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Luftgewehrschützen beim Abschlusswettkampf der 2. Bundesliga

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendeten die Jüterboger Luftgewehrschützen die diesjährige Saison in der 2. Bundesliga Ost. Zum Saisonfinale trafen sich alle 8 Teams am Landesstützpunkt in Frankfurt/Oder um jeweils die letzten beiden Wettkämpfe zu bestreiten. Für die Flämingstädter ging es in erster Linie darum, sich von dem Relegationsplatz fernzuhalten. Nach 3 Wettkampftagen lag man auf Platz 6 punktgleich mit dem auf dem Relegationsplatz liegenden PSV Olympia Berlin. Ausgerechnet gegen die Berliner musste man im ersten Wettkampf antreten.

Hier konnte sich die an Position 1 gesetzte Madeleine Asmussen gegen Jasmin Zipfel mit starken 391 zu 384 durchsetzen. Asmussen, die dem Team nur für den ersten Wettkampf zur Verfügung stand, holte so einen wichtigen Einzelpunkt. Der erfahrene Sebastian Kienast musste sich im Duell an Position 2 Frank Ruthsatz knapp mit 386 zu 390 geschlagen geben. In ausgezeichneter Wettkampfform zeigte sich Maria Antonia Kanzler. Die Juniorin schoss im Schnitt 2 Zehner mehr pro Serie, als Gegnerin Varvara Antonova. Mit 393 zu 385 holte sie den 2. Punkt für das Jüterboger Team. Im Match zwischen Joline Ziegert und Jennifer Graske sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus. Doch nach etwa der Hälfte des Wettkampfprogramms konnte Ziegert etwas zulegen und sich mit 378 zu 372 behaupten. Durch den dritten Einzelsieg waren wichtige 2 Mannschaftspunkte eingefahren. In der letzten Partie erreichte Alexander Schröder gute 380 Ringe. Sein Gegner Benjamin Gramsch kam in einem sehr engen Duell auf 377. Vor allem während der 3. Serie hatte sich Schröder leicht absetzen können. Für ihn war es der 4. Einzelsieg in dieser Saison. Nach dem 4:1 Sieg konnte man erstmal durchatmen, der große Druck war weg, denn die punktgleichen Dresdner hatten sich gegen Gölzau eine 0 zu 5 Packung abgeholt.

Für die beste Leistung in dieser Bundesliga Saison sorgte der für die Giebichensteiner SGi Halle startende Tscheche Frantisek Smetana. Im Topduell mit Isabel Vaorin von der SG Berlin & Charlottenburg brachte Smetana alle 40 Schüsse in die Zehn und siegte eindrucksvoll mit 400 zu 383.

Im letzten Wettkampf in dieser Saison musste man gegen Gölzau II antreten. Die Tabellenzweiten zeigten sich in dieser Saison sehr stark, was auch die Flämingstädter zu spüren bekamen. Nun an 1 gesetzt, mühte sich Sebastian Kienast gegen Lina Lipinski. Mit 380 hatte er seine niedrigste Saisonleistung erzielt. Gegen die 391 von Lipinski war nichts zu machen. Für den Jüterboger war es eine unglückliche Saison. Obwohl ordentliche Resultate bis zu 389 Ringe erzielt wurden, verlor er alle 7 Einzelbegegnungen. Maria Antonia Kanzler steigerte sich sogar noch auf 394 Ringe und erzielte im Duell mit Linda Bauer 384 das beste Einzelergebnis der Jüterboger in dieser Saison. Die erste und dritte Serie beendete sie mit jeweils 100 Ringen. Joline Ziegert ließ in ihrem Zweikampf mit Florian Wenzel zu Beginn einige Ringe liegen und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Mit 381 zu 387 ging der Punkt nach Gölzau. Eine knappe 375 zu 377 Niederlage zwischen Alexander Schröder und Christian Eckner brachte die Entscheidung zugunsten der Schützen aus Sachsen-Anhalt. Bei seinem ersten Einsatz in der Saison hatte Lars Meyhak keine Probleme mit Jonas Bongartz. Ein ungefährdeter 385 zu 364 Sieg bescherte den Jüterbogern noch einen Einzelpunkt.

Mit dem Erreichen von Platz 5 konnte man zufrieden sein. Drei Siege standen 4 Niederlagen gegenüber. Den Sieg erkämpften, wie schon in der letzten Saison, die Schützen aus Halle. Stärkster Schütze der Liga wurde Smetana mit einem Schnitt von 397, 43 Ringen aus 7 Wettkämpfen.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

LübbenDeutschenbora0:5
HalleBerlin & Charlottenburg4:1
JüterbogPSV Olympia Berlin4:1
DresdenGölzau II0:5
DeutschenboraHalle1:4
Berlin & CharlottenburgLübben5:0
Gölzau IIJüterbog3:2
PSV Olympia BerlinDresden3:2

Abschlusstabelle:

PlatzVereinEinzelpunkteMannschaftspunkte
1Giebichensteiner SGI.-Halle27 : 0812 : 02
2SV Gölzau II23 : 1110 : 04
3SGi-Berlin & Charlottenburg19 : 1610 : 04
4Schützengilde Deutschenbora19 : 1608 : 06
5Schützengilde zu Jüterbog e.V.18 : 1606 : 08
6PSV Olympia Berlin15 : 1906 : 08
7PSSG zu Dresden16 : 1904 : 10
8SchGi zu Lübben00 : 3200 : 14

Frank Dombrowski

Bundesliga-Schützen starten mit Erfolg in die neue Saison

Nach 21 Monaten coronabedingter Bundesliga Pause, begann nun endlich für die Luftgewehrschützen der Jüterboger Gilde die neue Saison in der 2. Bundesliga-Ost. Nach dem sehr guten 3. Platz in der Saison 2019/2020 möchte man natürlich wieder vorn mitmischen. Schließlich hatte man im Abschlusswettkampf der damaligen Saison dem späteren Sieger aus Halle die einzige Niederlage beibringen können. Austragungsort war die Walther Arena des PSV Olympia Berlin. Für den ersten Wettkampf kamen alle 8 Teams nach Alt-Glienicke. Während an den folgenden 3 Wettkampftagen jeweils 2 Begegnungen auf dem Plan stehen, musste beim Auftakt nur einmal an die Feuerlinie getreten werden. Gegner der Flämingstädter waren die Dresdener Schützen. Hier hatte Trainer Frank Kanzler bereits im Vorfeld bemerkt, dass die Sachsen sehr gut aufgestellt waren und nicht zu unterschätzen seien. Die 5 Einzelbegegnungen ergaben sich wie gewohnt nach der von den Trainern gemeldeten Setzliste.

Hier standen sich an Position 3 Sebastian Kienast und Anna Maria Trischberger gegenüber. Während Kienast seiner Gegnerin nach 20 der 40 Wertungsschüsse bereits 4 Ringe abgenommen hatte, legte diese dann deutlich zu. Der Jüterboger war nach 25 Minuten wie so oft als erster Schütze fertig, hatte aus dem Kalten ohne Trainingseinheiten tolle 389 Ringe hingelegt. Als Trischberger die 3. Serie mit 99 abschloss und sich scheinbar auf die Zehn eingeschossen hatte, bemerkte der Jüterboger zu Sportleiter Frank Dombrowski „glaube es könnte zum Stechen kommen“, der die gleiche Vorahnung hatte. Bis zum letzten Schuss lag die Dresdnerin mit einem Ring vorn, doch sie schoss eine Neun, was ihr den Gleichstand bescherte. Vor dem Stechen blickte man aber gespannt auf die Resultate der Teamkollegen. Alexander Schröder hatte sich an Position 5 den ersten Jüterboger Punkt gesichert. Im Duell gegen Elke Frohberg gab es einen klaren 376 zu 369 Erfolg. Mit einer optimalen 10,9 (Teiler 8) beendete er seinen ersten Wettkampf in dieser Saison. An 2 gesetzt, musste Joline Ziegert gegen Jessica Grafe antreten. Hier sah es lange nach einer knappen Entscheidung aus. Mit 98 und 99 optimal gestartet, klappte in der 3. Serie überraschend fast gar nichts mehr. Mit einer Acht beendete sie die schwache 91er Serie. Während Grafe ihren hohen Schnitt im gesamten Verlauf halten konnte, kam Ziegert mit starken 99 zurück. Doch es hatte nicht mehr gereicht. Mit 387 zu 389 verlor die Juniorin die Partie und der Punkt ging nach Dresden. Im Spitzenduell traf Madeleine Asmussen auf Anne Kowalski. Die Dresdnerin, die deutlich schneller schoss, erreichte 387 Ringe. Da hatte Asmussen noch 14 Schüsse abzugeben. Die Teammitglieder rechneten fleißig mit. Nach 97, 98, 97 würde eine 96er zum Punktgewinn reichen. Doch sie behielt über das gesamte Match ihren Schnitt bei, beendete mit 98 und 390 Ringen, dem höchsten Jüterboger Resultat an diesem Tag, ihren Wettkampf. Auch Maria Antonia Kanzler zeigte sich in sehr guter Form. Nach Serien zwischen 95 und 98 hatte sie ihre Führung im Duell mit Thomas Bienengräber nicht mehr abgegeben. Ein ungefährdeter 386 zu 380 Sieg brachte den Jüterbogern den so wichtigen 3. Einzelpunkt.

Da stand aber noch ein Stechen aus. Obwohl der ganz große Druck durch den Gesamtsieg nicht mehr vorhanden war, ging es für Sebastian Kienast noch um einen Einzelpunkt. Beim Stechschuss gegen Anna Maria Trischberger begann der ganze Körper zu wackeln. Innere Unruhe machte sich breit. So eine Erfahrung hatte er zuletzt vor mehr als dreieinhalb Jahren in einer Partie gegen eine Berliner Schützin gemacht, und sich trotzdem durchsetzen können. Diesmal schoss er wieder sehr schnell, wollte den Schuss unbedingt rausbringen. Eine Neun. Trischberger dagegen traf die Zehn und holte für ihr Team den 2. Punkt. Die Jüterboger zeigten eine ausgeglichene Mannschaftsleistung. Hohe Ergebnisse brachten sie auf 1928 Gesamtringe. Nur Halle mit 1939 war an diesem Tag stärker.

Das Top Ergebnis des Tages schoss Frantisek Smetana für die favorisierte Giebichensteiner SG Halle. Im Duell gegen das 2. Brandenburger Team, der SG zu Lübben, erreichte der 23-Jährige Tscheche 398 Ringe. Nach dem 5:0 Sieg führen die Hallenser die Tabelle an. Der nächste Wettkampftag findet in 2 Wochen an gleicher Stelle statt. Hier warten Deutschenbora, die diesmal erst im Stechen gegen Berlin & Charlottenburg eine knappe Niederlage einstecken mussten, und Halle auf die Jüterboger.

Ergebnisse 1. Tag:

Gölzau II                                              –              PSV Olympia Berlin                         1:4

Lübben                                                –              Halle                                                  0:5

Berlin & Charlottenburg                     –              Deutschenbora                               3:2

Dresden                                              –              Jüterbog                                             2:3

Tabelle:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 05 : 00 02 : 00
2 PSV Olympia Berlin 04 : 01 02 : 00
3 SGi-Berlin & Charlottenburg 03 : 02 02 : 00
4 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 03 : 02 02 : 00
5 PSSG zu Dresden 02 : 03 00 : 02
6 Schützengilde Deutschenbora 02 : 03 00 : 02
7 SV Gölzau II 01 : 04 00 : 02
8 SchGi zu Lübben 00 : 05 00 : 02

Frank Dombrowski