Gute Leistungen beim Bürgermeisterpokal- Ordonnanzschützen in Topform

Bei der 12. Auflage des traditionellen Jüterboger Bürger-Meister-Pokals gab es vor allem beim Gewehrschießen erstklassige Resultate. Der Kreisschützenbund Teltow Fläming / Potsdam Stadt hatte die Großkaliber Gewehr- und Kurzwaffen Schützen der Region und über die Landesgrenzen hinaus in die Flämingstadt eingeladen. Da zeitgleich in der Landeshauptstadt der Landesseniorenpokal des BSB stattfand, war die Beteiligung nicht so hoch wie im vergangen Jahr, als noch eine neue Bestmarke erzielt wurde. Diesmal gingen Schützen aus 14 Vereinen 90 Mal an den Start. Die gastgebende Jüterboger Gilde erhöhte ihre Starterzahl zum letzten Jahr deutlich. Mit 33 Einzelstarts war sie teilnehmerstärkster Verein. Neben den Schützen aus der Region kämpften auch in diesem Jahr Ordonnanzschützen u.a. aus Oschatz, Kölsa und Berlin sowie Kurzwaffenschützen aus Güstrow um Preisgelder, Urkunden und Mannschafts-Wanderpokale. Auch in diesem Jahr standen 4 Großkaliber Pistolen- und Revolver-Disziplinen sowie 3 Ordonnanzgewehr Wettbewerbe auf dem Wettkampfplan. Für die meisten Ordonnanzgewehrschützen, die das klassische Wettkampfprogramm 20+20 bestritten, war es kurz vor den Deutschen Meisterschaften in Hannover schon der letzte Vorbereitungswettkampf. Bei recht guten Witterungsbedingungen wurden vor allem beim Ordonnanzgewehrschießen erstklassige Resultate erzielt. Lediglich die Auflageschützen des letzten Durchganges hatten etwas Pech. Sie erlebten so heftige Schauer, dass ihre Wettkampfscheiben zusätzlich befestigt werden mussten.

Für die Top Leistungen dieser Veranstaltung sorgten die Ordonnanzschützen, die jeweils 20 Schuss im liegenden und stehenden Anschlag zu bewältigen hatten. Hier lagen 12 der 13 Starter mit ihren Leistungen über der 300er Marke. Die ersten 11 sogar über dem aktuellen DM Limit. Der Wettbewerb war durch eine sehr hohe Leistungsdichte an der Spitze gekennzeichnet. Hier konnten die Schützen selbst entscheiden, ob sie mit offener oder geschlossener Visierung antraten. Auf fast gleichem Niveau schossen die Oschatzer- und Jüterboger Mannschaftsschützen. Lutz Tannhäuser, der bereits in 2015 siegreich war, setzte sich mit 342 Ringen erneut durch. Denkbar knapp musste sich der stärkste Jüterboger, Sebastian Kienast, nur um 1 Ring geschlagen geben. Beim liegenden Schießen hatte er einige Ringe ausgelassen. Trotz guter 162 Ringe  im Stehendanschlag hatte es nicht ganz nach vorn gereicht. Dritter wurde Jörg Flemming, der als einer der wenigen Schützen mit offener Visierung antrat. Mit 186 Ringen erzielte er die stärkste Leistung im liegenden Anschlag aller Schützen. Seine 338 brachten ihm das höchste Resultat seit langem. Vorjahressieger Andreas Radeck aus Oschatz musste sich mit nur einem Ring weniger mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben. Sein Teamkollege Andreas Hentschel erzielte ebenfalls 337 Ringe. Auch Frank Dombrowski zeigte sich nach seinen 329 Ringen sehr zufrieden. Nach gewohnt sehr sicherem Liegendanschlag leistete er sich mit dem letzten Stehendschuss noch eine unnötige Drei. Er  erreichte den 6. Platz. Gleich nach ihm platzierte sich Sven Bakus mit 316 Ringen. Der für die Jüterboger startende Kreisstädter Ingo Louvet bestritt nach längerer Wettkampfpause wieder einen Ordonnanzwettkampf. Mit 310 Ringen lag er hinter dem Ludwigsfelder Kreissportleiter Mark Koschnick und dem Schöneicher Manfred Reichel (je 312) auf Platz 10. Den Mannschaftstitel konnten sich erneut die Schützen aus Sachsen sichern. Starke 1016 Ringe lassen für die DM hoffen. Aber auch die Gastgeber, die sich zum letzten Jahr um 55 auf 1008 verbesserten, brauchten sich mit der gezeigten Leistung nicht zu verstecken.

Das erwartungsgemäß größte Teilnehmerfeld gab es beim Ordonnanz Auflageschießen mit offener Visierung. Hier gab es durch Helmut Fahlenberg, der gute  276 Ringe erzielte, für die Flämingstädter einen Titelgewinn. Hinter dem Hohenseefelder Veit Gottlöber 271, kam der Jüterboger Andre Bethke 268 auf Rang 3. Weiter erzielten: 5. Frank Dombrowski 265, 6. Ingo Louvet 265, 7. Hans-Joachim Heinze 264, 9. Barbara Schilling 259, 10. Klaus Jannasch 259, 14. Bodo Schneider 247, 17. Thomas Heise 240, 18. Hendrik Papenroth 238, 19. Ralf Schulze 237, 23. Hans-Joachim Mölter 231, 26. Michael Schoppe 138. Den Wanderpokal für die beste Mannschaftsleistung holte sich erneut das Jüterboger Team. 16 Ringe lag man vor Luckenwalde, 18 vor Kölsa.

Den Titel mit Dioptervisierung gewann Dombrowski. Nach 97, 95 und 92 zeigte er mit 284 Ringen seine bislang stärkste Auflageleistung. Sieben Ringe Rückstand hatte der zweitplatzierte Peter Löwe aus Kölsa. Louvet erkämpfte mit 269 Ringen bei annähernd gleichem Serienverlauf den 3. Platz. Hier verpasste Barbara Schilling, als einzige Dame im Feld, mit 266 das Podest nur knapp. Ringgleich kam Papenroth auf Platz 5. Weiterhin für Jüterbog am Start: 7. Georg Hanske 265, 10. K. Jannasch 250 , 13. R. Schulze 240, 14. Diana Hanske 239, 15. Hans-Peter Neumann 223. Die Wandertrophähe bleibt bei den Gastgebern. Zum 6. Mal infolge hatte man sich den Titel gesichert. Wie schon 2016 gewann man vor dem PSV Olympia Berlin.

Mit je 2 Titeln waren der Güstrower Ralf-Peter Laube und der Zossener Karl-Heinz Berger die erfolgreichsten Starter mit der Kurzwaffe. Mit der 9mm Pistole gab es das größte Feld. Hier siegte Laube dank einer hervorragenden Schnellfeuerleistung mit 358 Ringen hauchdünn vor Berger 357 und dem Ludwigsfelder Dirk Kalwa 337. Weiterhin belegten: 10. Stephan Zengeler Luckenwalde 293, 12. A. Bethke 267, 14. Melanie Sander 208, 15. Michael Schoppe 75. Im größeren Kaliber .45 ACP siegte Berger mit überragenden 377 Ringen. Beim Schnellfeuerschießen gelang ihm sogar eine 100er Serie. Laube musste sich hier mit 23 Ringen Rückstand deutlich geschlagen geben. Steffen John aus Ludwigsfelde sicherte sich Platz 3 vor Zengeler. Die Mannschaftswertungen in beiden Pistolendisziplinen entschieden die Ludwigsfelder für sich. Beim Revolverschießen .357 Magnum gewann Berger 369 vor Laube 356 und dessen Vereinskollegen Wilfried Deuter 328. Weiter belegten: 4. Markus Krawez 326, 5. S. Zengeler 324, 6. K. Jannasch 282, 9. Yvonne Heise 138, 10. H.-P. Neumann 136, 11. Bettina Kühne 28. Den .44er Revolver beherrschte Laube am besten. Mit 348 siegte er vor Deuter 318 und dem Jüterboger Thomas Heise 302.

Frank Dombrowski

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