet und aktuelle Zwischenstände durch Standchef Michael Wischnewsky vom gastgebenden Verein angesagt. Die großen Monitore über jedem Schützen machten es den Betreuern und Zuschauern einfach, jeden Schuss, der auf die elektronischen Anlagen abgefeuert wurde, zu verfolgen. Erstmalig wurden 2 riesige Monitore an den Stirnseiten angebracht, so dass jeder Schütze verfolgen konnte, wie es in seinem jeweiligen Match und in den anderen Partien der Teammitglieder steht. Das Leistungsniveau in der 2. Bundesliga Ost konnte zum 1. WK der Saison gesteigert werden. So gab es 17 Einzelleistungen mit 390 und mehr Ringen. Für die Jüterboger sah es im Vorfeld gar nicht so günstig aus, musste man doch auf die erfahrenen Stammschützen Sebastian Kienast und Lars Meyhak krankheitsbedingt verzichten.

Erster Gegner der Jüterboger, waren die Schützen der Gilde Berlin & Charlottenburg. Hier traf Madeleine Asmussen aus Wanderup in Schleswig Holstein im Topduell auf Michaela Grötzner.  Schon nach der Hälfte der Schüsse lag Asmussen, die seit 10 Jahren das frühere Regionalliga- und jetzige Bundesligateam verstärkt, mit 9 Ringen in Führung. Diese gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab und siegte souverän mit 384 zu 375. Im 2. Duell zwischen Joline Ziegert und Isabel Vaorin sah es nach 2 Serien völlig ausgeglichen aus. Doch die 16-Jährige wurde zum Schluss hin immer stärker, schloss sogar mit einer perfekten 100er Serie ab. Mit starken 391 zu 386 holte Ziegert ihren ersten Einzelpunkt für das Jüterboger Team. An Position 3 gesetzt, musste sich Alexander Schröder mit Alice Bilgen auseinandersetzen. Lange sah es nach einem knappen Sieg und weiteren Punkt für Jüterbog aus. Hier hatte sich Schröder nach der sehr guten 3. Serie (98) bereits einen 4 Ringe Vorsprung erarbeitet. Doch zum Schluss war der Druck zu groß. Er gab in den letzten 4 Schüssen 7 Ringe ab und verlor mit einer Acht zum Schluss mit 372 zu 373. Hier hätte eine Neun bereits zum Stechen genügt. Maria Antonia Kanzler bescherte dem Team den wichtigen 3. Einzelpunkt und damit den Mannschaftserfolg. In ihrem Match gegen Vanessa Bilgen steigerte sie sich von Serie zu Serie, schoss mit 99 Ringen aus und gewann deutlich mit 389 zu 378. Keine Chance auf einen Sieg hatte Ersatzschütze Fabian Henze. Er verlor sein Match gegen Christoph Klemm mit 363 zu 378.

Nach dreistündiger Pause ging es dann gegen die bislang sieglosen Schützen der Nordberliner Schützengemeinschaft (NBSG). Hoch motiviert vom Erfolg im ersten Wettkampf konnte Asmussen ihre Leistung deutlich steigern. Gegen Jost Schülke begann sie mit 99 Ringen fast perfekt, nahm ihrem Gegner schon 6 Ringe ab. Schülke machte nur während der 2. Serie etwas gut und konnte dann nicht mehr mithalten. Asmussen legte einen tollen Endspurt hin, beendete ihren Wettkampf mit einer 100er Serie. Am Ende hatte sie 8 Ringe mehr erzielt, als Schülke. Mit 393 Ringen erzielte sie ihre bislang beste Bundesligaleistung. Keine Mühe hatte Joline Ziegert in ihrem 2. Match. Gegen Tania Hinkel wurde der Leistungsunterschied schon nach wenigen Schüssen klar. Mit 387 zu 366 nahm Ziegert ihrer Gegnerin im Schnitt 5 Ringe pro Serie ab. Im Match an Position 3 machte es Alexander Schröder wieder spannend. Auch gegen Nicole Ehmki hatte er sich nach 30 Schüssen einen 4 Ringe Vorsprung herausgearbeitet. Auf 380er Kurs liegend, klappte zum Schluss erneut nicht mehr viel. Parallelen zu seinem ersten Wettkampf wurden deutlich. Zwischen den Schüssen 36 und 39 gab er 7 Ringe ab. Mit einer Zehn beendete er frustriert seinen Wettkampf und konnte nur noch warten, was Ehmki, die noch 6 Schüsse vor sich hatte, macht. Die Berlinerin konnte während der letzten 10 Schüsse noch 3 Ringe gutmachen. Am Ende sollte es diesmal für Schröder zum Sieg reichen. Denkbar knapp gewann er 375 zu 374 und sicherte den Jüterbogern den 3. Einzelpunkt. Einen deutlichen Klassenunterschied gab es im Match zwischen Maria Antonia Kanzler und Heike von Bredow. Kanzler schoss wieder stark, erzielte 387 Ringe und gewann mit 42 Ringen Vorsprung. Nach längerer Pause in der Bundesliga, konnte Trainer Frank Kanzler wieder auf Thomas Schulze zurückgreifen. Doch Schulze konnte mit Annica Höftmann nicht mithalten. Die Schützin aus Berlin siegte mit 382 zu 372 und brachte ihrem Team den Einzelpunkt.

Nach diesen beiden Mannschaftserfolgen liegen die Jüterboger hinter den Giebichensteiner Schützen aus Halle, die in 15 Einzelpartien erst einen Einzelpunkt abgeben mussten, aussichtsreich auf dem 2. Platz.

Am 3. Wettkampftag wird es dann Anfang Dezember wieder einen Doppel-Wettkampf geben. Bei der Nordberliner Schützengemeinschaft kommt es dann zum Brandenburger Duell zwischen Jüterbog und den bislang sieglosen Bötzowern. Im zweiten Duell treffen die Flämingstädter auf Deutschenbora.

Frank Dombrowski

Ergebnisse:

Gölzau II                                   –              Bötzow                                               4:1

Halle                                          –             Deutschenbora                                 4:1

Nordberliner SG                      –             PSV Olympia                                     0:5

Berlin & Charlottenburg        –              Jüterbog                                             2:3

Deutschenbora                        –             Gölzau II                                             2:3

Bötzow                                       –            Halle                                                   0:5

Jüterbog                                    –             Nordberliner SG                                4:1

PSV Olympia                            –             Berlin & Charlottenburg                   3:2

Tabelle:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 14 : 01 06 : 00
2 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 10 : 05 06 : 00
3 SV Gölzau II 09 : 06 04 : 02
4 PSV Olympia Berlin 08 : 07 04 : 02
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 07 : 08 02 : 04
6 Schützengilde Deutschenbora 06 : 09 02 : 04
7 SV Bötzow 03 : 12 00 : 06
8 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 03 : 12 00 : 06

Jüterboger Schützen beim Landesliga Abschluss in Frankfurt/Oder

Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrte die 2. Jüterboger Luftgewehrmannschaft vom Saisonfinale, dem 4. Wettkampf der Verbandsliga, aus Frankfurt/Oder zurück. Zuerst musste man gegen die dominierenden und bislang ungeschlagenen Bernauer an die Feuerlinie treten. Doch hier wurde schnell klar, dass man, wie schon beim Hinrunden Wettkampf, keine Chance haben wird.

Im Spitzenduell unterlag Trainer Frank Kanzler dem stärksten Schützen der Liga Torsten Müller klar mit 360:382. Jonas Stein lag am Ende 11 Ringe zurück im Match gegen Christin Fank. Die Dritte der Liga Einzelwertung siegte mit 375:364. Mannschaftsleiter Fabian Henze 362 zeigte im Match gegen Maria Preihs seine niedrigste Saisonleistung. Mit 387 Ringen erreichte Preihs das höchste Ergebnis des Tages und sicherte ihrer Mannschaft den entscheidenden 3. Einzelpunkt. Auch Mandy Kanzler hatte gegen Chris Leimbach keine Möglichkeit einen Punkt zu erzielen. Mit 367 Ringen lag sie knapp unter ihrem Ligaschnitt. Leimbach holte mit 381 den 4. Punkt für Bernau. Den einzigen Punkt für die Flämingstadt erkämpfte Sarah Janina Thümmel durch einen überzeugenden 373:341 Erfolg über Michele Knospe.

Nach dieser zu erwartenden 1:4 Niederlage ging es gleich im Anschluss gegen Neuenhagen. Hier überzeugte Frank Kanzler mit seinem höchsten Saisonergebnis und siegte gegen Jan Heider 384:377. Dagegen unterlag Jonas Stein mit der schlechtesten Ligaleistung in diesem Jahr 361 gegen Regina Martin-Trefz 378. Einen hauchdünnen Sieg schaffte Fabian Henze bei seinem 365:364 Erfolg über Marlies Lange. Ringgleichheit gab es im Duell zwischen Mandy Kanzler und Heike Lau. Beide erreichten 365 Ringe. Erst ein Stechen musste über Sieg und Niederlage entscheiden. Lau traf beim Stechschuss die Zehn, Kanzler nur die Neun. Den entscheidenden 3. Einzelpunkt markierte Marian Mölter mit einem 368:360 Sieg gegen Uwe Lau. Wie schon beim Hinrunden Wettkampf an gleicher Stelle gewannen die Jüterboger knapp mit 3:2. Die Bernauer setzten sich im letzten Wettkampf gegen Lübben durch und blieben auch nach 8 Wettkämpfen ungeschlagen. Die Jüterboger kamen mit positiven Mannschaftspunkten hinter Lübben auf Rang 3.

Ebenfalls mit Sieg und Niederlage beendeten die Pistolenschützen aus der Landeshauptstadt mit Jüterboger Unterstützung die diesjährige Ligasaison. Zunächst gab es eine unerwartete 2:3 Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Briesener. Für extra Spannung sorgten 2 Stechen innerhalb dieses Duells. An Position 1 gesetzt unterlag Sabine Radtke im Spitzenduell Volker Valentin 354:364. Mario Weber musste mit der ringgleichen Petra Morcinek 353 ins Stechen, unterlag dort mit 8:9. Frank Dombrowski setzte sich gegen Steffi Mattke mit 352:347 durch. Den 2. Punkt für Potsdam erkämpfte Carsten Andres mit 359:344 gegen Tristan Schmitt. So musste das 5. Match die Entscheidung bringen. Hierbei verlor Mannschaftsleiter Erhard Kloth nach ringgleichen 334 gegen Frank Pater durch einen Stechschuss 7:8.

Im abschließenden Kampf mit Frankfurt/Oder setzten sich die Potsdamer überraschend deutlich mit 4:1 durch. Der stärkste Ligaschütze, Stefan Birr, hatte keine Probleme gegen Daniel Giebler 371:360. Weber behielt gegen Linda Helm mit 362:354 die Oberhand. Radtke und Dombrowski holten mit 353 und 359 weitere Punkte gegen Steve Brauner 347 und Michelle Kunkel 358. Einzig Andres gab mit 352:363 gegen Ludwig Schötzau einen Punkt ab. Mit Platz 3 im Klassement zeigten sich die Potsdamer Schützen nach 4 Siegen und 4 Niederlagen zufrieden. Den Sieg in der Landesliga errangen die Brücker vor Frankfurt/Oder.

Die Pistolen Auflageschützen aus Potsdam beenden die Saison auf Platz 4 nach einem 1:4 gegen den Spitzenreiter aus Liebenthal. Hier mussten der zweitstärkste Ligaschütze, der Kreisstädter Andreas Eckardt 289, und Sabine Radtke 282 knappe Niederlagen einstecken. Liebenthal gewann vor Cottbus mit gleicher Punktezahl sowohl in Mannschafts- als auch in der Einzelpunktwertung. Hier brachte der direkte Vergleich zwischen den beiden Teams die Entscheidung zugunsten der Liebenthaler.

Frank Dombrowski

Gewehrschützen holen erste Punkte in Verbandsliga

Nach 2 knappen Niederlagen am 1. Wettkampftag der Verbandsliga kamen die Jüterboger Luftgewehrschützen zu ihren ersten Mannschaftspunkten. Mit 2 Siegen holten sie wichtige 4 Punkte und setzten sich vom Tabellenende ab.

In Frankfurt/Oder ging es zunächst gegen die Mannschaft aus Senftenberg. Hier verlor der topgesetzte Marian Mölter sein Duell gegen Renè Schammler knapp mit 370 zu 372 Ringen. Gute 377 Ringe lieferte der zurzeit sehr beständige Jonas Stein ab. Er setzte sich gegen Jonas Pfeiffer 349 klar durch. Auch Mannschaftsleiter Fabian Henze behielt sein Leistungsniveau bei und gewann seine Begegnung gegen Paul Lehmann mit 371 zu 358. Den so wichtigen 3. Einzelpunkt verbuchte Sarah Janina Thümmel durch einen 373 zu 369 Sieg über Marcel Seeliger. An Position 5 gesetzt, unterlag Celine Pomplun gegen Enrico Olzog 355 zu 361. Nach dem 3:2 Sieg hatten die Flämingstädter einen Durchgang Pause um neue Kräfte zu sammeln.

Nun ging es gegen die bislang sieglosen Neuenhagener. Hier stand Trainer Frank Kanzler selbst an der Feuerlinie. An Position 1 der Setzliste unterlag er jedoch denkbar knapp gegen Jan Heider mit 379 zu 381. Auch Marian Mölter musste sich geschlagen geben. Gegen die erfahrene Regina Martin-Trefz gab es ein 365 zu 370 Ergebnis. So mussten die Schützen auf den hinteren Ständen der Setzliste unbedingt punkten. Und das taten sie dann auch. Den ersten Punkt erkämpfte sich Jonas Stein bei seinem 374 zu 370 Erfolg über Liegendkampfspezialistin Marlies Lange. Fabian Henze hatte keine Mühe, sich gegen Heike Lau mit 373 zu 346 durchzusetzen. Den entscheidenden Punkt setzte S. J. Thümmel durch einen ungefährdeten 366 zu 344 Sieg gegen Uwe Lau.

Vor Beginn der Rückrunde am 3. Wettkampftag in Brück positioniert sich die 2. Jüterboger Luftgewehrmannschaft auf Platz 3 im Mittelfeld. Bernau führt die Landesliga mit 4 Siegen aus 4 Wettkämpfen vor Lübben an.

Auch in dieser Saison schießen Jüterboger Pistolenschützen für die Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Nach einem deutlichen Sieg am 1. Tag in Cottbus gegen Briesen, mussten die Potsdamer in Frankfurt gleich 3 Mal nacheinander ohne größere Pause ihre Begegnungen bestreiten. Im Auftaktmatch gegen Königs Wusterhausen/Wildau gab es ein überraschend deutliches 5:0. Hier waren Sabine Radtke und Frank Dombrowski mit jeweils 361 Ringen gegen Lutz Hüttel 336 und Bernd Reichenbach 353 erfolgreich. Gegen die stärker einzuschätzenden Frankfurter musste man dann allerdings eine äußerst knappe 2:3 Niederlage einstecken. Dombrowski fehlte in seinem Duell gegen Steve Brauner nur 1 Ring zum Stechen. Mit 350 zu 351 unterlag Jüterbogs Sportleiter.

Als kaum noch Kräfte vorhanden waren, musste man gleich im Anschluss noch gegen Brück antreten. Auch hier gab es enge Begegnungen. Nach dem der Stärkste im Potsdamer Team Stefan Birr mit 374 Ringen das höchste Ergebnis des Tages ablieferte und gegen Markus Wickidal 364 gewann, mussten sich Dombrowski 355 und Radtke 356 in ihren Duellen gegen Marco Hinze 362 und Matthias Roth 359 knapp geschlagen geben. Da auch Teamleiter Erhard Kloth sein Match gegen Benno Schmidtchen 333 zu 338 verlor, war die erneute Niederlage perfekt. Mario Weber glänzte gegen Udo Wolf zum Schluss noch mit 369 zu 341 und holte sich noch den 2. Einzelpunkt für die Potsdamer. Zur Halbzeit führen die Schützen aus der Oderstadt die Tabelle vor Brück und Potsdam an.

Radtke hatte an diesem Tag ein Mammutprogramm zu bewältigen. Vor den Pistolenstarts ging sie noch für die Potsdamer zwei Mal in der Landesliga Luftpistole Auflage an den Start. Hier unterstütze sie ihr Team durch zwei Siege mit je 285 Ringen. Auch der Luckenwalder Andreas Eckardt verstärkte das Team und gewann seine Duelle mit 291 und 289. Mit jeweils 3:2 siegte Potsdam gegen Königs Wusterhausen/Wildau und Spremberg. Hinter Cottbus und Liebenthal liegen die Landeshauptstädter aussichtsreich auf Platz 3.

Frank Dombrowski

Abschluss der LDW Landesliga in Frankfurt/Oder

Am Leistungsstützpunkt in Frankfurt/Oder trafen sich fast alle Mannschaften der diesjährigen Verbandsligasaison zum Endkampf in den verschiedenen Druckluftdisziplinen. Für die 2. Jüterboger Gewehrmannschaft war eine bessere Platzierung im Klassement noch möglich. Voraussetzung dafür war, ein Sieg im letzten Wettkampf gegen die bislang sieglosen Neuenhagener. Mannschaftsleiter Fabian Henze hatte es im Vorfeld nicht einfach, die 5 Schützen für diesen einen noch ausstehenden Wettkampf zu benennen. Da einige Stammschützen verhindert waren, sollten Ersatzschützen die Aufgabe übernehmen. Doch leider verspätete sich ein Schütze doch deutlich und erschien erst nach Wettkampfende. So traf es die Flämingstädter richtig hart. Obwohl bereits 3 der 4 Einzelduelle mit den Neuenhagenern gewonnen wurden, wertete man die Begegnung 0:5, wegen Unvollständigkeit der Mannschaft.

Zunächst unterlag der zuletzt stark wirkende Sven Lebahn an Position 1 gegen Regina Martin-Trefz doch recht deutlich mit 356:376. Henze verbesserte seinen persönlichen Ligaschnitt auf 373 Ringe durch einen 374:366 Erfolg über Marlies Lange. Keine Mühe hatte Jonas Stein in seinem Duell gegen Heike Lau. Der 24 Jährige gewann 369:338. Ihren besten Saisonwettkampf zeigte Mandy Kanzler. Sie behielt gegen Uwe Lau mit 369:326 die Oberhand. So rutschten die Jüterboger auf den fünften und letzten Tabellenrang ab. In einem hoch spannenden Duell traf der erste auf den zweiten der Tabelle. Hier siegte Bötzow gegen Lübben erst nach Stechen mit 3:2 und sicherte sich erneut den Titel.

Im Pistolenbereich trafen die Schützen aus der Landeshauptstadt mit Jüterboger Unterstützung auf Liebenthal. Auch hier sollte bei einem Sieg noch Boden gut gemacht werden. Wie schon in Brück, führte Frank Dombrowski die Setzliste der Potsdamer an. So musste er sich im Topduell mit Frank Schieschke messen. Mit 357:344 steigerte der Jüterboger seinen Ligaschnitt auf 356,8 und zog nach 4:1 Siegen in den Einzelduellen für sich eine positive Bilanz. Mario Weber sicherte den Potsdamern den 2. Punkt durch einen 354:336 Sieg über Stefan Kowalk. Auch Bianca Geißmar ließ im Kampf gegen Tilo Petsche mit 361:348 nichts anbrennen. Etwas mehr Mühe hatte Carsten Andres 353 im Match gegen Karsten Tschorn 351. Nach zuletzt eher schwächeren Wettkämpfen fand Sabine Radtke zu alter Form zurück. Mit 360 erreichte sie exakt den Neuner Schnitt im Duell gegen Holger Bruhn 331. Eine geschlossene Mannschaftsleistung auf annähernd gleichem Leistungsniveau führte zu einem doch klaren 5:0 Sieg. Im Klassement konnten sich die Potsdamer noch auf den 5. Platz vorarbeiten. Sieger der diesjährigen Liga wurde überraschend der Prenzlauer SV. Nach einem 3:2 Erfolg über Brück blieben sie auch nach 6 Wettkämpfen ungeschlagen. Titelverteidiger Frankfurt sicherte sich weitere 2 Punkte nach einem 5:0 über die erst gar nicht angetretene Cottbuser Gilde. Die Gastgeber mussten sich diesmal mit dem 2. Platz zufrieden geben, vor Cottbus und Königs Wusterhausen.

Anders als im freihändigen Anschlag waren die Liebenthaler mit der aufgelegten Luftpistole nicht zu bezwingen. Alle 7 Partien wurden gewonnen. Mit nur einer Niederlage setzten sich die Potsdamer an die 2. Position. Im letzten Match gegen Prenzlau gab es noch einmal ein 3:2 Erfolg. Obwohl der topgesetzte Luckenwalder Andreas Eckardt seine Begegnung mit Detlef Fromm 288:292 verlor und auch Beate Busack 268 gegen Reiner Schmid 270 knapp unterlag, setzten sich Sabine Radtke 288, Bianca Geißmar 279 und Mannschaftsführer Erhard Kloth 276 in ihren Einzelduellen klar durch. Der Kreisstädter belegte im Gesamteinzel Klassement mit einem 289,86er Schnitt den 4. Platz. Radtke kam als zweitbeste ihres Teams mit 285,29 auf Rang 12.

Frank Dombrowski