LM Ordonnanzgewehr in Flämingstadt – Sebastian Kienast in überragender Form

Am letzten Wochenende im Mai fanden auf der Jüterboger Schießanlage Damm zum wiederholten Male die Landestitelkämpfe im Ordonnanzgewehrschießen statt. Auf dem Programm standen die Entscheidungen mit offener und geschlossener Visierung. Obwohl der Landessportleiter 32 Startzulassungen vergab, wurden nur 24 Starts realisiert. Somit kämpften mit 17 Gewehrschützen aus 7 Vereinen deutlich weniger um Titel und Qualifikationsringzahlen für die Deutschen Meisterschaften als im vergangenen Jahr. Die Gastgeber stellten erwartungsgemäß mit 11 Starts das größte Aufgebot. Hochsommerliche Temperaturen machten fast allen Schützen zu schaffen. Viele Starter nahmen Wasserflaschen mit an die Feuerlinie. Es waren keine einfachen Bedingungen betonte der Jüterboger Sportleiter Frank Dombrowski nach dem Wettkampf. Ein so extremes Hitzeflimmern auf der Scheibe hatte er auf dem heimischen Stand noch nicht erlebt. Trotz guter Spektive ließen sich einige Schüsse auf der 100 Meter Distanz nicht finden. Dennoch waren viele Schützen mit ihren Leistungen zufrieden. 12 Einzel- und 3 Mannschaftsresultate lagen über dem DM-Limit des letzten Jahres.

In toller Wettkampfform präsentierte sich Sebastian Kienast. Der 32-Jährige, der in dieser Saison erstmals in beiden Disziplinen antrat, war mit 4 Titeln der erfolgreichste Schütze. Gleich zu Beginn schoss er mit seinem Schweden Mauser M96 mit offener Visierung einen neuen Landesrekord. Mit 348 Ringen verbesserte er die Marke seines Teamkollegen Jörg Flemming um 9 Ringe. Vor allem sein Stehendresultat von 170 Ringen war dafür ausschlaggebend. Dass der Jüterboger schon längst in DM Form ist, zeigte er bereits wenige Wochen vorher, als er bei den Kreismeisterschaften unglaubliche 362 Ringe erzielen konnte. Silber erkämpfte Winfried Tscheuschner aus Schöneiche, der mit 337 Ringen 10 Ringe vor seinem Mannschaftskameraden und Titelverteidiger Manfred Reichel lag. Den undankbaren vierten Platz belegte Jörg Flemming mit 319 Ringen. Der Potsdamer Erhard Kloth, der mit 184 Ringen die stärkste Leistung im Liegendanschlag schoss, erreichte mit 311 Ringen Platz 5 vor Frank Dombrowski. Der Vorjahreszweite hatte sich nach zuletzt sehr guten Trainingsergebnissen einiges vorgenommen. Doch in beiden Anschlagsarten lief es nicht wie erwartet und so wurde mit 306 Ringen gerade so das DM Einzellimit von 2017 erzielt. Senior Helmut Fahlenberg kam mit 297 Ringen auf Platz 8. Christoph Hermann und Sven Bakus, die im letzten Jahr für die Jüterboger bei der DM am Start waren, dürften die erneute Teilnahme knapp verpasst haben. Bei ihren 295 bzw. 289 Ringen fehlten schon im liegenden Anschlag wichtige Ringe und es reichte nur zu Platz 9 und 11. Die Gastgeber konnten ihren Mannschaftstitel erfolgreich verteidigen. Mit 973 Ringen lag man deutlich vor dem Schützenclub Schöneiche 933 und der zweiten Jüterboger Mannschaft 881. Die Schützen aus der Landeshauptstadt landeten auf dem 4. Platz.

Nur 8 Schützen kämpften um den Titel mit Dioptervisierung. Hier war der DM Zweite des Vorjahres, Sebastian Kienast, klarer Favorit.  Obwohl er beim stehenden Schießen trotz Verstellung am Diopter nicht vom Fleck kam, siegte er souverän mit 346 Ringen und verteidigte seinen Titel vor Manfred Reichel 331. Der Schöneicher ging hier zum ersten Mal mit seinem Schweden Mauser mit Söderin Diopter an den Start. Dombrowski legte 23 Ringe zum Vorjahr zu, erzielte mit 186 Ringen die stärkste Liegendleistung im Feld und sicherte sich mit guten 328 Ringen Bronze. Für eine Überraschung sorgte Mark Koschnick. Der Kreissportleiter vom KSB Teltow/Fläming – Potsdam Stadt dürfte sein großes Ziel, einmal bei der DM dabei zu sein, erreicht haben. Nach vielen Hinweisen von Schützenkollegen, wie man den Stehendanschlag verbessern könne, setzte er die Ratschläge um und kam mit 319 Ringen  auf den 4. Platz. Auch Sven Bakus und Jörg Flemming, die mit ihren Leistungen zwar alles andere als zufrieden waren, hoffen, mit 308 bzw. 306 Ringen die DM-Einzelnorm erreicht zu haben. Christoph Hermann (Platz 7) verpasste mit 296 Ringen knapp die 300er Marke. Den Mannschaftstitel holten sich wie in den vergangenen Jahren die Jüterboger. Mit 980 Ringen hatte man 17 Ringe zum letztjährigen Erfolg zulegen können.

Frank Dombrowski

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