Frankfurter erzielt Topleistung beim Mauritiuspokal

Nur eine Woche nach dem vom Kreisschützenbund veranstalteten Bürgermeisterpokal war der Schießstand der Jüterboger Gilde erneut Wettkampfstätte für erstklassigen Schießsport. Diesmal kämpften die Schwarzpulverschützen bei der 11. Ausgabe des Mauritiuspokales um Pokale, Preisgelder und Sachpreise. Die Verantwortlichen um Initiator Wolfgang Gast und Sportleiter Frank Dombrowski konnten sich bei angenehmen äußeren Bedingungen erneut über ein erlesenes Teilnehmerfeld freuen. So waren wieder 3 ehemalige Weltmeister am Start. Der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2015 wurde eingestellt. In diesem Jahr traten 30 Gewehr- und 33 Pistolenschützen an die Feuerlinie. Unter den 13 teilnehmenden Vereinen waren erstmals Schützen des niedersächsischen SV Langenforth am Start. Aber auch eine große Zahl Perkussionsschützen aus der Hauptstadt und Schützenfreunde vom polnischen K.S. Strzelec Zielona Gora ließen es sich nicht nehmen, erneut beim traditionsträchtigen Event dabei zu sein. Die Frankfurt Gilde und die Lützowschen Jäger stellten mit je 8 Starts noch vor den Gastgebern (7) das größte Aufgebot. Bei idealen äußeren Bedingungen gab es in diesem Jahr deutlich höhere Resultate als 2016.

Für die Topleistung des Tages sorgte der Frankfurter Lutz Rechtenbach. Der Referent für Vorderlader des Brandenburgischen Schützenbundes erzielte mit dem Perkussionsgewehr überragende 147 Ringe. Nur 3 seiner 15 Schüsse landeten in der Neun. Er verpasste den Standrekord, den die Topschützin Tordis Arlett Nitsch im Jahr 2011 erzielte, nur um einen Ring. Der Senior hatte sich bereits 2007 beim ersten Mauritiuspokal den Titel geholt. Damals hatte er schon gute 146 Ringe erzielt. Sein Vereinskollege Klaus-Dieter Schilling, der selbst im Jahr 2008 Titelträger war, kam auf 142 Ringe und erkämpfte den 2. Platz. Hart umkämpft war der 3. Platz. Hier erreichten  die Langenforther Rudolf Matschke und der zweimalige Sieger Wilfried Kretschmer je 139 Ringe. Matschke sicherte sich den Bronzepokal, da er 2 Mal öfter die Zehn traf. Bei sehr hoher Leistungsdichte folgten Zbigniew Kurpiel 138 vom K.S. Strzelec, Rico Schulze 137 aus Sonnewalde, Ralf Thiem 137 Frankfurt/Oder,  Sören Venske 135 aus Götz und Henri Nitschke 135 aus Frankfurt/Oder. Bester Jüterboger war Heinz Krüger. Der erfolgreichste Schwarzpulverschütze der Flämingstadt hatte sich jedoch etwas mehr erhofft. Bei erzielten 132 Ringen gab es keine großen Ausreißer, doch traf er das Zentrum nur 2 Mal. Frank Leis hatte sich zum letzten Jahr um 5 Ringe steigern können und mit 130 Ringen den 12. Platz erkämpft. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Gast belegte mit 120 Ringen Platz 18. Sein Mannschaftskollege Klaus Jannasch, der im Vorfeld viele Trainingseinheiten absolvierte, erzielte einen Ring weniger und kam auf Platz 20. Bei seiner zweiten Teilnahme an diesem Event verbesserte sich Gerald Kaplick (21. Platz) deutlich. Um 26 auf 118 Ringe ging es hinauf. Im hinteren Feld schossen der Luckenwalder Bodo Schneider 73 und Eberhard Kaschel 70 Ringe.

Ihren 6. Mannschaftstitel errangen die Schützen aus der Oderstadt. Mit 419 Ringen hatten sie großen Vorsprung vor dem SV Langenforth 395 und den Götzer Bergschützen 390. Hinter den Schützen aus Zielona Gora 386 kamen die Gastgeber 371 auf Platz 5 vor dem PSV Olympia 360 und Lützowsche Jäger 336.

Beim Pistolenschießen zeichnete sich eine ähnliche hohe Leistungsdichte an der Spitze des Feldes ab. Hier konnte sich Ex-Weltmeister Wilfried Kretschmer, der schon 2014 und 2015 erfolgreich war, erneut durchsetzen. Mit 140 Ringen verdrängte er seinen Mannschaftskollegen Maik Mießner, der zum ersten Mal hier am Start war. Mießner erzielte 138 Ringe. Genauso viel schoss der Weltmeister von 2012 in dieser Disziplin, Damian Cal. Doch der Langenforther hatte die Zehn einmal mehr getroffen und sich so Silber gesichert. Über Sachpreise konnten sich Krzyzstof Kuchnio 137 K.S. Strzelec, Frank Stübler 136 vom PSV Olympia, Thomas Konegen 136 SV Lichtenrade, Christian Zielke 135 und Gerhard Schlink 133 (beide Frankfurt/Oder) freuen. Für die SG Luckenwalde erreichte Bodo Schneider 86 Ringe. Der Senior kam auf Rang 31. Gleich hinter ihm platzierte sich der einzige Jüterboger Pistolenschütze Frank Leis mit 82 Ringen.

Die Langenforther siegten im Teamwettbewerb mit 409 Ringen vor Frankfurt/Oder 399 und dem SV Lichtenrade I  398. Weiter folgten: 4. Lützowsche Jäger 377, Nordberliner Schützengemeinschaft 358, K.S. Strzelec 353 und SV Lichtenrade II  323.

Fast alle Teilnehmer waren bis zur Siegerehrung geblieben. Neben den erfolgreichen Schützen wurden auch die niedrigsten Leistungen prämiert. Der Verein mit der weitesten Anreise erhielt vom Vereinsvorsitzenden eine Flasche Sekt. Kurz nach der Siegerehrung bedankten sich viele Schützen für die perfekte und reibungslose Organisation des Wettkampfes. Man freue sich schon auf das nächste Jahr.

Frank Dombrowski

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