Wilfried Kretschmer feiert Doppelerfolg beim Vorderlader Mauritius Pokal

Nach großen Kraftanstrengungen konnte die Jüterboger Schützengilde doch noch den traditionellen Mauritius Pokal im Vorderlader Schießen durchführen. Die langanhaltende Trockenheit hatte bis zuletzt ein Schießen fast unmöglich gemacht. Dank des Einsatzes der Feuerwehr konnten die Parkflächen vorher gewässert werden. Die Verantwortlichen der Gilde hatten zusätzlich Wassereimer auf den Ständen bereitgestellt. Die Wettkampfbedingungen waren an diesem Tag fast ideal. So war es nicht mehr die große Hitze der vergangenen Tage. Bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und etwas frischem Wind ließ es sich gut schießen. Mit 50 Starts, die von Schützen aus 9 Vereinen bestritten wurden, konnte der Veranstalter zufrieden sein. Bei der 12. Ausgabe dieser Veranstaltung gingen 20 Schwarzpulverschützen mit dem Vorderlader Gewehr und 30 mit der Perkussionspistole in jeweils offenen Klassen an den Start. Sechs Schützen hatten Doppelstarts zu bewältigen. Die Organisatoren freuten sich, wieder 2 ehemalige Weltmeister am Start zu haben. Gekämpft wurde auch in diesem Jahr um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Wieder mit dabei, waren die Schützen des niedersächsischen SV Langenforth, die sich auch diesmal in die Siegerlisten eintragen konnten. Der SV Lichtenrade konnte sogar 11 Pistolenschützen mobilisieren, so dass man in der Lage war, 3 Mannschaften zu stellen. Auch die polnischen Schützen aus Zielona Gora waren mit von der Partie. Leider beteiligten sich nur 6 Schützen des gastgebenden Vereins am Geschehen. Viele Berliner Schützen und auch die mit der weitesten Anreise (Hannover), kamen bereits 3 Stunden vor ihren Starts auf das Schießstandgelände, um die angenehme Atmosphäre dieser Veranstaltung zu erleben.

Überragender Schütze war wieder einmal Wilfried Kretschmer. Der ehemalige Weltmeister konnte sich wie in den Jahren 2014 und 2015 in beiden Wettbewerben die Titel sichern. Mit dem Gewehr traf der Vierte des vergangenen Jahres Zehn Mal das Zentrum der Scheibe, konnte sich auch eine Acht leisten und siegte mit erstklassigen 144 Ringen vor seinem Mannschaftskollegen Rudolf Matschke. Der Drittplatzierte von 2017 konnte sich um 2 Ringe auf 141 steigern. Den Bronzepokal sicherte sich der Frankfurter Ralf Thiem mit 140 Ringen. Über Sachpreise konnten sich die Schützen der Plätze 4-8 freuen. Thomas Konegen vom PSV Olympia Berlin erreichte 139 Ringe und lag vor Henri Nitschke (Frankfurt/Oder) und Hermann Ruhe (Langenforth) je 136. Platz 7 errang Klaus-Dieter Schilling 135 aus der Oderstadt vor dem Sonnewalder Rico Schulze 133. Der erfolgreichste Jüterboger der letzten Jahre, Heinz Krüger, hatte sich etwas mehr erhofft. Trotz nur einer erzielten Zehn kam er mit noch guten 130 Ringen auf Platz 10. Werner Panek belegte mit 126 Ringen den 12. Platz. Der Vereinsvorsitzende der Gastgeber, Wolfgang Gast, kam mit 123 Ringen auf Rang 15 vor seinem Teamkollegen Frank Leis 118. Senior Eberhard Kaschel hatte sein Spektiv auf die Nachbarscheibe der unbesetzten Bahn neben ihm ausgerichtet und den Fehler zu spät bemerkt. Daher kamen auch nur 22 Ringe und der 20. Platz zustande.

Im Mannschaftskampf setzten sich diesmal die Langenforther durch. Mit 421 Ringen hatte man 10 Ringe Vorsprung vor den Titelverteidigern aus Frankfurt/Oder. Die Schützen aus der Flämingstadt sicherten sich mit 374 die Bronzetrophäe vor dem PSV Olympia  356 und dem K.S. Strzelec 343.

Beim Schießen mit der Pistole gab es an der Spitze des Feldes eine sehr hohe Leistungsdichte. Hier gewann Kretschmer bei seiner vierten Teilnahme seinen 4. Titel. Obwohl er nur 3 Zehner erzielte, reichte für ihn ein Vorsprung von einem Ring zum Sieg. Mit 137 Ringen lag er vor denen mit 136 Ringen gleich liegenden Frank Dessin vom SV Lichtenrade und Frank Stübler vom PSV Olympia. Dicht dahinter lagen Thomas Konegen vom SV Lichtenrade und Sabine Hellwig von der Nordberliner Schützengemeinschaft mit je 135 Ringen. Ex-Weltmeister Damian Cal kam auf 134 Ringe und konnte sich ebenso einen Sachpreis erkämpfen, wie Tomas Sniedzins 132 von der NBSG und dem Langenforther Christian Balau 131, der mit 6 Treffern im Zentrum die meisten Zehner erzielte. Von den Gastgebern zeigten sich Georg Hanske mit 101 und Frank Leis 96 mit Platz 20 bzw. 21 nicht unzufrieden.

Den Mannschaftstitel holte sich die erste Mannschaft des SV Lichtenrade mit 397 vor Langenforth 391 und der NBSG 352. Lichtenrade II kam mit 327 auf Rang 4 vor K.S. Strzelec 325 und Lichtenrade III 257.

Höhepunkt war dann zum Abschluss die würdevolle Siegerehrung, die neben Sportleiter Frank Dombrowski auch der 2. Vorsitzende Hendrik Papenroth und Kampfrichter Heinz Krüger vornahmen. Fast alle teilnehmenden Schützen blieben bis zum Schluss und hatten noch Zeit für das traditionelle Gruppenfoto.

Frank Dombrowski

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