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Luftgewehrschützen beim Abschlusswettkampf der 2. Bundesliga

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendeten die Jüterboger Luftgewehrschützen die diesjährige Saison in der 2. Bundesliga Ost. Zum Saisonfinale trafen sich alle 8 Teams am Landesstützpunkt in Frankfurt/Oder um jeweils die letzten beiden Wettkämpfe zu bestreiten. Für die Flämingstädter ging es in erster Linie darum, sich von dem Relegationsplatz fernzuhalten. Nach 3 Wettkampftagen lag man auf Platz 6 punktgleich mit dem auf dem Relegationsplatz liegenden PSV Olympia Berlin. Ausgerechnet gegen die Berliner musste man im ersten Wettkampf antreten.

Hier konnte sich die an Position 1 gesetzte Madeleine Asmussen gegen Jasmin Zipfel mit starken 391 zu 384 durchsetzen. Asmussen, die dem Team nur für den ersten Wettkampf zur Verfügung stand, holte so einen wichtigen Einzelpunkt. Der erfahrene Sebastian Kienast musste sich im Duell an Position 2 Frank Ruthsatz knapp mit 386 zu 390 geschlagen geben. In ausgezeichneter Wettkampfform zeigte sich Maria Antonia Kanzler. Die Juniorin schoss im Schnitt 2 Zehner mehr pro Serie, als Gegnerin Varvara Antonova. Mit 393 zu 385 holte sie den 2. Punkt für das Jüterboger Team. Im Match zwischen Joline Ziegert und Jennifer Graske sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus. Doch nach etwa der Hälfte des Wettkampfprogramms konnte Ziegert etwas zulegen und sich mit 378 zu 372 behaupten. Durch den dritten Einzelsieg waren wichtige 2 Mannschaftspunkte eingefahren. In der letzten Partie erreichte Alexander Schröder gute 380 Ringe. Sein Gegner Benjamin Gramsch kam in einem sehr engen Duell auf 377. Vor allem während der 3. Serie hatte sich Schröder leicht absetzen können. Für ihn war es der 4. Einzelsieg in dieser Saison. Nach dem 4:1 Sieg konnte man erstmal durchatmen, der große Druck war weg, denn die punktgleichen Dresdner hatten sich gegen Gölzau eine 0 zu 5 Packung abgeholt.

Für die beste Leistung in dieser Bundesliga Saison sorgte der für die Giebichensteiner SGi Halle startende Tscheche Frantisek Smetana. Im Topduell mit Isabel Vaorin von der SG Berlin & Charlottenburg brachte Smetana alle 40 Schüsse in die Zehn und siegte eindrucksvoll mit 400 zu 383.

Im letzten Wettkampf in dieser Saison musste man gegen Gölzau II antreten. Die Tabellenzweiten zeigten sich in dieser Saison sehr stark, was auch die Flämingstädter zu spüren bekamen. Nun an 1 gesetzt, mühte sich Sebastian Kienast gegen Lina Lipinski. Mit 380 hatte er seine niedrigste Saisonleistung erzielt. Gegen die 391 von Lipinski war nichts zu machen. Für den Jüterboger war es eine unglückliche Saison. Obwohl ordentliche Resultate bis zu 389 Ringe erzielt wurden, verlor er alle 7 Einzelbegegnungen. Maria Antonia Kanzler steigerte sich sogar noch auf 394 Ringe und erzielte im Duell mit Linda Bauer 384 das beste Einzelergebnis der Jüterboger in dieser Saison. Die erste und dritte Serie beendete sie mit jeweils 100 Ringen. Joline Ziegert ließ in ihrem Zweikampf mit Florian Wenzel zu Beginn einige Ringe liegen und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Mit 381 zu 387 ging der Punkt nach Gölzau. Eine knappe 375 zu 377 Niederlage zwischen Alexander Schröder und Christian Eckner brachte die Entscheidung zugunsten der Schützen aus Sachsen-Anhalt. Bei seinem ersten Einsatz in der Saison hatte Lars Meyhak keine Probleme mit Jonas Bongartz. Ein ungefährdeter 385 zu 364 Sieg bescherte den Jüterbogern noch einen Einzelpunkt.

Mit dem Erreichen von Platz 5 konnte man zufrieden sein. Drei Siege standen 4 Niederlagen gegenüber. Den Sieg erkämpften, wie schon in der letzten Saison, die Schützen aus Halle. Stärkster Schütze der Liga wurde Smetana mit einem Schnitt von 397, 43 Ringen aus 7 Wettkämpfen.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

LübbenDeutschenbora0:5
HalleBerlin & Charlottenburg4:1
JüterbogPSV Olympia Berlin4:1
DresdenGölzau II0:5
DeutschenboraHalle1:4
Berlin & CharlottenburgLübben5:0
Gölzau IIJüterbog3:2
PSV Olympia BerlinDresden3:2

Abschlusstabelle:

PlatzVereinEinzelpunkteMannschaftspunkte
1Giebichensteiner SGI.-Halle27 : 0812 : 02
2SV Gölzau II23 : 1110 : 04
3SGi-Berlin & Charlottenburg19 : 1610 : 04
4Schützengilde Deutschenbora19 : 1608 : 06
5Schützengilde zu Jüterbog e.V.18 : 1606 : 08
6PSV Olympia Berlin15 : 1906 : 08
7PSSG zu Dresden16 : 1904 : 10
8SchGi zu Lübben00 : 3200 : 14

Frank Dombrowski

Bundesligaschützen mit tollem Abschluss

Die Jüterboger Luftgewehrschützen beendeten die Saison in der 2. Bundesliga Ost mit dem hervorragenden 3. Platz. Nach dem man am vorletzten Wettkampftag in Berlin gegen Deutschenbora die erste Niederlage der Saison einstecken musste, hatte man sich kaum mehr als eine Mittelfeldplatzierung zum Saisonende vorstellen können. Denn am letzten Tag in Frankfurt/Oder, warteten mit Halle und dem PSV Olympia Berlin die stärksten Mannschaften der Liga auf die Flämingstädter. Hier gab es Hoffnungen, sich aufgrund der bisher gezeigten Leistungen dieser Teams, vielleicht doch den einen oder anderen Einzelpunkt zu holen. Trainer Frank Kanzler konnte auf die gewohnte Mannschaftsstärke setzen. Lediglich Stammschütze Sebastian Kienast war verhindert.

In der ersten Partie ging es gegen die Schützen aus der Hauptstadt. Hier traf im Topduell Madelaine Asmussen auf Frank Ruthsatz, dem drittstärksten Schützen der Liga. In einem hochklassigen Match konnte sich der Berliner knapp mit 392 zu 390 durchsetzen. Keine Chance hatte Joline Ziegert in ihrer Partie gegen die erfahrene Anne Kowalski. Die 16-Jährige hatte schon nach der Hälfte des Programmes einen 9 Ringe Rückstand. Zum Schluss hin konnte Kowalski sogar noch zulegen, schoss mit 2×99 Ringen aus und siegte klar mit 394 zu 380. Auch im 3. Duell war ein Klassenunterschied zugunsten des PSV sichtbar. Hier musste Maria Antonia Kanzler gegen Jay Ravani antreten. Der 20-Jährige Inder, ließ nichts anbrennen. Auch er schoss mit starken 2×99 Ringen aus und gewann deutlich 390 zu 377. Im 4. Match sollte es doch spannender werden. Lars Meyhak hatte es mit Jennifer Graske zu tun. Die Berlinerin kam besser in die Partie, konnte sich schon nach den ersten 10 Schüssen einen 5 Ringe Vorsprung erarbeiten. Meyhak holte im weiteren Verlauf auf. Am Ende reichte es für den Wusterhausener jedoch nicht mehr. Knapp siegte Graske mit 378 zu 377 und holte den 4. Punkt für ihr Team. In der laut Setzliste 5. Begegnung sollte es dann doch den erhofften Einzelpunkt geben. Hierbei profitierte Alexander Schröder von einem Fehler seiner Gegnerin. Gleich in der 1. Serie löste sich bei Stefanie Brandes ein Schuss zu früh. Eine Zwei war die Folge. Schröder steigerte sich von Serie zu Serie und siegte mit 374 zu 368.

Danach wartete mit der Giebichensteiner Gilde aus Halle, die in der 1. Begegnung Gölzau II mit 4 zu 1 besiegten, der bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagene Spitzenreiter auf die Flämingstädter. Auf den ersten 4 Positionen änderte sich nichts, nur Thomas Schulze wurde vom Trainer neu in die Mannschaft berufen. Der topgesetzte Tscheche Vaclav Haman, der seit vielen Jahren in der 2. Bundesliga aktiv ist, sicherte den Hallensern den 1. Punkt durch einen 391 zu 380 Erfolg über Madeleine Asmussen. Der Jüterboger Nr.1 passierte zu Beginn ein Missgeschick, die Schachtel mit den Diabolos fiel herunter. Als dann auch noch einer der ersten Schüsse rechts tief in die Drei abrutschte, war die Serie und damit das Match praktisch schon gelaufen. Ein knappes Duell lieferten sich Joline Ziegert und Janett Reuter. Reuter, war von der Papierform her favorisiert, denn sie konnte alle bisherigen 6 Matches über der 390er Marke beenden. Ziegert steigerte sich zu ihrem ersten Wettkampf deutlich und lag zu jeder Zeit vorn, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung. Mit dem höchsten Jüterboger Resultat des Tages bezwang sie Reuter mit 391 zu 387 und bescherte ihrem Team den 1. Punkt. Absolut chancenlos war Lars Meyhak (376) gegen Nina-Marie Thiede. Die Hallenserin stellte mit 393 ihre Saisonbestleistung ein, schoss in der 2. Serie eine perfekte 100 und holte den nächsten Einzelpunkt. Als Thomas Schulze im Match gegen Laura Both nach 30 Schüssen mit einem Ring vorn lag, machte sich Optimismus im Team breit. Nach einem tollen Endspurt und 99 Ringen in der Abschlussserie gewann Schulze 383 zu 379 und führte den Ausgleich herbei. Sollte hier tatsächlich der große Favorit noch straucheln? Als nur noch Maria Antonia Kanzler an der Feuerlinie stand, hatte ihr Gegner Kai Jaugsch den Wettkampf bereits beendet. Auch dieses Duell verlief lange Zeit sehr ausgeglichen. Beide schossen in den ersten beiden Serien jeweils 95 Ringe. Dann konnte sich Kanzler im 3. Abschnitt dank einer 99 einen 4 Ringe Vorsprung erarbeiten. Jaugsch schoss schneller und ging mit 383 vom Stand. Die Juniorin behielt die Nerven schoss mit 97 aus und erreichte 386 Ringe. Ihr fünfter Einzelerfolg in dieser Saison brachte dem Jüterboger Team einen nicht für möglich gehaltenen Sieg und dem Gegner doch eine empfindliche Niederlage. Was für ein gelungener Abschluss der diesjährigen Saison.

Fünf Siegen standen nur 2 Niederlagen gegenüber. Nach dem man im letzten Jahr noch auf Platz 5 landete, erkämpfte man sich nun den 3. Platz. Sieger Halle und der zweitplatzierte PSV Olympia nehmen Ende Januar in Hannover am Aufstiegswettkampf zur 1. Bundesliga teil. Aus der 2. Liga scheidet der brandenburgische SV Bötzow ohne Punktgewinn aus. Die Nordberliner Schützengemeinschaft geht in die Relegation.

Ergebnisse 4. Wettkampftag:

Deutschenbora Bötzow 04:01
NBSG Berlin & Charlottenburg 02:03
Halle Gölzau 04:01
PSV Olympia Jüterbog 04:01
Bötzow NBSG 02:03
Berli & Charlottenburg Deutschenbora 02:03
Gölzau Berlin 01:04
Jüterbog Halle 03:02

 

Endstand:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 29 : 06 12 : 02
2 PSV Olympia Berlin 24 : 11 12 : 02
3 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 20 : 15 10 : 04
4 Schützengilde Deutschenbora 18 : 17 08 : 06
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 16 : 19 06 : 08
6 SV Gölzau II 15 : 20 06 : 08
7 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 11 : 24 02 : 12
8 SV Bötzow 07 : 28 00 : 14

Luftgewehrschützen in der 2. Bundesliga weiter erfolgreich

Auch nach dem 2. Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga Ost bleiben die Jüterboger Schützen ungeschlagen. Beim PSV Olympia Berlin trafen sich alle 8 Teams für jeweils 2 Wettkämpfe. In der Walther Arena standen auf den 20 Ständen jeweils 4 Mannschaften zeitgleich an der Feuerlinie. Die Wettkämpfe wurden wieder mit Musik begleitet und aktuelle Zwischenstände durch Standchef Michael Wischnewsky vom gastgebenden Verein angesagt. Die großen Monitore über jedem Schützen machten es den Betreuern und Zuschauern einfach, jeden Schuss, der auf die elektronischen Anlagen abgefeuert wurde, zu verfolgen. Erstmalig wurden 2 riesige Monitore an den Stirnseiten angebracht, so dass jeder Schütze verfolgen konnte, wie es in seinem jeweiligen Match und in den anderen Partien der Teammitglieder steht. Das Leistungsniveau in der 2. Bundesliga Ost konnte zum 1. WK der Saison gesteigert werden. So gab es 17 Einzelleistungen mit 390 und mehr Ringen. Für die Jüterboger sah es im Vorfeld gar nicht so günstig aus, musste man doch auf die erfahrenen Stammschützen Sebastian Kienast und Lars Meyhak krankheitsbedingt verzichten.

Erster Gegner der Jüterboger, waren die Schützen der Gilde Berlin & Charlottenburg. Hier traf Madeleine Asmussen aus Wanderup in Schleswig Holstein im Topduell auf Michaela Grötzner.  Schon nach der Hälfte der Schüsse lag Asmussen, die seit 10 Jahren das frühere Regionalliga- und jetzige Bundesligateam verstärkt, mit 9 Ringen in Führung. Diese gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab und siegte souverän mit 384 zu 375. Im 2. Duell zwischen Joline Ziegert und Isabel Vaorin sah es nach 2 Serien völlig ausgeglichen aus. Doch die 16-Jährige wurde zum Schluss hin immer stärker, schloss sogar mit einer perfekten 100er Serie ab. Mit starken 391 zu 386 holte Ziegert ihren ersten Einzelpunkt für das Jüterboger Team. An Position 3 gesetzt, musste sich Alexander Schröder mit Alice Bilgen auseinandersetzen. Lange sah es nach einem knappen Sieg und weiteren Punkt für Jüterbog aus. Hier hatte sich Schröder nach der sehr guten 3. Serie (98) bereits einen 4 Ringe Vorsprung erarbeitet. Doch zum Schluss war der Druck zu groß. Er gab in den letzten 4 Schüssen 7 Ringe ab und verlor mit einer Acht zum Schluss mit 372 zu 373. Hier hätte eine Neun bereits zum Stechen genügt. Maria Antonia Kanzler bescherte dem Team den wichtigen 3. Einzelpunkt und damit den Mannschaftserfolg. In ihrem Match gegen Vanessa Bilgen steigerte sie sich von Serie zu Serie, schoss mit 99 Ringen aus und gewann deutlich mit 389 zu 378. Keine Chance auf einen Sieg hatte Ersatzschütze Fabian Henze. Er verlor sein Match gegen Christoph Klemm mit 363 zu 378.

Nach dreistündiger Pause ging es dann gegen die bislang sieglosen Schützen der Nordberliner Schützengemeinschaft (NBSG). Hoch motiviert vom Erfolg im ersten Wettkampf konnte Asmussen ihre Leistung deutlich steigern. Gegen Jost Schülke begann sie mit 99 Ringen fast perfekt, nahm ihrem Gegner schon 6 Ringe ab. Schülke machte nur während der 2. Serie etwas gut und konnte dann nicht mehr mithalten. Asmussen legte einen tollen Endspurt hin, beendete ihren Wettkampf mit einer 100er Serie. Am Ende hatte sie 8 Ringe mehr erzielt, als Schülke. Mit 393 Ringen erzielte sie ihre bislang beste Bundesligaleistung. Keine Mühe hatte Joline Ziegert in ihrem 2. Match. Gegen Tania Hinkel wurde der Leistungsunterschied schon nach wenigen Schüssen klar. Mit 387 zu 366 nahm Ziegert ihrer Gegnerin im Schnitt 5 Ringe pro Serie ab. Im Match an Position 3 machte es Alexander Schröder wieder spannend. Auch gegen Nicole Ehmki hatte er sich nach 30 Schüssen einen 4 Ringe Vorsprung herausgearbeitet. Auf 380er Kurs liegend, klappte zum Schluss erneut nicht mehr viel. Parallelen zu seinem ersten Wettkampf wurden deutlich. Zwischen den Schüssen 36 und 39 gab er 7 Ringe ab. Mit einer Zehn beendete er frustriert seinen Wettkampf und konnte nur noch warten, was Ehmki, die noch 6 Schüsse vor sich hatte, macht. Die Berlinerin konnte während der letzten 10 Schüsse noch 3 Ringe gutmachen. Am Ende sollte es diesmal für Schröder zum Sieg reichen. Denkbar knapp gewann er 375 zu 374 und sicherte den Jüterbogern den 3. Einzelpunkt. Einen deutlichen Klassenunterschied gab es im Match zwischen Maria Antonia Kanzler und Heike von Bredow. Kanzler schoss wieder stark, erzielte 387 Ringe und gewann mit 42 Ringen Vorsprung. Nach längerer Pause in der Bundesliga, konnte Trainer Frank Kanzler wieder auf Thomas Schulze zurückgreifen. Doch Schulze konnte mit Annica Höftmann nicht mithalten. Die Schützin aus Berlin siegte mit 382 zu 372 und brachte ihrem Team den Einzelpunkt.

Nach diesen beiden Mannschaftserfolgen liegen die Jüterboger hinter den Giebichensteiner Schützen aus Halle, die in 15 Einzelpartien erst einen Einzelpunkt abgeben mussten, aussichtsreich auf dem 2. Platz.

Am 3. Wettkampftag wird es dann Anfang Dezember wieder einen Doppel-Wettkampf geben. Bei der Nordberliner Schützengemeinschaft kommt es dann zum Brandenburger Duell zwischen Jüterbog und den bislang sieglosen Bötzowern. Im zweiten Duell treffen die Flämingstädter auf Deutschenbora.

Frank Dombrowski

Ergebnisse:

Gölzau II                                   –              Bötzow                                               4:1

Halle                                          –             Deutschenbora                                 4:1

Nordberliner SG                      –             PSV Olympia                                     0:5

Berlin & Charlottenburg        –              Jüterbog                                             2:3

Deutschenbora                        –             Gölzau II                                             2:3

Bötzow                                       –            Halle                                                   0:5

Jüterbog                                    –             Nordberliner SG                                4:1

PSV Olympia                            –             Berlin & Charlottenburg                   3:2

Tabelle:

Platz Verein Einzelpunkte Mannschaftspunkte
1 Giebichensteiner SGI.-Halle 14 : 01 06 : 00
2 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 10 : 05 06 : 00
3 SV Gölzau II 09 : 06 04 : 02
4 PSV Olympia Berlin 08 : 07 04 : 02
5 SGi-Berlin & Charlottenburg 07 : 08 02 : 04
6 Schützengilde Deutschenbora 06 : 09 02 : 04
7 SV Bötzow 03 : 12 00 : 06
8 Nord-Berliner Schützengemeinschaft 03 : 12 00 : 06

Bundesligaschützen ganz oben auf

Mit einer großen Überraschung endete der letzte Wettkampftag der 2. Luftgewehr Bundesliga Ost. Die Jüterboger Gilde, die um den 3.Platz kämpfte, musste in Frankfurt/Oder gegen den Vierten im Klassement, die zweite Mannschaft aus Gölzau, an die Feuerlinie. Im Vorfeld munkelte man sogar, dass theoretisch auch der 2. Platz möglich sei. Hierzu war es nötig, dass man den Gegner mit 5:0 besiegen musste. Und auch das Spitzenduell zwischen der ungeschlagenen Giebichensteiner Gilde aus Halle und den zweitplatzierten Hauptstädtern vom PSV Olympia hätte 5:0 ausgehen müssen. Die Flämingstädter, die auf ihre stärkste Schützin, Mara Schliemann, verzichten mussten, gingen dennoch optimistisch an den Start.

Im Spitzenduell traf Tobias Lohan auf Torsten Köhler, der hier sein Saisondebüt gab. Der für Jüterbog startender Geltower hatte das Match unter Kontrolle und gewann recht deutlich mit 389:380. Sebastian Kienast, der erstmals an Position 2 gesetzt war, musste mit der höheren Erwartungshaltung zurechtkommen. Im Duell mit Christian Eckner zeigte Kienast eine Spitzenvorstellung. In der wohl engsten Begegnung dieses Mannschaftskampfes lagen nach 20 Schüssen beide fast gleichauf. Der 30 Jährige Jüterboger, der innerlich Unruhe im Körper spürte, war mit 98 Ringen recht gut gestartet. Als dann in sehr schneller Schussfolge noch eine optimale 100er Serie folgte, wechselte die Führung zwischen beiden Schützen ständig hin und her. Nach einer weiteren 95er folgten zum Schluss noch einmal gute 98 Ringe. Mit 391 Ringen erreichte Kienast das höchste Resultat im Team und setzte sich gegen Eckner (386), der zum Schluss einige Ringe liegen ließ, durch. Als auch Vanessa Liebe ihren wichtigen Einzelpunkt im Match gegen Florian Wenzel holte und 384:380 gewann, war der Sieg gegen die Schützen vom Landesleistungsstützpunkt Sachsen-Anhalt perfekt. Doch in welcher Höhe? Überraschend deutlich bezwang Thomas Schulze Markus Alsleben mit 389:373. Im Match an Position 5 hatte Gabi Bulla zu keiner Zeit Probleme mit Dimitri Selener, der erstmalig eingesetzt wurde. Mit 380:367 machte sie den klaren 5:0 Erfolg perfekt.

Trainer Frank Kanzler hatte auch ständig die Spitzenbegegnung im Auge. Und das fast unmögliche Szenario wurde Realität. Die Hallenser waren über die Hauptstädter mit 5:0 erfolgreich. Hier gewann der Tscheche Vaclav Haman sehr knapp das Topduell gegen Frank Schwarz mit dem höchsten Resultat des Tages mit 396:393. Somit gewann Halle, mit nur einem Einzelpunktverlust, den sie gegen die Jüterboger hinnehmen mussten, die 2. Bundesliga. Die Mannschaft aus Jüterbog erzielte mit Platz 2 ihren bislang größten Erfolg in der 2. Bundesliga. Mannschaftspunktgleich und nur mit einem Einzelpunkt mehr, lag man vor Berlin. Im Kellerduell setzte sich Bötzow gegen Dresden durch und verhinderte den direkten Abstieg. Die Sachsen, die in dieser Saison keine Mannschaftspunkte erreichten, steigen ab.

Nach letztem Kenntnisstand verzichtet Halle auf die Teilnahme am Aufstiegswettkampf in die 1. Bundesliga. Diese Mannschaft gilt ab sofort als aufgelöst. Damit reisen neben den Jüterbogern auch die Berliner nach Hannover, um gegen die erstplatzierten Teams der zweiten Bundesligen West und Nord anzutreten. Aus der 1. Bundesliga Nord steigen Braunschweig und Hamm direkt ab. Eine Relegation findet nicht statt. Da auch Düsseldorf in der nächsten Saison auf einen Start in der Bundesliga verzichtet steigen 3 von den 6 teilnehmenden Mannschaften am Aufstiegswettkampf auf.

Frank Dombrowski

Erfolgssträhne der Bundesligaschützen gerissen

Am vorletzten Wettkampftag der 2. Bundesliga Ost mussten die Luftgewehrschützen der Jüterboger Gilde 2 Niederlagen einstecken. Nach 4 Siegen infolge, hatte man in der Berliner Walther Arena gegen die Gastgeber vom PSV Olympia und gegen die Giebichensteiner Schützen aus Halle jeweils 1:4 verloren. Die Flämingstädter mussten an diesem Tag auf Stammschütze Tobias Lohan verzichten.

Im Kampf gegen die Hauptstädter unterlag im Spitzenduell Mara Schliemann 389 dem viertstärksten Schützen der Liga, Frank Schwarz, mit nur 3 Ringen Differenz. Für den Berliner waren die 392 Ringe das 6. Resultat über der 390er Marke. Keine Chance hatte Vanessa Liebe. Nur durchschnittliche Serien um die 95 brachten ihr im Match gegen die stark schießende Judith Sippel eine 382:391 Niederlage. An Position 3 gesetzt, schien es lange Zeit nach einem Sieg für Thomas Schulze gegen Jörg Bott auszusehen. Doch mit den letzten Schüssen gab er seine Führung ab. Mit einer Acht beendete er den 40 Schuss Wettkampf und der Berliner glich zum 381:381 aus. Hier musste ein Stechschuss entscheiden. Der Berliner behielt die Nerven und setzte sich mit 9:8 durch und markierte den 3. Einzelpunkt für sein Team. Sebastian Kienast legte zum letzten Wettkampftag nochmals zu, verlor aber sein Duell gegen Stefanie Brandes mit 385:389. Sehr stark zeigte sich die an Position 5 gesetzte Gabi Bulla. Sie dominierte im Kampf gegen Lena Drewes von Beginn an und schoss einen 18 Ringe Vorsprung heraus. Für Jüterbog holte sie mit 387:369 den einzigen Punkt. Obwohl das bis dahin ungeschlagene Jüterboger Team insgesamt 2 Ringe mehr erzielen konnte als Berlin, musste man die ersten Mannschaftspunkte abgeben.

Im 2. Wettkampf des Tages wartete mit Halle der absolute Topfavorit. Die Schützen aus Sachsen-Anhalt hatten ihre bislang bestrittenen 20 Einzelbegegnungen alle gewonnen. Auch im ersten Match gegen die ebenfalls ungeschlagene 2. Mannschaft aus Gölzau gab es ein klares 5:0. Genug Ansporn für Trainer Frank Kanzler diese Siegesserie zu durchbrechen. „Heute holen wir Einzelpunkte“ waren seine Worte unmittelbar vor dem Wettkampf. Im Topduell hatte es Mara Schliemann mit dem stärksten Schützen der Liga zu tun. Der Tscheche Vaclav Haman, der das Hallenser Team seit einigen Jahren verstärkt, liegt mit einem 396er Schnitt überlegen an der Spitze der Liga Einzelwertung. Doch Schliemann gab sich nicht kampflos geschlagen und unterlag nur knapp mit 392:397. Keine Chance hatte Vanessa Liebe gegen Torsten Sperling. Sie verlor 382:394. Der an 3 gesetzte Thomas Schulze schaffte dann doch das fast unmögliche. Er siegte über Matthias Beck 386:380 und verschaffte den Hallensern den ersten Einzelpunktverlust der Saison. Sebastian Kienast glänzte mit 387 Ringen, musste sich aber dennoch geschlagen geben. Seine Gegnerin Siena Heger startete mit 2 Achten und einer 92er Startserie ungewöhnlich schwach und musste von Trainer Manfred Schumann aufgebaut werden. Während der folgenden 30 Schüsse gab sie nur 4 Ringe ab und siegte über Kienast mit 388 Ringen denkbar knapp. Gabi Bulla konnte gegen Andrè Böhme nichts ausrichten und verlor klar mit 382:391.

Vor dem letzten Wettkampftag in Frankfurt/Oder liegt das Jüterboger Team hinter Halle und Berlin auf Rang 3. Die Gölzauer Mannschaft die auch 2 Niederlagen verkraften musste, wird der nächste Gegner der Jüterboger sein. Schliemann wird dann mit einem 389er Schnitt aus 6 Wettkämpfen wieder die topgesetzte Schützin ihrer Mannschaft sein. Im Kampf um den Klassenerhalt kämpfen dann die bislang sieglosen Dresdner und Bötzow gegeneinander.

Frank Dombrowski

Bundesligaschützen weiterhin in Bestform

Auch nach dem 2. Wettkampftag der 2. Bundesliga Ost, bleiben die Jüterboger Schützen ungeschlagen. In der Berliner-Walther-Arena kämpften am Wochenende alle 8 Mannschaften in jeweils 2 Wettkämpfen um Einzel- und Mannschaftspunkte. Bei idealen Standbedingungen wurde auf 20 elektronischen Anlagen geschossen. Nach den Auftakterfolgen in Gölzau kamen nun 2 weitere Siege hinzu. Gegen Dresden und Jersleben hatten die Flämingstädter kaum Mühe und mussten nur eine der zehn Einzelbegegnungen abgeben.

Zuerst musste man gegen die Schützen aus der sächsischen Landeshauptstadt an die Feuerlinie. Hier kam im Topduell Vanessa Liebe noch nicht so zurecht. In der für sie ungewohnten ersten Position der Setzliste unterlag sie mit 381:389 der erfahrenen Anne Kowalski. Thomas Schulze hatte im ersten Match große Mühe, sich gegen Birgit Rosenkranz durchzusetzen. Mit 380:378 siegte der für Jüterbog startende Geltower knapp. Das Topresultat erzielte Tobias Lohan durch einen 390:382 Erfolg über Oswald Hentschel. Die 2. Serie verlief für Lohan perfekt. 100 Ringe standen auf der Anzeigetafel. Mara Schliemann haderte mit einigen nicht so gelungenen Schüssen, setzte sich aber klar und deutlich mit 389:376 gegen Elke Frohberg durch. In blendender Verfassung zeigte sich Jüterbogs Neuzugang, Gabi Bulla. An letzter Position der Setzliste siegte sie über Matthias Merting mit 388:371 und machte den 4:1 Sieg perfekt.

Nach diesem Erfolg und zweistündiger Wettkampfpause ging es dann gegen Jersleben. Gegen diese Mannschaft, hatte es in der Vergangenheit immer enge Duelle gegeben. Doch diesmal gab es ein klares 5:0 für die Jüterboger. Alle Schützen konnten sich nochmals steigern und ihre Durchschnittsergebnisse steigern. Liebe setzte sich in dem einzigen, etwas enger geführten Match, gegen Michelle Becker, die zum Schluss mit einer 100 glänzte, mit 387:384 durch. Schulze hatte beim 384:378 Erfolg über Franziska Klare keine Schwierigkeiten. Den 3. Einzelpunkt errang Lohan mit tollen 391:372 gegen Kerstin Melchert. Und wieder gelang dem 19 Jährigen eine 100er Serie. Gleich zum Auftakt erzielte er das Maximum. Nach zwei 98er Serien hatte er ein Spitzenresultat vor Augen. Doch über die 95er Abschlussserie, bei der die letzten drei Schüsse in der 9 landeten, ärgerte er sich noch lange. Für die nächsten Wettkämpfe hat sich Mara Schliemann wieder in die Topposition gebracht. Überragende 393 Ringe zeigte sie im Duell gegen Andy Glasa 381. Seinen ersten Auftritt in dieser Saison hatte Sebastian Kienast. Er gewann mit 384:370 gegen Frank Melchert. Zwei Achten und eine unterdurchschnittliche 93er Serie trübten sein Ergebnis ein wenig.

Mit 1939 Ringen erzielten die Jüterboger ihre zweitbeste Mannschaftsleistung in der 2. Bundeliga. Die beste Leistung des Wochenendes erreichte der für Halle startende Tscheche Vaclav Haman, der mit 398 und später 395 seine Spitzenposition in der 2. Bundesliga Ost behauptete. In der Tabelle gab es keine Veränderungen an der Spitze. Die Giebichensteiner Schützen aus Halle führen weiter ungeschlagen mit 20 Einzelsiegen aus 20 Begegnungen das Klassement vor Jüterbog und den ebenfalls unbesiegten Gölzauern an. Um den Klassenerhalt kämpfen in dieser Saison Dresden, Bötzow und Jersleben. Hier gab es bislang keine Mannschaftspunkte. Im nächsten Wettkampf, in 14 Tagen an gleicher Stelle, warten mit Berlin und Halle zwei schwere Brocken auf die Flämingstädter. Doch das Jüterboger Team ist blendend aufgestellt und geht, durch die bisherigen Erfolge, hochmotiviert in die nächsten Begegnungen.

Frank Dombrowski

Optimaler Start beim Bundesliga Auftakt

Besser hätte es für die Luftgewehrschützen der Jüterboger Gilde beim Auftakt der 2. Bundesliga Saison nicht laufen können. Mit 2 Siegen schaffte man sich schon am ersten Wettkampftag ein sicheres Punktepolster. Im Landesleistungszentrum Weißandt-Gölzau trafen sich die 8 Mannschaften für die jeweils ersten beiden Wettkämpfe der neuen Saison. Viele Teams hatten sich personell verstärken können. Die Jüterboger treten auch in dieser Saison mit der gleichen erfolgreichen Mannschaft vom letzten Jahr an. Das Niveau zum Saisonstart war nicht ganz so hoch wie vor einem Jahr. So gab es 2014 noch 25 Ergebnisse die über der 390er Marke lagen. Diesmal erreichten 13 Schützen diese Marke. Ein Grund dafür war der Aufstieg der 1. Gölzauer Mannschaft in die 1. Bundesliga.

Im ersten Wettkampf ging es gegen den brandenburgischen Liga Aufsteiger Bötzow. Die in der letzten Saison stärkste im Team, Mara Schliemann, musste sich im Topduell gegen Tomislav Banjai behaupten. Mit 387 zu 380 wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Tobias Lohan lag von Anfang an im Match gegen Rick Herrmann vorn und setzte sich mit 387 zu 383 durch. Thomas Schulze sorgte mit seinen 388 Ringen für das Topresultat im Team. Gegen Bötzows Neuzugang Joachim Bremer 375 hatte er wenig Mühe. Vanessa Liebe bezwang Christian Pawlowski klar mit 386 zu 374. Den 5. Punkt für die Flämingstädter sicherte Gabi Bulla durch einen 378 zu 374 Erfolg über Hannes Klawisch.

Nach dem 5:0 Sieg und einer knapp dreistündigen Pause wartete mit Deutschenbora ein härterer Brocken auf die Schützen. Gegen diese Mannschaft hatte man in den letzten beiden Jahren jeweils knapp mit 2 zu 3 Punkten verloren. Doch diesmal sollte es anders kommen. Im Spitzenduell gab es zwischen Schliemann und Florian Wilfert bis zum Schluss ständig Führungswechsel. Erst mit den letzten Schüssen setzte sich die Nummer Eins aus Deutschenbora mit 387 zu 384 durch. An Position 2 gesetzt unterlag auch Lohan denkbar knapp mit nur einem Ring gegen Stefanie Fesel 385 zu 386. Doch die Jüterboger waren auf allen Positionen etwa gleich stark aufgestellt. Das sollte sich bei den hinteren Duellen laut Setzliste auszahlen. Thomas Schulze gewann gegen Heiko Lorenz, der unter seinen Möglichkeiten blieb, mit 386 zu 378. Vanessa Liebe steigerte sich auf sehr gute 389 und markierte das beste Jüterboger Resultat des Tages. Sie deklassierte Sylvio Lenhard 374 deutlich. Gabi Bulla legte nach ihrem Erfolg im ersten Match hoch motiviert noch einmal 7 Ringe zu. Sie gewann 385 zu 378 gegen Emilia Draßdo und sicherte ihrer Mannschaft den so wichtigen 3. Einzelpunkt.

Nach dem 3:2 Erfolg stehen die Jüterboger mit 4:0 Mannschaftspunkten hinter dem Ligafavoriten aus Halle auf dem 2. Platz im Klassement. Ausgeglichene Ergebnisse aller Schützen waren ausschlaggebend für den Erfolg am 1. Wettkampftag. Trainer Frank Kanzler hat ein schlagkräftiges Team geformt und zeigte sich nach dem Wettkampf sehr optimistisch für den weiteren Verlauf. Am 2. Wettkampftag Ende November in Berlin geht es dann gegen die bislang sieglosen Schützen aus Dresden und Jersleben. Auch hier dürften weitere Punktgewinne möglich sein. Vanessa Liebe wird dann mit einem Durchschnittsergebnis von 387,5 Ringen als topgesetzte Schützin starten.

Frank Dombrowski

Hochklassiger Schießsport beim Bundesliga Abschluss

Einen solchen Verlauf hatten sich die Jüterboger Schützen beim Abschlusswettkampf der diesjährigen 2. Bundesligasaison nicht vorstellen können. In der Berliner Walther Arena trafen sich alle 8 Luftgewehr Mannschaften der 2. Bundesliga Ost, um die noch ausstehenden 2 Wettkämpfe zu bestreiten. Für die Flämingstädter ging es darum, sich in der oberen Hälfte des Klassements zu halten. Nach dem Doppelerfolg vom 3. Wettkampftag in Gölzau, standen nun mit Berlin und Halle zwei Spitzenteams bereit, die in der Tabelle noch besser platziert waren, als die Jüterboger. Theoretisch war bei der Leistungsdichte in der oberen Hälfte eine Endplatzierung zwischen Platz 2 und 5 möglich. Im ersten Match warteten die bis dahin noch ungeschlagenen Berliner Schützen vom PSV Olympia. Laut Trainer Kanzler waren hier eventuell noch 2 Mannschaftspunkte zu holen.

Im Topduell lieferten sich Mara Schliemann, die bis dahin stärkste im Jüterboger Team, und Frank Schwarz ein enges Match. Erst mit der letzten Serie setzte sich der Berliner mit 2 Ringen Vorsprung durch und gewann 389 : 387. Und auch der an 2 gesetzte Thomas Schulze musste sich mit nur einem Ring geschlagen geben. Gegen Kinga Swiderska unterlag er mit 384 : 385. Die beste Leistung im Match gegen die Hauptstädter zeigte Tobias Lohan. Der 18 Jährige glänzte mit einer starken konzentrierten Leistung und errang im Match gegen Stefanie Brandes (389) durch Serien von 99, 99, 100 und 97 erstklassige 395 Ringe. Er blieb mit seinem Ergebnis nur 1 Ring unter seiner Bestleistung, die er vor einem Jahr beim Endkampf erzielte. Alle Einzelduelle gingen sehr knapp aus. Als sich Vanessa Liebe gegen Steffen Wenzel mit 382 : 381 durchsetzte und den Ausgleich schaffte, musste das an Position 5 geführte Match zwischen Gabi Bulla und Judith Sippel die Entscheidung bringen. Hier setzte sich die Berlinerin mit 376 : 374 durch und bescherte ihrem Team den entscheidenden 3. Einzelpunkt. Für die Jüterboger Schützen war es besonders ärgerlich, schließlich führte man zwischenzeitlich nach etwa 20 Schüssen schon mit 5 : 0. Gölzau hatte sich gegen Halle knapp mit 3 : 2 durchsetzen können und weiterhin die Spitzenposition behauptet.

Im abschließenden Match gegen die Hallenser hatte man von der Papierform her keine Chance. Doch es sollte anders kommen. Nach dem Schulze gegen Annett Ebert 384 : 387 verlor, und auch Liebe mit 384 : 394 gegen Torsten Sperling keine Chance hatte, glichen Lohan durch einen äußerst knappen 392 : 391 Erfolg über Sina Heger und Bulla durch eine Leistungssteigerung auf 386 im Match gegen Christoph Tolonitz 379 aus. Obwohl die stärkste Hallenserin Jana Eckhardt durch zwei 100er Serien gegen Schliemann schon 5 Ringe voraus war, kämpfte sich die 19 Jährige eindrucksvoll zurück und glich zum 393 : 393 aus. So musste beim Stand von 2 : 2 ein Stechschuss über den Mannschaftssieg entscheiden. Schliemann behielt die Nerven und setzte sich mit 10 : 9 durch. Es war der erste Mannschaftssieg des Jüterboger Teams gegen die viele Jahre unbesiegbaren Giebichensteiner. Mit 4 Siegen und 3 Niederlagen beenden die Flämingstädter die Saison auf dem 4. Platz. Im entscheidenden Match um die Spitzenposition in der Liga gewann Gölzau gegen Berlin klar mit 5 : 0. Dabei erzielte der Weißrusse Illia Charheika mit 398 Ringen das Ergebnis des Tages. Gölzau steigt somit ohne Aufstiegswettkampf direkt in die 1. Bundesliga Nord auf, die ab der kommenden Saison mit 12 Mannschaften geführt wird. Berlin hat sich für den Aufstiegswettkampf in Hannover qualifiziert.

Bei der abschließenden Siegerehrung gab es dann noch eine Überraschung. Mara Schliemann wurde mit einem Schnitt von 392,33 als beste Schützin der Liga ausgezeichnet. Das Team um Trainer Frank Kanzler zeigte großartige Leistungen, knappe und spannende Duelle während der gesamten Ligasaison.

4. Wettkampftag

Berlin                                   –              Jüterbog                             3:2

Halle                                     –              Gölzau                                 2:3

Deutschenbora                –              Salzwedel                           5:0

Jersleben                            –              Dresden                              4:1

Jüterbog                             –              Halle                                     3:2

Gölzau                                  –              Berlin                                   5:0

Salzwedel                            –              Jersleben                           1:4

Dresden                                –              Deutschenbora                1:4

Endstand

1 SV Gölzau 32 : 03 14 : 00
2 PSV Olympia Berlin 20 : 15 12 : 02
3 Giebichensteiner SGi.-Halle 23 : 12 08 : 06
4 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 20 : 15 08 : 06
5 Schützengilde Deutschenbora 19 : 16 08 : 06
6 SV Jersleben 15 : 20 04 : 10
7 PSSG zu Dresden 09 : 26 02 : 12
8 Schützengilde Salzwedel e.V. 02 : 33 00 : 14

Frank Dombrowski

2. Bundesliga – Luftgewehr Ost Niederlage in Gölzau

Der 2. Wettkampftag der 2. Bundesliga-Ost führte die Schützen der Jüterboger Gilde nach Weißandt–Gölzau. Am dortigen Landesleistungsstützpunkt von Sachsen-Anhalt hatten die 8 teilnehmenden Vereine diesmal nur je einen Wettkampf zu bestreiten. Ausgerechnet gegen den gastgebenden Spitzenreiter der Liga, gegen den in der Vergangenheit maximal ein Einzelpunkt erzielt wurde, musste man sich beweisen. Von der Papierform her hatte man keine Chance, etwas zu erreichen. So konnte es sich Trainer Frank Kanzler diesmal erlauben, einige Ersatzschützen zum Einsatz zu bringen. Erst nach einigen Problemen an den elektronischen Scheibenanlagen konnte der Wettkampf gestartet werden.

An Position 1 traf Mara Schliemann auf die zur Zeit stärkste Schützin der Liga, Lena Cramer. Obwohl die erst 19 Jährige am 1. Wettkampftag schon mit 2 Resultaten über der 390er Marke glänzte, konnte sie sich erneut steigern. Trotz ausgezeichneter 392 Ringe, erfuhr sie ihre erste Niederlage in dieser Saison. Cramer hatte 394 Ringe erzielt und ihren Ligaschnitt auf 394,33 gefestigt. Im 2. Match musste sich Tobias Lohan mit Charleen Bänisch messen. Ziemlich genervt von seinen ungewöhnlich vielen Neunern fand er kein Mittel, sich zu behaupten. Mit schwachen 376 erzielte er sein bislang niedrigstes Ergebnis in der 2. Bundesliga. Bänisch war mit 394 an diesem Tag nicht zu schlagen. Bei seinem ersten Ligaeinsatz in dieser Saison traf Sebastian Kienast auf Richard Bennemann. Trotz erheblichen Trainingsrückstandes lief es für ihn recht gut. So konnte er schwächere Schüsse zu Beginn der einzelnen Serien öfters mit sauberen 50 Ringen zum Schluss der Serien ausgleichen. Trotzdem hatte auch er keine Chance, sich mit 384 Ringen gegen Bennemann durchzusetzen. Dieser erzielte 7 Ringe mehr und erreichte zum 3. Mal infolge mehr als 390. Leichte Leistungseinbußen im Vergleich zum ersten Wettkampftag gab es bei Vanessa Liebe. Gegen Anne Debertshäuser, die mit 389 Ringen ein ganz anderes Leistungsniveau gewohnt ist, erzielte sie nur 375 Ringe. Und auch beim 5. Einzelduell ging der Punkt an die Gastgeber. Auch die deutliche Steigerung von Gabi Bulla im Kampf gegen Natalie Pfeiffer reichte nicht aus, wenigstens einen Punkt zu erzielen. Dabei war sie dicht dran und verlor nur knapp mit 383 zu 386.

Nach der zu erwartenden 0:5 Niederlage blicken die Jüterboger recht optimistisch in die Zukunft. Schon am 3. Wettkampftag, bei dem an gleicher Stelle Dresden und Jersleben als Gegner warten, sollten Mannschaftspunkte eingefahren werden. Für die große Überraschung hatten diesmal die Schützen vom PSV Olympia Berlin gesorgt. In einem völlig ausgeglichenen Match, bei dem beide Teams die gleiche Gesamtringzahl aufwiesen, setzten sich die Hauptstädter knapp mit 3:2 durch. Die Flämingstädter rutschten im Klassement um eine Position nach unten. Gölzau kann sich wegen der besseren Einzelpunkte vor Berlin an der Spitze halten.

Ergebnisse:

Jüterbog             –              Gölzau                                 0:5

Berlin                    –              Halle                                    3:2

Jersleben            –              Deutschenbora               1:4

Dresden              –              Salzwedel                           5:0

 

Platz Verein  Einzelpunkte   Mannschaftspunkte 
1 SV Gölzau 14 : 01 06 : 00
2 PSV Olympia Berlin 10 : 05 06 : 00
3 Giebichensteiner Halle 10 : 05 04 : 02
4 Schützengilde Deutschenbora 09 : 06 04 : 02
5 Schützengilde Jüterbog e.V. 07 : 08 02 : 04
6 PSSG Dresden 05 : 10 02 : 04
7 SV Jersleben 04 : 11 00 : 06
8 Schützengilde Salzwedel e.V. 01 : 14 00 : 06

 

Frank Dombrowski

Sieg und Niederlage zum Bundesliga Auftakt

Die Berliner Walther Arena war Austragungsort der ersten Luftgewehr Wettkämpfe der neuen Saison in der 2. Bundesliga Ost. Für die Jüterboger Schützen, die sich im vergangenen Jahr blendend in der Liga behaupten konnten, ging es gleich zu Beginn darum, wichtige Mannschaftspunkte zu erzielen. Auch in diesem Jahr ist die Konkurrenz nicht schwächer geworden. So verstärkten sich viele Mannschaften vor allem mit tschechischen Spitzenschützen. Da die Top Teams aus Halle und Gölzau im Frühjahr den Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp verpassten, zählen diese auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Am ersten Wettkampftag mussten alle 8 Mannschaften jeweils 2 Mal an die Feuerlinie treten. Wie hoch das Niveau zum Saisonstart in der zweithöchsten Liga ist, zeigt das Durchschnittsresultat von 382,85 Ringen aller Teilnehmer. Gleich 25 der 80 Einzelresultate lagen höher als 390 Ringe.

Die Flämingstädter trafen im ersten Duell auf Liga Neuzugang Salzwedel. Hier war schnell klar, dass es die ersten 2 Mannschaftspunkte geben würde. Im Kampf der Topgesetzten Schützen siegte Thomas Schulze, der schon im vergangenen Jahr stärkster Jüterboger war, über Markus Decker mit 387 zu 374. Auch Madeleine Asmussen 389 und Tobias Lohan 387 hatten keinerlei Probleme mit Ulf Oelmann 371 und Anna-Lisa Oelmann 371. Für die beste Leistung sorgte Mara Schliemann. Diesmal noch an Position 4 gesetzt, gewann sie durch Serien von 96, 99, 99, 97 mit starken 391 Ringen gegen Andy Glaser 365. Ein tolles Bundesligadebüt gab Vanessa Liebe ab. Sie ließ ihrer Gegnerin Simone Liersch mit 381 zu 313 keine Chance.

Nach dem 5:0 Sieg ging es nach einer dreistündigen Pause gegen Deutschenbora. Hier wollten die Jüterboger, die sich jetzt warm geschossen hatten unbedingt den Sieg erringen. In 2013 hatte man am 1. Wettkampftag gegen dieses Team knapp mit 2 zu 3 verloren. Und auch diesmal zeichnete sich ein enger Mannschaftskampf ab. Zunächst verlor Schulze, obwohl er wieder 387 Ringe erzielte, knapp gegen Florian Wilfert 389. Asmussen steigerte sich auf starke 391 Ringe und glich gegen Patrick Lindner 387 aus. Doch Lohan, der sich im Kampf gegen die überraschend stark kämpfende Stefanie Fesel zwei Achten leistete, verlor sein Match mit 387 zu 391. Äußerst spannend verlief die Partie zwischen Schliemann und Heiko Lorenz. Nach 30 Schüssen lag Lorenz noch mit 2 Ringen vor Schliemann. Eine kämpferische Meisterleistung brachte der nach dem 1. Tag besten Flämingstädter Schützin eine optimale 100er Abschlussserie und einen 391 zu 389 Sieg. Nach dem 2 zu 2 mussten die an 5 gesetzten Schützen die Entscheidung bringen. Hier verlor Gabi Bulla, die zum ersten Mal im Jüterboger Team antrat, knapp mit 376 zu 381 gegen Sylvio Lenhard. Eine kurze schlechte Verlaufsphase brachte ihr zwischen der 2. und 3. Serie 10 Neuner infolge. Zum Abschluss zeigte sich Trainer Frank Kanzler zufrieden. Alle Schützen zeigten in ihren Wettkämpfen Nervenstärke und bestätigten ihr derzeitiges Leistungsniveau. Hinter den favorisierten Mannschaften liegen die Jüterboger nach dem 1. Tag auf dem 4. Platz.

Ergebnisse:

Jüterbog                           –              Salzwedel                           5:0

Halle                                   –              Dresden                               5:0

Jersleben                          –              Gölzau                                  1:4

Berlin                                  –              Deutschenbora                 3:2

Dresden                              –              Gölzau                                 0:5

Jersleben                           –              Halle                                     2:3

Salzwedel                          –              Berlin                                    1:4

Deutschenbora                –              Jüterbog                             3:2

Platz Verein  Einzelpunkte   Mannschaftspunkte 
1 SV Gölzau 09 : 01 04 : 00
2 Giebichensteiner Halle 08 : 02 04 : 00
3 PSV Olympia Berlin 07 : 03 04 : 00
4 Schützengilde zu Jüterbog e.V. 07 : 03 02 : 02
5 Schützengilde Deutschenbora 05 : 05 02 : 02
6 SV Jersleben 03 : 07 00 : 04
7 Schützengilde Salzwedel e.V. 01 : 09 00 : 04
8 PSSG zu Dresden 00 : 10 00 : 04

 

Frank Dombrowski