Jugendschützen bei Deutschen Meisterschaften in München

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften kämpften in der Bayerischen Landeshauptstadt auch 4 Jugendschützen der Jüterboger Gilde. Diese hatten sich über die Landestitelkämpfe in Frankfurt/Oder 5 Startplätze mit Luft- und Kleinkalibergewehr gesichert.

Für den Wettbewerb KK Gewehr 3×20 hatte sich Benedikt Crncic in vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen gut vorbereiten können. Trainer Manfred Henkel gab für den wichtigsten Wettkampf des Jahres noch einmal wertvolle Hinweise und eine Zielstellung. Nach zuletzt einigen Schwächen beim Knieendschießen startete der 15 Jährige mit 178 Ringen sehr gut in den Wettkampf. Doch nach dem Umbau zum Liegendschießen zeigten sich doch größere Probleme bei der Anschlagsfindung. Zwei Achten trübten die erste Serie doch mächtig ein. Da er auch nur eine Zehn traf, waren dort nur 89 Ringe zusammengekommen. Im Anschluss daran erreichte er trotz einer weiteren Acht überdurchschnittliche 97 Ringe. Beim abschließenden Stehendschießen rutschte ihm in jeder Serie eine Sechs heraus. Dennoch erreichte er mit 88 und 87 Ringen ein ordentliches Resultat in dieser Anschlagsart. Mit 539 Gesamtringen hatte er die Vorgabe des Trainers klar erfüllt. Am Ende lag er mit Platz 27 im Mittelfeld der 53 Teilnehmer starken Konkurrenz. Hier sind in nächster Zeit sicher noch Steigerungen möglich. Auch wird er alles daran setzten, sich für die nächste Saison im Liegendkampf zu behaupten. Diesmal hatte ihm nur ein Ring zur DM Teilnahme gefehlt. Den Titel gewann Tom Barbe vom hessischen SV Goddelsheim mit überragenden 581 Ringen und deutlichem Abstand von 13 Ringen zum Zweitplatzierten Marvin Ott (Rot-Weiß-Schützen-Franken).

Für 3 DM Starts hatte sich Maria Antonia Kanzler qualifizieren können. Im 60 Schuss KK Liegendkampf belegte sie mit 569 Ringen den 49. Platz. Durch konstante Serien zwischen 94 und 97 Ringen erzielte sie exakt die DM Norm dieses Jahres. Mit 6 nacheinander folgenden Treffern in der Zehn schoss sie den Wettkampf mit einer 97er Serie aus. Eine wirklich gute Leistung, wenn man bedenkt, dass sie erst in diesem Jahr mit dem Liegendschießen begonnen hat. Bei extrem starker Konkurrenz reihte sie sich ins hintere Mittelfeld ein. Den Sieg erkämpfte Jolina Ottenjann mit 591 Ringen aus dem westfälischen Emsdetten.

Erstmals hatte sich eine Jugendmannschaft aus der Flämingstadt mit dem Luftgewehr für München qualifiziert. Doch hier war schnell klar, dass mit durchschnittlichen Ergebnissen nichts zu holen ist. Maria Kanzler zeigte mit 382 Ringen eine solide Leistung. Doch 2 schwächere Serien (93 und 94) ließ sie im Klassement abrutschen. In einem mit 141 Starterinnen sehr großen Feld, erreichte sie Platz 73. Bei ihrer ersten DM Teilnahme hatte Annett Funke anfangs noch Probleme. Das Trefferbild zeigte in der 1. Serie 4 Achten und viele Hochschüsse. Erst im weiteren Verlauf stabilisierte sie ihren Stehendanschlag und erreichte 373 Ringe.  Das reichte für Platz 127. Mit fantastischen 399 Ringen holte sich Anna Janßen von der SSG Kevelaer die Goldmedaille. Mannschaftsschütze Julian Anders hatte in seiner Klasse nur 40 Konkurrenten. Doch er zeigte nur zu Beginn mit 97 und 96 Ringen eine gewohnt starke Leistung. Als er mit 2 Achten und einer unterdurchschnittlichen 92er Abschlussserie den Wettkampf beendete, standen nur 378 Ringe im Protokoll. Hier hatte sich Trainer Frank Kanzler sicher mehr als Platz 27 erhofft. Mit nur 6 Ringen mehr wäre er schon unter den besten Zehn gelandet. Dominik Fischer von der SSG Mittelbayern siegte mit 393 Ringen.

Im Mannschaftskampf mussten sich die Jüterboger mit Platz 21 zufriedengeben. Bei erzielten 1133 Ringen fehlte doch so einiges. Titelträger wurde der SSV Kronau mit 1176 Ringen.

Maria Kanzler startete dann noch für den SV Werder/Havel im Wettbewerb Luftgewehr Dreistellungskampf. Hier erreichte sie mit 580 Ringen Platz 61. In einem sehr großen Feld von mehr als 100 Starterinnen setzte sich Alisa Zirfas vom bayerischen SV Eichenlaub Maria Steinbach mit unglaublichen 599 Ringen durch.

Trainer Kanzler konnte sich zum Schluss der DM aber noch über eine Bronzemedaille freuen. Seine Schülermannschaft aus Werder/Havel erkämpfte mit Joline Ziegert, Marie Blasek und Svenja Graßmann mit 569 Ringen hinter den ringgleichen Rot-Weiß-Schützen-Franken und PSS Inden/Altdorf (je 574) den 3. Platz. Überragend war die Leistung von Joline Ziegert. Ihr fehlte mit 195 Ringen in der Einzelwertung nur 1 Ring auf Bronze. So errang sie unter 199 Schülerinnen den undankbaren 4. Platz. Wenige Tage zuvor hatten Ziegert und Graßmann für den Brandenburgischen Landesverband mit ihren Luftgewehr Resultaten zum Sieg des RWS Shooty Cups beigetragen.

Frank Dombrowski

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